(Rezi von Adelheid) Maria Duenas: Wenn ich jetzt nicht gehe

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Wochen habe ich folgendes Buch gelesen:

„Wenn ich jetzt nicht gehe“

der spanischen Schriftstellerin

Maria Duenas.

Wie ich das Buch fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch „Wenn ich jetzt nicht gehe“ von Maria Duenas:

Erscheinungsdatum des Buches in Deutschland:  6. März 2017

Verlag: Insel-Verlag

Seitenzahl:  589 Seiten

ISBN-Nummer:  978-3458177029

 

Über Maria Duenas:

María Dueñas ist eine spanische Schriftstellerin, Jahrgang 1964. Beruflich lehrte sie in Murcia Englische Literatur, bevor sie mit ihrem Debütroman im Jahre 2009 einen durchschlagenden Erfolg erzielte.

Ihre Bücher wurden schon in 35 Sprachen übersetzt. Sie erhielt mehrere Preise dafür.

»Wenn ich jetzt nicht gehe« ist ihr dritter Roman und war 2015 das meistverkaufte Buch Spaniens.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise auf vorablesen.de. Einfach das Buch aufrufen und den Button „Leseprobe öffnen“ anklicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Die Handlung:

Der Spanier Mauro Larrea lebt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Mexico-Stadt. Geschäftlich war er sehr erfolgreich – er hatte sich vom Bergmann zum Unternehmer hochgearbeitet. Er besaß Minen und Land, er lebte im Luxus, beschäftigte mehrere Angestellte, es ging ihm sehr gut.

Doch eines Tages erfährt er, dass er pleite ist. Er hat eine Fehlinvestition getätigt, die ihn zum Ruin führte. Er will es niemandem sagen, denn er ist angesehen und genießt einen guten Ruf. Er beschließt, noch einmal neu anzufangen – irgendwo anders. Geschäfte und Chancen für diesen Neuanfang will er suchen und deswegen reist er nach Kuba. Vorher hat er sich Geld geliehen bei Tadeo Carrús. Carrús ist ein cleverer, aber sehr unsympathischer Mensch, der davon lebt, Geld zu Wucherzinsen zu verleihen.

Aber Larreo bleibt nichts anderes übrig – und so akzeptiert er Carrús‘ Bedingungen und auch dessen recht kurzfristig angesetzte Fälligkeitstermine für die Rückzahlung des geliehenen Geldes.

Ungebunden ist Larrea ja – seine Kinder sind erwachsen. Seine Tochter Mariana wird heiraten und auch Sohn Nico. Seine Frau starb bei der Geburt von Nico, und danach heiratete Larrea nicht mehr.

Sein Ziel ist es, Nicos Hochzeit zu bezahlen und schnellstmöglich seine Schulden bei Carrús zu begleichen.

Sein gutes Benehmen und seine Lebenserfahrung bringen ihm in Kuba allerhand Kontakte zu Personen, die lukrative Geschäfte versprechen. Jedoch ist Larrea misstrauisch. Ein Geschäft, in dem es auch um Sklavenhandel geht, lehnt er ab. Dagegen liefert er sich ein „Duell“ im Billardspielen mit Zayas, einem Mann, der der Meinung ist, dass Larrea ihm seine Frau wegnehmen wolle. Larrea verliert dieses Billardduell zunächst, gewinnt jedoch in der Revanche und ist auf einmal Besitzer eines großen Anwesens in Spanien. Optimistisch reist er nach Spanien – beseelt von dem Wunsch, das Anwesen verkaufen zu können, um seine Schulden zu tilgen. Aber so einfach ist das nicht….

 

Der Schreibstil:

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers (kein Ich-Erzähler) geschildert. Der Schreibstil ist sehr ausschmückend, und teilweise stößt man auch auf altmodische Ausdrücke, beispielsweise „frugale Mahlzeit“ (bedeutet: üppige Mahlzeit). Solche Ausdrücke musste ich nachschlagen, weil sie mir nicht geläufig sein.

 

Meine Leseerfahrung:

Ich mag die Personen in dem Buch – vor allem Mauro Larrea. Er ist sympathisch, gut aussehend und als Leserin wünsche ich, dass er bald zu neuem Reichtum kommt, um seine Schulden bei dem unsympathischen Tadeo Carrús bezahlen zu können.

