(Rezi von Adelheid) Bettina Haskamp – Jetzt ist gut, Knut

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kürzlich habe ich folgendes Buch gelesen:

Jetzt ist gut, Knut

Autorin: Bettina Haskamp

Verlag: Marion von Schröder

Seitenzahl: 286 Seiten

Erscheinungsdatum in Deutschland: 8. Juni 2012

ISBN-Nummer: 978-3547711813

Das Buch ist bisher als Paperback-Ausgabe erhältlich und kostet in Deutschland 14,99 Euro.

Über Bettina Haskamp

Die deutsche Autorin Bettina Haskamp hat mit einem Segelboot die Welt bereist. Anschließend arbeitete sie als Journalistin für den NDR und für Radio Bremen.

Aus ihrer Feder stammen auch die Romane „Alles wegen Werner“ und „Hart, aber Hilde“.

Lilli Karg gewinnt im Lotto – oder: die Handlung

Die Ich-Erzählerin Lilli Karg, 46 Jahre alt und verheiratet mit Knut, könnte eigentlich zufrieden sein. Ihre Tochter Julia hat einen guten Job, Knut ist als Tierpfleger tätig und ein treuer Ehemann – und sie, Lilli, hat einen Job als Redaktionssekretärin bei einem Fernsehsender.

Aber Lilli findet ihr Leben langweilig. Sie möchte jemand anderes sein – schön, begehrt, mit einer spektakulären Lebensgeschichte. So erfindet sie Lillian Reich, in deren Haut sie immer wieder gerne schlüpft. Dann läuft sie in teuren Kleidern herum und erzählt Menschen, die sie vorher noch nie gesehen hat, sie sei Katastrophenhelferin oder Erdbebenüberlebende. Das braucht Lilli und genießt die Bewunderung, die ihr entgegenkommt.

Lilli hat einen guten Job – aber eine oft schlecht gelaunte Chefin. Die Arbeit mit ihr ist meistens unangenehm, da sie ständig etwas zu meckern hat. Und Knut, Lillis Gatte, arbeitet oft länger im Tierpark. Manche Tiere sind ihm offensichtlich wichtiger als seine Ehefrau.  Das stört Lilli – und als sie noch auf Julias Hund Herkules aufpassen soll, der ihr nicht gehorchen will, ist sie vollends unzufrieden.

Auf einmal scheint sich Lillis Leben zum Positiven zu wenden. Sie gewinnt 250.000 Euro im Lotto. Ihrem Mann sagt sie nichts davon. Als sie mit Julias Hund Herkules Gassi geht, lernt sie den attraktiven Tim kennen, der sich mit der Erziehung von Hunden sehr gut auskennt. Aus einem Treffen werden mehrere – und auch Marie-Anne, eine neue Freundin, trägt dazu bei, dass in Lillis Leben neuer, positiver Schwung kommt. Ja, vielleicht ist es an der Zeit, Knut zu verlassen und sich ein paar Lebensträume zu verwirklichen…

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

http://vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/Leseprobe_Haskamp_Knut.pdf

Lilli könnte doch eigentlich zufrieden sein – oder: meine Leseerfahrung

Als eine Bekannte, die das Buch über vorablesen.de gewonnen hatte, mir davon vorschwärmte, wollte ich es auch lesen.

Meine Bekannte lieh mir das Buch aus, und ich habe es gelesen. Wenn ich das Titelbild betrachte (Ein älteres Ehepaar sitzt im Garten. Sie liest Zeitung und trägt einen Strohhut, während er – von einem Pfeil getroffen – mit dem Kopf auf dem Tisch liegt und keinen Mucks mehr macht), denke ich an eine Geschichte über ein älteres Ehepaar – aber das ist nicht der Fall. Lillis Eltern spielen in dem Roman eine Nebenrolle – ebenso wie ihr Mann Knut. Er kommt in dem Roman nicht oft vor.

