Hallo,

heute möchte ich ein Buch vorstellen, in dem es um eine Katze geht.

Dewey und ich

Untertitel: Die wahre Geschichte des berühmtesten Katers der Welt

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Autorin: Vicki Myron mit Bret Witter

Verlag: Page & Turner

Erschienen in Deutschland: 24. August 2009

ISBN-Nr. : 978-3442203338

Preis: 17,95 Euro

Seitenzahl: 319 Seiten

Schrift/Zeilenabstand: eineinhalbzeilig, die Schrift ist groß – aber kein Großdruck.

Ich habe das Buch im Bertelsmann-Buchclub als Buchclub-Ausgabe für 14,95 Euro gekauft. .

Wer ist Vicki Myron?

Vicki Myron stammt aus der Kleinstadt Spencer im US-Bundesstaat Iowa. Sie war jahrelang Leiterin der dortigen Stadtbibliothek.

Brett Witter, Lektor und Autor, half Vicki Myron, dieses Buch zu schreiben.

Worum geht es in dem Buch?

Vicki Myron ist Bibliotheksleiterin in der Kleinstadt Spencer in Iowa in den USA. Am 18. Januar 1988, einem Montag, findet sie in der Klappe der Bibliothek, in die die Nutzer der Bibliothek ausgelesene Bücher einwerfen, einen acht Wochen alten mageren Kater. Das Tier hat Glück, dass es von den eingeworfenen Büchern nicht erschlagen wurde!

Vicki und ihre Kollegen in der Bibliothek nehmen sich des Katers an. Sie kümmern sich rührend um ihn, sie päppeln ihn hoch, sie füttern ihn. Und schon bald wird Dewey – so nennen sie ihn – unverzichtbar für die Bibliothek. Durch ihn wird die Bibliothek bekannt auch über die Grenzen von Iowa hinaus – viele Leute kommen extra seinetwegen in die Bibliothek.

Vicki Myron beschreibt ihr Leben mit Dewey. Dewey lebt einige Jahre in der Bibliothek, sie sieht ihn also bei der Arbeit – gleichzeitig beschreibt sie ihr eigenes Leben. Dewey schafft es nicht nur, ihre Beziehung zu ihrer Tochter Jodi zu verbessern – durch ihn erfahren Leute, die in die Bibliothek kommen, Liebe und Wärme – egal, ob junge oder alte Leute, egal, ob behinderte Menschen oder nicht behinderte Menschen.

Dewey hat seine Eigenarten – so wie Katzen eben ihre Eigenarten haben. Das fängt beim Futter an – er isst nicht jedes Futter. Weiterhin isst er gerne Gummibänder – das führt soweit, dass die Angestellten in der Bücherei all ihre Gummibänder verstecken müssen. Und es gibt viele weitere Episoden mit Dewey – dem Kater, den die meisten Leute, die ihn kannten, in ihr Herz schlossen.

Weiterhin ist dieses Buch auch das Portrait der Kleinstadt Spencer in Iowa. Vicki Myron beschreibt, wie sich die Stadt im Laufe der Jahre verändert hat – was nicht nur auf Dewey zurückzuführen ist, sondern auch auf diverse Firmen, die in Spencer Leute beschäftigten.

Leseprobe:

Ich hob das Kätzchen aus dem Kasten. Es verschwand förmlich in meinen Händen. Später erfuhren wir, dass es acht Wochen alt war, aber es sah aus wie acht Tage. Es war so dünn, dass man jede Rippe sehen konnte. Ich spürte sein Herz schlagen und wie die Lungen sich mit Luft füllten. Das arme Kätzchen war so schwach, dass es kaum seinen Kopf selbst halten konnte, und es zitterte am ganzen Körper. Es öffnete sein kleines Maul, aber der Laut, den es zwei Sekunden später ausstieß, klang schwach und gebrochen. ….

„Herrjemine“, entfuhr es Jean.

„Armes Kleines“, sagte ich und drückte es an mich.

„Es ist so süß.“

Dann schwiegen wir eine Weile und blickten das Kätzchen einfach nur an. Schließlich fragte Jean: „Was glaubst du, wie es da reingekommen ist?“

Ich dachte jedoch nicht an die gestrige Nacht. Ich dachte nur an jetzt. Es war zu früh, um den Tierarzt zu rufen, denn er würde erst in einer Stunde seine Praxis aufmachen. Aber das Kätzchen war so kalt. Sogar in der Wärme auf meinem Arm konnte ich spüren, wie es zitterte.

„Wir müssen etwas unternehmen“, entschied ich.

(Seiten 18/19)

Wie fand ich das Buch?/meine eigene Leseerfahrung

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ließ sich leicht und flüssig lesen. Und – obwohl ich keine Katzen habe -, war ich mitgerissen von den Ereignissen um Dewey. Es brach mir fast das Herz, als ich las, dass er in dem Rückgabefach einer Bücherei steckte – und hätte fast von hineinfallenden Büchern getroffen und getötet werden können.

Dass er gerettet wurde und in der Bücherei bleiben konnte, war das Beste für den Kater. Ich kenne einige Leute, die Katzen haben. Beim Lesen musste ich oft schmunzeln – über das, was der Kater machte, über die Art und Weise, wie er Leute „austricksen“ konnte, zum Beispiel, wenn er Medizin nicht einnehmen wollte. Ich habe dann Dewey mit Katzen verglichen, die ich schon kennen lernen durfte.

Meine Schwägerin hat zwei Katzen. Sie wird dieses Buch zu Weihnachten bekommen – es ist das Richtige für sie. Eine warmherzige Geschichte über ein interessantes und liebenswertes Tier – den Kater Dewey – und seiner genauso sympathischen „Herrin“ Vicki Myron.

Von mir bekommt das Buch fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

Ich habe diesen Bericht schon 2009 bei der Verbraucherplattform „Ciao.de“ veröffentlicht. Image

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