Dank vorablesen.de durfte ich folgendes Buch lesen:
Pocketguide für Globetrotter
Autorin: Laura Pattara
ISBN-Nummer: 978-3768838887
Erschienen in Deutschland: 6. Oktober 2014
Verlag: Delius Klasing-Verlag, Bielefeld
Seitenzahl: 240 Seiten

Das Buch ist als Hardcoverausgabe erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 16,90 Euro. Es hat keinen Schutzumschlag – das Äußere des Buches besteht aus Stoff.

 

Über die Reiseautorin Laura Pattara
Laura Pattara, geboren 1973, ist Australierin mit italienischen Wurzeln. 2004 hatte sie eine Wohnung in Sydney, sie war 30 Jahre alt, hatte einen Universitätsabschluss und einen tollen Job. Jedoch trieb sie eine gewisse Ruhelosigkeit und sie wollte ANDERE Erfahrungen machen. Sie entschloss sich, Langzeitreisende zu werden.
Um zu wissen, ob das der richtige Lebensweg für sie sei, übte sie einen Job als Reiseleiterin aus. Dieser Job und die Erfahrungen, die sie hier mit Touristen machte, gaben den endgültigen Ausschlag für sie, ihr Leben mit Reisen zu verbringen.

Unterdessen hat sie einen Online-Job als Reiseautorin.

Produktfoto2008 lernte sie während einer Reise in Malawi (Afrika) den deutschen Reisenden Christopher Many kennen und beschloss, mit ihm zusammen zu reisen. Seit 2012 sind die beiden Globetrotter mit Motorrädern in der Welt unterwegs.

 

Über Chris Many
Christopher Many, der durch die Welt nach Australien reisen wollte, erlebte in Indien eine Art „Reise-Burnout“. Als Einheimische ihn durch die Fenster seines Hotelzimmers angafften und ihn auch, wenn er sich draußen aufhielt, auf Schritt und Tritt verfolgten, war er nahe daran, seine Reise abzubrechen und wieder nach Deutschland – seiner Heimat – zurückzukehren.

Er schaffte es, den Reise-Burnout zu überwinden – reiste weiter und lernte in Malawi Laura Pattara kennen.

Sie ist es, die das hier vorliegende Buch geschrieben hat. Christopher hat das Vorwort in diesem Buch geschrieben.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/pocketguidefuerglobetrotter_leseprobe.pdf

 

Über Reisevorbereitungen und das Langzeitreisen an sich – oder: worüber es in dem Buch geht
Laura erzählt, wie sie zum Reisen kam. Sie bringt Argumente gegen das Vorurteil, dass Reisen teuer wäre. Es kommt darauf an, wohin man reist. Und es kommt darauf an, wie komfortabel man es haben will. Wer beispielsweise 5.000 Euro für einen zweiwöchigen Wintersporturlaub in der Schweiz ausgibt, sollte wissen, dass man von denselbem Betrag in manchen asiatischen Ländern ein halbes Jahr lang leben kann, wenn man dort auf Reisen ist.
Wer längere Zeit unterwegs sein will, muss nicht unbedingt „jung“ sein – oder, was man auch immer unter „jung“ versteht. Der „Reisevirus“ befällt nämlich Leute aller Altersgruppen!
Die Autorin geht auf Fragen ein, wie man zum Beispiel eine Langzeitreise finanziert. Man könnte in dem Land arbeiten, in dem man sich aufhält. Als Reiseleiter beispielsweise. Oder man hat einen Job, den man auch mit einem Laptop ausüben kann – so, wie Laura es macht.
Sie will die Leser motivieren, schon jetzt auf eine Langzeitreise zu sparen. Man kann dafür beispielsweise einige Besitztümer verkaufen. Für die Besitztümer, die man behalten will, sucht man eine kostengünstige Lagermöglichkeit.
Was nimmt man genau mit auf eine Langzeitreise? Laptop und E-Book-Reader sind zu empfehlen – worauf sollte man nicht verzichten und worauf kann man verzichten? Sollte man als Langzeitreisender Luxusartikel mit auf die Reise nehmen?
Wie kommt man an sein Geld im Ausland? Und wie bringt man Banken, Versicherungen und Behörden bei, dass man eine Langzeitreise antreten wird? Laut Laura Pattara ist es der falsche Weg, diesen Institutionen zu verheimlichen, dass man eine solche Reise vorhat. Was sie empfiehlt, kann man nachlesen.
Wie kann man während einer Langzeitreise sparen? Die Autorin nennt mehrere Gelegenheiten, bei denen das machbar ist.
Wer mit dem Motorrad unterwegs sein will, dem empfiehlt die Autorin, kleinere Reparaturen an der Maschine selbst ausführen zu können. Wer ein Motorrad fährt, das nicht zu viele technische Raffinessen aufweist, kann das durchaus machen!
Laura Pattara empfiehlt ohnehin die Reise mit einem Fahrzeug – einem nicht zu teuren Wohnmobil oder einem Motorrad beispielsweise.
Und wie klappt es mit der ärztlichen Versorgung? Muss man auf Vorsorgeuntersuchungen im Ausland verzichten? Nein, sagt Laura Pattara und sagt, wie man auch im Ausland zu seinen Vorsorgeuntersuchungen kommt.
Auch ums gute Benehmen in anderen Staaten geht es in dem Buch, über Fallen, in die man als Reisender „tappen“ kann, über den Reise-Burnout und vieles andere mehr.

