Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich gehe immer wieder durch unterschiedliche Lesezeiten. Es gibt Wochen oder auch Monate, während derer ich Bücher lese, die ich gut bis sogar grandios finde. Dann gibt es auch „leserische Dürrezeiten“, während derer jedes Buch, das ich lese, für mich mittelprächtig bis schlecht ist. Eine solche „leserische Dürrezeit“ hatte ich während der letzten zwei bis drei Monate.

Aber in den letzten Tagen habe ich ein Buch gelesen, das mich seit langem wieder total begeistert hat.

Es ist

„Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin.

Warum ich dieses Buch so toll finde, liest man jetzt.

Kurzinformationen zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 29. Oktober 2018

Verlag: btb (gehört zur Verlagsgruppe „Random House“)

ISBN-Nummer: 978-3-442-75819-7

Seitenzahl: 480 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 20,00 Euro.

Über die Autorin Chloe Benjamin:

Chloe Benjamin ist eine 29-jährige, US-amerikanische Autorin. Sie studierte literarisches Schreiben. Mit Erfolg, denn ihr Debütroman erhielt einen Preis.

„Die Unsterblichen“ ist offensichtlich ihr zweites Buch, das in vielen Ländern veröffentlicht wurde.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben befinden sich einige im Netz, beispielsweise auch bei vorablesen.de. Einfach nach dem Buchtitel suchen und oben rechts die Option „Leseprobe öffnen“ anklicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es in diesem Buch?

Varya, Klara, Daniel und Simon sind Geschwister, die in New York aufwachsen. Als Kinder – ohne das Wissen ihrer Eltern – suchen sie an einem Tag gemeinsam die Wahrsagerin Bruna Costello auf. Diese sagt jedem der Kinder unter vier Augen die Zukunft und auch das Todesdatum voraus.

Die Kinder versuchen, diese Vorhersagen als Unsinn abzutun. Dennoch wird jeder von ihnen von diesen Vorhersagen im weiteren Leben in irgendeiner Weise beeinflusst. Auch nach dem Tod ihres Vaters Saul.

Klara und Simon ziehen nach San Francisco. Simon entdeckt, dass er homosexuell ist. In einem Etablissement, in dem er tanzt, um Männer „anzutörnen“, verdient er seinen Lebensunterhalt. Als er Robert trifft, meint er, sein Lebensglück gefunden zu haben.

Klara ist fasziniert von der Magie. Sie versucht, Zauberkünste zu perfektionieren, um damit einmal ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Dabei hat es ihr die „Kunst der Illusion“ am meisten angetan. Als sie sich mit Raj zusammentut, findet sie nicht nur einen Partner, der mit ihr zusammen auftritt, sondern auch ihr persönliches Glück. Sie haben eine gemeinsame Tochter, namens Ruby. Doch, so perfekt und gut Klara auch ist, werden sie und ihre kleine Familie nicht wohlhabend mit ihren Auftritten. Eines Tages ergibt sich die Chance, in Las Vegas vor einem größeren Publikum aufzutreten.

Daniel studiert Medizin und heiratet später Mira, die keine Kinder bekommen kann – und auch keine Kinder adoptieren will. Er meint, dass sein Leben glücklich ist. Jedoch kommen ihm Zweifel, als er seine Nichte Ruby und ihren Vater Raj trifft und sich mit ihnen eingehender unterhalten kann. Weiterhin treibt ihn die Suche nach der Wahrsagerin Bruna Costello um. Mit ihr will er abrechnen.

Varya ist die älteste der vier Geschwister. Sie befasst sich als Wissenschaftlerin mit der Genforschung. Deswegen kümmert sie sich um einige Affen in einem Labor. Ihr Ziel ist es, die Affen so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Als Luke kommt, der ihre Arbeit einige Tage lang beobachten will, gerät ihr Leben aus den Fugen.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Wow, was ist das für ein spitzenmäßiges Buch! Es konnte mich packen und bewegen. Es hat mich berührt. Es war für mich ein regelrechter Pageturner. Ich habe mich immer wieder auf diese Lektüre gefreut.

Dabei konnte ich nicht immer nachvollziehen, warum die Menschen in dem Buch das machen, was sie machen. Beispielsweise zu einer Wahrsagerin zu gehen. Ich würde das nie tun, und als Kind hätte mich ein Besuch bei einer Wahrsagerin erschreckt, ja, vielleicht sogar traumatisiert. „Die Unsterblichen“ ist jedoch kein Buch, das den Besuch bei Wahrsagern gutheißt, wie im Laufe der Lektüre klar wird. Und das gefällt mir.

Mir waren Simon und auch Klara sympathisch. Was ich über die „Kunst der Illusion“ gelesen habe, die von Klara praktiziert wurde, fand ich faszinierend und interessant.

Auch Daniel mochte ich. Allerdings war er bei seinem Ansinnen, die Wahrsagerin finden zu müssen, ziemlich verbohrt. Da liefen die Ereignisse aus dem Ruder.  

Varya habe ich oft nicht verstanden. Ihr Verhalten lässt sich aber durch diverse Ängste, die sie hat, erklären. Sie wäre allerdings ohne das Auftauchen von Luke ein blasser Charakter in dem Buch geblieben.

Bei all den Ereignissen sollte man nicht vergessen, dass Gertie, die Mutter der vier Geschwister, immer wieder auftaucht. Während sie bei den Ereignissen rund um Simon und Klara selten zur Sprache kommt, wird sie später immer wichtiger. Es gibt immer eine/einen ihrer Kinder, die/der sich um sie kümmert.

Das Buch ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in der Gegenwart geschrieben. Der Schreibstil, die Dialoge und die Handlung machten das Buch für mich oft spannend und interessant und ich habe es gerne gelesen.

Von mir gibt es fünf Sterne und eine Weiterempfehlung für „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn: