Als ich die Leseprobe zu
Pentecost
der Autorin
J.F. Penn
bei vorablesen.de las, hat mich das Buch sofort interessiert. Zumal ich nicht wusste, was ein „Arkane-Thriller“, denn so bezeichnet sich dieser Roman, sein soll. Um das herauszufinden, musste ich das Buch lesen.
Da ich das Buch gewonnen habe, konnte ich diesen Plan auch in die Tat umsetzen und habe das Buch verschlungen.

Kurzinformationen zu „Pentecost“
Verlag: erschienen im Selbstverlag
ISBN-Nummer: 978-3-8442-9385-2
Seitenzahl: 296
Erscheinungsdatum in Deutschland: 23.05.2014
Das Buch ist bisher nur als E-Book erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 2,99 Euro.

Über C. F. Penn
C. F. Penn heißt eigentlich Joanna Penn und ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie hat schon einige Bücher verfasst, die zu Bestsellern wurden.
Sie reist nicht nur gerne und schreibt Thriller rund um das ARKANE-Institut – sie hat auch einen Master in Theologie erworben und ein Diplom in Psychologie.
Im Moment lebt die Autorin in London.

Worum geht es in dem Buch – die Handlung
Das ARKANE-Institut in London ist ein Institut, das sich mit religiösen Phänomenen auseinandersetzt. Also Dinge und Ereignisse, für die die Wissenschaft keine Erklärung mehr findet – und die vielleicht religiöse, aber auch parapsychologische Hintergründe haben könnten.
Bald ist Pfingsten – was im Englischen „Pentecost“ heißt (deswegen auch der Titel des Buches) – und ein Komet droht, auf die Erde zuzurasen.
Um das zu verhindern, sucht die Wissenschaftlerin Morgan Sierra nach so genannten Apostelsteinen. Zwölf gibt es davon insgesamt. Zwölf Steine, die die zwölf Apostel im Jahre 33 nach Christus vom Grab Jesu mitgenommen haben.
Einen dieser Steine trägt Morgan Sierra, einen anderen ihre Zwillingsschwester Faye. Einen dritten Stein trägt Jake, ein Mitarbeiter des ARKANE-Institutes.
Als Faye und ihre Tochter wegen Fayes Apostelstein entführt werden, merkt Morgan, dass sie handeln muss. Einst war sie verheiratet, doch ihr Mann starb in Israel. Morgan hat eine Kampfausbildung hinter sich, die es ihr ermöglicht, in gefährlichen Situationen richtig zu reagieren.
THANATOS – eine weitere Organisation – ist auch hinter den Steinen her. Ihr Markenzeichen ist ein Pferdekopf-Tattoo, das ihre Mitglieder auf dem Arm tragen.
Die dritte „Macht“, die sich für die Apostelsteine interessiert, ist der Industrielle Joseph Everett. Er und seine Leute haben Faye und ihre Tochter Gemma entführt und halten sie in ihrer Gewalt. Joseph Everett kümmert sich liebevoll um seinen Zwillingsbruder Michael. Michael wird sterben – wenn nicht ein Wunder geschieht. Dieses Wunder erhofft sich Joseph durch die zwölf Apostelsteine – und er ist bereit, alles dafür zu tun, um diese zu bekommen.
Das ist allerdings die einzige Liebe, die Joseph hat. Ansonsten ist er verrückt und kaltblütig – und auch bereit zu morden, um die Apostelsteine zu bekommen. Beängstigend ist seine Liebe zu großen Feuersbrünsten.
THANATOS verfügt schon über drei Steine – und sie sind gewillt, sich auch die restlichen neun zu beschaffen. Deswegen gerät auch Morgan in immer wieder gefährliche Situationen. Denn man will ihren Stein haben.
Einen der Steine, den THANATOS an sich reißen konnte, beschafften sie sich von einer Nonne, die in Indien im Ort Varanasi tätig war. Sie wurde niedergeschlagen und sehr schwer verletzt, ihr Stein wurde entwendet. Die Leute, die sie anschließend fanden, hielten sie für tot und verbrannten sie auf dem Scheiterhaufen.
Daraufhin entluden sich mehrere Unwetter über Varanasi, die von manchen Leuten als „Wunder“ gedeutet wurden.
Das ARKANE-Institut bekam Wind davon – und daraus begründet sich auch ihr Interesse an den Apostelsteinen.
Eine Jagd nach den Steinen beginnt. Da ist Dr. Morgan Sierra, die mit dem ARKANE-Institut zusammenarbeitet und die Steine finden will, um ihre Schwester Faye und die Nichte Gemma zu retten.
Da ist Joseph Everett, der die Steine haben will, damit sein Bruder weiterleben kann. Er ist reich und bereit, alles zu riskieren, um die Steine zu bekommen. Sein Vater raubte einst einen dieser Steine und legte seine Beobachtungen in Tagebüchern nieder. Diese Tagebücher sind an Morgan Sierra gelangt, die damit Anhaltspunkte aufspüren kann, um die Steine zu finden.
Und weiterhin gibt es die Leute von Thanatos, die auch bereit sind zu morden, um die Steine zu bekommen. Ihr Ziel ist es, einen Religionskrieg anzuzetteln. Die Steine könnten ihnen Macht dazu verleihen.
Dann droht noch ein Komet Unheil anzurichten, wenn die Steine nicht rechtzeitig vor Pfingsten gefunden werden…

Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/lp_pentecost.pdf

Erzählperspektive/Erzählzeit
Das Buch ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers erzählt und in der Vergangenheit (Imperfekt). Die Nachricht also, dass es hier keine Ich-Perspektive gibt, dürfte vielen Leseratten gefallen.

