(Rezi von Adelheid) William Finnegan: Barbarentage

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Sommer kommt – und für viele auch der Sommerurlaub. Da passt es doch, eine Surferbiographie zu lesen!

Ich habe mich an das Werk

Barbarentage

von

William Finnegan

gewagt.  Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Barbarentage“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 7. Mai 2018

Verlag: Suhrkamp

Seitenzahl: 576 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-518-46873-9

 

Über den Autor William Finnegan:

William Finnegan ist ein US-amerikanischer Autor, Jahrgang 1952.

Seit 1987 ist er als Journalist für den „New Yorker“ tätig. Er hat unter anderem auch schon als Kriegsreporter gearbeitet.

 

Die Handlung:

William Finnegan, genannt Bill, zieht mit seinen Eltern von Los Angeles im US-Staat Kalifornien nach Hawaii. Der Grund ist, dass sein Vater als Regisseur von Fernsehserien arbeitet.

Anfangs wird Bill immer wieder gemobbt – beispielsweise von einem Mitschüler, der ihm in der Schule Hiebe auf den Kopf gibt. Später ist Bill in einer anerkannten Clique – dann hören auch die Attacken gegen ihn auf.

Das Surfen bietet Bill eine Flucht vor dem Alltag. Er hat Ideale, denen er nacheifern möchte. Er lernt viel, macht Erfahrungen und perfektioniert seine Surftechnik. Für ihn übt das Meer eine Faszination aus – er wartet immer auf die „perfekte Welle“, so wie viele andere Surfer. Das Surfen gibt einen Kick und verleiht Selbstbewusstsein in den Schwierigkeiten des Alltags.

Dem Surfen bleibt Bill auch nach seiner Schulzeit treu. Er zieht an einige Plätze, an dem es ihm gefällt. Beispielsweise mit seiner Freundin Caryn, aber auch alleine. Er jobbt mal als Buchhändler, er studiert, er schreibt Berichte für Zeitschriften. Sein Ziel ist, immer genug Geld und Zeit zu haben für den Surfsport.

 

Leseprobe:

Leseproben dieses Buches sind mehrfach im Internet zu finden. Beispielsweise auch bei vorablesen.de. Einfach nach dem Buch suchen und dann auf das Feld „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Meine Meinung:

Ein Buch, das einen Preis bekommen hat, fasziniert mich immer. So klang für mich die Tatsache, dass dieses Buch den „Pulitzer-Preis“ erhalten hat, verlockend. Ich wollte es lesen. Dabei habe ich keine Affinität zum Surfsport. Mich interessierte das Leben im Hawaii der 1960er-Jahre und wie der Autor seine Biographie erzählt.

Er ist ein Ich-Erzähler und erzählt alles aus der Vergangenheitsperspektive. Das ist nicht unüblich und macht mir auch nichts aus. Aufgelockert wird diese Biographie durch einige Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Leben des Autors.

Informationen über die Länder und Gegenden, in denen sich der Autor befindet, bekommt man schon – mal mehr, mal weniger. Vorwiegend handelt das Buch von dem Leben des William Finnegan und seiner Liebe zum Surfsport.

Das ist nicht immer einfach zu lesen. Es gibt keine wörtliche Rede, sondern vorwiegend indirekte Rede – wenn es etwas zu bereden gibt. Indirekte Rede liest sich bekanntermaßen nicht so leicht wie direkte Rede.

Die größte Herausforderung ist der Wortschatz aus der „Surfersprache“. Einige Fachbegriffe zum Thema „Surfen“ sind ganz hinten im Buch in einem Glossar zusammengefasst. Jedoch längst nicht alle. So begegnen dem Leser beispielsweise auf Seite 143 in drei Sätzen die Wörter Set, Drop, Face, clean, Bottom Turn, down the line und Take-Off-Zone. Viele Wörter und Ausdrücke werden im Glossar oder auch im Text selbst erklärt, jedoch längst nicht alle. Beim Ausdruck „down the line“ sollte der Leser in seinen Englischkenntnissen kramen.

Das Nachschlagen der Fachbegriffe verlangsamt den Lesefluss – und man muss sich als Leser fragen, ob man jeden der Fachbegriffe nachschlägt oder am besten überliest. Ich habe es mal so, mal so gemacht – also manches nachgeschlagen, manches nicht, weil ich es selbst übersetzte.

