Im Urlaub auf Mallorca im April 2013 habe ich folgendes Buch gelesen:

 Der Mondscheingarten

 Autorin: Corinna Bomann

Verlag: Ullstein

Seitenzahl: 521

Erschienen in Deutschland im April 2013

ISBN-Nummer: 978-3-548-28526-9

 Das Buch ist als Taschenbuch erhältlich und kostet in Deutschland 9,99 Euro.

Über Corinna Bomann

 Corinna Bomann ist eine deutsche Autorin. Bei Ullstein erschien weiterhin ihr Buch „Die Schmetterlingsinsel, das zum Bestseller wurde.

 Außerdem hat Corinna Bomann einige Jugendbücher geschrieben.

Über zwei talentierte Geigenspielerinnen und eine Frau, die mehr über sie erfahren will – oder: die Handlung

 Der Leser erfährt Vorgänge, die in verschiedenen Jahren stattfinden:

 Im Jahre 1902: Rose Gallway ist eine sehr talentierte Geigerin. Sie spielt dann am besten, wenn sie Bilder vor ihrem geistigen Auge sieht. Erst dann ist sie eins mit der Musik, erst dann vermittelt sie ihrer Zuhörerschaft ein einzigartiges Erlebnis.

 Rose – die halb aus Sumatra stammt und halb britisch ist. Rose, die ihre Heimat Sumatra liebt, aber auch bereit ist, auf Tournee in der ganzen Welt zu gehen.

 Nach einem Konzert in Sumatra lernt Rose den Briten Paul Havenden kennen. Sofort ist es um sie geschehen. Der Mann fasziniert sie. Und er ist von ihr hingerissen. Er scheint mit seiner Ehefrau Maggie, die lieber heute als morgen wieder nach England reisen würde, nicht besonders glücklich zu sein. So geschieht es, dass Rose und Paul ein Verhältnis miteinander anfangen. Paul möchte eine Plantage auf Sumatra erwerben – und vielleicht wird Rose einmal mit ihm dort wohnen?

 Im Jahre 1920: Helen Carter, eine sehr talentierte Geigerin, soll in London ein Konzert geben. Die London Hall ist gefüllt mit Leuten – und da verlässt Helen verstört das Konzerthaus. Sie irrt durch Londons Straßen, scheinbar ziellos. Auf einmal hat sie einen Unfall.

 Im Jahre 2011: Lilly Kaiser ist Antiquitätenhändlerin in Berlin. Ihr Mann Peter ist vor drei Jahren an einem Hirntumor gestorben, und nun versucht Lilly, allein ihr Leben zu bewältigen. Besonders gut gehen die Geschäfte nicht, aber es reicht zum Überleben.

 Eines Tages kommt ein Fremder in ihren Laden und schenkt ihr eine Geige. Die Geige hat ein Rosenemblem auf der Rückseite. Lilly ist darüber verblüfft – aber ehe sie den Fremden fragen kann, warum er ihr die Geige schenkt, ist er schon verschwunden. Lilly beschließt, über die Geige Erkundigungen einzuziehen. Wer spielte sie? Wie ist die Geschichte rund um die Personen, denen die Geige gehörte?

 Außerdem sind im Geigenkasten die Noten zu einem Musikstück, namens „Mondscheingarten“ enthalten. Wer hat es komponiert?

 Ihre Reise führt sie nach Großbritannien zu ihrer besten Freundin Ellen, die die richtigen Bekannten hat, die Lilly weiterhelfen könnten. Außerdem restauriert sie selbst Geigen.

 Im Flugzeug trifft Lilly Gabriel Thornton, der sich ebenfalls mit Musik, berühmten Musikern und deren Geschichte befasst. Auch er wird ihr nach besten Kräften weiterhelfen auf der Suche nach den vorherigen Besitzern der Geige…

Leseprobe

 Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

 http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/bomann-mondscheingarten_lp.pdf

Schöne Lektüre – nicht nur für den Urlaub – oder: meine Leseerfahrung:

 Ich hatte mich über vorablesen.de für das Buch beworben und freute mich, als ich es gewinnen konnte.

 Ich habe es im Urlaub gelesen. Schön und flüssig ist es geschrieben, aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler).

 Die Geschichten rund um Rose und Helen faszinierten mich sehr. Ich konnte beim Lesen gut eintauchen in die Besonderheiten von Sumatra und dessen Geschichte. Rose war mir sofort sympathisch – die talentierte Geigerin, die eigentlich reisen soll und Konzerte geben. Aber nicht nur die Liebe zu Paul hindert sie oft daran – sondern auch die Sorge um ihre Eltern, die beide noch auf Sumatra leben.

 Ich habe mit großem Interesse über diverse Sitten und Gebräuche in den Familien von Sumatra gelesen, vor meinem geistigen Auge entstanden Landschaften, Regenwälder und Städte. Die Autorin schafft es, hier einen sehr guten schreiberischen Eindruck zu vermitteln.

 Dagegen fand ich die Geschichte rund um Lilly, Ellen und Gabriel etwas zu konstruiert. Diese drei Hauptpersonen in der Handlung, die sich 2011 zutrug, sind mir zwar sympathisch. Aber ich finde es zu weit hergeholt, dass Lilly beispielsweise sofort neben Gabriel, der ihr auch in London bei ihrer Suche wertvolle Hilfe leisten wird, im Flugzeug nach London sitzt. Ich hätte es glaubwürdiger gefunden, wenn Lilly Gabriel in London kennen gelernt hätte. Weil Ellen ihn nämlich auch kennt und hier ein Treffen hätte arrangieren können.

 Im Gesamten gesehen, ist das Buch eine hervorragende Unterhaltungslektüre rund um eine Geige. Ein Buch, das sofort fesselt, wenn man die ersten Seiten gelesen hat. Langweilig wurde es nie.

Mein Fazit

 „Der Mondscheingarten“ von Corinna Bomann ist ein gut zu lesender Roman über eine Frau, die versucht, die Geschichte einer Geige zu ergründen und deswegen einige Reisen unternimmt. Besonders gut haben mir die Ereignisse rund um einige Personen zu Anfang des 20. Jahrhunderts gefallen.

 Da es in dem Buch vorwiegend um Frauen geht, würde ich es Frauen zum Lesen empfehlen.

 Ich vergebe 4 von 5 Sternen und eine Kauf-/Leseempfehlung.

 BildP.S.: Meine Berichte erscheinen auch bei Ciao.de unter meinem Nicknamen „Sydneysider47“, bei Amazon.de unter „Irina Melbourne“ und auch auf anderen Plattformen. Weiterhin blogge ich.

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