(Rezi von Adelheid) Otti Pfeiffer: Träume stehn im Stundenplan

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in einem öffentlichen Bücherschrank bei uns im Ort fand ich folgendes Jugendbuch:

„Träume stehn im Stundenplan“ der Autorin Otti Pfeiffer.

Das Buch wurde 1978 im Franz-Schneider-Verlag veröffentlicht. Das war eine Zeit, als in Büchern noch keine Informationen über die Autoren standen. Deswegen weiß ich nicht, wer Otti Pfeiffer ist, ob sie noch schreibt etc.

„Otti“ – so nennt sich ja auch der Komiker Otto Waalkes, und das ist dann eher humorvoll gemeint. Aber ich denke nicht, dass die Autorin Otti Pfeiffer etwas mit Otto Waalkes zu tun hat.

Worum geht es in dem Buch?

Birgitt und Petra sind Freundinnen. Beide himmeln ihren Lehrer Herrn Baumgärtner an.

Irgendwann bekommt Annelore Baumgärtner, die Gattin des Lehrers, immer wieder anonyme Anrufe. Eine Frauenstimme sagt ihr, dass ihr Mann sie betrügt. Annelore ist entsetzt und stellt ihren Mann zur Rede. Aber dieser beteuert seine Unschuld. Er ist doch glücklich mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, den Zwillingen Lilo und Achim.

Um den Familienfrieden zu retten, versuchen Lilo und Achim zu ergründen, wer die anonyme Anruferin sein könnte. Vielleicht Birgitt oder Petra?

Meine Meinung:

Die aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit geschriebene Geschichte lässt sich schnell lesen. Das Buch ist keine große Literatur, also ziemlich einfach geschrieben – aber mehr erwartet man ja von einem Kinder- und Jugendbuch, das sich ausdrücklich an Mädchen von 11 bis 14 Jahren richtet, nicht.

Es gibt viele Dialoge und die Hauptpersonen sind sympathisch. Natürlich ist man als Leserin daran interessiert zu wissen, wer die anonymen Anrufe tätigt.

Das Buch hat auch gleichzeitig einen erzieherischen Effekt. Es zeigt, dass man nie unbegründet irgendwelche Menschen verdächtigen und nie Gerüchte streuen sollte  – das kann böse ausgehen.

In einem Kinder- und Jugendbuch geht es nicht ganz so böse aus, aber die betroffenen Personen erkennen, dass sie nicht richtig gehandelt haben. Und als Leser erkennt man, dass es Dinge gibt, die man am besten nicht tut – denn sie sind nicht richtig und können sogar bestraft werden.

Manche Ereignisse in der Handlung erschienen mir zu „glatt“, aber dennoch habe ich das Buch gerne und schnell gelesen. Es konnte mich eine Weile von meinen Alpträumen ablenken.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

(Rezi von Adelheid) PONS Verbtabellen PLUS Latein – Der Verbendetektiv und Verben-Trainer von PONS

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Ich will Euch heute ein Latein-Buch vorstellen, das Verbtabellen enthält. Es ist für mich total nützlich, wenn ich mit Schülern lateinische Texte übersetze – und auch der Preis ist gut.  

PONS Verbtabellen plus Latein

Erscheinungsdatum in Deutschland: 28. Januar 2014

Seitenzahl: 190

ISBN-Nummer: 978-3125626553

Dieses Buch erschien vor Jahren in einer schlanken Version zu 6,50 Euro. Unterdessen ist die erweiterte Version erschienen, die ich auch habe und die in Deutschland 7,99 Euro kostet.

Für wen ist dieses Buch geeignet?

Es ist geeignet für Schüler aller Schulklassen.

Weiterhin ist es geeignet für  Studenten (z.B. Studenten, die die Prüfung zum Kleinen Latinum ablegen müssen, um ihr Studium fortsetzen zu können) und alle, die die Konjugationen (konjugieren = beugen von Verben, also Verben in die einzelnen Personen und Zeiten setzen) lernen und wiederholen wollen. Schüler, Studenten und Erwachsene, die regelmäßige und unregelmäßige Verben wiederholen wollen.

Und für alle, die lateinische Texte übersetzen und auf ein Verb stoßen, bei dem sie nicht wissen, welche Bedeutung es hat. Es gibt im Lateinischen einige Verben, die man miteinander verwechseln kann – z.B. kenne ich Schüler, die schon videre, vivere und vincere miteinander verwechselt haben.

