Gefährdete Menschheit

  • Taschenbuch: 172 Seiten
  • Verlag: Hippokrates
  • ISBN: 9783777316987
  • Preis: 34,95€

Klappentext: Ein Klassiker. Er beschreibt die Wirkung der Nahrung bei isoliert lebenden Naturvölkern und weist auf die Ausbreitung ernährungsabhängiger Krankheiten durch die veränderten Ernährungsgewohnheiten in den Zivilisationsgesellschaften hin.

Ich hatte das Buch während einer Wartezeit kurz angelesen und schon nach den dort gelesenen 3 oder 4 Seiten hätte ich am liebsten direkt weitergelesen. Die Beobachtungen von Weston Price (und anderen) sind dort wie ich finde kurzweilig zusammengefasst, die Schlussfolgerung so eindeutig und klar, daß man sich nur fragen kann, warum in der heutigen zivilisierten Welt kaum jemand davon weiß. Leider sind schon damals – die Erkenntnisse sind schon viele Jahrzehnte alt – nur noch wenige menschliche Lebensräume in ihrem Ursprung zu beobachten gewesen. Mich würde ja schon interessieren, wie die „primitive“ Ernährungsweise hier so mitten in Deutschland ausgesehen hat, welchen Stellenwert tierische Produkte wirklich innehatten. Die im Buch erwähnte besonders gute Milch von draußen lebenden Kühen auf noch nicht heruntergewirtschafteten Wiesen wird es heute wohl eher nicht mehr geben, also kann man das Zeug aus den Supermarktregalen aus gesundheitlicher Sicht wohl getrost vergessen. Insgesamt war ich schon überrascht, daß die meisten beobachteten Naturvölker sich zu einem doch sehr großen Teil von Fisch und/oder Fleisch ernähren – allerdings im Gegensatz zur Zivilisation von allen Teilen und nicht fast ausschließlich dem Muskelfleisch und durchaus auch roh…
Erstaunt war ich darüber, daß bei allen, die von solch einer natürlichen Ernährung zur Zivilisationskost gewechselt sind (was in den zu der Zeit nach und nach neu „erschlossenen“ Orten beobachtet wurde) zuallererst Karies und beim nach der Umstellung geborenen Nachwuchs Zahnfehlstellungen in nicht unerheblichem Maß beobachtet werden konnten – ohne daß sich z.B. an der Zahnhygiene etwas geändert hätte bzw. diese durch Verfügbarkeit von Zahnpasta und Zahnbürsten ja eigentlich verbessert wurde.
Erschreckend finde ich die im Buch deutlich formulierte Tatsache, daß heutzutage eigentlich so gut wie jeder (schon vor den vielen heute in immer früherem Alter auftretenden „Alterskrankheiten“) als krank zählen müsste, da eigentlich niemand komplett ohne jeglichen Karies und mit korrekter Zahnstellung inkl. Platz für die späteren Weisheitszähne durch’s Leben läuft… Und daß das zwar schon als etwas „lästig“ gesehen wird (wer lässt sich schon gerne eine Zahnspange verpassen oder in den Zähnen rumbohren und bezahlt dann auch noch meist recht viel Geld dazu…), aber über die Ursachen, die Price ja herausgefunden hat, wird man nicht informiert… Stattdessen werden immer wieder neue Gründe gesucht und einem immer mehr Zahnhygiene aufgeschwatzt, Gifte wie Fluorid verabreicht usw. – und das alles obwohl die Ursache eigentlich bekannt ist und man „nur“ die Konsequenzen daraus ziehen müsste…

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