(Rezi von Adelheid) Noel Aiden: Ein Strauß voller Liebe

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Buch „Ein Strauß voller Liebe“ von Noel Aiden habe ich endlich gelesen – und schon auf einer Tauschplattform vertauscht. Das ist gut, denn es gefällt mir nämlich nicht. Warum das so ist, liest man jetzt.

Kurze  Information zu dem Buch:

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

ISBN-Nummer: 978-1505647037

Seitenzahl: 228 Seiten

Erscheinungsdatum in Deutschland: 21. Dezember 2014

Das Buch kann über Amazon.de bestellt werden und kostet 9,99 Euro. Natürlich gibt es auch eine Kindle-Version, die wesentlich billiger ist.

Über Noel Aiden:

Noel Aiden ist ein deutscher Autor, der einige Jahre in der Nähe von Seattle (USA) lebte. Jetzt lebt er mit Frau und zwei Kindern in München.

Er hat schon einige Romane über Amazon.de veröffentlicht.

Leseprobe:

Eine kostenlose Leseprobe bekommt man, wenn man das Buch bei Amazon.de sucht und auf die Option „Blick ins Buch“ klickt.

Worum geht es in dem Buch?

Dana und Peter lernen sich in der „Klinik Seelenruh“ kennen. Peter leidet an einem Burnout, deswegen ist er dort.

Peter ist gerade geschieden, und Dana hat eine schlimme Vergangenheit bei den Adoptiveltern hinter sich. Sie heiraten. Peter ist als Autor tätig. Offensichtlich verdient er so viel Geld, dass er ihr ein Pferd kaufen kann.

Auf einmal wird bei ihr ein Gehirntumor entdeckt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Gibt es überhaupt Heilungschancen?

Meine Meinung:

Peter ist der Ich-Erzähler, er erzählt die Ereignisse aus seiner Sicht in der Vergangenheit.

Schon zu Beginn des Buches fiel mir der „überbordend-blumige“ Schreibstil auf. Das ist manchmal okay, an manchen Stellen aber auch übertrieben. Es gibt Ausdrücke, wie „ihr Gesicht war eine nasse Ruine“, die mir nicht gefallen.  

Vom Schreibstil her ist das Buch sehr einfach geschrieben. Lange Sätze wechseln sich ab mit kurzen, abgehackten Sätzen.

Leider wurden mir die Hauptfiguren während des ganzen Romans nicht richtig sympathisch, da ihnen die Tiefe fehlt. Peter empfinde ich als Angeber, Dana ist zu unscheinbar. Es gibt Handlungsstränge in dem Buch, die ziemlich kurz abgehandelt werden – beispielsweise, dass Peter Dana ein Pferd kauft. Das Pferd wird in einem Kapitel kurz „abgenudelt“ – es wird krank, dann wieder gesund.

Dann gibt es Szenen, die mir zu unrealistisch beschrieben wurden, beispielsweise, wie und warum Dana als Kind in ein Heim kam. Oder, dass ein unbekannter Autor wie Peter von einem Verlag den Auftrag bekommt, einen Thriller zu schreiben.

In der Handlung geht es darum, wie Dana mehr über ihre Vergangenheit erfährt und wie der Gehirntumor therapiert wird. Dass sie das Ganze nicht überlebt, wird bereits zu Anfang klar.

Die Figuren, die immer wieder sprunghafte Handlung, diverse unglaubwürdige Szenen – all das konnte mich nicht überzeugen, obwohl die Idee, einen Roman über ein Ehepaar zu machen, von dem ein Ehepartner schwer erkrankt, gut ist. Aber hier wurde die Idee nicht überzeugend umgesetzt.

Ich vergebe zwei von fünf Sternen und empfehle das Buch nicht weiter.

(Rezi von Adelheid) Libby Page: Im Freibad

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei vorablesen.de habe ich momentan kein Glück. Ich bekomme dort nur dann ein Buch, wenn ich es mit Punkten einlöse. Die Punkte bekomme ich durch Rezensionen und Verlinkungen meiner Rezensionen.

Heute habe ich bei vier Buchverlosungen mitgemacht – und – wetten? – ich werde morgen kein einziges dieser vier Bücher gewinnen, weil ich gar nicht im Lostopf bin. Keine Ahnung, warum ich nicht mehr in den Lostopf komme. Da muss ich mich eben mit den Punkten für meine Leseeindrücke zufriedengeben. Naja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Das nun folgende Buch wollte ich auch gerne gewinnen. Das klappte nicht. Dann überlegte ich, ob ich es mir kaufe oder nicht. Die Leseprobe klang ansprechend und verlockend. Nachdem die Inhaberin einer Buchhandlung im Nachbarort dann noch nett Werbung für dieses Buch machte, habe ich es mitgenommen.

Die Werbung in dieser Buchhandlung finde ich immer besonders schön. Die Inhaberin oder eine ihrer Mitarbeiterinnen liest ein Buch und schreibt dann einige positive Eigenschaften darüber auf eine „Post-It-Notiz“, die dann auf das Buch geklebt wird. Diese Post-It-Notizen lassen sich problemlos entfernen, ohne dass ein Buch Schaden nimmt.

Und solche eine Notiz hing auch auf dem Buch

„Im Freibad“ der britischen Schriftstellerin Libby Page.

Ich habe das Buch gelesen. Wie ich es finde, liest man jetzt.

Kurze Informationen zu dem Buch „Im Freibad“ von Libby Page:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 27. Juni 2019

Verlag: Ullstein

Seitenzahl: 384 Seiten

ISBN-Nummer: 9783548290416

Über die Autorin:

Libby Page ist eine britische Autorin, die in London lebt und gerne schwimmt. Sie ist studierte Journalistin, hat schon für eine Zeitung gearbeitet und für eine Wohltätigkeitsorganisation.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrfach im Netz. Beispielsweise bei verschiedenen Online-Buchhandlungen. Auch bei Amazon.de. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken, schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Worum geht es in dem Buch?        

Rosemary ist 86 Jahre alt, noch sportlich und fit. Sie ist verwitwet und lebt alleine im Londoner Stadtteil Brixton.

Zu ihrem Leben gehören einige Rituale, beispielsweise regelmäßige Treffen mit ihrer ehemaligen Kollegin Hope, mit der sie einst in einer Bibliothek arbeitete. Außerdem das tägliche Schwimmen im Freibad in Brixton.

Doch eines Tages wird bekannt, dass das Schwimmbad bald schließen soll. Ein Fitnessstudio und Eigentumswohnungen sollen an dieser Stelle entstehen.

Rosemary ist untröstlich und kämpft um den Erhalt des Freibades. Kate, eine Lokalreporterin, soll darüber berichten. Rosemary kann sie für das Schwimmbad begeistern – und schon bald entdeckt Kate das Schwimmen für sich. Sie und Rosemary werden Freundinnen. Gemeinsam versuchen sie, das Freibad zu retten…

Meine Meinung zu diesem Buch:

Ich habe im Moment immer wieder Alpträume – zur Ablenkung kam mir dieses nette Frauenbuch gerade recht.

Es ist aus der auktorialen Erzählperspektive vorwiegend im Präsens verfasst. Die Geschichte gefällt mir, sie ist positiv, Mut machend und sie lenkt ab.

Kate und Rosemary sind sympathisch – und auch die meisten anderen Leute, die sie treffen.

Kate wohnt einige Jahre in London, sie fühlt sich dort nicht wohl, weil sie keine Freunde hat. Nicht einmal die Menschen, mit denen sie in einer Wohngemeinschaft wohnt, kennt sie genau.

Als sie von ihrem Chef in der Lokalzeitung den Auftrag bekommt, über das Freibad und dessen drohende Schließung zu schreiben, wittert sie ihre Chance, dass ihre Artikel auch von einem größeren Publikum gelesen werden. Und so kommt es auch. Gleichzeitig verändert sich Kate. Sie wird mutiger, selbstbewusster, sie entdeckt das Schwimmen für sich – und sie merkt, dass die Freundschaft zu Rosemary und das Schwimmen ihrem Leben viel Qualität gibt.

Auf einmal lernt Kate mehr Leute kennen, findet weitere Freunde, knüpft Kontakt zu ihrem Arbeitskollegen Jay und vertieft den Kontakt zu ihrer Schwester Erin. Sie geht aufmerksam durch London und beginnt, ihr Leben dort zu lieben und zu akzeptieren.

Das Freibad ist hier ein Symbol. Es ist ein Symbol für die Freundschaft der beiden Frauen untereinander, aber auch ein Symbol für den Zusammenhalt in einem Stadtviertel. Denn nicht nur Kate und Rosemary wollen, dass das Freibad weiterbesteht, sondern auch andere Leute, die dorthin zum Schwimmen gehen. Und durch die Zeitungsartikel können noch mehr Anhänger gewonnen werden.

Weiterhin ist das Freibad ein Ort der Erinnerungen. Immer wieder liest man, wie Rosemary und ihr Mann George ins Freibad gingen, wie sie auch mal nachts heimlich ins Freibad kamen – und wie das Freibad ihr Leben prägte.

Das Thema „Freibad“ ist auch interessant für deutsche Leser, da auch in Deutschland immer mehr Freibäder schließen müssen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Beim Lesen habe ich immer wieder Lust verspürt, selbst ein Freibad aufzusuchen – so liebenswert und interessant fand ich die Schilderungen in dem Roman „Im Freibad“.

„Im Freibad“ ist ein Buch, das mich unterhalten und auch etwas ablenken konnte – im positiven Sinne. Ich vergebe fünf von fünf Sternen und empfehle das Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Heather & Rose MacDowell: Ein Tisch für zwei

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Pro: kurzweiliger und rasanter Frauenroman, wird nie langweilig

Kontra: für mich nichts

Hallo,

folgende Rezension erschien 2009 bei Ciao.de. Leider gibt es Ciao.de als Verbraucherplattform nicht mehr. Ich sichte immer wieder alte Ciao-Rezensionen und stelle sie so nach und nach in den Buchblog ein.

Heute möchte ich einen – wie ich finde – kurzweiligen und rasanten Frauenroman aus den USA vorstellen:

Ein Tisch für zwei

Autorinnen: Heather & Rose MacDowell

Verlag: Goldmann-Taschenbuch (Random House)

Erscheinungsdatum in Deutschland: 11. August 2008

Seitenzahl: 416 Seiten

ISBN-Nr. 978-3442467136

Schrift/Zeilenabstand: eineinhalbzeilig, für mich gut lesbar

Ein paar Informationen über die Autorinnen

Heather und Rose MacDowell sind Zwillingsschwestern. Mit Restaurants in USA kennen sie sich gut aus – sie leisten sich gerne dort mal ein Essen, sind großzügig mit dem Trinkgeld und haben schon selbst in einigen Restaurants gearbeitet.

