(Rezi von Adelheid) Joel Dicker: Das Verschwinden der Stephanie Mailer

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

manchmal gibt es Bücher, die den Leser sofort „flashen“, wenn man nur die Leseprobe gelesen hat. Da ist man sofort begeistert und sagt: „Das muss ich unbedingt lesen!“

So ging es mir bei dem Buch

Das Verschwinden der Stephanie Mailer

des schweizerisch-französischen Autors

Joel Dicker.  

Das Buch ist seit 02.04.2019 als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag zu kaufen. Es ist im Piper-Verlag erschienen und hat die ISBN-Nummer 978-3-492-05939-8. Dieses 672-Seiten dicke Werk kostet im Buchhandel in Deutschland 25,– Euro.

Ich habe es mir gekauft, als ich unterwegs in Hessen war und im Frankfurter Hauptbahnhof umsteigen musste. Während der Umsteigezeit sichtete ich das Buch in einer Bahnhofsbuchhandlung – und sofort musste es mit! Denn ich wollte es ja, nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, unbedingt lesen!

Über den Autor Joel Dicker:

Joel Dicker ist ein französisch-schweizerischer Autor, Jahrgang 1985. Er hat bisher drei Romane veröffentlicht, die alle zu Bestsellern wurden. „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“, „Die Geschichte der Baltimores“ und „Das Verschwinden der Stephanie Mailer.“

Seine Romane wurden schon mehrfach ausgezeichnet und stehen auf den Bestsellerlisten weltweit.

Worum geht es in dem Buch?

1994 ist in der US-amerikanischen Kleinstadt Orphea ein Vierfachmord passiert. Bürgermeister Gordon, seine Frau und sein Sohn wurden erschossen – und Meghan Padalin, die gerade in der Nähe joggte.

Der Polizist Jesse Rosenberg und sein Kollege Derek Scott ermitteln in alle Richtungen und können schließlich als Täter Ted Tennenbaum präsentieren.

Der Fall scheint gelöst und symbolisiert den Beginn einer erfolgreichen Polizeikarriere der beiden Ermittler. Bis 2014 die junge Journalistin Stephanie Mailer Jesse Rosenberg damit konfrontiert, dass 1994 ein Ermittlungsfehler gemacht wurde.

Jesse ist erstaunt, will er doch gerade aus dem Polizeidienst ausscheiden.
Was sie gesagt hat, beunruhigt ihn. Und als sie nur wenig später spurlos verschwindet, beginnen er und Derek erneut, in diesem Vierfachmord von 1994 zu ermitteln. Sie möchten wissen, was Stephanie genau herausgefunden hat. Außerdem läuft ihnen die Zeit davon, denn Stephanie scheint in Gefahr zu sein.
Zur Seite steht ihnen die junge Polizistin Anna Kanner, die neu in Orphea ist.

Als wenige Zeit später Stephanie tot aufgefunden wird, wissen alle, dass der Mörder von 1994 immer noch frei herumläuft und nicht gefunden werden will.
Jesse, Derek und Anna ermitteln in viele Richtungen. Sie suchen beispielsweise nach Kirk Harvey, einem ehemaligen Polizeichef, der 1994 plötzlich die Stadt verließ.

Wer könnte – außer Ted Tennenbaum – noch ein Interesse daran gehabt haben, Bürgermeister Gordon und seine Familie auszulöschen? Und welche Rolle spielte das Theaterfestival, das gerade da stattfand, als die Morde passierten?

Meine Meinung:

Als ich die Leseprobe zu diesem Buch gelesen hatte, wollte ich es unbedingt lesen – und habe das getan.

Es gibt in dem Buch sowohl Passagen, die aus der Ich-Perspektive, als auch Passagen, die in der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) geschildert werden. Es gibt Handlungsstränge, die 2014 spielen – aber auch Rückblenden, vorwiegend in das Jahr 1994. Das hat mich beim Lesen nicht gestört, da immer klar ersichtlich ist, wann was passiert oder passierte.

Das Buch fängt gleich interessant an. Der Vierfachmord schockiert – und man möchte als Leser wissen, wer der Täter ist und was Stephanie Mailer über ihn wusste.

Angenehm fand ich, dass der Autor keine blutigen und detaillierten Mordbeschreibungen liefert, sondern ihm eher Details und Ereignisse aus dem Leben seiner Charaktere und die Ermittlungsarbeit der Polizisten am Herzen liegen.

Als Leser wird man mit vielen Personen und Problemen in Orphea konfrontiert, die es gab und die 2014 vorhanden sind. Man erfährt zum Beispiel, dass Bürgermeister Gordon korrupt war und auf diese Weise viel Geld verdienen konnte.

Man liest über den Literaturkritiker Ostrowski, der von der Zeitung, bei der er arbeitet, gefeuert wird und für sich eine Chance sieht, wenn er 2014 zum Theaterfestival nach Orphea kommt.

Dann gibt es Steven Bergdorf, Chefredakteur einer Zeitung, der seine Frau Tracy mit seiner Angestellten Alice betrügt und deswegen viele Schulden macht.
Die Ermittler finden Kirk Harvey, der als Theaterschreiber in Kalifornien tätig ist und seine Polizeikarriere aufgegeben hat.

Das sind nur einige Personen. Deswegen fand ich es sehr hilfreich, dass es hinten im Buch eine Liste mit den wichtigsten Personen und der Nennung ihres Berufs oder ihrer Funktion in der Romanhandlung gibt.

Über manche Personen erfährt man ziemlich viel. Auch, was die Ermittler Jesse, Derek und Anna neben ihrer beruflichen Tätigkeit machen und was sie bewegt. Beispielsweise, dass Anna geschieden ist – und wie es zu der Scheidung kam.

Das zieht die Handlung in die Länge. Andererseits fand ich viele Personen interessant und habe gerne viele Einzelheiten über sie gelesen. Die Ermittler Jesse, Derek und Anna fand ich sympathisch so wie viele andere Personen auch, der Charakter Kirk Harvey fiel mir oft auf die Nerven. Alice fand ich unerträglich, Steven mochte ich nicht.

Die meisten Personen in diesem Buch warten auf das Theaterfestival 2014, in dem offensichtlich wichtige Details zum Vierfachmord 1994 enthüllt werden sollen. Das baut eine gewisse Spannung beim Lesen auf.

Als Leser ist man genauso ahnungslos wie die Ermittler. Es gibt immer wieder neue Spuren und Lösungsansätze zur Aufklärung der Mordfälle.

Die Lösung selbst fand ich interessant und absolut nicht vorhersehbar.

„Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ war das erste Buch, das ich von Joel Dicker gelesen habe. Ich habe das Buch gerne und mit Interesse gelesen. Es hat mich neugierig gemacht auf weitere Werke des Autors.

Sicherlich war mir das Buch stellenweise zu lang. 672 Seiten für einen Krimi ist zu lang! Allerdings sehe ich das Buch nicht als Krimi – sondern eher als „Milieustudie mit Krimihandlung“. Und – verglichen mit dem schwedischen, historischen Krimi „1793“, den ich davor gelesen habe, ist „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ weit weniger brutal. Das schätze ich.

Ich vergebe deswegen fünf von fünf Sternen für „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ und empfehle das Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Maureen Daly: Siebzehnter Sommer

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dank vorablesen.de konnte ich folgendes Buch lesen:

Siebzehnter Sommer

der US-amerikanischen Autorin Maureen Daly. In den USA gilt dieses Buch als Klassiker. Für den deutschsprachigen Markt wurde das Buch neu entdeckt und von dem Verlag „Kein & Aber“ wieder veröffentlicht.

Wie mir das Buch gefallen hat, will ich jetzt berichten. Dass ich ein Buch über vorablesen.de bekommen habe, hänge ich normalerweise nicht an die große Glocke. Aber ich bekomme über diese Seite bei Verlosungen gerade keine Bücher mehr (die Gründe dafür sind mir nicht bekannt) und deswegen sollte ich mir die Bücher, die ich bekommen habe, einrahmen. Bei  den Verlosungen von vorablesen.de habe ich jetzt kein Glück mehr, wenn ich mich um ein Buch bewerbe.

Kurze Informationen zu dem Buch „Siebzehnter Sommer“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 15.04.2019

Verlag: Kein & Aber

Seitenzahl: 304

ISBN-Nummer: 978-3-0369-5990-0

Das Buch ist als Taschenbuch erhältlich und kostet im Buchhandel in Deutschland 13 Euro.

Über die Autorin Maureen Daly:

Die US-amerikanische Autorin Maureen Daly lebte von 1921 bis 2006. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitete sie noch als Essayistin, Herausgeberin, Journalistin. Sie schrieb mehrere Romane und Kinderbücher.

Im Alter von 16 Jahren gewann sie bereits einige Kurzgeschichtenwettbewerbe und beschloss anschließend, den Roman „Siebzehnter Sommer“ zu schreiben. In den USA ist dieses Buch schon seit Jahrzehnten ein Klassiker.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrmals im Netz. Beispielsweise bei vorablesen.de.

Einfach auf dieser Webseite das Buch „Siebzehnter Sommer“ suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es?

Die 17-jährige Angie lebt in einer US-amerikanischen Kleinstadt in der Nähe des Lake Winnebago. Sie hat ihre High-School-Zeit hinter sich gebracht und wird im folgenden Herbst auf das College gehen. Den Sommer verbringt sie mit ihrer Familie. Es ist ein warmer Sommer Ende der 1930er-Jahre.

Angie trifft Jack, den sie sofort mag. Sie wartet auf seinen Anruf, darauf, dass er etwas mit ihr unternimmt. Dabei kritisiert sie sich immer wieder selbst – sie überlegt beispielsweise: ist sie hübsch genug für Jack? Als Jack mit ihr auf einen Ball geht, ist sie selig.

Ihre Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit – und als Angie einmal Tony, Jacks Freund, trifft, ist Jack eifersüchtig. Angie und Jack können sich wieder versöhnen – und eines Tages folgt Jack der Einladung, mit Angies Familie ein Mittagessen einzunehmen. Hier wird er genau unter die Lupe genommen – besonders von Angies älterer Schwester Lorraine, die in Chicago studiert und den Sommer über in der Heimatstadt ist. Sie versucht, ihn mit einer Diskussion über Bücher in Verlegenheit zu bringen.

Doch Jack lässt sich davon nicht beirren. Er liebt Angie aufrichtig. Als seine Familie eine schwerwiegende Entscheidung trifft, muss auch er abwägen, ob er dieser folgen soll oder seinem Herzen. Auch für Angie stehen weitreichende Entscheidungen an.

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive Angies in der Vergangenheit (Imperfekt) verfasst. Eine lange Einlesezeit benötigt man nicht. Das Buch ist von Anfang an interessant.

Der Roman ist immer wieder sehr ausführlich erzählt – aber dadurch bekommt man als Leser das Gefühl, mitten in der Geschichte zu sein – direkt neben Angie zu stehen und zu beobachten und zu fühlen, was sie beobachtet und fühlt. Ich finde es faszinierend, wie sie  ihre Umgebung beschreibt.

Neben den Erlebnissen mit Jack beschreibt Angie das Leben mit ihrer Familie. Die Eltern sind neugierig, sie wollen immer noch die Kontrolle darüber haben, was ihre Töchter tun. Als Angies Schwester Lorraine beispielsweise einmal ihren Freund Martin treffen will, soll sie ihn doch am besten mit zum Familienpicknick bringen. Das ist der Vorschlag der Eltern.

Dann gibt es noch die kleine Schwester Kitty, die noch keinen Freund hat, und die älteste Schwester Margaret, die verlobt ist und immer wieder meint, ihren Schwestern Ratschläge erteilen zu müssen.

In der Kleinstadt, in der die Familie wohnt, ist es auch wichtig, in einer Clique zu sein, um akzeptiert zu werden – um sich nicht ausgeschlossen zu fühlen.

Der Roman „Siebzehnter Sommer“ entführt die Leser in eine vergangene  Zeit, in der es noch kein Fernsehen und kein Internet gab und die Leute noch nicht so viel reisten wie jetzt. Allerdings fuhren schon Autos. Man liest über einen Sommer, in dem die sympathische Hauptperson Angie eine Entscheidung über ihre Zukunft treffen muss. Interessant ist es zu erfahren, was den Leuten in den 1930er-Jahren wichtig war – worauf sie beispielsweise beim Mittagessen achteten – und welche Alltagsprobleme sie hatten. Wenn man beispielsweise in Kontakt bleiben wollte, gab es nur das Telefon oder Briefe.

Alles ist schön, faszinierend und nachvollziehbar beschrieben – und so ist es für mich kein Wunder, dass dieses Buch in den USA zum Klassiker avanciert ist! Ich vergebe fünf Sterne und empfehle dieses Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Thomas Pierce: Die Leben danach

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen:

„Die Leben danach“ von Thomas Pierce.

Wie es mir gefallen hat, will ich jetzt berichten.

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 18.02.2019

Verlag: Dumont

Seitenzahl: 400

ISBN-Nummer: 978-3-8321-9893-0

Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Hardcoverbuch mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandlung in Deutschland 24 Euro.

Über den Autor Thomas Pierce:

Thomas Pierce ist ein US-amerikanischer Autor, der 2016 den Erzählband ›Hall of Small Mammals‹ veröffentlichte. Dafür wurde er im selben Jahr von der National Book Foundation in die Liste der »5 under 35« aufgenommen. Seine Texte erschienen in namhaften Zeitungen und Magazinen. Er wuchs in South Carolina auf und lebt mit seiner Familie in Charlottesville, Virginia.

Leseprobe:

Kostenlose Leseproben zu diesem Buch gibt es im Internet einige. Auch bei vorablesen.de. Einfach das Buch dort aufrufen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ tippen. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es in diesem Buch?

Jim Byrd ist Unternehmenskreditberater bei einer Bank. Er lebt und arbeitet in Shula, einer Kleinstadt in den USA.

Er hat einen Herzstillstand erlitten, konnte durch eine Operation gerettet werden und fragt sich jetzt: Was erwartet einen Menschen nach seinem Tod? Sorge macht ihm, dass er – als ein Herz für kurze Zeit nicht schlug – keinerlei Nahtoderfahrung gemacht hat.

Er macht sich beispielsweise Gedanken, ob es Geister gibt. Grund ist, dass es in einem Lokal, dessen Besitzerin er einen Kredit bewilligt hat, zu spuken scheint. Es gibt immer wieder Unfälle auf einer Treppe, weiterhin die sehr interessante Geschichte der Vorbesitzer Clare und Robert, bei denen es gebrannt hat.

Annie ist eine ehemalige Mitschülerin von Jim, die er nach Jahren wieder kennen- und lieben lernt. Annie ist verwitwet. Sie hat eine Tochter, namens Fisher. Diese Tochter ist der Grund, warum Annie mit Jim keine Kinder haben möchte.

Gemeinsam besuchen sie Kirchen und Veranstaltungen, die Heil versprechen und Leuten bei der Sinnsuche helfen wollen. So geraten sie in die „Kirche der Suchenden“. Dort werden die Vortragenden mit Hilfe von Hologrammen an eine Wand projiziert. Weiterhin begegnet Jim immer wieder der Physikerin Sally Zinker. Einmal kontaktiert er ein Medium.

Jim unterhält sich über einige dieser Erfahrungen mit seinem Vater, der sehr daran interessiert ist. Auf einmal stirbt der Vater.


Meine Meinung:

Der Schreistil des Buches gefällt mir. Auch Jim ist eine interessante Figur, die sympathisch ist. Annie ist eher unscheinbar. Sie versteht ihn aber gut – und ist bereit, ihn auf seiner Sinnsuche zu begleiten.

Interessant fand ich die verschiedenen Kirchen und Veranstaltungen, von denen der Autor erzählt. Neben der Geschichte von Jim und Annie gibt es noch die Geschichte von Clare und Robert und diversen Menschen, die ihnen nahe standen.

Spannung in dem Buch ist jedoch kaum vorhanden. Immer wieder fragte ich mich: Was ist die Botschaft dieses Buches? Worauf will der Autor hinaus?

Denn oft gestaltete sich die Lektüre sehr sperrig – man musste sich durch diverse Passagen „hindurchquälen“.

Da ich aber wissen wollte, wie es mit Jim weitergeht – und welche Veranstaltungen, Kirchen und Menschen er trifft, habe ich das Buch zu Ende gelesen. Zum Schluss nimmt das Buch doch noch etwas an Fahrt auf. Gerade das Kapitel über die „Wiedervereinigungsmaschine“ hat mir am besten gefallen.

Ich vergebe drei von fünf Sternen und empfehle das Buch Lesern weiter, die sich für die im Buch angesprochenen Themen interessieren.

(Rezi von Adelheid: John Jay Osborn: Liebe ist die beste Therapie

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unsere Bücherei hier am Ort hat in den letzten Jahren bald aktuelle Bestseller zum Ausleihen da. Und da ich von dem Buch „Liebe ist die beste Therapie“ schon bei vorablesen.de erfahren hatte, nahm ich es mir auch zum Lesen mit.

Diese Rezension behandelt also das Buch

Liebe ist die beste Therapie

des US-amerikanischen Schriftstellers, Jura-Professors und Anwalts

John Jay Osborn.

Wie und ob mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

Kurze Informationen zu dem Buch „Liebe ist die beste Therapie“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 24. Oktober 2018

Verlag: Diogenes

ISBN-Nummer: 978-3257070439

Seitenzahl: 288 Seiten

Das Buch kostet im deutschen Buchhandel 22 Euro. Es ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen.

Über den Autor John Jay Osborn:

John Jay Osborn ist ein US-amerikanischer Jura-Professor, Anwalt und Autor. Er wurde 1945 geboren.

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es an mehreren Stellen im Internet. Auch auf diversen Buchhändlerseiten, wie beispielsweise Amazon.de. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken, schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Worum geht es in diesem Roman?

Dieser Roman ist aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) geschrieben.

Es geht um das Ehepaar Charlotte und Steve, beide Mitte 30, die zwei gemeinsame Kinder haben. In der Ehe kriselt es, also suchen sie die Therapeutin Sandy auf. Sandy versucht, mit Hilfe von Gesprächen Struktur in die Ehe zu bringen.

Sowohl Charlotte als auch Steve hatten und haben bereits Liebhaber. So gilt es Fragen zu klären, wie „Wer kümmert sich wann um die beiden gemeinsamen Kinder?“ oder „Wer beginnt wo das Wochenende mit den Kindern?“

So kann beispielsweise Charlotte das Ehepaar Snyder, Steves Freunde, nicht leiden und will nicht, dass Steve, wenn er mit den Kindern zusammen ist, diese Bekannten aufsucht.

Es wird auch die Frage aufgeworfen, was mit dem Auto passieren soll, das Charlotte von ihrer Mutter hat. Immerhin hängt sie sehr an diesem Auto.

Es gibt viele Dialoge in dem Buch, mal vernünftige, mal hitzige. Sandy hat bei der Therapie, die die Fragen so behandelt, als ob Charlotte und Steve sich scheiden lassen würden, vier Stühle aufgestellt. Einen für sich, einen für Charlotte, einen für Steve und einen für die Ehe.

Meine Leseerfahrung – oder: ein Ehekrisenroman:

Dank der vielen Dialoge lässt sich der Roman recht leicht und schnell lesen.

Allerdings ist der Roman ziemlich amerikanisch – mit einer Art „0815-Familie“. Also nichts, was mir konkret helfen würde, wenn die Ehe zwischen meinem Mann und mir in die Krise käme. Wir haben ein hartes Los zu stemmen – nicht nur mit unserem zu 100 Prozent schwerbehinderten Sohn, sondern auch mit einer 91-jährigen Nervensäge (Schwiegermutter), um die wir uns immer wieder kümmern müssen. Diese Pflege schlaucht.

Ob dieser Roman jetzt einer Familie mit zwei Kindern, die eine Ehekrise haben, helfen würde, kann ich also nicht sagen. Die Idee, einen Roman als eine Art Therapie zu schreiben mit vielen Dialogen ist neu und außergewöhnlich. Allerdings bleibt bei diesem Schema die Spannung auf der Strecke.

Eine Paartherapie ersetzt solch ein Buch sicherlich nicht – kann aber doch einige interessante Hinweise geben, welche Fragen für eine Paartherapie wichtig sein könnten.

Gut ist, dass dieses Buch nicht allzu lang ist – obwohl auch diese 288 Seiten immer wieder inhaltliche Längen aufweisen.

Ein weiterer Nachteil ist auch der Preis. 22 Euro für solch ein dünnes Buch ist schon ziemlich heftig.

Ich vergebe drei Sterne und bleibe bei einer Kaufempfehlung unentschlossen.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 3:

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

(Rezi von Adelheid) Michelle Richmond: Ein einziger Blick

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die folgende Rezension erschien 2011 bei Ciao.de. Leider existiert Ciao.de nicht mehr, aber nun soll die Rezension auf diesem Blog hier erscheinen.

Folgendes Buch habe ich im Ende Mai 2011 im Mallorca-Urlaub angefangen zu lesen und innerhalb weniger Tage beendet.

Ein einziger Blick

Autorin: Michelle Richmond

Verlag: Diana-Verlag

Seitenzahl: 511 Seiten

Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. Juli 2008

ISBN-Nummer: 978-3453352490

Das Buch ist als Taschenbuchausgabe zu 8,95 Euro im Buchhandel erhältlich. Mir liegt eine Sonderausgabe des Bertelsmann Buchclubs vor, die ich in einer Club-Filiale zum reduzierten Preis von 5 Euro erworben habe.

Über die Autorin

Michelle Richmond wuchs mit ihren drei Schwestern in Mobile im US-Bundesstaat Alabama auf. Bisher sind von ihr folgende Romane erschienen: „Ein einziger Blick“ (Taschenbuch), „Niemand, den du kennst“ (Taschenbuch) und „Das Bootshaus unten am Fluss“ (Hardcover).

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe kann ich nicht finden. Deswegen kann ich auch keinen Link dazu angeben.

Emma verschwindet – oder: Die Handlung

Abigail, genannt Abby, ist Fotografin und glücklich. Bald wird sie Jake heiraten. Seine 6-jährige Tochter Emma aus der Beziehung mit Lisbeth (die sich mit unbekanntem Ziel vor einigen Jahren aus dem Staub gemacht hat) mag Abby auch.

Doch dann verschwindet Emma. Plötzlich und spurlos. Sie weilte noch mit Abby an einem Strand in der Nähe von San Francisco (USA). Abby betrachtete nur für einen kurzen Moment eine Robbe, die im Sand lag – und dann war Emma auf einmal nicht mehr da. Unglaublich, ungeheuerlich. Abby sucht und sucht – aber Emma bleibt verschwunden. Sie sagt Jake Bescheid, und auch die Polizei macht sich auf die Suche nach Emma.

Ein zermürbender Nervenkrieg für Abby und Jake beginnt. Besonders Abby macht sich Vorwürfe und fragt sich unzählige Male: „Was wäre passiert, wenn ich nur dieses eine Mal nicht die Robbe betrachtet hätte – sondern Emma nicht eine Sekunde lang aus den Augen gelassen hätte?“ Und Jake macht sich Vorwürfe, dass es ein Fehler war, dass er an diesem einen Wochenende Emma alleine bei Abby ließ. Die Beziehung zwischen Abby und Jake droht zu zerbrechen – und von Hochzeit ist auf einmal keine Rede mehr.

Jake und sie streifen jeder für sich stundenlang durch Stadtteile San Franciscos. Stundenlang, ziellos. Sie wandern über Strände, betrachten und beobachten Passanten – beide auf der Suche nach Emma.

Doch von Emma fehlt jede Spur. Aber dann taucht plötzlich Lisbeth auf, Emmas leibliche Mutter. Im Fernsehen erklärt sie, sie sei erschrocken über Emmas Verschwinden. Und – nein – Emma sei nicht bei ihr.

Die Suche nach Emma geht weiter…

Weniger „psychische Selbstzerfleischung“ seitens Abby wären vorteilhaft für das Lesevergnügen gewesen – oder: meine Leseerfahrung

Ich hatte das Buch „Ein einziger Blick“ in den Urlaub im Mai 2011 mitgenommen und während des Rückflugs nach Deutschland begonnen zu lesen. Die Autorin hat eine gute, mitreißende Schreibe – und auch die Hauptperson Abby, die die Geschichte aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, ist mir sehr sympathisch.

Die Autorin führt, nach Emmas Verschwinden, Abby in tiefe seelische Abgründe, lässt Abby vor Selbstkritik und Vorwürfen fast zerbrechen. Das zieht sich über Seiten hin – während derer Abby und die Polizei nach Emma suchen. Bewundert habe ich an Abby ihre Hartnäckigkeit – die Hartnäckigkeit, mit der sie glaubte, dass Emma noch am Leben sei und mit der sie versuchte, Hilfe von andern Menschen zu finden. Beispielsweise von einer Gruppe von Leuten, die selbst Kinder haben, die verschwunden sind und versuchen, anderen Betroffenen Beistand zu leisten.

Die Hartnäckigkeit und den Eifer Abbys bei der Suche nach Emma bewundere ich – jedoch werden mir die Selbstvorwürfe irgendwann zuviel- zumal sie auch die Handlung oft ins Stocken bringen und das Buch nur unnötig in die Länge ziehen. Das stört mich als Leserin gewaltig, so dass ich immer wieder einige Seiten des Buches überfliege, um nicht gänzlich die Lust am Lesen zu verlieren.

Gegen Schluss des Buches schließlich tut sich „etwas“ – das Rätsel um den Verbleib von Emma wird aufgelöst, und auf einmal wird auch für mich die Lektüre wieder spannender und interessanter. Der Schluss ist für mich völlig unerwartet – aber nachvollziehbar.

Mein Fazit

Der Roman „Ein einziger Blick“ behandelt ein wichtiges Thema – nämlich dass Kinder verschwinden und oftmals lange Zeit vermisst bleiben. Die Hauptfiguren des Romans sind sympathisch.

Jedoch ist das Buch an vielen Stellen zu langatmig und fordert den Lesern viel Geduld ab.

Ich vergebe drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für Leute, für die das Thema des Buches interessant ist und die sich vor Langatmigkeit nicht scheuen.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

Rezension zu dem Buch „Berlin liegt im Osten“ von Nellja Vermeij:

Rezension zu dem Buch „Geodreieck sucht Futur I fürs Leben“ von Sylvester Pettr Clarkey:

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

(Rezi von Adelheid) Gayle Forman: Manchmal musst du einfach leben

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auf folgendes Buch war ich über vorablesen.de aufmerksam geworden. Ich wollte es, als es in der Paperback-Version zu 16,99 Euro erschien, gerne lesen, konnte es aber nicht gewinnen. Kaufen wollte ich es auch nicht gleich, sondern erst auf die Taschenbuchversion warten. Diese erschien im August 2018. Ich habe sie mir sofort für 10,99 Euro gekauft.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

Kurze Informationen zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 19. Juli 2017

ISBN-Nummer: 978-3810525291

Seitenzahl: 368 Seiten

Verlag: Fischer/Krüger

Das Buch ist erstmals im Juli 2017 als Paperbackausgabe zu 16,99 Euro erschienen. Seit Juli 2018 gibt es das Buch auch als Taschenbuch zu 10,99 Euro.

Über Gayle Forman:

Gayle Forman ist eine US-amerikanische Autorin, die 1971 geboren ist. Ihre journalistische Karriere begann bei diversen Zeitschriften. Dann fing Gayle Forman an, Romane zu schreiben und konnte schon einige Bestseller landen. Sie lebt mit ihrer Familie in Brooklyn, New York.

Worum geht es in dem Buch?

Maribeth Klein ist 44 Jahre alt und wohnt in New York (USA). Sie ist verheiratet mit Jason und hat vierjährige Zwillinge, namens Liv und Oscar. Außerdem arbeitet sie bei der Zeitschrift FRAP.

Sowohl als Mutter, als auch als Ehefrau und Mitarbeiterin einer Zeitschrift versucht Maribeth immer, ihr Bestes zu geben. Eines Tages jedoch gerät ihr Leben aus den Fugen. Sie erleidet einen Herzinfarkt und braucht eine Operation.

Danach muss sie sich erst einmal schonen und erwartet Rücksichtnahme. Diese bekommt sie aber nicht. Ihr Mann unterstützt sie nicht und nimmt ihr keine Arbeit im Haushalt und mit den Kindern ab. Die Kinder sind fordernd und verlangen, dass Maribeth für sie da ist, wenn sie es wollen. Und in der Redaktion der Zeitschrift FRAP scheint sie auf einmal nicht mehr gebraucht zu werden. Es gibt schon eine andere Mitarbeiterin, die Maribeths Aufgaben übernimmt.

So packt Maribeth unbemerkt eine kleine Tasche, hebt 25.000 Dollar von ihrem Konto ab und reist in der Bahn nach Pittsburgh. Sie will fort von ihrer Familie, erst einmal ein neues Leben beginnen. Gleichzeitig will sie ihre leibliche Mutter finden, denn sie wurde von Adoptiveltern aufgezogen.

In Pittsburgh mietet sie sich ein kleines Apartment und nennt sich M.B. So lernt sie ihre Nachbarn Sunita und Todd kennen und fährt mit ihnen zum Einkaufen. In dem Kardiologen Stephen Grant findet sie nicht nur einen fähigen Arzt, der sich um die Nachsorge ihres Herzens kümmert, sondern auch einen Freund. Und eine Frau, namens Janice, bemüht sich, Maribeths leibliche Mutter zu finden.

Leseprobe:

Im Internet gibt es mehrere, vom Verlag genehmigte Leseproben. Beispielsweise bei Amazon.de. Einfach nach dem Buch schauen und auf die Option „Blick ins Buch“ klicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Dieses Buch spricht mir aus der Seele – deswegen wollte ich es lesen. Wer will nicht auch einmal abhauen, das stressige Alltagsleben und unverständige Mitmenschen hinter sich lassen! Bei mir ist es die 91-jährige Schwiegermutter, die nicht mal in Kurzzeitpflege gehen will, sondern alle Menschen, die sich mit ihr befassen müssen, unendlich nervt! Mit meinem Mann kann ich darüber nicht reden, er ist ja der Sohn der Schwiegermutter – und sieht sich in unendlicher Verpflichtung gegenüber seiner Mutter. Er lässt sich gerne von ihr nerven.

Mir genügt mein schwerbehinderter Sohn völlig. Ihn kann ich immerhin in Schulzeiten ins Fünf-Tage-Internat geben. Am Wochenende habe ich Stress mit ihm, aber das halte ich aus. Er ist mein Sohn, für ihn mache ich das.

Maribeth hat weder eine nervende Schwiegermutter, noch einen schwerbehinderten Sohn. Dafür hat sie zwei gesunde, lebhafte Kinder, die in einem Alter sind, in dem sie viel Aufmerksamkeit wollen und brauchen. Und einen Mann, der sie nicht unterstützt. Obwohl sie erst einen Herzinfarkt hinter sich hat, an dem sie fast gestorben wäre.

Und irgendwann rastet sie aus. Für mich ist das verständlich. Eine kleine Tasche nehmen und abhauen. Das Smartphone kommt weg, Maribeth will unerreichbar sein. 

In Pittsburgh hat sie die Chance, zur Ruhe zu kommen und über sich und ihr Leben nachzudenken. Sie gewinnt neue Bekanntschaften, wie die Nachbarn Todd und Sunita und Dr. Grant.

Ich habe das Buch gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Maribeth weitergeht. Wird sie zu ihrer Familie in New York zurückkehren – oder trennt sie sich von ihr und ihrem Leben dort und beginnt ein neues Leben in Pittsburgh?

Das Buch habe ich sehr gerne gelesen, nie wurde es langweilig. Auch weil ich mich immer fragte: wie würde ich handeln, wenn ich in derselben Situation wäre?

Der Schluss ist nicht vorhersehbar und hat mich überrascht. Ja, so soll es sein.

Ein gutes Buch ist „Manchmal musst du einfach leben“. Kein lockerer Frauenroman, sondern ein Buch mit Botschaft, aber gut und locker zu lesen. Es ist aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst.

Ich vergebe fünf Sterne und empfehle das Buch weiter.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

(Rezi von Adelheid) Chloe Benjamin: Die Unsterblichen

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich gehe immer wieder durch unterschiedliche Lesezeiten. Es gibt Wochen oder auch Monate, während derer ich Bücher lese, die ich gut bis sogar grandios finde. Dann gibt es auch „leserische Dürrezeiten“, während derer jedes Buch, das ich lese, für mich mittelprächtig bis schlecht ist. Eine solche „leserische Dürrezeit“ hatte ich während der letzten zwei bis drei Monate.

Aber in den letzten Tagen habe ich ein Buch gelesen, das mich seit langem wieder total begeistert hat.

Es ist

„Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin.

Warum ich dieses Buch so toll finde, liest man jetzt.

Kurzinformationen zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 29. Oktober 2018

Verlag: btb (gehört zur Verlagsgruppe „Random House“)

ISBN-Nummer: 978-3-442-75819-7

Seitenzahl: 480 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 20,00 Euro.

Über die Autorin Chloe Benjamin:

Chloe Benjamin ist eine 29-jährige, US-amerikanische Autorin. Sie studierte literarisches Schreiben. Mit Erfolg, denn ihr Debütroman erhielt einen Preis.

„Die Unsterblichen“ ist offensichtlich ihr zweites Buch, das in vielen Ländern veröffentlicht wurde.

Leseprobe:

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Worum geht es in diesem Buch?

Varya, Klara, Daniel und Simon sind Geschwister, die in New York aufwachsen. Als Kinder – ohne das Wissen ihrer Eltern – suchen sie an einem Tag gemeinsam die Wahrsagerin Bruna Costello auf. Diese sagt jedem der Kinder unter vier Augen die Zukunft und auch das Todesdatum voraus.

Die Kinder versuchen, diese Vorhersagen als Unsinn abzutun. Dennoch wird jeder von ihnen von diesen Vorhersagen im weiteren Leben in irgendeiner Weise beeinflusst. Auch nach dem Tod ihres Vaters Saul.

Klara und Simon ziehen nach San Francisco. Simon entdeckt, dass er homosexuell ist. In einem Etablissement, in dem er tanzt, um Männer „anzutörnen“, verdient er seinen Lebensunterhalt. Als er Robert trifft, meint er, sein Lebensglück gefunden zu haben.

Klara ist fasziniert von der Magie. Sie versucht, Zauberkünste zu perfektionieren, um damit einmal ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Dabei hat es ihr die „Kunst der Illusion“ am meisten angetan. Als sie sich mit Raj zusammentut, findet sie nicht nur einen Partner, der mit ihr zusammen auftritt, sondern auch ihr persönliches Glück. Sie haben eine gemeinsame Tochter, namens Ruby. Doch, so perfekt und gut Klara auch ist, werden sie und ihre kleine Familie nicht wohlhabend mit ihren Auftritten. Eines Tages ergibt sich die Chance, in Las Vegas vor einem größeren Publikum aufzutreten.

Daniel studiert Medizin und heiratet später Mira, die keine Kinder bekommen kann – und auch keine Kinder adoptieren will. Er meint, dass sein Leben glücklich ist. Jedoch kommen ihm Zweifel, als er seine Nichte Ruby und ihren Vater Raj trifft und sich mit ihnen eingehender unterhalten kann. Weiterhin treibt ihn die Suche nach der Wahrsagerin Bruna Costello um. Mit ihr will er abrechnen.

Varya ist die älteste der vier Geschwister. Sie befasst sich als Wissenschaftlerin mit der Genforschung. Deswegen kümmert sie sich um einige Affen in einem Labor. Ihr Ziel ist es, die Affen so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Als Luke kommt, der ihre Arbeit einige Tage lang beobachten will, gerät ihr Leben aus den Fugen.

Meine Meinung zu diesem Buch:

Wow, was ist das für ein spitzenmäßiges Buch! Es konnte mich packen und bewegen. Es hat mich berührt. Es war für mich ein regelrechter Pageturner. Ich habe mich immer wieder auf diese Lektüre gefreut.

Dabei konnte ich nicht immer nachvollziehen, warum die Menschen in dem Buch das machen, was sie machen. Beispielsweise zu einer Wahrsagerin zu gehen. Ich würde das nie tun, und als Kind hätte mich ein Besuch bei einer Wahrsagerin erschreckt, ja, vielleicht sogar traumatisiert. „Die Unsterblichen“ ist jedoch kein Buch, das den Besuch bei Wahrsagern gutheißt, wie im Laufe der Lektüre klar wird. Und das gefällt mir.

Mir waren Simon und auch Klara sympathisch. Was ich über die „Kunst der Illusion“ gelesen habe, die von Klara praktiziert wurde, fand ich faszinierend und interessant.

Auch Daniel mochte ich. Allerdings war er bei seinem Ansinnen, die Wahrsagerin finden zu müssen, ziemlich verbohrt. Da liefen die Ereignisse aus dem Ruder.  

Varya habe ich oft nicht verstanden. Ihr Verhalten lässt sich aber durch diverse Ängste, die sie hat, erklären. Sie wäre allerdings ohne das Auftauchen von Luke ein blasser Charakter in dem Buch geblieben.

Bei all den Ereignissen sollte man nicht vergessen, dass Gertie, die Mutter der vier Geschwister, immer wieder auftaucht. Während sie bei den Ereignissen rund um Simon und Klara selten zur Sprache kommt, wird sie später immer wichtiger. Es gibt immer eine/einen ihrer Kinder, die/der sich um sie kümmert.

Das Buch ist aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in der Gegenwart geschrieben. Der Schreibstil, die Dialoge und die Handlung machten das Buch für mich oft spannend und interessant und ich habe es gerne gelesen.

Von mir gibt es fünf Sterne und eine Weiterempfehlung für „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

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