(Rezi von Adelheid) Joyce Maynard – Gute Töchter

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Dank vorablesen.de durfte ich das Buch

Gute Töchter

der Schriftstellerin Joyce Maynard lesen.  Ich hatte das Buch als E-Book zur Verfügung gestellt bekommen. Mein Sony-E-Book-Reader hatte einige Probleme mit dem E-Book-Format, das er nicht kannte, zurechtzukommen.  Aber schließlich hat es doch geklappt, dass ich das Buch lesen konnte.

 

Informationen zu dem Buch „Gute Töchter“

Erscheinungsdatum in Deutschland: 9. Oktober 2015

Verlag: HarperCollins; Auflage: 1

ISBN-Nummer: ISBN-13: 978-3959670067

Seitenzahl: 352 Seiten

 

Hier kann man das Buch kaufen:

http://www.amazon.de/Gute-T%C3%B6chter-Joyce-Maynard/dp/3959670060/ref=sr_1_3?s=books&ie=UTF8&qid=1460489016&sr=1-3&keywords=joyce+maynard

 

Über Joyce Maynard

Joyce Maynard ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Sie arbeitete bereits als Reporterin und  Journalistin. Sie hat eine gemeinsame Zeit mit dem Schriftsteller J.D. Salinger verbracht und diese Erinnerungen aufgeschrieben.

Aus ihrer Feder stammen noch die Romane „Der Duft des Sommers“ und „Das Leben einer anderen“.  Zwei ihrer Romane wurden verfilmt.

Die Autorin hat drei erwachsene Kinder.

 

Die Jugend von Rachel und Patty – überschattet vom Sunset Strangler – oder: die Handlung

Die Ich-Erzählerin Rachel ist 44 Jahre alt, als sie sich an die gemeinsame Zeit mit ihrer Schwester Patty zurückerinnert.

In der Nähe der kalifornischen Metropole San Francisco, in Marin County, wuchsen Rachel und Patty auf. Ihr Vater war Polizist, und eines Tages verließ er seine Frau, um mit Margret Ann ein neues Leben zu beginnen. Die Mutter von Rachel und Patty wurde daraufhin noch depressiver.

Als Kinder und Jugendliche erleben Rachel und Patty viel miteinander. Sie sind fantasievoll und einfallsreich. Als sich ihre Mutter nach dem Weggang des Vaters nicht mehr viel leisten kann, auch keinen Fernseher mehr, finden Rachel und Patty eine Möglichkeit, bei Nachbarn fernzusehen. Sie stellen sich vor deren Wohnzimmerfenster, wenn Sendungen kommen, die sie interessieren. Sie können so einige Sendungen sehen – auch Lieblingsserien.

Gerne spielen sie auf dem Berg in der Nähe ihres Hauses. Sie spielen auch noch dort, als es dort Mordfälle gibt. Der „Sunset Strangler“ hat es auf junge Frauen abgesehen. Ihre Leichen werden nackt in einer Gebetshaltung gefunden. Von den Schuhen der getöteten Frauen fehlen die Schnürsenkel. Es scheint, als wolle der Mörder von jedem seiner Opfer die Schnürsenkel als Trophäe mitnehmen.

Wochen, Monate gehen dahin, und der Mörder wird nicht geschnappt. Es gibt fünf, sechs, sieben, acht Morde. Rachel und Pattys Vater ist damit beauftragt, den Mörder zu finden. Immer wieder kommt er im Fernsehen, aber die Morde hören nicht auf. Selbst nach der achten Leiche ist der Vater genauso ratlos wie zu Anfang der Ermittlungen.

Der „Sunset Strangler“ führt allerdings dazu, dass Rachel neue und interessante Freundinnen in der Schule findet, die immer wieder wissen wollen, wie weit ihr Vater mit seinen Ermittlungen gediehen ist. Rachel verrät nie, was sie weiß – denn auch ihr Vater muss während der laufenden Ermittlungen Stillschweigen bewahren. Aber sie fühlt sich auf einmal interessant, während sie vorher Außenseiterin war. Und sie kann viele Details zu den Mordfällen erfinden, um die Fragen ihrer neugierigen Freunde zu beantworten.

Patty lernt den Nachbarn Herrn Armitage näher kennen und freundet sich mit seiner Hündin Petra an. So erschließt sich ihr eine neue Welt, wenn Rachel ihre Freundinnen besucht. Außerdem lernt Patty den Baseballsport kennen und lieben.

Eine erlebnisreiche und angenehme Jugendzeit wäre das für Rachel und Patty – gäbe es nicht den „Sunset Strangler“. Seinetwegen warnt Rachels und Pattys Vater seine Töchter, sich weiterhin auf dem Berg aufzuhalten.  Doch dieser Mörder scheint unauffindbar zu sein…

 

Buch mit Sogwirkung – oder: meine Meinung

Schon die Leseprobe fand ich sehr gut zu lesen, die Hauptpersonen Rachel und Patty waren mir schon von Anfang an sympathisch.

Das Buch dreht sich auch vorwiegend um sie – um die Freundschaft zweier Schwestern. Sie sind Seelenverwandte, sie ergänzen einander, sie lernen viel voneinander, sie haben Spaß miteinander. Ich bin erstaunt, wie fantasievoll sie sind. Besonders die Geschichte mit dem Fernsehen in der Nachbarschaft hat mir gut gefallen. Ich hätte mich wahrscheinlich grimmig mit der Situation abgefunden, nicht mehr fernsehen zu können. Nicht so Rachel und Patty. Sie geben nicht auf. Sie geben nie auf. Und so ersinnen sie sich eine Möglichkeit, doch irgendwie ihre Lieblingsserien schauen zu können.

Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Die Autorin hat eine wunderbare bildhafte Schreibe. Bilder entstehen vor meinem geistigen Auge. Bilder darüber, wie es in den 1960er- und 1970er-Jahren war. Da gab es Serien, wie „Drei Mädchen und drei Jungen“, an die ich mich übrigens auch noch erinnere, da sie auch im deutschen Fernsehen lief.

Neben Rachels und Pattys Jugend und ihrer Unbeschwertheit gibt es auch für den Leser die drohende Gewissheit, dass ein Mörder noch frei herumläuft. Er könnte auch Rachel und Patty gefährlich werden. Immer wieder – mitten hinein in Rachels und Pattys Jugend – platzen die Mordfälle. Der Vater der Mädchen erscheint dann wieder im Fernsehen. Ein Vater, der nicht nur gut aussieht, sondern auch wegen seines Jobs als Polizist von seinen Töchtern bewundert wird.  Er muss den Mörder liefern, das weiß er, um auch weiterhin diese Bewunderung zu verdienen. Doch lange hat es den Anschein, als ob er erfolglos bliebe.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, zeichnet es doch das Bild einer Zeit, die vor 40, 50 Jahren stattfand. Und mitten in diese heile Welt, in diese Freundschaft zweier Schwestern und ihr Umfeld, platzen üble Morde. Als Leser hat man gleich einen Grund, das Buch zu Ende lesen zu wollen – da jeder wissen will, wer der Mörder ist und wann er gefasst wird. Und man möchte wissen, wie sich Rachel und Patty weiter entwickeln.

Ich gebe dem Buch „Gute Töchter“ fünf Sterne und empfehle es weiter.

P.S.: Demnächst gibt es eine Rezension über das Buch bei Ciao.de. Ich habe auch noch vor, Rezensionen auf anderen Plattformen zu posten.

 

Adelheids neueste Lesetipps:

Lesen Sie doch wieder mal einen tollen Internetartikel! Ich empfehle Ihnen

http://www.pagewizz.com/wer-das-landleben-mag-wird-schnelldorf-lieben-35458

Das ist ein toller Artikel über das Leben auf dem Lande, genauer gesagt in dem mittelfränkischen Dorf Schnelldorf. Alles aufgelockert durch ein paar flotte Youtube-Videos und klasse Buchtipps aus dem Hause Amazon.de!

Weiterhin empfehle ich Ihnen

http://www.pagewizz.com/warum-ist-es-in-der-schweiz-so-teuer-35434

Ja, warum ist es in der Schweiz so teuer? Seit Januar 2015 – wir erinnern uns – ist es in der Schweiz besonders teuer. Macht es überhaupt noch Sinn, in die Schweiz zu fahren als „Otto Normalverbraucher“? Genau das versucht der genannte Artikel ebenfalls zu ergründen.

Oder haben Sie sich schon mal die Frage gestellt: Woher kommt der Ausdruck „sich verfranzen“?

Folgender überaus lesenswerte Artikel gibt die Antwort:

http://www.pagewizz.com/woher-kommt-der-ausdruck-sich-verfranzen-35271

Haben Sie schon mal den Film „Die Schweizermacher“ gesehen?

Nein? Dann wird es aber Zeit! Der folgende Artikel stimmt Sie darauf ein:

http://www.pagewizz.com/wer-sind-die-schweizermacher-und-welche-aufgabe-haben-sie-35376

Ein Meisterwerk ist der folgende Artikel, der die Vorteile von Latein herausstellt:

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Und hier gibt es noch zwei tolle Buchrezensionen:

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(Rezi von Adelheid) Margarete Sigl-Corbo – Arnie, unser kleiner Star

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Vor einigen Monaten habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen:

Arnie, unser kleiner Star

der Autorin

Margarete Sigl Corbo

Das Buch ist schon etwas älter.

Es erschien  1987 im Benzinger Verlag unter der ISBN-Nummer 978-3545363861.

Aber 1985 war das Buch bereits Bestandteil eines „Das-Beste-Auswahl-Buches“ – sowohl in Deutschland, als auch im englischsprachigen Raum.

Mir liegt dieses deutschsprachige Auswahlbuch vor, das ich geschenkt bekommen habe. Dieses Auswahlbuch besteht aus vier Büchern, deren Inhalt etwas verkürzt wurde. Das Buch „Arnie, unser kleiner Star“ hat hier 99 Seiten.

 

Über die Autorin Margarete Sigl Corbo

Margarete Sigl Corbo ist eine Autorin, die in München geboren wurde. Im Jahre 1948 – also nach dem Zweiten Weltkrieg – zog Margarete Sigl Corbo mit ihrem amerikanischen Mann in die USA. Sie zogen nach Massachusetts, später wohnte Margarete in Texas.

Frau Sigl Corbo kümmerte sich schon immer gerne um Tiere, aber arbeitete auch schon in einer Betreuungsstelle für behinderte Kinder mit.

Diane Marie Barras ist eine amerikanische Journalistin, die Frau Sigl Corbo kennen lernte, als sie selbst ein Tierheim in Kalifornien leitete.

Diese Journalistin half Frau Sigl Corbo auch bei m Entwurf und der Fertigstellung des Buches „Arnie, unser kleiner Star“.

Dieses Buch  erschien in den 1980er-Jahren. Wie es der Autorin Frau Sigl Corbo und der Journalistin Diane Marie Barras jetzt geht, konnte ich nicht herausfinden.

 

Leseprobe

Da das Buch schon über 30 Jahre alt ist, konnte ich keine vom Verlag mehr genehmigte Leseprobe im Internet finden. Deswegen kann ich auch keinen Link dazu angeben.

 

Schreibstil

Bei vorliegendem Buch handelt es sich um ein Erfahrungsbuch. Die Autorin schreibt aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit.

Nur das letzte Kapitel – der Epilog – wurde von Diane Marie Barras verfasst. Sie machte dies aus der Perspektive des auktorialen Erzählers, wählte also keine Ich-Perspektive.

 

Worum geht es in dem Buch? Oder: die Handlung

Arnold – genannt Arnie – ist ein Starenjunges, das eines Tages aus seinem Nest fällt. Ausgerechnet in ein Beet voller Tausendschönchen, das Margarete Sigl Corbo gehört. Sie wohnt im US-Bundesstaat Texas.

Ohne Federn ist das Vogeljunge noch – und hässlich sieht es aus.

Margarete Sigl Corbo versucht, das Vogeljunge wieder in sein Netz zu setzen. Deswegen begibt sie sich auf den Speicher ihres Hauses, balanciert über einige Bretter und wirft das Vogeljunge zurück in dessen Nest. Richtig getroffen hat sie schon, was aus dem Gepiepse der vielen Vögel in dem Nest hörbar ist.

Umso erstaunter ist Margarete Sigl Corbo, als das Vogeljunge nur Minuten später wieder in ihrem Garten liegt. Beherzt wirft sie den Vogel erneut zurück zu seinen Geschwistern – und wieder liegt er in ihrem Garten. Dieses „Spielchen“ geht viermal so. Etwas resigniert beschließt Margarete, den Vogel hochzupäppeln und ihn wieder in die Freiheit zu entlassen, sobald das möglich ist.

Doch Arnie will bei ihr bleiben. Es scheint so, als habe er sich sie als seine Familie ausgesucht.

Zuerst verstaut sie ihn in einer Schachtel, dann in einem Käfig. Arnie verträgt sich sogar gut mit Margaretes drei Katzen, die ihn dulden und ihm nichts tun. Er ist sehr anhänglich und weicht Margarete oft nicht von der Seite. Bald kann er seinen Namen „Arnold“ sprechen sowie einige Sätze, mit denen er viele Leute amüsieren kann.

Margarete füttert ihn mit Käfern und kann auch ihre Enkel Kyle und Travis dazu bewegen, Käfer für Arnie zu fangen.

Innerhalb von zwei Monaten bekommt Arnie ein Federkleid und Margarete gibt ihm Flugstunden im Garten. Dazu wirft sie ihn immer in die Luft. Er muss seine Flügel verwenden, um zu Boden zu kommen. Auch bringt Margarete ihm das Sitzen bei, so dass er sich beispielsweise mit seinen Füßen auf Stangen krallen kann.

Als sie Arnie in ein Vogelhaus setzt, das sie in ihrer Wohnung aufgestellt hat und in dem er viel Platz hat zum Herumfliegen, verschafft ihr das mehr Zeit für sich selbst. Denn Arnie weiß, sich in dem Vogelhaus zu beschäftigen.

Dank Arnie und seinen Späßen gelingt es Margarete, sich um einen kleinen Spatzen zu kümmern und Freundschaft mit Suzanne zu schließen, die in die USA eingewandert ist. Leute, die in die USA eingewandert sind, haben es eine Zeitlang nicht einfach dort, denn der „Klu-Klux-Clan“, eine fremdenfeindliche Gruppierung, versucht, sie zu vertreiben.

Eines Tages hat Margarete Geldprobleme. Da kommt einer ihrer Enkel auf die Idee, mit Hilfe von Arnie und seinen Späßen Geld zu verdienen…

 

Eine schöne Zwischendurchlektüre – oder: meine Leseerfahrung

Nach einigen langen „Wälzern“ wollte ich zwischendurch schnelle, leichte Lektüre lesen. Das Buch „Arnie, unser kleiner Star“ fand ich dafür ideal. Es lässt sich schnell lesen – es ist sehr anschaulich geschrieben, so dass ich mir Margaretes Leben mit dem Vogel Arnie sehr gut vorstellen konnte.

Die Autorin versteht es, gut zu erklären, wie sie mit dem Vogel umgeht. Man merkt beim Lesen, dass sie schon Erfahrungen mit anderen Tieren gesammelt hat und generell sehr tierfreundlich ist. Oft mit einer leichten Prise Humor beschreibt sie diverse Aktionen des Vogels – und wie darauf ihre Katzen oder auch andere Personen  – und sie selbst darauf reagieren. Damit verleiht sie den Tieren oft menschliche Züge – und das weckt die Sympathie beim Leser für den Vogel, die Katzen und die Autorin selbst. Aber auch die meisten anderen Personen, die in dem Buch vorkommen, werden als sehr sympathisch geschildert. Bis auf den Klu-Klux-Clan. Dieser kommt zum Glück kaum vor, es wird nur erwähnt, dass er existiert und gegen wen er agiert.

Auch wenn ich selbst keinen Vogel als Haustier habe, habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Es ist nicht kompliziert geschrieben – es kommen also kaum Fremdwörter vor.

Es handelt sich um eine überaus interessante und lebendig geschriebene Erfahrungsgeschichte über eine Frau, die sich intensiv um einen Vogel kümmert. Dieser Vogel überrascht sie immer wieder und sie kann viele seiner Eigenheiten mit Humor nehmen.

 

Mein Fazit

Wer eine kurzweilige Geschichte darüber sucht, wie sich eine Frau um ein Tier kümmert, wird am Buch „Arnie, unser kleiner Star“ seine Freude haben.

Ich vergebe dem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter. Allerdings muss ich hinzufügen, dass ich die verkürzte Version des Buches, die im „Das Beste-Verlag“ vor 30 Jahren erschien, gelesen habe. Ob die Buchversion in Originallänge mich genauso entzücken würde, weiß ich nicht.

P.S.: Diesen Bericht habe ich bereits bei Ciao.de unter meinem Usernamen Sydneysider47 veröffentlicht.

 

Adelheids neueste Lesetipps:

Lesen Sie doch wieder mal einen tollen Internetartikel! Ich empfehle Ihnen

http://www.pagewizz.com/wer-das-landleben-mag-wird-schnelldorf-lieben-35458

Das ist ein toller Artikel über das Leben auf dem Lande, genauer gesagt in dem mittelfränkischen Dorf Schnelldorf. Alles aufgelockert durch ein paar flotte Youtube-Videos und klasse Buchtipps aus dem Hause Amazon.de!

Weiterhin empfehle ich Ihnen

http://www.pagewizz.com/warum-ist-es-in-der-schweiz-so-teuer-35434

Ja, warum ist es in der Schweiz so teuer? Seit Januar 2015 – wir erinnern uns – ist es in der Schweiz besonders teuer. Macht es überhaupt noch Sinn, in die Schweiz zu fahren als „Otto Normalverbraucher“? Genau das versucht der genannte Artikel ebenfalls zu ergründen.

Oder haben Sie sich schon mal die Frage gestellt: Woher kommt der Ausdruck „sich verfranzen“?

Folgender überaus lesenswerte Artikel gibt die Antwort:

http://www.pagewizz.com/woher-kommt-der-ausdruck-sich-verfranzen-35271

Haben Sie schon mal den Film „Die Schweizermacher“ gesehen?

Nein? Dann wird es aber Zeit! Der folgende Artikel stimmt Sie darauf ein:

http://www.pagewizz.com/wer-sind-die-schweizermacher-und-welche-aufgabe-haben-sie-35376

Ein Meisterwerk ist der folgende Artikel, der die Vorteile von Latein herausstellt:

http://www.pagewizz.com/warum-man-latein-bereits-auf-dem-gymnasium-lernen-sollte-35214

Und hier gibt es noch zwei tolle Buchrezensionen:

http://www.pagewizz.com/andrews-zweites-leben-rezension-35335

http://www.pagewizz.com/folgenreiche-schicksalsnacht-rezension-35147

Und bitte nicht vergessen: überall den “Gefällt mir”-Button drücken!

 

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Maria Regina Heinitz – Als der Sommer eine Farbe verlor

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Vor einigen Monaten habe ich folgendes Buch gelesen:

Als der Sommer eine Farbe verlor,

verfasst von der deutschen Autorin

Maria Regina Heinitz

Wie mir das Buch gefallen hat, zeigt der folgende Bericht.

http://www.amazon.de/Als-Sommer-eine-Farbe-verlor/dp/3827011884/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1460753245&sr=8-1&keywords=Als+der+Sommer+eine+Farbe+verlor

 

Kurzinformationen zum Buch „Als der Sommer eine Farbe verlor“

Erscheinungsdatum in Deutschland:  10. März 2014

Verlag: Bloomsbury-Verlag, Berlin

ISBN-Nummer: 978-3827011886

Seitenzahl: 496 Seiten

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet 19,99 Euro. Im April 2015 ist die Taschenbuchausgabe des Buches erschienen.

Ich lieh mir die Hardcoverausgabe des Buches aus der Bücherei aus.

 

Über die Autorin Maria Regina Heinitz

Die deutsche Autorin Maria Regina Heinitz wurde 1968 in Isny (Allgäu) geboren. Sie studierte Deutsche Sprache, Literatur und Französisch.

2009 erhielt sie den Literaturförderpreis der Stadt Hamburg. Die Autorin lebt in Hamburg.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/leseprobe_heinitz.pdf

 

Als Aimée verschwunden war, war nichts mehr so wie vorher – oder: die Handlung

Das Mädchen Bénédicte Baron (genannt Bic und Bicky) ist 13 Jahre alt, als auf einmal ihre Mutter Aimée verschwindet. Es ist das Jahr 1976, ein schöner und unbeschwerter Sommer, in dem Bénédicte mit ihrem Bruder Marcel in der Nähe ihres Elternhauses herumtollen.

Die Großmutter, von Bénédicte liebevoll „Mamique“ genannt, ist an diesem Tag zu Besuch, an dem sich das Leben gänzlich ändert. Aimée ist die Mutter von Bénédicte und Marcel – sie ist ständig Stimmungsschwankungen unterworfen. Sie ist eine begabte Malerin. Einmal ist sie gut gelaunt und erzählt Geschichten, denen die Kinder gerne lauschen. Dann gibt es Momente, in denen sie depressiv und abwesend wirkt. So auch an diesem Sommertag.

Nach schönen, unbeschwerten Sommerstunden findet Bénédicte ihre Mutter – und viel Blut. Die Mutter hat offensichtlich einen Selbstmordversuch begangen, nachdem sie noch ein Bild vollendet hatte.

Bénédicte ist erschrocken. Die begabte und bekannte Malerin  Aimée verschwindet aus dem Leben ihrer Familie. Sie sei in einer psychiatrischen Anstalt, so heißt es. Andere sagen, sie sei gestorben.

Der Vater Emil zieht mit Bénédicte und Marcel nach Sprede in Westfalen. Dort übernimmt Emil die Leitung einer psychiatrischen Anstalt – von manchen Leuten auch als „Irrenhaus“ oder „Klapsmühle“ bezeichnet.

Bénédicte und Marcel haben keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Sie dürfen nicht mit ihre telefonieren, der Aufenthaltsort der Mutter wird geheim gehalten.  Auch Besuche sind unmöglich.

Bénédicte und Marcel versuchen, sich in Sprede einzuleben. Bénédicte besucht immer wieder die Psychologin Frau Fritzi, die ihr dabei helfen soll, den Verlust der Mutter zu überwinden. Gertrud wurde vom Vater als Haushälterin für die Familie eingestellt – sie versucht, der Familie das Leben angenehm zu gestalten.

Bénédicte freundet sich mit Susi, einer Schulkameradin an, deren Mutter einen Gasthof bewirtschaftet. Auch redet sie oft mit Philo, einem Mitarbeiter in der psychiatrischen Anstalt, deren Leiter ihr Vater ist.

Und immer bleibt die Frage: Wo ist Aimée und was ist mit ihr passiert?

 

Ich mag dieses Buch – oder: meine Leseerfahrung

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Bénédicte geschrieben, die Handlung wird in der Vergangenheit erzählt. Gegen Ich-Erzähler habe ich nichts. Die Autorin schreibt in einer sehr schönen ausschmückenden und bilderreichen Sprache, die ich gerne gelesen habe. Ich konnte mir Menschen und Landschaften sehr gut vorstellen.

Das Buch behandelt zwei Jahre im Leben von Bénédicte, ihrer Familie und ihren Freunden. Zwei Jahre, in denen sich alle weiterentwickeln. Benédicte geht zur Schule, sie trifft ihre Freundin Susi, sie besucht die Psychiaterin Frau Fritzi.

Marcel, Bénédictes Bruder, ist nur eine Randfigur in diesem Roman. Ebenso der Vater, Fritzi, Gertrud und Philo. Alles passiert aus der Sichtweise von Bénédicte – sie gewinnt Susi als Freundin, verträgt sich nicht mit Merle Brockmann aus der Nachbarschaft – und sie möchte wissen, was mit ihrer Mutter los ist.

Genau die Antwort auf diese Frage interessiert mich auch – deswegen lese ich dieses Buch. Bénédicte und Susi sind sympathisch – ein weiterer Grund für mich, diese Lektüre zu mögen. Zu den Randfiguren kann ich als Leserin kaum eine Beziehung aufbauen – hier sind für mich nur Frau Fritzi und Mamique sympathisch.

Lange Zeit war ich entsetzt, wie die Erwachsenen mit der Information über Aimée gegenüber den Kindern umgehen. Da verschwindet die Mutter von Bénédicte und Marcel von einem auf den anderen Tag – und man sagt den Kindern nicht, wo sie ist. Die Kinder dürfen ihre Mutter nicht besuchen, nicht mit ihr telefonieren, sie bekommen die Adresse der Mutter nicht, um ihr zu schreiben. Ich frage mich: Geht es noch? Geht man so mit Kindern um? Das ist unmenschlich! Kein Wunder, dass Bénédicte fast schon traumatisiert ist, auch wenn sie versucht, das zu überspielen. Da wird sie zu einer Psychiaterin geschickt, damit sie es endlich kapiert, dass ihre Mutter nicht da ist – und sich auch entsprechend benimmt. Ich war beim Lesen nur entsetzt! Bis es in dem Buch tatsächlich eine Stelle gab, in der Mamique (die Großmutter)  Emil zu diesem Thema die Meinung sagt und ihm sagt, dass es nicht in Ordnung ist, dass er seinen Kindern diese Informationen über deren Mutter Aimée vorenthält! Da fällt mir beim Lesen dann doch ein Stein vom Herzen! Es gibt in dem Buch tatsächlich jemanden, der meine Meinung teilt – und nicht so hartherzig ist wie Emil!

Die Lektüre des Buches war mitreißend – auch wenn es einige langatmige Stellen gab. So fand ich beispielsweise, dass das Kapitel über Susis und Bénédictes Besuch in der Gaststätte Engel unnötig ist – manche Leser sagen aber vielleicht, dass dieses Kapitel wichtig ist, weil hier Rita eingeführt wird. Rita, die Schwester von Susis Mutter. Rita ist autistisch und hat einige merkwürdige Gewohnheiten.

Immer wieder tauchen französische Sätze und Wörter in der Handlung auf, die im Roman selbst nicht übersetzt werden. Aber am Schluss des Buches gibt es ein Verzeichnis mit Übersetzungen. Ich habe es erst gegen Schluss der Lektüre gefunden, weil ich diese Übersetzungen auch nicht benötigte. Meine Französischkenntnisse sind sehr gut, und ich wusste gleich beim Lesen, was gemeint ist. Leute, die aber die französische Sprache nicht beherrschen, sollten wissen, dass die deutschen Übersetzungen der französischen Wörter und Sätze am Schluss des Buches stehen.

Der Schluss des Romans hat mich doch etwas enttäuscht. Er ist anders, als ich mir ihn gedacht habe. Unvorhersehbar – das ist gut. Aber ich persönlich hätte mir einen anderen Schluss gewünscht…

 

Mein Fazit

„Als der Sommer eine Farbe verlor“ ist ein Buch in einem wunderbaren Schreibstil über ein Mädchen, das damit fertig werden muss, dass seine Mutter ganz plötzlich nicht mehr da ist. Wer einen lustigen Roman sucht, sollte nicht zu diesem Buch greifen, da ständig eine negative Grundstimmung in der Handlung vorhanden ist.

Mir aber hat das Buch gefallen – es hat mich auch zum Nachdenken gebracht. Wegen des für mich enttäuschenden Schlusses und einiger Langatmigkeiten im Buch ziehe ich allerdings einen Stern ab.

Ich vergebe vier Sterne für dieses Buch und empfehle es weiter.

P.S.: Dieser Bericht erschien schon in ähnlicher Form bei Ciao.de. Dort bin ich als Userin Sydneysider47 unterwegs. Außerdem habe ich eine Rezension bei Vorablesen.de gepostet.

 

Adelheids neueste Lesetipps:

Lesen Sie doch wieder mal einen tollen Internetartikel! Ich empfehle Ihnen

http://www.pagewizz.com/wer-das-landleben-mag-wird-schnelldorf-lieben-35458

Das ist ein toller Artikel über das Leben auf dem Lande, genauer gesagt in dem mittelfränkischen Dorf Schnelldorf. Alles aufgelockert durch ein paar flotte Youtube-Videos und klasse Buchtipps aus dem Hause Amazon.de!

Weiterhin empfehle ich Ihnen

http://www.pagewizz.com/warum-ist-es-in-der-schweiz-so-teuer-35434

Ja, warum ist es in der Schweiz so teuer? Seit Januar 2015 – wir erinnern uns – ist es in der Schweiz besonders teuer. Macht es überhaupt noch Sinn, in die Schweiz zu fahren als „Otto Normalverbraucher“? Genau das versucht der genannte Artikel ebenfalls zu ergründen.

Oder haben Sie sich schon mal die Frage gestellt: Woher kommt der Ausdruck „sich verfranzen“?

Folgender überaus lesenswerte Artikel gibt die Antwort:

http://www.pagewizz.com/woher-kommt-der-ausdruck-sich-verfranzen-35271

Haben Sie schon mal den Film „Die Schweizermacher“ gesehen?

Nein? Dann wird es aber Zeit! Der folgende Artikel stimmt Sie darauf ein:

http://www.pagewizz.com/wer-sind-die-schweizermacher-und-welche-aufgabe-haben-sie-35376

Ein Meisterwerk ist der folgende Artikel, der die Vorteile von Latein herausstellt:

http://www.pagewizz.com/warum-man-latein-bereits-auf-dem-gymnasium-lernen-sollte-35214

Und hier gibt es noch zwei tolle Buchrezensionen:

http://www.pagewizz.com/andrews-zweites-leben-rezension-35335

http://www.pagewizz.com/folgenreiche-schicksalsnacht-rezension-35147

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