Diese Information steht in meinem Buch.

Eine ehemalige Marketing-Managerin versucht sich als Kellnerin und geht (fast) dabei „baden“…. – oder: die Handlung

Erin ist Marketing-Managerin, eine gute obendrein. Nur – auf einmal verliert sie ihren Job, weil ihr Arbeitgeber pleite macht. Ein Freund der Familie versucht zu helfen und vermittelt Erin eine Tätigkeit als Kellnerin in einem der fünf besten New Yorker Restaurants – ein Restaurant mit Namen „Roulette“. Dort gibt es Tagesgerichte – wie zum Beispiel „Gebratener Seeteufel an krossen Schalotten und Feldsalat-Emulsion mit einem Auberginen-und-Black-Zebra-Tomaten-Törtchen“ für 42 Dollar – oder auch folgendes Tagesgericht für Fleisch-Liebhaber: „Filetsteak von 280 Gramm aus biologischer Freilandhaltung, unter Betäubung geschlachtet, in Höhenluft gereift und gut abgehangen. Dazu gratinierten Topinambur und einem Jus (Saft) von der roten Paprika“ – natürlich auch für 42 Dollar.

Solche Gerichte hat Erin sich ab und zu in einem Restaurant geleistet, als sie noch richtig gut verdiente. Jetzt steht sie da ohne Job und muss Geld verdienen, um in New York zu überleben – um ihre Wohnungsmiete und weitere Kosten bezahlen zu können. Als Kellnerin im Nobelrestaurant „Roulette“ sollte man nicht nur herumflitzen, Bestellungen entgegennehmen und Speisen servieren können – nein, man muss viel denken, kombinieren, effektiv arbeiten.

Der Gast ist Kaiser, die Laune jedes Gastes oder Pärchens wird auf einem „Gästebestimmungsbarometer“, einem großen Bogen Papier, der in der Küche hängt, aufgeschrieben. Ist ein Gast besonders zufrieden, was ein Kellner zu sehen hat, so bekommt er die Note 10 – je unzufriedener ein Gast ist, desto geringer fällt die Note aus. Erhält ein Gast die Note 7 oder schlechter, so ist es Pflicht eines Kellners und des gesamten Restaurantteams, den Gast soweit zu bringen, dass er seine Laune sich um mindestens drei Noten verbessert. Und das schafft man mit einigen Extragaben – zum Beispiel einem luxuriösen Nachtisch – natürlich kostenfrei für den Gast.

Die Kellner kennen ihre Stammgäste, sie kennen die Speisekarte – sie wird auswendig gelernt, genauso wie die Gewohnheiten der Stammgäste. Die Devise des Restaurants lautet: man muss ordentlich arbeiten können – es geht jeden Abend richtig rund – es herrscht keine Flaute, es gibt keine leeren Tische. Überstunden sind verlangt – auch wenn man bis tief in die Nacht arbeiten muss.

Erin wird also sofort „ins kalte Wasser“ geschmissen. Steve, der Mann im Restaurant, der sich um das Finanzielle kümmert, merkt gleich, dass sie zur Kellnerin nicht geboren ist und sagt ihr das direkt ins Gesicht. Sie arbeitet unter dem Kellner Cato, der sie anlernen soll.

Carl ist Küchenchef, Kommandant, Genie und Halbgott gleichzeitig – er kann Erin nicht leiden, ist aber auch ansonsten kein guter Chef, Lob gibt er selten – alles läuft so, wie er es will. Weil er so glänzend hervorragende Gerichte zaubern kann, hat er das Privileg, launisch sein zu dürfen und seine „Untergebenen“ herumzuscheuchen, wie es ihm passt.

Erin merkt gleich: der Job ist schwieriger, als sie es sich je gedacht hatte – das fängt schon beim Serviettenfalten an – die Servietten sollen aussehen wie „Bischofsmützen“, aber das tun sie selten – neben Bestellungen entgegennehmen (hier sollte der gute Kellner gleich die Laune der Gäste „erspüren“ und eine Note von 1 bis 10 in das „Gästebestimmungsbarometer“ in der Küche eintragen) und Servieren (dabei darf man die Tische nicht verwechseln!) muss sie auch Fettfilter schrubben, die Scharniere an den Türen zur Herrentoilette nachziehen und auch die Kronleuchter, an einem Drahtseil hängend, putzen. Und bei all diesem Stress gilt als erste Regel: immer lächeln!

Ja, dieser Job ist fast ein Alptraum, gäbe es nicht auch nette Kollegen, so wie Cato – oder auch nette Gäste, wie Daniel zum Beispiel, der beim Fernsehen arbeitet und öfter im „Roulette“ eine Mahlzeit einnimmt.

Leseprobe:

Das Buch ist schon etwas älter, also gibt es keine vom Verlag genehmigten Leseproben mehr darüber im Internet.

Eine tollpatschige Heldin – oder Welche Erfahrungen machte ich beim Lesen dieses Buches?

Ich kaufte dieses Buch im Sommer 2008 – kurz nachdem es erschienen war. Die Inhaltsangabe hinten auf dem Cover klang vielversprechend.

Mit dem Lesen begann ich noch mal selben Tag. Von diesem Buch war ich angenehm überrascht. Es handelt sich nicht um einen Frauenroman, der nur vor sich „hinplätschert“ und an dem man schnell die Lust am Lesen verliert – nein, meiner Meinung nach ist das eine äußerst lesenswerte, rasante Geschichte. Als Leserin war ich gleich von Anfang an hineingezogen in Erins Bemühungen, eine gute Kellnerin zu werden.

Erin ist sympathisch – aber sie tritt in jedes Fettnäpfchen, in das sie treten kann. Es beginnt schon mal damit, dass sie die Servietten nicht falten kann – dass sie zur Besprechung in der Küche, die Carl leitet, zu spät kommt – und dass sie auf dem Küchenboden ausrutscht, weil dieser an einer Stelle so rutschig ist. Ich bangte mit Erin und fragte mich, wann sie es endlich schaffen würde, den an sie gestellten Anforderungen im „Roulette“ gerecht zu werden. Sie tat mir Leid – und ich merkte beim Lesen: nein, diesen Job will auch ich nicht machen – diesen Stress unter exzentrischen Gästen mit einem ständig launischen Küchenchef und vielen anderen Kollegen, die die neue Kellnerin eher „niedermachen“, anstatt sie zu ermutigen.

Ich habe durch dieses Buch einen gewissen Respekt vor dem Kellnerberuf erworben. Ich denke nicht mehr daran, dass es sich hierbei „nur“ um Bestellungen entgegennehmen und Servieren handelt – sondern oft viel mehr Tätigkeiten dahinterstecken, die man als Gast in einem Restaurant oft nicht sieht.

Mein Fazit:

Mir hat die Geschichte bis zum Schluss gefallen – und ich war traurig, als das Buch zu Ende war. Ein Buch, das ich übrigens zweimal gelesen habe.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für Leute, die diese Art von Romanen mögen.

(Rezi von Adelheid) Michelle Schrenk – Kein Himmel ohne Sterne – oder: Einfache Liebesgeschichte für zwischendurch

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Liebe Leserinnen und Leser,

beim Surfen bei Amazon.de stieß ich vor einigen Jahren auf das Buch

Kein Himmel ohne Sterne der deutschen Autorin Michelle Schrenk.

Ich wollte einfach mal sehen, wie ein Buch, das über Amazon.de in Eigenregie auf den Markt gebracht wurde, aussieht.

Das Cover ist wunderbar – aber wie ist der Inhalt?

Ich habe das Buch gelesen – und hier ist meine Rezension.

Kurze Informationen zu dem Buch:

Erscheinungsdatum:  15. März 2017

Verlag: Independently published über Amazon.de

Seitenzahl: 196 Seiten

ISBN-Nummer: 978-1520830025

Über die Autorin Michelle Schrenk:

Michelle Schrenk ist Jahrgang 1983. Sie liebt es zu träumen und hasst es, Zwiebeln zu schneiden.
Schon immer hat sie sich dem Erfinden von Geschichten gewidmet und bereits im Grundschulalter damit angefangen, sie aufzuschreiben. Mit ihren gefühlvollen Liebesromanen, dem Mutmachbuch »Die Suche nach dem verlorenen Stern« sowie drei Kinderbüchern hat sie sich nun ihren Traum vom Schreiben erfüllt. Nahezu jeder ihrer Titel war in dem Amazon Top 100 vertreten, ihr herzerwärmender Roman »Kein Himmel ohne Sterne« sogar zehn Monate lang ohne Unterbrechung.
Sie ist überzeugt, dass es viele Wege zum Glück gibt, und hofft, ihren Lesern mit ihren Büchern ein wenig davon zu schenken. (Quelle: Amazon.de)

Leseprobe:

Bei Amazon.de ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken.

Worum geht es?

Emma Morgen lebt seit drei Jahren in Berlin. Überstürzt hat sie ihre Heimat Nürnberg verlassen – und damit ihre große Liebe Jannik. Sie hat sich in Berlin ein neues Leben aufgebaut – und als ihr Freund Alex sie heiraten will, wird ihr klar, dass sie in Nürnberg erst einmal ihre Vergangenheit mit Jannik klären muss.

Spontan fährt sie nach Nürnberg, trifft Jannik – und alte Gefühle für ihn flammen wieder auf.

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt. Durch die Erzählung im Präsens, die große Schrift und die vielen Dialoge lässt es sich schnell lesen.

Dabei dürfen die Leser keine große Literatur erwarten. Die Sätze sind einfach, aber die Gefühle kurz und mitreißend beschrieben. Man kann sich also gut in Emma und ihre Gefühle hineinversetzen.

Als Leser will man wissen, warum Emma Nürnberg so plötzlich verlassen musste und den Kontakt zu Jannik auf Eis legte. In mancher Hinsicht fand ich Emma sehr naiv. Sie muss sich doch nicht wundern, dass  Jannik in der Zwischenzeit neue Freundinnen hatte und noch hat. Warum soll er drei Jahre auf sie warten, wenn sie sich nicht einmal meldet?

Dasselbe gilt auch für Emmas gute Freundin Amelie, zu der Emma ebenfalls den Kontakt abbrach, als sie nach Berlin zog – die aber in Nürnberg auch wieder für sie da ist.

