Produktbild - eingestellt von Sydneysider472011 habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen. Um eine Rezension zu verfassen, habe ich es erneut gelesen:

In einer stürmischen Nacht

Autorin: Sally O’Rourke

Verlag: blanvalet

Seitenzahl: 190 Seiten

Erscheinungsdatum:   15. August 2011

ISBN-Nummer: 978-3442373260

Es handelt sich hier um ein Taschenbuch, das im Buchhandel 7,99 Euro kostet.

Über Sally O’Rourke

Sally O’Rourke ist eine US-amerikanische Autorin aus Kalifornien. Das hier vorliegende Buch wurde von ihrem Mann Michael geschrieben. Er verstarb, bevor das Buch veröffentlicht werden konnte.

Sally beschloss, für das Buch einen Verlag zu finden. Das ist ihr gelungen. Das englische Original wurde in einem New Yorker Verlag veröffentlicht.

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man, wenn man den Artikel beim Internethändler Amazon.de aufruft. Klickt man auf die Option „Blick ins Buch“, kann man einige Seiten lesen.

Das Leben an der Küste aus Sicht eines Hundes – oder: die Handlung

Robert ist ein Einsiedler und lebt in Sea Pines Cottage – einem Landhaus an der US-Küste. Gesellschaft leistet ihm nur sein Hund Meteor, ein Golden-Retriever-Welpe.

Robert liebt die Einsamkeit, denn er hat in einem Krieg gekämpft und dort viel Angst und Schrecken erlebt. Das hat ihn menschenscheu gemacht.

Das ändert sich jedoch, als er Laura rettet – eine Schiffbrüchige an der Küste. Er verliebt sich in sie – die beiden heiraten und bekommen einen Sohn, namens Nicholas. Doch dann trübt eine schlechte Nachricht das Familienglück: Laura ist sehr krank…

Ich habe mich über das Buch geärgert – oder: meine Lese-Erfahrung

Was mich hier zum Kauf verlockte, war das Cover. Ein wunderschönes weißes Cottage mit schwarzem Dach in einer Küstenlandschaft. Der Wind weht und zaust an den Wipfeln der Bäume.

Auch die Inhaltsangabe zur Geschichte fand ich ansprechend. Ein Einsiedler, der eine Schiffbrüchige rettet und sich in sie verliebt.

Ich hätte in das Buch hineinlesen sollen – denn das hätte mich vor diesem Fehlkauf bewahrt. Ja, ein Fehlkauf ist und war das Buch für mich.

Der Verlag hat zwei Fehler gemacht:

a) Er hat nicht geschrieben, dass es sich bei diesem Buch um eine Weihnachtsgeschichte handelt. Ich lese gerne mal eine Weihnachtsgeschichte, doch möchte ich auf dem Buchcover und den Beschreibungen von Internetbuchhändlern lesen, dass es sich um eine Weihnachtsgeschichte handelt. Aber genau das ist hier nicht passiert. Warum? Befürchtete der Verlag, dass sonst weniger Leute im deutschsprachigen Raum das Buch kaufen würden? Der englische Originaltitel heißt übrigens „Christmas At Sea Pines Cottage“ (Weihnachten im Sea Pines Cottage).

b) Der Verlag hat weder auf der Rückseite des Buchcovers, noch auf den Informationen bei Internet-Buchhändlern geschrieben, dass es sich bei dem Roman um die Ich-Erzählung aus Sicht eines Hundes handelt. Warum nicht? Weil ich dann – beispielsweise – das Buch nicht gekauft hätte. Als ich das Buch bei Amazon.de bestellte, gab es noch keine Leseprobe im Internet.

Ich habe das Buch während der Autofahrt nach Sigmaringen im September 2011 gelesen. Mein Mann lenkte das Auto – und ich las das Buch „In einer stürmischen Nacht“ und ärgerte mich. Das Buch ist sehr langatmig – und deswegen langweilig geschrieben. Der Hund Meteor hat äußerst weitschweifige Gedanken, was dazu führt, dass ich als Leserin die Einsamkeit Roberts lebensnah verspüre. Was ich lesen wollte, war eine hübsche Geschichte mit etwas Dramatik zur Ablenkung und keine ich-erzählte langweilige Weihnachtsgeschichte aus Sicht eines Hundes. Übrigens würde ich einen Hund nie „Meteor“ nennen – diesen Namen für einen Hund finde ich bescheuert.

Robert rettet also die Frau, und ich denke beim Lesen, dass jetzt das Buch spannender wird. Doch leider ist das nicht der Fall. Dann bekommen die beiden einen Sohn, der Hund ist auch noch da und erzählt auf langatmige Art und Weise die Geschichte weiter. Als Laura krank wird, erwarte ich wenigstens etwas Dramatik in der Geschichte. Dramatisch wird in dem Buch nichts – auch wenn das Ende für mich unerwartet ist.

Beim Auslesen denke ich, was für eine Zeitverschwendung es doch war, mich mit diesem kitschigen und langweiligen Buch zu befassen.

„In einer stürmischen Nacht“ ist eines der schlechtesten Bücher, das ich je gelesen habe. Die Hauptpersonen wurden mir nie sympathisch, der Hund auch nicht.

Dieses Buch wird nicht bei mir bleiben. Ich habe es in eine Tauschbörse eingestellt. Wenn es nach einigen Monaten nicht eingetauscht wurde, wandert es in die Altpapiertonne.

Mein Fazit

Das Buch „In einer stürmischen Nacht“ war und ist für mich ein Fehlkauf. Eine Weihnachtsgeschichte aus Sicht eines Hundes, die mich von Anfang bis Ende gelangweilt hat – ein Buch, über das ich mich geärgert habe. Lesegenuss sieht anders aus!

Ich vergebe den Pflichtstern und keine Empfehlung.

Diesen Bericht werde ich im Februar auch noch bei Ciao.de einstellen – unter meinem dortigen Nicknamen „Sydneysider47“.

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