Mein Fazit:

„Barbarentage“ von William Finnegan ist eine Biographie, in der das Surfen klar im Vordergrund steht. Der Autor reist zu verschiedenen Gegenden der Welt, er erzählt aus seinem Leben, erzählt von Freunden und Beziehungen – und überall ist das Surfen ein großes Hauptthema. Wie man richtig surft, wie man es perfektioniert, welche Surfbretter man verwendet und so weiter.

Die vielen Fachbegriffe aus der Surfersprache sind eine Herausforderung für die Leser. Einem Leser ohne Englischkenntnisse würde ich das Buch nicht empfehlen.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für Leser mit Englischkenntnissen, die Sportlerbiographien mögen.

Advertisements

(Rezi von Adelheid) Abby Fabiaschi: Für immer ist die längste Zeit

Hinterlasse einen Kommentar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auf der Seite vorablesen.de habe ich meistens kein Glück. Man kann davon ausgehen, dass ich – wenn ich fünf Leseeindrücke für Bücher poste, die dort verlost werden – kein einziges dieser fünf Bücher gewinne!

Deswegen war ich im Februar 2018 angenehm überrascht, als ich dort doch mal Glück hatte. Ich hatte meinen Leseeindruck zum Buch

Für immer ist die längste Zeit

der US-amerikanischen Autorin Abby Fabiaschi bei vorablesen.de gepostet, um 10 Punkte zu bekommen, damit mein Punktekonto dort etwas aufgestockt wird.

Um 4.000 Punkte zu bekommen und mir damit ein Buch auszusuchen, das ich gerne lesen will, muss ich bei vorablesen.de ganz schön ackern! Deswegen kommen mir auch 10 Punkte ganz recht!

Mitte Februar 2018 bekam ich die überraschende E-Mail, dass ich das Buch gewonnen habe! Es lag in meinem Poststapel, den ich Ende Februar 2018 antraf, als ich mit meinem Mann aus dem Malta-Urlaub zurückkehrte.

Ich habe das Buch ausgepackt und gelesen. Was ich dazu meine, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 21. März 2018

Verlag: Fischer KRÜGER

ISBN-Nummer: 978-3-8105-2479-9

Seitenzahl: 368 Seiten

Das Buch ist als Paperbackausgabe in der deutschen Übersetzung erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 14,99 Euro.

 

Über die Autorin Abby Fabiaschi:

Abby Fabiaschi ist eine US-amerikanische Autorin, die Familie hat und in Connecticut und in Utah lebt.

Da sie schon als Jugendliche mit Trauer umgehen musste, brachte sie zu der Idee, dieses Buch zu schreiben.

Sie spendet 20 Prozent ihrer Nettoerlöse an Verbände, die sich für das Wohl von Frauen und Kindern weltweit einsetzen.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man auf mehreren Webseiten im Internet. Auch auf vorablesen.de. Einfach nach Informationen über dieses Buch suchen und die Option „Leseprobe öffnen“ anklicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Die Handlung:

Madeline – genannt Maddy – ist gestorben – Selbstmord war es, sie sprang vom Dach einer Bibliothek in die Tiefe. Aber warum hat sie sich umgebracht? Ihr Mann Brady und die 16-jährige Tochter Eve bleiben erschrocken und ratlos zurück und versuchen, das Geschehene zu begreifen und zu verarbeiten.

Der Leser des Buches befasst sich mit drei Ich-Erzählern, die jeder Geschehnisse aus ihrer Sicht schildern. Da gibt es Maddy, die sich in einer Art „Zwischenwelt“ befindet, die zwischen Paradies und Hölle angesiedelt ist. Sie möchte versuchen, das Leben ihrer Hinterbliebenen Eve und Brady irgendwie zu beeinflussen. Wenn sie es schon zu Lebzeiten nicht so tun konnte, wie sie es tun wollte, so will sie es wenigstens jetzt – kurz nach ihrem Tod – tun. So würde sie es beispielsweise gern sehen, wenn Brady Rory heiratet. Rory ist eine Frau, die auch schon Schweres in ihrem Leben durchmachen musste und Eve Nachhilfe in „Analysis“ – einem Gebiet der Mathematik – gibt.

Die beiden anderen Ich-Erzähler sind Eve und Brady. Sie versuchen beide auf ihre eigene Art mit der Trauer um Maddy umzugehen. So will Eve nicht von anderen Menschen geschont werden, die meinen, dass man sie wegen ihrer Trauer nicht mit Alltagsdingen konfrontieren sollte. Brady nahm immer seinen Job als Vorwand, wenn er bestimmte Dinge nicht tun wollte.

