(Rezi von Adelheid) Maria Duenas: Wenn ich jetzt nicht gehe

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Wochen habe ich folgendes Buch gelesen:

„Wenn ich jetzt nicht gehe“

der spanischen Schriftstellerin

Maria Duenas.

Wie ich das Buch fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch „Wenn ich jetzt nicht gehe“ von Maria Duenas:

Erscheinungsdatum des Buches in Deutschland:  6. März 2017

Verlag: Insel-Verlag

Seitenzahl:  589 Seiten

ISBN-Nummer:  978-3458177029

 

Über Maria Duenas:

María Dueñas ist eine spanische Schriftstellerin, Jahrgang 1964. Beruflich lehrte sie in Murcia Englische Literatur, bevor sie mit ihrem Debütroman im Jahre 2009 einen durchschlagenden Erfolg erzielte.

Ihre Bücher wurden schon in 35 Sprachen übersetzt. Sie erhielt mehrere Preise dafür.

»Wenn ich jetzt nicht gehe« ist ihr dritter Roman und war 2015 das meistverkaufte Buch Spaniens.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise auf vorablesen.de. Einfach das Buch aufrufen und den Button „Leseprobe öffnen“ anklicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Die Handlung:

Der Spanier Mauro Larrea lebt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Mexico-Stadt. Geschäftlich war er sehr erfolgreich – er hatte sich vom Bergmann zum Unternehmer hochgearbeitet. Er besaß Minen und Land, er lebte im Luxus, beschäftigte mehrere Angestellte, es ging ihm sehr gut.

Doch eines Tages erfährt er, dass er pleite ist. Er hat eine Fehlinvestition getätigt, die ihn zum Ruin führte. Er will es niemandem sagen, denn er ist angesehen und genießt einen guten Ruf. Er beschließt, noch einmal neu anzufangen – irgendwo anders. Geschäfte und Chancen für diesen Neuanfang will er suchen und deswegen reist er nach Kuba. Vorher hat er sich Geld geliehen bei Tadeo Carrús. Carrús ist ein cleverer, aber sehr unsympathischer Mensch, der davon lebt, Geld zu Wucherzinsen zu verleihen.

Aber Larreo bleibt nichts anderes übrig – und so akzeptiert er Carrús‘ Bedingungen und auch dessen recht kurzfristig angesetzte Fälligkeitstermine für die Rückzahlung des geliehenen Geldes.

Ungebunden ist Larrea ja – seine Kinder sind erwachsen. Seine Tochter Mariana wird heiraten und auch Sohn Nico. Seine Frau starb bei der Geburt von Nico, und danach heiratete Larrea nicht mehr.

Sein Ziel ist es, Nicos Hochzeit zu bezahlen und schnellstmöglich seine Schulden bei Carrús zu begleichen.

Sein gutes Benehmen und seine Lebenserfahrung bringen ihm in Kuba allerhand Kontakte zu Personen, die lukrative Geschäfte versprechen. Jedoch ist Larrea misstrauisch. Ein Geschäft, in dem es auch um Sklavenhandel geht, lehnt er ab. Dagegen liefert er sich ein „Duell“ im Billardspielen mit Zayas, einem Mann, der der Meinung ist, dass Larrea ihm seine Frau wegnehmen wolle. Larrea verliert dieses Billardduell zunächst, gewinnt jedoch in der Revanche und ist auf einmal Besitzer eines großen Anwesens in Spanien. Optimistisch reist er nach Spanien – beseelt von dem Wunsch, das Anwesen verkaufen zu können, um seine Schulden zu tilgen. Aber so einfach ist das nicht….

 

Der Schreibstil:

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers (kein Ich-Erzähler) geschildert. Der Schreibstil ist sehr ausschmückend, und teilweise stößt man auch auf altmodische Ausdrücke, beispielsweise „frugale Mahlzeit“ (bedeutet: üppige Mahlzeit). Solche Ausdrücke musste ich nachschlagen, weil sie mir nicht geläufig sein.

 

Meine Leseerfahrung:

Ich mag die Personen in dem Buch – vor allem Mauro Larrea. Er ist sympathisch, gut aussehend und als Leserin wünsche ich, dass er bald zu neuem Reichtum kommt, um seine Schulden bei dem unsympathischen Tadeo Carrús bezahlen zu können.

Die sehr ausschmückende Schreibweise der Autorin lässt viele Bilder in meinem Kopf entstehen, ich bin mittendrin in der Handlung und kann die Welt der Reichen in Mexico, in Kuba und auch in Spanien sehr gut vorstellen.

Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen – zum Schluss hin flachte das Buch leider ab, da die Handlung meiner Meinung nach sehr konstruiert und auch unglaubwürdig wirkte.

Manchmal scheint das Buch auch zu „stocken“ und man will dann als Leser nicht wirklich weiterlesen, weil die Spannung fehlt. Es dauert dann einige Seiten, bis wieder etwas Interessantes passiert. Aber der Hauptgrund, das Buch zu lesen, war für mich der sympathische Hauptcharakter Mauro Larrea und die Neugierde zu wissen, ob er seine Schulden loswerden kann und seine Ziele erreicht.

 

Mein Fazit:

„Wenn ich jetzt nicht gehe“ von Maria Duenas ist ein farbenprächtiger Roman, der im 19. Jahrhundert spielt und dem Leser einen Eindruck von Mexico, Kuba und Spanien während dieser Epoche zeigt. Weiterhin ist der Hauptcharakter Mauro Larreas sehr sympathisch und man möchte wissen, was er in diesem Roman erlebt und ob er seine Ziele erreichen wird.

Die erste Hälfte des Buches fand ich stark, die zweite weniger, da gab es zu viele Längen für meinen Geschmack, und auch die Handlung gefiel mir nicht mehr hundertprozentig.

Perfekte Urlaubslektüre oder Lektüre für eine lange Zugfahrt ist das Buch auf jeden Fall für Leute, die Abenteuerromane mit einem Schuss Romantik mögen. Ich vergebe drei Sterne und empfehle das Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht

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Vor einigen Tagen habe ich folgenden Roman zu Ende gelesen:

Unsere Seelen bei Nacht

des US-amerikanischen Schriftstellers

Kent Haruf.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 22. März 2017

Seitenzahl: 208

Verlag: Diogenes

ISBN-Nummer: 978-3257069860

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag in Deutschland erschienen und kostet 22 Euro.

 

Über Kent Haruf:

Kent Haruf war ein US-amerikanischer Autor, Jahrgang 1943, der 2014 verstarb.

Er schrieb insgesamt fünf Romane, sein letzter war „Unsere Seelen bei Nacht“. Das Buch wird mit Jane Fonda und Robert Redford verfilmt.

Alle Romane von Kent Haruf spielen in der fiktiven Kleinstadt Holt im US-Bundesstaat Colorado.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach die Informationen über das Buch anklicken, dann auf „Leseprobe öffnen“ (rechts oben) klicken – schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Zwei alte Menschen treffen sich. Es handelt sich um Addie Moore und um Louis Waters. Beide sind verwitwet, beide leben alleine in der US-amerikanischen Kleinstadt Holt im Bundesstaat Colorado.

Addie macht Louis den Vorschlag, dass sie miteinander Abende und Nächte verbringen könnten. Also sich in ihren Wohnungen treffen, zusammen in einem Bett schlafen und sich unterhalten. Sex wollen sie nicht haben – sie könnten nur miteinander die Nacht überstehen.

Louis zögert zuerst, lässt sich aber dann auf den Vorschlag ein.

Er und Addie treffen sich immer wieder. Vorwiegend in Addies Haus. Er lässt seinen Schlafanzug und seine Zahnbürste dort, um nicht jedes Mal alles hin- und herschleppen zu müssen. Sie unterhalten sich und schlafen nebeneinander in einem Bett. Addie hat einen guten Schlaf, und Louis immer wieder Probleme mit dem Einschlafen.

Sie freunden sich an und lernen sich besser kennen. Ihre Treffen wollen sie nicht mehr missen. Aber es bleibt nicht aus, dass die Leute im Ort munkeln. Addie und Louis lassen sich dadurch nicht irritieren und zeigen sich ihren neugierigen Mitmenschen bei Tag beim Stadtbummel in Holt. Eines Tages kommt Jamies, Addies Enkel, für einige Wochen zu ihr zu Besuch. Auch diese Situation versuchen Addie und Louis gemeinsam zu meistern.

 

Meine Meinung zu diesem Buch:

Die Handlung dieses Buch fängt sofort an. Eine lange Vorgeschichte gibt es nicht, was mir sehr gut gefällt.

Auch sonst ist das Buch lesenswert und interessant. Addie und Louis sind sofort sympathisch. Zwei alte Menschen, die sich als Nachbarn schon lange kennen. Nun wird aus Nachbarschaft Freundschaft. Sie erzählen sich einander, was sie in der Vergangenheit erlebt haben. Jeder von ihnen musste schon ein schweres Schicksal meistern. Addie hat ihre Tochter Connie verloren und sie erzählt Louis davon, wie es passiert ist. Und Louis hat einmal seine Frau Diane mit einer Lehrerkollegin betrogen – und kehrte wieder zurück zu Diane.

