(Rezi von Adelheid) Gunnar Gunnarsson: Advent im Hochgebirge

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Produktbild - eingestellt von Sydneysider47Im Dezember 2012 habe ich folgende Novelle gelesen:

 Advent im Hochgebirge

 Autor: Gunnar Gunnarsson

Verlag: Reclam

Seitenzahl: 103

ISBN-Nummer: 978-3150106044

In der Produktbeschreibung bei Ciao.de und diversen Online-Händlern wird „Advent im Hochgebirge“ als „Erzählung“ bezeichnet. Die Bezeichnung „Erzählung“ ist auch richtig, denn eine Novelle ist eine Erzählung, die eine kurze bis mittlere Länge aufweist (Quelle: Wikipedia.de).

 Die Hardcoverausgabe des Buches, die mir vorliegt, erschien im September 2006 in Deutschland. Das Buch hat einen blau-weiß-grün-silbernen Schutzumschlag und kostet 7,95 Euro in Deutschland. Es hat die Abmessungen 15,6 cm (Länge) und 9,8 cm (Breite) – ist also ein bisschen größer als ein Reclam-Taschenbuch.

 „Advent im Hochgebirge“ ist unterdessen auch wieder in der preisgünstigen gelben Reclam-Taschenbuchausgabe zu 3 Euro (Preis in Deutschland) lieferbar. Ich persönlich finde die Hardcoverausgabe hübscher, deswegen habe ich mir diese gekauft.

 Die Novelle „Advent im Hochgebirge“ selbst ist 82 Seiten lang.

 Auf den Seiten 83 bis 103 steht das Nachwort. Es bietet Informationen über die Novelle und den Autor Gunnar Gunnarsson in mehreren Aufsätzen, die vom isländischen Autor Jón Kalman Stefánsson verfasst wurden. Jón Kalman Stéfansson, geboren 1963, ist ein bekannter isländischer Autor, dessen Romane auch in deutscher Sprache erschienen sind.

Über den Autor Gunnar Gunnarsson

 Der isländische Autor Gunnar Gunnarsson lebte von 1889 bis 1975. Heute zählt er zu den wichtigsten isländischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Werke verfasste er auf Dänisch, bevor sie dann in anderen Sprachen veröffentlicht wurden.

 Die Novelle „Advent im Hochgebirge“ beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich 1925 in Island ereignete. Gunnar Gunnarsson las darüber in einer Zeitschrift und schrieb daraufhin „Advent im Hochgebirge“. Diese Novelle erschien 1936 zum ersten Mal in deutscher Sprache, 1937 auf Dänisch und 1939 auf Isländisch.

 Weitere Werke von Gunnar Gunnarsson sind „Nacht und Traum“ (1929) und „Der unerfahrene Reisende“ (1931).

 (Quellen: Amazon.de und Nachwort des Autors Jón Kalman Stefánsson)

Leseprobe

 Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe kann ich im Internet nicht finden und deswegen auch keinen Link dazu angeben.

Die Handlung: Ein Mensch gegen die Naturgewalten

 Ein Knecht, namens Benedikt, macht sich im Advent auf ins isländische Hochgebirge, um dort verirrte Schafe zu retten. Er will ihnen Futter geben und sie anschließend ins Tal treiben, wo sie in Sicherheit sein werden. Benedikt wird begleitet von seinem Hund Leo und seinem Leithammel Knorz.

 Benedikt ist 54 Jahre alt und sieht in der Rettung verirrter Tiere vor Weihnachten, in der Adventszeit, eine Mission, die er schon seit 27 Jahren erfüllt.

 Diesmal hat er für 14 Tage Proviant dabei für sich und seine Tiere. Unterwegs macht Benedikt immer wieder Rast und bekommt Essen und Unterkunft von einigen Bauern.

