(Rezi von Adelheid) Heather & Rose MacDowell: Ein Tisch für zwei

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Pro: kurzweiliger und rasanter Frauenroman, wird nie langweilig

Kontra: für mich nichts

Hallo,

folgende Rezension erschien 2009 bei Ciao.de. Leider gibt es Ciao.de als Verbraucherplattform nicht mehr. Ich sichte immer wieder alte Ciao-Rezensionen und stelle sie so nach und nach in den Buchblog ein.

Heute möchte ich einen – wie ich finde – kurzweiligen und rasanten Frauenroman aus den USA vorstellen:

Ein Tisch für zwei

Autorinnen: Heather & Rose MacDowell

Verlag: Goldmann-Taschenbuch (Random House)

Erscheinungsdatum in Deutschland: 11. August 2008

Seitenzahl: 416 Seiten

ISBN-Nr. 978-3442467136

Schrift/Zeilenabstand: eineinhalbzeilig, für mich gut lesbar

Ein paar Informationen über die Autorinnen

Heather und Rose MacDowell sind Zwillingsschwestern. Mit Restaurants in USA kennen sie sich gut aus – sie leisten sich gerne dort mal ein Essen, sind großzügig mit dem Trinkgeld und haben schon selbst in einigen Restaurants gearbeitet.

Diese Information steht in meinem Buch.

Eine ehemalige Marketing-Managerin versucht sich als Kellnerin und geht (fast) dabei „baden“…. – oder: die Handlung

Erin ist Marketing-Managerin, eine gute obendrein. Nur – auf einmal verliert sie ihren Job, weil ihr Arbeitgeber pleite macht. Ein Freund der Familie versucht zu helfen und vermittelt Erin eine Tätigkeit als Kellnerin in einem der fünf besten New Yorker Restaurants – ein Restaurant mit Namen „Roulette“. Dort gibt es Tagesgerichte – wie zum Beispiel „Gebratener Seeteufel an krossen Schalotten und Feldsalat-Emulsion mit einem Auberginen-und-Black-Zebra-Tomaten-Törtchen“ für 42 Dollar – oder auch folgendes Tagesgericht für Fleisch-Liebhaber: „Filetsteak von 280 Gramm aus biologischer Freilandhaltung, unter Betäubung geschlachtet, in Höhenluft gereift und gut abgehangen. Dazu gratinierten Topinambur und einem Jus (Saft) von der roten Paprika“ – natürlich auch für 42 Dollar.

Solche Gerichte hat Erin sich ab und zu in einem Restaurant geleistet, als sie noch richtig gut verdiente. Jetzt steht sie da ohne Job und muss Geld verdienen, um in New York zu überleben – um ihre Wohnungsmiete und weitere Kosten bezahlen zu können. Als Kellnerin im Nobelrestaurant „Roulette“ sollte man nicht nur herumflitzen, Bestellungen entgegennehmen und Speisen servieren können – nein, man muss viel denken, kombinieren, effektiv arbeiten.

Der Gast ist Kaiser, die Laune jedes Gastes oder Pärchens wird auf einem „Gästebestimmungsbarometer“, einem großen Bogen Papier, der in der Küche hängt, aufgeschrieben. Ist ein Gast besonders zufrieden, was ein Kellner zu sehen hat, so bekommt er die Note 10 – je unzufriedener ein Gast ist, desto geringer fällt die Note aus. Erhält ein Gast die Note 7 oder schlechter, so ist es Pflicht eines Kellners und des gesamten Restaurantteams, den Gast soweit zu bringen, dass er seine Laune sich um mindestens drei Noten verbessert. Und das schafft man mit einigen Extragaben – zum Beispiel einem luxuriösen Nachtisch – natürlich kostenfrei für den Gast.

Die Kellner kennen ihre Stammgäste, sie kennen die Speisekarte – sie wird auswendig gelernt, genauso wie die Gewohnheiten der Stammgäste. Die Devise des Restaurants lautet: man muss ordentlich arbeiten können – es geht jeden Abend richtig rund – es herrscht keine Flaute, es gibt keine leeren Tische. Überstunden sind verlangt – auch wenn man bis tief in die Nacht arbeiten muss.