Mein Fazit:

Wer eine schnell zu lesende Liebesgeschichte haben möchte, in der einige Konflikte vorkommen, kann zu „Kein Himmel ohne Sterne“ greifen. Ich habe mein Buch unterdessen bei einer Tauschbörse vertauscht. Ruck-zuck war es weg! Erstaunlich!

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/15/erfahrungsbericht-ueber-books-on-demand-bod-teil-2-wie-kam-ich-auf-die-idee-buecher-bei-bod-zu-veroeffentlichen-wie-veroeffentlicht-man-am-besten-dort-als-autor-oder-als-ver/

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/01/ein-film-ueber-das-leben-in-nordkorea-meine-brueder-und-schwestern-im-norden/

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/09/12/ein-geschenk-fuer-leute-die-kein-smartphone-haben-wollen-aber-schokolade-moegen/

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/04/16/ist-regio-mail-eine-gute-alternative-zur-deutschen-post/

Erfahrungsbericht über ein Konzert des Sängers Kieran Halpin:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2019/02/12/ein-konzert-des-irischen-rockpoeten-kieran-halpin-ist-einen-besuch-wert-leider-ist-das-konzert-am-17-02-2019-schon-ausverkauft-und-ich-kann-es-nicht-besuchen/

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/01/angenehm-und-pflegend-der-aveo-lippenpflegestift-intensive-repair/

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/08/rezi-von-adelheid-chloe-benjamin-die-unsterblichen/

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/04/01/rezi-von-adelheid-abby-fabiaschi-fuer-immer-ist-die-laengste-zeit/

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/23/rezi-von-adelheid-gayle-forman-manchmal-musst-du-einfach-leben/

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/15/die-alverde-pflegedusche-grapefruit-bambus-ist-eine-fruchtige-dusche/

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/26/%ef%bb%bfdas-verwoehnende-duschgel-lacura-naturals-wunderblume-ist-eine-wohlfuehldusche/

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/08/01/zeltkirche-beobachtungen-und-erfahrungen/

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/erster-blogbeitrag/

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/29/noch-mehr-neue-buecher-eine-veranstaltung-der-vhs-in-der-buecherei-boek-in-lauffen-am-neckar-am-16-11-2018/

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/27/ratskeller-in-heilbronn-manchmal-kann-es-vorkommen-dass-der-gast-kein-getraenk-bekommt/

(Rezi von Adelheid) Amanda Prowse: Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel

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Eigentlich wollte ich keine Bücher mehr lesen, in denen die Krankheit Krebs eine dominante Rolle spielt. Aber als ich den Roman
Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel von Amanda Prowse
in einem Wühltisch mit preisreduzierten Büchern fand, habe ich das
Buch gekauft. Und einige Tage später habe ich es gelesen.

Informationen zu diesem Buch
Erscheinungsdatum in Deutschland: 19. Oktober 2015
Verlag: Piper
ISBN-Nummer: 978-3492307833
Seitenzahl: 384 Seiten

Das Buch ist als Taschenbuch erschienen und kostet im deutschen
Buchhandel 9,99 Euro. Ich habe ein preisreduziertes Mängelexemplar
vor mir, das am hinteren Cover etwas beschädigt ist. Das ist der Grund,
warum ich das Buch für 3,99 Euro bekommen konnte.  

Über die Autorin Amanda Prowse
Amanda Prowse ist eine britische Autorin. Ihr Ziel ist es, Geschichten zu
schreiben, die mitten aus dem Leben kommen und ihre Leser/-innen zu
Tränen rühren können.  

Poppy leidet an Krebs – oder: die Handlung
Poppy Cricket ist in ihrem Leben dort angekommen, wovon sie schon
während einer Kindheit unter ihrer lieblosen Mutter träumte: Ihr Mann
Martin liebt sie, und die beiden Kinder Peg und Max sind gesund und
entwickeln sich gut. Und deswegen ist Poppy glücklich.

Poppy ist 32 Jahre alt, als sie beim Duschen einen Knoten in ihrer Brust
entdeckt. Untersuchungen zeigen schnell: Sie hat Krebs. Poppy ist gewillt, wieder gesund zu werden. Chemotherapien und Medikamente sollen
helfen. Doch der Kampf gegen den Krebs erweist sich als sehr schwierig. Außerdem: Wie bringt man solch eine schlechte Nachricht Leuten bei, die man liebt? Sie erzählt ihrem Mann, Verwandten und engen Freunden
von ihrer Krankheit. Einer sehr schweren Krankheit, die nicht nur sie,
sondern alle Menschen verändert, die mit ihr (Poppy) zu tun haben…  

Schreibstil/Schreibperspektive
Das Buch ist vorwiegend aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst. Nur im Prolog –
dem ersten Kapitel also – tritt Poppy als Ich-Erzählerin auf.

Das Buch lässt sich leicht lesen, da es viele Dialoge beinhaltet.
Außerdem finde ich die Handlung interessant und mitreißend.

