Vor einigen Wochen habe ich folgenden Roman gelesen:

Wir sehen uns am Meer

Geschrieben wurde der Roman von der Schriftstellerin

Dorit Rabinyan.

Meine Meinung zu diesem Buch liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu „Wir sehen uns am Meer“:

Veröffentlicht in Deutschland: 11. August 2016

Seitenzahl: 384 Seiten

Verlag: Kiepenhauer & Witsch

ISBN-Nummer: 978-3462048612

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag in deutscher Sprache erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 19,99 Euro.

 

Über Dorit Rabinyan:

Die Autorin Dorit Rabinyan stammt aus einer iranisch-jüdischen Familie. Sie wurde in Israel geboren.

Der Roman „Wir sehen uns am Meer“ ist das dritte Buch der Autorin. Die beiden Vorgängerromane „Unsere Hochzeiten“ und „Die Mandelbaumgasse“ waren Bestseller und bekamen einige Literaturpreise.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an verschiedenen Stellen im Internet. Beispielsweise, wenn man die Seite vorablesen.de aufruft. Unter der Suchfunktion „Bücher“ gibt man den Buchtitel ein. Landet man dann auf der Seite, auf der das Buch vorgestellt wird, klickt man die Option „Leseprobe öffnen“ an und kann dann einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Liat lernt Chilmi in New York kennen und lieben. Er ist Palästinenser aus Ramallah (Westjordanland), sie ist Israelin aus Tel Aviv (Israel). Eigentlich ist das eine Partnerschaft, die keine Zukunft hat, da Israelis und Palästinenser verfeindet sind.

Aber zwischen Liat und Chilmi herrscht etwas wie Magie. Sofort finden sie sich sympathisch, als sie sich in einem Café treffen. Sofort unterhalten sie sich, als ob sie sich schon Jahre kennen.

Liat begleitet Chilmi, als er in einem Laden Malfarben kauft. Und kurz danach ist sie in seiner Wohnung. Er zeigt ihr seine Kunstwerke, denn er ist Maler. Und dann bleibt sie die Nacht bei ihm.

Liat und Chilmi erleben einige glückliche Monate in New York. Natürlich gibt es auch Streit und Diskussionen. Liat weiß nicht, wie sie mit der Tatsache umgehen soll, dass sie mit einem Palästinenser liiert ist. Sie getraut sich nicht, ihn zu einem Treffen mit israelischen Freunden in New York mitzunehmen.

Als aber Chilmis Familie in New York weilt und in einem Restaurant speist, ist Liat dabei. Aber da gibt es heftige politische Diskussionen.

Irgendwann ist der Tag gekommen, an dem Liat und Chilmi  Abschied nehmen müssen, weil beide in ihre Heimatländer für einige Zeit zurückkehren werden. Aber vielleicht gibt es doch noch Möglichkeiten, dass beide für immer zusammenbleiben können….

 

Meine Meinung:

Schon die Leseprobe hat mich gefesselt. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive verfasst. Liat ist die Ich-Erzählerin und sie erzählt vorwiegend im Präsens (Gegenwart).

Beide Hauptpersonen – Liat und Chilmi – sind sehr sympathisch. Da ist die ordnungsliebende Liat, die in New York in der Wohnung von Freunden leben darf, weil diese gerade längere Zeit abwesend sind. Und andererseits gibt es den etwas chaotischen Chilmi – der aber ein guter Künstler ist.

Die beiden haben sich sofort ineinander verliebt, sie reden viel miteinander. Und gerade durch diese wörtliche Rede erfährt der Leser viel über sie.

Die Ereignisse in dem Buch sind meistens sehr detailliert und ausschmückend beschrieben. Wie eine Erinnerung, von der die Autorin nicht will, dass sie vergessen wird. Die Sprache ist schön, ich habe sie sehr gerne gelesen. Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist der, dass das Buch oft nicht spannend ist. Aber mein Leseinteresse ist geweckt, weil ich wissen will, wie und ob Liat und Chilmi für immer zusammenkommen können.

Was mir an dem Buch auch sehr gefallen hat, ist, über einige Feste und Gewohnheiten und andere Ereignisse bei Israelis und Palästinensern zu lesen. So lese ich, dass Liat Chanukka und den Sabbat (auch „Schabbat“ genannt) zelebriert. Und Chilmi erzählt einmal, dass es im Westjordanland verboten war, Farben, die in der Flagge der Palästinenser vorhanden sind, zu verwenden. Solche und andere Dinge habe ich mit großem Interesse gelesen und dadurch wieder mehr über Israel und das Westjordanland gelernt.

Der Schluss hat mich sehr überrascht. Nein, vorhersehbar war er nicht.

 

Mein Fazit:

Das Buch „Wir sehen uns am Meer“ von Dorit Rabinyan ist eine Art moderne „Romeo-und-Julia-Geschichte“, bei der man als Leser mitfiebert, ob die Liebe zwischen einer Israelin und einem Palästinenser eine Zukunft haben kann. Die Hauptfiguren sind sympathisch und man erfährt viel Interessantes.

Da mir einige Male die Spannung fehlte, ziehe ich einen Stern in der Gesamtwertung ab, vergebe also die Note „gut“ (vier Sterne) und eine Leseempfehlung.

 

P.S.: In ähnlicher Form wurde diese Rezension bereits an einigen Stellen im Internet veröffentlicht. Beispielsweise bei „vorablesen.de“, wo ich unter dem Nick „sydneysider47“ unterwegs bin. Auch bei Amazon.de steht eine Rezension von mir drin unter dem Namen „Irina Melbourne“. Ebenfalls bei buch7.de. Dort bin ich als „adel69“ unterwegs. Auch auf weiteren Webseiten ist eine Veröffentlichung von Rezensionen geplant.

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