 Was ihn bei seiner Mission, Tiere zu retten, aufhält, sind Menschen, die ihn unterwegs bitten, ihre Tiere einzufangen (obwohl sie das hätten selbst tun können), und ein Unwetter, das ihn, Leo und Knorz überrascht…

Leseerfahrung: Eine einfache Geschichte, die man nicht oft genug lesen kann

 Seit Oktober 2012 besuche ich einen Literaturkreis einer Volkshochschule im Landkreis Heilbronn. Wir treffen uns einmal im Monat und besprechen dann ungefähr zwei Stunden lang ein Buch, das wir vorher gelesen haben sollten. Im Dezember 2012 beschlossen wir, die Novelle „Advent im Hochgebirge“ zu lesen, die wir dann während unseres Treffens im Januar 2013 besprachen.

 Ich habe das Buch bisher dreimal gelesen. Nicht, weil wir im Literaturkreis vereinbart hatten, es zu lesen, und weil ich mir Notizen dazu machen wollte, sondern weil es mir sehr gut gefallen hat.

 „Advent im Hochgebirge“ hat die typischen Kennzeichen einer Novelle. Einige davon möchte ich herausstellen. So dreht sich „Advent im Hochgebirge“ nur um ein Thema – hier: Benedikts Wanderung mit seinen Tieren im Hochgebirge. Irgendwelche „Neben-Erzählstränge“, wie sie es in Romanen gibt, gibt es bei einer Novelle nicht. Und bei dieser auch nicht.

 Eine Novelle ist kurz oder mittellang und lässt sich innerhalb weniger Stunden lesen. Das trifft hier auch zu – in zwei Stunden oder weniger (je nach Lesezeit und Ruhe) kann die Lektüre von „Advent im Hochgebirge“ geschafft werden.

 Die Novelle „Advent im Hochgebirge“ ist in einfachem Stil, aber dennoch liebenswert und ausschmückend geschrieben. Dadurch wird für Benedikt Sympathie vermittelt. Man fühlt als Leser/in mit Benedikt mit. Benedikt ist ein Mann, der in einfachen Verhältnissen lebt. Er ist Knecht auf einem Bauernhof, er ist herzensgut, genügsam und tierlieb. Und da er so ist, wie er ist, sieht er es als seine Mission an, einmal im Jahr Urlaubstage, Kraft und Geld für Proviant zu investieren, um verlorene Tiere im Hochgebirge zu retten.

 Der einfache Schreibstil schafft es, mich als Leserin, aber auch andere Leser in den Bann zu ziehen (wir haben im Literaturkreis darüber gesprochen). Viele Ereignisse rund um Benedikt werden sehr ausführlich beschrieben. So erfährt der Leser einiges darüber, wie es Abend wird oder auch, wie sorgfältig Benedikt eine Proviantration mit seinen Tieren Leo und Knorz teilt. Auch über Benedikts Angst, dass er länger unterwegs sein wird, als er geplant hatte.

 Es gibt kaum Fremdwörter in dieser Novelle, es gibt einige Dialoge, aber auch indirekte Rede. Kein Ich-Erzähler ist vorhanden, die Erzählzeit ist die Vergangenheit (Imperfekt). Es gibt keine Fremdwörter, aber viele Ausschmückungen, bei denen man sich gut die Landschaft im Hochgebirge Islands und die Zeit, in der diese Novelle spielt (1920er-Jahre in Island) vorstellen kann und die Ereignisse rund um Benedikt.

 Was mir an dem Buch auch gut gefällt, ist, dass keinerlei ordinäre Ausdrücke darin vorkommen. Es gibt keinerlei Schimpfwörter.

 Der Vorname Benedikt kommt von dem lateinischen Ausdruck „bene dicere“, das heißt übersetzt „wohl sagen“. Und „Benedikt“ heißt „der Gesegnete“. „Der Gesegnete“ – das passt zu diesem Hauptcharakter, denn man spürt oft eine heilige Atmosphäre während der Lektüre. Es gibt beispielsweise eine Szene, während derer Benedikt bedauert, den Gottesdienst in „seiner“ Kirche nicht besuchen zu können und sich vorstellt, wie der Gottesdienst ablaufen könnte. Das ist so wunderbar beschrieben! Dennoch würde ich „Advent im Hochgebirge“ nicht als religiöses Buch bezeichnen. Eine solche Szene will zeigen, dass Benedikt gläubig ist und ihm sein Glauben hilft, mit den Situationen im schneereichen Hochgebirge fertig zu werden.