Meine Meinung
In den ersten Kapiteln fiel mir das Buch immer wieder auf die Nerven. Es wurde – für meinen Geschmack – zu viel geredet. Fast hätte ich das Buch weggelegt. Fast. Aber dann begann das Buch, mich zu packen, mich zu berühren. Und zwar von dem Moment an, an dem Poppy den Knoten entdeckte. Poppy wurde mir auf einmal überaus sympathisch und
liebenswert und ich wünschte nach jeder Seite, die ich las, dass sie den
Krebs überwinden möge. Und ich verstand auch, warum in den ersten Kapiteln so viel geredet wurde. Hier wurde die heile Welt aufgezeigt, die Unbeschwertheit, in der Poppy und ihre Familie lebten. Sie plauderten, lachten, hatten Spaß.
Als Poppy schwer krank wurde, wurde nicht nur ihr Leben radikal
verändert, sondern auch das Leben ihres Mannes, ihrer Kinder, der
Nachbarin und Freundin Jo und einiger anderer Menschen.
Beispielsweise Simons Leben – ein Onkel, der mit Poppy Kontakt
aufnahm und den Poppy lange Zeit nicht kannte.
Die Autorin lässt Poppy durch viele Tiefen gehen. Die Ärzte sagen ihr
gleich, wie es um sie steht. Und ich wurde bei der Lektüre oft daran
erinnert, wie es meiner Schwester S. ging, als sie gegen den Krebs
kämpfte. Zwischen dem, was Poppy erlebte, und dem, was meine
Schwester S. erlebte, gibt es sehr viele Gemeinsamkeiten. Und das zeigt mir, dass die Autorin keine heile Welt beschreibt, sondern Situationen,
wie sie wirklich passieren, wenn jemand Krebs hat.
Die Autorin erspart den Lesern lange Schilderungen über
Chemotherapien und Entnahmen von Gewebeproben oder Operationen.
Ihr Augenmerk liegt darauf, wie eine Krebskrankheit verlaufen kann und wie der Krebs Kranke und auch deren Umwelt beeinflusst. Poppy leidet nicht nur Schmerzen, sie verändert sich auch optisch. So sehr, dass
Menschen, die sie schon Monate nicht mehr gesehen haben, ziemlich
geschockt reagieren. Haare fallen aus, Knochen treten hervor und so
weiter.
Martin muss akzeptieren, dass seine Frau schwer krank ist. Und das fällt
ihm nicht leicht. Er kämpft einen inneren Kampf, er wird zornig, er wird traurig. All das habe ich gelesen – und ich fand und finde es authentisch. Man sieht, wie eine Person, die Krebs hat, leidet, und als Angehöriger
oder Ehepartner oder Freund kann meistens nur zusehen. Das ist
frustrierend!
Dieses Buch macht traurig. Poppy erlebt nicht nur grauenhafte Momente, sondern es gibt ebenso schöne Szenen in dem Buch.
Der Schluss ist in gewisser Hinsicht vorhersehbar, jedoch gibt es zum
Glück ebenfalls Überraschungen.
Mir hat mir das Buch gefallen. Die Handlung konnte mich mitreißen. Die Hauptfigur Poppy ist sehr sympathisch und liebenswert.
Auch ihre Tochter Peg fand ich sehr überzeugend. Sie will wissen, was
ihre Mutter hat, welcher „Bazillus“ (so nennt sie es) im Körper ihrer
Mutter wütet.
Martin ist eher eine Nebenfigur, aber ich verstehe als Leserin viele
Verhaltensweisen, die er an den Tag legt. Weiterhin wuchsen mir die
meisten Nebenfiguren schnell ans Herz – Claudia beispielsweise und
auch Jo, die Nachbarin.
Die Handlung ist plausibel und die Personen sind liebenswert und
authentisch.
Als Kritikpunkte sehe ich nur einige Längen – also Handlungsstränge, die mir zu ausführlich waren.  

Mein Fazit
Das Buch „Auf Zehenspitzen berühre ich den Himmel“ hat mich bewegt. Die Lektüre konnte mich packen – denn ich entdeckte auch einige
Parallelen zu Ereignissen, die ich bereits selbst als Angehörige einer
krebskranken Person erleben musste.
Die Charaktere in dem Buch sind meistens liebenswert.
Als einzigen Kritikpunkt sehe ich diverse langatmige Handlungsstränge. Ich vergebe diesem Buch vier von fünf Sternen und eine
Leseempfehlung. Meiner Meinung nach ist es eher ein Frauenbuch.  

(Rezi von Adelheid) Pam Hillman: Das Haus hinter den Magnolienblüten

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein christlicher Liebesroman – gibt es das?

Ja, klar, das gibt es! Ich hatte nur bis vor einigen Wochen noch keinen gelesen. Ich lese gerne christliche Bücher – auch vom Brunnen-Verlag. Das sind aber eher Sachbücher über Glaubensthemen oder Biographien oder auch Romane, die mehr oder weniger mit dem Thema „Glauben“ etwas zu tun haben.

Vor kurzem habe ich folgendes Buch gelesen:

Das Haus hinter den Magnolienblüten von Pam Hillman.

Hier soll es sich um einen christlichen Liebesroman handeln. Ja, da kann ich teilweise zustimmen. Es ist ein Liebes- und ein Familienroman. Es geht um Geschwister und Verantwortung und darüber, wie man sich ein neues Leben in einem neuen Land, einem neuen Kontinent aufbauen kann. Nicht in heutiger Zeit, sondern vor Jahrhunderten.

Dieses Buch ist also auch ein historischer Roman.

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Verlag: Brunnen

Seitenzahl: 368 Seiten

ISBN-Nummer: 9783765506079

Erscheinungsdatum: 30.01.2019

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe erschienen und kostet in Deutschland 17 Euro.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es einige im Internet. Beispielsweise auf der Homepage des Brunnen-Verlags. Einfach dort nach dem Buch suchen und auf die Option „Leseproben“ gehen.

