Dank vorablesen.de durfte ich folgendes E-Book lesen:
Steif und Kantig
von der deutschen Autorin
Gisela Garnschröder
Das Buch ist als E-Book im E-Pub-Format (das habe ich auf meinem E-Book-Reader) in lokalen, aber auch Internet-Buchhandlungen sowie als Version für den Kindle-E-Book-Reader bei Amazon.de erhältlich.
Wer dieses E-Book (egal, in welchem E-Book-Reader-Format) kauft, bezahlt dafür 2,99 Euro. Ich habe es kostenfrei über vorablesen.de bekommen.
Wie mir die Lektüre gefiel, zeigt der folgende Bericht.
Kurze Informationen zu diesem Buch

Erscheinungsdatum in Deutschland: 14.11.2014
Verlag: Midnight by Ullstein (Midnight ist ein Digitalverlag
der Ullstein Buchverlage GmbH)

ISBN-Nummer: 978-3958190160
Seitenzahl: 186 Seiten
Über Gisela Garnschröder
Gisela Garnschröder ist eine deutsche Autorin, geboren 1949 in Herzebrock (Ostwestfalen). Sie studierte Betriebswirtschaft und war anschließend in der Justizvollzugsanstalt tätig. Ihre Erfahrungen dort brachten sie dazu, Krimis zu schreiben.
Aus ihrer Feder stammen einige Kriminalromane – beispielsweise „Mord am Pulverbach“ (2010) und „Larissas Geheimnis“ (2011).
Die Autorin ist verheiratet, hat Kinder und Enkelkinder und lebt in Ostwestfalen.
Die Handlung
Die Schwestern Isabella Steif und Charlotte Kantig sind Nachbarinnen. Sie leben in einem Doppelhaus – jede von ihnen in einer Doppelhaushälfte. Das Doppelhaus befindet sich in einer ruhigen Wohngegend im Städtchen Oberherzholz in der Nähe von Bückeburg.
Beide Schwestern sind verwitwet. Isabelle ist 62 Jahre alt, Charlotte 59 Jahre. Charlotte hat einen Sohn, namens Thomas, der sich in Tübingen auf seine Doktorarbeit vorbereitet. An einem Wochenende stellt er seiner Mutter seine Partnerin Marita vor.
Isabella und Charlotte waren einst Lehrerinnen. Deswegen nehmen sie auch an einem Fremdenführerkurs teil.
All das klingt nach Dorfidylle – gäbe es nicht eine Leiche, die in Charlottes Garten liegt und auf einmal verschwunden ist. Isabella hat die Leiche gesehen – genauso hat sie wenig später eine Plastikplane mit „etwas“ darin in einem Maisfeld entdeckt, die auch wenig später verschwunden ist.
Leidet Isabella an Halluzinationen? Auf einmal geschehen merkwürdige Ereignisse. Auf dem Gelände des Biohofes Eschter wird eine Männerleiche gefunden. Ertrunken sei der Mann in der Güllegrube. Ein Unfall sei das, konstatiert die Polizei – und legt den Fall zu den Akten.
Isabella und Charlotte sind allerdings anderer Meinung, zumal der verstorbene Mann aus München stammte, im Auftrag einer Firma unterwegs war und Isabella ihn noch bei einer Führung durch die Stadt gesehen hat. Die beiden Schwestern ermitteln auf eigene Faust, zumal Isabellas Freundin Vivian auf einmal verschwunden ist, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Außerdem taucht eine jüngere Frau auf, die Vivian verblüffend ähnlich sieht. Und kann es sein, dass auf Eschters Biohof Genmais angebaut wird?
Aber damit nicht genug. Auf einmal gibt es einen zweiten Toten…
Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/lp_garnschroeder_steif_und_kantig.pdf
Meine Leseerfahrung/Meinung
Was mich sofort an dem Buch interessierte, waren die beiden Schwestern Isabella und Charlotte – beide sind sehr eigenwillig, aber jede auf ihre Art liebenswert. Lächeln musste ich immer wieder, wenn ich las, wie sie sich stritten oder die eine die andere wegen irgendeiner Sache aufzog. So kommen im Leben der beiden Witwen „neue“ Männer vor – und damit ziehen sich die beiden gegenseitig auf.
