• Taschenbuch: 243 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag
  • ISBN: 978-3593384085
  • Preis: 19,90€

Klappentext: Wer mit traditionellen Zeitmanagement-Techniken nicht zurechtkommt, ist nicht unfähig, sondern braucht nur andere Methoden. Cordula Nussbaum hat daher neue Zeitmanagement-Tools entwickelt, welche die kreative und intuitive Herangehensweise der sogenannten Chaoten berücksichtigen. Sie zeigt, • dass starre To-do-Listen und strikte Zeitpläne für hohe Effektivität gar nicht notwendig sind und welche flexiblen Methoden es gibt, • wie man auch bei überquellenden Schreibtischen und ohne penible Ablagesysteme den Überblick bewahren kann, • wie unpünktliche Menschen ihre Termine meistern. So bekommt auch der größte Chaot seinen stressigen Alltag in den Griff!

Da ich das Buch „nur“ als Wanderbuch hier habe, habe ich mich zügig durchgelesen. Und das war auf jeden Fall eine sehr gute Idee, da ich so einen konzentrierten Überblick über das ganze Thema bekommen habe, genau gemerkt habe, an welchen Kapiteln ich besonders zustimmend nicken konnte und vor allem – ich konnte nicht wieder in Aufschieberitis verfallen, indem ich alle paar gelesenen Zeilen erstmal ausprobieren wollte. Zumindest kapitelweise lädt das Buch nämlich schon dazu ein, aber – wie auch im Buch behandelt – braucht man für die meisten Sachen immer so lange, wie man sich Zeit dafür nimmt. Und da ich ja unbedingt alles gelesen haben wollte, bevor’s weitergeht, habe ich fleißig gelesen.
Manche Ratschläge sind einem vielleicht selbst klar (daß ich mein räumliches Chaos nicht in einer einzigen kurzfristigen Hauruck-Aktion geschafft bekomme, weiß ich) – aber wie man wirklich mit kleinen Schritten die Richtung dorthin ändern kann, wo man eigentlich zum sich Wohlfühlen hin möchte, fand ich wirklich sehr gut dort beschrieben. Viele einzelne Werkzeuge und Hilfsmittel werden genannt, die aber – im Gegensatz zu vielen Ratgebern aus diesem Bereich – nicht komplett ausformuliert und festgeklopft sind, sondern so, daß man sie für sich passend umsetzen kann – oder, wenn man in dem Bereich gar kein Problem hat, eben auch einfach bleiben lassen kann.
Das Buch ist tendenziell ein wenig verstärkt auf Zeitprobleme und die berufliche Situation ausgerichtet. Aber obwohl der Bereich momentan bei mir „von allein“ läuft, habe ich auch für meine Problembereiche (Ordnung, Prioritätensetzung in der Freizeit – was sich gegenseitig bedingt, da ich mir durchaus gerne Zeit z.B. zum Lesen nehme und dafür die Ordnung gleich ganz links liegen lasse, obwohl’s mich eigentlich stört) einige Lösungsideen gefunden, mit denen ich nun zuversichtlich bin, daß ich das endlich zu einem brauchbaren Grad in den Griff bekomme. Ordnung an sich ist eben doch nicht Lob genug für einen kreativen Chaoten, selbst wenn Ordnung auch bedeutet, manche Sachen mal wieder tun zu können, für die sonst kein Platz ist 😀
Da ich bei einmaligem zügigen Lesen aber ganz sicher nicht alle wichtigen Aspekte direkt verinnerlicht habe, packe ich das Buch auf jeden Fall auch noch auf meine Merkliste.

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