(Rezi von Adelheid) Donna Milner: River

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich einen lesenswerten Familienroman aus Kanada vorstellen:

River

Autorin: Donna Milner

Verlag: Piper, München – im September 2008 wurde das Buch in der deutschen Version als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag veröffentlicht. Es kostete damals 19,90 Euro.

Seitenzahl: 398 Seiten

ISBN-Nr. 978-3-492-05162-0

Schrift/Zeilenabstand: eineinhalbzeilig, die Schrift ist gut lesbar (für mich jedenfalls)

Seit einigen Jahren ist das Buch auch als Taschenbuch erhältlich.

Ein paar Informationen über die Autorin Donna Milner

Donna Milner ist verheiratet und lebt im kanadischen Bundesstaat British Columbia.

„River“ ist ihr erster Roman. Ein weiterer Roman wurde ebenfalls veröffentlicht.

Worum geht es in dem Roman?

Natalie wird im Jahre 2003 von ihrem Bruder Boyer angerufen. Die Mutter liegt im Sterben. Natalie hatte 34 Jahre lang keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie, der Familie Ward, – unterdessen hat sie eine eigene Familie. Auf der Reise zu dem Zuhause ihrer Kindheit und Jugend, zu ihren Brüdern, zu ihrer Mutter lässt sie die Vergangenheit vor ihrem inneren Auge nochmals Revue passieren…

Die Ereignisse, die 1966 begannen – als Natalie, die Ich-Erzählerin des Romans, 14 Jahre alt war. Sie wuchs auf einer Milchfarm in Kanada auf – in der Nähe zur Grenze der USA. Sie lebte in einer wunderbaren, intakten Familie – mit ihren Eltern und ihren drei Brüdern Boyer, Carl und Morgan.

Die Welt war heil für Natalie und ihre Familie – solange, bis Richard „River“ Jordan in das Leben der Familie trat. Er suchte Arbeit und fand sie auf der Milchfarm der Familie Ward. River war US-Amerikaner und wollte nicht in den Vietnam-Krieg ziehen. So wie viele seiner Landsleute auch – die ebenfalls nach Kanada flüchteten.

Und so wurde River ein Teil der Familie Ward. Natalie erzählt von den Jahren 1966 bis 1969 – den Jahren ihrer Jugend, den Jahren mit ihrer Familie. Sie erzählt von Boyer, ihrem ältesten Bruder, dem Büchernarr. Dem Bruder, zu dem sie ein inniges Verhältnis pflegte, weil er ihr das Lesen beibrachte, ihre Hochbegabung erkannte und sie seine Bücher lesen ließ.

Für River, den sanften Hilfsarbeiter mit den blauen Augen, begann sie, sich immer mehr zu interessieren. Aber nicht nur sie interessierte sich für ihn – auch andere Familienmitglieder…

Es kam schließlich zu einer Katastrophe – die weitere nach sich zog. Katastrophen, die die intakte Familie Ward aus ihren heilen Fugen riss – und die Natalie schließlich Abstand zu ihrer Familie suchen ließ….

So fragt sie sich – im Jahre 2003 – ob sie wieder zurückkehren will an den Ort ihrer Kindheit, sich alten Konflikten stellen will, sich mit Mitgliedern ihrer Familie endlich aussprechen soll.

Man sollte noch sagen, dass gewisse Ereignisse/Tatsachen in der Gesellschaft der 60er-Jahre – auch in Kanada – eine Schande waren und deswegen unausgesprochen bleiben sollten. Und auch das führte zum Bruch der Familie.

Natalie beschließt, sich den Ereignissen von damals zu stellen – und ihre Familie nach vielen Jahren wiederzusehen.

Meine Erfahrungen mit dem Roman

Im Buchhandel hatte ich eine Leseprobe bekommen, die mir gut gefiel. Ich wollte die ganze Geschichte lesen, ich wollte wissen, was es mit dem „Leid“, das auf Seite 11 des Romans erwähnt wird, auf sich hat – wie sich also die Geschichte mit River und der Familie Ward entwickelt.

Der Schreibstil, die Wortwahl der Autorin – ihre schöne Ausdrucksweise und die Art und Weise, wie sie es schaffte, Bilder vor meinem inneren Auge – eine lebendige Geschichte – entstehen zu lassen, beeindruckte mich.

Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Man ist sofort mittendrin im Geschehen, sieht beispielsweise die Milchfarm, riecht das Grün der Natur im Kanada der 60er-Jahre und so weiter – man ist schnell gepackt von den Ereignissen rund um die Familie Ward und um River.

Fazit:

Wer Familienromane mag – egal, ob als Sommerlektüre im Urlaub oder als Lektüre an langen Winterabenden – oder wann auch immer – wird dieses Buch mögen.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne – ich werde es wieder lesen!

Diese Rezension erschien 2009 auf der Erfahrungsplattform Ciao.de. Jetzt habe ich sie für den Buchblog der verrückten Leseratten umgeändert.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/15/erfahrungsbericht-ueber-books-on-demand-bod-teil-2-wie-kam-ich-auf-die-idee-buecher-bei-bod-zu-veroeffentlichen-wie-veroeffentlicht-man-am-besten-dort-als-autor-oder-als-ver/

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/01/ein-film-ueber-das-leben-in-nordkorea-meine-brueder-und-schwestern-im-norden/

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/09/12/ein-geschenk-fuer-leute-die-kein-smartphone-haben-wollen-aber-schokolade-moegen/

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/04/16/ist-regio-mail-eine-gute-alternative-zur-deutschen-post/

Erfahrungsbericht über ein Konzert des Sängers Kieran Halpin:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2019/02/12/ein-konzert-des-irischen-rockpoeten-kieran-halpin-ist-einen-besuch-wert-leider-ist-das-konzert-am-17-02-2019-schon-ausverkauft-und-ich-kann-es-nicht-besuchen/

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/01/angenehm-und-pflegend-der-aveo-lippenpflegestift-intensive-repair/

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/08/rezi-von-adelheid-chloe-benjamin-die-unsterblichen/

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/04/01/rezi-von-adelheid-abby-fabiaschi-fuer-immer-ist-die-laengste-zeit/

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/23/rezi-von-adelheid-gayle-forman-manchmal-musst-du-einfach-leben/

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/15/die-alverde-pflegedusche-grapefruit-bambus-ist-eine-fruchtige-dusche/

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/26/%ef%bb%bfdas-verwoehnende-duschgel-lacura-naturals-wunderblume-ist-eine-wohlfuehldusche/

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/08/01/zeltkirche-beobachtungen-und-erfahrungen/

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/erster-blogbeitrag/

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/29/noch-mehr-neue-buecher-eine-veranstaltung-der-vhs-in-der-buecherei-boek-in-lauffen-am-neckar-am-16-11-2018/

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/27/ratskeller-in-heilbronn-manchmal-kann-es-vorkommen-dass-der-gast-kein-getraenk-bekommt/

(Rezi von Adelheid) Laetitia Colombani: Der Zopf

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

als ich in einer „Für Sie“-Zeitschrift eine Leseprobe des Romans „Der Zopf“ las, wollte ich unbedingt das ganze Buch lesen. Aber sollte ich 20 Euro für ein Werk von gerade mal 288 Seiten ausgeben?

Ich zauderte, andererseits wollte ich das Buch unbedingt lesen. Um es bei irgendwelchen Preisrätseln zu gewinnen, war es zu spät – und in unserer Bücherei ist das Buch zur Zeit auch ständig ausgeliehen.

Also – Augen zu – und das Buch gekauft! Ich habe das Buch gelesen. Wie ich es fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Der Zopf“ von Laetitia Colombani

Erscheinungsdatum in Deutschland: 21. März 2018

Verlag: S. Fischer-Verlag

ISBN-Nummer: 978-3103973518

Seitenzahl: 288 Seiten

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag in der deutschen Übersetzung erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 20 Euro.

 

Über Laetitia Colombani:

Laetitia Colombani ist eine französische Autorin, Jahrgang 1976. Sie ist nicht nur Autorin, sondern auch Filmschauspielerin und Regisseurin.

„Der Zopf“ ist ihr erster Roman.

 

Leseproben:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es viele im Internet. Wie gesagt, hatte ich eine Leseprobe aus Papier, die in einer Ausgabe der Frauenzeitschrift „Für Sie“ enthalten war.

Im Internet findet man Leseproben bei diversen Internet-Buchhändlern, beispielsweise bei Amazon.de. Einfach nach dem Buch suchen und die Option „Blick ins Buch“ anklicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Schreibfehler/Grammatikfehler:

Leider gibt es sie – wenn auch nicht in rauen Mengen. Auf Seite 18 steht: „Selbst, wenn Lalita Lesen und Schreiben lernt…“

Sorry, aber richtig muss es heißen: „Selbst, wenn Lalita lesen und schreiben lernt…“

Es gibt in diesem Satz keinen einzigen Grund, diese Verben zu substantivieren!

Auf Seite 156 fiel mir ein weiterer Fehler auf. Dort steht: „Den Berechnungen zufolge, bleibt die Werkstatt noch ein Monat.“

Erstens gefällt mir das Komma nach dem Wort „zufolge“ nicht. Das kann man weglassen. Es gibt keinen Grund, es zu setzen.

Der zweite Fehler in diesem Satz ist allerdings gravierender: „… bleibt die Werkstatt noch ein Monat.“

Es muss „einen Monat“ heißen, da „DER Monat“ maskulin ist – also ein männliches Substantiv. Und solche Substantive werden im Akkusativ mit „DEN Monat“ – oder, wie hier, „EINEN Monat“ geschrieben. Richtig also: „Den Berechnungen zufolge bleibt die Werkstatt noch einen Monat.“

 

Die Handlung:

Smita lebt in Indien. Sie ist verheiratet mit Nagarajan, der als Rattenfänger Geld verdient. Die Ratten werden in Indien gegessen. Smita gehört der untersten Kaste an, und als Frau hat sie kaum Rechte in Indien. Sie reinigt die Toiletten von Menschen, die den oberen Kasten angehören. Ihre Mutter und Großmutter haben schon dasselbe getan. Smita ist gewillt, dass ihre Tochter Lalita nicht auch Toiletten reinigen wird. Sie meldet Lalita an einer Schule an, damit diese dort lesen und schreiben lernt. Als Lalita an einem Tag dort den Boden kehren soll und sich weigert, wird sie von einem Lehrer geschlagen – und wird von da an die Schule nicht mehr besuchen. Smita beschließt, an einen anderen Ort zu fliehen, um ihrer Tochter doch noch die Möglichkeit zu geben, eine Schule zu besuchen. Doch so einfach ist das nicht.

Der Vater von Giulia aus Italien hat eine Perückenfabrik – und es war schon immer Giulias Wunsch, einmal in dieser Fabrik zu arbeiten. Als ihr Vater einen Verkehrsunfall erleidet und im Krankenhaus behandelt werden muss, entdeckt sie, dass die Perückenfabrik verschuldet ist. Eine neue Idee muss her – eine Idee, die die Firma rettet. Denn Giulia sieht ihre Zukunft weiterhin in dieser Fabrik – an der Seite ihres Partners Kamaljit Singh, der Inder ist und sein Land verließ, weil er dort Probleme hatte, als Sikh zu leben.

Sarah aus Montreal in Kanada ist eine erfolgreiche Anwältin. Hartnäckig hat sie an ihrer Familie gebastelt und ihren Job und ihr Familienleben voll im Griff. Ihr Leben ist strukturiert, es funktioniert, dass sie sich um ihre drei Kinder kümmert, aber auch als Anwältin Karriere macht. Doch eines Tages muss sie ihr Tempo zurücknehmen. Krebs wird in ihrer Brust entdeckt, und sie muss sich sofort operieren lassen. Sarah versucht, ihre Krankheit geheim zu halten – sowohl vor ihren Kindern, aber auch vor ihren Kollegen in der Kanzlei. Doch eines Tages begegnet sie einer Kollegin, die ihre Mutter begleitet, im Krankenhaus.

 

Meine Meinung;

Was ich hier lese, sind drei berührende Frauenschicksale –alle aus der auktorialen Erzählperspektive verfasst. Direkte Rede kommt selten vor, dafür viel indirekte Rede. Die Handlungen werden im Präsens erzählt.

Ich erfahre so nach und nach, wie sich das Schicksal der drei Frauen, die mir alle sympathisch sind und deren Beweggründe ich gut verstehen kann, entwickelt. Das ist interessant und hält mich am Lesen. Das Schicksal von Smita aus Indien hat mich erschüttert, ich spüre ihre Ausweglosigkeit in ihrer Situation als Frau einer unteren Kaste. Sympathisch war mir auch Giulia, die mit allen Mitteln versucht, die Firma ihres Vaters zu retten. Und ich fühle mit Sarah, weil ich selbst schon eine Schwester durch Krebs verloren habe. Ich will wissen, wie sie mit dieser schweren Krankheit umgeht, ob sie es schaffen wird, diese Krankheit zu überwinden.

Die Autorin präsentiert die Geschichten ihrer drei Hauptpersonen häppchenweise. Zuerst lese ich ein Kapitel über Smita, dann eines über Giulia, schließlich eines über Sarah. Fast immer enden die Kapitel mit einem „Cliffhanger“, so dass man atemlos an der Lektüre bleibt, weil man wissen will, wie die Geschichten weitergehen.

Weiterhin will man als Leser/-in wissen, warum dieses Buch „Der Zopf“ heißt. Denn irgendwie gehören die drei Geschichten verschiedener Frauen auf drei Kontinenten zusammen  – und das kann man am Schluss des Buches sehen.

Für mich war das eine berührende, immer wieder atemlose und schöne Lektüre, der ich gerne alle Sterne vergebe.

(Rezi von Adelheid) Glenn Dixon: Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Tagen habe ich folgendes E-Book zu Ende gelesen:

„Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand“ des kanadischen Autors Glenn Dixon.

Wie ich die Lektüre fand, kann man jetzt lesen.

 

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: Als E-Book ist der Titel bereits am 11. Januar 2018 erschienen. Man kann das Buch als E-Pub-Datei kaufen, aber auch in der Kindle-Version für den Amazon-Reader. Ich habe das Buch als E-Pub auf meinem Sony-E-Book-Reader gelesen.

Als Taschenbuch wird das Buch am 8. März 2018 in Deutschland erscheinen. Es kostet dann im deutschen Buchhandel 9,99 Euro.

Seitenzahl: 336 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3462051148

Verlag: Kiepenhauer und Witsch (KiWi)

 

Über den Autor Glenn Dixon:

Glenn Dixon ist Kanadier. Er hat viele Jahre als Lehrer auf Highschools gearbeitet. Jetzt lebt er als Autor, Musiker und Filmemacher in der kanadischen Stadt Toronto.

Er hat bereits drei Bücher veröffentlicht.

 

Die Handlung:

Glenn Dixon ist Lehrer an einer Highschool in Kanada. Mit den Schülern der jeweiligen Abschlussklasse nimmt er jedes Jahr das Stück „Romeo und Julia“ durch. Er liebt dieses Stück und weiß, wie er seine Schüler dafür begeistern kann.

In den Sommerferien reist er einmal nach Verona, wo es einen berühmten Balkon der Julia gibt. Er ist fasziniert davon und entdeckt den „Club der Julias“. Das sind Frauen, die Briefe von Menschen aus aller Welt beantworten. Menschen, die Liebeskummer haben oder wissen wollen, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen. Ob sie beispielsweise zum Studium in eine andere Stadt ziehen sollen – weg von ihrem Partner. Oder, warum die Liebe bei manchen Leuten bleibt, bei anderen aber nicht.

Glenn ist fasziniert von diesem „Club der Julias“ – leidet er doch selbst an Liebeskummer. Er hat Claire verloren – seine große Liebe.

Als einziger Mann wird er Mitglied im „Club der Julias“ und versucht, viele Briefe zu beantworten. Glenn muss hier Einfühlungsvermögen zeigen und diplomatische Formulierungen wählen, die den Leuten, die die Briefe verfasst haben, weiterhelfen und Mut machen. Er bekommt viel Unterstützung von den Frauen, die ehrenamtlich im „Club der Julias“ arbeiten. Eines Tages schreibt er selbst an „Julia“, denn die Erinnerungen an Claire lassen ihn nicht los.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe kann man auf mehreren Seiten im Internet finden. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach auf dieser Seite nach dem Buchtitel suchen und links oben die Option „Leseprobe öffnen“ anklicken. Schon ist es möglich, einige Seiten dieses Buches kostenlos zu lesen.

 

Meine Meinung zu diesem Buch:

Die Stadt Verona kenne ich bisher nur vom Namen nach. Fast hätte ich sie selbst besucht mit meiner Schwester S. vor einigen Jahren. Doch es kam nicht soweit – meine Schwester S. ist gestorben.

Die Lektüre des Buches „Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand“ stimmte mich positiv. Glenn Dixon kann sehr gut erzählen. Das Buch ist flüssig geschrieben und leicht lesbar. Es ist kein „simpler“ Liebesroman, denn ich erfahre viel über das Stück „Romeo und Julia“, mit dem ich mich bisher noch nicht befasst hatte.  Außerdem lässt der Autor immer wieder lehrreiche Informationen einfließen, die ich ebenfalls sehr interessant fand. Beispielsweise darüber, wie die Liebe entstand und sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelte.

Glenn Dixon kann die Atmosphäre in Verona sehr gut herüberbringen. Beim Lesen sehe ich den Balkon der Julia vor mir und ich wünschte mir, irgendwann doch noch nach Verona zu reisen und diesen Balkon zu sehen.

Beim Lesen merkt man immer wieder, wie sehr Glenn Dixon noch Claire hinterher trauert, in die er verliebt war, mit der ihn allerdings ausschließlich eine platonische Liebe verband. Ich wollte wissen, ob aus dieser Liebe doch noch „etwas“ wird. Das war einer der Gründe, warum ich dieses Buch gelesen habe.

Der Schluss ist schön und lange nicht vorhersehbar – manchmal jedoch drohte das Buch gegen Ende, ein wenig in Kitsch abzudriften. Es gab einige Abschnitte, die ich zu langatmig fand.

 

Mein Fazit:

Das Buch „Wie ich dank Shakespeare in Verona die große Liebe fand“ ist ein gut erzähltes biographisches Buch, das dem Leser Wissen über Dinge gibt, die bisher sicherlich wenigen bekannt waren. Es vermag den Wunsch zu wecken, nach Verona zu reisen und sich mit dem Stück „Romeo und Julia“ genauer auseinanderzusetzen.

Manchmal gegen Ende des Buches gab es einige Passagen, die ich zu langatmig fand, deswegen ziehe ich einen Stern in der Gesamtwertung ab.

Ich vergebe diesem Buch also vier von fünf Sternen und empfehle es weiter.