Eve und Brady suchen Psychologen auf, die ihnen bei ihrer Trauer helfen sollen. Weiterhin lesen sie in Maddys Tagebuch, um mehr über Maddy, ihre Gedanken und ihre Gefühle zu erfahren.

 

Meine Meinung:

Ich finde das Thema „Frau hat sich umgebracht und ihre Angehörigen versuchen, damit fertig zu werden“ ziemlich heftig. Wenn ich aber dieses Buch als „Märchen“ sehe mit einer Handlung, die hoffentlich so nie passieren wird, fällt es mir leichter, mit der Handlung klarzukommen.

Sympathisch an dem Buch ist, dass es gut geschrieben ist und sich leicht lesen lässt und die Hauptpersonen Maddy, Eve und Brady authentisch rüberkommen. Jeder von ihnen hat „seinen“ eigenen Erzählstil und seine eigene Denkweise – und das gefällt mir.

Maddys Angehörige Eve und Brady fragen sich, warum Maddy sich das Leben genommen hat. Im Laufe der Lektüre erfährt man, dass Eve oft egoistisch war und Brady immer wieder seine Arbeit als Grund vorschob, um sich um diverse Dinge in seinem Privatleben nicht zu kümmern. So ließ er beispielsweise Geburtstagsgeschenke für seine Frau von seinen Assistentinnen kaufen – und diese schrieben sogar die Geburtstagskarten für Maddy.

Darüber darf man sauer und verstimmt sein – dennoch ist das kein Grund, sich umzubringen.

Interessant an dem Buch fand ich, dass Eve und Brady sich entwickelt haben. Sie haben sich gefragt, wie sie manches besser machen können, als sie es zu Lebzeiten Maddys machten. So ging Eve in den Ferien in ein Camp und beschäftigte sich mit schwerbehinderten Jugendlichen. Zuerst mochte sie diese Tätigkeit nicht sonderlich, aber sie wuchs dort hinein. Und Brady machte Reisepläne mit Eve, die er zu Lebzeiten Maddys nie gemacht hätte.

Maddy versucht, aus „ihrer“ Zwischenwelt, die Handlungen und Gedanken von Eve, Rory und Brady zu steuern. Meistens gelingt ihr das.

Ich habe das Buch gelesen, weil mir der Schreibstil und die Personen gefallen haben und weil ich wissen wollte, wie Eve und Brady ihre Trauer verarbeiten.

Manchmal gab es Längen in dem Buch, die die Handlung streckten. Ich erwartete, dass sich – außer der Entwicklung von Eve und Brady und der Verarbeitung ihrer Trauer – nichts Besonderes mehr in dem Buch passiert. Plötzlich aber gab es doch Geschehnisse, die mich total überraschten. Solche unvorhergesehenen Passagen werten für mich das Buch auf. Sie haben mich überrascht und nachdenklich gemacht.

 

Mein Fazit:

„Für immer ist die längste Zeit“ ist ein Buch, das mich unterhalten konnte, mich zum Nachdenken brachte und mich überraschte. Ich vergebe die Note „gut“ und eine Leseempfehlung.

 

(Rezi von Adelheid) J. Courtney Sullivan: All die Jahre

Hinterlasse einen Kommentar

Weil mir das Buch „Die Verlobungen“ von J. Courtney Sullivan sehr gut gefallen hatte, war ich überaus gespannt, ihr neues Werk „All die Jahre“ zu lesen. Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch „All die Jahre“ von J. Courtney Sullivan:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 29. Januar 2018

Verlag: Deuticke-Verlag

Seitenzahl: 464 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3552063662

 

Das Buch ist in deutscher Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 22 Euro.

 

Über die Autorin J. Courtney Sullivan:

Courtney Sullivan ist eine US-amerikanische Autorin, die in New York lebt. Sie schreibt für verschiedene Zeitungen.

Ihr Roman „Sommer in Maine“ verhalf ihr zum Durchbruch als Autorin. Das Buch zählte zu den Top Ten der besten Bücher 2011 des »Time Magazine«.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man mehrfach im Internet. Beispielsweise auch bei vorablesen.de. Einfach den Artikel suchen, auf die Option „Leseprobe“ klicken und schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Die irischen Schwestern Nora und Theresa Flynn wandern Ende der 1950er-Jahre in die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) aus, um dort eine bessere Zukunft zu haben. Auf Nora wartet Charlie Rafferty, ein Ire, den sie nicht liebt. Nora will ihn aber heiraten, um ihrer jüngeren Schwester Theresa eine Ausbildung zur Lehrerin zu ermöglichen.