 Im Zentrum einer Novelle steht ein außergewöhnliches Ereignis – und nur ein einziges. Im Falle von „Advent im Hochgebirge“ ist es das aufziehende Unwetter, das Benedikt und seine Begleiter in Gefahr bringt. Wie und ob Benedikt und seine Tiere es schaffen, trotz des Unwetters ins Tal zu kommen, interessiert den Leser – und ist ein Grund, die Novelle zu Ende zu lesen.

 Interessant fand ich ebenfalls die Zahlensymbolik, die in dieser Novelle vorkommt – und auf die ich beim Lesen nie gekommen wäre. Auch im Nachwort ist von dieser Zahlensymbolik nichts zu lesen.

 Im Literaturkreis haben wir über diese Zahlensymbolik gesprochen. So sind beispielsweise drei Gestalten im Hochgebirge unterwegs: Benedikt, Leo und Knorz. Die Zahl 3 hat mehrere Bedeutungen – beispielsweise ist sie die Zahl der Dreieinigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist), steht aber auch für die „drei Mondgöttinnen“, die in manchen Kulturen als Schicksalsgöttinnen gelten.

 Auch die Zahl 27 hat eine besondere Bedeutung. Benedikt ist jetzt 54 Jahre alt. Zwei mal 27 ergibt 54, und es handelt sich bereits um Benedikts 27. Wanderung im Advent zur Rettung verirrter Tiere.

Mein Fazit

 Die Novelle „Advent im Hochgebirge“ von Gunnar Gunnarsson habe ich sehr gerne gelesen. Sie ist nicht nur als Lektüre für die Weihnachtszeit geeignet, sondern generell eine gut zu lesende Lektüre für den Winter. Durch die Atmosphäre im Hochgebirge kommen zwar „winterliche Gefühle“ auf, aber keine weihnachtliche Stimmung.

 Das Buch ist für Literaturkreise gut geeignet, da man hier nicht nur die Handlung, sondern auch die Kennzeichen einer Novelle und auch die Zahlensymbolik besprechen kann. Wer das Buch liest, ohne einen Literaturkreis zu besuchen, wird an „Advent im Hochgebirge“ ebenfalls Gefallen finden, weil es kurz und nicht kompliziert verfasst ist.

 Erwähnen sollte ich auch das informative und ansprechend verfasste Nachwort des Autors Jón Kalman Stéfansson, das ebenfalls hilfreich ist, diese Novelle und die Beweggründe von Gunnar Gunnarsson, sie zu schreiben, besser zu verstehen.

 An diesem Buch werden sowohl Frauen, als auch Männer ihre Freude haben. Es ist ein Buch, das man immer wieder lesen kann.

 Ich vergebe 5 von 5 Sternen und empfehle „Advent im Hochgebirge“ weiter.

P.S.: Diese Rezension habe ich bereits im Januar 2013 bei der Verbraucherplattform Ciao.de unter meinem dortigen Usernamen „Sydneysider47“ eingestellt.

 

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(Rezi von Adelheid) Abby Clements: Ein Kuss unter dem Mistelzweig

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Im Dezember hatte ich Lust, einen Weihnachtsroman zu lesen. Im Buchhandel entschied ich mich für:

 Ein Kuss unter dem Mistelzweig

 Autorin: Abby Clements

ISBN-Nummer: 978-3442480203

Erscheinungsdatum in Deutschland: 18. November 2013

Verlag: Goldmann-Taschenbuch

Seitenzahl: 352 Seiten

Ich habe für das Buch in einer Buchhandlung in meiner Nähe 8,99 Euro bezahlt.

Ansprechend fand ich das Cover: Lilafarbener Hintergrund, mit einigen bunten Kugeln, silbernen Glitzereffekten – das verlockte mich zum Kauf. Weiterhin erblicke ich das Farbbild eines jungen Paares.

 Über Abby Clements

 Die britische Schriftstellerin Abby Clements war in einem Verlag tätig, bevor sie mit dem Schreiben begann. Sie wohnt mit ihrem Freund im Norden Londons.

 „Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ ist ihr erster Roman.