Die sehr ausschmückende Schreibweise der Autorin lässt viele Bilder in meinem Kopf entstehen, ich bin mittendrin in der Handlung und kann die Welt der Reichen in Mexico, in Kuba und auch in Spanien sehr gut vorstellen.

Die erste Hälfte des Buches hat mir gut gefallen – zum Schluss hin flachte das Buch leider ab, da die Handlung meiner Meinung nach sehr konstruiert und auch unglaubwürdig wirkte.

Manchmal scheint das Buch auch zu „stocken“ und man will dann als Leser nicht wirklich weiterlesen, weil die Spannung fehlt. Es dauert dann einige Seiten, bis wieder etwas Interessantes passiert. Aber der Hauptgrund, das Buch zu lesen, war für mich der sympathische Hauptcharakter Mauro Larrea und die Neugierde zu wissen, ob er seine Schulden loswerden kann und seine Ziele erreicht.

 

Mein Fazit:

„Wenn ich jetzt nicht gehe“ von Maria Duenas ist ein farbenprächtiger Roman, der im 19. Jahrhundert spielt und dem Leser einen Eindruck von Mexico, Kuba und Spanien während dieser Epoche zeigt. Weiterhin ist der Hauptcharakter Mauro Larreas sehr sympathisch und man möchte wissen, was er in diesem Roman erlebt und ob er seine Ziele erreichen wird.

Die erste Hälfte des Buches fand ich stark, die zweite weniger, da gab es zu viele Längen für meinen Geschmack, und auch die Handlung gefiel mir nicht mehr hundertprozentig.

Perfekte Urlaubslektüre oder Lektüre für eine lange Zugfahrt ist das Buch auf jeden Fall für Leute, die Abenteuerromane mit einem Schuss Romantik mögen. Ich vergebe drei Sterne und empfehle das Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht

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Vor einigen Tagen habe ich folgenden Roman zu Ende gelesen:

Unsere Seelen bei Nacht

des US-amerikanischen Schriftstellers

Kent Haruf.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 22. März 2017

Seitenzahl: 208

Verlag: Diogenes

ISBN-Nummer: 978-3257069860

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag in Deutschland erschienen und kostet 22 Euro.

 

Über Kent Haruf:

Kent Haruf war ein US-amerikanischer Autor, Jahrgang 1943, der 2014 verstarb.

Er schrieb insgesamt fünf Romane, sein letzter war „Unsere Seelen bei Nacht“. Das Buch wird mit Jane Fonda und Robert Redford verfilmt.

Alle Romane von Kent Haruf spielen in der fiktiven Kleinstadt Holt im US-Bundesstaat Colorado.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach die Informationen über das Buch anklicken, dann auf „Leseprobe öffnen“ (rechts oben) klicken – schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Zwei alte Menschen treffen sich. Es handelt sich um Addie Moore und um Louis Waters. Beide sind verwitwet, beide leben alleine in der US-amerikanischen Kleinstadt Holt im Bundesstaat Colorado.

Addie macht Louis den Vorschlag, dass sie miteinander Abende und Nächte verbringen könnten. Also sich in ihren Wohnungen treffen, zusammen in einem Bett schlafen und sich unterhalten. Sex wollen sie nicht haben – sie könnten nur miteinander die Nacht überstehen.

Louis zögert zuerst, lässt sich aber dann auf den Vorschlag ein.

Er und Addie treffen sich immer wieder. Vorwiegend in Addies Haus. Er lässt seinen Schlafanzug und seine Zahnbürste dort, um nicht jedes Mal alles hin- und herschleppen zu müssen. Sie unterhalten sich und schlafen nebeneinander in einem Bett. Addie hat einen guten Schlaf, und Louis immer wieder Probleme mit dem Einschlafen.

Sie freunden sich an und lernen sich besser kennen. Ihre Treffen wollen sie nicht mehr missen. Aber es bleibt nicht aus, dass die Leute im Ort munkeln. Addie und Louis lassen sich dadurch nicht irritieren und zeigen sich ihren neugierigen Mitmenschen bei Tag beim Stadtbummel in Holt. Eines Tages kommt Jamies, Addies Enkel, für einige Wochen zu ihr zu Besuch. Auch diese Situation versuchen Addie und Louis gemeinsam zu meistern.

