Dank lovelybooks.de durfte ich folgende Kurzgeschichte auf dem E-Book-Reader lesen:

Ein Ort, namens Taiga

Es handelt sich um eine Kurzgeschichte aus dem Jahre 2016, die im Rahmen von „booksnacks“ herausgegeben wurde. Das ist eine Aktion mit Kurzgeschichten – eben kurzen literarischen Häppchen, deren Lektüre wenig Zeit brauchen, die aber clever oder lustig oder beides sind.

Diese Kurzgeschichte wurde geschrieben von

Bettina Klusemann.

Sie ist eine deutsche Autorin, geboren in Mannheim, die jetzt in Potsdam lebt. Sie hat einen Roman verfasst und mehrere Kurzgeschichten.

Worum geht es in der Kurzgeschichte?

Der Ich-Erzähler ist Student und reist mit seinem Cousin Jan in der Transsibirischen Eisenbahn. Ziel ist die Stadt Irkutsk.

In dem Zug ist es heiß, und so nimmt der Ich-Erzähler dankbar von einem russischen Mitreisenden Speck und Wodka an. Der Speck ist fett, und der Wodka ist praktisch, um den Speck zu verdauen.

Im Bahnhof Taiga verlassen Jan und der Ich-Erzähler den Zug, um im Bahnhof auf die Toilette zu gehen. Sie rechnen damit, dass der Zug in Taiga 20 Minuten Aufenthalt hat. Ihr Gepäck lassen sie im Zug – bei dem russischen Mitreisenden und Pitt, einem deutschen Journalisten.

Leider blieb der Zug kürzer, als erhofft, in Taiga. Als Jan und der Ich-Erzähler wieder in den Zug steigen wollen, ist dieser bereits weg. Und mit ihm ihr Gepäck, ihre Fahrkarten und ihre Pässe.

Trotz diverser Sprachschwierigkeiten können sie die Beamten am Bahnhof überzeugen, nach ihrem Gepäck zu suchen. Man verspricht ihnen, dass sie ihr Gepäck im Bahnhof Marinsk wieder in Empfang nehmen könnten – damit die Weiterreise problemlos verlaufe.

Jan und der Ich-Erzähler sind Gäste der netten russischen Beamten, dürfen bei ihnen essen und übernachten und machen sich am nächsten Tag frohgemut auf den Weg nach Marinsk. Dort angekommen, ist ihr Gepäck nicht da. Aber sie suchen weiter – und reisen durch einige russische Orte, immer in der Hoffnung, das Gepäck bald zu finden…

Wie ist der Schreibstil?

Die Geschichte wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers in der Vergangenheit erzählt. Sie ist angenehm zu lesen, da es viele Dialoge gibt.

Wie ist meine Meinung?

Die humorvolle Geschichte ist angenehm und schnell zu lesen. Es wird ein russisches Klischee mit hinein verarbeitet, um die Geschichte lustig zu machen. Nämlich, dass die Russen gerne Wodka trinken – und das oft und gerne.

Das Interesse beim Lesen ist auf jeden Fall geweckt, denn man will ja wissen, wo das Gepäck von Jan und dem Ich-Erzähler steckt.

Der Schluss ist überraschend – witzig und abrupt. Ja, damit hat man nicht gerechnet.

Eine kurze Geschichte, der ich gerne alle fünf Sterne verleihe.

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