(Rezi von Adelheid) Michael Robotham: Die andere Frau

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen:

„Die andere Frau“ von Michael Robotham.

Von diesem Autor habe ich schon einmal ein Buch gelesen, das sehr spannend war und mitreißend. So war es kein Wunder, dass ich auch das neue Buch von ihm lesen wollte. Es wurde schon gleich nach Erscheinen ein Bestseller – und als ich es in einem öffentlichen Bücherschrank fand, nahm ich es zum Lesen mit.

Kurze Infomationen zu dem Buch „Die andere Frau“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: Dezember 2018

Verlag: Goldmann (Verlagsgruppe Random House)

Seitenzahl: 480 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3442315048

Über den Autor Michael Robotham:

Michael Robotham ist ein australischer Autor, Jahrgang 1960. Bevor er zum Autor wurde, war er einige Jahre als Journalist tätig.

Seine Romane entwickeln sich regelmäßig zu Bestsellern.

Michael Robotham lebt mit seiner Familie in Sydney.  

Worum geht es in dem Buch?

Der Psychologe Joe O’Loughlin ist Witwer und mit seinen beiden Töchtern Charlie (20) und Emma (12) nach London gezogen.

Charlie studiert Verhaltenspsychologie, weil sie forensische Psychologin werden möchte. Ihr Vater ist damit nicht ganz einverstanden – aber was will er machen?

Seine Tochter Emma ist 12 und geht noch zur Schule.

Sowohl Joe, als auch seine Töchter vermissen die Mutter Julianne, die infolge eines Aneurysmas starb.

Joe unterhält sich immer wieder mit seiner Bekannten Dr. Victoria Naparstek. Das hilft ihm etwas, mit seiner Trauer fertig zu werden, auch wenn er sie anlügt.

Joe leidet an der Parkinson’schen Krankheit.

Die Spannung des Buches entsteht auf den ersten Seiten, als Joe in ein Londoner Krankenhaus gerufen wird. Sein Vater hat sich schwer verletzt und liegt auf einer Intensivstation. Aber die Frau, die bei ihm ist, ist nicht seine Mutter. Es ist Olivia Blackmore, die behauptet, Joes Vater auf Bali geheiratet zu haben. Aus Liebe.

Joe hält alles für einen kompletten Unsinn, eine Lüge. Außerdem klebt Blut auf der Kleidung von Olivia – und da Joe mutmaßt, dass sein Vater nicht gefallen ist, sondern geschlagen wurde, steht Olivia in Verdacht, seinem Vater diese Körperverletzung gemacht zu haben.

Die Polizei nimmt Ermittlungen auf, und Joe tut es auch.

Im Laufe des Romans kommt immer mehr zutage. Joes Mutter wusste offensichtlich von Olivia. Sie reiste immer wieder nach London, um ihren Mann zu beobachten.

Der Roman bleibt überraschend. Es gibt vieles im Leben von Joes Vater, was weder er, noch seine Schwestern wussten. So hat Olivia einen Sohn, namens Ewan, für den Joes Vater ebenfalls einige Kosten übernahm…

Ein Thriller ist das nicht – eher ein Familiendrama. Oder: meine Meinung zu dem Buch:

Der Roman ist aus der Ich-Perspektive im Präsens (Gegenwart) verfasst.

Spannend und interessant ist das Buch schon nach kurzer Zeit – ich brauche also keine lange Einlesezeit. Erstaunt macht mich, dass Joes Vater ein Doppelleben führte, das lange Zeit seinem Sohn  und seinen Töchtern unbekannt war. Dennoch ist das Buch kein Thriller, es passiert kein blutiger Mord – es ist eher ein Familiendrama, in dem viel zutage kommt, das Joe und seinen Vater betrifft.

Immer wieder gibt es Rückblenden in dem Buch – beispielsweise Szenen aus der Zeit, als Joe noch jünger war und bei seinen Eltern wohnte.

Neben seinen Ermittlungen, die immer wieder gefährlich sind, ist Joe noch mit den Problemen seiner Tochter Emma beschäftigt. Sie hat immer noch Probleme, mit der Trauer um ihre Mutter fertig zu werden.

Manchmal gibt es Längen in dem Buch – zu ausführliche Beschreibungen für mich. Dennoch habe ich dieses fast 480-seitige Buch gerne gelesen.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und empfehle das Buch „Die andere Frau“ von Michael Robotham weiter.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Rezension zu dem Buch „Die Farben des Feuers“ von Pierre Lemaître:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/03/20/rezi-von-adelheid-pierre-lemaitre-die-farben-des-feuers/

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/15/erfahrungsbericht-ueber-books-on-demand-bod-teil-2-wie-kam-ich-auf-die-idee-buecher-bei-bod-zu-veroeffentlichen-wie-veroeffentlicht-man-am-besten-dort-als-autor-oder-als-ver/

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/01/ein-film-ueber-das-leben-in-nordkorea-meine-brueder-und-schwestern-im-norden/

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/04/16/ist-regio-mail-eine-gute-alternative-zur-deutschen-post/

Erfahrungsbericht über ein Konzert des Sängers Kieran Halpin:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2019/02/12/ein-konzert-des-irischen-rockpoeten-kieran-halpin-ist-einen-besuch-wert-leider-ist-das-konzert-am-17-02-2019-schon-ausverkauft-und-ich-kann-es-nicht-besuchen/

Rezension zu dem PONS Verbentrainer PLUS Latein:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/04/03/rezi-von-adelheid-pons-verbtabellen-plus-latein-der-verbendetektiv-und-verben-trainer-von-pons/

Rezension zu dem Buch „Das Haus hinter den Magnolienblüten:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/04/04/rezi-von-adelheid-pam-hillman-das-haus-hinter-den-magnolienbluten/

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/08/rezi-von-adelheid-chloe-benjamin-die-unsterblichen/

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/04/01/rezi-von-adelheid-abby-fabiaschi-fuer-immer-ist-die-laengste-zeit/

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/23/rezi-von-adelheid-gayle-forman-manchmal-musst-du-einfach-leben/

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/15/die-alverde-pflegedusche-grapefruit-bambus-ist-eine-fruchtige-dusche/

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/26/%ef%bb%bfdas-verwoehnende-duschgel-lacura-naturals-wunderblume-ist-eine-wohlfuehldusche/

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/08/01/zeltkirche-beobachtungen-und-erfahrungen/

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/erster-blogbeitrag/

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/29/noch-mehr-neue-buecher-eine-veranstaltung-der-vhs-in-der-buecherei-boek-in-lauffen-am-neckar-am-16-11-2018/

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn: https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/27/ratskeller-in-heilbronn-manchmal-kann-es-vorkommen-dass-der-gast-kein-getraenk-bekommt/

(Rezi von Adelheid) Abby Fabiaschi: Für immer ist die längste Zeit

11 Kommentare

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auf der Seite vorablesen.de habe ich meistens kein Glück. Man kann davon ausgehen, dass ich – wenn ich fünf Leseeindrücke für Bücher poste, die dort verlost werden – kein einziges dieser fünf Bücher gewinne!

Deswegen war ich im Februar 2018 angenehm überrascht, als ich dort doch mal Glück hatte. Ich hatte meinen Leseeindruck zum Buch

Für immer ist die längste Zeit

der US-amerikanischen Autorin Abby Fabiaschi bei vorablesen.de gepostet, um 10 Punkte zu bekommen, damit mein Punktekonto dort etwas aufgestockt wird.

Um 4.000 Punkte zu bekommen und mir damit ein Buch auszusuchen, das ich gerne lesen will, muss ich bei vorablesen.de ganz schön ackern! Deswegen kommen mir auch 10 Punkte ganz recht!

Mitte Februar 2018 bekam ich die überraschende E-Mail, dass ich das Buch gewonnen habe! Es lag in meinem Poststapel, den ich Ende Februar 2018 antraf, als ich mit meinem Mann aus dem Malta-Urlaub zurückkehrte.

Ich habe das Buch ausgepackt und gelesen. Was ich dazu meine, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 21. März 2018

Verlag: Fischer KRÜGER

ISBN-Nummer: 978-3-8105-2479-9

Seitenzahl: 368 Seiten

Das Buch ist als Paperbackausgabe in der deutschen Übersetzung erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 14,99 Euro.

 

Über die Autorin Abby Fabiaschi:

Abby Fabiaschi ist eine US-amerikanische Autorin, die Familie hat und in Connecticut und in Utah lebt.

Da sie schon als Jugendliche mit Trauer umgehen musste, brachte sie zu der Idee, dieses Buch zu schreiben.

Sie spendet 20 Prozent ihrer Nettoerlöse an Verbände, die sich für das Wohl von Frauen und Kindern weltweit einsetzen.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man auf mehreren Webseiten im Internet. Auch auf vorablesen.de. Einfach nach Informationen über dieses Buch suchen und die Option „Leseprobe öffnen“ anklicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Die Handlung:

Madeline – genannt Maddy – ist gestorben – Selbstmord war es, sie sprang vom Dach einer Bibliothek in die Tiefe. Aber warum hat sie sich umgebracht? Ihr Mann Brady und die 16-jährige Tochter Eve bleiben erschrocken und ratlos zurück und versuchen, das Geschehene zu begreifen und zu verarbeiten.

Der Leser des Buches befasst sich mit drei Ich-Erzählern, die jeder Geschehnisse aus ihrer Sicht schildern. Da gibt es Maddy, die sich in einer Art „Zwischenwelt“ befindet, die zwischen Paradies und Hölle angesiedelt ist. Sie möchte versuchen, das Leben ihrer Hinterbliebenen Eve und Brady irgendwie zu beeinflussen. Wenn sie es schon zu Lebzeiten nicht so tun konnte, wie sie es tun wollte, so will sie es wenigstens jetzt – kurz nach ihrem Tod – tun. So würde sie es beispielsweise gern sehen, wenn Brady Rory heiratet. Rory ist eine Frau, die auch schon Schweres in ihrem Leben durchmachen musste und Eve Nachhilfe in „Analysis“ – einem Gebiet der Mathematik – gibt.

Die beiden anderen Ich-Erzähler sind Eve und Brady. Sie versuchen beide auf ihre eigene Art mit der Trauer um Maddy umzugehen. So will Eve nicht von anderen Menschen geschont werden, die meinen, dass man sie wegen ihrer Trauer nicht mit Alltagsdingen konfrontieren sollte. Brady nahm immer seinen Job als Vorwand, wenn er bestimmte Dinge nicht tun wollte.

Eve und Brady suchen Psychologen auf, die ihnen bei ihrer Trauer helfen sollen. Weiterhin lesen sie in Maddys Tagebuch, um mehr über Maddy, ihre Gedanken und ihre Gefühle zu erfahren.

 

Meine Meinung:

Ich finde das Thema „Frau hat sich umgebracht und ihre Angehörigen versuchen, damit fertig zu werden“ ziemlich heftig. Wenn ich aber dieses Buch als „Märchen“ sehe mit einer Handlung, die hoffentlich so nie passieren wird, fällt es mir leichter, mit der Handlung klarzukommen.

Sympathisch an dem Buch ist, dass es gut geschrieben ist und sich leicht lesen lässt und die Hauptpersonen Maddy, Eve und Brady authentisch rüberkommen. Jeder von ihnen hat „seinen“ eigenen Erzählstil und seine eigene Denkweise – und das gefällt mir.

Maddys Angehörige Eve und Brady fragen sich, warum Maddy sich das Leben genommen hat. Im Laufe der Lektüre erfährt man, dass Eve oft egoistisch war und Brady immer wieder seine Arbeit als Grund vorschob, um sich um diverse Dinge in seinem Privatleben nicht zu kümmern. So ließ er beispielsweise Geburtstagsgeschenke für seine Frau von seinen Assistentinnen kaufen – und diese schrieben sogar die Geburtstagskarten für Maddy.

Darüber darf man sauer und verstimmt sein – dennoch ist das kein Grund, sich umzubringen.

Interessant an dem Buch fand ich, dass Eve und Brady sich entwickelt haben. Sie haben sich gefragt, wie sie manches besser machen können, als sie es zu Lebzeiten Maddys machten. So ging Eve in den Ferien in ein Camp und beschäftigte sich mit schwerbehinderten Jugendlichen. Zuerst mochte sie diese Tätigkeit nicht sonderlich, aber sie wuchs dort hinein. Und Brady machte Reisepläne mit Eve, die er zu Lebzeiten Maddys nie gemacht hätte.

Maddy versucht, aus „ihrer“ Zwischenwelt, die Handlungen und Gedanken von Eve, Rory und Brady zu steuern. Meistens gelingt ihr das.

Ich habe das Buch gelesen, weil mir der Schreibstil und die Personen gefallen haben und weil ich wissen wollte, wie Eve und Brady ihre Trauer verarbeiten.

Manchmal gab es Längen in dem Buch, die die Handlung streckten. Ich erwartete, dass sich – außer der Entwicklung von Eve und Brady und der Verarbeitung ihrer Trauer – nichts Besonderes mehr in dem Buch passiert. Plötzlich aber gab es doch Geschehnisse, die mich total überraschten. Solche unvorhergesehenen Passagen werten für mich das Buch auf. Sie haben mich überrascht und nachdenklich gemacht.

 

Mein Fazit:

„Für immer ist die längste Zeit“ ist ein Buch, das mich unterhalten konnte, mich zum Nachdenken brachte und mich überraschte. Ich vergebe die Note „gut“ und eine Leseempfehlung.