(Rezi von Adelheid) Libby Page: Im Freibad

1 Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei vorablesen.de habe ich momentan kein Glück. Ich bekomme dort nur dann ein Buch, wenn ich es mit Punkten einlöse. Die Punkte bekomme ich durch Rezensionen und Verlinkungen meiner Rezensionen.

Heute habe ich bei vier Buchverlosungen mitgemacht – und – wetten? – ich werde morgen kein einziges dieser vier Bücher gewinnen, weil ich gar nicht im Lostopf bin. Keine Ahnung, warum ich nicht mehr in den Lostopf komme. Da muss ich mich eben mit den Punkten für meine Leseeindrücke zufriedengeben. Naja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Das nun folgende Buch wollte ich auch gerne gewinnen. Das klappte nicht. Dann überlegte ich, ob ich es mir kaufe oder nicht. Die Leseprobe klang ansprechend und verlockend. Nachdem die Inhaberin einer Buchhandlung im Nachbarort dann noch nett Werbung für dieses Buch machte, habe ich es mitgenommen.

Die Werbung in dieser Buchhandlung finde ich immer besonders schön. Die Inhaberin oder eine ihrer Mitarbeiterinnen liest ein Buch und schreibt dann einige positive Eigenschaften darüber auf eine „Post-It-Notiz“, die dann auf das Buch geklebt wird. Diese Post-It-Notizen lassen sich problemlos entfernen, ohne dass ein Buch Schaden nimmt.

Und solche eine Notiz hing auch auf dem Buch

„Im Freibad“ der britischen Schriftstellerin Libby Page.

Ich habe das Buch gelesen. Wie ich es finde, liest man jetzt.

Kurze Informationen zu dem Buch „Im Freibad“ von Libby Page:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 27. Juni 2019

Verlag: Ullstein

Seitenzahl: 384 Seiten

ISBN-Nummer: 9783548290416

Über die Autorin:

Libby Page ist eine britische Autorin, die in London lebt und gerne schwimmt. Sie ist studierte Journalistin, hat schon für eine Zeitung gearbeitet und für eine Wohltätigkeitsorganisation.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrfach im Netz. Beispielsweise bei verschiedenen Online-Buchhandlungen. Auch bei Amazon.de. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken, schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Worum geht es in dem Buch?        

Rosemary ist 86 Jahre alt, noch sportlich und fit. Sie ist verwitwet und lebt alleine im Londoner Stadtteil Brixton.

Zu ihrem Leben gehören einige Rituale, beispielsweise regelmäßige Treffen mit ihrer ehemaligen Kollegin Hope, mit der sie einst in einer Bibliothek arbeitete. Außerdem das tägliche Schwimmen im Freibad in Brixton.

Doch eines Tages wird bekannt, dass das Schwimmbad bald schließen soll. Ein Fitnessstudio und Eigentumswohnungen sollen an dieser Stelle entstehen.

Rosemary ist untröstlich und kämpft um den Erhalt des Freibades. Kate, eine Lokalreporterin, soll darüber berichten. Rosemary kann sie für das Schwimmbad begeistern – und schon bald entdeckt Kate das Schwimmen für sich. Sie und Rosemary werden Freundinnen. Gemeinsam versuchen sie, das Freibad zu retten…

Meine Meinung zu diesem Buch:

Ich habe im Moment immer wieder Alpträume – zur Ablenkung kam mir dieses nette Frauenbuch gerade recht.

Es ist aus der auktorialen Erzählperspektive vorwiegend im Präsens verfasst. Die Geschichte gefällt mir, sie ist positiv, Mut machend und sie lenkt ab.

Kate und Rosemary sind sympathisch – und auch die meisten anderen Leute, die sie treffen.

Kate wohnt einige Jahre in London, sie fühlt sich dort nicht wohl, weil sie keine Freunde hat. Nicht einmal die Menschen, mit denen sie in einer Wohngemeinschaft wohnt, kennt sie genau.