Verwendet man dieses Buch als „Verben-Detektiv“, gelingt es schnell, herauszufinden, um welches Verb es sich in einem Satz handelt. Dazu aber später in einem Bespiel.

Wie ist das Buch aufgebaut/gestaltet?

Zuerst gibt es eine Gebrauchsanweisung darüber, wie man das Buch verwendet.

Dann werden grammatische Begriffe erklärt – z.B. was ist ein Infinitiv? Was ist ein Passiv?

Das System der lateinischen Verbformen wird erklärt – also z.B. welche Konjugationen gibt es im Lateinischen? Was sind Deponentien?

Was sind Komposita und welche Verben haben Komposita?

Anschließend gibt es Konjugationstabellen zu je einem Verb jeder Konjugation – und zu Deponentien (Deponentien sind Verben, die fast nur in passiven Formen erscheinen, aber aktive Bedeutung haben) derselben Konjugation.

So wird zum Beispiel das regelmäßige Verb „amare“ (= lieben) der a-Konjugation in alle Personen und Zeiten gesetzt (konjugiert) und danach ein Deponens der a-Konjugation, nämlich das Verb „hortari“ = mahnen ermahnen.

Auch einige unregelmäßige Verben werden konjugiert – zum Beispiel die Verben esse, posse und velle.

Ein weiterer Teil des Buches befasst sich dann mit den Stammformen wichtiger Verben. Zum Beispiel: wie lautet der Präsens-Stamm des Verbs „amare“ und wie sein Perfekt-Stamm? Dieser Teil mit den Stammformen ist auch nach Verben mit einem v-Perfekt, Verben mit einem s-Perfekt usw. geordnet.

Jedes Verb in diesem Stammformenteil ist nummeriert – und das ist wichtig für mich, wenn ich das Buch als „Verbendetektiv“ verwenden will. Dazu aber später.

Übungen und Karteikarten, die zum Üben motivieren sollen, sowie eine alphabetische Verbliste schließen das Buch ab. Hier ist jedes Verb mit einer Zahl gekennzeichnet. Schlägt man dann die Zahl des Verbs unter den „Stammformen wichtiger Verben“ nach, kann man die Bedeutung des Verbs finden, sowie dessen erste Person Singular Präsens Aktiv sowie die erste Person Singular Perfekt Aktiv und das Partizip Perfekt Passiv (PPP).

Welchen Eindruck macht das Buch?

Die Schrift ist schwarz, augenfreundlich.

Besonderheiten werden in blauen Buchstaben hervorgehoben.

Weitere Vorteile: dieses Buch ist strapazierfähig! Ich hatte schon solch ein Verbtabellenbuch eines anderen Verlags – aber nach kurzem Gebrauch lösten sich bei dem Buch Seiten – und bald hatte ich ein „Kartenspiel“ und kein Buch mehr.

Das ist mir bei dem Buch „PONS Verbtabellen PLUS Latein“ noch nicht passiert. Ich verwende dieses Buch seit mehreren Jahren – und dieses Buch ist immer noch vollständig, es hat sich keine einzige Seite bisher daraus gelöst.

Meine Erfahrungen mit dem Buch:

Mit diesem Buch kann man Konjugationen lernen und wiederholen. Also zum Beispiel: wie heißt die erste Person Singular Indikativ Imperfekt Aktiv des Verbs „laudare“ – loben?

Da „laudare“ regelmäßig ist, finde ich hinten in der alphabetischen Verbliste den Hinweis, dass ich hier die Konjugationstabelle der a-Konjugation aufschlagen soll – und das, was da am Beispiel des Wortes „amare“ gezeigt wird, auf „laudare“ übertragen soll. So heißt also „laudabam“ ich lobte – und das ist die erste Person Singular Indikativ Imperfekt Aktiv von „laudare“.

Suche ich ein unregelmäßiges Verb, geht auch das recht schnell – wenn ich wenigstens eine Ahnung von lateinischen Verben habe und viele der Verbformen mal gelernt habe, diese also noch unterbewusst irgendwo in meinem Gedächtnis gespeichert sind.

Ein Nachhilfeschüler kürzlich hatte in einem Übersetzungstext das Wort „vivitis“ zu übersetzen.

Er wusste nicht sicher, um welches Verb es sich hier genau handelte.