Worum geht es in diesem Buch?

1772 kommen die Irinnen Kiera Young und ihre Schwestern Amelia und Megan in Natches, Mississippi (Amerika) an. Kiera soll dort mit Pierre Le Bonne verheiratet werden. Ihr Schwager George hat alles arrangiert. Er ist verheiratet mit Charlotte, der Halbschwester der drei Mädchen, und betrachtet seine Schwägerinnen als Leibeigene, über deren Schicksal er bestimmen kann.

Als Kiera, Amelia und Megan auf den Franzosen Pierre Le Bonne treffen, wird schnell klar, dass dieser nicht die Absicht hat, Kiera zu heiraten. Er möchte die drei Mädchen in seinem Bordell für sich arbeiten lassen, als Bezahlung für Spielschulden, die George gemacht hat.

Dass die Young-Schwestern in einer üblen Situation stecken, merkt auch der Ire Quinn O’Shea, der Kiera auf dem Schiff kennen gelernt hat. In einer halsbrecherischen Aktion befreit er zusammen mit zwei anderen Männern Kiera, Amelia und Megan aus dem Bordell. Quinn O’Shea hat die Idee, Kiera und ihre Schwestern mitzunehmen nach Breeze Hill. Das ist die Plantage seines Bruders Connor und dessen Frau Isabella.  Dorthin ist Quinn unterwegs, zusammen mit seinen jüngeren Brüdern Rory und Patrick.

Connor ist nicht besonders glücklich, Kiera und ihre Schwestern bei sich aufzunehmen, denn er kennt ihre Halbschwester Charlotte, mit der er sehr schlechte Erfahrungen machte. Aber er möchte die drei Schwestern auch nicht Pierre Le Bonne überlassen.

Zuerst sind alle sicher auf Breeze Hill – Quinn arbeitet als Schmied, Kiera betätigt sich als Köchin, die auch eine Herberge für Reisende anbieten kann. Und so langsam kommen sich Kiera und Quinn näher, eine Liebe zwischen den beiden ist entfacht, die sich entwickelt. Aber Pierre Le Bonne ist erpicht, Kiera und ihre Schwestern zu finden…

Meine Meinung:

Das aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) verfasste Buch ist sofort mitreißend und interessant. Ich brauche keine lange Einlesezeit, um in die Handlung hineinzukommen. Das Buch vermittelt einen Einblick in das 18. Jahrhundert. Frauen hatten offensichtlich nicht viele Rechte.  Ich war entsetzt zu lesen, wie ein Mann seine Schwägerinnen in ein Bordell „verkaufen“ konnte, um seine Spielschulden zu bezahlen!

Dank der vielen Dialoge und der guten Beschreibungen der Schauplätze konnte ich mir alles beim Lesen sehr gut vorstellen.

Kiera und Quinn und die meisten Hauptpersonen sind sympathisch – und das Leben auf Breeze Hill ist kein Zuckerschlecken, aber jeder versucht, mit den Herausforderungen dort fertig zu werden. Immer wieder gibt es auch Kontakt mit Indianern, die Tauschgeschäfte mit den Siedlern machen.

Pierre Le Bonne ist der Bösewicht, ein absolut unsympathischer Mensch – und man will als Leser wissen, ob er Kiera und ihre Schwestern finden wird und was dann mit ihnen passiert. Weiterhin möchte man wissen, ob es eine gemeinsame Zukunft für Kiera und Quinn geben wird.

Es gibt noch weitere offene Fragen in dem Buch, die mich an der Lektüre hielten – beispielsweise, was mit Reginald Caruthers und seiner Familie passiert.

Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es war schnell und angenehm zu lesen. Der Glaube und ein gewisses Vertrauen an Gott spielen auch immer wieder eine Rolle. Ich vergebe dem Buch fünf von fünf Sternen und empfehle es weiter.

(Rezi von Adelheid) Donna Milner: River

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich einen lesenswerten Familienroman aus Kanada vorstellen:

River

Autorin: Donna Milner

Verlag: Piper, München – im September 2008 wurde das Buch in der deutschen Version als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag veröffentlicht. Es kostete damals 19,90 Euro.

Seitenzahl: 398 Seiten

ISBN-Nr. 978-3-492-05162-0

Schrift/Zeilenabstand: eineinhalbzeilig, die Schrift ist gut lesbar (für mich jedenfalls)

Seit einigen Jahren ist das Buch auch als Taschenbuch erhältlich.

Ein paar Informationen über die Autorin Donna Milner

Donna Milner ist verheiratet und lebt im kanadischen Bundesstaat British Columbia.

„River“ ist ihr erster Roman. Ein weiterer Roman wurde ebenfalls veröffentlicht.

Worum geht es in dem Roman?

Natalie wird im Jahre 2003 von ihrem Bruder Boyer angerufen. Die Mutter liegt im Sterben. Natalie hatte 34 Jahre lang keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie, der Familie Ward, – unterdessen hat sie eine eigene Familie. Auf der Reise zu dem Zuhause ihrer Kindheit und Jugend, zu ihren Brüdern, zu ihrer Mutter lässt sie die Vergangenheit vor ihrem inneren Auge nochmals Revue passieren…

Die Ereignisse, die 1966 begannen – als Natalie, die Ich-Erzählerin des Romans, 14 Jahre alt war. Sie wuchs auf einer Milchfarm in Kanada auf – in der Nähe zur Grenze der USA. Sie lebte in einer wunderbaren, intakten Familie – mit ihren Eltern und ihren drei Brüdern Boyer, Carl und Morgan.