Nora und Theresa werden von Charlie und seinen Verwandten in Boston gut aufgenommen. Aber Theresa fühlt sich immer wieder eingeengt. Sie möchte ausgehen, Männer kennen lernen, tanzen gehen. Einige Male gelingt es ihr, unbemerkt auszugehen. Sie lernt einen Mann, namens Walter, kennen und lieben – und wird schwanger von ihm.

Ein uneheliches Kind – das war nicht nur in den USA der 1950er-Jahre etwas Unerhörtes. Nora und Theresa müssen eine Lösung finden. Abtreiben will Theresa das Kind nicht, und Walter kann sie nicht heiraten, da er bereits verheiratet ist. Theresa wird während der letzten Monate der Schwangerschaft in einem Kloster aufgenommen, wo sie auch ihr Kind zur Welt bringt – einen Jungen, namens Patrick.

Damit das Kind in der Familie bleibt, beschließt Nora, das Kind zu adoptieren. Sie will es so aussehen lassen, als habe sie selbst Patrick geboren – und beginnt, weite Kleidung zu tragen. Außerdem gibt sie ihren Job auf.

Doch als Theresa und Patrick wieder zu Hause bei den Raffertys sind, beginnen viele Probleme. Nora fühlt sich oft überfordert mit Patrick – und Theresa wird von Liebe zu ihrem Kind oft überwältigt. Sie bedauert es, das Kind nicht selbst großziehen zu können. Außerdem belasten sie die Streitereien mit ihrer Schwester Nora so sehr, dass sie eines Tages verschwindet.

50 Jahre später ist Patrick tot. Gestorben, weil er betrunken Auto fuhr und mit seinem Auto gegen eine Mauer prallte. Nora und seine Geschwister John, Bridget und Brian versuchen, sich zu erinnern, wie sie Patrick als Sohn und Bruder erlebten, welche Gefühle sie ihm gegenüber hatten und wie schwierig er oft war. Währenddessen sind sie mit ihren eigenen Problemen, ihrem eigenen Leben und ihren Partnern beschäftigt.

Darüber hinaus hat Nora ihren Kindern jahrelang verschwiegen, dass sie eine Schwester, namens Theresa, hat. Patricks Beerdigung könnte ein Anlass sein, dass Nora wieder Kontakt zu Theresa aufnimmt.

 

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit geschrieben.

Ich finde es sehr gut geschrieben, die Handlung berührt und ist mitreißend. Ich lese in diesem Roman Ereignisse aus dem Jahre 2009 – dem Jahr, als Patrick starb – und Ereignisse, die Ende der 1950er-Jahre beginnen. Damals waren die Ansichten über viele Dinge noch engstirniger. Ein uneheliches Kind war eine Schande – und vielen Müttern blieb nur, ihr uneheliches Kind zur Adoption freizugeben. Da scheint die Lösung, die Nora parat hat – nämlich ihren Neffen Patrick zu adoptieren – wie ein Hoffnungsschimmer zu sein. Dann bleibt er in der Familie, und Theresa kann ihn immer wieder sehen.

Oft habe ich beim Lesen Noras Verhalten nicht verstanden.Ebenfalls ihre Kinder empfanden sie oft als zu spießig – während sie bei Patrick mehr „durchgehen“ ließ als bei ihren leiblichen Kindern John, Bridget und Brian. Ich habe mich beim Lesen mehrfach gefragt, warum sie so lange ihren leiblichen Kindern nicht sagt, dass Patrick ihr Neffe ist und sie ihn adoptiert hat. Das erscheint ihr peinlich zu sein gegenüber den eigenen Kindern. Auch ihre Kinder John, Bridget und Brian finden sie oft zu engstirnig – die Familien ihrer Freunde und Partner sind in vielen Dingen liberaler.

Interessant fand ich es ebenso zu lesen, wie Patricks Geschwister zu ihm stehen. John mochte und mag ihn nicht – und hat auch seine Gründe. Bridget und Brian mochten und mögen ihn.

Berührt hat mich ebenfalls Theresas Geschichte – der Weg, den sie einschlug, nachdem sie die Raffertys verlassen hatte. Da gab es immer wieder Zeiten, während derer sie einen losen Briefkontakt zu Nora hatte – dann gab es wieder Zeiten, während derer kein Kontakt bestand. Oft waren Noras engstirnige Ansichten der Grund für Streitigkeiten, Theresa war in vieler Hinsicht viel liberaler.

