(Rezi von Adelheid) Preti Taneja: Wir, die wir jung sind

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es gab mal Zeiten, da hatte ich bei vorablesen.de Glück bei den Verlosungen. Und deswegen konnte ich folgendes Buch lesen:

Wir, die wir jung sind

der indischen Autorin Preti Taneja.

Dass ich ein Buch über vorablesen.de bekommen habe, hänge ich normalerweise nicht an die große Glocke. Aber ich bekomme über diese Seite bei Verlosungen gerade keine Bücher mehr (die Gründe dafür sind mir nicht bekannt) und deswegen sollte ich mir die Bücher, die ich bekommen habe, einrahmen. Bei  den Verlosungen von vorablesen.de habe ich jetzt kein Glück mehr, wenn ich mich um ein Buch bewerbe.

Aber nun weiter mit meiner Rezension.

Kurze Informationen zu dem Buch „Wir, die wir jung sind“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 14.02.2019

Seitenzahl: 629

Verlag: C.H. Beck

ISBN-Nummer: 978-3-406-73447-2  

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 26 Euro.

Über die Autorin Preti Taneja:

Preti Taneja stammt aus einer indischen Familie, wurde aber in Großbritannien geboren und wuchs auch dort auf. Sie versteht sich als Weltenbürgerin.

Sie hat bereits als Menschenrechtsaktivistin und Journalistin aus Krisengebieten berichtet, unterrichtet an der Warwick University, ist Mitbegründerin von ERA Films und Herausgeberin von VISUAL VERSE. Für ihre Novelle „Kumkum Malhotra“ erhielt sie den Gatehouse Press New Fictions Prize 2014, für „We that are young“ den wichtigen britischen Desmond Elliot Prize für das beste Romandebüt.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrmals im Netz. Beispielsweise bei vorablesen.de.

Einfach auf dieser Webseite das Buch „Wir die wir jung sind“ suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es in dem Buch?

Devraj ist Inder, 75 Jahre alt, und Leiter und Oberhaupt der gutgehenden Firma „Devraj Company“ mit circa 1.000 Mitarbeitern.

Wegen seines hohen Alters will er die Nachfolge in der Firma regeln. Die Firma ist reich und wohlhabend. Man begann mit der Produktion von Schultertüchern, unterdessen hat man aber viele Hotels und entwickelt umweltfreundliche Autos – und vieles mehr.

Kandidaten aus der Familie, die Aufgabenbereiche in der Firma übernehmen könnten, gibt es genug. Nicht nur die drei Töchter Gargi, Radna und Sita – sondern auch die beiden Söhne von Devrajs Vertrautem Ranjit Singh. Jivan Singh ist einer der beiden Söhne. Er ist der Halbbruder von Jeet Singh. Jivan kehrt nach 15 Jahren in den USA wieder nach Indien zurück. Er hat in Harvard studiert und könnte der Firma ein neues Image geben.

Gargi Devraj Grover, eine Tochter von Devraj, ist die geschäftsführende Vorsitzende der Devraj Company ist. Sie engagiert sich sehr für die Firma, was sie in einem Interview mit der Journalistin Nina zum Ausdruck bringt. Außerdem liegen ihr diverse soziale Projekte, beispielsweise die Bildung der Frauen in Indien, sehr am Herzen. Sie ist bereit, solche Projekte mit Geld zu unterstützen.

Radna und Sita sind Gargis Schwestern. Radna ist in der „Devraj Company“ für die Public Relations (PR) zuständig. Während sie ein Leben im Luxus mit ihrem Mann Bubus genießt, fliegt sie beispielsweise an Orte, an denen Hotels der „DevraJ Company“ eröffnet werden.

Als Jivan nach 15 Jahren wieder in Indien eintrifft, wird er sofort in seine quirlige Verwandtschaft aufgenommen. Die Verlobung von Sita wird vorbereitet.  

Meine Meinung zu diesem Buch:

Dieser aus der vorwiegend auktorialen Erzählperspektive verfasste Roman ist opulent, bildreich, gewaltig. Gewaltig sind schon mal das Gewicht und die Aufmachung (Hardcover mit Schutzumschlag). Das Cover besticht durch Gelb- und Rosatöne – das Buch selbst ist zu schwer, um es auf Reisen oder Bahnfahrten mitnehmen zu können. Dabei nehme ich gerne Bücher mit, wenn ich unterwegs bin.

Die Lektüre erschlägt den Leser zu Anfang. Jivan trifft wieder in Indien ein – und wird gefangengenommen von seinem quirligen Heimatland. Gerüche, Eindrücke, Lärm – und eine große Zahl an Verwandtschaft und deren Familien. Ich musste mich erst mal zurechtfinden zwischen all den indischen Namen, indischen Wörtern und der sprunghaften Handlung. Die Gegenwart wechselt sich ab mit Erinnerungen, die die vorkommenden Personen haben. Faszinierend ist das schon – aber mir beim Lesen oft zu viel, da all diese Eindrücke und Wörter die Spannung des Romans rauben.

Hat man sich aber durch den ersten Teil, in dem es vorwiegend um Jivan und seine Eindrücke in Indien geht, hindurch gewühlt, wird der Roman schon interessanter. Gargi ist ein starker, bewundernswerter Charakter, eine Geschäftsfrau durch und durch. Die Firma „Devraj Company“ ist für sie nicht nur ein Job, sondern auch eine Leidenschaft.

