(Rezi von Adelheid) Délphine de Vigan – No et moi

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Seit einigen Jahren gibt es viele Möglichkeiten, auch in Deutschland an Bücher in anderen Sprachen zu kommen, ohne selbst ins Ausland fahren zu müssen. Es ist möglich, so manches fremdsprachige Buch in der Buchhandlung vor Ort zu bestellen – oder auch im Internet.

Besonders clever finde ich die so genannte „Rote Reihe“ des Reclam-Verlags. Hier werden Bücher in Originalsprache – also beispielsweise in Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch – herausgegeben. Diese Bücher sind ungekürzt und nicht sprachlich vereinfacht, man bekommt hier wirklich die Originaltexte.

Solch ein Buch habe ich gerade zu Ende gelesen. Es handelt sich um das französische Original des Buches „No und ich“, das in der deutschen Fassung als Knaur-Taschenbuch erschienen ist.

Hier die Informationen über dieses französische Buch:

==No et moi==

Autorin: Délphine de Vigan

Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. Juni 2011

Verlag: Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, Stuttgart

Seitenzahl: 293 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3150197912

Das Buch ist – so wie alle Bücher der „Roten Reihe“ bei Reclam – im Format 9,5 cm x 14,7 cm erschienen (ist also genauso groß wie die gelben Reclam-Bücher/-Hefte) –, ist ein Taschenbuch (aber kleiner als ein in Deutschland „handelsübliches“ Taschenbuch) und kostet 7,80 Euro.

Wichtig ist, dass die Bücher der „Roten Reihe“ von Reclam NUR in Deutschland, Österreich und der Schweiz verkauft werden dürfen.

Wer nach Frankreich fährt und dort nach dem Buch „No et moi“ sucht, wird dort das Taschenbuch aus dem französischen Verlag „Librairie Generale Française“ finden.

Das Cover des Buches „No et moi“ aus der Roten Reihe von Reclam zeigt eine Szene aus dem gleichnamigen Film.

==Allgemeines zum Buch „No et moi“ aus dem Reclam-Verlag==

Dieses Buch wurde für Personen, die die Sprache Französisch lernen oder gelernt haben und ein französischen Buch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz kaufen wollen, konzipiert.

Das heißt, dass auf jeder Seite französische Vokabeln, die nicht zum Grund- und zum Aufbauwortschatz in Französisch gehören, erklärt werden.

Weiterhin findet man sehr ausführliche Erklärungen in deutscher Sprache zur Autorin Délphine de Vigan und ihrem schriftstellerischen Schaffen.

Sehr schön finde ich auch, dass die drei Hauptpersonen des Buches – No, Lou und Lucas – in deutscher Sprache analysiert werden. Das ist sehr hilfreich, um das Buch und die Beweggründe der Autorin, das Buch zu schreiben, besser zu verstehen.

==Über die Autorin Délphine de Vigan==

Délphine de Vigan ist eine französische Schriftstellerin, die mit dem Buch „No et moi“ einem breiteren Publikum bekannt wurde. Es handelt sich hier um ihr viertes Buch – und ihren dritten Roman, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Um dieses Buch zu schreiben, hat sie im Obdachlosenmilieu in Paris recherchiert.

Délphine de Vigan hat zwei Kinder und lebt mit ihnen in Paris.

==Die 13-jährige Lou freundet sich mit der obdachlosen No an – oder: die Handlung==

Lou ist 13 Jahre alt und hochbegabt. Sie hat bereits zwei Klassen übersprungen. Im Moment arbeitet sie für die Schule an einem Referat über Obdachlose in Paris.

Mit ihren Eltern lebt sie in Paris. Doch zu Hause herrscht gedrückte Stimmung. Die Mutter ist nach dem plötzlichen Kindstod von Lous kleiner Schwester Thais in Depressionen verfallen und verrichtet die Hausarbeit so emotionslos wie ein Roboter. Der Vater geht zur Arbeit.

In ihrer Freizeit geht Lou gerne zu einem Bahnhof in Paris, dem Gare d’Austerlitz (Anmerkung: in Paris gibt es mehrere Bahnhöfe), und beobachtet die Menschen dort.

Eines Tages trifft sie dort auf No, 18 Jahre alt, eine Obdachlose. No fragt Lou, ob sie eine Zigarette habe. Lou hat keine Zigarette – aber sie kommt mit No ins Gespräch.

Von da an treffen sich Lou und No immer wieder. Sie verabreden sich an Treffpunkten, zu denen Lou immer kommt. Bei No ist es nicht sicher, ob sie kommt oder nicht. Und wenn No kommt, lässt sie sich von Lou nur die Getränke bezahlen – mehr nicht. No ist zu stolz, um mehr Geschenke von anderen Leuten annehmen zu können.

No schlägt sich durch ihr Leben – sie muss ständig ihren Aufenthaltsort verändern. Ihr Leben ist nicht ungefährlich – es gibt nämlich auch Tage, während derer sie verfolgt wird. Sie übernachtet oft in einem Zelt – aber es gibt auch Leute, die sie für eine oder mehrere Nächte bei sich zu Hause aufnehmen.

Der „Futterneid“ ist groß zwischen den Obdachlosen. Jeder wacht sehr aufmerksam über seine Habseligkeiten, die sie oder er beispielsweise in Einkaufstüten aus Plastik mit sich führt. Nachts schläft man auf diesen Einkaufstüten.

Oder, wenn zwei Obdachlose eine Zigarette auf der Straße finden, die noch nicht zu Ende geraucht wurde, kann es sein, dass sie sich darum prügeln.

No hat viel Lebenserfahrung und das fasziniert Lou. Von No möchte sie mehr Informationen über das Leben der Obdachlosen in Paris bekommen, um ihr Referat zu schreiben.

Zwischen Lou und No entwickelt sich eine Freundschaft – und Lou würde gerne No helfen, aus der Obdachlosigkeit zu entfliehen und ein normales Leben zu führen.

Hier kommt Lucas ins Spiel, ein Schulkamerad Lous. Er ist das komplette Gegenteil von Lou – ein schlechter Schüler. Er freundet sich ebenfalls mit Lou an – und gemeinsam versuchen sie, für No da zu sein.

==Leseprobe==

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe bekommt man, wenn man bei Amazon.de die Kategorie „Englische Bücher“ aufruft und als Buchtitel „No et moi“ eingibt.

Bei Amazon.de sind leider alle fremdsprachigen Bücher unter der Kategorie „Englische Bücher“ gelistet – also auch französische Bücher. Man sollte das wissen, um das Buch und auch die Leseprobe dort zu finden.

Hat man dann das Buch „No et moi“ aus der Roten Reihe von Reclam bei Amazon.de gefunden, klickt man auf das Buchcover und kann einige Seiten des Buches online lesen.

==Eine Geschichte, die mich beeindruckt hat – oder: meine Leseerfahrung==

Vor einigen Jahren habe ich die deutsche Fassung dieses Buches gelesen, das mir sehr gut gefallen hat.

Deswegen war ich angetan, als in dem Französisch-Konversationskurs der Volkshochschule, den ich schon einige Jahre besuche, der Vorschlag gemacht wurde, dieses Buch im französischen Original zu lesen.

Lou, eine der Hauptpersonen in dem Buch, ist die Ich-Erzählerin. Sie erzählt alles aus ihrer Perspektive, was sich sehr angenehm lesen lässt. Vor allem verwendet sie keine komplizierten Schachtelsätze. Oft werden hier Hauptsätze aneinandergereiht, in denen Lou ihre Beobachtungen und Gedanken erzählt.

Ich habe kein Problem, die französischen Sätze zu verstehen, weil ich auch viele mir unbekannte Wörter aus dem Satzzusammenhang „erraten“ kann. Aber die Worterklärungen auf jeder Seite finde ich wirklich sinnvoll. Meine Französischkenntnisse ist sehr gut (aber nicht ausgezeichnet). Jedoch kannte ich Ausdrücke, wie beispielsweise „être à l’aise“ (sich wohlfühlen), „s’esclaffer“ (laut lachen) und auch „la clope“ (ein umgangssprachliches Wort für „Zigarette“, bisher war mir lediglich „la cigarette“ bekannt), vor der Lektüre des Buches noch nicht.

Die Worterklärungen sind ein Grund dafür, dass sich das Buch angenehm und schnell lesen lässt. Denn ich brauche kein Wörterbuch und erspare mir das lästige und zeitaufwändige Nachschlagen.

Weiterhin ist das Buch im Präsens (présent) und im Perfekt (passé composé) verfasst. Darüber bin ich angenehm überrascht, denn viele Romane, die auf Französisch erscheinen (auch Bücher, die von einer Fremdsprache ins Französische übersetzt wurden), sind im Passé Simple (historisches Perfekt) geschrieben. Das ist eine Zeit, die nur in der geschriebenen Sprache vorkommt – und besonders bei den unregelmäßigen Verben kompliziert und ungewohnt aussehen kann.

In Baden-Württemberg lernt man das „Passé Simple“ erst am Schluss des fünften Lernjahres Französisch – also im G8-Gymnasium in Klasse 10 (ich gebe unter anderem Nachhilfe in Französisch und weiß das). Der Vorteil von „No et moi“ ist also, dass dieses Buch schon von Schülern der Gymnasiumsklassen 8 und 9 gelesen und verstanden werden kann.

„No et moi“ wartet also mit dem „Présent“ und dem „Passé Composé“ als Erzählzeiten auf (beide Zeiten lernt man im ersten Lernjahr Französisch am Gymnasium), die Charaktere sind sehr sympathisch, die Handlung ist interessant und nicht vorhersehbar (mich hat das Thema „Obdachlosigkeit“, wie es in diesem Buch behandelt wird, sehr berührt) – und das trägt dazu bei, dass man sich schnell in dieses französische Buch einfindet und es gerne liest.

==Mein Fazit==

„No et moi“ ist ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Nicht nur in der deutschen Übersetzung, sondern auch im französischen Original als Reclam-Buch aus der „Roten Reihe“ (Fremdsprachentexte).

In Frankreich wird das Buch ab circa 14 Jahren empfohlen – wer es als Französisch-Lernender lesen will, sollte mindestens drei Jahre Französisch auf dem Gymnasium gelernt haben.

Es ist nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene lesenswert.

Ich vergebe 5 von 5 SternenImage und eine Empfehlung für Französisch-Liebhaber und alle, die es werden wollen.

P.S.: Dieser Bericht erschien auch bei Ciao.de unter meinem dortigen Nicknamen „Sydneysider47“.

(Rezi von Adelheid) Dawn French – Irgendwas geht immer

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Als ich bei vorablesen.de eine Leseprobe des folgenden Buches las, war ich begeistert – las ich hier doch etliche „innere Monologe“, die ich immer wieder mit Nachhilfeschülern für das Fach Deutsch üben muss. Also wollte ich das ganze Buch lesen – und das habe ich getan:

==Irgendwas geht immer==

Autorin: Dawn French

Seitenzahl: 360 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3548283777

Verlag: Ullstein

Erschienen in Deutschland: Juni 2012

Das Buch ist in deutscher Sprache als Taschenbuch erschienen und kostet in Deutschland: 9,99 Euro.

==Über die Autorin Dawn French==

Dawn French ist eine britische Schauspielerin und Komikerin, die vor allem durch die Serie „French & Saunders“ bekannt wurde.

„Irgendwas geht immer“ ist ihr erster Roman und war in Großbritannien ein Bestseller.

==British Family – oder: die Handlung==

In dem Buch präsentieren sich dem Leser vier Ich-Erzähler, alles Mitglieder der Familie Battle. Mo, die Mutter, die bald 50 Jahre alt wird, und ihre Kinder Dora und Peter, der sich gerne Oscar nennt – nach dem Vornamen seines Idols Oscar Wilde. Diese drei genannten Personen erzählen ihre Sicht der Dinge über ihren Alltag in Tagebucheinträgen.

Der Vater – Dad – kommt auch zu Wort, aber erst später in dem Buch.

Dora ist 17 Jahre alt und begehrt gegen ihre Mutter auf. Das äußert sich in aggressiven und genervten Tagebucheinträgen, in denen sie beispielsweise ihre Mutter als „das elendste und gemeinste Miststück auf der ganzen Welt“ bezeichnet.

Eigentlich soll sich Dora auf einer Universität bewerben – sie tut das in Form einer Kontaktanzeige. Als ihr ihre Mutter auf die Schliche kommt, gibt es Ärger. Dora möchte lieber Sängerin werden – aber, wie soll sie das machen?

Ihr Bruder Peter ist 16 Jahre alt – und er würde am liebsten Oscar heißen. Genauso wie sein Vorbild Oscar Wilde. Deswegen verfasst er auch in einem sehr höflichen, sehr „geschraubten“ Stil, der mich an manche Bücher aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert erinnert, seine Tagebucheinträge unter dem Namen „Oscar“. Das liest sich immer wieder amüsant.

Von der Statur her ist er etwas dick, will sich aber schicke Kleidung kaufen oder irgendwo schneidern lassen.

Seine Mutter Mo sieht Peter als keifendes Ungeheuer und seine Schwester Dora als Schreckgespenst.

Mo ist die Mutter dieser beiden pubertierenden Teenager Dora und Peter (Oscar). Sie beklagt sich über ihren Mann, der ihr keinerlei Rückhalt gibt, was Dora und Peter anbelangt. Was sie ihren Kindern nämlich nicht erlaubt, erlaubt ihnen der Vater.

Dabei ist sie doch Psychiaterin und müsste es eigentlich gelernt haben, wie man mit schwierigen Kindern umgeht. Aber ihre Tagebucheinträge zeigen, dass das oftmals nicht der Fall ist. Dabei schreibt sie an einem Ratgeberbuch für Eltern.

==Leseprobe==

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

http://www.vorablesen.de/files/Leseprobe_French_Irgendwas.pdf

==Es passiert zu wenig – oder meine Leseerfahrungen==

Ich freute mich sehr, als ich das Buch tatsächlich bei vorablesen.de gewann, nachdem ich dort einen Leseeindruck hinterlassen hatte.

Die ersten 50 Seiten des Buches habe ich gerne gelesen. Mo hat die Probleme, die viele Mütter von Teenagern haben. Sie fasst an Silvester neue Vorsätze, denn immerhin wird sie im Oktober 50 Jahre alt.

Dora schreibt in einem aggressiven Ton, immer wieder kommen ordinäre Schimpfwörter vor – aber noch in erträglichem Maß. Obwohl ich Dora nicht sehr sympathisch finde, geht mir ihre Schreibe auch nicht auf die Nerven.

Dagegen finde ich die Schreibe ihres Bruders Peter, der sich Oscar nennt, schon zu übertrieben. Wie „geschraubt“ und „überhöflich“ er sich ausdrückt! Er schreibt in einer Sprache, die heutzutage altmodisch klingt. Das ist gewöhnungsbedürftig.

Diese drei Personen kommen abwechselnd zu Wort – und da die Tagebucheinträge eines jeden mit deren jeweiligem Vornamen gekennzeichnet sind, komme ich als Leserin auch nicht durcheinander. Ich weiß gleich, wer da schreibt, zumal die Autorin die drei verschiedenen Schreibstile auch gut „durchziehen“ kann. So kann man sich gut in die jeweiligen Personen hineindenken.

Die Buchgestaltung finde ich ebenfalls äußerst gelungen. Der Verlag hat hier das Cover mit Buchstaben und einer Seitenverzierung, die man mit den Fingern „spürt“, wenn man darüber streicht, sehr schön gestaltet. Auch der Buchschnitt ist wunderbar, weist er doch dieselbe Seitenverzierung auf wie das Cover und die Cover-Rückseite sowie einige aufgedruckte Hunde am Buchschnitt.

Das sind allerdings die einzigen Vorteile, die ich in dem Buch erkenne. Ansonsten habe ich mich beim Lesen sehr gelangweilt. Ab Seite 50 nahm meine Lesefreude rapide ab, da nicht viel passierte. Die Handlung stagniert. Ich erfahre viel über die Gedanken und Ansichten der einzelnen Personen, erfahre auch, dass Mo beispielsweise einen Elternabend aufsucht und einmal an Grippe erkrankt. Aber spannend ist das alles gar nicht, sondern langatmig und langweilig.

Als Höhepunkt des Buches kann man werten, dass gegen Schluss auch der Vater von Dora und Peter zu Wort kommt – aber auch das ist nichts Besonderes, nichts, was mich als Leserin vom Hocker reißt.

==Mein Fazit==

„Irgendwas geht immer“ ist Buch in Tagebucheinträgen, in dem überwiegend die Mutter Mo und ihre zwei Teenager Dora und Peter (der sich Oscar nennt) zu Wort kommen. Sie schreiben über ihr Familienleben und andere Dinge aus ihrem Leben aus ihrer Sicht.

Das Buch hat mich gelangweilt, da nur wenig passiert. Auch den britischen Humor, der das Buch angeblich „hinreißend komisch“ machen soll, habe ich vergeblich gesucht.

Ich vergebe zwei Sterne und keine Empfehlung.

ImageP.S.: Ich schreibe meine Buchrezensionen unter anderem noch für Ciao.de unter meinem Nicknamen „Sydneysider47“, für Amazon.de unter „Irina Melbourne“, für Vorablesen.de und jpc unter „adel69“.

{Rezi} Noemi Jordan: Tal der Tausend Nebel

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  • Produktinformation
  • Taschenbuch: 464 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492273831
  • ISBN-13: 978-3492273831

Kurzbeschreibung

Elisa hat die strapaziöse Schiffspassage von Europa nach Hawaii gut überstanden. Auf der Insel Kauai soll sie einen vermögenden Kolonialherrn heiraten, um die Zuckerrohrplantage ihrer Familie zu retten. Doch auf dem Weg zum Festland passiert das Unvorstellbare: Elisa wird von einem Hai angegriffen. Der Hawaiianer Kelii rettet ihr zwar das Leben, aber fortan ist die junge Frau körperlich gezeichnet, und aufgrund ihrer Narben wird die Hochzeit abgesagt. Elisa verzweifelt am Leben. Nur bei Kelii, der sie in die faszinierende Welt der Hawaiianer einführt, fühlt sie sich als Frau. Da rächt sich ihr ehemaliger Verlobter auf grausame Weise und hinterlässt ihr eine Frucht des Hasses …

Das Buch hat zwei Handlungsstränge:
Zum einen wird die Geschichte von Elisa Vogel geschrieben. Elisa kommt nach dem Tod ihres Vaters zusammen mit ihrer Mutter nach Hawaii zu ihrem Onkel. Dieser hatte gemeinsam mit ihrem Vater eine Zuckerrohrplantage, Elisa sollte die Erbin ihres Vaters sein.
Elisas Onkel aber wollte die Plantage von Anfang an für sich und will Elisa so schnell wie möglich verheiraten. Alle Mittel dafür sind ihm recht.
Das gestaltet sich jedoch recht schwierig, da nach Elisas Landung sie ins Meer fiel und vom Hai angefallen wurde. Nun ist sie für immer gezeichnet, hat tiefe Narben und hat somit einen recht großen Makel in der Gesellschaft.
Gerettet wurde sie vom Hawaiianer Kelii. In ihm findet Elisa auch einen guten und treuen Freund. Und bald schon merkt sie, da ist mehr und eine zarte Liebe zu ihm entbrennt in ihr.
Aber in ihrer Gesellschaft darf sie nie und nimmer einen „Kanaken“ heiraten.
Und ihr zukünftiger Ehegatte nimmt eine bittere Rache an ihr.
Kelii und sie fliehen ….

Im zweiten Handlungsstang wird von Maja erzählt.
Sie ist in in Nizza zu einer Lehrerseminar und lernt den Hawaiianer Keanu kennen und verliebt sich in ihn.
Nach der Begung mit ihm hat sie Träume von Elisa und ihrem Leben von vor rund 100 Jahren.
Wie ist sie verwurzelt mit Elisa und Hawaii? Ihr Großvater war ein amerikanischer GI aus Hawaii, ihr Vater hat diesen versucht ausfindig zu machen, aber nie gefunden.
Maja will nun wissen, woher ihre Wurzeln aus Hawaii kommen.
Allerdings ist sie auch mit Stefan verlobt, der sie heiraten möchte, doch Maja stellt die Beziehung immer mehr in Frage.

Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Die Geschichte wird flüssig erzählt und man lernt viel über Hawaii, seinem Königshaus, seinem Kampf gegen die Amerikaner und Europäer. Diese versuchen mit ihren Zuckerrohr und Ananas Plantagen alles Land der Hawaiianer abzukaufen und die Hawaiianer gelten als „Kanaken“ und werden nur für die Plantagenarbeit eingestellt.
Die Autorin hat sich wirklich Mühe gegeben und die Flora und Fauna der Inseln wunderbar beschrieben. Man meinte sich teilweise wirklich in Hawaii.
Aber auch ihre  Spaziergänge durch Nizza fand ich sehr schön.
Die Geschichte
aus Vergangenheit und Zukunft war sehr schön miteinander verstrickt und man hatte nie den Eindruck, dass irgendwas nicht passt. Auch die einzelnen Charaktere waren gut herausgearbeitet, da hat mir nichts gefehlt und ich konnte sie mir wirklich sehr gut vorstellen.

Von mir bekommt das Buch volle 5 Sterne!

{Rezi} Habel, Lia: Dark Love

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Dark Love

Autor: Habel, Lia
Titel: Dark Love
Originaltitel: Dearly, Departed
Verlag: Piper fantasy
Erschienen: 2011
ISBN-10: 3492702198
ISBN-13: 978-3492702195
Seiten: 512
Einband: TB
Preis: 15,99
Quelle: amazon

Kurzbeschreibung:

Zitat:
Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Meine Meinung:

Es ist das Jahr 2195 und die Welt ist nicht mehr so, wie sie war.
Die Welt ist durch Kriege und Klimakatastrophen zu Ende gegangen und nur noch in der Nähe des Äquators ist ein Klima, wo Menschen leben können.
Sie gründen eine neue Ordnung: Die neuviktorianische Ordnung. Man lebt wieder wie im 19.jahrhundert, allerdings sind die technischen Fortschritte schon viel weiter gegangen.
In dieser Ordnung lebt auch die 16jährige Nora, sie geht mit ihrer Freundin Pamela auf eine höhere Mädchenschule und lernen Ladys zu werden.
Nora rebelliert gegen die Vorschriften, was sie tun sollte: heiraten und mehr nicht. Aber irgendwie wollte sie immer mehr.
Vor einem Jahr ist ihr geliebter Vater gestorben und mit ihm hat sie immer Rebellenkämpfe der Punks geschaut.
Die Punks sind eine Bevölkerungsgruppe, die von den Neuviktorianern bekämpft werden. Sie lehnen die technischen Fortschritte zum teil ab und leben noch ganz „normal“.

Dann wird Nora entführt und gerät in eine völlig neue Welt.
Sie muss nun lernen, dass es Untote – Zombies – gibt, dass es davon gute und böse gibt, und das die Welt nicht so ist, wie sie dachte.

Nora erfährt viel über die Welt der Toten und gerät mitten rein und mitten in Intrigen und Katastrophen, die sie versucht zusammen mit dem Toten Bram zu bekämpfen.

Schon das schwarz silberne Cover verleitet mich das Buch in der Bücherei mitzunehmen, ohne allzu sehr auf den Inhalt zu achten.
Aber dann war ich auch von dem Inhalt überrascht und überzeugt.
Keine wunderschönen Toten mit grenzenlosen Kräfte usw. Nein, endlich mal werden Zombies aufgezeigt, die auch noch böse sind und stockhässlich aussehen ( na gut, bis auf den Hauptpotagonisten Bram natürlich).

Die Charaktere haben mir alle ausnahmslos gut gefallen und alle wurden gut herausgearbeitet. Die Handlung ist unterteilt aus Kapiteln, die jeweils von anderen Personen erzählt werden, wie z.B. aus Noras, Brams oder Pamelas Sicht. Das fand ich ziemlich interessant.

Dark Love ist das Erstlingswerk der Amerikanerein Lia Habel und ich muss sagen, er ist ihr wirklich überzeugend gelungen.
Ich bin gespannt, was man noch von der Autorin lesen wird.

Sterne:

{Rezi} Elk von Lyck: Die Frau am Fenster

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Autor: von Lyck, Elk
Titel: Die Frau am Fenster
Originaltitel:
Verlag: Books on Demand
Erschienen: 2010
ISBN-10: 3839164303
ISBN-13: 978-3839164303
Seiten: 336
Einband: TB
Preis: 21,90
Quelle: amazon

Kurzbeschreibung:

Zitat:
Achim Oster leidet unter Schlaflosigkeit. Eines Morgens steht er in aller Frühe auf und erwirbt bei einem Trödler einen Haufen alter Fotos. Darunter befindet sich das Porträt einer jungen Frau, welches im Jahre 1929 angefertigt wurde. Die Frau, sie sitzt an einem Fenster, besitzt eine außergewöhnliche Ausstrahlung, ihr Blick und ihr Lächeln faszinieren Achim.Wegen seiner Schlaflosigkeit sucht Achim einen Psychotherapeuten auf. Eine Rückversetzung in seine Kindheit mittels Hypnose erinnert ihn an einen Traum, in dem ein Zug eine wichtige Rolle spielt. Weitere Sitzungen erbringen Hinweise auf ein Trauma, welches im Zusammenhang mit der Ladung des Zuges, einem Flugzeugwrack, steht. Es hat den Anschein, als sei er in das Leben eines Mannes geraten, der Max Lehnfeldt hieß und als Pilot und Kunstmaler arbeitete – und dieser Mann ist er selbst.Achim zweifelt an seiner geistigen Gesundheit, doch er ist auch neugierig. Bei jeder Sitzung kommt mehr von dieser anderen Existenz zum Vorschein. Nicht bloß Details, ihm begegnet auch jene Frau, die er bislang nur von dem Foto kannte. Er fängt an, nachzuforschen.

 

Meine Meinung:

Achim Oster begibt sich wegen seiner Schlafstörungen zu einem Pychologen. Dieser vesetzt ihn in Hypnose und Achim beginnt plötzlich von einem Leben vorher zu besprechen: Er ist Max Lehnfeldt und Kampfflieger im 2.Weltkrieg. Dabei erzählt er so viele Details, dass es ihm doch komisch vorkommt.
Er versucht weiter zu forschen, will wissen, o er wirklich schon einmal gelebt hat.
Und begiebt sich abermals in Hypnose.
Immer wieder sieht er mehr eines letztenLebens und nun will er alles wissen.
Mit Hilfe seines Freundes wandert er zurück in eine goldene Zeit….

Ich wollte das Buch unbedingt lesen, da ich sehr fasziniert bin von dem Thema.
Allerdings muss ich sagen, dass ich das ganze mehr als übertrieben fand.
Klar, es lässt sich gut als Roman verarbeiten, aber als der arzt Achim Oster sagt, er will ihn nicht weiter so behandeln, da er Angst habe, um Achims geistige Gesundheit, geht dieser zu seinem Freund und der hypnotisiert Achim dann.
Das macht den Eindruck, jeder x-beliebige könne einen anderen Menschen unter Hypnose stellen.

Was ich sehr gut fand, waren die Beschreibungen, die gut recherschierte Geschichte, auch wenn es manchmal zu weit vom Thema abwich. Manchmal war es mir einfach viel zu viel.

Alles in allem muss ich sagen, ich war ein wenig enttäuscht, aber trotzdem war es gut geschrieben.
Deswegen von mir noch

Sterne:

{Rezi} Tana French: Totengleich (Hörbuch)

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Produktinformation

Audio CD: 6 Cds
Verlag: Argon Verlag GmbH; Auflage: 1 (25. August 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866108427
ISBN-13: 978-3866108424
Originaltitel: The Likeness

 

Zitat:
Kurzbeschreibung:
Ihr erstaunliches Krimidebüt Grabesgrün hat in Krimizirkeln für viel Aufmerksamkeit gesorgt und der jungen irischen Autorin Tana French den renomierten Edgar Allan Poe Award 2008 eingebracht. Auch mit ihrem zweiten Roman Totengleich ist French ein außergewöhnlich vielschichtiger, psychologischer Spannungsroman gelungen, der hervorragend geschrieben ist und den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht.

Totengleich setzt einige Wochen nach dem Ende von Grabesgrün ein und stellt die junge Dubliner Polizistin Cassie Maddox in den Mittelpunkt des Geschehens, die nach den schrecklichen Ereignissen von Knocknaree in einer anderen Abteilung arbeitet. Als eine Leiche gefunden wird, die Cassie wie aus dem Gesicht geschnitten ist und Ausweispapiere auf Cassies alten Undercovernamen Lexie Madison bei sich trägt, wird der Tod der Fremden zunächst geheim gehalten. Die Mordkommission muss nicht nur die Frage klären, wer diese Frau erstochen hat, sondern auch herausfinden, wer sie überhaupt ist. Frank Mackey, Cassies ehemaliger Chef als Undercoveragentin, sieht nur eine Möglichkeit, den Fall aufzuklären: Cassie muss in die Rolle der Toten schlüpfen und das Leben ihrer Doppelgängerin fortführen, um den Mörder zu finden. So wird Cassie ins Umfeld der Toten eingeschleust und beginnt ein doppeltes Spiel, das sie emotional bald tiefer gefangen nimmt, als es ihre Professionalität als Undercoveragentin eigentlich erlaubt.

Als Lexie führt sie das Leben der ermordeten Literaturstudentin fort, die mit vier Kommilitonen ein recht zurückgezogenes Leben in einem alten Landhaus, Whitethorn House, geführt hat. Die fünf Freunde verbindet eine besondere, verschworene Gemeinschaft und an der Uni haftet ihnen der Ruf von isolierten Sonderlingen an. In Whitethorn House versuchen sie, ihre idealistischen Vorstellungen einer Wohn- und Lebensgemeinschaft zu verwirklichen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Ähnlich wie in Donna Tarts Die geheime Geschichte nimmt sich der Roman viel Zeit, um die exaltierten Eigenarten der Studenten und die einzigartige Atmosphäre in Whitethorn House zu beschreiben. Da der Roman aus der Sicht von Cassie in der Ich-Form erzählt wird, gewinnt die Geschichte noch mehr an Authentizität und der Leser gerät rasch in den Bann des Geschehens und fiebert mit. Die geheimnisvolle, verschworene Gemeinschaft der Studenten übt auf Cassie einen ungeheueren Reiz aus und ihr Wunsch dazu zu gehören, sich diesem Freundeskreis völlig hinzugeben wird immer stärker. Die Grenzen zwischen professionellem und persönlichem Engagement, Job und Spiel, Realität und Fantasie verwischen und Cassie läuft Gefahr, sich in diesem doppelten Spiel zu verlieren.

 

Meine Meinung:

Als eine junge Frau ermordet aufgefunden wird, wird die Ermittlerin Cassie Maddox hinzugezogen, da sie der Ermordeten zum Verwechseln ähnlich sieht.
Die Tote – Lexi – wohnte mit 4 anderen Studenten in einem Haus. Cassie lässt sich von ihrem ehemaligen Chef Frank überreden, dort Undercover zu ermitteln und geht in das Haus als Lexi.
Cassie findet in den Studenten eine eingeschworene Gemeinschaft vor, diese wiederum bemerken nicht, dass es sich nicht um Lexi selbst handelt.

Der Schreibstil der Autorin ist verblüffend genial! Sie fasziniert durch ihr Gespür für Stimmungen und schildert meisterhaft die einzelnen Beziehungen der Studenten. Es tut gut, so einen nahezu perfekten Schreibstil zu lesen/ hören.

Allerdings ist die Geschichte an sich doch mehr als unglaubwürdig und trotz versuchter Spannungen kam diese nicht auf.
Eine ehemalige Aussereisserin aus Australien kommt über zig Stadionen endlich in Dublin an, nimmt dort eine andere Identität an – ausgerechnet die, einer Undercover Ermittlerin, die ihr dann auch noch verblüffend ähnlich sieht. Sorry, aber das sind einfach zu viel Zufälle …

Trotzdem fand ich dieses Hörbuch sehr aufschlussreich, auch wenn ich erst später bemerkt habe, dass es von der Autorin bereits einen Vorgängerband gab. Den hatte ich bisher noch nicht gelesen, ist aber für diese Story auch nicht zwingend nötig.
Aber ich werde der Autorin die Chance geben und mir noch das erste Buch besorgen und lesen (oder hören).

Aufgrund der tollen Sprache und Beschreibungen bekommt das Hörbuch ( was sehr gut gelesen wurde von Mareen Eggert) von mir noch

{Rezi} Barclay, Linwood: Kein Entkommen

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Autor: Barclay, Linwood

Titel: Kein Entkommen

Originaltitel: Never look away

Verlag: Ullstein

Erschienen: 2011

ISBN-10: 3548283489

ISBN-13: 978-3548283487

Seiten: 576

Einband: TB

Preis: 9,99

Quelle: amazon


Kurzbeschreibung:

Zitat:
Sonne, Softeis, Kinderlachen. So hatte sich David den heutigen Tag vorgestellt. Ein Ausflug nach Five Mountains würde Davids Sohn Ethan gefallen. Auch seine depressive Frau Jan würde auf andere Gedanken kommen. Als sie in der Menge verschwindet, wird David panisch. Will sie sich etwas antun? Später zeigen die Überwachungskameras ihn mit seinem Sohn an der Kasse – ohne Jan. Plötzlich steht David selbst im Zentrum der Ermittlungen: unter Mordverdacht …



Meine Meinung:

David und Jan machen einen Ausflug in einen Freizeitpark, zusammen mit ihrem 4jährigen Sohn Ethan. Für die Familie ein Ausflug, der sie wieder näher bringen soll, denn Jan leidet in letzter zeit an Depressionen.
Plötzlich ist der Buggy mit Ethan verschwunden. Als David ihn endlich findet, mit seinem unbeschadeten Sohn darin, ist plötzlich seine Frau Jan weg.
Er sucht und benachrichtigt die Security.

Ein Detectiv aus der Kleinstadt Promise Fall nimmt die Ermittlungen auf und bald steht David als Hauptverdächtiger da.

Dieser geht auf eigene Faust auf die Suche nach seiner Frau, und entdeckt widersprüchliges: Wieso hat keiner bemerkt, dass Jan unter Depressionen litt? Wieso hat sie David belogen? Und wieso bewahrt sie ihre Geburtsurkunde unter Dielenbretter versteckt auf?

Immer wieder stößt David auf Neue Erkentnisse – und auf Neue Fragen.

Dieser Thriller von Linwood Barclay hat es wirklich in sich und man grübelt immer wieder nach: Wer ist Jan wirklich?

Für mich war es nicht der erste Roman des Autoren und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht.

Sterne:

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