Meine Gründe, das Buch zu lesen, waren beispielsweise, weil ich wissen wollte, wie es mit den Schwestern Nora und Theresa weitergeht – ob sie sich bei der Beerdigung von Patrick wiedersehen oder nicht. Weiterhin wollte ich lesen, wie es der Familie Rafferty ging, als ihre Kinder noch zur Schule gingen – und wie es ihnen als Erwachsene geht.

Wer Familienromane mag, wird an diesem Buch Gefallen finden. Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es hat mich gepackt, berührt und regte mich zum Nachdenken an.

Deswegen vergebe ich fünf Sterne und eine Weiterempfehlung. Als Zielgruppe für das Buch sehe ich Frauen.

 

(Rezi von Adelheid) Kerry Lonsdale: Alles, was wir waren

Hinterlasse einen Kommentar

Guten Tag,

vom 16. bis 23. August besuchte ich mit meinem Mann London und habe auf der Reise unter anderem folgendes Buch gelesen:

Alles, was wir waren

von der amerikanischen Schriftstellerin

Kerry Lonsdale

 

Wie ich das Buch fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen über das Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland:  9. Mai 2017

Verlag: Amazon-Crossing

ISBN-Nummer: 978-1542046008

Seitenzahl: 396 Seiten

 

Über die Autorin Kerry Lonsdale:

Die US-amerikanische Autorin Kerry Lonsdale ist Mitbegründerin der Women’s Fiction Writers Association, einer international aktiven Online-Community von Schriftstellern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im sonnigen Kalifornien und schreibt inzwischen an ihrem dritten Roman.

 

Die Handlung:

Aimee und James lernten sich schon in ihrer Jugend kennen. Sie waren oft zusammen. Als Erwachsene begannen sie, mehr füreinander zu empfinden, und schmiedeten Heiratspläne.  Kurz vor der geplanten Hochzeit jedoch kommt James während einer Reise nach Mexiko ums Leben.

Aimee ist untröstlich. Sie versucht, ihre Trauer zu bewältigen, und schmiedet Pläne, ein Café zu eröffnen. Außerdem lernt sie den Fotografen Ian kennen, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt.

Allerdings taucht immer wieder Lacy Saunders, einen parapsychologische Beraterin, auf, die behauptet, dass James noch am Leben sei. Aimee ist sich nicht sicher, was sie glauben soll. Soll sie nach James suchen – oder soll sie den Menschen glauben, die ihr sagen, dass James tot ist?

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man, wenn man bei Amazon.de das Produkt aufruft und auf die Option „Blick ins Buch“ klickt. Schon kann man einige Seiten des Buches umsonst lesen.

 

 

Meine Meinung:

Der Anfang dieses Romans, der aus der Ich-Perspektive von Aimee erzählt wird, ist gut. Er weckt Spannung und ein Leseinteresse. James ist tot – oder doch nicht? Was ist mit ihm genau passiert? Genau das interessierte mich, deswegen las ich das Buch. Darüber hinaus ist die Hauptfigur Aimee sympathisch – ebenso wie die Personen, die ihr nahe stehen: Nadia, Kristen und Ian.

Immer wieder flieht sie vor Lacy, der Parapsychologin, die Aimee mehr sagen will, als diese offensichtlich hören will.

Anfangs habe ich den Roman sehr gerne gelesen, merkte aber bald, dass den Liebesepisoden – zwischen Aimee und James sowie zwischen Aimee und Ian – viel Raum gegeben wird. Die spannende Frage nach James‘ aktuellem Schicksal wird dadurch oft in den Hintergrund gerückt. Es gibt immer wieder Rückblenden in die Zeit, in der James in Aimees Leben noch eine wichtige Rolle spielte, jedoch ziehen diese die Handlung oft in die Länge.

Der Schluss ist überraschend – aber für mich nachvollziehbar.

 

Mein Fazit:

„Alles, was wir waren“ von Kerry Lonsdale ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit einigen Längen. Wer aufgrund des Anfangs des Buches einen Krimi oder Thriller erwartet, sollte zu einem anderen Buch greifen. Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

 

(Rezi von Adelheid) Rufi Thorpe: Ein Sommer in Corona del Mar

Hinterlasse einen Kommentar

Auf das Buch „Ein Sommer in Corona del Mar“ kam ich nur durch Zufall. Die Lektüre hat mich positiv überrascht.

Nachdem ich einen US-amerikanischen Klassiker eines renommierten US-amerikanischen Autors gelesen hatte, suchte ich nach locker-leichter Sommerlektüre. Das Cover des Buches „Ein Sommer in Corona del Mar“ und auch der Buchtitel verhießen  genau solche Lektüre.