Die Schrift ist ziemlich groß. Dadurch und durch den lockeren Schreibstil lässt sich das Buch leicht und schnell lesen. Es ist die ideale Lektüre für den Sommer. Lilli Karg ist sympathisch. Beim Lesen frage ich mich sofort: warum findet sie ihr Leben langweilig – mir wäre ein Leben als Redaktionssekretärin,  mit einem treuen Ehemann und einer netten Tochter turbulent genug. Außerdem hat Lilli doch noch zwei Katzen als Haustiere, die immer auf sie warten, wenn sie nach Hause kommt.

Aber das reicht Lilli offensichtlich nicht. Sie will mehr. Nicht den Landsitz mit Reetdach, von dem ihr Mann träumt. Nein, am liebsten ein Leben irgendwo in Spanien, mit Prosecco – und einem Mann, der nicht länger arbeitet, als er muss – sondern auch Augen für sie – Lilli – hat. Ein Mann wie Tim beispielsweise.

In all dieser Träumerei kommt Lilli ihr Lottogewinn gerade recht – und die neue Freundin Marie-Anne, die Psychologin ist, und ihre Freundin Tina, mit der sich Lilli gestritten hat, schnell ersetzen kann. Marie-Anne kann Lilli nicht anlügen, Marie-Anne ist eine Freundin, der sich Lilli anvertrauen kann.

Die Geschichte hat mir gefallen. Sie ist gut geschrieben mit vielen Dialogen. Schade finde ich, dass Knut eher blass und nebensächlich geschildert wird, obwohl er einen gesunden Menschenverstand hat – und Lilli vor einem großen Fehler bewahren kann. Dem charismatischen Tim dagegen wird mehr Raum im Roman gegeben.

Auch gibt es in der Handlung einige „Längen“, die ab und an die Spannung nehmen. Negativ finde ich, dass es nach manchen Kapiteln immer wieder Leerseiten im Buch gibt, die das Buch unnötig dick machen. Der Preis ist ohnehin ein Manko in dem Buch – 14,99 Euro finde ich schon heftig für einen Frauenroman mit nicht einmal 300 Seiten. Irgendwie wirkt auf mich das Buch von der Aufmachung her unnötig aufgebläht – da hätte eine Taschenbuchausgabe für den Preis von 9 Euro auch gereicht.

Mein Fazit

„Jetzt ist gut, Knut“ ist ein Frauenroman, den ich gerne gelesen habe. Als kurzweilige Frauenlektüre für den Sommer ist er durchaus zu empfehlen.

Mich stören allerdings einige Längen in der Handlung sowie die „aufgeblähte“ Aufmachung des Buches, durch die es für 14,99 Euro im Handel angeboten wird. Dafür ziehe ich einen Stern ab.

Ich vergebe 4 Sterne von 5 Sternen und empfehle das Buch weiter.

Bild

P.S.: Meine Rezensionen erscheinen noch auf Vorablesen.de, Ciao.de, Amazon.de sowie auf anderen Seiten.

(Rezi von Adelheid) Rose Lagercrantz/Eva Eriksson – Mein glückliches Leben

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Mein 13-jähriger Sohn ist schwerbehindert. Nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Und, wenn er Ferien hat, was momentan der Fall ist, ist er die Woche über nicht im Internat in Stuttgart, sondern hier zu Hause.

Neben der Pflege (die sehr anstrengend sein kann), muss ich mir jeden Tag etwas Neues ausdenken, wie ich ihn unterhalten kann. Da ich weiß, dass er es gerne mag, wenn ich ihm aus Büchern vorlese, nahm ich kürzlich folgendes Buch aus der Bücherei mit:

Mein glückliches Leben

Autorin: Rose Lagercrantz

Zeichnerin: Eva Eriksson

Seitenzahl: 140 Seiten, Großdruck

Verlag: Moritz-Verlag, Frankfurt am Main

ISBN-Nummer: 978-3895652394

Erscheinungsdatum in Deutschland: 2011

Das Buch liegt in einer Hardcoverausgabe vor und kostet 11,95 Euro im Buchhandel in Deutschland.

Das vom Verlag empfohlene Lesealter ist 7 bis 9 Jahre.