War es videre = sehen?

War es vivere = leben?

War es vincere = siegen?

Ich wusste die richtige Lösung und versuche ihm, meine „Theorie“ anhand der Verbtabellen Latein von PONS zu beweisen.

Wir suchten nach den in Frage kommenden Verben in dem Buch „PONS Verbtabellen Latein“ und fanden folgendes:

(Verb Nummer) 173: videre – video – vidi – visum (e-Konjugation) – sehen

(Verb Nummer) 383: vivere – vivo – vixi – victurus (konsonantische Konjugation) – leben

(Verb Nummer) 517: vincere – vinco – vici – victum – (konsonantische Konjugation) – siegen, besiegen

Wenn ich alle drei Verben im Präsens durchkonjugiere, komme ich drauf, dass „vivitis“ – ihr lebt – heißt und vom Verb „vivere“ kommt.

Ein weiteres Beispiel:

Ich finde in einem Lateintext das Verb „coepit“.

Um mit dem „Verbendetektiv“ aufspüren zu können, woher diese Verbform kommt, braucht man ein gutes Gedächtnis bzw. eine gute Erinnerung über die Verbformen, die man mal pauken musste!

Mir schwante noch, dass das Verb „incipere“ etwas damit zu tun haben könnte. Als ich das Verb Nummer 501 im Kapitel „Stammformen wichtiger Verben“ nachschlug, wurde meine Annahme bestätigt:

Das Perfekt Aktiv im Indikativ des Verbs „incipere“(anfangen, beginnen) wird tatsächlich coepi, coepisti, coepit, coepimus, coepistis und coeperunt konjugiert (das kann ich ableiten, wenn ich die Form der ersten Person  Indikativ Perfekt Aktiv sehe – also coepi – und die weiteren  Endungen der Perfektformen weiß) – also heißt „coepit“: er hat angefangen (und auch: sie hat angefangen – und auch: es hat angefangen).

Dieses Buch ist für mich – wenn ich mit Schülern Latein lerne – unverzichtbar.

Meine Gesamtbewertung für die „PONS Verbtabellen PLUS Latein“ : 5 von 5 Sternen

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/15/erfahrungsbericht-ueber-books-on-demand-bod-teil-2-wie-kam-ich-auf-die-idee-buecher-bei-bod-zu-veroeffentlichen-wie-veroeffentlicht-man-am-besten-dort-als-autor-oder-als-ver/

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/01/ein-film-ueber-das-leben-in-nordkorea-meine-brueder-und-schwestern-im-norden/

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/09/12/ein-geschenk-fuer-leute-die-kein-smartphone-haben-wollen-aber-schokolade-moegen/

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/04/16/ist-regio-mail-eine-gute-alternative-zur-deutschen-post/

Erfahrungsbericht über ein Konzert des Sängers Kieran Halpin:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2019/02/12/ein-konzert-des-irischen-rockpoeten-kieran-halpin-ist-einen-besuch-wert-leider-ist-das-konzert-am-17-02-2019-schon-ausverkauft-und-ich-kann-es-nicht-besuchen/

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/01/angenehm-und-pflegend-der-aveo-lippenpflegestift-intensive-repair/

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/08/rezi-von-adelheid-chloe-benjamin-die-unsterblichen/

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/04/01/rezi-von-adelheid-abby-fabiaschi-fuer-immer-ist-die-laengste-zeit/

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/23/rezi-von-adelheid-gayle-forman-manchmal-musst-du-einfach-leben/

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/15/die-alverde-pflegedusche-grapefruit-bambus-ist-eine-fruchtige-dusche/

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/26/%ef%bb%bfdas-verwoehnende-duschgel-lacura-naturals-wunderblume-ist-eine-wohlfuehldusche/

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/08/01/zeltkirche-beobachtungen-und-erfahrungen/

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/erster-blogbeitrag/

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/29/noch-mehr-neue-buecher-eine-veranstaltung-der-vhs-in-der-buecherei-boek-in-lauffen-am-neckar-am-16-11-2018/

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/27/ratskeller-in-heilbronn-manchmal-kann-es-vorkommen-dass-der-gast-kein-getraenk-bekommt/

(Rezi von Adelheid) Jane Gardam: Weit weg von Verona

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

folgendes Buch hat mich angenehm überrascht:

„Weit weg von Verona“ von Jane Gardam

Warum?

Lesen Sie selbst.

 

Kurzinformationen zum Buch „Weit weg von Verona“

Erscheinungsdatum in Deutschland: 23. Juli 2018

Verlag:  Hanser, Berlin

ISBN-Nummer: 978-3446260405

Seitenzahl: 238 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland  22 Euro.

 

Über die Autorin Jane Gardam:

Jane Gardam ist eine britische Schriftstellerin, die 1928 geboren wurde. Ihre britischen Trilogie um „Old Fith“ – also drei Bücher – waren alle Bestseller. Zu diesen Büchern gehört beispielsweise „Ein untadeliger Mann“.

„Weit weg von Verona“ ist Jane Gardams erster Roman.

 

Worum geht es?

Die Handlung spielt während des Zweiten Weltkriegs in Großbritannien. Jessica Vye ist zwölf Jahre alt und Schülerin. Ihr Vater ist Geistlicher, die Mutter nimmt ihre Aufgaben als Gattin eines Geistlichen wahr. Außerdem gibt es noch den kleinen Bruder Rowley.

Mit neun Jahren hat Jessica ein einschneidendes Erlebnis. Ein Herr, der in die Schule kommt und bei  Schülerin die Liebe zu Büchern wecken soll, bescheinigt Jessica, dass sie eine Schriftstellerin ist. Und genau das will sie sein.

Sie erzählt als Ich-Erzählerin aus ihrem Leben. Sie hält sich nicht für liebenswert, sie meint oft, dass viele Menschen sie nicht leiden können. In gewissem Maße ist sie selbst daran schuld, denn sie muss immer wieder ihre Meinung sagen.

Probleme hat sie mit der Lehrerin Mrs. Dobbs. Diese schätzt Jessicas Aufsätze nicht. Andererseits muss man in der Schule Lektüre lesen, die langweilig ist. Als Jessica der Lehrerin das sagt, wird diese wütend.

Das Verhältnis zwischen Mrs. Dobbs und Jessica verbessert sich, als sich Jessica mit Mrs. Pemberton anfreundet. Mrs. Pemberton ist eine Lehrerin im Ruhestand, die immer gute Tipps geben kann.

Während einer Feier eines Pfarrkollegen ihres Vaters lernt Jessica Christian kennen. Sie ist von diesem Mann fasziniert.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseproben ist auf mehreren Webseiten im Internet zu finden. Beispielsweise bei vorablesen.de.  Einfach nach diesem Buch suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Dann ist es möglich, einige Seiten dieses Buches kostenlos zu lesen.

 

Meine Meinung:

Das Buch und der Schreibstil haben mich sofort begeistert. Gerne habe ich diese Geschichte mit dieser vorlauten, aber dennoch sympathischen Heldin gelesen. Es macht mir nichts aus, dass Jessica ihre Meinung sagt. Ich finde das erfrischend.

Oft tritt sie mit ihrer Meinung in Fettnäpfchen, bringt also Leute gegen sich auf. Andererseits hat sie recht. Warum muss man für die Schule oft langweilige Bücher lesen. Das ging nicht nur Jessica so – sondern auch vielen Lesern dieses Buches, mir zum Beispiel.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Jessica und Christian weitergehen wird. Dabei ist das Buch absolut nicht vorhersehbar – und so war auch ich vom Schluss überrascht.

Wer ein gut geschriebenes Buch mit einer sympathischen jugendlichen Heldin lesen will, dem sei dieses Buch empfohlen.

Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

 

(Rezi von Adelheid) Marc Levy: Wo bist du?

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

von manchen Büchern erwartet man als Leser etwas anderes als das, was man dann tatsächlich bekommt, wenn man sie liest.

So erwartete ich beim Buch

„Wo bist du?“ des französischen Autors Marc Levy

eine intelligente Liebesgeschichte, geschrieben in der französischen Romanschreibweise, die ich so mag und schätze. Irgendwie eine nette Geschichte zum Entspannen, gleichzeitig clever und intelligent.

Was ich bekommen habe, war aber etwas komplett anderes. Hat es mir gefallen? Lesen Sie selbst.

 

Kurzinformationen zum Buch:

Erschienen: 2003 in Deutschland

Verlag: Knaur-Taschenbuch

ISBN-Nummer: 3-426-626608

Seitenzahl: 270 Seiten

Das Buch, das ich gelesen habe, ist ein Taschenbuch. Ich nehme an, dass es mal circa 8,95 Euro kostete. Heutzutage bekommt man das Buch bereits für einige Cents bei diversen Buchhändlern im Internet. Einfach schauen.