Man erfährt viel als Leser über das luxuriöse Leben der Oberklasse in Indien – Leuten, die schon von Geburt an in eine hohe „Kaste“ hineingeboren wurden und viel Geld haben. Sie haben auch Diener, die eher wie Leibeigene behandelt werden und offensichtlich kaum Rechte haben. Die Szene, als Jivans Großvater Devraj auf einen Diener so lange einschlägt, bis dieser zu Tode kommt, hat mich sehr erschreckt. Auch Jivan, dem nach dieser Szene schlecht wird.

Gestört haben mich auch die vielen indischen Wörter. Klar kann man viele davon in einem Verzeichnis hinten am Schluss nachschlagen – wenn man das aber immer tut, so bremst das den Lesefluss doch ungemein.

Vom Thema her und den vorkommenden Charakteren und dem Schauplatz Indien finde ich den Roman ganz gut. Wegen einiger (bereits genannter) Aspekte, die mich gestört haben, ziehe ich einen Stern ab. Vom Umfang her wäre das ein guter Roman, den man im Urlaub lesen kann – vom Gewicht her ist das Buch zu schwer fürs Urlaubsgepäck.

Von mir gibt es vier Sterne.

(Rezi von Adelheid) John Stickl: Gott, die Wolke und ich

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch habe ich zu Ende gelesen:

„Gott, die Wolke und ich“ des US-amerikanischen Autors John Stickl.

Wie man richtig vermutet, handelt es sich hierbei um ein christliches Buch. Wie es mir gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 30. Juli 2018

ISBN-Nummer: 978-3765506925

Verlag: Brunnen-Verlag

Seitenzahl: 240 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Hardcover-Buch erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 18 Euro.

 

Über den Autor:

John Stickl ist ein US-amerikanischer Autor, der Pastor einer Gemeinde ist. In dem Buch „Gott, die Wolke und ich“ schildert er einige seiner Erfahrungen und gibt Ratschläge und Tipps über ein Leben mit Gott.

 

Leseprobe:

Kostenlose Leseproben gibt es einige im Internet. Beispielsweise auf der Verlagsseite www.brunnen-verlag.de. Einfach nach dem Buch suchen. Auf der Seite, auf der das Buch vorgestellt wird, gibt es auch die Option „Leseproben“.

 

Worum geht es in dem Buch?

John Stickl hat ein Erfahrungsbuch mit Tipps, wie man als Christ ein erfülltes Leben leben kann, geschrieben. Dabei präsentiert er dem Leser die Vorstellung, Gott als Wolke zu sehen. Eine Wolke, die Christen vorangeht und sie leitet.

Gott als Wolke, dieses Symbol kenne ich auch aus der Bibel, aus dem Alten Testament. Gott ging dem Volk Israel als Wolke voran, als er es aus Ägypten in das verheißene Land führte.

Laut John Stickl ist es wichtig, dass wir als Christen, die Jesus nachfolgen, unsere Identität kennen. Nicht so, wie wir uns sehen, sieht uns Gott. Gott sieht uns anders – und Er bestimmt, wer wir sind.

Wichtig ist auch unsere Beziehung zu Gott. Diese leidet oft durch Hektik, durch Stress. Wenn wir lernen, unser Leben zu entschleunigen und auch einmal zur Ruhe zu kommen, werden wir mehr und mehr lernen, Gottes Stimme zu hören. Wenn wir unsere wahre Identität als Christen kennen und in einer innigen Beziehung zu Gott leben, also beispielsweise mit anderen Christen zusammen sind, können wir Gottes Auftrag, andere Menschen zu Gott zu führen, erfüllen.

John Stickl sagt, dass wir Wunder erleben werden, wenn wir Gott vertrauen und das Leben leben, das Er für uns vorgesehen hat. Viele Christen sind wie Schmetterlinge, die von Gott verändert werden wollen, aber irgendwann in der Veränderung stecken bleiben. Das muss nicht sein, wenn man wagt und nicht verzagt.

John Stickl untermauert seine Theorien mit vielen Beispielen aus Seinem Leben. Er schildert beispielsweise, wie er zum Pastor wurde, weil er Gottes Stimme hörte und den Weg ging, den Gott für ihn vorgesehen hatte.

 

Meine Leseerfahrung:

Das Buch ist anschaulich geschrieben, und ich habe es gern gelesen. Dabei ist es keine schnelle Lektüre, da es viele interessante Gedanken enthält, die man teilweise „sacken“ lassen muss. Gut finde ich die Beispiele aus John Stickls Leben. Bei manchen Tipps jedoch habe ich gezögert, weil ich in meinem Leben andere Erfahrungen gemacht habe – also oft Enttäuschungen erlebte, wenn ich glaubte, Gottes Stimme gehört zu haben.

John Stickl gibt mir als Leserin in seinem Buch einen „Katalog voller Voraussetzungen“, wie ich selbst erkennen kann, ob das, was ich gehört habe, wirklich Gottes Stimme war/ist oder nicht.

Ebenso die Fragen am Schluss der Kapitel geben Denkanstöße, über die man oft länger reflektieren sollte.

John Stickl bringt so viele Gedanken und Anregungen in das Buch, dass es sich lohnt, das Buch mindestens noch ein zweites Mal – oder öfter – zu lesen. Einige Gedanken kannte ich bereits, aber vieles war neu für mich. Vor allem gefällt mir der Gedanke an Gott als einer „Wolke“.

Auf jeden Fall ermutigt das Buch. Es ermutigt Christen, den Weg mit Gott zu gehen. Es ermutigt ebenfalls Christen, die irgendwie auf ihrem Weg mit Christus stecken geblieben sind, wieder herauszukommen aus ihren Problemen oder ihrer Verzagtheit oder anderen blockierenden Situationen und weiterzugehen mit Gott.

Ich fand die Lektüre sehr inspirierend und gebe diesem Buch fünf Sterne sowie eine Leseempfehlung.