Vor kurzem habe ich folgendes E-Book gelesen:

Keine Angst, es ist nur Liebe

Der österreichischen Autorin Marlies Zebinger.

Wie ich das Buch fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen über das Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 3. August 2014

Seitenzahl: 335 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-945362-03-7

Verlag:  FeuerWerke Verlag

 

Über Marlies Zebinger:

Marlies Zebinger, Jahrgang 1981, ist eine österreichische Autorin. Sie wuchs in Graz auf. Jetzt wohnt sie in Leibnitz im Süden Österreichs.

Bevor sie ihren ersten Roman „Keine Angst, es ist nur Liebe“ verfasste, studierte sie Betriebswirtschaft. Eine Lebens- und Angstkrise brachte sie dazu, ihren Roman zu schreiben. Er gilt ein bisschen als Angstbewältigung und Therapie. Immerhin wurde dieses Buch bereits über 15.000 Mal als E-Book verkauft.

 

Die Handlung:

Anna Rogner leidet an einer Angstneurose. Sie lebt in einer 55 qm großen Wohnung in Graz (Österreich). Selbst, wenn sie spazieren geht – beispielsweise im Wald – packt sie die Angst. Auch Schlafstörungen können durch die Angst hervorgerufen werden.

Anna arbeitet bei einer Bank in der Wertpapierabteilung. Ihre Kollegen wissen nichts von ihren Angststörungen. Wer etwas davon weiß und Anna auch gut versteht, sind ihre Mutter und ihr Bruder. Selbst ihre Freundin Sue will Anna nichts über ihre Krankheit sagen.

Gegen diese Angst muss sie etwas tun, hat sie beschlossen und sich in Behandlung zu einer Psychotherapeutin begeben. Frau Dr. Hinterleitner heißt diese. 26 Psychotherapie-Sitzungen hat Anna bereits hinter sich und über 2.000 Euro dafür ausgegeben. Ob diese Therapie etwas bringt? Anna geht durch viele Stimmungsschwankungen. Sie versucht, viel Positives in ihrem Leben zu sehen – aber es gibt Momente, während derer sie vieles negativ wahrnimmt.

So auch die Behandlung bei Frau Dr. Hinterleitner. Einerseits bringt die Therapeutin Anna bei, dass die die Angst aushalten und mit ihr spazieren gehen soll. Anna soll sich vergegenwärtigen, dass sie mit Liebe, Mut, Gelassenheit und anderen positiven Gaben beschenkt wurde. Mit solchen Methoden kann die Angst irgendwann schrumpfen, bis sie so klein ist wie ein Hupfball. Andererseits blickt Anna mit Sorge auf den hohen Geldbetrag, den sie schon für die Therapiesitzungen ausgegeben hat.

Wenn Anna ihre 97-jährige Oma besucht, kommt sie etwas zur Ruhe. Oma hat einen Hund, namens „Salamander“. Und bei Oma trifft sie auch Matts. Er ist ein richtig toller Typ, gut aussehend. Aber er ist unhöflich und verabschiedet sich nicht von ihr. Darüber regt sie sich auf.

Aber Matts entschuldigt sich bei ihr. Er schreibt ihr einen Brief, den er ihr gerne persönlich überreicht hätte. Jedoch macht sie ihm die Wohnungstür nicht auf, als er klingelt, weil sie nicht weiß, dass er sie besuchen will. Deswegen legt er den Brief vor ihre Eingangstür.

Als sie ihn findet, ist sie entzückt, euphorisch. Matts schreibt schüchtern, verhalten. Er entschuldigt sich, er will Anna wiedersehen und sie besser kennenlernen. Eine Liebe scheint sich anzubahnen. Endlich wieder, nachdem Anna sich von ihrem vorherigen Freund Max getrennt hat. Als sie ihr gemeinsames Baby verloren, begannen Annas Ängste. Sie konnte den Tod ihres Kindes nicht so leicht verarbeiten, wie Max es offensichtlich tat.