Über Rose Lagercrantz und Eva Eriksson

Rose Lagercrantz ist eine schwedische Autorin, Jahrgang 1947. Sie war bereits in einem Kindertheater tätig und arbeitete für Rundfunk und Fernsehen. Sie schreibt viele Bücher für Kinder und Jugendliche und wurde in Schweden bereits mit der Nils-Holgersson-Plakette und dem Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet.

Sie hat den Text für dieses Buch geschrieben.

Eva Eriksson, geboren 1949, ist eine der beliebtesten Illustratorinnen Schwedens. Auch sie erhielt schon namhafte Preise – unter anderem den Astrid-Lindgren-Preis.

Sie hat die Bilder für dieses Buch gezeichnet.

Dunne ist nicht immer glücklich – oder: Die Handlung

Dunne ist sechs Jahre alt und kommt in die Schule. Ihr Vater erzieht sie alleine, denn die Mutter ist schon gestorben. Sie ist weggegangen, so erzählte man Dunne.

Dunne ist gespannt, was sie in der Schule erwarten wird. Die Schule ist nur halb so schön, wenn man keine Freundin hat – und Dunne ist froh, dass sie Ella-Frida als Freundin findet. Zusammen schaukeln die Mädchen, malen Sonnenuntergänge und tauschen Glanzbilder. Sie streiten sich auch – aber sie vertragen sich bald wieder.

Und deswegen ist Dunne glücklich. Das Glück wird aber jäh getrübt, als Ella-Frida umzieht. Sie zieht nach Norrköping.

Für Dunne bricht eine Welt zusammen. Ihr Vater kauft ihr zum Trost die beiden Meerschweinchen, die sie sich gewünscht hat. Das tröstet Dunne ein bisschen – aber nicht ganz.

Wieder glücklich wird sie erst, als sie einen Brief von Ella-Frida bekommt. Ella-Frida vermisst Dunne auch und teilt ihr das mit. Dunne ist selig, denn Ella-Frida lädt Dunne ein, sie in den Ferien zu besuchen.

Leseprobe

Eine Leseprobe, die auch einige der Bilder im Buch zeigt, ist auf der Homepage des Verlags zu sehen – unter folgendem Link:

http://book2look.com/vBook.aspx?id=zWzlLfmJfd

Wunderbar! – oder: meine Leseerfahrung:

Mich hatte der Buchtitel angesprochen und die sehr ansprechende bunte Zeichnung (sie zeigt zwei lachende Kinder, die im Regen spazieren gehen) auf dem Titelbild – deswegen nahm ich das Buch aus der Bücherei mit.

Ein glückliches Leben? Wer hat das schon?

Mich interessierte, wie das Thema in einem Kinderbuch behandelt wird.

Ich las das Buch für mich allein – und ich las das Buch meinem Sohn vor. Er freute sich – und es gab einen Moment, bei dem er kreischte und jodelte – und ich wusste, dass ich jetzt eine Lesepause machen muss. Aber nach der Lesepause las ich laut weiter vor – und so hat auch er erfahren, wie die Geschichte mit Dunne und Ella-Frida sich entwickelt.

Was für ein wunderbares Kinderbuch! Die Schrift ist groß, so dass das Buch für Kinder im Grundschulalter geeignet ist. Erzählt wird im Präsens (Gegenwart) und im Perfekt (da gibt es Verbformen, wie „ich habe gesehen“).

Die Sätze sind nicht zu kurz – es kommen durchaus Nebensätze in dem Buch vor, so dass das Buch für Erstleser nicht geeignet ist – aber für Kinder ab der zweiten Schulklasse.

Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben (also kein Ich-Erzähler) – und so fragte ich mich, wie der Titel „Mein glückliches Leben“ zustande kommen kann – und nicht beispielsweise „Dunnes glückliches Leben“. Jedoch wird das im Laufe des Buches klar.

Sehr einfühlsam finde ich auch, wie über den Tod von Dunnes Mutter geredet wird. Da wird gesagt „Sie ist weggegangen“ – und wo dieses „weg“ sein könnte, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen.