Erin wird also sofort „ins kalte Wasser“ geschmissen. Steve, der Mann im Restaurant, der sich um das Finanzielle kümmert, merkt gleich, dass sie zur Kellnerin nicht geboren ist und sagt ihr das direkt ins Gesicht. Sie arbeitet unter dem Kellner Cato, der sie anlernen soll.

Carl ist Küchenchef, Kommandant, Genie und Halbgott gleichzeitig – er kann Erin nicht leiden, ist aber auch ansonsten kein guter Chef, Lob gibt er selten – alles läuft so, wie er es will. Weil er so glänzend hervorragende Gerichte zaubern kann, hat er das Privileg, launisch sein zu dürfen und seine „Untergebenen“ herumzuscheuchen, wie es ihm passt.

Erin merkt gleich: der Job ist schwieriger, als sie es sich je gedacht hatte – das fängt schon beim Serviettenfalten an – die Servietten sollen aussehen wie „Bischofsmützen“, aber das tun sie selten – neben Bestellungen entgegennehmen (hier sollte der gute Kellner gleich die Laune der Gäste „erspüren“ und eine Note von 1 bis 10 in das „Gästebestimmungsbarometer“ in der Küche eintragen) und Servieren (dabei darf man die Tische nicht verwechseln!) muss sie auch Fettfilter schrubben, die Scharniere an den Türen zur Herrentoilette nachziehen und auch die Kronleuchter, an einem Drahtseil hängend, putzen. Und bei all diesem Stress gilt als erste Regel: immer lächeln!

Ja, dieser Job ist fast ein Alptraum, gäbe es nicht auch nette Kollegen, so wie Cato – oder auch nette Gäste, wie Daniel zum Beispiel, der beim Fernsehen arbeitet und öfter im „Roulette“ eine Mahlzeit einnimmt.

Leseprobe:

Das Buch ist schon etwas älter, also gibt es keine vom Verlag genehmigten Leseproben mehr darüber im Internet.

Eine tollpatschige Heldin – oder Welche Erfahrungen machte ich beim Lesen dieses Buches?

Ich kaufte dieses Buch im Sommer 2008 – kurz nachdem es erschienen war. Die Inhaltsangabe hinten auf dem Cover klang vielversprechend.

Mit dem Lesen begann ich noch mal selben Tag. Von diesem Buch war ich angenehm überrascht. Es handelt sich nicht um einen Frauenroman, der nur vor sich „hinplätschert“ und an dem man schnell die Lust am Lesen verliert – nein, meiner Meinung nach ist das eine äußerst lesenswerte, rasante Geschichte. Als Leserin war ich gleich von Anfang an hineingezogen in Erins Bemühungen, eine gute Kellnerin zu werden.

Erin ist sympathisch – aber sie tritt in jedes Fettnäpfchen, in das sie treten kann. Es beginnt schon mal damit, dass sie die Servietten nicht falten kann – dass sie zur Besprechung in der Küche, die Carl leitet, zu spät kommt – und dass sie auf dem Küchenboden ausrutscht, weil dieser an einer Stelle so rutschig ist. Ich bangte mit Erin und fragte mich, wann sie es endlich schaffen würde, den an sie gestellten Anforderungen im „Roulette“ gerecht zu werden. Sie tat mir Leid – und ich merkte beim Lesen: nein, diesen Job will auch ich nicht machen – diesen Stress unter exzentrischen Gästen mit einem ständig launischen Küchenchef und vielen anderen Kollegen, die die neue Kellnerin eher „niedermachen“, anstatt sie zu ermutigen.

Ich habe durch dieses Buch einen gewissen Respekt vor dem Kellnerberuf erworben. Ich denke nicht mehr daran, dass es sich hierbei „nur“ um Bestellungen entgegennehmen und Servieren handelt – sondern oft viel mehr Tätigkeiten dahinterstecken, die man als Gast in einem Restaurant oft nicht sieht.

Mein Fazit:

Mir hat die Geschichte bis zum Schluss gefallen – und ich war traurig, als das Buch zu Ende war. Ein Buch, das ich übrigens zweimal gelesen habe.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für Leute, die diese Art von Romanen mögen.