 Leseprobe

 Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe bekommt man, wenn man auf die Homepage des Internet-Händlers Amazon.de geht. Gelangt man zum Artikel und zum Artikelbild, klickt man auf „Hier klicken Blick ins Buch“ (das steht direkt über dem Artikelbild) und kann dann einige Seiten des Buches lesen.

Zwei Frauen tauschen ihre Wohnungen – oder: Die Handlung

 Die Hauptpersonen des Buches sind zwei Frauen.

 Laurie, die erfolgreiche Modedesignerin, die für ihre Firma nach China reist und dort die Produktion der neuen Handtaschenkollektion betreut. Leider ist bei der neuesten Handtaschenproduktion etwas schief gelaufen. Ein bestimmtes Etikett fehlt, und so wird Laurie von ihrem Chef Danny kurzerhand für einige Monate beurlaubt.

 Was soll sie tun? Sie lebt in London, ist Erfolg gewohnt, wandelt modisch gekleidet und auf High Heels (Stöckelschuhen) durch die britische Metropole – und hat in der Firma einen tollen Posten. Auf einmal wird sie in der Firma nicht mehr gebraucht. Außerdem hat der Nachbar Jay, den sie sehr sexy findet, auf einmal kein Interesse mehr an ihr. Mit so viel Freizeit auf einmal hat Laurie nicht gerechnet.

 Da kommt es Laurie ganz gelegen, dass ihre langjährige Freundin aus Kindertagen Rachel, die im Dorf Skipley auf dem Land lebt, für einige Wochen eine Bleibe in London benötigt. Rachels Schwiegermutter Bea muss in einer Londoner Klinik untersucht und gegebenenfalls operiert werden. Da ist es gut, wenn Rachel und ihre Kinder in der Nähe sind.

 Die Freundinnen Laurie und Rachel tauschen also ihre Wohnungen – das alles wird telefonisch vereinbart. Rachel zieht mit ihren Kindern Milly und Zak in Lauries spartanisch eingerichtete Londoner Wohnung und versucht, es sich gemütlich zu machen. Laurie reist mit der Bahn nach Skipley, wo tiefster Winter herrscht. Das ansprechend eingerichtete Cottage findet sie gleich – nur, wie kocht man Speisen, wenn man vorher vorwiegend von Fertiggerichten und Dosenfutter gelebt hat?

 Laurie versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen, sich zu entspannen, die Leute in Skipley kennen zu lernen. Bald schon hat sie eine Idee, was man aus Altkleidern, die ein Verein für gute Zwecke sammelt, machen kann – und so gewinnt sie im Dorf einige Sympathien.

 Rachel hingegen versucht, bei Bea zu sein, bei der ein Tumor diagnostiziert wird. Nach einer Operation gerät Bea ins Koma. Ob sie wieder erwachen wird?

Was zu Anfang spannend anfängt, flacht in der Mitte ab – oder: meine Leseerfahrung

 Die ersten hundert Seiten des Buches habe ich gerne gelesen. Sie ließen sich zügig und schnell lesen, ich war sofort mitten in den Ereignissen rund um Laurie. In den folgenden Kapiteln lernte ich auch Rachel und ihre Familie kennen. Einlesezeit brauchte ich bei diesem Buch also nicht.

 Der Roman ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit (Imperfekt) verfasst – so wie viele Romane, die ins Deutsche übersetzt wurden. Es gibt viele Dialoge, was ich gut finde.

 Jedoch flacht ab Seite 100 die Handlung stark ab. Laurie ist im Dorf, Rachel und ihre Familie in der Stadt. Und was kommt jetzt?, denke ich. Laurie verpackt ein paar Altkleider und trifft Patrick, der wirklich hinreißend ist. Außerdem lernt sie die Nachbarin Diane kennen. Das alles ist auf einmal auf vielen Seiten recht langatmig ausgebreitet. Genauso sind die Vorkommnisse rund um Rachel. Bea liegt im Koma, Milly „zickt“ herum – aber nicht stark genug, um interessant zu sein. Irgendwie tröpfelt die Handlung nur noch, und ich beginne, mich beim Lesen zu langweilen.

 Am Schluss driften die Ereignisse rund um Rachel und Laurie in sehr „kitschige Regionen“ ab. Die Autorin hat versucht, unbedingt ein „happy end“ – also ein glückliches Ende – zu schaffen. Das schafft sie auch mit einigen – für mich – unlogischen Vorkommnissen.

