Kürzlich habe ich folgendes Buch gelesen:

Zurück auf Glück

Autorin: Patricia Marx

Erscheinungsdatum in Deutschland: 17.09.2012

Verlag: Insel-Verlag

Seitenzahl: 222 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3458358688

Das Buch ist als Taschenbuch erschienen und kostet in Deutschland 12,99 Euro.

Über die Autorin Patricia Marx

Die Amerikanerin Patricia Marx war für eine Satire-Zeitschrift der Harvard-Universität tätig, bevor sie als Schriftstellerin arbeitete. Sie veröffentlichte viele Artikel auch in anderen Zeitungen und Zeitschriften – beispielsweise der „New York Times“.

Seit Herbst 2011 ist Patricia Marx an der Princeton-Universität als Dozentin für Drehbuchschreiben beschäftigt.

Die Handlung in 618 Kapiteln

Diese Story handelt von Imogene und Wally und ihrer Liebe zueinander. Imogene ist Dessous-Designerin – sie entwirft also Unterwäsche. Skurrile und weniger skurrile Teile. Wally Yez ist Wissenschaftler.

Und beide – Imogene und Wally – kommen aus New York, wo sie sich während einer Party begegnen. Er ist sofort Feuer und Flamme für sie, sie ist eher noch zurückhaltend. Doch ein E-Mail-Kontakt zwischen ihnen bringt ihre Beziehung ins Laufen.

Sie werden ein Paar. Sie essen zusammen, schlafen zusammen, einer von ihnen räumt den Müll weg – und sie machen vieles andere mehr.

Ihre Beziehung ist so wie viele andere Beziehungen – es gibt den Alltag und das Besondere. Doch wird ihre Beziehung bestehen bleiben?

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/marx_zurueck_auf_glueck_leseprobe.pdf

Meine Meinung/Leseerfahrung

Die Leseprobe fand ich gut. Das Buch ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers in der Vergangenheit geschrieben – also kein Ich-Erzähler, und das gefällt mir.

Originell fand ich auch zu Anfang die kurzen Kapitel. Diese können einen ganzen Abschnitt oder auch zwei umfassen – aber auch nur einen Satz oder nur ein Wort. Liest man das Buch jedoch eine längere Zeit, fangen diese kurzen Kapitel an zu nerven. Weiterhin wirkt der Stil der Autorin durch diese abgehackten Kapitel (es sind insgesamt 618) oft wie ein Berichtstil – weniger wie ein Roman.

Auch die Handlung ist nicht mitreißend, nicht spannend. Man erfährt einiges über den Alltag von Imogene und Wally, die Kleinigkeiten, die ihr Leben bestimmen. Ich fragte mich nach einer Weile, was das Ganze soll – worauf die Autorin mit ihrem Buch hinaus will. Ja, was ist der Sinn und Zweck dieses Buches?

Der Sinn und Zweck ist es wohl, die voreheliche und eheliche Beziehung von Imogene und Wally zu erzählen, wobei hier wenig Besonderes passiert und die Lektüre schnell eintönig wird. Da können auch die Zeichnungen, die zwischen den Kapiteln immer wieder eingestreut sind und beispielsweise die Gesprächsthemen von Imogene und Wally oder auch den Gebrauch eines so genannten „Puzzle-BHs“ zeigen, nichts ändern.

Schade eigentlich, denn die Idee zu diesem Buch ist gut. Ein Roman mit Zeichnungen zwischendrin – originell und lustig sollte er sein, doch lustig ist er nicht. Und meine Begeisterung für das angeblich Originelle – die Zeichnungen – wird durch die irgendwann nervenden kurzen Kapitel und die langweilige Handlung während des Lesens im Keim erstickt.

Die Autorin bringt sich immer wieder als „Patty“ in die Handlung ein. Es dauerte einige Zeit, bis ich das begriffen hatte. Dass die Autorin im Geschehen erscheint, finde ich unnötig.

Mein Fazit

„Zurück auf Glück“ ist ein sich hinziehender Roman über die Beziehung zwischen Imogene und Wally aus New York. Er ist in 618 kurze Kapitel unterteilt. Spannend ist er nicht.

Wegen all dieser Kritikpunkte vergebe ich zwei von fünf Sternen und keine Leseempfehlung.

BildP.S.: Dieser Bericht wird noch bei Ciao.de erscheinen – und wurde in verkürzter Form auch bei Vorablesen.de unter „adel69“ veröffentlicht. Ich plane, Rezensionen über dieses Buch auch bei weiteren Händlerplattformen zu posten.

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