Und jetzt scheint es einen neuen Lichtblick in Annas Leben zu geben. Eine neue Liebe, ein neuer Partner. Sie genießt das erste Date mit ihm. Deswegen hat sie mit ihrer Freundin Sue passende Kleidung gekauft.

Aber immer wieder ist sie von Ängsten hin und her geschüttelt. Einmal so sehr, dass die Matts die Freundschaft kündigt. Sie findet, dass sie mit ihren Ängsten und Panikattacken nicht gut genug für ihn ist. Matts jedoch hat eine blendende Idee – er will sie nicht fallen lassen, er liebt sie doch. Und so beschließt er, sie eine Zeitlang mit Überraschungen zu beglücken. Überraschungen, die er in Briefen ankündigt und die Anna lehren sollen, achtsam zu werden und zu sein und mehr auf die positiven Dinge im Leben zu achten.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man, wenn man bei Vorablesen.de auf die Seite geht, auf der dieses Buch vorgestellt wird – nämlich:

http://www.vorablesen.de/buecher/keine-angst-es-ist-nur-liebe

Rechts oben findet man die Option „Leseprobe öffnen“. Dort einfach draufklicken, und es öffnet sich eine kostenlose Leseprobe im PDF-Format.

 

Meine Meinung:

Die Autorin hat eine flüssige Schreibe, das Buch lässt sich relativ flott lesen. Ich nehme an, dass es sich hier um einen autobiographischen Roman handelt und die Autorin viel von dem, was sie in der Ich-Perspektive erzählt, auch selbst erlebt hat.

Die Autorin mischt aktuelle Geschehnisse, die Anna erlebt hat, mit ihren Gedanken rund um die Angst. Wer innere Monologe lesen möchte, sollte dieses Buch lesen!

Mir ist das alles oft zu ausführlich. Das Thema „Angst“ interessiert mich schon, auch was man dagegen macht. Anna leidet an großen Angstneurosen und muss groß und breit erzählen, was in ihrem Körper und in ihren Gedanken vorgeht, wenn beispielsweise jemand an ihre Wohnungstür klopft. Da malt sie sich aus, dass sie gleich ermordet werden könnte, wenn sie die Tür öffnet.

Oder als sie mit Sue Kleider kaufen geht, um für das Rendezvous mit Matts gut angezogen zu sein. Dieser Kleiderkauf wird auch detailliert beschrieben. Auch vor diesem Rendezvous denkt sie viel nach. Mal hat sie Angst davor, dann wieder freut sie sich darauf und ist aufgeregt. Und wenn Anna an sich selbst zweifelt, fängt sie an zu weinen.

Man braucht schon viel Geduld und Einfühlungsvermögen, um das, was Anna erzählt, in sich aufnehmen zu können. Man muss viele Stimmungsschwankungen aushalten – freut sich aber auch ehrlich mit, wenn Anna sich freut und wenn sie Spaß hat. Beispielsweise fand ich es ganz traurig, als Anna Matts eine Nachricht schrieb, sie wolle die Beziehung mit ihm beenden. Ich habe mich wirklich über die geniale Idee von Matts gefreut, Anna eine Zeit lang Überraschungen zu machen.

 

Mein Fazit:

„Keine Angst, es ist nur Liebe“ ist ein Roman über eine Frau, die an Angstneurosen leidet und sich verliebt. Und das eröffnet Chancen, ihre Angst heilen zu können.

Da mir das Buch oft zu detailliert und zu ausschweifend war, was auch meine Geduld bisweilen arg strapazierte, ziehe ich zwei Bewertungssterne ab.

Ich vergebe diesem Buch drei von fünf Sternen und empfehle es weiter. Man kann hier lernen, wie es Menschen geht, die unter Angstneurosen leiden.

 

P.S.: In verkürzter Form habe ich diese Rezension schon bei Vorablesen.de veröffentlicht. Dort bin ich unter „adel69“ unterwegs. Möglicherweise werde ich noch eine Rezension bei Amazon.de veröffentlichen. Dort schreibe ich unter dem Nicknamen „Irina Melbourne“.

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