Wie erstaunt allerdings war ich, als ich das Buch las. Es hat mich von Anfang an gepackt. Der Schreibstil sprach mich an. Ich habe hier keinen belanglosen Frauenroman vor mir, sondern wirklich einen Roman mit Tiefgang, der mich bis zum Schluss fesseln konnte.

Es geht um die zwei Freundinnen Mia und Lorrie Ann in einer südkalifornischen Stadt in den 1990er-Jahren. Mia erzählt die Geschichte dieser Freundschaft aus der Ich-Perspektive.  Die Geschichte beginnt, als die beiden Teenager sind. Lorrie Ann ist beneidenswert, sie scheint ein besseres und glücklicheres Leben zu führen als Mia. Das Schicksal wendet sich, als Lorrie Anns Vater stirbt.

Als Lorrie Ann schwanger wird und Jim, den Vater ihres Kindes, heiratet, scheint wieder vieles gut zu werden. Doch Jim stirbt, als er als Soldat bei einem Einsatz agiert – und Lorrie Anns Baby, namens Zach, ist schwerbehindert.  Lorrie Ann scheint ihr Schicksal zu akzeptieren, sie hat einen neuen Partner und liebt ihr Kind abgöttisch. Allerdings bleiben Probleme nicht aus – beispielsweise Probleme mit Drogen.

Mia studiert, macht einen hervorragenden Studienabschluss und promoviert. Sie zieht nach Istanbul und findet einen Partner. Mit Lorrie Ann ist sie vorwiegend telefonisch in Kontakt. Ab und zu gelingt es ihr, ihre Freundin in Kalifornien zu besuchen.

Interessant an dem Buch finde ich, dass ich als Leserin am Leben von Lorrie Ann aus der Perspektive ihrer Freundin Mia teilhabe. Und zwar ziemlich intensiv. Jugenderinnerungen wechseln sich ab mit Erlebnissen, die beide als Erwachsene haben. Wobei der Fokus mehr auf das Leben von Lorrie Ann gelegt wird.  Von Mia erfahre ich lange Zeit nur wenig.

Und beim Lesen fragte ich mich oft: „Was kommt noch? Worauf will dieses Buch hinaus?“

Der Schluss hat mich überrascht – und er wirft das Bild, das ich mir lange von Lorrie Ann gemacht hatte, total über den Haufen. Aber nicht allein der Leser wird überrascht – die Ich-Erzählerin Mia ebenfalls. Zu Recht fragt sie sich, wie gut sie ihre Freundin Lorrie Ann überhaupt gekannt hat.

 

Mein Fazit:

Das Buch „Ein Sommer in Corona del Mar“ kann ich empfehlen. Wer einen lockeren Frauenroman lesen will, sollte allerdings zu einem anderen Buch greifen. Denn hier geht es um die Freundschaft zweier Frauen, die den Leser nachdenklich macht. Auch den Schreibstil finde ich gelungen. Er wird nie ordinär, er ist oft klug und gefällt mir.

Der deutsche Buchtitel passt nicht ganz zu dem Buch, da es nicht nur um einen Sommer im südkalifornischen Städtchen Corona del Mar geht, sondern um eine freundschaftliche Beziehung, die mehrere Jahre dauert.

Wegen einiger Längen in dem Buch vergebe ich dem Buch vier von fünf Sternen – also die Note „gut“ –  und eine Leseempfehlung.

 

Informationen zum Buch:

Erschienen in Deutschland im April 2017

Seitenzahl: 352 Seiten

Verlag; btb (gehört zur Verlagsgruppe Random House)

ISBN-Nummer: 978-3-442-71471-1

Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Taschenbuch erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 9,99 Euro.

 

(Rezi von Adelheid) Simon Van Booy: Mit jedem Jahr

Hinterlasse einen Kommentar

Vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen:

Mit jedem Jahr

des walisischen Schriftstellers

Simon Van Booy.

 

Was ich von dem Buch halte, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 26. März 2017

Seitenzahl: 310 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3458176992

Verlag: Insel-Verlag

Das Buch ist in der deutschsprachigen Version als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen. Im deutschen Buchhandel kostet es 22 Euro.

 

Über Simon Van Booy:

Simon Van Booy ist ein Schriftsteller aus Wales (Großbritannien). Er lebt im Moment mit seiner Frau und seiner Tochter im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

Er hat schon mehrere Romane verfasst und arbeitet für mehrere Zeitungen und den BBC. In Deutschland erschien vor einigen Jahren bereits sein Buch „Die Illusion des Getrenntseins“.

