Dank vorablesen.de durfte ich  folgendes E-Book auf dem E-Book-Reader lesen:

Mopswinter

der deutschen Autorin

Martina Richter

Wie mir das Buch gefallen hat, will ich jetzt erzählen.

 

Kurze Informationen zu dem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 30. November 2015

Verlag: Midnight by Ullstein

Seitenzahl: 146 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-95819-049-8

Dieses Buch ist als ePub-Version erschienen, aber auch als Kindle-Version. Beide genannten Versionen können auf passenden E-Book-Readern gelesen werden.

Unterdessen ist das Buch auch als Taschenbuch erschienen, zusammen mit dem Vorgängerkrimi „Mopshimmel“.

 

Über die Autorin Martina Richter:

Die Autorin ist Jahrgang 1966 und wuchs in Baden-Württemberg auf. Sie wohnt mit ihren beiden Töchtern in einem Bauernhaus auf der Schwäbischen Alb.

Zum Schreiben kam sie 2000, nachdem ihr Sohn gestorben war.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es auf folgender Seite im Internet:

http://www.vorablesen.de/buecher/mopswinter#book-details

Ruft man die Seite auf, sieht man oben rechts die Option „Leseprobe öffnen“. Einfach draufklicken, und schon gelangt man zur Leseprobe.

 

Worum geht es?

Der Ich-Erzähler ist Mops Holmes, der mit Herrchen Waterson und Frauchen Jackie in Knieslingen, einem Dorf an der Schwäbischen Alb, lebt. Sie haben eine ganze Mopsfamilie – auch Holmes Eltern leben hier. Holmes Mutter ist schwanger und wird bald einige Schwestern für Holmes zur Welt bringen. Auch Jackie ist schwanger – sie wird ein Mädchen bekommen und hat Lust, Essiggurken zu essen.

Die Gegend bei Knieslingen ist ein beliebtes Wintersportgebiet. Eines Tages mitten in einem schneereichen Winter wird ein Langläufer erschossen. Waterson eilt sofort zum Tatort – natürlich hat er auch seine Möpse dabei. Während sie den Tatort inspizieren, schießt jemand Holmes Vater, den Mops Marquez an. Zum Glück war das nur ein Streifschuss – und Marquez kann gerettet werden.

Aber für den Langläufer – einen Banker – kommt jede Hilfe zu spät. Waterson und Hauptkommissar Gerlach ermitteln. Auch Holmes, der Mops, hat immer wieder Einfälle, die zu dem Mörder führen sollen – aber zuerst laufen alle Ermittlungen ins Leere.

Wenig später wird ein Mathematiklehrer, der auch auf Langlaufskiern unterwegs ist, angeschossen. Zum Glück überlebt er, nachdem er in einem Krankenhaus behandelt wurde.

Eine Fasanenfeder am Tatort könnte zum Täter führen – und auch weitere Teile, die man normalerweise an einem Trachtenhut findet.

Schließlich kommt ein dritter Langläufer ums Leben. Warum musste er sterben? Gibt es zwischen dem ersten und diesem dritten Toten eine Verbindung?

 

Meine Meinung zu diesem Buch

Vor Jahren habe ich ein Buch gelesen, in dem ein Hund als Ich-Erzähler auftauchte. Dieses Buch war so kitschig und rührselig geschrieben, dass es mich komplett nervte und ich mir schwor, nie wieder ein Buch zu lesen, in dem ein Hund als Ich-Erzähler auftaucht.

Als ich jedoch die Leseprobe zu „Mopswinter“ las, dachte ich: Das ist doch ganz lustig geschrieben, das könnte ein Buch sein, das mir gefällt.

Und so habe ich doch wieder ein Buch gelesen, in dem ein Hund der Ich-Erzähler ist – nämlich „Mopswinter“.

Das Buch ist locker und leicht geschrieben – und es hat mir wirklich Spaß gemacht, es zu lesen. Der Mops Holmes ist sympathisch. Aufgrund seiner kurzen Beinchen passieren ihm auch diverse Pannen – beispielsweise stolpert er mal.

Aber er hat eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Watersons Kollegen wollen ihn als „Polizeihund“ nicht anerkennen – aber Holmes hat doch immer wieder einige gute Ideen, die die Polizei bei ihren Ermittlungen voranbringt – besonders im letzten Drittel des Buches.

Man kann sich den schneereichen Ort Knieslingen auch richtig gut vorstellen – auch die Leute, die in diesem Roman vorkommen. Jacki und Waterson finde ich sehr sympathisch – auch einige der anderen Leute, die in dem Buch vorkommen. Holmes überzeugt beispielsweise eine Dame davon,  wie schön es ist, einen Mops zu haben. Und so findet eine seiner neu geborenen Schwestern sofort eine neue Heimat.

Die Autorin weiß einiges über die Eigenheiten eines Mopses und lässt dieses Wissen immer wieder in den Roman einfließen. Vieles ist sehr humorvoll geschildert – wird aber nie albern. Das gefällt mir beim Lesen. So bezeichnet Holmes seine neuen Schwestern einmal als „Spice Girls“.

Wer diesen Roman liest, muss sich auch mit einigen umgangssprachlichen Sätzen und Wörtern auseinandersetzen. So liest man beispielsweise das Wort „strunzdumm“, aber auch einen Satz, wie „Das musst mir nicht extra sagen“. Das gibt eine Art Lokalkolorit, die ich ganz amüsant und auch passend finde.

Gestört haben mich bei der Lektüre einige Schreibfehler. So gibt es in einem Satz auf Seite 47 ein Wort zuviel – die beiden Wörter „bespricht besprach“ stehen in einem Satz nebeneinander, das ist nicht korrekt.

Auf Seite 203 muss es statt „und jetzt ist er wirklich unglücklich wegen mir“ „und jetzt ist er wirklich meinetwegen unglücklich“ heißen, weil doch nach „wegen“ der Genitiv stehen muss.

Einige Male fehlen Apostrophe im Buch  – beispielsweise auf Seite 216: „Dann kann s ja losgehen“. Es muss „Dann kann’s ja losgehen“ heißen. Warum die Apostrophe nicht gesetzt wurden, ist mir rätselhaft.

Ansonsten aber habe ich das Buch gerne gelesen. Es lässt sich flüssig lesen – und der Schluss ist nicht vorhersehbar. Genau so soll ein Krimi ja sein, damit er spannend bleibt.

 

Mein Fazit

„Mopswinter“ ist ein spannender und humorvoller Krimi rund um den Mops Holmes, der versucht, zusammen mit seinem Herrchen Waterson Licht in einige Mordfälle zu bringen.

Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

 

P.S.: Diese Rezension habe ich schon in einer verkürzten Form bei vorablesen.de veröffentlicht. Dort bin ich als „adel69“ angemeldet.

 

 

 

 

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