Liebe Leserinnen, liebe Leser,

als ich das Buch

Die Frau, die nie fror

von Elisabeth Elo in der Bücherei fand, musste ich es sofort zum Lesen mitnehmen!

Wie es mir gefallen hat, zeigt der folgende Bericht.

 

Buchdaten

 

„Die Frau, die nie fror“
Autorin: Elisabeth Elo
ISBN-Nummer: ISBN: 9783550080388
Seitenzahl: 512 Seiten – wobei der Roman selbst 506 Seiten lang ist. Der Rest sind Leerseiten und Werbung für andere Bücher.

Verlag: Ullstein
Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. Februar 2014

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 19,99 Euro.

 

Über Elisabeth Elo

 

Elisabeth Elo wurde 1956 geboren. Sie unterrichtet kreatives Schreiben in New England (USA).

„Die Frau, die nie fror“ ist ihr erster Roman.

Worum geht es in dem Buch?

Pirio ist die Ich-Erzählerin. Sie ist die Freundin von Thomasina und Patentante von Thomasinas Sohn Noah.

Pirio und Thomasina lernten sich in der Schule kennen und freundeten sich dort an. Während früher Thomasina Pirio bei Laune hielt, wenn diese von den Lehrern eingeschlossen worden war (zur Strafe) – so ist es jetzt Pirio, die sich um Noah kümmert, wenn Thomasina es nicht tun kann. Thomasina, die wegen ihrer Alkoholsucht und Medikamentenmissbrauchs so manche Entgleisung erlebt. Entgleisungen, aus denen sie oft nur mit Hilfe von Thomasina herauskommt.

Die Handlung beginnt vier Wochen nach einem Unfall. Pirio war mit Ned – Thomasinas Partner und Vater von Noah – auf einem Fischerboot, als dieses von einem Frachter gerammt wurde. Pirio überlebte, obwohl sie stundenlang im eiskalten Wasser war. Das ist eine Sensation – deswegen wird sie in Fernsehsendungen eingeladen, und Forscher befassen sich mit diesem Phänomen.

Ned aber starb, als das Schiff sank.

Pirio will die wahre Ursache von Neds Tod wissen und forscht, warum der Frachter ihr Schiff rammte. War es Vorsatz oder ein Unfall?

Hauptberuflich ist Pirio im Unternehmen ihres Vaters tätig. Ihr Vater heißt Milosa, ist russischer Abstammung und in zweiter Ehe verheiratet mit Maureen. Pirio mag Maureen nicht sonderlich leiden, sie bewundert immer noch ihre leibliche Mutter Isa. Isa, eine Estin, die Parfüms kreierte, die Milosas Firma zu Ruhm und Ansehen brachte. Da gibt es einen besonderen Duft, dessen Geheimnis Isa mit ins Grab nahm..

 

Schreibstil

 

Pirio berichtet aus der Ich-Perspektive. Die Handlung wird meistens im Präsens (Gegenwart) erzählt. Dadurch wird meiner Meinung nach die Handlung realistischer, eindringlicher gestaltet.

 

Leseprobe

 

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/leseprobe_elo.pdf

 

Meine Leseerfahrung und Meinung

 

Das Buch hat mich sofort gepackt. Vom Gewicht her ist es kein leichtes Buch, aber ich habe es überallhin zum Lesen mitgenommen.

Die Hauptfiguren Pirio und Thomasina sind sympathisch. Pirio ist für mich ein starker Charakter – sie ist aber auch oft ratlos. Vor allem, wenn sie nach der Ursache des Unfalls forscht, bei dem Ned umkam.

Thomasina wirkt zerbrechlich, unbeständig – und ihr Sohn Noah steht noch nicht mit beiden Beinen im Leben. Er ist ein Suchender, er braucht Halt. Geboten wird ihm diese moralische Stütze allerdings nicht von seiner Mutter, sondern von Pirio.

Faszinierend fand ich die Konflikte zu lesen, um die es in dem Buch geht. Da ist zum einen die Freundschaft zwischen Pirio und Thomasina ,die oft auf die Probe gestellt wird. Dann ist die Beziehung zwischen Pirio und Noah sehr interessant – und die Beziehungen zu anderen Personen, die Pirio während der Handlung trifft. Johnny, der Ex-Liebhaber beispielsweise. Und auch Parnell, ein Journalist.

Dann gibt es noch die Beziehung zwischen Pirio und ihrem Vater Milosa, die eher distanziert ist. All das macht dieses Buch aus – ich lese über menschliche Stärken und Schwächen, bin aber auch gespannt, was es mit dem Frachter auf sich hat, der Pirios und Neds Schiff rammte. Das ist fast schon eine Krimi-Handlung.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, die Handlung ist interessant. Pirio ist sympathisch, allerdings spart sie nicht mit Kraftausdrücken. Allerdings sind diese in erträglichem Maße vorhanden – und somit für mich verkraftbar.

Der Umfang des Buches rührt daher, dass die Autorin ihre Ich-Erzählerin vieles sehr detailliert schildern lässt – auch Kleinigkeiten. Manchmal störte es mich, manchmal fand ich es faszinierend. Und gerade, weil viele dieser Passagen auch interessant waren, will ich keinen Stern abziehen.

 

Mein Fazit

 

„Die Frau, die nie fror“ ist ein Buch über eine faszinierende und starke Frau, das mir sehr gut gefallen hat.

Auch wenn der Buchtitel „Die Frau, die nie fror“ heißt, denke ich, dass es sich hier nicht um einen reinen Frauenroman handelt. Auch Männern, die sich dafür interessieren, was es mit einer Frau, die nicht friert, auf sich hat, könnte das Buch durchaus gefallen.

Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

P.S.: Meine Rezensionen erscheinen noch an anderen Stellen im Internet – beispielsweise bei vorablesen.de unter „adel69“ und bei Ciao.de unter „Sydneysider47“Bild.

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