 

Leseprobe:

Leseproben dieses Buches, die vom Verlag genehmigt wurden, gibt es auf mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise bei www.vorablesende. Einfach das Buch „Mit jedem Jahr“ suchen und rechts oben auf den Schalter „Leseprobe öffnen“ klicken. Dann ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Die Handlung:
Harvey ist sieben Jahre alt und lebt mit ihren Eltern irgendwo in den USA. Das Leben ist harmonisch, Harvey kümmert sich um ihre Puppen. Der Vater hat ein Juweliergeschäft, die Mutter stammt aus Ecuador.

Harveys Eltern kommen durch einen Autounfall ums Leben. Die Sozialarbeiterin Wanda setzt sich dafür ein, dass Harvey zu ihrem Onkel Jason kommt. Jason, einem Raucher und Raufbold, den sie bisher nicht kannte. Jason, der ältere Bruder des Vaters, der nie dachte, sich jemals um eine Familie kümmern zu können.
Harvey und er raufen sich zusammen. Er meldet Harvey zur Schule an, er kauft ihr Kleider, er kümmert sich um sie, wenn sie krank ist. Und mit jedem Jahr, in dem Jason mit Harvey zusammen ist, wird er weicher, menschlicher, einfach ein Familienmensch.

Später zieht Harvey nach Paris, weil sie dort eine Arbeit als Zeichnerin gefunden hat. Sie nennt Jason schon lange nicht mehr Onkel – nein, er ist ihr „Dad“, dem sie Paris zeigen will, als er aus den USA zu Besuch kommt.

Meine Meinung:
Es gibt zwei Handlungsstränge, die zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Erzählt wird das Buch aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit.

Die Schilderungen von Harveys Kindheit wechseln sich ab mit Schilderungen, wie die erwachsene Harvey in Paris arbeitet und Jason empfängt, der aus den USA zu Besuch kommt. Sie zeigt ihm die Stadt. Immer wieder tauchen sie ein in Erinnerungen über die Vergangenheit.

Der Schreibstil des Buches gefällt mir gut, die Charaktere Harvey und Jason sind sympathisch. Man merkt auch beim Lesen, wie Jason langsam zu einem Familienmenschen wird – und das gefällt. Eigentlich will er anfangs Harvey gar nicht bei sich aufnehmen. Er gilt als „Raubein“, der Motorräder und Raufereien liebt und einige Tattoos hat. Wie soll solch ein Mensch Harvey gleichzeitig Vater und Mutter sein?

Aber die Sozialarbeiterin Wanda entdeckt immer mehr gute Eigenschaften an ihm. Sie trifft ihn mehrmals, bringt immer wieder Harvey mit. Und sie ermutigt ihn, Harvey bei sich aufzunehmen, damit diese nicht in einer Pflegefamilie leben muss.

So nach und nach raufen sich die beiden zusammen. Jason ist nicht jähzornig, er ist geduldig – und ihm fällt immer etwas ein, auch in schwierigen Situationen. Beispielsweise, als Harvey mit hohem Fieber im Bett liegt. Da holt er die Nachbarin, die die richtigen Medikamente zu haben scheint, die sie Harvey gibt.

Ich habe das Buch gerne gelesen. Was mich allerdings gestört hat, war, dass die Spannung kaum vorhanden war. Das Buch ist ruhig, und man liest es, um zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen Harvey und Jason entwickelt. Wie kann ein Mann, der nie eine Familie haben wollte – und selbst keine eigenen Kinder hat, einem kleinen Mädchen ein guter Vater sein? Und genau diese Annäherung, diese Entwicklung des raubeinigen Jason zum Vater macht dieses Buch aus.

Oft habe ich mich beim Lesen gefragt: Worauf will dieses Buch hinaus? Was ist der Höhepunkt? Zum Schluss gibt uns der Autor noch einen Höhepunkt, ein unerwartetes Ereignis, mit dem ich nicht gerechnet habe.

Mein Fazit:
Das Buch „Mit jedem Jahr“ von Simon Van Booy schildert, wie ein Onkel sich auf einmal um seine Nichte kümmert – und die beiden im Laufe der Jahre immer mehr zu einer Familie werden.

Das Buch ist ruhig, es ist wenig spannend, aber der Schreibstil ist gelungen.
Ich vergebe dem Buch vier von fünf Sternen und empfehle es weiter.

