Autor: Peter Hoeg
Titel:  Fräulein Smillas Gespür für Schnee 
Verlag: rororo –  Rowohlt Verlag
Erschienen: 1994
ISBN-10: 
349913599X
ISBN-13: 978-
3499135996
Seiten: 516
Einband: Taschenbuch
Preis:
Smilla, eine Grönländerin, glaubt nicht, daß der Sturz des Jungen Jesaja vom Dach eines Lagerhauses ein Unglück war. Mit einem eisernen Willen ausgestattet, sucht Smilla auf eigene Faust nach dem oder denen, die Interesse daran gehabt haben könnten, den Jungen zu beseitigen. Und das Eis, auf dem sie sich dabei bewegt, wird immer dünner … »Smilla erzählt. Und wie sie erzählt. Sie erzeugt mit einem Minimum an Worten den Rhythmus, der nicht aufhören soll, in dem sich der Leser wiegt, schaukelt … Die einfache, manchmal brüchige Sprache, die Peter Høeg seiner Heldin zugesteht, ist die Leistung des Romans, die geringe Lautstärke, mit der die Wesentlichkeiten der Erzählung an das Handlungsgerüst montiert werden.« WELTWOCHE Der Roman wurde von Bille August mit Julia Ormond als Smilla verfilmt.

Ich wollte dieses Buch schon lange lesen, nachdem ich vor Jahren den Film dazu gesehen habe, der mir sofort gefallen hat.
Nun hatte es sich angeboten und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut.

In Dänemark fällt ein kleiner Junge vom Dach. Die Ermittler gehen von einem Unfall aus, aber Smilla, die mit dem Jungen befreundet war, glaubt von Anfang an nicht an einen Unfall!
Und sie beginnt zu ermitteln, in ihrer eigenen etwas ruppigen Art und Weise. Dabei kommt sie auf Spuren, die schon viele Jahre zurück liegen.

Ich muss sagen, die Geschichte an sich ist klasse und sie gefällt mir noch heute – man kann regelrecht das Eis und den Schnee selbst beim lesen spüren.
Aber: das ganze Buch ist doch recht verworren geschrieben,  da werden immer wieder Erlebnisse aus Smillas Kindheit aufgegriffen aus Zusammenhängen, die ich teilweise nicht nachvoll ziehen kann. 
Seiten lang wird über Sachen erzählt und manches mal über Mathematik philosopiert, was meiner Meinung kaum zur Geschichte gehört und irgendwie so auch das ganze Buch total langatmig macht.
Smilla spricht immer noch „Der Mechaniker“ – auch nachdem die beiden eine Beziehung miteinander haben, so kleine Sachen finde ich einfach nur schlecht, und machte mir Smilla immer etwas unglaubwürdiger und unsympatischer.

 Von mir aus hätte das Buch 200 Seiten weniger haben können und wäre immer noch spannend gewesen. Diese Längen, die das Buch hatte, haben es mir wirklich schwer gemacht, das Buch zu mögen.

Sehr verworren geschriebenes Buch und voller Nebensächlichkeiten – ich empfehle auf jeden Fall den Film zu sehen, ansonsten steht man ganz daneben ( ich zumindest). Manchmal kam ich mir wie ein dummer Leser vor, da mit Fachbegriffen nur so um sich geschmissen wurde – das nervt wirklich!

Auf den letzten Seiten wird es endlich besser – aber auch zum Schluss bleiben noch einige Fragen offen – oder habe ich es nur nicht verstanden???

Für mich bekommt das Buch nur 2 Bücher, und das auch nur, weil die Geschichte an sich gut ist!


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