(Rezi von Adelheid) Helene Hanff – 84, Charing Cross Road

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch habe ich irgendwann im Jahre 2011 während einer Bahnfahrt von Stuttgart nach Ulm und zurück gelesen:

84, Charing Cross Road

Autorin: Helene Hanff

Verlag: btb-Verlag (gehört zur Verlagsgruppe Random House)

Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. Februar 2004

Seitenzahl: 160 Seiten

Preis: 7,00 Euro

ISBN-Nr. 978-3442731299

Diese Rezension erschien bereits bei der Verbraucherplattform Ciao.de unter dem Titel „Helene korrespondiert mit ihrem Buchhändler“. Leider gibt es Ciao.de als Verbraucherplattform nicht mehr – aber diese Rezension finde ich schön, deswegen erscheint sie auf dem Buchblog der Verrueckten_Leseratten.

Informationen über die Autorin Helene Hanff

Helene Hanff war eine Theaterautorin, die 1917 in Philadelphia geboren wurde. Als Theaterautorin war sie kaum erfolgreich und so verfasste sie Schul- und Drehbücher. Durch ihren Briefwechsel mit dem Inhaber Frank Doel der Buchhandlung „Marks & Co.“ in London wurde sie in Großbritannien und in den USA über Nacht berühmt.

Helene Hanff starb 1997 in New York, ihr Briefpartner Frank Doel starb bereits am 22.12.1968.

Briefwechsel zwischen einer amerikanischen Büchernärrin und einem englischen Antiquar – oder: Die Handlung

Helene Hanff wohnt in New York und ist Büchernärrin. Durch die Anzeige in einer US-amerikanischen Bücherzeitschrift gerät sie an die Anschrift der Londoner Buchhandlung Marks & Co. in der Adresse 84, Charing Cross Road und bestellt einige antiquarische Bücher dort.

Da die Buchhandlung fast immer liefern kann – zu akzeptablen Preisen für Helene Hanff -, entspinnt sich zwischen Helene und einigen Angestellten der Buchhandlung ein Briefwechsel. Vorwiegend korrespondiert sie mit dem Inhaber Frank Doel. Dieser Briefkontakt mit Frank dauert von 1949 bis 1968.

Helene lobt Bücher und beschwert sich über Bücher (sie bestellt beispielsweise Werke von Jane Austen aber auch Werke, die bei uns weniger bekannt sind, beispielsweise „Pepys Tagebuch“) – ihr Ton ist oft ruppig und rau. Frank Doel und seine Kollegen dagegen bleiben höflich und verständnisvoll. So können sie sich Helene als Kundin erhalten, die weitere Bücher ordert und mit ihren Bestellungen nicht nur Dollarnoten, sondern auch Lebensmittel schickt, beispielsweise Schinken und Eier. Denn sie hat erfahren, dass auch im Nachkriegsengland viele Lebensmittel nicht erhältlich sind.

Frank und seine Kollegen laden Helene immer wieder ein, nach London zu Besuch zu kommen – jedoch gelingt ihr das zu Lebzeiten von Frank nicht mehr. Er stirbt 1968.

Aber auch nach seinem Tod reißt der Kontakt zwischen Helene Hanff und den Mitarbeitern der Buchhandlung nie ganz ab. Diese unterrichten Helene über Franks Ableben – und einige von ihnen können Helene sogar in London empfangen… Aber dieser Londonbesuch ist nicht mehr Thema des Buches, er wird in einem weiteren Buch von Helene Hanff behandelt.

Leseprobe

Ich habe keine – vom Verlag genehmigte – Leseprobe im Internet finden können, zu der ich einen Link nennen könnte.

Interessante Gedanken zu Büchern – oder: Meine Erfahrungen/Gedanken beim Lesen

Es ist ja schon kurios – da müht sich Helene Hanff Jahre – ja, sogar Jahrzehnte! – damit ab, als Autorin von Theaterstücken Anerkennung zu erhaschen – und wird letztendlich durch einen Briefwechsel, der als Buch herauskommt, zumindest in vielen englischsprachigen Ländern berühmt! So berühmt, dass diese Story rund um den Briefwechsel mit ihrem Buchhändler sogar mit angesehenen Schauspielern verfilmt wird!

