Liebe Leserinnen, liebe Leser,

normalerweise stehe ich den Veröffentlichungen aus dem Allegria-Verlag etwas skeptisch gegenüber. Der Grund ist, dass die Bücher oft einen esoterischen Touch haben, und so etwas will ich nicht lesen.

Deswegen schlich ich um das Buch „Noah will nach Hause“ von Sharon Guskin erst einmal wochenlang herum, obwohl es mich vom Thema her stark interessierte. Ich machte mich schlau, was andere Leute im Internet über dieses Buch schrieben. Die meisten waren begeistert und die Geschichte hörte sich gut an. Schließlich kaufte ich das Buch und las es.

Was ich zu diesem Buch meine? Lest selbst!

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Noah will nach Hause“ von Sharon Guskin

Erscheinungsdatum in Deutschland: 22. September 2016

Verlag: Allegria (gehört zur Ullstein-Verlagsgruppe)

Seitenzahl: 432 Seite

ISBN-Nummer: 978-3793423065

Das Buch ist als Paperback-Ausgabe in der deutschen Übersetzung erschienen und kostet in Deutschland 18 Euro.

 

Über Sharon Guskin

Sharon Guskin ist eine US-amerikanische Autorin, die schon einige Dokumentarfilme produziert hat, die Preise erhielten. Die Autorin ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Brooklyn in New York.

„Noah will nach Hause“ ist ihr erster Roman.

 

Leseprobe

Vom Verlag genehmigte Leseproben sind mehrfach im Internet zu finden. Beispielsweise auf der Seite vorablesen.de. Einfach den Titel des Buches eingeben und auf die Seite gehen, die das Buch vorstellt. Oben rechts gibt es einen Button „Leseprobe öffnen“. Klickt man darauf, kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Worum geht es in dem Buch?

Janie trifft während eines Urlaubs in Trinidad einen faszinierenden Mann, mit dem sie eine sehr kurze Affäre hat. Jeff heißt er – mehr weiß sie nicht, als er auf Nimmerwiedersehen aus ihrem Leben verschwindet.

Neun Monate später ist Noah da – der Sohn von Janie und Jeff, den Janie aber alleine erzieht. Sie liebt ihren Sohn über alles. Er ist ein intelligentes, wachsames Kind. Aber manchmal erschreckt er sie. Immer wieder hat er Alpträume und ruft nach „seiner anderen Mama“. Janie ist ratlos, denn sie weiß nicht, wen er damit meint und wie sie ihm helfen kann.

Als Noah im Kindergarten davon erzählt, irgendjemand habe seinen Kopf unter Wasser getaucht, eskaliert die Situation. Janie ist erschrocken – sie weiß nicht, warum Noah solche Sachen erzählt. Erstaunlich ist auch, dass er von Harry Potter erzählt, obwohl er weder die Bücher gelesen, noch die Filme gesehen hat. Die Kindergartenleiterin zwingt Janie, mit Noah einen Therapeuten aufzusuchen.

Janie tut das. Aber diese Therapie ist nicht viel versprechend. Deswegen sucht Janie nach Lösungen im Internet. So erfährt sie von Dr. Jerome Anderson, der sich schon seit Jahren mit Kleinkindern befasst, die sich an Ereignisse aus einem früheren Leben zu erinnern scheinen. Vielleicht ist das der Schlüssel zu Noahs Problem? Janie nimmt Kontakt mit Dr. Anderson auf – und gemeinsam versuchen sie, das Rätsel um Noahs früheres Leben zu lösen. Ihre Suche führt sie zu einer Familie, deren Sohn Tommy schon seit Jahren vermisst ist…

 

Meine Meinung über dieses Buch

Ich glaube nicht an Reinkarnation – aber dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil ich den Klappentext und das Thema interessant fand. Ich habe dieses Buch während der Lektüre als „Roman“ betrachtet und den Gesichtspunkt der „Reinkarnation“ als erfundene Fakten, die in diesem Roman verarbeitet werden, um die Handlung ein Stück weit spannend und interessant zu machen.

Wie erstaunt war ich dann, als ich im Nachwort der Autorin las, dass es schon in der Realität Kinder gab, die völlig davon überzeugt waren, dass sie schon einmal gelebt hätten. Nachforschungen von Spezialisten ergaben, dass das vielleicht stimmen konnte, denn die Kinder wussten erstaunlich viel aus ihrem vorigen Leben. Details, die eigentlich nur Insider kennen mussten.

Diese Tatsachen sowie die Geburt eines ihrer Söhne inspirierten die Autorin zu ihrem Roman „Noah will nach Hause“. Und das Buch finde ich wirklich gelungen. Janie ist total sympathisch, und ihr Sohn Noah absolut liebenswert. Was sie erleben, berührt mich, überrascht mich, fasziniert mich.

Am Anfang der Lektüre war ich oft erschrocken. Ein kleiner Junge, der seine Mutter liebt, fragt, wo seine „andere Mama“ ist. Wenn mein Kind mich das fragen würde, wäre ich total erschüttert und ratlos. Auch Janie ist erschüttert und ratlos – und genau das macht sie für mich authentisch und liebenswert.

Ich wollte lesen, wie es mit Janie und Noah weitergeht. Das Buch ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) packend und gut dargestellt. Ich bin mitgerissen, wenn Janie das Gespräch mit der Kindergartenleiterin hat, ich bin berührt, wenn Janie mit ihrem Sohn spricht – und ich bin gepackt, wenn Janie im Internet forscht, was Noah damit meinen könnte, wenn er nach seiner „anderen Mama“ verlangt.

Die Handlung ist sehr gut und flüssig erzählt mit einigen Dialogen und Überraschungen. Weiterhin lässt sich das Buch wegen seiner großen Schrift zügig lesen.

 

Mein Fazit

„Noah will nach Hause“ ist ein Buch, das das Thema „Reinkarnation“ und Probleme, die dadurch entstehen können, in eine packende und berührende Romanhandlung packt. Es geht um einen kleinen Jungen, dem immer wieder Erinnerungsfetzen aus einem vorigen Leben kommen.

Und obwohl ich nicht an Reinkarnation glaube, konnte mich das Buch berühren, mitreißen und zum Nachdenken bringen.

Ich vergebe dem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter.

 

P.S.: Diese Rezension erschien bereits bei der Verbraucherplattform Ciao.de, bei der ich unter dem Usernamen „Sydneysider47“ unterwegs bin. Weiterhin erschien sie in kürzerer Form bei vorablesen.de (dort schreibe ich als adel69), bei lovelybooks.de (dort schreibe ich als sydneysider47), bei Amazon.de (dort schreibe ich als Irina Melbourne) und auf weiteren Webseiten meiner Wahl.

 

 

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