(Rezi von Adelheid) Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht

Hinterlasse einen Kommentar

Vor einigen Tagen habe ich folgenden Roman zu Ende gelesen:

Unsere Seelen bei Nacht

des US-amerikanischen Schriftstellers

Kent Haruf.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 22. März 2017

Seitenzahl: 208

Verlag: Diogenes

ISBN-Nummer: 978-3257069860

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag in Deutschland erschienen und kostet 22 Euro.

 

Über Kent Haruf:

Kent Haruf war ein US-amerikanischer Autor, Jahrgang 1943, der 2014 verstarb.

Er schrieb insgesamt fünf Romane, sein letzter war „Unsere Seelen bei Nacht“. Das Buch wird mit Jane Fonda und Robert Redford verfilmt.

Alle Romane von Kent Haruf spielen in der fiktiven Kleinstadt Holt im US-Bundesstaat Colorado.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach die Informationen über das Buch anklicken, dann auf „Leseprobe öffnen“ (rechts oben) klicken – schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Zwei alte Menschen treffen sich. Es handelt sich um Addie Moore und um Louis Waters. Beide sind verwitwet, beide leben alleine in der US-amerikanischen Kleinstadt Holt im Bundesstaat Colorado.

Addie macht Louis den Vorschlag, dass sie miteinander Abende und Nächte verbringen könnten. Also sich in ihren Wohnungen treffen, zusammen in einem Bett schlafen und sich unterhalten. Sex wollen sie nicht haben – sie könnten nur miteinander die Nacht überstehen.

Louis zögert zuerst, lässt sich aber dann auf den Vorschlag ein.

Er und Addie treffen sich immer wieder. Vorwiegend in Addies Haus. Er lässt seinen Schlafanzug und seine Zahnbürste dort, um nicht jedes Mal alles hin- und herschleppen zu müssen. Sie unterhalten sich und schlafen nebeneinander in einem Bett. Addie hat einen guten Schlaf, und Louis immer wieder Probleme mit dem Einschlafen.

Sie freunden sich an und lernen sich besser kennen. Ihre Treffen wollen sie nicht mehr missen. Aber es bleibt nicht aus, dass die Leute im Ort munkeln. Addie und Louis lassen sich dadurch nicht irritieren und zeigen sich ihren neugierigen Mitmenschen bei Tag beim Stadtbummel in Holt. Eines Tages kommt Jamies, Addies Enkel, für einige Wochen zu ihr zu Besuch. Auch diese Situation versuchen Addie und Louis gemeinsam zu meistern.

 

Meine Meinung zu diesem Buch:

Die Handlung dieses Buch fängt sofort an. Eine lange Vorgeschichte gibt es nicht, was mir sehr gut gefällt.

Auch sonst ist das Buch lesenswert und interessant. Addie und Louis sind sofort sympathisch. Zwei alte Menschen, die sich als Nachbarn schon lange kennen. Nun wird aus Nachbarschaft Freundschaft. Sie erzählen sich einander, was sie in der Vergangenheit erlebt haben. Jeder von ihnen musste schon ein schweres Schicksal meistern. Addie hat ihre Tochter Connie verloren und sie erzählt Louis davon, wie es passiert ist. Und Louis hat einmal seine Frau Diane mit einer Lehrerkollegin betrogen – und kehrte wieder zurück zu Diane.

Es ist rührend und nie kitschig, was Addie und Louis miteinander unternehmen und wie sie versuchen, Zeit miteinander zu verbringen.

Dem üblichen „Dorftratsch“, der nicht ausbleibt, können sie nicht ausweichen. Aber er bringt sie nicht dazu, ihre Freundschaft aufzugeben. Ein größeres Problem sind die „lieben“ Verwandten – Addies Sohn und Louis’ Tochter -, die meinen, ihren Eltern Vorschriften machen zu müssen.

Dieser Roman bleibt also immer interessant. Leicht lesbar ist er geschrieben, in einem einfachen, schönen Schreibstil, aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in vorwiegend kurzen Sätzen. Sympathisch sind Addie und Louis schon ab dem ersten Kapitel und als Leserin wünschte ich mir gleich zu Anfang, dass ihre Freundschaft sich entwickeln darf.

 

Mein Fazit:

Für mich ist „Unsere Seelen bei Nacht“ von Kent Haruf ein wunderbar leichtfüßiger Roman mit sympathischen Hauptcharakteren, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe diesem Buch fünf Sterne und eine Weiterempfehlung.

 

 

 

Older Entries