Es ist rührend und nie kitschig, was Addie und Louis miteinander unternehmen und wie sie versuchen, Zeit miteinander zu verbringen.

Dem üblichen „Dorftratsch“, der nicht ausbleibt, können sie nicht ausweichen. Aber er bringt sie nicht dazu, ihre Freundschaft aufzugeben. Ein größeres Problem sind die „lieben“ Verwandten – Addies Sohn und Louis’ Tochter -, die meinen, ihren Eltern Vorschriften machen zu müssen.

Dieser Roman bleibt also immer interessant. Leicht lesbar ist er geschrieben, in einem einfachen, schönen Schreibstil, aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in vorwiegend kurzen Sätzen. Sympathisch sind Addie und Louis schon ab dem ersten Kapitel und als Leserin wünschte ich mir gleich zu Anfang, dass ihre Freundschaft sich entwickeln darf.

 

Mein Fazit:

Für mich ist „Unsere Seelen bei Nacht“ von Kent Haruf ein wunderbar leichtfüßiger Roman mit sympathischen Hauptcharakteren, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe diesem Buch fünf Sterne und eine Weiterempfehlung.

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Anna Gavalda: Ab morgen wird alles anders

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Vorspann:

Das Buch „Zusammen ist man weniger allein“ der französischen Schriftstellerin Anna Gavalda hat mir überaus gefallen. Deswegen war ich auch angetan, ihr neuestes Buch mit fünf Erzählungen zu lesen. Dass hier alle Erzählungen aus der Sicht von Ich-Erzählern präsentiert werden, stört mich nicht.

 

Kurze Informationen zum Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 30. Januar 2017

Seitenzahl: 304

Verlag: Hanser

ISBN-Nummer: 978-3446250499

Das Buch ist in Deutschland als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet 20 Euro.

 

Fünf Erzählungen und meine Meinung dazu:

„Mein Hund wird sterben“ ist für mich die beste Erzählung des Buches. Sie macht nachdenklich und berührt. Sie handelt von Jeannot, genannt Jean, der als LKW-Fahrer arbeitet. Er erzählt von seinem Hund, dem er keinen Namen gab. Der Hund war ausgesetzt worden. Jean fand ihn am Straßenrand und nahm ihn zu sich. Der Hund gab Jean Wärme, Liebe und Freundschaft, nachdem sein Sohn Ludovic gestorben war.

Jean zieht Parallelen zwischen dem Tod seines Sohnes und dem bevorstehenden Tod seines Hundes. Wieder muss er ein Lebewesen hergeben.

Der Hund war ein treuer und guter Gefährte. Er wohnte mit Jean im Keller, nachdem seine Frau ausgerastet war und penibelst die Wohnung und das Haus reinigte. Und wenn Jean seinen LKW fuhr, saß der Hund neben ihm.

Die Erzählung „Mathilde“ finde ich seltsam. Mathilde ist 28 Jahre alt. Sie studiert in Paris und wohnt mit zwei Frauen im ähnlichen Alter in einer WG. Eines Tages verliert sie ihre Handtasche. Viel Geld befindet sich darin. Mathilde rechnet nicht damit, die Handtasche mit Geld und dem restlichen Inhalt wieder zu bekommen.

Aber es passiert das Unglaubliche: Ein Mann findet die Tasche. Er trifft sich mit Mathilde und händigt ihr die Tasche aus. Dann verschwindet er aus ihrem Leben. Mathilde will ihn unbedingt finden.

Je mehr ich von dieser Erzählung las, desto unsympathischer wurde mir Mathilde. Oft konnte ich ihre Handlungsweisen nicht verstehen.

Die Erzählung „Meine Kraftpunkte“ ist für mich persönlich wieder ein Lichtblick. Es geht um Pierre. Er ist Vater und arbeitet auf einer Baustelle. Eines Tages wird er in die Schule zitiert, weil sein Sohn Valentin einem behinderten Mitschüler, namens Maxime, die Reifen des Rollstuhls aufgestochen hat.

Pierre kann zur Versöhnung von Valentin, Maxime und dessen Eltern beitragen, indem er allen zeigt, wie man einen Rollstuhlreifen flickt.

Pierre ist sympathisch, er versucht zu vermitteln. Und er versucht auch, seinen Sohn Valentin zu verstehen. Der Schluss der Geschichte ist überraschend – und man erfährt den wahren Grund, warum Valentin den Rollstuhl von Maxime beschädigte. Wobei ich über diesen Grund schon den Kopf schütteln musste….

