Vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch gelesen:
Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte
Autor: Romain Puértolas
Verlag: S. Fischer-Verlag
ISBN-Nummer: 978-3100003959
Seitenzahl: 304 Seiten
Erscheinungsdatum in Deutschland: 24. April 2014
Der Roman ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 16,99 Euro.

 

Über Romain Puértolas
Romain Puértolas ist ein französischer Autor, der schon immer viel Fantasie hatte. Er wurde 1975 in Montpellier geboren. Vor seinem Erfolg als Autor war Puértolas schon in mehreren Berufen tätig – beispielsweise als DJ und als Zauberkünstler.
„Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte“ ist sein erster Roman, der in 35 Sprachen übersetzt wurde.

 

Über einen Fakir, der nach Paris reist, um sich bei Ikea ein Nagelbrett zu kaufen
Ayarajmushee Dikku Pradash ist ein großer Inder mittleren Alters, der von Indien nach Paris fliegt. Und genau nach seiner Ankunft auf dem Flughafen Charles de Gaulle beginnt die Geschichte. Pradash steigt in ein Taxi und will zu einem Ikea-Möbelhaus gefahren werden.
Der Taxifahrer wittert in dieser Fahrt eine interessante Story, die er seiner Gattin zu Hause erzählen kann. Pradesh dagegen nähert sich der Erfüllung eines Traumes. Dafür hat er sich einen Anzug ausgeliehen, um wie ein Industrieller auszusehen und nicht wie ein Fakir. Er bezahlt mit einem falschen Hundert-Euro-Schein, mehr Geld und vor allem richtiges Geld hat er nicht zur Verfügung.
Als er in ein Ikea-Möbelhaus eintritt, fühlt er sich wie im Wunderland. Da er aus Geldmangel kein Hotelzimmer gemietet hat und sein Rückflug nach Indien schon am nächsten Tag stattfinden wird, beschließt Pradash spontan, irgendwo in dem Ikea-Möbelhaus zu übernachten – nichts ahnend, dass er sich hiermit in ein Abenteuer stürzt.

 

Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.amazon.de/unglaubliche-Reise-Fakirs-Ikea-Schrank-feststeckte/dp/3100003950/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1401650790&sr=1-1&keywords=die+unglaubliche+reise+des+fakirs+der+in+einem+ikea-schrank+feststeckte

 

Ein Inder mit einem langen Namen erlebt verrückte Dinge – oder: meine Leseerfahrung:
Schon der viel zu lange Buchtitel sprach mich an – und so musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Ich war froh, dass es mir ausgeliehen wurde – denn 16,99 Euro wollte ich nicht investieren.

Das aus der auktorialen Perspektive (kein Ich-Erzähler) geschriebene Buch liest sich flüssig. Probleme habe ich ab und zu mit dem Humor des Autors, der meinen Humor nicht immer trifft. Beispielsweise bei diversen Namen, die der Autor verwendet. Über „Ree Senh Debb“ – ausgesprochen „Riesendepp“ – kann ich nicht lachen. Die Situationskomik dagegen amüsiert mich schon eher. So spüre ich die kindliche Faszination, die ein Ikea-Möbelhaus auf Pradash ausübt – und kann sie auch verstehen. Solch eine Faszination haben manche Kaufhäuser auf Menschen generell – je nachdem, was man sucht.

Die Hauptfigur Ayarajmushee Dikku Pradash (ach, was für ein langer Name!) ist mir sympathisch – in seiner Hilflosigkeit, aber auch Schlitzohrigkeit. Er verblüfft mich mit seinen Ideen immer wieder aufs Neue – deswegen war für mich die Handlung oft nicht vorhersehbar, was ich gut finde.
Spannend wird die Lektüre, als sich Pradash in einem Ikea-Schrank versteckt und prompt verschickt wird. Da will ich als Leserin wissen: und – wie kommt er jetzt wieder aus dieser Situation? Da reist ein Inder mit wenig Geld mit Hilfe eines Ikea-Schranks in diverse Länder – auf solch eine Idee muss man erst mal kommen! Ich war gespannt auf den weiteren Verlauf dieser Geschichte – deswegen habe ich nach einer kurzen Einlesezeit das Buch sehr zügig zu Ende gelesen.

 

Mein Fazit
“ Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte“ war für mich oft amüsante, aber auch teilweise alberne Lektüre – deswegen ziehe ich einen Stern ab.
Gut unterhalten fühlte ich mich schon – und deswegen empfehle ich das Buch weiter.

 

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