• Flexiber Einband: 336 Seiten
  • Verlag: Books on Demand
  • ISBN: 978-3936671094
  • Preis: 21,90€

Klappentext: Achim Oster leidet unter Schlaflosigkeit. Eines Morgens steht er in aller Frühe auf und erwirbt bei einem Trödler einen Haufen alter Fotos. Darunter befindet sich das Porträt einer jungen Frau, welches im Jahre 1929 angefertigt wurde. Die Frau, sie sitzt an einem Fenster, besitzt eine außergewöhnliche Ausstrahlung, ihr Blick und ihr Lächeln faszinieren Achim.Wegen seiner Schlaflosigkeit sucht Achim einen Psychotherapeuten auf. Eine Rückversetzung in seine Kindheit mittels Hypnose erinnert ihn an einen Traum, in dem ein Zug eine wichtige Rolle spielt. Weitere Sitzungen erbringen Hinweise auf ein Trauma, welches im Zusammenhang mit der Ladung des Zuges, einem Flugzeugwrack, steht. Es hat den Anschein, als sei er in das Leben eines Mannes geraten, der Max Lehnfeldt hieß und als Pilot und Kunstmaler arbeitete – und dieser Mann ist er selbst.Achim zweifelt an seiner geistigen Gesundheit, doch er ist auch neugierig. Bei jeder Sitzung kommt mehr von dieser anderen Existenz zum Vorschein. Nicht bloß Details, ihm begegnet auch jene Frau, die er bislang nur von dem Foto kannte. Er fängt an, nachzuforschen. „Elk von Lyck hat mit seinem Roman ein vielschichtiges Werk über die Transzendenz der Liebe vorgelegt. Sie verbindet die Vergangenheit mit der Gegenwart. Sie gibt dem solitären Individuum Sinn und Bedeutung, zeigt aber auch dessen Möglichkeit des Scheiterns auf.

Dieses Buch hat mir insgesamt gut gefallen – einige Kritikpunkte habe ich allerdings. Als allererstes die doch recht vielen Rechtschreibfehler (bzw. vermute ich da eher falsche Korrekturen durch irgendeine Rechtschreibprüfung, da es meistens schon „korrekte“ Wörter waren, die aber in dem Kontext dann doch um den ein oder anderen Buchstaben am vom Sinn her passenden Wort vorbei waren) und die Formatierung – die rechte Seite war öfters eine Zeile kürzer als die linke, so daß ich mehrfach drauf reingefallen bin und an unpassender Stelle mittendrin eine Lesepause eingelegt hatte….
Inhaltlich lese ich gerne Bücher, in denen 2 Geschichten gut mit einander verbunden sind. Das ist auch hier zumindest anfangs sehr gut gelungen. Im Verlauf des Buchs ist mir aber die Gegenwart doch etwas zu unwichtig geworden – und in der Gegenwart kam mir die Sprache mehr und mehr unpassend veraltet vor – im anderen Teil der Handlung passten die Formulierungen besser… Wenn es Achim gewesen wäre, der durch seine Eindrücke so eine Sprache verwendet hätte, gut… Aber zu seiner überhaupt nicht eingeweihten Verlobten passten die Worte bei der letzten geschilderten Begegnung absolut nicht. Seine Reaktion auf das Ende der anderen Handlung fand ich persönlich irgendwie auch nicht nachvollziehbar, aber man kann sich nunmal nicht immer in alle Situationen hineinversetzen 😉
Den Handlungsstrang in der Vergangenheit fand ich aber dafür ohne irgendwelche Kritikpunkte wirklich super gelungen. Von der Beschreibung her fühlte man sich wie selbst dabei und ich konnte mich oft in Max hineinversetzen. Das Ende fand ich allerdings sehr traurig – und gleichzeitig menschlich. Die meisten würden bestimmt für ihr einziges Erinnerungsstück das gleiche Risiko eingehen, so irrational und „dumm“ das auch ist. Für mich bleibt da aber noch die Überlegung über das Ende des Buchs hinaus übrig, was mit der Seele von Max/Achim in den Jahren dazwischen war… Das Thema ist auf jeden Fall spannend 😉

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