Die Erzählung „Yann“ ist für mich sehr konfus. Yann ist zwar sympathisch – ein Student, 26 Jahre alt. Er hat eine schnoddrige Sprache als Ich-Erzähler, an die ich mich erst mal gewöhnen muss. In dieser Erzählung vermisse ich den „roten Faden“ – also eine Haupthandlung. Yann macht dies und das. Einmal trifft er Alice. Alice, die reich und attraktiv ist. Ein anderes Mal ist Yann Vertreter einer koreanischen Firma.

Wäre das ein Roman, hätte ich ihn nach 60 Seiten weggelegt. Die circa 100 Seiten umfassende Erzählung habe ich ganz gelesen, aber irgendein Funke sprang auf mich nicht über.

Auch „Minnesang“ konnte mich nicht begeistern. Obwohl ich Ludmilla, die Hauptperson, mochte. Sie arbeitet in einem Laden, der Tiere und alles, was ein Tier braucht, verkauft. An den Wochenenden besucht sie ihre Schwester, die Familie hat.

Ludmilla selbst ist noch nie auf die Idee gekommen, nach einem Partner fürs Leben zu suchen.

An einem Abend geht sie aus. Nachdem sie einen Mann getroffen hat, dessen Katze sie interessiert, trifft sie einen Dichter, der mit ihr ins Bett will. Dass dieser Lieder und Gedichte zitiert, finde ich originell. Auch der Schluss der Erzählung überrascht und passt dazu.

Dennoch mag ich diese Erzählung nicht besonders gern, was eindeutig an der recht ordinären Sprache liegt.

 

Mein Fazit:

In dem Buch „Ab morgen wird alles anders“ von Anna Gavalda lernt man in fünf Erzählungen fünf verschiedene Menschen mit fünf verschiedenen Schicksalen und etlichen Problemen kennen.

Zwei Erzählungen gefallen mir überaus gut, zwei Erzählungen finde ich mittelmäßig – und eine Erzählung mag ich überhaupt nicht, da ich sie ziemlich konfus finde.

Ich vergebe diesem Buch drei von fünf Sternen. Bei einer Weiterempfehlung bin ich unentschlossen.

 

 

 

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Elena Ferrante: Die Geschichte eines neuen Namens

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich habe vor einigen Tagen folgendes Buch zu Ende gelesen:

„Die Geschichte eines neuen Namens“

der italienischen Schriftstellerin

Elena Ferrante.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man in folgender Rezension.

 

Kurzinformationen zu diesem Buch:

Erschienen in Deutschland am: 10. Januar 2017

Verlag: Suhrkamp

Seitenzahl: 624 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3518425749

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 25 Euro.

 

Wer ist Elena Ferrante?

Elena Ferrante ist das Pseudonym einer italienischen Autorin, die seit 1992 Bücher schreibt.

„Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der so genannten „Neapolitanischen Saga“, die weltweit zum Bestseller avanciert ist.

In Deutschland ist bereits der erste Band mit dem Titel „Meine geniale Freundin“ erschienen, die Veröffentlichung des dritten und vierten Bandes ist vom Suhrkamp-Verlag für 2017 noch geplant.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Orten im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach nach dem Buch suchen, auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken – und schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Die Handlung dieses Romans spielt im Neapel (Italien) der 1960er-Jahre. Elena ist die Ich-Erzählerin in diesem Buch. Befreundet ist sie mit Lila, die im Alter von 16 Jahren Stefano geheiratet hat. Ihr Wunsch war es, von der Mittelmäßigkeit in die höhere Gesellschaft einzuheiraten. Das ist ihr auch gelungen – Stefano hat Geld, er kann sich viel leisten. Allerdings betrügt er Lila. Ihr ist außerdem langweilig, sie möchte sich gerne in die Gesellschaft einbringen. Vielleicht würde es ihr gelingen, wenn sie in der Schuhmacherei des Bruders Rino mitarbeiten könnte. Aber das ist nicht geplant.

Während Elena weiterhin eine Schule besuchen kann und ihre Noten – je nach Gefühlszustand – einmal besser und einmal schlechter sind -, ist Lila mit ihrem Leben nicht zufrieden und immer wieder neidisch auf Elena. Es gelingt ihr nicht, von Stefano schwanger zu werden. Stattdessen verliebt sie sich in Nino und betrügt damit ihren Mann Stefano.

