Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich habe vor einigen Tagen folgendes Buch zu Ende gelesen:

„Die Geschichte eines neuen Namens“

der italienischen Schriftstellerin

Elena Ferrante.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man in folgender Rezension.

 

Kurzinformationen zu diesem Buch:

Erschienen in Deutschland am: 10. Januar 2017

Verlag: Suhrkamp

Seitenzahl: 624 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3518425749

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 25 Euro.

 

Wer ist Elena Ferrante?

Elena Ferrante ist das Pseudonym einer italienischen Autorin, die seit 1992 Bücher schreibt.

„Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der so genannten „Neapolitanischen Saga“, die weltweit zum Bestseller avanciert ist.

In Deutschland ist bereits der erste Band mit dem Titel „Meine geniale Freundin“ erschienen, die Veröffentlichung des dritten und vierten Bandes ist vom Suhrkamp-Verlag für 2017 noch geplant.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Orten im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach nach dem Buch suchen, auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken – und schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Die Handlung dieses Romans spielt im Neapel (Italien) der 1960er-Jahre. Elena ist die Ich-Erzählerin in diesem Buch. Befreundet ist sie mit Lila, die im Alter von 16 Jahren Stefano geheiratet hat. Ihr Wunsch war es, von der Mittelmäßigkeit in die höhere Gesellschaft einzuheiraten. Das ist ihr auch gelungen – Stefano hat Geld, er kann sich viel leisten. Allerdings betrügt er Lila. Ihr ist außerdem langweilig, sie möchte sich gerne in die Gesellschaft einbringen. Vielleicht würde es ihr gelingen, wenn sie in der Schuhmacherei des Bruders Rino mitarbeiten könnte. Aber das ist nicht geplant.

Während Elena weiterhin eine Schule besuchen kann und ihre Noten – je nach Gefühlszustand – einmal besser und einmal schlechter sind -, ist Lila mit ihrem Leben nicht zufrieden und immer wieder neidisch auf Elena. Es gelingt ihr nicht, von Stefano schwanger zu werden. Stattdessen verliebt sie sich in Nino und betrügt damit ihren Mann Stefano.

 

Meine Meinung zu dem Buch:

 Ich habe das Buch gelesen, ohne vorher den ersten Band dieser „Neapolitanischen Saga“ gelesen zu haben. Interessanterweise kam ich schnell in das Buch, denn die darin vorkommenden Charaktere werden vor der Romanhandlung auf einigen Seiten beschrieben. Es ist auch immer wieder hilfreich, während der Lektüre auf diese Seiten zurückzublättern, wenn neue Personen in dem Roman auftauchen.

Das aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit geschriebene Werk ist gut geschrieben. Immer wieder gibt es wörtliche Rede, aber auch viel indirekte Rede. Elena ist mir sympathisch – ich verstehe ihre Handlungsweise. Sie steht allerdings oft im Schatten von Lila, die einfach die Schönere und Begabtere der beiden Frauen zu sein scheint. Allerdings kann Lila nach der Heirat mit Stefano eventuelle Wünsche einer Weiterbildung nicht mehr realisieren. Sie ist abhängig von ihrem Mann Stefano, der ihr zwar ein Leben mit einem gewissen Luxus bieten kann. Aber Bildung ist zweitrangig. Er hätte gerne ein Kind von Lila.

In ihrer Unzufriedenheit ist Lila oft eifersüchtig auf Elena. Sie versucht, Elena in Beschlag zu nehmen. Das ist spürbar während eines Sommers am Meer. Elena nimmt sich die Launen ihrer besten Freundin sehr zu Herzen – so sehr, dass ihre schulischen Leistungen immer wieder darunter zu leiden haben.

Diese Konkurrenz zwischen Elena und Lila zieht sich fast durch das ganze Buch. Sie ist interessant zu lesen, macht das Buch aber nicht unbedingt spannend. Es gab für mich Phasen beim Lesen der 624 Seiten, die einfach mühsam waren. Da ich aber interessiert war, wie sich Elena und Lila weiterentwickeln, habe ich das Buch zu Ende gelesen. Und das hat sich auch gelohnt, weil sich gegen Ende einige Ereignisse überschlagen. Und dann wird das Buch wirklich spannend, mitreißend und interessant.

Die Ereignisse zum Schluss haben dazu geführt, dass ich das Buch mit der Note „gut“ (vier Sterne)  bewerte. Eine Weiterempfehlung gibt es ebenfalls.

 

P.S.: Diese Rezension habe ich in ähnlicher und verkürzter Form bereits an mehreren Stellen im Internet veröffentlicht. Beispielsweise bei „vorablesen.de“ unter meinem Usernamen „adel69“, bei Amazon.de unter meinem Usernamen „Irina Melbourne“, bei lovelybooks.de unter meinem Usernamen „sydneysider47“ etc.

Advertisements