Mit diesen „Frotzeleien“ beginnt das Buch, und sie tauchen im Roman immer wieder auf. Deswegen braucht man auch keine Einlesezeit – denn beide Charaktere werden sofort präsentiert, man ist als Leser/Leserin schon ab der ersten Romanseite mittendrin in ihrem Leben.
Die Handlung wird aus der Warte des auktorialen Erzählers in der Vergangenheit geschrieben – es gibt also keinen Ich-Erzähler.
Die Seiten lassen sich schnell lesen – dank der vielen Dialoge. Ich konnte mir die Handlung bildlich vorstellen – die beiden Schwestern und die Leute, mit denen sie verkehren. Das Leben in einer sehr kleinen Stadt – und auf einmal wird eine Leiche auf einem dort ansässigen Biohof gefunden.
Das Buch ist oft sehr detailliert geschrieben – mir meistens zu detailliert. Da wird beispielsweise in allen Einzelheiten beschrieben, wie sich Isabella und Charlotte über Charlottes neuen Farbkopierer unterhalten – der dann auch gleich getestet wird. Oder es wird genau beschrieben, dass man jetzt Kaffee kocht. Und der Leser bekommt einen Blick auf fast jede Pflanze in Vivians Garten. Und so weiter. Mir ist das zuviel „Gelabere“ (Geschwätz), und das nervt mich oft beim Lesen!
Kompliziert ist das Buch nicht geschrieben – einfache Sätze gibt es und kaum Fremdwörter.
Dennoch würde ich es erst Lesern/Leserinnen ab 16 Jahren empfehlen. Es gibt dort eine Szene über eine Person, die zu Tode kommt. Diese Szene finde ich ziemlich krass – sie wurde von der Autorin doch recht plastisch beschrieben. Sie ist unüblich für diesen „Plauderkrimi“, aber sie ist nun mal da.
Der Schluss von „Steif und Kantig“ ist nicht vorhersehbar. Das finde ich positiv. Man rätselt als Leser mit den beiden Schwestern Charlotte und Isabella mit und fragt sich lange: „Was geschah wirklich?“
Fehler
Ja, auch die gibt es in dem Buch. Zum Glück sind es nicht viele. So wird einmal „Isabell“ statt „Isabella“ geschrieben.
Und „i.V.“ am Ende eines Geschäftsbriefes oder Vertrages bedeutet nicht „in Vertretung“ – wie viele fälschlicherweise meinen -, sondern „in Vollmacht“. Ja, ich habe eine kaufmännische Ausbildung durchlaufen und da habe ich solche Dinge auch gelernt. Seitdem weiß ich das.
Die Autorin lässt die Tatsache, dass auf einem Schriftstück „i.V.“ steht, mit in den Roman einfließen. Eine gute Idee, allerdings wundert es mich schon, dass weder die Autorin, noch ihr Lektorat Bescheid wissen, was „i.V.“ genau heißt. Beim Lesen hat mich das gestört.
Produktbild - eingestellt von Sydneysider47
„Steif und Kantig“ von Gisela Garnschröder ist ein Roman über eine Kleinstadtidylle, in der Morde passieren. Am Anfang hat mich das Buch sehr interessiert – und auch die Schwestern Isabella und Charlotte und ihr Umfeld fand ich ansprechend und amüsant.
Je weiter ich mit der Lektüre des Buches vorankam, desto mehr störte es mich, dass viele – für mich – unwichtige Nebenhandlungen so ausführlich beschrieben wurden.
Die Auflösung des Kriminalfalles und die Tatsache, dass diese nicht vorhersehbar ist, finde ich positiv.
Deswegen vergebe ich diesem Buch drei von fünf Sternen und empfehle die Lektüre weiter.

P.S: Diese Rezension habe ich in ähnlicher Form bei der Verbraucherplattform Ciao.de veröffentlicht, wo ich unter dem Usernamen „Sydneysider47“ unterwegs bin. Weiterhin gibt es die Rezension in verkürzter Form bei vorablesen.de unter meinem dortigen Usernamen „adel69“ und bei Amazon.de unter meinem dortigen Usernamen „Irina Melbourne“. Ich habe vor, auch bei weiteren Internet-Plattformen Rezensionen einzustellen.

Advertisements