Ein guter Ratgeber – nicht nur für Langzeitreisende, sondern für Reisende generell
Laura Pattara siezt ihre Leser. Ihre Sprache ist aber nicht kompliziert, das Buch lässt sich gut lesen. Ich habe es gern gelesen.
Ich konnte mir jede Situation, die Laura beschreibt, sehr gut vorstellen.
Sehr interessant fand ich beispielsweise der Hinweis, dass man – wenn man mit einem Fahrzeug durch einige Länder fährt – für das Fahrzeug ein Extra-Formular benötigt, das sich „Carnet de Passage“ nennt. Also ein Dokument für die Durchreise mit dem Auto. Ich habe mal als Exportsachbearbeiterin in einigen Firmen gearbeitet und erkannte in diesem „Carnet“ Parallelen zu mir bereits bekannten Zollpapieren.
Zum Nachdenken brachte mich auch, dass Laura Pattara nicht gänzlich abrät, Luxusartikel mitzunehmen. Manche Luxusartikel können Langzeitreisenden, die auf viel verzichten, doch glücklich machen.
Lauras Vorschläge, welche Medikamente man auf Reisen dabeihaben sollte, finde ich ebenfalls sehr interessant. Gut finde ich, dass sie sagt, dass viele Medikamente auch in anderen Staaten zu kaufen sind – in derselben Qualität wie bei uns, aber doch teilweise preisgünstiger. Und – was tut man als Reisender, wenn man wirklich krank ist? Auf die Lösung, die Laura vorschlägt, wäre ich nie gekommen. Sie ist für mich aber nachvollziehbar.
Das sind nur einige Gesichtspunkte aus diesem lesenswerten und gut geschriebenen Ratgeber und Erfahrungsbuch. Ich finde, dass man auch Anregungen aus diesem Buch bekommt, wenn man eine Reise plant, die keine Langzeitreise ist.

Schreibfehler
Einige kleinere Schreibfehler habe ich entdeckt. Es heißt nicht „Land Rover“, sondern Landrover. Es geht doch nicht um ein Land und ein Auto der Marke „Rover“, sondern um ein Fahrzeug, dessen Bezeichnung ein Hauptwort ist, das aus zwei Hauptwörtern besteht. Und diese schreibt man bekanntlich zusammen. Die Schreibweise mit Bindestrich ist bei solchen Wörtern oft auch noch zugelassen – aber die Schreibweise, beide Wörter einfach so nebeneinander zu stellen, gibt es laut Duden noch nicht.
Dasselbe gilt auch für das Wort „Landcruiser“, das ebenfalls falsch geschrieben wurde.
Auf Seite 87 wurde „das“ und „dass“ verwechselt. Es muss heißen: „Am Ende ist es so, dass eine Reise Sie mehr kostet…“

Mein Fazit
Der „Pocketguide für Globetrotter“ ist für Leute geschrieben, die gerne reisen und sich schon überlegt haben, ob sie nicht eine Reise unternehmen wollen, die Monate oder sogar Jahre dauert. Das Buch motiviert Reisewillige, die entsprechenden Überlegungen anzustellen und Vorbereitungen zu treffen.
Auch Leute, die solch eine Reise bereits machen, finden in diesem Buch nützliche Gedanken und Ideen.
Selbst für Leute, die kürzere Reisen machen wollen, sind einige Ratschläge und Gedanken in diesem Buch durchaus hilfreich.
Die Idee, solch ein Buch auf den Markt zu bringen, finde ich wirklich gut.
Ich vergebe dem Buch „Pocketguide für Globetrotter“ fünf Sterne und empfehle es weiter.
P.S.: Diese Rezension erschien und erscheint noch auf Plattformen, auf denen ich unter „adel69“, „Sydneysider47“, „Irina Melbourne“ etc. unterwegs bin.

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