Die Bilder sind großartig. Ich mag es, wie die Personen gezeichnet sind – schwarz-weiß, wie Bleistiftzeichnungen. Dunne, ihre Mitschüler, ihr Vater und andere Personen werden gezeigt, wenn sie lachen, wenn sie nachdenklich sind – und wenn sie weinen. Menschen und ihre Gefühle sind wunderbar in den Bildern „eingefangen“ – und so macht es wirklich großen Spaß, die Geschichte über Dunne und ihre Freundin zu lesen und die Bilder anzusehen. Auch ein paar lustige Momente gibt es – während derer man schmunzeln kann. Egal, ob man Kind ist oder erwachsener Leser.

Mein Fazit

„Mein glückliches Leben“, geschrieben von Rose Lagercrantz, und mit Bildern von Eva Eriksson ist ein überaus gelungenes Kinderbuch – mit einer gut erzählten Geschichte in großer Druckschrift und sehr ansprechenden Zeichnungen.

Das vom Verlag empfohlene Lesealter von sieben bis neun Jahren finde ich angemessen. Ich denke, dass es sich um ein Buch handelt, das vorwiegend für Mädchen geeignet ist (meinem Sohn ist das allerdings ziemlich egal, er freut sich, wenn ihm vorgelesen wird – egal, was), weil sich die Handlung vorrangig um Mädchen dreht.

Wie ich aus der Verlagsseite erfahren habe, steht das Buch auf der Auswahlliste für den deutschen Jugendliteraturpreis 2012.

BildIch vergebe auf jeden Fall fünf Sterne und eine Leseempfehlung für Mädchen von 7 bis 9 Jahren.

P.S.: Diese Rezension erschien bereits bei der Verbraucherplattform Ciao.de unter meinem dortigen Usernamen „Sydneysider47“.

(Rezi von Adelheid) Rita Falk – Winterkartoffelknödel

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch bekam ich kürzlich zum Lesen ausgeliehen:

Winterkartoffelknödel

Autorin: Rita Falk

Verlag: dtv

Seitenzahl: 235 Seiten

Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. Oktober 2010 als Paperbackausgabe. Das Buch ist seit Februar 2012 auch als Taschenbuchausgabe erhältlich.

ISBN-Nummer: 978-3423248105

Bild

Über Rita Falk

Rita Falk ist 1964 geboren. Ihr Provinzkrimi „Winterkartoffelknödel“ rund um den Ermittler Franz Eberhofer entwickelte sich sofort zum Bestseller. Weitere Krimis mit Franz als Hauptperson folgten – beispielsweise „Dampfnudelblues“ und „Schweinskopf al dente“. Der vierte Roman aus der Reihe heißt „Grießnockerlaffäre“ und wird im Oktober 2012 erscheinen.

Rita Falk lebt mit ihrer Familie in Landshut.

Franz Eberhofer erzählt nicht nur über drei Tote, sondern auch viel anderes – oder: die Handlung

Der Ich-Erzähler Franz Eberhofer ist Gendarm im bayerischen Ort Niederkaltenkirchen. Er geht mit seinem Hund Ludwig spazieren und entdeckt eine Mütze. Anschließend geht er zum Metzger.

Es ist ohnehin ruhig in Niederkaltenkirchen. Nur wenig passiert dort. So kann Franz in Ruhe ein Bier trinken bei Wolfi – oder sich mit seiner tauben Großmutter befassen oder dem Vater, der gern die Beatles hört.

Eines Tages jedoch muss Franz ermitteln. Mitglieder der Familie Neuhofer kommen zu Tode. Herr Neuhofer erleidet einen Stromschlag, obwohl er Elektromeister ist und sich mit Strom auskennen müsste. Frau Neuhofer hängt sich anschließend im Wald auf, und Sohn Hans muss um sein Leben bangen.