 

Über den Autor Marc Levy:

Marc Levy ist ein französischer Autor, der 1961 geboren wurde. Sein Debüt-Roman „Solange du da bist“ wurde zum Bestseller. Der Autor hat seitdem viele weitere Bücher geschrieben und veröffentlicht – beispielsweise „Mit jedem neuen Tag“ und „Zurück zu dir“.

 

Worum geht es in dem Buch – oder: die Handlung:

Susan und Philip sind befreundet. Immer wieder treffen sie sich – meistens kurz auf dem Flughafen in Newark. Sie reden miteinander, sie diskutieren, sie schimpfen. Meistens muss Susan dann wieder schnell abfliegen, um in Honduras armen Menschen zu helfen. Das ist ein harter, nervenaufreibender Job. Den Kontakt zu Philip hält sie mit Hilfe von Briefen aufrecht.

Philip wohnt in New York – er ist Künstler, und eigentlich würde er Susan gerne heiraten. Diese hat aber – wegen ihrer Tätigkeit in Honduras keine Zeit dafür.

Und weil er sich doch nach Liebe sehnt, heiratet er Mary. Die beiden haben einen Sohn, namens Thomas. Eines Tages bekommen Philip, Mary und Thomas Besuch. Jemand bringt Lisa vorbei, die Tochter von Susan. Über Susan erfährt man, dass sie gestorben sei. Philip soll sich jetzt um Lisa kümmern. Das ist nicht einfach.

 

Meine Meinung:

In dem Buch wird viel geschimpft und diskutiert – das regt mich beim Lesen auf. Ich bleibe nur deswegen bei der Lektüre, weil ich wissen will, ob Susan und Philip zusammenkommen.  Die Tatsache, dass Susan auf einmal tot ist, bewegt mich. Ich will wissen, wie Lisa in der Familie und in den USA zurechtkommt.

Der Autor handelt viele Szenen sehr schnell ab – er berichtet über beispielsweise über diverse Schulereignisse, die zeigen, wie schwer es Lisa, die bisher in Honduras lebte, fiel, sich an das Leben in den USA zu gewöhnen. Aber nicht nur Lisa hat Probleme, auch Mary. Ihr wird es oft zu viel, sich mit einem Mädchen auseinanderzusetzen, das ihr „vor die Nase“ gesetzt wurde. Sie wird ja nicht gefragt, ob sie sich um Lisa kümmern will. Es wird als selbstverständlich angesehen, dass sich Philip und seine Familie um Lisa kümmern.

Lisa wächst heran – und man fragt sich beim Lesen, was in dem Buch noch kommen wird. Ereignisse werden aneinandergereiht – fast schon schnell und lieblos.

Der Schluss hat mich überrascht – und auch geärgert. Einiges wird klarer – oder auch nicht. Die Taten einer Person kann ich nicht nachvollziehen.

 

Mein Fazit:

Das, was ich bei diesem Buch erwartet habe, habe ich nicht bekommen. Ich habe auch nicht eine Handlung bekommen, die mich positiv überrascht hat. In dem Buch wird viel geschimpft und sich empört, viele Ereignisse werden im Berichtsstil abgehandelt, so dass man als Leser keine Beziehung zu den Personen entwickeln kann. Der Schluss hat mich empört, er ist für mich nicht nachvollziehbar. Mich hat das Buch enttäuscht. Ich vergebe einen von fünf Sternen und keine Empfehlung.

 

(Rezi von Adelheid) Kent Haruf: Lied der Weite

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Anfang des Jahres 2018 war ich äußerst glücklos bei vorablesen.de. Egal, welchen Leseeindruck ich hinterließ – es gab einfach keinen Gewinn für mich.

So hätte mich beispielsweise das Buch „Lied der Weite“ von Kent Haruf sehr interessiert. Kaufen wollte ich mir das Buch nicht selbst – es kostet 24 Euro, das war mir zu viel Geld.

Aber wozu gibt es Büchereien? Unsere Bücherei hier am Ort hat das Buch angeschafft und ich habe es mir zum Lesen ausgeliehen.