Die Welt war heil für Natalie und ihre Familie – solange, bis Richard „River“ Jordan in das Leben der Familie trat. Er suchte Arbeit und fand sie auf der Milchfarm der Familie Ward. River war US-Amerikaner und wollte nicht in den Vietnam-Krieg ziehen. So wie viele seiner Landsleute auch – die ebenfalls nach Kanada flüchteten.

Und so wurde River ein Teil der Familie Ward. Natalie erzählt von den Jahren 1966 bis 1969 – den Jahren ihrer Jugend, den Jahren mit ihrer Familie. Sie erzählt von Boyer, ihrem ältesten Bruder, dem Büchernarr. Dem Bruder, zu dem sie ein inniges Verhältnis pflegte, weil er ihr das Lesen beibrachte, ihre Hochbegabung erkannte und sie seine Bücher lesen ließ.

Für River, den sanften Hilfsarbeiter mit den blauen Augen, begann sie, sich immer mehr zu interessieren. Aber nicht nur sie interessierte sich für ihn – auch andere Familienmitglieder…

Es kam schließlich zu einer Katastrophe – die weitere nach sich zog. Katastrophen, die die intakte Familie Ward aus ihren heilen Fugen riss – und die Natalie schließlich Abstand zu ihrer Familie suchen ließ….

So fragt sie sich – im Jahre 2003 – ob sie wieder zurückkehren will an den Ort ihrer Kindheit, sich alten Konflikten stellen will, sich mit Mitgliedern ihrer Familie endlich aussprechen soll.

Man sollte noch sagen, dass gewisse Ereignisse/Tatsachen in der Gesellschaft der 60er-Jahre – auch in Kanada – eine Schande waren und deswegen unausgesprochen bleiben sollten. Und auch das führte zum Bruch der Familie.

Natalie beschließt, sich den Ereignissen von damals zu stellen – und ihre Familie nach vielen Jahren wiederzusehen.

Meine Erfahrungen mit dem Roman

Im Buchhandel hatte ich eine Leseprobe bekommen, die mir gut gefiel. Ich wollte die ganze Geschichte lesen, ich wollte wissen, was es mit dem „Leid“, das auf Seite 11 des Romans erwähnt wird, auf sich hat – wie sich also die Geschichte mit River und der Familie Ward entwickelt.

Der Schreibstil, die Wortwahl der Autorin – ihre schöne Ausdrucksweise und die Art und Weise, wie sie es schaffte, Bilder vor meinem inneren Auge – eine lebendige Geschichte – entstehen zu lassen, beeindruckte mich.

Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Man ist sofort mittendrin im Geschehen, sieht beispielsweise die Milchfarm, riecht das Grün der Natur im Kanada der 60er-Jahre und so weiter – man ist schnell gepackt von den Ereignissen rund um die Familie Ward und um River.

Fazit:

Wer Familienromane mag – egal, ob als Sommerlektüre im Urlaub oder als Lektüre an langen Winterabenden – oder wann auch immer – wird dieses Buch mögen.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne – ich werde es wieder lesen!

Diese Rezension erschien 2009 auf der Erfahrungsplattform Ciao.de. Jetzt habe ich sie für den Buchblog der verrückten Leseratten umgeändert.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/15/erfahrungsbericht-ueber-books-on-demand-bod-teil-2-wie-kam-ich-auf-die-idee-buecher-bei-bod-zu-veroeffentlichen-wie-veroeffentlicht-man-am-besten-dort-als-autor-oder-als-ver/

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/01/ein-film-ueber-das-leben-in-nordkorea-meine-brueder-und-schwestern-im-norden/

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/09/12/ein-geschenk-fuer-leute-die-kein-smartphone-haben-wollen-aber-schokolade-moegen/

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/04/16/ist-regio-mail-eine-gute-alternative-zur-deutschen-post/

Erfahrungsbericht über ein Konzert des Sängers Kieran Halpin:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2019/02/12/ein-konzert-des-irischen-rockpoeten-kieran-halpin-ist-einen-besuch-wert-leider-ist-das-konzert-am-17-02-2019-schon-ausverkauft-und-ich-kann-es-nicht-besuchen/

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/01/angenehm-und-pflegend-der-aveo-lippenpflegestift-intensive-repair/

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/08/rezi-von-adelheid-chloe-benjamin-die-unsterblichen/

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/04/01/rezi-von-adelheid-abby-fabiaschi-fuer-immer-ist-die-laengste-zeit/

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/23/rezi-von-adelheid-gayle-forman-manchmal-musst-du-einfach-leben/

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/15/die-alverde-pflegedusche-grapefruit-bambus-ist-eine-fruchtige-dusche/

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/26/%ef%bb%bfdas-verwoehnende-duschgel-lacura-naturals-wunderblume-ist-eine-wohlfuehldusche/

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/08/01/zeltkirche-beobachtungen-und-erfahrungen/

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/erster-blogbeitrag/

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/29/noch-mehr-neue-buecher-eine-veranstaltung-der-vhs-in-der-buecherei-boek-in-lauffen-am-neckar-am-16-11-2018/

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/27/ratskeller-in-heilbronn-manchmal-kann-es-vorkommen-dass-der-gast-kein-getraenk-bekommt/

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