Als sie von ihrem Chef in der Lokalzeitung den Auftrag bekommt, über das Freibad und dessen drohende Schließung zu schreiben, wittert sie ihre Chance, dass ihre Artikel auch von einem größeren Publikum gelesen werden. Und so kommt es auch. Gleichzeitig verändert sich Kate. Sie wird mutiger, selbstbewusster, sie entdeckt das Schwimmen für sich – und sie merkt, dass die Freundschaft zu Rosemary und das Schwimmen ihrem Leben viel Qualität gibt.

Auf einmal lernt Kate mehr Leute kennen, findet weitere Freunde, knüpft Kontakt zu ihrem Arbeitskollegen Jay und vertieft den Kontakt zu ihrer Schwester Erin. Sie geht aufmerksam durch London und beginnt, ihr Leben dort zu lieben und zu akzeptieren.

Das Freibad ist hier ein Symbol. Es ist ein Symbol für die Freundschaft der beiden Frauen untereinander, aber auch ein Symbol für den Zusammenhalt in einem Stadtviertel. Denn nicht nur Kate und Rosemary wollen, dass das Freibad weiterbesteht, sondern auch andere Leute, die dorthin zum Schwimmen gehen. Und durch die Zeitungsartikel können noch mehr Anhänger gewonnen werden.

Weiterhin ist das Freibad ein Ort der Erinnerungen. Immer wieder liest man, wie Rosemary und ihr Mann George ins Freibad gingen, wie sie auch mal nachts heimlich ins Freibad kamen – und wie das Freibad ihr Leben prägte.

Das Thema „Freibad“ ist auch interessant für deutsche Leser, da auch in Deutschland immer mehr Freibäder schließen müssen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Beim Lesen habe ich immer wieder Lust verspürt, selbst ein Freibad aufzusuchen – so liebenswert und interessant fand ich die Schilderungen in dem Roman „Im Freibad“.

„Im Freibad“ ist ein Buch, das mich unterhalten und auch etwas ablenken konnte – im positiven Sinne. Ich vergebe fünf von fünf Sternen und empfehle das Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Jane Gardam: Weit weg von Verona

Hinterlasse einen Kommentar

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch hat mich angenehm überrascht:

„Weit weg von Verona“ von Jane Gardam

Warum?

Lesen Sie selbst.

 

Kurzinformationen zum Buch „Weit weg von Verona“

Erscheinungsdatum in Deutschland: 23. Juli 2018

Verlag:  Hanser, Berlin

ISBN-Nummer: 978-3446260405

Seitenzahl: 238 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland  22 Euro.

 

Über die Autorin Jane Gardam:

Jane Gardam ist eine britische Schriftstellerin, die 1928 geboren wurde. Ihre britischen Trilogie um „Old Fith“ – also drei Bücher – waren alle Bestseller. Zu diesen Büchern gehört beispielsweise „Ein untadeliger Mann“.

„Weit weg von Verona“ ist Jane Gardams erster Roman.

 

Worum geht es?

Die Handlung spielt während des Zweiten Weltkriegs in Großbritannien. Jessica Vye ist zwölf Jahre alt und Schülerin. Ihr Vater ist Geistlicher, die Mutter nimmt ihre Aufgaben als Gattin eines Geistlichen wahr. Außerdem gibt es noch den kleinen Bruder Rowley.

Mit neun Jahren hat Jessica ein einschneidendes Erlebnis. Ein Herr, der in die Schule kommt und bei  Schülerin die Liebe zu Büchern wecken soll, bescheinigt Jessica, dass sie eine Schriftstellerin ist. Und genau das will sie sein.

Sie erzählt als Ich-Erzählerin aus ihrem Leben. Sie hält sich nicht für liebenswert, sie meint oft, dass viele Menschen sie nicht leiden können. In gewissem Maße ist sie selbst daran schuld, denn sie muss immer wieder ihre Meinung sagen.

Probleme hat sie mit der Lehrerin Mrs. Dobbs. Diese schätzt Jessicas Aufsätze nicht. Andererseits muss man in der Schule Lektüre lesen, die langweilig ist. Als Jessica der Lehrerin das sagt, wird diese wütend.

Das Verhältnis zwischen Mrs. Dobbs und Jessica verbessert sich, als sich Jessica mit Mrs. Pemberton anfreundet. Mrs. Pemberton ist eine Lehrerin im Ruhestand, die immer gute Tipps geben kann.

