Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gestern habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen:

„Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier.

Wie ich diesen Roman fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Herz auf Eis“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 7. März 2017

Verlag: mare-Verlag

ISBN-Nummer: 978-3866482562

Seitenzahl: 224 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet 22 Euro im deutschen Buchhandel.

 

Über die Autorin isabelle Autissier:

Isabelle Autissier ist eine französische Autorin, Jahrgang 1956. Sie ist in Paris geboren und aufgewachsen. Unterdessen lebt sie in La Rochelle.

Im Alter von sechs Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Segeln; 1991 machte sie Furore als erste Frau, die im Rahmen einer Regatta allein die Welt umsegelte. Seit den Neunzigerjahren widmet sie sich dem Schreiben. Herz auf Eis war für den Prix Goncourt nominiert und wurde in zahlreiche Länder verkauft.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man beispielsweise beim Internethändler Amazon.de. Einfach die Option „Blick ins Buch“ anklicken – schon kann man einige Seiten kostenlos lesen.

 

Louise und Ludovic wollen um die Welt segeln – oder: Die Handlung

Louise und Ludovic sind jung und verliebt und wollen sich, solange sie noch jung und ungebunden sind, eine Weltreise mit dem Segelboot gönnen. Ihr Segelboot heißt „Jason“ und die ersten Wochen ihrer Reise sind tatsächlich atemberaubend. Sie sind glücklich, bereisen einige Länder und selbst der Verlust ihres Handys in Buenos Aires (Argentinien) kann ihre Reiselust nicht schmälern.

Als sie an einem Tag eine unbewohnte Insel vor Kap Hoorn erkundet haben, deren Schönheit sie in den Bann geschlagen hat, bemerken sie, als sie zu ihrem Segelboot zurückkehren wollen, dass dieses nicht mehr da ist. Ihre „Jason“  mit Nahrung, Kleidung und sonstigen wichtigen Dingen ist weg – verschwunden! Nur noch das Beiboot ist da. Mit ihm können sie allerdings wenig anfangen.

Und so versuchen sie, auf dieser einsamen Insel zu überleben. Sie jagen Pinguine und Robben und essen deren Fleisch – auch wenn es nicht schmeckt. Sie versuchen, sich eine gewisse Disziplin, einen gewissen Tagesablauf anzueignen. Sie jagen sechs Tage lang und übernachten in einer Hütte.

Aber dennoch bleibt es nicht aus, dass sie abmagern und sich gegenseitig Vorwürfe machen. Warum sind sie überhaupt auf diese Insel gegangen? Wessen Idee war es?

Sie streiten sich, sie versöhnen sich, sie lieben sich. Sie sind Stimmungen unterworfen- einerseits ungestümer Liebe, andererseits Spannungen, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit.

 

Meine Meinung:

Zum ersten Mal hörte ich von diesem Buch, als es im „ARD Büffet“ empfohlen wurde. Mein Interesse war geweckt, aber für 22 Euro wollte ich mir das Buch nicht kaufen.

Deswegen war ich froh, als ich das Buch zufällig in unserer Ortsbücherei sah. Sofort lieh ich es mir aus. Es dauerte allerdings einige Wochen, bis ich dazu kam, es zu lesen.

Das aus der auktorialen Erzählperspektive geschriebene Buch fängt sofort spannend an.

Louise und Ludovic stranden auf der Insel – und von da an scheint ihre Situation fast hoffnungslos. Mich hat die Lektüre lange Zeit fast schon deprimiert – so intensiv ist das Buch geschrieben und so gut konnte ich mir die Landschaft und die Personen vorstellen. Und weil mich das Buch oft traurig stimmte, war ich immer wieder versucht, es wegzulegen.

Aber ich habe weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Louise und Ludovic weitergeht. Ich will nicht zu viel verraten – nur so viel: es gibt einige dramatische Ereignisse in dem Buch und Situationen, bei denen ich mich gefragt habe: Wie würde ich reagieren, wenn mir so etwas passieren würde?

Zum Schluss hin gab es einige Passagen, während derer mir die Handlung beim Lesen zu flach erschien – gemessen an dem, was vorher passiert war. Nachdem ich das Buch allerdings ausgelesen habe, muss ich zugeben, dass das Buch so passt, wie es ist – denn der Schluss ist wieder völlig unvorhersehbar.

Das Buch ist flüssig geschrieben, der Schreibstil ist gut, das Buch ist meistens spannend, die Handlung oft unvorhersehbar und regt zum Nachdenken an.

Ich vergebe dem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter.

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