Kerstin Gier: In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio); Auflage: 3 (26. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785741855
  • ISBN-13: 978-3785741856

Kurzbeschreibung

Carolin ist sechsundzwanzig – und ihre große Liebe (der Vater ihres Exfreundes) gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen „Nummer zweihundertdreiundvierzig“ helfen ihr bei einem Neuanfang … Ein wunderbar vergnüglicher Roman über das Leben, die Liebe und das liebe Geld.

Zum Inhalt

Carolin ist 26, überdurchschnittlich intelligent – sie spricht mehrere Sprachen fließend, kann mehrere Instrumente spielen, hat mehrere Studienabschlüsse und kann die kompliziertesten Aufgaben im Kopf rechnen – und Witwe.

Als ihr Mann Karl völlig unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben ist, ist Carolin in ein tiefes Loch gefallen. Sie hasst jeden, außer vielleicht ihrer Schwester Mimi und deren Mann Ronnie, und empfindet alle Menschen um sich herum nur noch als Idioten. Sie interessiert sich für nichts um sich herum, denn alles, woran sie denken kann, ist, dass ihr geliebter Mann tot ist.

Carolin ist vorübergehend erst einmal zu ihrer Schwester gezogen, die sich rührend um sie kümmert und ihr helfen will, diese schlimme Zeit zu überstehen. Schließlich wird sie von Mimi dazu genötigt zu einer Therapeutin zu gehen, von der Carolin allerdings auch nicht viel hält. Die Therapeutin soll ihr helfen, ihr Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Immerhin kann Carolin nicht für immer bei ihrer Schwester wohnen und muss sich langsam überlegen, was sie mit ihrem restlichen Leben anfangen will, bisher hat sie ja immer nur studiert.

Zu allem Überfluss muss sie sich auch noch mit dem Bruder ihres Mannes und deren Kinder um das Erbe streiten, das erheblich höher ist, als Carolin es je für möglich gehalten hätte.

Vor allem die Begegnung mit Karls Sohn Leo möchte Carolin lieber vermeiden, schließlich hat sie ihren Mann nur kennen gelernt, weil sie damals Leos Freundin war.

Außerdem ist da ja noch der nette Apotheker, der gegenüber vom Schuhladen ihrer Schwester arbeitet. In ihm findet Carolin zum ersten Mal einen richtigen Freund, der ihr nach und nach dabei hilft, ihre Trauer zu überwinden.

Meine Meinung

Carolin ist so sympatisch und man kann sich mit ihr identifizieren – auch wenn man nicht so intelligent wie sie ist. Und sie hat so einen bissigen Humor, und sie stellt alle in Frage – umgeben von Idioten, einfach, weil alle die falschen Fragen stellen.
Während ihrer Therapie durch ihre inkompetente Therapeutin schreibt Carolin ihre erste Begegnung mit Karl auf – schon da kann man Tränen in den Augen bekommen. Aber dann auch noch andere Storys rund um sich und Karl. Und man weiss: Sie haben sich geliebt. Umso tragischer die Geschichte rund um Karls Tod.
Auch schrieb sie, was ihre letzten Worte waren, was sie gemacht haben, an dem letzten Morgen, den sie sich gesehen haben. Das ist alles in so einem tollen Stil geschrieben, ich war fasziniert. Auch der Austausch ihres Telefonats wegen eines yahoo – Passwortes. Einfach herlich!

Fazit

Alles in allem fand ich dieses Hörbuch so schön, auch wenn für mich das Ende etwas überraschend kam, da ich dachte, jetzt müsste doch eigentlich noch etwas kommen. Trotzdem, es war einfach nur schön.

Ganz besonders fand ich auch, dass das Höruch von Mirja Boes gesprochen wurde – sie passte einfach perfekt zum Stil des Buches und ich habe manches mal losgelacht und seltsame Blicke aus meiner Umgebung dafür geerntet.

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Steckbrief von Kerstin Gier
Kerstin Gier
Mein Name: 
Kerstin Gier

Kindheitstraum:  
Als ich neun Jahre alt war, schrieb ich in mein Tagebuch: Wenn ich groß bin, möchte ich ganz allein auf einer Alm leben, Käse machen und Kinderbücher schreiben. Manchmal fänd´ ich das heute immer noch toll.

Schönste Erinnerung:  

An heiße Sommertage, an denen sich Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen mit Picknickkörben im Garten meiner Großeltern einfanden. Hier spendeten alte Bäume Schatten, und der selbstgebaute Pool meines Onkels lockte mit herrlich kühlem Wasser. Meine Cousine und ich durften so lange wie wir wollten im Schwimmbad bleiben, wo wir Winnetou und Old Shatterhand spielten – wie genau, weiß ich nicht mehr.

Lieblingsbuch in der Kindheit:  

Ferien auf Saltkrokan von Astrid Lindgren

Lieblingsbuch heute:    
wechselt wöchentlich

Lieblingslied:   
Im Augenblick Beethovens „Ode an die Freude“, das singt mein siebenjähriger Sohn den ganzen Tag, allerdings mit klassischen Verhörern im Text: „Freunde schöner Götterzinken, Torte des Elysiums.“ Als ich vorsichtig nachfragte, was das denn bedeutete, meinte er nur: „Das verstehst du nicht, Mama, das ist italienisch.“

So entspanne ich:  
Beim Lesen. Bei der Gartenarbeit, respektive beim Buchsschneiden. Beim Schlafen.

Worauf ich stolz bin:   
Auf meine Buchskugeln.

Größte Herausforderung:   
Eine friedliche Koexistenz mit den Nacktschnecken zu finden, die es auf meine Knäuelglockenblumen und den Muskatellersalbei abgesehen haben.

Perfekter Tag:  
Sonnenschein, die Rosen blühen. Ausschlafen, aber nicht zu lange. Mit der Familie auf der Terrasse frühstücken, Cappuccino mit viel Milchschaum trinken. Die Katze kraulen. Kein Termindruck, keine Verpflichtungen, der ganze Tag gehört uns. Zwischendrin mal eine halbe Stunde in der Hängematte liegen. Am Abend vielleicht ein Kinobesuch oder ein leckeres Essen mit Freunden.

Erster Job:     
Sekretärin in einer Firma für Computer-Hardware, in den Osterferien in der 11. Klasse

Laster:     
Essen ist kein Laster, oder?

Lieblingsfilm:  
Grasgeflüster
Und täglich grüßt das Murmeltier
Pride and Predjudice (die großartige BBC-Fassung mit dem großartigen Colin Firth)

Inspiration:   
Elternabende, bei denen man auf kleinen Kinderstühlchen sitzt und geheime Abstimmungen über den Kohlensäuregehalt der Getränke abhält, die die Kinder während der Pause trinken dürfen. Es gibt nichts Inspirierenderes.

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