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Unfall und ein Selbstmord, könnte sich vielleicht doch als Mord entpuppen. Franz beginnt zu ermitteln…

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

http://vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/Leseprobe_Winterkartoffelknoedel.pdf

Zu viel Gelaber und schlechte Grammatik – oder: meine Leseerfahrung

Mir wurde das Buch von einer Bekannten geliehen, die es bei vorablesen.de gewonnen hatte. Während sie sich begeistert zeigte, merkte ich beim Lesen, dass das Buch nicht mein Fall ist. Sicherlich ist die Umgangssprache urig – bayrisch eben. Das stört mich nicht. Ich finde es nett, wenn beispielsweise von „Würstl“ und „Ganserl“ die Rede ist.

Auch die Schimpfwörter kann ich noch verkraften. Ich habe schon Schlimmeres gelesen als „Schleimsau“ oder „Die Jeans ist scheiße“.

Was mich allerdings sehr stört, ist die Grammatik. Wäre das ein Schulaufsatz, würde er die Note Vier oder noch schlechter bekommen. Man kann ja einen Roman in Umgangssprache schreiben – aber muss dann gleich die Grammatik so schlecht sein? Ich lese Ausdrücke wie „die wo“ anstatt „die die“ oder auch „wegen dem“ statt „wegen des“. Oder auch Satzanfänge wie „wie wir aufgewacht sind“ statt „als wir aufgewacht sind“. Natürlich lässt sich die Liste fortsetzen.

Die schlechte Grammatik und das viele Geschwafel, das Franz von sich gibt, bevor er zu dem kommt, was er eigentlich sagen will, machen das Buch oft langweilig. Die Krimispannung, die man sonst von anderen Krimis kennt, kommt dadurch total abhanden. Ja, das viele Geschwätz lenkt oft von der Krimihandlung gänzlich ab.

Die Auflösung der Kriminalfälle streut Franz dann ganz nebenbei in die Handlung ein. Der Mörder war nicht vorhersehbar – was positiv für den Roman zu werten ist.

Weiterhin gefällt mir die Umschlaggestaltung mit einer rot-weiß karierten Tischdecke und türkisblauen Tapete mit zu einem Polizisten, der bei Oma lebt, passenden Utensilien – beispielsweise Tassen und Handschellen.

Zum Schluss gibt es noch ein Glossar mit Übersetzungen einiger umgangssprachlicher Ausdrücke und einige Rezepte von Oma. Aber die können für mich den Lesegenuss nicht mehr retten.

Mein Fazit

„Winterkartoffelknödel“ ist ein Roman über Franz Eberhofer, der das Leben im bayerischen Niederkaltenkirchen beschreibt, in dem plötzlich Morde passieren. Wobei die Krimihandlung nebensächlich ist.

In dem Roman wird ziemlich ausschweifend über dieses und jenes geredet in Umgangssprache mit schlechter Grammatik. Das Buch will witzig sein – meine Art von Humor trifft es allerdings nicht.

Ich vergebe zwei von fünf Sternen und empfehle das Buch nicht weiter.

[Rezi] Albert von Haller – Gefährdete Menschheit [Isa]

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Gefährdete Menschheit

  • Taschenbuch: 172 Seiten
  • Verlag: Hippokrates
  • ISBN: 9783777316987
  • Preis: 34,95€

Klappentext: Ein Klassiker. Er beschreibt die Wirkung der Nahrung bei isoliert lebenden Naturvölkern und weist auf die Ausbreitung ernährungsabhängiger Krankheiten durch die veränderten Ernährungsgewohnheiten in den Zivilisationsgesellschaften hin.