 

Meine Meinung zu dem Buch:

 Ich habe das Buch gelesen, ohne vorher den ersten Band dieser „Neapolitanischen Saga“ gelesen zu haben. Interessanterweise kam ich schnell in das Buch, denn die darin vorkommenden Charaktere werden vor der Romanhandlung auf einigen Seiten beschrieben. Es ist auch immer wieder hilfreich, während der Lektüre auf diese Seiten zurückzublättern, wenn neue Personen in dem Roman auftauchen.

Das aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit geschriebene Werk ist gut geschrieben. Immer wieder gibt es wörtliche Rede, aber auch viel indirekte Rede. Elena ist mir sympathisch – ich verstehe ihre Handlungsweise. Sie steht allerdings oft im Schatten von Lila, die einfach die Schönere und Begabtere der beiden Frauen zu sein scheint. Allerdings kann Lila nach der Heirat mit Stefano eventuelle Wünsche einer Weiterbildung nicht mehr realisieren. Sie ist abhängig von ihrem Mann Stefano, der ihr zwar ein Leben mit einem gewissen Luxus bieten kann. Aber Bildung ist zweitrangig. Er hätte gerne ein Kind von Lila.

In ihrer Unzufriedenheit ist Lila oft eifersüchtig auf Elena. Sie versucht, Elena in Beschlag zu nehmen. Das ist spürbar während eines Sommers am Meer. Elena nimmt sich die Launen ihrer besten Freundin sehr zu Herzen – so sehr, dass ihre schulischen Leistungen immer wieder darunter zu leiden haben.

Diese Konkurrenz zwischen Elena und Lila zieht sich fast durch das ganze Buch. Sie ist interessant zu lesen, macht das Buch aber nicht unbedingt spannend. Es gab für mich Phasen beim Lesen der 624 Seiten, die einfach mühsam waren. Da ich aber interessiert war, wie sich Elena und Lila weiterentwickeln, habe ich das Buch zu Ende gelesen. Und das hat sich auch gelohnt, weil sich gegen Ende einige Ereignisse überschlagen. Und dann wird das Buch wirklich spannend, mitreißend und interessant.

Die Ereignisse zum Schluss haben dazu geführt, dass ich das Buch mit der Note „gut“ (vier Sterne)  bewerte. Eine Weiterempfehlung gibt es ebenfalls.

 

P.S.: Diese Rezension habe ich in ähnlicher und verkürzter Form bereits an mehreren Stellen im Internet veröffentlicht. Beispielsweise bei „vorablesen.de“ unter meinem Usernamen „adel69“, bei Amazon.de unter meinem Usernamen „Irina Melbourne“, bei lovelybooks.de unter meinem Usernamen „sydneysider47“ etc.

(Rezi von Adelheid) Lily Oliver: Die Tage, die ich dir verspreche

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Gerade habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen:

Die Tage, die ich dir verspreche

der deutschen Autorin

Lily Oliver.

Wie ich das Buch fand, zeigt der folgende Bericht.

 

Kurze Informationen zum Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. September 2016

Verlag: Knaur-Taschenbuch

Seitenzahl: 368 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-426-51676-8

Das Buch ist als Taschenbuch erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 9,99 Euro.

 

Über Lily Oliver:

Lily Oliver studierte Tiermedizin, bevor sie zum Schreiben kam. Die Autorin ist verheiratet und lebt in München. Sie liebt gefühlvolle Geschichten, in denen Themen wie „Organtransplantationen“ ebenfalls zur Sprache kommen.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe ist beispielsweise beim Online-Buchhändler Amazon.de zu finden. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ tippen und schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Gwen ist 19 Jahre alt und hat ein Spenderherz bekommen. In der REHA hat sie gelernt, worauf sie achten muss, damit sie und ihr Herz gesund bleiben. Gewichtszunahmen sollten beispielsweise nicht passieren, auf Bewegung soll geachtet und Medikamente müssen eingenommen werden.

Eines Tages wird Gwen aus der REHA entlassen. Sie hat Angst auf ihr Leben, den Alltag – ohne den Schutz, den sie in der Klinik hatte. Ihre Eltern und der Bruder meinen, sie müsste glücklich sein. Wie es ihr geht, fragen sie nicht.

Dabei wird Gwen immer trauriger. Sie plagt das schlechte Gewissen, ein Herz von einem Menschen bekommen zu haben, die oder der dafür sterben musste. Um sich das alles von der Seele schreiben zu können, sucht sie Trost in einem Forum, in dem Leute schreiben, die auf ein Spenderherz warten oder schon eines bekommen haben. Gwen würde am liebsten nicht mehr leben und ihr Herz einem herzkranken Menschen geben. Doch Noah, ein Student aus München, der das Forum betreibt, hält Gwen für einen Fake und löscht ihre Mitgliedschaft.

Verzweifelt fährt sie von Berlin nach München und sucht Noah auf. Er hat seine Adresse in dem Forum hinterlegt und ist verblüfft, als er sie sieht. Sie ist verzweifelt, und er nimmt sie bei sich auf. Am liebsten will sie sich umbringen – aber sie möchte sicher sein, dass ein Mensch dann ihr Herz bekommt, der es dringend braucht. Es dauert nicht lange und sie verliebt sich in Noah. Sie wünscht sich, dass er ihr Herz bekommen möge.

Noah spürt ihre Verzweiflung und will ihr die Lebensfreude wiedergeben, indem er einiges mit ihr unternimmt. Aber er hat ihr nicht alles über sich erzählt….

 

Meine Meinung:

Ich hatte mich auf die Lektüre dieses Buches gefreut, denn die Art und Weise, wie in der Leseprobe über Menschen, die Spenderorgane bekommen haben, berichtet wurde, hat mir sehr gut gefallen. Auch vom Thema her schien dieses Buch etwas zu sein, das ich vorher noch nie gelesen hatte.

Dass Gwen ein Spenderherz bekommen hat und bestimmte Dinge beachten muss, damit sie gesund bleibt, wird zwar immer wieder in dem Roman erwähnt. Allerdings steht die Liebesgeschichte zwischen Gwen und Noah im Vordergrund – abwechselnd erzählt aus der Ich-Perspektive von Gwen und der Ich-Perspektive von Noah. Und leider gibt es dann auch Szenen, die sehr ausschweifend beschrieben werden. Das war mir dann doch zu langatmig, weil die Romanhandlung dadurch auf der Stelle trat.

Das hat mir nicht gefallen – denn nachdem der Anfang des Buches so verheißungsvoll war und Lust auf die Lektüre machte, fiel der Spannungsbogen rapide ab, nachdem Gwen in München angekommen war. Dadurch erlahmte dann auch mein Interesse an der Handlung, und es blieb nicht aus, dass ich einige Passagen überflog – beispielsweise solche, in denen Liebesszenen beschrieben wurden. Da half es auch nicht, dass mir die Hauptcharaktere Gwen und Noah sehr sympathisch waren.

Den Schluss finde ich gut. In mancher Hinsicht ist er vorhersehbar – aber es gibt auch Überraschungen.

 

Mein Fazit:

„Die Tage, die ich dir verspreche“ ist ein Liebesroman, den schon Teenies lesen können und in dem das Thema „Spenderorgane“ eine gewisse Rolle spielt. Da mir die Handlung immer wieder zu langatmig war, fand ich das Buch nur durchschnittlich.

(Rezi von Adelheid) Dorit Rabinyan: Wir sehen uns am Meer

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Vor einigen Wochen habe ich folgenden Roman gelesen:

Wir sehen uns am Meer

Geschrieben wurde der Roman von der Schriftstellerin

Dorit Rabinyan.

Meine Meinung zu diesem Buch liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu „Wir sehen uns am Meer“:

Veröffentlicht in Deutschland: 11. August 2016

Seitenzahl: 384 Seiten

Verlag: Kiepenhauer & Witsch

ISBN-Nummer: 978-3462048612

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag in deutscher Sprache erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 19,99 Euro.

 

Über Dorit Rabinyan:

Die Autorin Dorit Rabinyan stammt aus einer iranisch-jüdischen Familie. Sie wurde in Israel geboren.

Der Roman „Wir sehen uns am Meer“ ist das dritte Buch der Autorin. Die beiden Vorgängerromane „Unsere Hochzeiten“ und „Die Mandelbaumgasse“ waren Bestseller und bekamen einige Literaturpreise.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an verschiedenen Stellen im Internet. Beispielsweise, wenn man die Seite vorablesen.de aufruft. Unter der Suchfunktion „Bücher“ gibt man den Buchtitel ein. Landet man dann auf der Seite, auf der das Buch vorgestellt wird, klickt man die Option „Leseprobe öffnen“ an und kann dann einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Liat lernt Chilmi in New York kennen und lieben. Er ist Palästinenser aus Ramallah (Westjordanland), sie ist Israelin aus Tel Aviv (Israel). Eigentlich ist das eine Partnerschaft, die keine Zukunft hat, da Israelis und Palästinenser verfeindet sind.

Aber zwischen Liat und Chilmi herrscht etwas wie Magie. Sofort finden sie sich sympathisch, als sie sich in einem Café treffen. Sofort unterhalten sie sich, als ob sie sich schon Jahre kennen.

Liat begleitet Chilmi, als er in einem Laden Malfarben kauft. Und kurz danach ist sie in seiner Wohnung. Er zeigt ihr seine Kunstwerke, denn er ist Maler. Und dann bleibt sie die Nacht bei ihm.

Liat und Chilmi erleben einige glückliche Monate in New York. Natürlich gibt es auch Streit und Diskussionen. Liat weiß nicht, wie sie mit der Tatsache umgehen soll, dass sie mit einem Palästinenser liiert ist. Sie getraut sich nicht, ihn zu einem Treffen mit israelischen Freunden in New York mitzunehmen.

Als aber Chilmis Familie in New York weilt und in einem Restaurant speist, ist Liat dabei. Aber da gibt es heftige politische Diskussionen.

Irgendwann ist der Tag gekommen, an dem Liat und Chilmi  Abschied nehmen müssen, weil beide in ihre Heimatländer für einige Zeit zurückkehren werden. Aber vielleicht gibt es doch noch Möglichkeiten, dass beide für immer zusammenbleiben können….

 

Meine Meinung:

Schon die Leseprobe hat mich gefesselt. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive verfasst. Liat ist die Ich-Erzählerin und sie erzählt vorwiegend im Präsens (Gegenwart).

Beide Hauptpersonen – Liat und Chilmi – sind sehr sympathisch. Da ist die ordnungsliebende Liat, die in New York in der Wohnung von Freunden leben darf, weil diese gerade längere Zeit abwesend sind. Und andererseits gibt es den etwas chaotischen Chilmi – der aber ein guter Künstler ist.

Die beiden haben sich sofort ineinander verliebt, sie reden viel miteinander. Und gerade durch diese wörtliche Rede erfährt der Leser viel über sie.

Die Ereignisse in dem Buch sind meistens sehr detailliert und ausschmückend beschrieben. Wie eine Erinnerung, von der die Autorin nicht will, dass sie vergessen wird. Die Sprache ist schön, ich habe sie sehr gerne gelesen. Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist der, dass das Buch oft nicht spannend ist. Aber mein Leseinteresse ist geweckt, weil ich wissen will, wie und ob Liat und Chilmi für immer zusammenkommen können.

Was mir an dem Buch auch sehr gefallen hat, ist, über einige Feste und Gewohnheiten und andere Ereignisse bei Israelis und Palästinensern zu lesen. So lese ich, dass Liat Chanukka und den Sabbat (auch „Schabbat“ genannt) zelebriert. Und Chilmi erzählt einmal, dass es im Westjordanland verboten war, Farben, die in der Flagge der Palästinenser vorhanden sind, zu verwenden. Solche und andere Dinge habe ich mit großem Interesse gelesen und dadurch wieder mehr über Israel und das Westjordanland gelernt.

Der Schluss hat mich sehr überrascht. Nein, vorhersehbar war er nicht.

 

Mein Fazit:

Das Buch „Wir sehen uns am Meer“ von Dorit Rabinyan ist eine Art moderne „Romeo-und-Julia-Geschichte“, bei der man als Leser mitfiebert, ob die Liebe zwischen einer Israelin und einem Palästinenser eine Zukunft haben kann. Die Hauptfiguren sind sympathisch und man erfährt viel Interessantes.

Da mir einige Male die Spannung fehlte, ziehe ich einen Stern in der Gesamtwertung ab, vergebe also die Note „gut“ (vier Sterne) und eine Leseempfehlung.

 

P.S.: In ähnlicher Form wurde diese Rezension bereits an einigen Stellen im Internet veröffentlicht. Beispielsweise bei „vorablesen.de“, wo ich unter dem Nick „sydneysider47“ unterwegs bin. Auch bei Amazon.de steht eine Rezension von mir drin unter dem Namen „Irina Melbourne“. Ebenfalls bei buch7.de. Dort bin ich als „adel69“ unterwegs. Auch auf weiteren Webseiten ist eine Veröffentlichung von Rezensionen geplant.

(Rezi von Adelheid) Kim Wright: Die Canterbury-Schwestern

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Im Dresden-Urlaub habe ich auch folgendes Buch gelesen:

Die Canterbury-Schwestern

der US-amerikanischen Autorin

Kim Wright

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 26.05.2016

Verlag: Ullstein

Seitenzahl: 384 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3548287867

 

Über Kim Wright:

Kim Wright ist eine amerikanische Autorin, die in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina lebt. Sie schreibt für mehrere Magazine über Wein, Restaurants und Reisen.

„Die Canterbury-Schwestern“ ist ihr dritter Roman.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man bei diversen Internet-Buchhändlern, beispielsweise bei Amazon.de. Einfach das Buch auf der Homepage suchen und oberhalb des Buches auf die Option „Blick ins Buch“ klicken. So hat man die Möglichkeit, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Die Handlung:

Che de Milan ist Amerikanerin, von Beruf jemand, die sich mit Weinen auskennt.

Als ihre Mutter Diana gestorben ist, will Che ihren letzten Wunsch erfüllen: die Asche nach Canterbury in Großbritannien bringen und dort verstreuen. Diesen letzten Wunsch will sie ihrer Mutter erfüllen, obwohl sie ihr nie besonders nahestand.

Che fliegt nach Großbritannien und schließt sich dort acht Frauen an, die eine Art Pilgerwanderung nach Canterbury unternehmen.

Tess ist die Leiterin der Wanderung – sie erklärt Landschaften und Geschichtliches.

Während der Wanderung werden aber auch noch Geschichten erzählt. Jede der Frauen soll eine Geschichte erzählen. Es handelt sich hierbei um Selbsterlebtes, aber auch Sagen oder Märchen. Die Regeln sind hier nicht streng. Wichtig ist nur, dass die Erzählerin einer Geschichte nicht unterbrochen wird.

Die Geschichten der Frauen bestimmen das Buch. Man liest beispielsweise von Claire, die einen Film sieht, in dem ihr Mann mit einer Frau, namens Edith, im Bett ist.

Man liest von Silvia, die ihre große Liebe erst spät fand, nachdem ihr erster Mann sie verlassen hatte. Aber dann nehmen ihr Schicksal und das Schicksal ihres Mannes eine erstaunliche Wende.

Jean erzählt, wie sie vor Jahren mit ihrer Familie in Guatemala lebte, einem gefährlichen Land. Das musste auch ihre Familie erfahren.

Abends schlafen die Frauen immer in Herbergen – meistens einfache Unterkünfte. Che de Milan ist dann gerne allein.

 

Schreibstil:

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Che erzählt. Sie beschreibt den Lesern die Handlung im Präsens.

Was mich wundert, ist, dass der Buchtitel nicht korrekt geschrieben wurde. Es muss „Die Canterbury-Schwestern“ heißen. Zusammengesetzte Hauptwörter schreibt man im Deutschen zusammen, auch die Zusammenschreibung mit Bindestrich ist erlaubt. Aber die Auseinanderschreibung geht gar nicht.

 

Meine Meinung:

Am Anfang habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich mochte Che. Dann gab es eine Stelle, an der sie ihr Smartphone in einem Pub vergisst, kurz bevor sie sich mit ihren acht „Reiseweibern“ auf den Weg nach Canterbury macht. Das Verschwinden des Smartphones wird dann erst mal nicht weiterverfolgt. Das ist für mich wirklichkeitsfremd. Ein Smartphone ist wichtig – mit vielen Daten. Normalerweise müsste man den Verlust der Polizei oder anderen öffentlichen Stellen melden.

Die Frauen wandern dann in Richtung Canterbury und reden sehr viel. Und nicht immer mögen sie sich, immer wieder keimt Missgunst während der Wanderung auf.

Viele Frauen werden dem Leser erst durch ihre Geschichten so richtig sympathisch. Tess dagegen bleibt während des ganzen Buches recht „farblos“ – also nebensächlich. Zu ihr kann ich als Leserin keine richtige Beziehung aufbauen.

Leider merke ich auch, dass die Geschichte in der Mitte abflaut und es Szenen gibt, die ich langweilig finde.

Zum Schluss aber wird das Buch wieder interessant – und es gibt doch einiges in der Handlung, was ich unvorhersehbar und gelungen finde.

 

Mein Fazit:

Das Buch „Die Canterbury-Schwestern“ ist ein Buch über Frauen, die eine Pilgerwanderung nach Canterbury unternehmen. Das Buch fängt stark an, flacht in der Mitte ab – wird aber zum Schluss doch wieder interessant.

Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

 

P.S.: Diese Rezension erschien in kürzerer Fassung schon auf vorablesen.de unter meinem dortigen Nick „adel69“. Ich habe vor, Rezensionen noch auf anderen Webseiten/Händlerseiten einzustellen, u.a. auf Amazon.de. Da bin ich unter dem Nicknamen „Irina Melbourne“ unterwegs.

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