Meine Leseerfahrung
Die Autorin hat es geschafft, dass das ganze Buch rasant und spannend ist! Atemlos blättere ich beim Lesen die Seiten meines E-Book-Readers um – denn ich möchte wissen, wie das Buch weitergeht.
Das ist ein Thriller, der die Bezeichnung „Thriller“ auch verdient hat! Er bietet Action, Spannung, ein interessantes Thema – und sympathische Hauptcharaktere! Die Drehbuchschreiber der Filmfabrik Hollywood könnten es nicht besser machen!
Das Buch fängt sofort spannend und actionreich an. Und es berührt mich! Die Nonne in Indien war mir sofort sympathisch – warum wurde mit ihr so brutal umgegangen? Und wie geht es weiter mit den sympathischen Schwestern Morgan und Faye?
Ich möchte nicht, dass sie so leiden müssen – aber die Autorin spart nicht an grausamen Szenen. Faye und Morgan und auch Jake müssen einige Prüfungen bestehen. Dabei reisen Morgan und Jake fast durch die ganze Welt – immer auf der Suche nach weiteren Apostelsteinen. Sie sind in Italien, sie sind im Iran, sie sind in Israel und an weiteren Orten der Erde.
Morgan kann nur mit Hilfe von schneller Kombination herausfinden, wo sich die einzelnen Apostelsteine befinden könnten. Denn sie und Jake haben nicht viel Zeit, alle Steine zu finden und diese Joseph Everett zu bringen, der Faye und ihre Tochter Gemma in seiner Gewalt hat. Und der vor nichts zurückschreckt. Auch nicht davor, Leute grausam zu ermorden – um sich an deren Todeskampf weiden zu können.
Ja, verrückt ist Joseph – und zum Glück lese ich nicht viel über ihn und seine Gräueltaten. Er ist mir als Charakter komplett unsympathisch. Es ist ja gut, wie er sich um seinen kranken Bruder Michael sorgt – aber das rechtfertigt nicht, Leute so übel zu behandeln, wie er es tut!
„Pentecost“ erweckt in mir nicht nur Emotionen, sondern es ist auch eine Lektüre, die mir Geschichte und Kirchengeschichte und das Denken diverser schlauer Leute nahebringt. Viele dieser Leute waren einst im Besitz eines Apostelsteins – und haben ihren Stein schlau versteckt. In Kirchen, Gräbern und an anderen Stellen. Um das herauszufinden, gräbt Morgan ihr ganzes Geschichtswissen aus und schleudert es nicht nur Jake, sondern auch dem Leser ins Gesicht. Ich fühle mich oft fast erschlagen von dieser Fülle an geschichtlichen Informationen. Ich nehme allerdings an, dass die Autorin auch einige geschichtliche Details erfunden hat, um ihren Roman anschaulich zu gestalten – und dem Leser zu zeigen, wie schlau Dr. Morgan Sierra ist – und wie kompliziert es ist, in kurzer Zeit ein Versteck für einen Apostelstein zu finden.
Die Apostelsteine und auch der drohende Komet sind ebenfalls Erfindungen der Autorin – existieren also nicht. Wer aber die Bibel gelesen hat (ich habe es schon getan), weiß, dass Pfingsten eine Bedeutung in der Apostelgeschichte im Neuen Testament hat. Die Autorin hat mir bewiesen, dass – wenn man zu biblischen Fakten einige Dinge dazu erfindet – gute Thriller mit diesem Romanstoff geschrieben werden können.
Gegen Ende des Buches erklärt die Autorin übrigens auf einigen Seiten, was an ihrem Buch wahr ist – und was sie selbst erfunden hat.

Mein Fazit
„Pentecost“ von J.F. Penn ist ein Thriller, der diese Bezeichnung auch verdient hat. Durchgängig spannend, actionreich und mit immer neuen Überraschungen und Wendungen.
Ich habe das Buch gerne gelesen und vergebe fünf Sterne dafür.

P.S.: Dieser Bericht wird in ähnlicher Form noch bei Ciao.de erscheinen. Dort bin ich als „Sydneysider47“ unterwegs. In verkürzter Form erschien eine ähnliche Rezension schon bei vorablesen.de. Dort bin ich als „adel69“ unterwegs. Ich behalte mir vor, auch bei anderen Webseiten/Händlerseiten Rezensionen einzustellen.Produktbild Pentecost-1

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