Während einer Feier eines Pfarrkollegen ihres Vaters lernt Jessica Christian kennen. Sie ist von diesem Mann fasziniert.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseproben ist auf mehreren Webseiten im Internet zu finden. Beispielsweise bei vorablesen.de.  Einfach nach diesem Buch suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Dann ist es möglich, einige Seiten dieses Buches kostenlos zu lesen.

 

Meine Meinung:

Das Buch und der Schreibstil haben mich sofort begeistert. Gerne habe ich diese Geschichte mit dieser vorlauten, aber dennoch sympathischen Heldin gelesen. Es macht mir nichts aus, dass Jessica ihre Meinung sagt. Ich finde das erfrischend.

Oft tritt sie mit ihrer Meinung in Fettnäpfchen, bringt also Leute gegen sich auf. Andererseits hat sie recht. Warum muss man für die Schule oft langweilige Bücher lesen. Das ging nicht nur Jessica so – sondern auch vielen Lesern dieses Buches, mir zum Beispiel.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Jessica und Christian weitergehen wird. Dabei ist das Buch absolut nicht vorhersehbar – und so war auch ich vom Schluss überrascht.

Wer ein gut geschriebenes Buch mit einer sympathischen jugendlichen Heldin lesen will, dem sei dieses Buch empfohlen.

Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

 

(Rezi von Adelheid) Alexandra Zöbeli: Der Pub der guten Hoffnung

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dank vorablesen.de durfte ich folgendes Buch auf dem E-Book-Reader lesen:

 

Der Pub der guten Hoffnung

 

der Schweizer Schriftstellerin Alexandra Zöbeli.

Wie mir das Buch gefallen hat, erfährt man jetzt.

 

Kurze Informationen  zu dem Buch:

Verlag: Forever (gehört zu den Ullstein-Verlagen

ISBN-Nummer: 978-3958182578

Seitenzahl: 670 Seiten

Erscheinungsdatum in Deutschland: 2. April 2018

Das Buch ist als E-Book bereits erschienen. Die Print-Ausgabe wird 12 Euro kosten und erscheint im Juni 2018.

 

Über die Autorin:

Alexandra Zöbeli ist eine Schweizer Autorin. Sie wohnt mit ihrem Mann im Zürcher Oberland in der Schweiz.

Bisher hat sie fünf Romane verfasst – unter anderem „Die Rosen von Abbotswood Castle“ und „Ein Bett in Cornwall“. Ihre Romane spielen vorwiegend in Großbritannien.

 

Die Handlung:
Sams Leben ist aus den Fugen geraten. Ganz plötzlich. Vor kurzem war er noch Lehrer, glücklich verheiratet mit Hannah. Der einzige Sohn Felix studierte und schien zufrieden zu sein.

Wirklich zufrieden?

Auf einmal begeht Felix ein Attentat in einem Zug, bei dem nicht nur er, sondern auch andere Menschen ums Leben kommen und schwer verletzt werden. Seitdem wird Sam von Alpträumen gequält und Reporter belagern sein Heim.

Hannah versucht, sich das Leben zu nehmen – kann aber noch gerettet werden. Danach aber wendet sie sich von Sam ab.

Sam hat in kurzer Zeit fast alles verloren – und er fragt sich, wie es so weit kommen konnte. Sein Sohn Felix war schon immer ein Einzelgänger, aber dass das solche Konsequenzen haben würde, daran hat er nicht gedacht.

Als Sam noch seinen Job als Lehrer verliert, weil sich etliche Eltern gegen ihn stellen, bleibt nur noch ein Ausweg: sich aus der Schweiz für einige Zeit in ein Cottage in Wales (Großbritannien) zurückzuziehen. Sein Freund Daniel macht ihm diesen Vorschlag.

Sam reist mit dem Motorrad nach Wales in die Nähe des Ortes Llanberis und trifft vorwiegend nette Leute. Beispielsweise Hope und ihre Nichte Sian und ihren Neffen Finn. Oder auch Pat, dem ein Pub gehört, in dem man gut essen kann. Auch Gabe, der Handwerker, ist vertrauenserweckend.