Meine Meinung dazu liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch:

Verlag: Diogenes

Seitenzahl: 384

ISBN-Nummer: 978-3257070170

Erscheinungsdatum in Deutschland: 12. Januar 2018

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 24 Euro.

 

Über Kent Haruf:

Kent Haruf war ein US-amerikanischer Autor, geboren 1943 und gestorben 2014. Er hat sechs Romane geschrieben und erhielt einige Literaturpreise.

Seit dem Erfolg seines Romans „Unsere Seelen bei Nacht“, der schon verfilmt wurde, werden seine Romane so nach und nach wiederentdeckt und auch veröffentlicht.

 

Leseprobe:

Es gibt einige kostenlosen Leseproben dieses Buch im Internet. Beispielsweise bei Amazon.de. Einfach dort das Buch aufrufen und auf die Option „Blick ins Buch“ (direkt oberhalb des Buchcovers) klicken. Schon kann man einige Seiten kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Der Roman spielt in der fiktiven US-amerikanischen Kleinstadt Holt und erzählt von einigen Menschen, die dort wohnen, und ihrem Schicksal.

Da gibt es die Brüder Ike und Bobby. Ihr Vater Tom Guthrie ist Lehrer und versucht, sich so gut wie möglich um seine Jungs zu kümmern. Denn seiner Frau Ella wurde ihr Leben als Mutter und Ehefrau zu viel. Sie zieht weg von ihrem Mann und ihren Söhnen, zuerst in ein anderes Haus, schließlich nach Denver. Ike und Bobby sind sehr selbständig. Sie verdienen sich etwas Geld und schließen diverse Bekanntschaften.

Weiterhin erfährt der Leser von Victoria Roubideaux. Sie ist 17 Jahre, schwanger geworden nach einem Abenteuer mit Dwayne. Ihre Mutter wirft sie deswegen raus. Maggie Jones, eine Lehrerin, kümmert sich um Victoria und lässt sie bei sich wohnen. Doch Maggies Vater kommt mit dieser Tatsache nicht klar – und deswegen muss Maggie für Victoria eine andere Bleibe finden.

Tom Guthrie hat in der Schule Probleme mit dem Schüler Beckman und dessen Eltern. Sie finden, dass Tom Guthrie ihren Sohn ungerecht bewertet hat.

Die beiden Brüder McPherson haben eine Farm. Sie haben nie geheiratet, ihr Lebensinhalt sind ihre Rinder und die Landwirtschaft.

 

Meine Meinung:

Da ich „Unsere Seelen bei Nacht“ des Autors Kent Haruf schon sehr gut fand, wollte ich auch sein Buch „Lied der Weite“ lesen. Glücklicherweise hat unsere Bücherei im Ort es zum Ausleihen da und deswegen konnte ich es auch lesen.

Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben (also keine Ich-Erzähler). Die Kapitel sind nur mit den Namen der Personen beschriftet, die eine Hauptrolle darin spielen.

Gibt es wörtliche Rede, so ist sie nicht mit Anführungsstrichen gekennzeichnet.

Am Anfang liest sich das Buch etwas schleppend, denn man lernt als Leser verschiedene Charaktere kennen, weiß aber nicht, wie diese miteinander zusammenhängen und warum über sie erzählt wird. Im Laufe der Lektüre wird das jedoch klar – und als Leser wird man vertraut mit Ike und Bobby, ihrem Vater Tom Guthrie, Victoria Roubideaux und den Brüdern McPherson. Dann liest sich auch das Buch schneller und leichter.

Ich nehme mal an, dass die Handlung des Romans in den 1950er- oder 1960er-Jahren spielt. Die Leute in Holt sind fixiert auf ihre Probleme, nur selten kommen sie aus diesem Ort heraus. Viele der Charaktere sind sympathisch, ihr Schicksal berührt und man will wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Deswegen liest man das Buch. Ich wollte beispielsweise wissen, wie es mit Victorias Schwangerschaft weitergeht und ob Ella sich noch einmal entschließt, zu ihrer Familie zurückzukehren.

Der Erzählton ist ruhig – man merkt aber schnell, welch große Probleme die Protagonisten haben. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und ich kann es mir gut vorstellen, dass es einmal zu den US-amerikanischen Klassikern zählen wird. Empfehlen kann ich das Buch allen Lesern, die sich für US-amerikanische Literatur interessieren, und auch Lesekreisen, die sich mit solcher Literatur befassen.

Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.