Diese Gedanken habe ich beim Lesen dieses Buches – und ich habe sie noch jetzt. In der Bücherei hier am Ort stieß ich auf dieses Buch und lieh es mir zum Lesen aus. Die Briefe sind schnell zu lesen – sie sind kurz, aus der Ich- und Wir-Perspektive verfasst, wie bei Briefen so üblich. Es sind Briefe, die teilweise in geschäftlichem Ton abgefasst sind – aber auch immer wieder einige persönliche Formulierungen an den jeweiligen Adressaten bieten.

Im Nachwort des Buches, das sich unmittelbar an den Briefwechsel anschließt, erfahre ich, dass dieser ganze Briefwechsel wirklich stattgefunden hat. Und das macht das Buch für mich interessant. Ich bekomme „ein Stück Nachkriegsgeschichte aus Großbritannien und den USA“ mit – ich erfahre: wie sah es aus im Jahre 1949 in New York und in London? Wie versuchten die Menschen, dort zu leben und zu überleben? Welcher Arbeit gingen sie nach? Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte man in beiden Städten – wie auch in der ganzen Welt – wieder Anschluss an ein „normales“ Leben zu finden – einige Leute hatten einen Laden und machten Geschäfte. So auch die Buchhandlung Marks & Co. in London.

Und ich weiß beim Lesen: all diese Briefe sind nicht konstruiert – sie sind wirklich geschrieben und versendet worden. Es gab tatsächlich Menschen, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, die sich über zwei Kontinente hinweg über Bücher unterhielten (es sind keine Bücher, die in Deutschland bekannt sind). Ein bisschen noch fließen Gedanken zum Privatleben von Helene in den USA und Frank und seinen Kollegen in London ein – aber diese Gedanken sind eher nebensächlich.

Schön finde ich auch, dass Helene immer wieder nach Europa eingeladen wird, was sie aber lange Zeit finanziell nicht ermöglichen kann, da sie ihr Geld braucht, um sich beispielsweise Zahnkronen machen zu lassen. Frank und seine Kollegen bieten Helene freie Kost und Unterkunft in der Umgebung in und um London an. Helene schafft es tatsächlich – das erfahre ich aus dem Nachwort – nach London zu reisen -, aber da lebt Frank schon nicht mehr.

Das Lesen der Briefe geht leicht und flüssig vor sich, der Schreibstil ist angenehm, der Inhalt der Briefe unterhaltsam und nicht zu kompliziert – schnell kann ich die Seiten umblättern, denn viele der Briefe enden mittendrin auf einer Buchseite – und danach ist oftmals ein großer Teil einer Buchseite noch frei. Auch wird der Text einiger Grußkarten – zu Weihnachten beispielsweise – abgedruckt, das sind dann nur drei oder vier Zeilen – und der Rest der Buchseite ist dann leer. Das stört mich persönlich – denn so wird das Buch von der Seitenzahl her umfangreicher gemacht, als es eigentlich ist. Deswegen ziehe ich einen Bewertungsstern ab.

Beim Lesen bin ich amüsiert, wie Helene sich über manche Bücher – deren Inhalt oder deren Aufmachung oder deren Übersetzung – „auslässt“ – aber ich bin auch beeindruckt von der Höflichkeit ihrer Briefpartner in London. Sie lassen sich von Helenes – oft rauem, aber bestimmten – aber auch manchmal herzlichem – Umgangston nicht aus dem Konzept bringen – sie bleiben nett, höflich und bestimmt.

Das Buch wurde übrigens auch mit Anne Bancroft und Anthony Hopkins unter dem Filmtitel „Zwischen den Zeilen“ verfilmt – der Film kam aber nie in die deutschen Kinos. Die DVD ist im Internet ab ca. 14 Euro zu bekommen (Quelle: Amazon.de).

Mich hätte der Film sehr wohl interessiert – weiterhin hätte ich gerne die englische Originalversion des hier von mir vorgestellten Buches gelesen. Sollte ich mal wieder auf „die Insel“ (also nach Großbritannien) kommen, werde ich nach Helene Hanffs Buch in der englischen Originalversion Ausschau halten.