Ich hatte das Buch während einer Wartezeit kurz angelesen und schon nach den dort gelesenen 3 oder 4 Seiten hätte ich am liebsten direkt weitergelesen. Die Beobachtungen von Weston Price (und anderen) sind dort wie ich finde kurzweilig zusammengefasst, die Schlussfolgerung so eindeutig und klar, daß man sich nur fragen kann, warum in der heutigen zivilisierten Welt kaum jemand davon weiß. Leider sind schon damals – die Erkenntnisse sind schon viele Jahrzehnte alt – nur noch wenige menschliche Lebensräume in ihrem Ursprung zu beobachten gewesen. Mich würde ja schon interessieren, wie die „primitive“ Ernährungsweise hier so mitten in Deutschland ausgesehen hat, welchen Stellenwert tierische Produkte wirklich innehatten. Die im Buch erwähnte besonders gute Milch von draußen lebenden Kühen auf noch nicht heruntergewirtschafteten Wiesen wird es heute wohl eher nicht mehr geben, also kann man das Zeug aus den Supermarktregalen aus gesundheitlicher Sicht wohl getrost vergessen. Insgesamt war ich schon überrascht, daß die meisten beobachteten Naturvölker sich zu einem doch sehr großen Teil von Fisch und/oder Fleisch ernähren – allerdings im Gegensatz zur Zivilisation von allen Teilen und nicht fast ausschließlich dem Muskelfleisch und durchaus auch roh…
Erstaunt war ich darüber, daß bei allen, die von solch einer natürlichen Ernährung zur Zivilisationskost gewechselt sind (was in den zu der Zeit nach und nach neu „erschlossenen“ Orten beobachtet wurde) zuallererst Karies und beim nach der Umstellung geborenen Nachwuchs Zahnfehlstellungen in nicht unerheblichem Maß beobachtet werden konnten – ohne daß sich z.B. an der Zahnhygiene etwas geändert hätte bzw. diese durch Verfügbarkeit von Zahnpasta und Zahnbürsten ja eigentlich verbessert wurde.
Erschreckend finde ich die im Buch deutlich formulierte Tatsache, daß heutzutage eigentlich so gut wie jeder (schon vor den vielen heute in immer früherem Alter auftretenden „Alterskrankheiten“) als krank zählen müsste, da eigentlich niemand komplett ohne jeglichen Karies und mit korrekter Zahnstellung inkl. Platz für die späteren Weisheitszähne durch’s Leben läuft… Und daß das zwar schon als etwas „lästig“ gesehen wird (wer lässt sich schon gerne eine Zahnspange verpassen oder in den Zähnen rumbohren und bezahlt dann auch noch meist recht viel Geld dazu…), aber über die Ursachen, die Price ja herausgefunden hat, wird man nicht informiert… Stattdessen werden immer wieder neue Gründe gesucht und einem immer mehr Zahnhygiene aufgeschwatzt, Gifte wie Fluorid verabreicht usw. – und das alles obwohl die Ursache eigentlich bekannt ist und man „nur“ die Konsequenzen daraus ziehen müsste…

{Rezension} „Ashes – Brennendes Herz“ von Ilsa J. Bick (Band 1)

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  • Gebundene Ausgabe: 502 Seiten
  • Verlag: Ink; Auflage: 1 (4. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386396005X
  • ISBN-13: 978-3863960056
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Originaltitel: Ashes

Kurzbeschreibung

Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle

 

Zum Inhalt

Alex ist schwerkrank: Sie hat einen Hirntumor und keine Medizin und keine Behandlung hat darauf angeschlagen. Nun will sie auch keine weiteren Behandlungen, nimmt sich eine Auszeit und geht in den Bergen wandern. Sie ist auf der Suche nach sich selbst und wie es weiter geht – soll es überhaupt weitergehen?

Unterwegs trifft sie Ellie mit ihrem Großvater. Ellie ist ziemlich aufmüpfig und schwierig, sie hat ihren Vater im Krieg verloren, die Mutter kennt sie gar nicht. Ellie ist zwölf Jahre jung und widerspänstig.

Plötzlich gibt es eine mächtige Druckwelle und alles spielt verrückt, Ellies Großvater stirbt, die Tiere spielen verrückt und Alex riecht plötzlich wieder – aufgrund ihres Tumors hatte sie das verlernt. Und sie riecht alles!