 Mochte ich das Buch anfangs gerne lesen, so bin ich am Schluss wegen des starken „Kitschfaktors“ arg verstimmt. Beide Hauptfiguren sind mir während des Lesens sympathisch, bleiben mir aber immer ein bisschen fremd, ein bisschen unnahbar. Das Buch könnte also tiefgründiger sein, könnte also mehr die Gedanken und Gefühle der beiden Frauen beleuchten. So könnte ich sie als Leserin besser verstehen und auch das, was sie tun und getan haben, besser verstehen.

 Ich wollte einen Weihnachtsroman lesen, aber ein Weihnachtsroman ist „Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ nicht. Um Weihnachtsvorbereitungen geht es in dem Buch kaum, man kann sich aber eine winterliche Atmosphäre gut beim Lesen vorstellen. Im Buch geht es um Konflikte zwischen Laurie und Rachel, aber auch zwischen Laurie und ihrem Umfeld und Rachel und deren Umfeld.

 Mein Fazit

 Wer bei einem Glas Tee oder Glühwein in gemütlicher Atmosphäre einen Frauenroman mit wenig Anspruch lesen will, der im Winter spielt, dem könnte „Ein Kuss unter dem Mistelzweig“ gut gefallen.

 Mich hat das Buch ab circa Seite 100 gelangweilt, die Spannung flachte ab und die Charaktere hätten intensiver gezeichnet sein können. Außerdem wirkt auf mich der Schluss zu konstruiert und zu kitschig.

 Ich vergebe drei von fünf Sternen und eine Leseempfehlung an die Zielgruppe, die diese Art von Roman bevorzugt.

 BildP.S.: Diesen Bericht habe ich auch bei der Verbraucherplattform Ciao.de unter meinem dortigen Usernamen „Sydneysider47“ veröffentlicht.

{Rezension} Tausche Glückskeks gegen Weihnachtswunder!

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Autor: Annette Langen
Titel: Tausche Glückskekse gegen Weihnachtswunder
Verlag: cbj Verlag
Erschienen am: 14.Oktober 2013
ISBN-10: 3570224473
ISBN-13: 978-3570224472
Seitenzahl: 208
Ausgabe: Taschenbuch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
Preis: 6,99 €

Zwei beste Freundinnen auf weihnachtlicher Mission
Grete und Sina sind allerbeste Freundinnen – und haben sogar zu Weihnachten denselben Herzenswunsch: eine »richtige« Familie. Jetzt müssen sie nur noch Gretes Mutter und Sinas Vater davon überzeugen, dass sie füreinander bestimmt sind. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn schon bei ihrem ersten Treffen fliegen die Fetzen! Doch zwischen Weihnachtsmarkt und Winterwald überlassen die Mädchen nichts dem Zufall, um das Weihnachtswunder doch noch wahr zu machen …

Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr so viel verraten, denn das Wichtigste steht im Klappentext.

Erzählt wird aus der Sicht von Grete, die unbedingt mit ihrer Freundin Sina ihre Mutter Antje und deren Vater Michel zusammen bringen möchte. Die Eltern werden hier irgendwie nur nebensächlich dargestellt, aber dafür lernt man die beiden 12jährigen Grete und Sina so gut kennen. Ich mochte beide von Anfang an. Sie sind Schwestern im Geiste und bewältigen so manche komische Situation miteinander.

Dies ist ein wahres Weihnachtsbuch, so bekommt man hier in diesem Kinderbuch alles, was das Herz begehrt: Liebe, Freundschaft, Humor und weihnachtliche Gefühle. Die Art und Weise, wie die Freundschaft zwischen den Mädchen funktioniert ist so wunderschön beschrieben, auch gibt es mal Streit, aber dieser kann gar nicht lange währen, denn dafür sind die Mädchen einfach viel zu gute Freundinnen.

Auch meine 10jährige Tochter war hellauf begeistert von der Geschichte und mochte total gerne McSniff, den Hund von Sina. Dieser spielt in manchen Szenen wirklich eine tolle Rolle und ich musste selbst über ihn schmunzeln.