Mein Fazit

Das Buch „84, Charing Cross Road“ ist ein schnell zu lesender Briefroman für Leute, die Literatur mögen.

Von mir gibt es vier Sterne und eine Leseempfehlung.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/15/erfahrungsbericht-ueber-books-on-demand-bod-teil-2-wie-kam-ich-auf-die-idee-buecher-bei-bod-zu-veroeffentlichen-wie-veroeffentlicht-man-am-besten-dort-als-autor-oder-als-ver/

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/01/ein-film-ueber-das-leben-in-nordkorea-meine-brueder-und-schwestern-im-norden/

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/09/12/ein-geschenk-fuer-leute-die-kein-smartphone-haben-wollen-aber-schokolade-moegen/

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/04/16/ist-regio-mail-eine-gute-alternative-zur-deutschen-post/

Erfahrungsbericht über ein Konzert des Sängers Kieran Halpin:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2019/02/12/ein-konzert-des-irischen-rockpoeten-kieran-halpin-ist-einen-besuch-wert-leider-ist-das-konzert-am-17-02-2019-schon-ausverkauft-und-ich-kann-es-nicht-besuchen/

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/01/angenehm-und-pflegend-der-aveo-lippenpflegestift-intensive-repair/

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/08/rezi-von-adelheid-chloe-benjamin-die-unsterblichen/

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/04/01/rezi-von-adelheid-abby-fabiaschi-fuer-immer-ist-die-laengste-zeit/

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/23/rezi-von-adelheid-gayle-forman-manchmal-musst-du-einfach-leben/

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/15/die-alverde-pflegedusche-grapefruit-bambus-ist-eine-fruchtige-dusche/

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/26/%ef%bb%bfdas-verwoehnende-duschgel-lacura-naturals-wunderblume-ist-eine-wohlfuehldusche/

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/08/01/zeltkirche-beobachtungen-und-erfahrungen/

Erfahrungsbericht über den schlimmsten Hauskreis im Landkreis Heilbronn (ich hoffe, dass dieser Hauskreis nicht mehr existiert!):

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/der-schlimmste-hauskreis-im-landkreis-heilbronn/

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/erster-blogbeitrag/

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/29/noch-mehr-neue-buecher-eine-veranstaltung-der-vhs-in-der-buecherei-boek-in-lauffen-am-neckar-am-16-11-2018/

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn: https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/27/ratskeller-in-heilbronn-manchmal-kann-es-vorkommen-dass-der-gast-kein-getraenk-bekommt/

(Rezi von Adelheid) Kate Dakota: Eine Liebe in Manhattan

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch habe ich vor einigen Tagen zu Ende gelesen:

Eine Liebe in Manhattan

von

Kate Dakota.

Wie es mir gefallen hat, liest man jetzt.

Kurze Informationen über das Buch:

Erscheinungsdatum: 04.02.2019

Verlag: Forever

ISBN-Nummer: 9783958183919

Seitenzahl: 404 Seiten

Das Buch ist bisher als E-Book erschienen, wird aber bald auch in einer Taschenbuchausgabe zu kaufen sein.

Über die Autorin Kate Dakota:

Kate Dakota ist eine Autorin, die unter einem Pseudonym schreibt. Sie wurde 1968 in Nordrhein-Westfalen geboren und wuchs in Niedersachsen auf.

Nach einem Autorenstudium an einer Fernuniversität in Hamburg gelang es ihr, 1998 ihr erstes Buch zu veröffentlichen. Es drehte sich hier um ein regionalhistorisches Thema. Weitere Bücher folgten.

Seit einigen Jahren schreibt Kate Dakota auch Romane und konnte 2014 ihren ersten Roman veröffentlichen.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise beim Online-Buchhändler Amazon.de. Einfach nach dem Buch suchen und auf die Option „Blick ins Buch“ tippen. Schon ist es möglich, einige Seiten kostenlos zu lesen.

Worin geht es in diesem Buch?

Floyd Taylor ist Hubschrauberpilot in New York. Er zeigt Touristen die Sehenswürdigkeiten dieser US-amerikanischen Millionenmetropole von oben.