Alex hat keine Ahnung, was das war, aber das sie weiter muss, noch dazu muss sie sich um Ellie kümmern, sie hat nun gar niemanden mehr. Zusammen wollen sie zur nächsten Rangerhütte.
Bereits auf den Weg dahin fallen sie von einer Katastrohe zur nächsten: Ellie weigert sich, Alex verliert ihre gesamte Ausrüstung und sie stoßen auf Jugendliche, die sich wie Tiere benehmen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Dann werden sie von wilden Hunden angegriffen, und von einem Jungen, der ebenso wild ist. Gerettet werden sie von Tom. Und von da an, versuchen sich die dei zusammen durchzuschlagen. Tom hat ein paar Theorien, was passiert sein kann, aber Gewissheit bekommen sie keine.

Als Tom verletzt wird, versucht sich Alex zur Stadt Rhule durchzuschlagen, dort soll es Hoffnung geben. Und irgendwie schafft sie es auch, aber einmal in Rhule, kommt sie so schnell nicht wieder weg. Und nun hat sie einen Gedanken: Flucht und die Suche nach Tom, denn der war bereits verschwunden, als sie mit Hilfe bei ihm eintraf …

Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin ist fliessend, bildhaft und mitreissend. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich begeistert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Ilsa J. Bicks Roman ist ein Endzeit- Szemnario, welches schockiert! Einige Szenen sind wirklich grausam und die Beschreibung der Jugendlichen „Zomies“ ist schon sehr heftig.

Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und Alex ist eine starke Persönlichkeit, die ich von Anfang an mochte. Ellie war mir anfangs nur als Nervensäge erschienen, aber sie ist noch jung und hat schon so viele Verluste erlitten, irgendwie kann man sie da auch verstehen.
Tom ist recht verschlossen, aber tut alles, um Alex und Ellie zu schützen. Ich mag ihn sehr!

Fazit

Der Roman ist ein Endzeit-Szenario, welches düster und apokalyptisch ist. Das Buch ist sehr gut geschrieben und hat mich regelrecht mitgerissen und fasziniert.
Viele Fragen bleiben offen, aber Band 2 soll ja demnächst erscheinen, ich werde auf jeden Fall diesen lesen, denn das Ende des Buches war mehr als nur spannend, ein richtig guter Cliffhanger!

Meine Empfehlung: Auf jeden Fall lesen!

{Rezension}“Das letzte Evangelium“ von Barbara Goldstein

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  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (11. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404166159
  • ISBN-13: 978-340416615

 Kurzbeschreibung

1453, eine verlassene Abtei in den verschneiten Abruzzen. Sie ist verletzt, erinnert sich an nichts. Nicht einmal an den Menschen, der ihr am nächsten stehen sollte: ihren Ehemann, der sich liebevoll um sie bemüht. Doch Alessandra traut ihm nicht, läuft vor ihm davon. Als sie auf ein Grab mit ihrem Namen stößt, beginnt für sie eine Reise in die Vergangenheit – eine Reise in die Hölle. Wer ist sie? Warum ist sie hier? Schatten huschen nachts durch die Abtei. Was suchen sie? Und wer ist der Tote, der in der Kapelle aufgebahrt liegt?

Zum Inhalt

In einer verlassenen Abtei erwacht nach einer Verletzung Alessandra. Aber sie hat keinerlei Erinnerungen mehr: Sie weiss nicht, wer sie ist und sie weiss nicht, was geschehen ist. Verzweifelt versucht sie zu erfahren, was passiert ist. Ihr zur Seite steht der Frater Fra Gil, der sie versorgt und sagt, er wäre ihr Ehemann. Aber ist das wahr? Alessandra traut ihm nicht, weiss aber selbst nicht weshalb.

In ihren Komaträumen hat sie erlebt, wie er und zwei weitere Frater sie beerdigen wollten – obwohl sie noch lebte!
Immer wieder hat sie Träume aus ihrer Vergangenheit – die Eoberung von Konstantinapolis durch die Türken, von ihren gelynchten Ehemännern und auch von Fra Gil.
Wer ist er wirklich, und was will er von ihr?
Alessandra ist auf der Suche nach dem Mandylion – eine heilige Relique, die gerettet werden muss. Aber alle anderen wollen ebenfalls in deren Besitz kommen. Und dann wird sie noch gejagt von den Assassinen von Sultan Mehmet –  der Konstantinapolis mit seinen Türken erobert hat.
Immer mehr Details aus ihrem Leben träumt sie – aber was ist echt und was ist nur geträumt?

 

Meine Meinung

Von Anfang an hat mich die Geschichte mitgerissen und beeindruckt. Schon sehr bald ist man selbst als Leser verwirrt und weiss nicht mehr, was wirklich geschehen ist, und was Alessandra nur geträumt hat.
Auch die Geschichte rund um die Eroberung von Konstantinapolis durch die Türken ist sehr gut geschrieben und lässt sich gut lesen. Es ist beeindruckend und grausam gleichzeitig. Mich hat das sehr berührt.
das buch lies sich wirklich sehr gut lesen, es sind kurze kompakte Kapitel und die Schreibweise der Autorin flüssig und eingängig.
Eigentlich ist das Buch mitten aus einer Serie rund um Alessandra d´Ascoli, aber die Geschichte ist in sich geschlossen und ich hatte nie den Eindruck, etwas verpasst zu haben, weil ich die vorigen Bücher nicht gelesen habe.

Fazit

Wirklich eine klasse Buch, mit einer hervorangend  recherchierten Geschichte, die einfach nur Lust auf mehr macht. Aufgrund der flüssigen Schreibweise und dass die Autorin sich nicht beim Schreiben „verliert“, lässt sich das alles so gut lesen, wie selten ein Historischer Roman. Ich jedenfalls war begeistert und kann dieses Buch nu weiter empfehlen!
Hier nochmals die einzelnen Titel, die bereits erschienen sind:
2007 »Der vergessene Papst«,
2008 »Der Gottesschrein«,
2009 »Der Ring des Salomo«,
2010 »Das letzte Evangelium«

{Rezension} „Der Regenmörder“ von Sidney Sheldon

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  • Gebundene Ausgabe: 147 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag München (1997)
  • ISBN-10: 3572009677
  • ISBN-13: 978-3572009671

Kurzbeschreibung

In London geht scheinbar unfaßbarer Frauenmörder um, der seine grauenvollen Taten nur bei Regen verübt. Als ein Inspector von Scottland Yard mit der Aufklärung der Morde beauftragt wird, bekommt er unerwartet Hilfe: Das letzte Opfer, eine japanische Bildhauerin, konnte fliehen und modellierte den Kopf des Regenmörders. Ihr Leben gerät erneut in höchste Gefahr…..

Zum Inhalt

Ein Frauenmörder geht in London um, er mordet während Regens, in London also ziemlich oft. Ein Inspektor von Scotland Yard ermittelt bereits nach mehreren Fällen und kommt nicht weiter, er fordert Unterstützung an. Dieser dann verbeisst sich so in den Fall und kommt dem Täter auf die Spur. Dann wird eine weitere Frau angegriffen, diese kann entkommen, denn der Täter wird gestört.
Aufgrund ihrer Aussage kommen die Ermittler dem Täter immer näher.

Meine Meinung

Ich hatte dieses Buch bereits lange Zeit auf meinem SUB liegen und habe es nun im Zuge einer Challenge gelesen. Ja, was soll ich sagen, eigentlich mag ich die Romane von Sidney Sheldon, aber das war wohl sein schlechtester.
Geschrieben war er bereits, als wäre alles nur eine Rohfasung, manchmal so einfach, dass es beim lesen weh tat. Oder lag es an der Übersetzung?
Auf jeden Fall ganz mies.
Der Mörder wird bereits nach einigen Seiten bekannt gegeben, auch seine Vergangenheit und warum er mordet. Für mich war bereits da die nicht vorhandene Spannung vorbei.
Zum Glück war das Buch recht kurz…

Fazit

Nicht für umsonst lag das Buch ein paar Jahre ungelesen bei mir, ich hätte es mir echt sparen können.
Für mich gibt es keine Weiterempfehlung für das Buch, es ist einlach nur lahm und langweilig.

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