Wirklich ein wahrlich weihnachtliches Buch, dass ich nur empfehlen kann, denn hier kommt man dem Sinn von Weihnachten auf die Spur: Familie, Zusammenhalt und Liebe und Freundschaft.
In einer schönen Form geschrieben, die es einem leicht macht zu lesen und Spaß hat man ausserdem noch dabei, da auch das quentchen Humor nicht fehlt!

Von mir volle 5 Bücher für diese wundervoll erzählte Geschichte!

Annette Langen

geboren 1967, gestaltete als Lektorin viele Jahre das Programm eines Kinderbuchverlages. Ihre ersten Kinderbücher schrieb sie bereits neben der Arbeit als Lektorin. Ihr erstes Buch erschien 1989, bis heute sind über 70 weitere Titel erschienen. Teile ihres Werkes wurden in 29 Sprachen übersetzt. Seit 2000 ist sie ausschließlich freiberufliche Autorin. Ehrenamtlich setzt sie sich aktiv für die Leseförderung von Kindern ein: Annette Langen ist seit 2001 Patin einer Solinger Grundschule, seit 2011 LeseBotschafterin der Stiftung Lesen und übernahm 2012 die Schirmherrschaft für Mentoring Coesfeld. Mit ihren beiden Kindern lebt sie im Bergischen Land.

Danke an den Verlag cbj für dieses Rezensionsexemplar!

Gewinnspiel zum Buch:

{Rezension} Der Christmas Cookie Club

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Autor: Ann Pearlman
Titel: Der Christmas Cookie Club
Originaltitel: The Christmas Cookie Club
Verlag: Marion von Schröder Verlag
Erschienen am: 1.Oktober 2009
ISBN-10: 3547711584
ISBN-13: 978-3547711585
Seitenzahl: 368
Ausgabe: Broschiert
Preis: 9,95 €

Jedes Jahr im Dezember treffen sie sich – zwölf Frauen, alle mit köstlichen selbstgebackenen Plätzchen. Sie probieren, tauschen Rezepte aus und erzählen sich alles, was im vergangenen Jahr wichtig war: Marnie hat sich unsterblich verliebt, Charlene hat durch einen tragischen Unfall ihren Sohn verloren, Laurie ein  kleines Mädchen aus China adoptiert. Eine von ihnen wird fortziehen, eine andere zittert um das kranke Enkelkind. Rosie und Jeannie haben sich gestritten und reden nicht miteinander. Doch jetzt feiern sie, sie sind alle zusammen, und auf einmal sind sie einander ganz nah. Kummer und Streit sind vergessen, sie umarmen sich und lachen – Freundinnen, was immer auch passiert.

Jedes Jahr am ersten Montag im Dezember treffen sich zwölf Frauen auf ihrer Plätzchenparty – in ihrem eigenen Cookie Club. Dann bringt jede 13 Tüten ihrer Plätzchen mit, für jede eine und eine fürs Hospiz, welche sie dahin spenden. Und dann sprechen sie über ihre Plätzchen, wehalb gerade diese, wie ist das Rezept und was für eine Geschichte steht dahinter.

Und dann erfährt man von allen Frauen, was für eine Geschichte sie haben, was für Probleme, was für Neuigkeiten usw.
Und so leidet und freut man sich mit, denn geschrieben ist das wirklich toll.
Und wie man am Ende des Buches lesen kann, existiert wirklich dieser Christmas Cookie Club, natürlich sind die Frauen im Buch alle ausgedacht, aber so manches Körnlein Wahrheit ist in all den Geschichten wohl drin, so dass ich das Buch noch ein wenig mit anderen Augen gelesen habe.

Ein lesenswertes Buch – schön für den Einstieg in den Advent und besonders schön finde ich die verschiedenen Cookie Rezepte, welche wohl alle relativ gut zum nachmachen geeignet sind. Ich jedenfalls werde das eine oder andere austesten!

{Rezension} Malavita – Eine Mafia Komödie

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Autor: Tonino Benacquista
Titel: Malavita – Eine Mafia Komödie
Originaltitel: Malavita
Verlag: carl´s books
Erschienen am: 14.Oktober 2013
ISBN-10: 357058528X
ISBN-13: 978-3570585283
Seitenzahl: 304
Ausgabe: Broschiert
Preis: 14,99 €

Temporeich, intelligent und voll schwarzen Humors

In dem beschaulichen Ort Cholong-sur-Avre in der Normandie lässt sich eine amerikanische Familie nieder. Fred Blake schreibt ein Buch über die Landung der Alliierten; seine Frau Maggie engagiert sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen; Belle, ihre Tochter, verdreht allen Männern den Kopf; und Sohn Warren wird zum Rächer des Schulhofs. Eine ganz normale Familie also? Nein, denn Fred heißt in Wahrheit Giovanni Manzoni. Er war einer der ganz großen Mafia-Bosse in den USA, bis er im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms nach Frankreich umgesiedelt wurde. Und weil es den Blakes nicht wirklich gut gelingt, sich unauffällig zu verhalten, ist vorprogrammiert, dass die Tarnung bald auffliegt …

bei Nacht und Nebel zieht eine amerikanische Familie in ein kleines Häuschen im unscheinbaren französischen Ort Cholong-sur-Avre. Die Familie Blake ist aber nicht das, was sie zu sein scheint. Denn der familienvater ist niemand geringeres als der Mafia Boss Giovanne Manzoni, dieser wurde durchs FBI gefasst und er packte da gewaltig gegen die Mafia aus. Nun ist er mit seiner familie im Zeugenschutzprogramm des FBI und eigentlich sollen sie sich bedeckt halten.

Aber Giovani kann gar nicht anders, bei einem Filmabend scheint alles ausser Kontrolle zu geraten. Aber auch seine Frau und die beiden Kinder können nicht einfach so im versteck leben, ohne richtige Anerkennung. Und so gehen alle ihren eigenen Weg und irgendwann kommt es, wie es kommen musste….

Das Buch lies sich so gut lesen und es hat so einen Spaß fgemacht. Es hat so einen rabenschwarzen Humor, der fein verteilt ist und selbst wenn man denkt, Giovanni schreibt aus seinem „Mala Vita“ – seinem „bösen Leben“, so ist auch das kaltschnäutzig und voller Witz.

Das Buch wurde bereits verfilmt mit Darstellern wie Robert De Niro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones. Schon das alleine machte das Buch lesenswert, denn von Anfang an hatte ich die Bilder im Kopf und konnte mich in alle Schauplätze gut hineindenken.

Ein gelungenes Buch voller schwarzen Humors und einer chaotischen Mafia Familie, die einfach nicht mit ihrer Mafia vergangenheit abschliessen kann.

Auf jeden fall kann ich das Buch guten gewissens weiter empfehlen! Deswegen bekommt es auch von mir 5 Bücher:

Tonino Benacquista

geboren 1961 als Sohn italienischer Einwanderer, lebt in Paris. Nach einem begonnenen Filmstudium organisierte er sich mit Jobs als Schlafwagenschaffner und Pizzabäcker Geld und Stoff für seine originellen Kriminalromane, die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. „Malavita“ wurde von Luc Besson mit Robert DeNiro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones verfilmt.

Danke an den Verlag carl´s books für dieses Rezensionsexemplar!

{Rezension} Schwesterherz von Anna Licht (Hörbuch)

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Autor: Anna Licht
Titel: Schwesterherz
Verlag: audio media verlag GmbH
Erscheinungsdatum: 08.März 2012
ISBN-10:  3868046895
ISBN-13: 3868046892
Ungekürzte Lesung mit mehreren Sprechern
Dauer: 278 Minuten; 4CDs
Preis: 16,99€

Charlotte und Luise sind eineiige Zwillinge. Zum Verwechseln ähnlich? Höchstens äußerlich! Während die eine als smarte Anwältin Karriere macht, hadert die andere mit ihrem Schicksal als verkannte Künstlerin. Per E-Mail liefern sie sich einen fulminanten Schlagabtausch – über alte Fehler, neue Liebe und die große Frage: Warum ist das Leben so verdammt chaotisch?

Alles beginnt damit, dass Lilly ihren Schwestern Charlotte und Luise eröffnet, heiraten zu wollen, und dass die beiden sich bitte um alles kümmern sollen, da sie in Italien ist und es nicht schafft.
Nun beginnt ein enormer Schlagabtausch zwischen Charlotte und Luise, die am Anfang einen Streit aus der Welt räumen müssen. Danach werden alltägliche und nicht ganz so alltägliche Probleme miteinander gelöst.
Luise steckt in ihrem Job fest, den sie nicht mag und mit einem Chef, der nicht weiss, was er an ihr hat. Ausserdem steckt sie in einer Beziehung, die man als solche nicht beschreiben kann.
Charlotte jedoch ist verheiratet und hat eine 3jährige Tochter und ist eine gute Anwältin, die allerdings viel zu viel arbeitet, so ihre Ehe leidet und gewaltige beziehungsprobleme bekommt.

Das ganze ist ein E-Mail Roman, ganz ähnlich „Gut gegen Nordwind“, aber ein wenig anders von der Art und Weise. Die Schwestern treffen sich auch, aber das wird der Leser so nicht erleben, da hiere wirklich alles nur via Mail geht, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch.

Die Charaktere waren alle sehr sympatisch und die Mails zwischen den Schwestern sehr unterhaltsam. Besonders schön an dem Hörbuch: Hier bekam auch jeder Charakter seine eigene Stimme! So wurde auch Charlottes Mann Sven und ihre Bekanntschaft Alex von zwei Sprechern gesprochen und man hatte wirklich das Gefühl, in einem Gespräch zu sein. Super Idee!

Hier passieren wirklich viele Dinge und man kann nie vorher sehen, was noch passiert, das fand ich total super. Ich fand es gar nicht langweilig, sondern sehr unterhaltsam und auch lustig, aber auch manch mal traurig. Alles in allem ein toller Roman. Mich hat er überzeugt!

{Rezension} Von der Nacht verzaubert von Amy Plum

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Autor: Amy Plum
Titel: Von der nacht verzaubert
Originaltitel: Die for me
Serie: Revenants – Trilogie
Verlag: Loewe
Erschienen am: 1.April 2012
ISBN-10: 3785570422
ISBN-13: 978-3785570425
Seitenzahl: 400
gebundene Ausgabe
Preis: 18,95 €

 Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.

Kate und ihre Schwester Gorgia gehen nach dem Tod ihrer Eltern nach Paris zu ihren Großeltern.
Georgia rennt jede nacht in Klubs und hat schnell wieder Freunde, wohingegen Kate sich in sich zurück zieht. Bis sie beschliesst, wenigstens in ein Café zu gehen und ein Buch zu lesen. Von nun an geht sie regelmäßig dahin. Bis sie irgendwann Vincent begegnet – er ist so anders und ihn umgibt ein geheimnis, welches Kate zu gerne wissen möchte. Und sie trifft sich regelmäßig mit ihm.
Natürlich wird bald gelüftet, was Vincent ist, ebenso seine Anverwandten, bei denen er wohnt. Und Kate tut sich schwer mit dem Ganzen zurecht zu kommen. Sie zieht sich wieder zurück.
Ich möchte aber hier nicht zu viel von der geschichte verraten, nur eins noch: Irgendwann geraten Kate und Georgia zwischen die Fronten von Gut und Böse und sie müssen sich entscheiden.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, und ich fand die Idee gut, was die Autorin sich ausgedacht hat über Revenants. Das war mal wieder etwas Neues und auch die zarte Liebesbande zwischen Kate und Vincent fand ich so schön.
Besonders haben mir auch die anderen Charaktere gefallen, wie Jules und Ambrose. Jules mit seiner witzigen Art finde ich richtig gut. Ebenso wie die Großeltern der Geschwister – die sind so lieb!
Auch schön fand ich, wie die Schauplätze in Paris beschrieben wurden, ohne das es zuviel wurde. Ich mag das Buch wirklich gerne.

Es ist eine wunderbare Geschichte – keine so großen Überraschungen werden offenbart und so wirklich spannend finde ich es auch nicht, aber dafür wirklich gut erzählt und auf jeden Fall lesenswert und ich denke, gerade für die jüngere Generation richtig schön.

Für mich gibt es wegen der schönen Geschichte 4 Bücher

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