Hope hat ein schweres Schicksal hinter sich und, da sie so sympathisch ist, Sian und Finn wirklich nett sind, bleibt es nicht aus, dass sie sich in Sam verliebt. Auch er hat Gefühle für sie – empfindet aber immer noch viel für seine Frau Hannah. Um wirklich zu wissen, wo sein Platz im Leben ist, kehrt Sam zurück in die Schweiz. Er trifft dort seine Frau wieder. Soll er mit ihr weiterleben – in der Schweiz oder im Ausland? Oder ist sein Platz in Wales, zusammen mit Hope?

 

Leseprobe:

Leseproben, die vom Verlag genehmigt wurden, findet man einige im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach das Buch suchen, auf die Option „Leseprobe öffnen“ (rechts oben) klicken, schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Meine Meinung:

Alexandra Zöbeli packt ein schwieriges Thema an. Ein Amoklauf ist passiert, der Attentäter Felix hat viel Unheil angerichtet und sein Leben dabei verloren – und seine Eltern Hannah und Sam fragen sich: Wie konnte es soweit kommen? Hannah ist alles zu viel, sie kann nicht mehr und will sich am liebsten umbringen.

Sam steht fassungslos vor den Ereignissen, wird von Alpträumen gefragt und fragt sich: Warum das alles, und wie soll es weitergehen?

Man ist als Leser sofort mittendrin in der Handlung, man ist erschüttert und fassungslos. In kurzer Zeit verliert Sam fast alles – seinen Sohn, beinahe seine Frau, seinen Job und viele Sympathien. Zurück bleibt nur sein Wohnort in der Schweiz, der für ihn fast nichts mehr wert ist.

Sam ist sympathisch, mir tut er leid und ich wünsche als Leserin, dass er irgendwie herauskommt aus dem Dilemma.

Das Buch entwickelt sich dann schnell zum Wohlfühlbuch. Denn in Wales kann Sam endlich wieder durchatmen, sich wohlfühlen – ohne ständig an die schrecklichen Erlebnisse, die er hinter sich hat, erinnert zu werden.

Ich kann mir als Leserin die Landschaft richtig gut vorstellen, die Hauptpersonen sind sympathisch. Natürlich gibt es auch Konflikte, die Sam aber gut lösen kann – oder die mit seiner Hilfe gelöst werden.

Dass er sich in Hope verliebt und sie sich in ihn, ist fast schon vorhersehbar. Sam stellt sich die Frage, mit wem er sein Leben weiterführen möchte – mit Hannah oder mit Hope?

Oft war mir die Handlung zu lang. Die Autorin hat einen guten Schreibstil, allerdings werden mir viele Dinge zu ausführlich geschildert. Beispielsweise Hopes und Sams Suche nach einer Uhr, die Sian gehört.

Ich vergebe dem Buch vier von fünf Sternen und empfehle es weiter!

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Amy Liptrot: Nachtlichter

Hinterlasse einen Kommentar

Das Cover des Buches

„Nachtlichter“

von

Amy Liptrot

ist ein Hingucker. Sehr schön gestaltet, und auch die Farben gefallen mir äußerst gut. Auch die Handlung klang sehr interessant – und so habe ich das Buch gelesen.

 

Kurzinformationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 9. Oktober 2017

Verlag: btb (gehört zur Verlagsgruppe Random House)

Seitenzahl: 352 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-442-75733-6

Das Buch ist in Deutschland als Hardcoverbuch mit Schutzumschlag erschienen und kostet 18 Euro. Es ist auch als E-Book erhältlich.

 

Über die Autorin:

Amy Liptrot ist auf den Orkney-Inseln aufgewachsen. Sie ist als Journalistin für einige britische Magazine tätig.

„Nachtlichter“ ist ihr erstes Buch, war in Großbritannien ein Bestseller und erhielt einige Buchpreise.

 

Leseprobe:

Einige – vom Verlag genehmigte – Leseproben sind auf diversen Seiten im Internet zu finden. Beispielsweise auch beim Internet-Buchhändler Amazon.de. Einfach das Buch aufrufen und auf die Option „Blick ins Buch“ klicken. Schon kann man einige Seiten kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Amy und ihr Bruder Tom wachsen Papay, einer Insel der Orkney-Inseln, auf. Die Orkney-Inseln gehören zu Schottland (Großbritannien). Sie sind einsam, zerklüftet, es gibt viel Wildnis, viel unberührte Natur.