Das Unternehmen „Taylor Flights“, für das Floyd tätig ist, gehört Floyds Vater – und alles läuft gut, bis Floyd die wahnwitzige Idee realisiert, mit einer Frau, die ihm sehr gut gefällt, um das Empire State Building zu fliegen. Das bleibt nicht ohne Folgen – dem Hubschrauberunternehmen wird von den Behörden eine drastische Geldstrafe aufgebrummt.

Um seinen Sohn zu bestrafen, befiehlt Jeremy Taylor ihm, sich um Emma, eine Deutsche, zu kümmern. Emma ist die Tochter eines Freundes, die auf tragische Weise ihre Mutter verlor und einige Monate in New York verbringen will, um eine Sprachenschule zu besuchen und vielleicht auch ihr Trauma, das mit den Ereignissen rund um den 11. September 2001 zu tun haben, los zu werden. Sie soll neben dem Besuch der Sprachenschule Touristen auf Rundflügen über New York betreuen und ihnen in deren Landessprache – soweit es geht – die Schönheiten der Stadt erklären.

Emma entspricht gar nicht den Frauen, hinter denen der gut aussehende Floyd her ist. Sie ist übergewichtig und macht einen traurigen Eindruck. Deswegen will er sie loswerden und beschert ihr einen Anfangsflug, nach dem sie tatsächlich bereit ist, diesen Nebenjob im Hubschrauber nicht anzunehmen.

Floyd bereut, was er getan hat, und sie gibt ihm eine zweite Chance. Den Nebenjob, mit ihm Hubschrauberflüge zu machen, nimmt sie an. Emma und Floyd kommen sich näher, eine Freundschaft entwickelt sich, die aber immer noch geprägt ist von Sticheleien und Emmas Trauma.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Das Buch ist vorwiegend aus der auktorialen Erzählperspektive geschrieben, nur das Anfangskapitel und der Epilog enthalten Abschnitte aus der Ich-Perspektive.

Das Buch lässt sich flott lesen, die Handlung ist anschaulich beschrieben, es gibt viele Dialoge, die Hauptcharaktere Emma und Floyd sind gut geschildert. Ich konnte mir die beiden beim Lesen gut vorstellen.

Floyd mochte ich zu Anfang nicht besonders, ich empfand ihn als arroganten Schnösel. Langsam kommen seine menschlichen Fähigkeiten während des Romans zum Ausdruck.

Emma tat mir leid. Aber sie und Floyd entwickeln sich. Emma ist bereit, an ihrem Trauma zu arbeiten, Floyd kann ihr dabei helfen. Beide bekommen die Möglichkeiten, über sich selbst hinauszuwachsen, was dem Leser spannende und lebhafte Momente bei der Lektüre beschert.

Interessant an diesem Buch finde ich, dass es sich hier nicht nur um einen gut lesbaren Frauenroman handelt, sondern auch diverse Probleme zur Sprache gebracht werden. Beispielsweise: Wie verarbeitet man Trauer? Floyd muss die Trauer um seinen verstorbenen Bruder Jack verarbeiten – und auch seine Eltern Conny und Jeremy trauern um diesen Sohn.

Weiterhin gibt es noch das Geheimnis um den Tod von Emmas Mutter. Emma wuchs bei ihren Großeltern in Hamburg auf – und zu ihrem Vater hat sie keinen Kontakt mehr. Warum das so ist, interessiert mich ebenso. Um eine Antwort auf all diese offenen Fragen zu bekommen und um zu wissen, ob aus Emmas und Floyds Beziehung doch noch Liebe wird, habe ich dieses Buch gelesen.

Der Schluss ist unvorhersehbar, aber für mich auch nachvollziehbar. Das spricht ebenfalls für das Buch.

Mein Fazit:

Das Buch „Eine Liebe in Manhattan“ hat mich positiv überrascht. Ich habe hier nicht nur einen unterhaltsamen Roman über die Beziehung zweier Menschen und deren Verwandte und Freunde gelesen, sondern auch Einblicke darüber erhalten, wie es mit Hubschrauberflügen in New York funktioniert, und andere Dinge erfahren, die ich bisher noch nicht wusste oder kannte. Das hat mich zum Nachdenken angeregt, was ich sehr gut finde.

Ich vergebe diesem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter.