(Rezi von Adelheid) Preti Taneja: Wir, die wir jung sind

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es gab mal Zeiten, da hatte ich bei vorablesen.de Glück bei den Verlosungen. Und deswegen konnte ich folgendes Buch lesen:

Wir, die wir jung sind

der indischen Autorin Preti Taneja.

Dass ich ein Buch über vorablesen.de bekommen habe, hänge ich normalerweise nicht an die große Glocke. Aber ich bekomme über diese Seite bei Verlosungen gerade keine Bücher mehr (die Gründe dafür sind mir nicht bekannt) und deswegen sollte ich mir die Bücher, die ich bekommen habe, einrahmen. Bei  den Verlosungen von vorablesen.de habe ich jetzt kein Glück mehr, wenn ich mich um ein Buch bewerbe.

Aber nun weiter mit meiner Rezension.

Kurze Informationen zu dem Buch „Wir, die wir jung sind“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 14.02.2019

Seitenzahl: 629

Verlag: C.H. Beck

ISBN-Nummer: 978-3-406-73447-2  

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 26 Euro.

Über die Autorin Preti Taneja:

Preti Taneja stammt aus einer indischen Familie, wurde aber in Großbritannien geboren und wuchs auch dort auf. Sie versteht sich als Weltenbürgerin.

Sie hat bereits als Menschenrechtsaktivistin und Journalistin aus Krisengebieten berichtet, unterrichtet an der Warwick University, ist Mitbegründerin von ERA Films und Herausgeberin von VISUAL VERSE. Für ihre Novelle „Kumkum Malhotra“ erhielt sie den Gatehouse Press New Fictions Prize 2014, für „We that are young“ den wichtigen britischen Desmond Elliot Prize für das beste Romandebüt.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrmals im Netz. Beispielsweise bei vorablesen.de.

Einfach auf dieser Webseite das Buch „Wir die wir jung sind“ suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es in dem Buch?

Devraj ist Inder, 75 Jahre alt, und Leiter und Oberhaupt der gutgehenden Firma „Devraj Company“ mit circa 1.000 Mitarbeitern.

Wegen seines hohen Alters will er die Nachfolge in der Firma regeln. Die Firma ist reich und wohlhabend. Man begann mit der Produktion von Schultertüchern, unterdessen hat man aber viele Hotels und entwickelt umweltfreundliche Autos – und vieles mehr.

Kandidaten aus der Familie, die Aufgabenbereiche in der Firma übernehmen könnten, gibt es genug. Nicht nur die drei Töchter Gargi, Radna und Sita – sondern auch die beiden Söhne von Devrajs Vertrautem Ranjit Singh. Jivan Singh ist einer der beiden Söhne. Er ist der Halbbruder von Jeet Singh. Jivan kehrt nach 15 Jahren in den USA wieder nach Indien zurück. Er hat in Harvard studiert und könnte der Firma ein neues Image geben.

Gargi Devraj Grover, eine Tochter von Devraj, ist die geschäftsführende Vorsitzende der Devraj Company ist. Sie engagiert sich sehr für die Firma, was sie in einem Interview mit der Journalistin Nina zum Ausdruck bringt. Außerdem liegen ihr diverse soziale Projekte, beispielsweise die Bildung der Frauen in Indien, sehr am Herzen. Sie ist bereit, solche Projekte mit Geld zu unterstützen.

Radna und Sita sind Gargis Schwestern. Radna ist in der „Devraj Company“ für die Public Relations (PR) zuständig. Während sie ein Leben im Luxus mit ihrem Mann Bubus genießt, fliegt sie beispielsweise an Orte, an denen Hotels der „DevraJ Company“ eröffnet werden.

Als Jivan nach 15 Jahren wieder in Indien eintrifft, wird er sofort in seine quirlige Verwandtschaft aufgenommen. Die Verlobung von Sita wird vorbereitet.  

Meine Meinung zu diesem Buch:

Dieser aus der vorwiegend auktorialen Erzählperspektive verfasste Roman ist opulent, bildreich, gewaltig. Gewaltig sind schon mal das Gewicht und die Aufmachung (Hardcover mit Schutzumschlag). Das Cover besticht durch Gelb- und Rosatöne – das Buch selbst ist zu schwer, um es auf Reisen oder Bahnfahrten mitnehmen zu können. Dabei nehme ich gerne Bücher mit, wenn ich unterwegs bin.

Die Lektüre erschlägt den Leser zu Anfang. Jivan trifft wieder in Indien ein – und wird gefangengenommen von seinem quirligen Heimatland. Gerüche, Eindrücke, Lärm – und eine große Zahl an Verwandtschaft und deren Familien. Ich musste mich erst mal zurechtfinden zwischen all den indischen Namen, indischen Wörtern und der sprunghaften Handlung. Die Gegenwart wechselt sich ab mit Erinnerungen, die die vorkommenden Personen haben. Faszinierend ist das schon – aber mir beim Lesen oft zu viel, da all diese Eindrücke und Wörter die Spannung des Romans rauben.

Hat man sich aber durch den ersten Teil, in dem es vorwiegend um Jivan und seine Eindrücke in Indien geht, hindurch gewühlt, wird der Roman schon interessanter. Gargi ist ein starker, bewundernswerter Charakter, eine Geschäftsfrau durch und durch. Die Firma „Devraj Company“ ist für sie nicht nur ein Job, sondern auch eine Leidenschaft.

Man erfährt viel als Leser über das luxuriöse Leben der Oberklasse in Indien – Leuten, die schon von Geburt an in eine hohe „Kaste“ hineingeboren wurden und viel Geld haben. Sie haben auch Diener, die eher wie Leibeigene behandelt werden und offensichtlich kaum Rechte haben. Die Szene, als Jivans Großvater Devraj auf einen Diener so lange einschlägt, bis dieser zu Tode kommt, hat mich sehr erschreckt. Auch Jivan, dem nach dieser Szene schlecht wird.

Gestört haben mich auch die vielen indischen Wörter. Klar kann man viele davon in einem Verzeichnis hinten am Schluss nachschlagen – wenn man das aber immer tut, so bremst das den Lesefluss doch ungemein.

Vom Thema her und den vorkommenden Charakteren und dem Schauplatz Indien finde ich den Roman ganz gut. Wegen einiger (bereits genannter) Aspekte, die mich gestört haben, ziehe ich einen Stern ab. Vom Umfang her wäre das ein guter Roman, den man im Urlaub lesen kann – vom Gewicht her ist das Buch zu schwer fürs Urlaubsgepäck.

Von mir gibt es vier Sterne.

(Rezi von Adelheid) Maureen Daly: Siebzehnter Sommer

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dank vorablesen.de konnte ich folgendes Buch lesen:

Siebzehnter Sommer

der US-amerikanischen Autorin Maureen Daly. In den USA gilt dieses Buch als Klassiker. Für den deutschsprachigen Markt wurde das Buch neu entdeckt und von dem Verlag „Kein & Aber“ wieder veröffentlicht.

Wie mir das Buch gefallen hat, will ich jetzt berichten. Dass ich ein Buch über vorablesen.de bekommen habe, hänge ich normalerweise nicht an die große Glocke. Aber ich bekomme über diese Seite bei Verlosungen gerade keine Bücher mehr (die Gründe dafür sind mir nicht bekannt) und deswegen sollte ich mir die Bücher, die ich bekommen habe, einrahmen. Bei  den Verlosungen von vorablesen.de habe ich jetzt kein Glück mehr, wenn ich mich um ein Buch bewerbe.

Kurze Informationen zu dem Buch „Siebzehnter Sommer“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 15.04.2019

Verlag: Kein & Aber

Seitenzahl: 304

ISBN-Nummer: 978-3-0369-5990-0

Das Buch ist als Taschenbuch erhältlich und kostet im Buchhandel in Deutschland 13 Euro.

Über die Autorin Maureen Daly:

Die US-amerikanische Autorin Maureen Daly lebte von 1921 bis 2006. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitete sie noch als Essayistin, Herausgeberin, Journalistin. Sie schrieb mehrere Romane und Kinderbücher.

Im Alter von 16 Jahren gewann sie bereits einige Kurzgeschichtenwettbewerbe und beschloss anschließend, den Roman „Siebzehnter Sommer“ zu schreiben. In den USA ist dieses Buch schon seit Jahrzehnten ein Klassiker.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrmals im Netz. Beispielsweise bei vorablesen.de.

Einfach auf dieser Webseite das Buch „Siebzehnter Sommer“ suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es?

Die 17-jährige Angie lebt in einer US-amerikanischen Kleinstadt in der Nähe des Lake Winnebago. Sie hat ihre High-School-Zeit hinter sich gebracht und wird im folgenden Herbst auf das College gehen. Den Sommer verbringt sie mit ihrer Familie. Es ist ein warmer Sommer Ende der 1930er-Jahre.

Angie trifft Jack, den sie sofort mag. Sie wartet auf seinen Anruf, darauf, dass er etwas mit ihr unternimmt. Dabei kritisiert sie sich immer wieder selbst – sie überlegt beispielsweise: ist sie hübsch genug für Jack? Als Jack mit ihr auf einen Ball geht, ist sie selig.

Ihre Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit – und als Angie einmal Tony, Jacks Freund, trifft, ist Jack eifersüchtig. Angie und Jack können sich wieder versöhnen – und eines Tages folgt Jack der Einladung, mit Angies Familie ein Mittagessen einzunehmen. Hier wird er genau unter die Lupe genommen – besonders von Angies älterer Schwester Lorraine, die in Chicago studiert und den Sommer über in der Heimatstadt ist. Sie versucht, ihn mit einer Diskussion über Bücher in Verlegenheit zu bringen.

Doch Jack lässt sich davon nicht beirren. Er liebt Angie aufrichtig. Als seine Familie eine schwerwiegende Entscheidung trifft, muss auch er abwägen, ob er dieser folgen soll oder seinem Herzen. Auch für Angie stehen weitreichende Entscheidungen an.

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive Angies in der Vergangenheit (Imperfekt) verfasst. Eine lange Einlesezeit benötigt man nicht. Das Buch ist von Anfang an interessant.

Der Roman ist immer wieder sehr ausführlich erzählt – aber dadurch bekommt man als Leser das Gefühl, mitten in der Geschichte zu sein – direkt neben Angie zu stehen und zu beobachten und zu fühlen, was sie beobachtet und fühlt. Ich finde es faszinierend, wie sie  ihre Umgebung beschreibt.

Neben den Erlebnissen mit Jack beschreibt Angie das Leben mit ihrer Familie. Die Eltern sind neugierig, sie wollen immer noch die Kontrolle darüber haben, was ihre Töchter tun. Als Angies Schwester Lorraine beispielsweise einmal ihren Freund Martin treffen will, soll sie ihn doch am besten mit zum Familienpicknick bringen. Das ist der Vorschlag der Eltern.

Dann gibt es noch die kleine Schwester Kitty, die noch keinen Freund hat, und die älteste Schwester Margaret, die verlobt ist und immer wieder meint, ihren Schwestern Ratschläge erteilen zu müssen.

In der Kleinstadt, in der die Familie wohnt, ist es auch wichtig, in einer Clique zu sein, um akzeptiert zu werden – um sich nicht ausgeschlossen zu fühlen.

Der Roman „Siebzehnter Sommer“ entführt die Leser in eine vergangene  Zeit, in der es noch kein Fernsehen und kein Internet gab und die Leute noch nicht so viel reisten wie jetzt. Allerdings fuhren schon Autos. Man liest über einen Sommer, in dem die sympathische Hauptperson Angie eine Entscheidung über ihre Zukunft treffen muss. Interessant ist es zu erfahren, was den Leuten in den 1930er-Jahren wichtig war – worauf sie beispielsweise beim Mittagessen achteten – und welche Alltagsprobleme sie hatten. Wenn man beispielsweise in Kontakt bleiben wollte, gab es nur das Telefon oder Briefe.

Alles ist schön, faszinierend und nachvollziehbar beschrieben – und so ist es für mich kein Wunder, dass dieses Buch in den USA zum Klassiker avanciert ist! Ich vergebe fünf Sterne und empfehle dieses Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Thomas Pierce: Die Leben danach

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen:

„Die Leben danach“ von Thomas Pierce.

Wie es mir gefallen hat, will ich jetzt berichten.

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 18.02.2019

Verlag: Dumont

Seitenzahl: 400

ISBN-Nummer: 978-3-8321-9893-0

Das Buch ist in der deutschen Ausgabe als Hardcoverbuch mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandlung in Deutschland 24 Euro.

Über den Autor Thomas Pierce:

Thomas Pierce ist ein US-amerikanischer Autor, der 2016 den Erzählband ›Hall of Small Mammals‹ veröffentlichte. Dafür wurde er im selben Jahr von der National Book Foundation in die Liste der »5 under 35« aufgenommen. Seine Texte erschienen in namhaften Zeitungen und Magazinen. Er wuchs in South Carolina auf und lebt mit seiner Familie in Charlottesville, Virginia.

Leseprobe:

Kostenlose Leseproben zu diesem Buch gibt es im Internet einige. Auch bei vorablesen.de. Einfach das Buch dort aufrufen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ tippen. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es in diesem Buch?

Jim Byrd ist Unternehmenskreditberater bei einer Bank. Er lebt und arbeitet in Shula, einer Kleinstadt in den USA.

Er hat einen Herzstillstand erlitten, konnte durch eine Operation gerettet werden und fragt sich jetzt: Was erwartet einen Menschen nach seinem Tod? Sorge macht ihm, dass er – als ein Herz für kurze Zeit nicht schlug – keinerlei Nahtoderfahrung gemacht hat.

Er macht sich beispielsweise Gedanken, ob es Geister gibt. Grund ist, dass es in einem Lokal, dessen Besitzerin er einen Kredit bewilligt hat, zu spuken scheint. Es gibt immer wieder Unfälle auf einer Treppe, weiterhin die sehr interessante Geschichte der Vorbesitzer Clare und Robert, bei denen es gebrannt hat.

Annie ist eine ehemalige Mitschülerin von Jim, die er nach Jahren wieder kennen- und lieben lernt. Annie ist verwitwet. Sie hat eine Tochter, namens Fisher. Diese Tochter ist der Grund, warum Annie mit Jim keine Kinder haben möchte.

Gemeinsam besuchen sie Kirchen und Veranstaltungen, die Heil versprechen und Leuten bei der Sinnsuche helfen wollen. So geraten sie in die „Kirche der Suchenden“. Dort werden die Vortragenden mit Hilfe von Hologrammen an eine Wand projiziert. Weiterhin begegnet Jim immer wieder der Physikerin Sally Zinker. Einmal kontaktiert er ein Medium.

Jim unterhält sich über einige dieser Erfahrungen mit seinem Vater, der sehr daran interessiert ist. Auf einmal stirbt der Vater.


Meine Meinung:

Der Schreistil des Buches gefällt mir. Auch Jim ist eine interessante Figur, die sympathisch ist. Annie ist eher unscheinbar. Sie versteht ihn aber gut – und ist bereit, ihn auf seiner Sinnsuche zu begleiten.

Interessant fand ich die verschiedenen Kirchen und Veranstaltungen, von denen der Autor erzählt. Neben der Geschichte von Jim und Annie gibt es noch die Geschichte von Clare und Robert und diversen Menschen, die ihnen nahe standen.

Spannung in dem Buch ist jedoch kaum vorhanden. Immer wieder fragte ich mich: Was ist die Botschaft dieses Buches? Worauf will der Autor hinaus?

Denn oft gestaltete sich die Lektüre sehr sperrig – man musste sich durch diverse Passagen „hindurchquälen“.

Da ich aber wissen wollte, wie es mit Jim weitergeht – und welche Veranstaltungen, Kirchen und Menschen er trifft, habe ich das Buch zu Ende gelesen. Zum Schluss nimmt das Buch doch noch etwas an Fahrt auf. Gerade das Kapitel über die „Wiedervereinigungsmaschine“ hat mir am besten gefallen.

Ich vergebe drei von fünf Sternen und empfehle das Buch Lesern weiter, die sich für die im Buch angesprochenen Themen interessieren.

(Rezi von Adelheid) Pam Hillman: Das Haus hinter den Magnolienblüten

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein christlicher Liebesroman – gibt es das?

Ja, klar, das gibt es! Ich hatte nur bis vor einigen Wochen noch keinen gelesen. Ich lese gerne christliche Bücher – auch vom Brunnen-Verlag. Das sind aber eher Sachbücher über Glaubensthemen oder Biographien oder auch Romane, die mehr oder weniger mit dem Thema „Glauben“ etwas zu tun haben.

Vor kurzem habe ich folgendes Buch gelesen:

Das Haus hinter den Magnolienblüten von Pam Hillman.

Hier soll es sich um einen christlichen Liebesroman handeln. Ja, da kann ich teilweise zustimmen. Es ist ein Liebes- und ein Familienroman. Es geht um Geschwister und Verantwortung und darüber, wie man sich ein neues Leben in einem neuen Land, einem neuen Kontinent aufbauen kann. Nicht in heutiger Zeit, sondern vor Jahrhunderten.

Dieses Buch ist also auch ein historischer Roman.

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Verlag: Brunnen

Seitenzahl: 368 Seiten

ISBN-Nummer: 9783765506079

Erscheinungsdatum: 30.01.2019

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe erschienen und kostet in Deutschland 17 Euro.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es einige im Internet. Beispielsweise auf der Homepage des Brunnen-Verlags. Einfach dort nach dem Buch suchen und auf die Option „Leseproben“ gehen.

Worum geht es in diesem Buch?

1772 kommen die Irinnen Kiera Young und ihre Schwestern Amelia und Megan in Natches, Mississippi (Amerika) an. Kiera soll dort mit Pierre Le Bonne verheiratet werden. Ihr Schwager George hat alles arrangiert. Er ist verheiratet mit Charlotte, der Halbschwester der drei Mädchen, und betrachtet seine Schwägerinnen als Leibeigene, über deren Schicksal er bestimmen kann.

Als Kiera, Amelia und Megan auf den Franzosen Pierre Le Bonne treffen, wird schnell klar, dass dieser nicht die Absicht hat, Kiera zu heiraten. Er möchte die drei Mädchen in seinem Bordell für sich arbeiten lassen, als Bezahlung für Spielschulden, die George gemacht hat.

Dass die Young-Schwestern in einer üblen Situation stecken, merkt auch der Ire Quinn O’Shea, der Kiera auf dem Schiff kennen gelernt hat. In einer halsbrecherischen Aktion befreit er zusammen mit zwei anderen Männern Kiera, Amelia und Megan aus dem Bordell. Quinn O’Shea hat die Idee, Kiera und ihre Schwestern mitzunehmen nach Breeze Hill. Das ist die Plantage seines Bruders Connor und dessen Frau Isabella.  Dorthin ist Quinn unterwegs, zusammen mit seinen jüngeren Brüdern Rory und Patrick.

Connor ist nicht besonders glücklich, Kiera und ihre Schwestern bei sich aufzunehmen, denn er kennt ihre Halbschwester Charlotte, mit der er sehr schlechte Erfahrungen machte. Aber er möchte die drei Schwestern auch nicht Pierre Le Bonne überlassen.

Zuerst sind alle sicher auf Breeze Hill – Quinn arbeitet als Schmied, Kiera betätigt sich als Köchin, die auch eine Herberge für Reisende anbieten kann. Und so langsam kommen sich Kiera und Quinn näher, eine Liebe zwischen den beiden ist entfacht, die sich entwickelt. Aber Pierre Le Bonne ist erpicht, Kiera und ihre Schwestern zu finden…

Meine Meinung:

Das aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) verfasste Buch ist sofort mitreißend und interessant. Ich brauche keine lange Einlesezeit, um in die Handlung hineinzukommen. Das Buch vermittelt einen Einblick in das 18. Jahrhundert. Frauen hatten offensichtlich nicht viele Rechte.  Ich war entsetzt zu lesen, wie ein Mann seine Schwägerinnen in ein Bordell „verkaufen“ konnte, um seine Spielschulden zu bezahlen!

Dank der vielen Dialoge und der guten Beschreibungen der Schauplätze konnte ich mir alles beim Lesen sehr gut vorstellen.

Kiera und Quinn und die meisten Hauptpersonen sind sympathisch – und das Leben auf Breeze Hill ist kein Zuckerschlecken, aber jeder versucht, mit den Herausforderungen dort fertig zu werden. Immer wieder gibt es auch Kontakt mit Indianern, die Tauschgeschäfte mit den Siedlern machen.

Pierre Le Bonne ist der Bösewicht, ein absolut unsympathischer Mensch – und man will als Leser wissen, ob er Kiera und ihre Schwestern finden wird und was dann mit ihnen passiert. Weiterhin möchte man wissen, ob es eine gemeinsame Zukunft für Kiera und Quinn geben wird.

Es gibt noch weitere offene Fragen in dem Buch, die mich an der Lektüre hielten – beispielsweise, was mit Reginald Caruthers und seiner Familie passiert.

Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es war schnell und angenehm zu lesen. Der Glaube und ein gewisses Vertrauen an Gott spielen auch immer wieder eine Rolle. Ich vergebe dem Buch fünf von fünf Sternen und empfehle es weiter.

(Rezi von Adelheid) Donna Milner: River

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich einen lesenswerten Familienroman aus Kanada vorstellen:

River

Autorin: Donna Milner

Verlag: Piper, München – im September 2008 wurde das Buch in der deutschen Version als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag veröffentlicht. Es kostete damals 19,90 Euro.

Seitenzahl: 398 Seiten

ISBN-Nr. 978-3-492-05162-0

Schrift/Zeilenabstand: eineinhalbzeilig, die Schrift ist gut lesbar (für mich jedenfalls)

Seit einigen Jahren ist das Buch auch als Taschenbuch erhältlich.

Ein paar Informationen über die Autorin Donna Milner

Donna Milner ist verheiratet und lebt im kanadischen Bundesstaat British Columbia.

„River“ ist ihr erster Roman. Ein weiterer Roman wurde ebenfalls veröffentlicht.

Worum geht es in dem Roman?

Natalie wird im Jahre 2003 von ihrem Bruder Boyer angerufen. Die Mutter liegt im Sterben. Natalie hatte 34 Jahre lang keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie, der Familie Ward, – unterdessen hat sie eine eigene Familie. Auf der Reise zu dem Zuhause ihrer Kindheit und Jugend, zu ihren Brüdern, zu ihrer Mutter lässt sie die Vergangenheit vor ihrem inneren Auge nochmals Revue passieren…

Die Ereignisse, die 1966 begannen – als Natalie, die Ich-Erzählerin des Romans, 14 Jahre alt war. Sie wuchs auf einer Milchfarm in Kanada auf – in der Nähe zur Grenze der USA. Sie lebte in einer wunderbaren, intakten Familie – mit ihren Eltern und ihren drei Brüdern Boyer, Carl und Morgan.

Die Welt war heil für Natalie und ihre Familie – solange, bis Richard „River“ Jordan in das Leben der Familie trat. Er suchte Arbeit und fand sie auf der Milchfarm der Familie Ward. River war US-Amerikaner und wollte nicht in den Vietnam-Krieg ziehen. So wie viele seiner Landsleute auch – die ebenfalls nach Kanada flüchteten.

Und so wurde River ein Teil der Familie Ward. Natalie erzählt von den Jahren 1966 bis 1969 – den Jahren ihrer Jugend, den Jahren mit ihrer Familie. Sie erzählt von Boyer, ihrem ältesten Bruder, dem Büchernarr. Dem Bruder, zu dem sie ein inniges Verhältnis pflegte, weil er ihr das Lesen beibrachte, ihre Hochbegabung erkannte und sie seine Bücher lesen ließ.

Für River, den sanften Hilfsarbeiter mit den blauen Augen, begann sie, sich immer mehr zu interessieren. Aber nicht nur sie interessierte sich für ihn – auch andere Familienmitglieder…

Es kam schließlich zu einer Katastrophe – die weitere nach sich zog. Katastrophen, die die intakte Familie Ward aus ihren heilen Fugen riss – und die Natalie schließlich Abstand zu ihrer Familie suchen ließ….

So fragt sie sich – im Jahre 2003 – ob sie wieder zurückkehren will an den Ort ihrer Kindheit, sich alten Konflikten stellen will, sich mit Mitgliedern ihrer Familie endlich aussprechen soll.

Man sollte noch sagen, dass gewisse Ereignisse/Tatsachen in der Gesellschaft der 60er-Jahre – auch in Kanada – eine Schande waren und deswegen unausgesprochen bleiben sollten. Und auch das führte zum Bruch der Familie.

Natalie beschließt, sich den Ereignissen von damals zu stellen – und ihre Familie nach vielen Jahren wiederzusehen.

Meine Erfahrungen mit dem Roman

Im Buchhandel hatte ich eine Leseprobe bekommen, die mir gut gefiel. Ich wollte die ganze Geschichte lesen, ich wollte wissen, was es mit dem „Leid“, das auf Seite 11 des Romans erwähnt wird, auf sich hat – wie sich also die Geschichte mit River und der Familie Ward entwickelt.

Der Schreibstil, die Wortwahl der Autorin – ihre schöne Ausdrucksweise und die Art und Weise, wie sie es schaffte, Bilder vor meinem inneren Auge – eine lebendige Geschichte – entstehen zu lassen, beeindruckte mich.

Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen. Man ist sofort mittendrin im Geschehen, sieht beispielsweise die Milchfarm, riecht das Grün der Natur im Kanada der 60er-Jahre und so weiter – man ist schnell gepackt von den Ereignissen rund um die Familie Ward und um River.

Fazit:

Wer Familienromane mag – egal, ob als Sommerlektüre im Urlaub oder als Lektüre an langen Winterabenden – oder wann auch immer – wird dieses Buch mögen.

Das Buch bekommt von mir 5 Sterne – ich werde es wieder lesen!

Diese Rezension erschien 2009 auf der Erfahrungsplattform Ciao.de. Jetzt habe ich sie für den Buchblog der verrückten Leseratten umgeändert.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/15/erfahrungsbericht-ueber-books-on-demand-bod-teil-2-wie-kam-ich-auf-die-idee-buecher-bei-bod-zu-veroeffentlichen-wie-veroeffentlicht-man-am-besten-dort-als-autor-oder-als-ver/

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/01/ein-film-ueber-das-leben-in-nordkorea-meine-brueder-und-schwestern-im-norden/

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/09/12/ein-geschenk-fuer-leute-die-kein-smartphone-haben-wollen-aber-schokolade-moegen/

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/04/16/ist-regio-mail-eine-gute-alternative-zur-deutschen-post/

Erfahrungsbericht über ein Konzert des Sängers Kieran Halpin:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2019/02/12/ein-konzert-des-irischen-rockpoeten-kieran-halpin-ist-einen-besuch-wert-leider-ist-das-konzert-am-17-02-2019-schon-ausverkauft-und-ich-kann-es-nicht-besuchen/

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/02/01/angenehm-und-pflegend-der-aveo-lippenpflegestift-intensive-repair/

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/08/rezi-von-adelheid-chloe-benjamin-die-unsterblichen/

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/11/21/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-blaetterrauschen-weit-weg/

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2017/12/24/rezi-von-adelheid-elaine-laurae-weolke-naechster-halt-sydney-harbour-bridge/

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2018/04/01/rezi-von-adelheid-abby-fabiaschi-fuer-immer-ist-die-laengste-zeit/

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

https://verrueckteleseratten.wordpress.com/2019/01/23/rezi-von-adelheid-gayle-forman-manchmal-musst-du-einfach-leben/

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/15/die-alverde-pflegedusche-grapefruit-bambus-ist-eine-fruchtige-dusche/

Erfahrungsbericht zu dem Lacura-Duschgel „Wunderblume“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2019/01/26/%ef%bb%bfdas-verwoehnende-duschgel-lacura-naturals-wunderblume-ist-eine-wohlfuehldusche/

Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/21/isana-duschgel-frangipani-man-fuehlt-sich-sauber-aber-die-inhaltsstoffe-koennten-besser-sein/

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2018/12/18/air-malta-eine-gute-und-zuverlaessige-fluggesellschaft/

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

https://adelheidsmusikblog.wordpress.com/2016/08/01/zeltkirche-beobachtungen-und-erfahrungen/

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2017/03/24/erster-blogbeitrag/

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/29/noch-mehr-neue-buecher-eine-veranstaltung-der-vhs-in-der-buecherei-boek-in-lauffen-am-neckar-am-16-11-2018/

Erfahrungsbericht über das Restaurant „Ratskeller“ in Heilbronn:

https://wogibteswasimlandkreisheilbronn.wordpress.com/2018/12/27/ratskeller-in-heilbronn-manchmal-kann-es-vorkommen-dass-der-gast-kein-getraenk-bekommt/

(Rezi von Adelheid) Pierre Lemaitre: Die Farben des Feuers

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

weiter geht es mit einer weiteren Buchrezension. Ich habe „Die Farben des Feuers“ gelesen. Lohnt es sich, das Buch zu lesen?

Lest selbst!

Kurze Informationen über „Die Farben des Feuers“ von Pierre Lemaitre:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 28. Februar 2019

Verlag: Klett-Cotta

ISBN-Nummer: 978-3608963380

Seitenzahl: 479 Seiten

Über den Autor Pierre Lemaitre:

Pierre Lemaitre, geboren 1951 in Paris, ist ein französischer Autor.

Mit seinem Roman „Wir sehen uns dort oben“ wurde er 2014 schlagartig berühmt. Dieses Buch erhielt auch den wichtigsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrere im Internet. Beispielsweise auch auf www.vorablesen.de. Einfach diese Seite besuchen und nach dem Buch suchen. Wenn man den Button „Leseprobe öffnen“ anklickt, hat man die Möglichkeit, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es in dem Buch?

1927 wird der Bankier Marcel Péricout in Paris beerdigt. Viele Leute sind gekommen. Auf einmal stürzt sich Marcels siebenjähriger Enkel Paul aus einem Fenster und kommt schwerverletzt in ein Krankenhaus.

Pauls Mutter Madeleine befasst sich von nun an damit, dass ihr Sohn wieder gesund wird. Paul überlebt, ist aber von nun an gelähmt und benötigt einen Rollstuhl und Hilfe, um sein tägliches Leben bewältigen zu können. Die polnische Krankenschwester Vladi ist eine große Hilfe – aber auch Pauls Leidenschaft zur klassischen Musik. Er beginnt, sich für die Musik der Sängerin Solange Galinato zu begeistern und besucht eines ihrer Konzerte in Paris. Es ist schwierig für ihn, mit dem Rollstuhl in den Konzertsaal zu kommen, aber mit großer Ausdauer seiner Begleitpersonen gelingt das. Solange hat dieses bemerkt, sie sieht ihn nach dem Konzert – und beginnt von nun an einen Briefwechsel mit Paul.

Madeleine hat vor lauter Sorge um Paul vergessen, sich mit der Bank ihres Vaters, der Péricourt-Bank, zu befassen. So bemerkt sie erst zu spät, dass Gustave Joubert, ein Angestellter der Bank, dem sie vertraute, sie um ihres und um Pauls Vermögen gebracht hat. Auch Léonce, eine Angestellte im Hause Péricourt, war daran beteiligt.

Aber Madeleine lässt sich nicht unterkriegen. Sie muss ihr Stadthaus verkaufen und zieht mit Paul und Vladi in eine kleinere Wohnung. Mit Hilfe eines Bekannten versucht sie, Schwachstellen im Leben und geschäftlichen Treiben der Leute herauszufinden, die sie geschädigt haben. Denn sie will sich an ihnen rächen. Bald wird sie fündig….


Meine Meinung zu diesem Buch:

Das aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) verfasste Buch hat einen schönen literarischen Schreibstil, den ich gerne gelesen habe. Der Autor würzt seine Geschichte immer wieder mit seiner eigenen Meinung – oder teilt in einer Handlung mit, warum eine Person so agiert, wie sie es tut.

Die Geschichte entwickelt sich langsam. Madeleine empfand ich oft als zu abwesend – sie vertraut Gustave, der sie einst heiraten wollte (denn Madeleines Mann ist im Gefängnis, deswegen ist sie geschieden) – aber das lehnte sie ab. Er weiß, wie er ihr Vertrauen ausnutzen kann. Das merke ich als Leserin, als er Geld in einem Tresor von Marcel entdeckt – und diesen Fund Madeleine vorenthält.

Dann gibt es noch Léonce, eine Angestellte – scheinbar wie eine Perle, aber dennoch überaus hinterlistig. André ist der Lehrer von Paul, ein unscheinbarer Mensch, der gut schreiben kann, gegen den Paul – zu Recht – eine Abneigung entwickelt. Als Gustave zu Reichtum kommt und Léonce heiratet, steigt auch André bei einer Zeitung auf und wird bekannt. Außerdem gibt es noch Charles, Madeleines Onkel, der ebenfalls gegen sie ist und sie immer nur um Geld anpumpt.

Als Madeleine merkt, dass sie hintergangen wurde, wird das Buch richtig spannend und lässt sich schneller lesen als am Anfang. Denn als Leserin will ich wissen, wie sie sich an den Personen, die sie und ihren Sohn um ihr Vermögen gebracht haben, rächt. Sie hat sich weiterentwickelt, sie arbeitet mit einem Mann zusammen, der als Privatdetektiv einen guten Job macht. Sie bekommt Selbstvertrauen, sie handelt nicht impulsiv – alles, was sie tut, ist wohldurchdacht. Denn die Leute, denen sie es heimzahlen will, wiegen sich in Sicherheit und haben Madeleine schon fast vergessen.

Das macht Spaß zu lesen, ist auch sehr gut formuliert und interessant. Gleichzeitig bekomme ich nämlich Kenntnis darüber, wie es um das Bankenwesen und die Industrie in Frankreich in den 1920er- und 1930er-Jahren bestellt war.

Weil mich das Buch „Die Farben des Feuers“ begeistern konnte und ich ein Buch mit einer solchen Handlung vorher noch nie gelesen hatte, vergebe ich fünf Sterne und empfehle das Buch weiter.

(Rezi von Adelheid: John Jay Osborn: Liebe ist die beste Therapie

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

unsere Bücherei hier am Ort hat in den letzten Jahren bald aktuelle Bestseller zum Ausleihen da. Und da ich von dem Buch „Liebe ist die beste Therapie“ schon bei vorablesen.de erfahren hatte, nahm ich es mir auch zum Lesen mit.

Diese Rezension behandelt also das Buch

Liebe ist die beste Therapie

des US-amerikanischen Schriftstellers, Jura-Professors und Anwalts

John Jay Osborn.

Wie und ob mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

Kurze Informationen zu dem Buch „Liebe ist die beste Therapie“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 24. Oktober 2018

Verlag: Diogenes

ISBN-Nummer: 978-3257070439

Seitenzahl: 288 Seiten

Das Buch kostet im deutschen Buchhandel 22 Euro. Es ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen.

Über den Autor John Jay Osborn:

John Jay Osborn ist ein US-amerikanischer Jura-Professor, Anwalt und Autor. Er wurde 1945 geboren.

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es an mehreren Stellen im Internet. Auch auf diversen Buchhändlerseiten, wie beispielsweise Amazon.de. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken, schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Worum geht es in diesem Roman?

Dieser Roman ist aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) geschrieben.

Es geht um das Ehepaar Charlotte und Steve, beide Mitte 30, die zwei gemeinsame Kinder haben. In der Ehe kriselt es, also suchen sie die Therapeutin Sandy auf. Sandy versucht, mit Hilfe von Gesprächen Struktur in die Ehe zu bringen.

Sowohl Charlotte als auch Steve hatten und haben bereits Liebhaber. So gilt es Fragen zu klären, wie „Wer kümmert sich wann um die beiden gemeinsamen Kinder?“ oder „Wer beginnt wo das Wochenende mit den Kindern?“

So kann beispielsweise Charlotte das Ehepaar Snyder, Steves Freunde, nicht leiden und will nicht, dass Steve, wenn er mit den Kindern zusammen ist, diese Bekannten aufsucht.

Es wird auch die Frage aufgeworfen, was mit dem Auto passieren soll, das Charlotte von ihrer Mutter hat. Immerhin hängt sie sehr an diesem Auto.

Es gibt viele Dialoge in dem Buch, mal vernünftige, mal hitzige. Sandy hat bei der Therapie, die die Fragen so behandelt, als ob Charlotte und Steve sich scheiden lassen würden, vier Stühle aufgestellt. Einen für sich, einen für Charlotte, einen für Steve und einen für die Ehe.

Meine Leseerfahrung – oder: ein Ehekrisenroman:

Dank der vielen Dialoge lässt sich der Roman recht leicht und schnell lesen.

Allerdings ist der Roman ziemlich amerikanisch – mit einer Art „0815-Familie“. Also nichts, was mir konkret helfen würde, wenn die Ehe zwischen meinem Mann und mir in die Krise käme. Wir haben ein hartes Los zu stemmen – nicht nur mit unserem zu 100 Prozent schwerbehinderten Sohn, sondern auch mit einer 91-jährigen Nervensäge (Schwiegermutter), um die wir uns immer wieder kümmern müssen. Diese Pflege schlaucht.

Ob dieser Roman jetzt einer Familie mit zwei Kindern, die eine Ehekrise haben, helfen würde, kann ich also nicht sagen. Die Idee, einen Roman als eine Art Therapie zu schreiben mit vielen Dialogen ist neu und außergewöhnlich. Allerdings bleibt bei diesem Schema die Spannung auf der Strecke.

Eine Paartherapie ersetzt solch ein Buch sicherlich nicht – kann aber doch einige interessante Hinweise geben, welche Fragen für eine Paartherapie wichtig sein könnten.

Gut ist, dass dieses Buch nicht allzu lang ist – obwohl auch diese 288 Seiten immer wieder inhaltliche Längen aufweisen.

Ein weiterer Nachteil ist auch der Preis. 22 Euro für solch ein dünnes Buch ist schon ziemlich heftig.

Ich vergebe drei Sterne und bleibe bei einer Kaufempfehlung unentschlossen.

Links zu weiteren lesenswerten Berichten von mir:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 1:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 2:

Erfahrungsbericht über BoD – Books on Demand – Teil 3:

Erfahrungsbericht über einen Film über das Leben in Nordkorea:

Erfahrungsbericht über ein Handy aus Schokolade:

Erfahrungsbericht über den regionalen Postdienstleister REGIO-MAIL:

Erfahrungsbericht zu einem Lippenpflegestift von AVEO (Eigenmarke von Drogeriemarkt „Müller“):

Rezension zu dem Buch „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin:

Rezension zu dem Buch „Blätterrauschen weit weg“ von Elaine-Laurae Weolke:

Rezension zu dem Buch „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ von Elaine-Laurae Weolke:

Rezension zu dem Buch „Für immer ist die längste Zeit“ von Abby Fabiaschi:

Rezension zu dem Buch „Manchmal musst du einfach leben“ von Gayle Forman:

Erfahrungsbericht zu dem Alverde-Duschgel „Grapefruit-Bambus“:

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Erfahrungsbericht zu dem Duschgel „Frangipani“ von Rossmann:

Erfahrungsbericht über die Fluggesellschaft „Air Malta“:

Erfahrungsbericht zu Zeltkirchen:

Erfahrungsbericht über die Weinstube „Sonne“ in Lauffen:

Erfahrungsbericht über die Veranstaltung „Noch mehr neue Bücher“ am 16.11.2018 in der Bücherei in Lauffen:

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