Die Eltern sind geschieden. Amy studiert und geht nach London, um einen Job zu suchen. Der Alkohol lockt, sie ist in Cliquen integriert, die sie cool findet. Jedoch wird sie immer mehr vom Alkohol abhängig. Diese Abhängigkeit kostet sie ihre Jobs sowie ihre Partnerschaft. Schließlich nimmt Amy an einem öffentlich subventionierten Programm teil, das sie von der Alkoholsucht heilen soll. Sie ist Stimmungen unterworfen –sie will durchhalten, durchlebt aber auch immer wieder Phasen, während derer sie sich nach diversen alkoholischen Getränken sehnt. Doch sie versucht, stark zu bleiben.

Sie reist zurück auf die Orkney-Inseln, sie trifft ihre Mutter und hilft ihrem Vater mit den Lämmern und erledigt handwerkliche Arbeiten. Außerdem treibt sie Sport.

Immer noch bewirbt sie sich in London, sie will dorthin zurückkehren und arbeiten. Die Jobsuche ist jedoch lange aussichtslos – und so bleibt sie länger auf den Orkney-Inseln, als sie wollte. Sie beginnt, das Leben – ihr Leben – dort neu zu entdecken. Und die Sehnsucht nach Alkohol wird immer schwächer….

 

Meine Meinung:

Die Autorin hat eine schöne Sprache. Sie schreibt ausführlich, aber nie so, dass es langweilig wird. „Nachtlichter“ ist ein vorwiegend ruhiges Buch – aber es ist auch sehr eindringlich.

Der Entzug, die Therapie wird sehr eindrücklich geschildert – auch die wechselnden Stimmungen, denen Amy immer wieder unterworfen ist. Sie wird empfindsam, kann aber Träumen, in denen Alkohol verlockend erscheint, widerstehen.

Die Autorin schreibt sehr eindrucksvoll von der Wildheit der Orkney-Inseln, von der Natur, von der Einsamkeit. Sie entdeckt diese Schönheiten der Orkney-Inseln erst auf den zweiten Blick, als sie nach ihrer erfolglosen Zeit in London wieder zurückkehrt. Eigentlich soll auch dieser Aufenthalt auf den Orkney-Inseln nur ein „Zwischenstopp“ sein und bleiben – er wird aber mehr: er wird die Einleitung zu einer Heilung, zu einem Prozess, dass Amy ihr Leben neu ordnet, dass sie sich neu orientiert.

Als Leserin konnte ich mir die Orkney-Inseln- die Plätze, die Amy besuchte, sehr gut vorstellen. Man meint die Rauheit der Landschaft zu sehen, die Natur zu riechen, die Lämmer blöken zu hören. Amys Bericht weckt außerdem eine gewisse Reiselust. Das Interesse daran, diese Inseln selbst zu sehen.

 

Mein Fazit:

Das Buch „Nachtlichter“ ist ein biographisches Buch, das schildert, wie jemand nach und nach von einer Sucht geheilt wird. Außerdem erfährt man viel über Land, Leute und das Leben auf den Orkney-Inseln.

Ich habe dieses Buch gerne gelesen und vergebe fünf von fünf Sternendafür.

[Rezi] Auerbach & Keller – Dinner for one, murder for two [Isa]

Hinterlasse einen Kommentar

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch
  • ISBN: 978-3548610382
  • Preis: 8,99€

Klappentext: Pippa Bolle ist begeistert: Ihre englische Oma macht Urlaub in Berlin und beordert ihre Enkelin als Haushüterin in die Nähe von Stratford-upon-Avon, den Heimatort Shakespeares. Endlich kann sich Pippa sämtliche Stücke ansehen! Durch die Vermittlung ihrer Großmutter übernimmt sie die Betreuung einer internationalen Theatertruppe, die mit dem weltberühmten Theater-Regisseur Hasso von Kestring für ein Festival probt. Ein Schauspiel in mehreren dramatischen, komödiantischen – und tödlichen Akten beginnt, bei dem Pippa bald nur noch eins weiß: Der Mörder ist nicht immer der Gärtner.

Ich konnte gar nicht mehr aufhören, zu lesen. Insgesamt fand ich die „witzigste“ Situation im Buch zwar gerade die, mit der die Leseprobe aufgehört hat, aber insgesamt wird das Buch doch immer wieder mit solchen Situationen aufgelockert – auch in eher traurigen Situationen.
Zwischenzeitlich wurde ich allerdings etwas ungeduldig, weil der erste Mord doch eine ganze Weile auf sich warten ließ. Dafür hatte man umso mehr Gelegenheit, die doch relativ vielen Personen der Handlung kennenzulernen – und zusammen mit Pippa dann auch so manches Geheimnis herauszufinden. Und da (fast) jeder ein Motiv für die Morde gehabt hätte, fand ich die Detektivarbeit mit allen dazwischen handelnden Situationen, die auf den ersten Blick nichts damit zu tun haben, unterhaltsam und kurzweilig.
Ein paar Fragen sind am Ende – trotz der gelösten Fälle – zumindest für mich noch geblieben. Und etwas untypisch fand ich, daß die Morde am Ende offiziell als Unfälle/Krankheit behandelt wurden, was aber andererseits auch wieder keinen echten Unterschied macht – außer der Öffentlichkeit gegenüber und daß das sicher mehr Papierkram gegeben hätte. Aber mehr verrate ich lieber nicht, denn das Buch sollte man doch besser selbst lesen 🙂
Das Buch hat mir auf jeden Fall so gut gefallen, daß der 1. und der im Sommer erscheinende 3. Band auch schon auf meiner Wunschliste stehen. Zum 1. Teil gibt es ja schon ein paar Hinweise, um was es dort geht, aber es hat finde ich nichts ausgemacht, daß ich den 1. Teil noch nicht kannte.

[Rezi] Val McDermid – Alle Rache will Ewigkeit [Isa]

Hinterlasse einen Kommentar

  • Flexibler Einband: 567 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3426509937
  • Preis: 9,99€

Klappentext: Die Profilerin Charlie Flint bekommt unerwartet Post, ein Päckchen mit Zeitungsausschnitten über einen brutalen Mord an ihrem alten College in Oxford. Dort ist auf einer Hochzeitsfeier der Bräutigam erschlagen worden. Während die Gäste sich den Champagner schmecken ließen, hat man seine blutüberströmte Leiche in den nahen Fluss geworfen. Charlie weiß nicht, wer der Absender ist, doch das Verbrechen will ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen. Weil sie gerade vom Dienst suspendiert worden ist, hat sie genug Zeit für Nachforschungen in Oxford. Je mehr sie in die geschlossene Welt der Universität eindringt, desto unbegreiflicher wird die Tat. Und jeder ihrer Schritte könnte einer zu viel sein…

Anfangs war ich etwas überrascht… Ich hatte vorab schon eine Leseprobe gelesen, die aber erst relativ spät im Buch auftaucht – und sich selbst auch wie ein Anfang liest. So fand ich den Anfang dann auch ein kleines bißchen zu langwierig, bis das, womit in der Leseprobe die Spannung angedeutet wurde, endlich kam…
Vom Schreibstil her konnte ich das Buch aber gewohnt flüssig und flott lesen, und als die Ermittlungen – deren Ziel bzw. Ergebnis eigentlich schon festzustehen schien – Fahrt aufnahm, las sich das Buch noch flotter 😉 Insgesamt finde ich die Handlung insgesamt spannend mit einem doch etwas überraschenden Ende. Wäre das Buch nicht so flüssig zu lesen gewesen und immer wieder am Kapitelende „in Aussicht“ gewesen, wovon man als nächstes wissen möchte, wie es weitergeht, hätte ich das Buch allerdings ein bißchen zu dick gefunden. Manche Passagen waren mir etwas zu ausführlich, ohne daß sie wirklich der Handlung gedient haben, aber es war noch im Rahmen dessen, was mich noch nicht allzu sehr stört.