[Rezi] Suzanne Collins – Die Tripute von Panem 1. Tödliche Spiele [***Steffi***]

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  • Gebundene Ausgabe: 414 Seiten
  • Verlag: Oetinger
  • ISBN: 978-3789132186
  • Preis: 17,90€

Eigentlich bin ich kein großer Freund von Fantasy-Romanen, aber nachdem das Buch überall so gute Kritiken bekam und mir von mehreren Seiten empfohlen wurde, bin ich doch neugierig geworden. Und ich kann mich den Begeisterungsstürmen nur anschließen.
Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen, es ist, als wäre man „mittendrin statt nur dabei“ 😉 Es erzählt von der 16jährigen Katniss, die mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Prim im 12. Distrikt von Panem lebt, in den Wäldern jagen geht, um sich und ihrer Familie zu ernähren und bei den 74. Hungerspielen an die Stelle ihrer Schwester tritt und sich dem Kampf um Leben und Tod stellt.
Wenn man es so ganz objektiv und theoretisch betrachtet, ist die Geschichte doch ziemlich makaber und eigentlich ist es erschreckend, dass man zur Unterhaltung liest, wie Kinder einander umbringen.
Aber man ist einfach gefesselt – Spannung, Freundschaft, Liebe, viiel Fantasie und immer wieder überraschende Wendungen…alles ist dabei! Zudem ist das Thema sehr aktuell – die Macht der Medien und der Voyeurismus von Reality-TV-Formaten hat auch bei uns Einzug gehalten. Der Schreibstil ist flüssig, aber meiner Meinung nach eher sachlich. Richtig starke Emotionen kamen für mich nur an wenigen Stellen rüber, ansonsten fand ich es manchmal schwer, sich richtig in die Charaktere hineinzuversetzen, nicht nur alles mitzuerleben, sondern auch mitzufühlen. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch.
Ich kann es jedem nur empfehlen und bin nun selbst schon sehr auf die beiden Nachfolgeteile gespannt!

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[Rezi] Annette Heimroth, Brigitte Bornschein – Vegan & vollwertig genießen [Isa]

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  • Gebundene Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Hädecke
  • ISBN: 978-3775005739
  • Preis: 19,90€

Klappentext: Ganzheitlich vegan genießen, das bedeutet neben den Fragen des Tierschutzes auch die gesundheitlichen Vorteile einer vollwertigen Ernährung mit einzubeziehen.
Fast alle veganen Bücher vergessen dies, denn in ihnen werden Sojafertigprodukte, Fabrikfette (z.B. Margarine) und -zucker sowie Weißmehle verwendet, die auf Dauer zu einer Mangelernährung führen.
Die meisten Vollwertkochbücher liefern hingegen Rezepte, die zwar dem Gesundheitsaspekt, nicht jedoch dem Bedürfnis nachkommen, keine tierischen Produkte zu benutzen. Die abwechslungsreichen Rezepte des Buches schließen nun endlich diese Lücke!
Sie orientieren sich an der Vollwerternährung Dr. med. Max Otto Brukers und bieten von gesunden Frühstücksideen über vegane Aufstriche, Dips und Saucen sowie Backrezepte die ganze Palette an tierproduktfreier Frischkost und veganen Kochrezepten für Suppen, Hauptgerichte, Beilagen bis hin zu Desserts, Süßspeisen und Kuchen – genussvolle Gerichte ganz ohne Ei, Milch oder Honig.

Dieses Kochbuch ist definitiv inzwischen mein Lieblingskochbuch 🙂 Ich habe es erst seit ein paar Wochen, aber schon mehrere Rezepte ausprobiert. Und alle haben mir sehr gut geschmeckt und sind problemlos gelungen. Die Rezepte sind von der Idee her wirklich abwechslungsreich, und oft sind dort überraschende Kombinationen bei, auf die ich von selbst nicht gekommen wäre, z.B. beim Ananas-Linsen-Salat. Vor allem toll an diesem Buch finde ich, daß man mit den Grundrezepten für „Sahne“, „Käse“ usw. auch leicht andere Vollwertrezepte in vegan umwandeln kann. In anderen von Veganern empfohlenen Kochbüchern triefen die Rezepte ja leider meist nur so von industriellen Ersatzprodukten, die aus Vollwertsicht einfach indiskutabel sind. Abstriche muß man leider beim Aspekt „Regionalität“ machen – gesüßt wird z.B. viel mit Datteln, da diese viel Süße mitbringen, ohne dabei die jeweilige Speise zu flüssig zu machen, und auch Bananen oder Cashews wachsen leider nur weit weg. Da aber doch die Hauptzutaten Produkte sind, die man durchaus zur entsprechenden Saison regional bekommt und ich inzwischen z.B. gar nicht mehr oft Appetit auf Süßspeisen etc. habe, finde ich den Anteil der Exotenprodukte noch ganz ok. Die Rezepte sind auf jeden Fall durchweg ansprechend. Zwar leider nicht alle mit Foto, aber doch ein ganzer Teil. Die Rezepte sind gut strukturiert und man sieht auf einen Blick, was man alles braucht. Schriftgröße und Schriftart finde ich auch angenehm, um beim Kochen zwischendurch immer mal schnell reinzuschauen, wie es weitergeht. Das Format dürfte auch in den meisten Küchen Platz finden – nur in meiner chaotischen nicht, aber der Eßtisch mit entsprechender Freifläche steht bei mir ja auch nur ein paar Schritte weit weg 😉
Den Einleitungsteil habe ich bisher zugegebenermaßen noch nicht gelesen, da ich mich mit der Vollwerternährung schon recht gut auskenne und mich auch mit anderen dort angesprochenen Themen beschäftigt habe (z.B. B12). Irgendwann werde ich mir den Teil bestimmt auch mal durchlesen 😉
Toll finde ich auch die vielen Alternativen zu den in der „normalen“ Vollwertkost doch recht viel genutzten tierischen Produkte. Gerade bei der tiereiweißarmen Variante wird ja doch insgesamt sehr viel Milch „verschwendet“, weil man nur noch die Produkte aus dem Fettanteil verwendet. Alles in allem haben die vielen Abwechslungsreichen Ideen im Buch mich dazu gebracht, jetzt wirklich mal eine Weile (fast) vegan auszuprobieren – nur fast, da ich trotzdem weiterhin gerne mal leckeren Honig (von Imkern, die ich kenne) auf’s Brot esse und wenn ich hin und wieder mal außer Haus esse nicht jedes Fitzelchen hinterfrage – zumal da teilweise die Auswahl an vegetarischen Gerichten schon recht klein ist…
Fazit: Auch wenn man „nur“ mal gesund und dabei – aus welchen Gründen auch immer – öfter mal ohne tierische Produkte kochen möchte, ist man bei diesem Buch genau richtig. Die Rezepte machen richtig Lust auf’s kochen und schmecken alle sehr gut. Damit vermisst man definitiv nichts!

[Rezi] Sara Gruen – Das Affenhaus [Isa]

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Das Affenhaus

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Kindler
  • ISBN: 978-3463406022
  • Preis: 19,95€

Klappentext: Isabel Duncan ist Wissenschaftlerin an einem Institut für Menschenaffen. Sie arbeitet mit Bonobos, einer Schimpansenart, die eine große Begabung für Sprache besitzt. Menschen bleiben Isabel oft ein Rätsel. Wohler als unter ihresgleichen fühlt sie sich bei den ihr anvertrauten Affen. Als eines Tages im Institut eine Bombe explodiert, wird Isabel schwer verletzt. Die Affen flüchten in Panik. Eine dramatische Suche beginnt…

Mir hat an diesem Buch vieles gut bis sehr gut gefallen 🙂 Gleich zu Beginn lernt man die Personen kennen, die im Laufe der Handlung wichtig sind und gleich danach passiert schon der Anschlag auf das Forschungsinstitut.
Ein bißchen habe ich an der Stelle dann aber das Zeitgefühl für die Handlung verloren – bis Isabel aus dem Krankenhaus kam, muß es eine Weile gedauert haben, aber außer daß die Affen in irgendwelchen Käfigen gefangen waren, scheint drumherum nicht viel zu passieren – vor allem auch nicht, was die Ermittlungen zu dem Anschlag betrifft. Auch Isabel selbst scheint wirklich nur an die Affen zu denken und gar nicht daran, daß man über die Täter ja auch die Affen finden würden. Mit dem Zeitpunkt des Werbeplakats scheint dann wirklich gar keiner mehr einen Gedanken dran zu verschwenden, obwohl man doch über den neuen „Besitzer“ nun einen guten Anhaltspunkt hat… Das ist der Punkt, der mir an dem Buch zu unrealistisch ist, zumal sich anschließend aus dem Versuch, die Affen „zurückzubekommen“ auf einmal alles auflöst…
Die eingeflochtene Geschichte des Reporters John Thigpen hat mir auch ganz gut gefallen, obwohl dort ebenfalls am Ende etwas viel Friede Freude Eierkuchen herrscht, daß da auf einmal alle Probleme gleichzeitig vom Tisch sind, nur weil er da an eine große Story geraten ist und eben von vorher die Kontakte mitten ins Geschehen hatte, die er da ausnutzen konnte…
Alles in allem aber ein gutes Buch, das auch vom Schreibstil her Spaß zu lesen gemacht hat.