Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Buch, über das ich berichte, konnte ich bei vorablesen.de nicht gewinnen. Die Gründe dafür sind mir nicht bekannt.

In einem Nachbarort jedoch gibt es eine gute Seele, die das Buch besitzt und es mir zum Lesen auslieh. Deswegen habe ich das Buch mit großem Interesse verschlungen.

Kurze Informationen zu dem Buch „Die Zarin und der Philosoph“ von Martina Sahler:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 2. Mai 2019

Verlag: List

ISBN-Nummer: 978-3471351789

Seitenzahl: 496 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Hardcover-Version mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Laden 20 Euro.

Über die Autorin Martina Sahler:

Martina Sahler ist eine deutsche Autorin, geboren 1963. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln.

Sie hat studiert, in einem Verlag gearbeitet und schreibt seit 20 Jahren Bücher.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben sind mehrfach im Internet zu finden. Beispielsweise bei verschiedenen Online-Buchhändlern, auch Amazon.de. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken, schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Worum geht es?

Der alte Russe Emilio bringt im Sommer 1792 Sonja, ein Kind, das er gefunden und um das er sich einige Jahre gekümmert hat, an den Hof der Zarin Katharina in St. Petersburg. Sonja wächst dort auf, gewinnt auch das Vertrauen von Katharina, merkt aber, dass das Leben bei Hofe nicht dem entspricht, was sie eigentlich will.

Katharina ist vollumfängliche Herrscherin, bestimmt, aber auch warmherzig – nachdem ihr Mann, Zar Peter III, gestorben ist. Geliebt hat sie diesen Mann nie, und Katharinas Sohn Paul stammt aus einer Liebschaft mit einem Bediensteten.

Eines Tages wird der deutsche Philosoph Stephan Mervier an den Hof von Katharina geschickt, um – im Auftrag des Königs Friedrich von Preußen etwas über sie in Erfahrung zu bringen. Zuerst ist er angetan von Katharina – merkt aber, nach Gesprächen mit anderen Russen, dass in Russland vieles im Argen liegt und verbesserungswürdig ist.

Meine Meinung:

Das Buch ist sehr anschaulich und lebhaft aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit geschildert. Ich habe selbst schon St. Petersburg besucht – kenne auch den Fluss Newa, die Hauptstraße Newski-Prospekt sowie die Peter-und-Paul-Festung. Beim Lesen werden diese Erinnerungen wieder wachgerufen – ich erlebe in Gedanken St. Petersburg, wie es vor einigen Jahrhunderten war. Eine prachtvolle Stadt – das ist sie auch heute noch.

Interessant sind die Charaktere, die in dem Buch geschildert werden. Die Zarin Katharina ist stark, bestimmt, selbstbewusst – aber auch herzlich. Sonja ist neugierig und will lernen. Der Philosoph ist

Störend war für mich bei der Lektüre immer wieder eine gewisse Geschwätzigkeit, die mich an Filme aus den 1950er- und 1960er-Jahren erinnerte. Diese Geschwätzigkeit zieht die Handlung immer wieder in die Länge, was auch meinen Lesefluss beeinträchtigte.

Sehr hilfreich finde ich die Tafel der Personen, die in dem Buch mitspielen, am Anfang des Romans. Auch eine Zeittafel mit den Abläufen gibt es – sie ist geschichtlich interessant, um das Gelesene in den richtigen Zeitrahmen einrahmen zu können.

Mein Fazit:

Das Buch hat mir auf anschauliche Weise einiges über die russische Geschichte gezeigt. Dinge, die ich noch nicht wusste. Personen, die ich bisher nur vom Namen her kannte. Gestört haben mich bei dem Buch eine gewisse Geschwätzigkeit und einige Längen.

Von mir gibt es drei von fünf Sternen.