(Rezi von Adelheid) Roxann Hill: Dunkel Land

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dank lovelybooks.de durfte ich folgenden Krimi auf dem E-Book-Reader kostenlos lesen:

Dunkel Land

der Autorin Roxann Hill.

Wie mir der Krimi gefallen hat, liest man jetzt.

Der Buchtitel „Dunkel Land“ ist übrigens kein Rechtschreibfehler. Diese Schreibweise ist so gewollt, und es wird auch im Buch erklärt, wie sie zustande kam und zu verstehen ist.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Dunkel Land“ von Roxann Hill:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 13. November 2017

Verlag: Harper Collins

Seitenzahl: 384 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3959671385

Das Buch ist als Taschenbuch erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 10,99 Euro. Es ist auch als E-Book erschienen.

 

Über die Autorin Roxann Hill:

Roxann Hill ist eine Autorin, die in Brünn (Tschechien) geboren ist und jetzt in Mittelfranken (Deutschland) mit ihrer Familie lebt.

Ihr erstes Buch erschien 2012 und wurde erfolgreich. Weitere Bücher folgten, die sich ebenfalls gut verkauften. Die Bücher wurden auch in weitere Sprachen übersetzt.

Leseprobe:

Eine vom Verlag und der Autorin genehmigte Leseprobe findet man, wenn man zum Beispiel den Buchtitel bei Amazon.de sucht. Dort klickt man beim Cover einfach auf die Option „Blick ins Buch“ und kann einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Die Ich-Erzählerin Verena Hofer hat einen neuen Job. Sie hat Literaturwissenschaft studiert und Erfahrungen als Dozentin. Eigentlich meinte sie, für einen Jungen als Aufpasserin im Gut Wuthenow zu arbeiten. Doch Carl von Wuthenow, für den sie zuständig sein soll, ist 34 Jahre alt und arbeitet als Profiler, Kriminalist und Berater für die Polizei in Berlin. Ein Problem hat er allerdings: Durch einen Anschlag ist sein Gedächtnis so beeinträchtigt, dass er immer wieder Dinge und Ereignisse vergisst. Deswegen wurde ihm Verena zur Seite gestellt. Sie soll ihn beispielsweise zur Berliner Polizei fahren, wenn er dort einen Termin hat. Und sie soll ihn intellektuell fördern.

Verena ist zuerst nicht angetan von ihrer Tätigkeit. Andererseits ist aber ihre Nichte Amelie, um die sie sich nach dem Tod ihrer Schwester kümmert, auf Wuthenow gut versorgt, während sie für Carl arbeitet. Außerdem bekommt Verena mit Amelie eine eigene Wohnung auf dem Gut.
Der Fall, für den die Berliner Polizei Carls Rat und Meinung benötigt, ist nicht einfach. Die Leiche eines Migranten wurde gefunden, ein Mann wurde verhaftet, den die Polizei für den Täter hält. Carl ist jedoch anderer Meinung. Der Täter ist noch auf freiem Fuß.

Die Suche nach dem Täter führt Verena und Carl in die rechte Szene. Das Umfeld, in dem sie ermitteln müssen, ist also nicht einfach. Verena muss sich auf einiges gefasst machen. Weitere Leichen werden gefunden. Außerdem merkt Verena, dass Carl nicht immer ein angenehmer Zeitgenosse ist. Wenn er beispielsweise geschlafen hat und sich nach dem Aufwachen an beinahe nichts mehr erinnert, kann es zu extremen Situationen kommen. Genau eine solche Situation erlebt auch Verena.

Verena und Carl tappen als Ermittlerteam lange im Dunkeln. Nur langsam kommen sie vorwärts, nur langsam nähern sie sich der Lösung. Die Tatsache, dass die Ermordeten mit Metzgerknoten gefesselt wurden, könnte zum Täter führen….

Meine Meinung:

Der Krimi fängt sofort rasant und brutal an. Eine Person wird gequält und umgebracht.

Anschließend wird die Handlung ruhiger. Und so bleibt sie auch meistens. Man lernt Verena und Amelie kennen. Beide sind sehr sympathisch, Carl ist es auch.

Die Idee, eine Literaturwissenschaftlerin und einen Profiler als Ermittlerteam in einem Mordfall arbeiten zu lassen, fand ich neu und aufregend. Das war ein Grund für mich, das Buch zu lesen. Weiterhin hat mich die Handlung mitgerissen. Das Buch ist spannend geschrieben, es gibt viele Dialoge. Es geht nicht nur um den Mordfall, sondern auch um Verena, die sich immer wieder fragt, ob es richtig war, das Jobangebot auf Gut Wuthenow anzunehmen.

Neben den Ermittlungen kommen noch viele private Dinge vor – beispielsweise, wie Carl, Verena, Amelie und einige Leute, die auf dem Gut Wuthenow arbeiten, zu Abend essen. Diese privaten Einflechtungen haben mich aber nicht gestört, sie haben die Handlung rund um die brutalen Morde etwas auflockern können.

Außerdem zeigen mir solche Blicke in die Privatsphäre, dass die Hauptpersonen Menschen sind mit Gefühlen und Plänen und Gedanken.

Was mir weiterhin an dem Buch gefällt, ist, dass keine ordinäre Sprache verwendet wird. Es gibt kaum Schimpfwörter.

Die Kapitel sind kurz – und so kann man immer wieder Lesepausen einlegen.

Lange ist nicht klar, wer der Mörder sein könnte – oder ob es mehrere Mörder gibt. Der Leser ist immer genauso schlau oder ahnungslos wie die Ermittler. Es gibt auch falsche Fährten – das verstärkt die Spannung noch. So ist man als Leser lange Zeit am Rätseln. Man folgt den Gedanken von Carl, Verena und der Polizei in Berlin und man fragt sich lange, worauf die Lösung der Morde hinausläuft….

Mein Fazit:

Das Buch „Dunkel Land“ von Roxann Hill habe ich gerne gelesen. Die Handlung ist interessant, die Hauptpersonen sympathisch, das Buch ist flüssig geschrieben.

Mir gefällt auch, dass das Buch nur an wenigen Stellen brutal und heftig ist. Der Fokus wird eher auf die Ermittlungsarbeit gelegt.

Ich vergebe „Dunkel Land“ von Roxann Hill alle fünf Sterne und empfehle das Buch weiter.

Advertisements

[Rezi] Auerbach & Keller – Dinner for one, murder for two [Isa]

Hinterlasse einen Kommentar

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch
  • ISBN: 978-3548610382
  • Preis: 8,99€

Klappentext: Pippa Bolle ist begeistert: Ihre englische Oma macht Urlaub in Berlin und beordert ihre Enkelin als Haushüterin in die Nähe von Stratford-upon-Avon, den Heimatort Shakespeares. Endlich kann sich Pippa sämtliche Stücke ansehen! Durch die Vermittlung ihrer Großmutter übernimmt sie die Betreuung einer internationalen Theatertruppe, die mit dem weltberühmten Theater-Regisseur Hasso von Kestring für ein Festival probt. Ein Schauspiel in mehreren dramatischen, komödiantischen – und tödlichen Akten beginnt, bei dem Pippa bald nur noch eins weiß: Der Mörder ist nicht immer der Gärtner.

Ich konnte gar nicht mehr aufhören, zu lesen. Insgesamt fand ich die „witzigste“ Situation im Buch zwar gerade die, mit der die Leseprobe aufgehört hat, aber insgesamt wird das Buch doch immer wieder mit solchen Situationen aufgelockert – auch in eher traurigen Situationen.
Zwischenzeitlich wurde ich allerdings etwas ungeduldig, weil der erste Mord doch eine ganze Weile auf sich warten ließ. Dafür hatte man umso mehr Gelegenheit, die doch relativ vielen Personen der Handlung kennenzulernen – und zusammen mit Pippa dann auch so manches Geheimnis herauszufinden. Und da (fast) jeder ein Motiv für die Morde gehabt hätte, fand ich die Detektivarbeit mit allen dazwischen handelnden Situationen, die auf den ersten Blick nichts damit zu tun haben, unterhaltsam und kurzweilig.
Ein paar Fragen sind am Ende – trotz der gelösten Fälle – zumindest für mich noch geblieben. Und etwas untypisch fand ich, daß die Morde am Ende offiziell als Unfälle/Krankheit behandelt wurden, was aber andererseits auch wieder keinen echten Unterschied macht – außer der Öffentlichkeit gegenüber und daß das sicher mehr Papierkram gegeben hätte. Aber mehr verrate ich lieber nicht, denn das Buch sollte man doch besser selbst lesen 🙂
Das Buch hat mir auf jeden Fall so gut gefallen, daß der 1. und der im Sommer erscheinende 3. Band auch schon auf meiner Wunschliste stehen. Zum 1. Teil gibt es ja schon ein paar Hinweise, um was es dort geht, aber es hat finde ich nichts ausgemacht, daß ich den 1. Teil noch nicht kannte.

[Rezi] Val McDermid – Alle Rache will Ewigkeit [Isa]

Hinterlasse einen Kommentar

  • Flexibler Einband: 567 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3426509937
  • Preis: 9,99€

Klappentext: Die Profilerin Charlie Flint bekommt unerwartet Post, ein Päckchen mit Zeitungsausschnitten über einen brutalen Mord an ihrem alten College in Oxford. Dort ist auf einer Hochzeitsfeier der Bräutigam erschlagen worden. Während die Gäste sich den Champagner schmecken ließen, hat man seine blutüberströmte Leiche in den nahen Fluss geworfen. Charlie weiß nicht, wer der Absender ist, doch das Verbrechen will ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen. Weil sie gerade vom Dienst suspendiert worden ist, hat sie genug Zeit für Nachforschungen in Oxford. Je mehr sie in die geschlossene Welt der Universität eindringt, desto unbegreiflicher wird die Tat. Und jeder ihrer Schritte könnte einer zu viel sein…

Anfangs war ich etwas überrascht… Ich hatte vorab schon eine Leseprobe gelesen, die aber erst relativ spät im Buch auftaucht – und sich selbst auch wie ein Anfang liest. So fand ich den Anfang dann auch ein kleines bißchen zu langwierig, bis das, womit in der Leseprobe die Spannung angedeutet wurde, endlich kam…
Vom Schreibstil her konnte ich das Buch aber gewohnt flüssig und flott lesen, und als die Ermittlungen – deren Ziel bzw. Ergebnis eigentlich schon festzustehen schien – Fahrt aufnahm, las sich das Buch noch flotter 😉 Insgesamt finde ich die Handlung insgesamt spannend mit einem doch etwas überraschenden Ende. Wäre das Buch nicht so flüssig zu lesen gewesen und immer wieder am Kapitelende „in Aussicht“ gewesen, wovon man als nächstes wissen möchte, wie es weitergeht, hätte ich das Buch allerdings ein bißchen zu dick gefunden. Manche Passagen waren mir etwas zu ausführlich, ohne daß sie wirklich der Handlung gedient haben, aber es war noch im Rahmen dessen, was mich noch nicht allzu sehr stört.