 

Meine Meinung zu diesem Buch:

Die Handlung dieses Buch fängt sofort an. Eine lange Vorgeschichte gibt es nicht, was mir sehr gut gefällt.

Auch sonst ist das Buch lesenswert und interessant. Addie und Louis sind sofort sympathisch. Zwei alte Menschen, die sich als Nachbarn schon lange kennen. Nun wird aus Nachbarschaft Freundschaft. Sie erzählen sich einander, was sie in der Vergangenheit erlebt haben. Jeder von ihnen musste schon ein schweres Schicksal meistern. Addie hat ihre Tochter Connie verloren und sie erzählt Louis davon, wie es passiert ist. Und Louis hat einmal seine Frau Diane mit einer Lehrerkollegin betrogen – und kehrte wieder zurück zu Diane.

Es ist rührend und nie kitschig, was Addie und Louis miteinander unternehmen und wie sie versuchen, Zeit miteinander zu verbringen.

Dem üblichen „Dorftratsch“, der nicht ausbleibt, können sie nicht ausweichen. Aber er bringt sie nicht dazu, ihre Freundschaft aufzugeben. Ein größeres Problem sind die „lieben“ Verwandten – Addies Sohn und Louis’ Tochter -, die meinen, ihren Eltern Vorschriften machen zu müssen.

Dieser Roman bleibt also immer interessant. Leicht lesbar ist er geschrieben, in einem einfachen, schönen Schreibstil, aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) in vorwiegend kurzen Sätzen. Sympathisch sind Addie und Louis schon ab dem ersten Kapitel und als Leserin wünschte ich mir gleich zu Anfang, dass ihre Freundschaft sich entwickeln darf.

 

Mein Fazit:

Für mich ist „Unsere Seelen bei Nacht“ von Kent Haruf ein wunderbar leichtfüßiger Roman mit sympathischen Hauptcharakteren, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich vergebe diesem Buch fünf Sterne und eine Weiterempfehlung.

 

 

 

(Rezi von Adelheid) Mary Bond – Und plötzlich war es Liebe

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Monaten habe ich folgendes Buch gelesen:

Und plötzlich war es Liebe

Autorin: Mary Bond
Verlag: Knaur-Taschenbuch
Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. August 2008
ISBN-Nummer: 978-3426500965
Seitenzahl: 528

Das Buch ist eine Sonderausgabe und kostete 6 Euro. Ich konnte es als „preisreduziertes Mängelexemplar“ ergattern und bezahlte 3,50 Euro dafür. Ob sich der Preis gelohnt hat, zeigt der folgende Bericht.

 

Über Mary Bond

Mary Bond ist eine irische Autorin, die mit ihrer Familie in Dublin lebt. Sie schreibt bereits seit ihrer Kindheit und gewann zwei Schreibwettbewerbe. Dadurch ermutigt, wagte sie sich an ihren ersten Roman „Und plötzlich ist es Liebe“.

In deutscher Sprache ist von Mary Bond weiterhin noch im Knaur-Verlag das Buch „Was du vom Leben willst“ erschienen.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe ist im Netz nicht zu finden – deswegen kann ich dazu auch keinen Link angeben.

Mein Buch sah so aus – ich habe es unterdessen bei einer Tauschbörse vertauscht:

http://www.amazon.de/Und-pl%C3%B6tzlich-war-es-Liebe/dp/3426500965/ref=sr_1_fkmr1_2?ie=UTF8&qid=1401309796&sr=8-2-fkmr1&keywords=Mary+Bond+Und+pl%C3%B6tzlich+war+es+Liebe

 

Daisy und Eve sind Cousinen – oder: die Handlung

Daisy und Eve sind Cousinen. Sie leben in Dublin und arbeiten jede in einem Büro. Mit ihrer Kollegin Rachel tauscht sich Eve gerne aus.

Daisys Mutter heißt Marina, Eves Mutter heißt Liz. Liz vergöttert Eve und gibt ihr alles, was sie nur will.

Daisy wächst eher spartanisch auf, sie kümmert sich um ihre alleinstehende Mutter Marina. Diese hat ein Alkoholproblem – und ein Familiengeheimnis. Eines, über das sie Daisy lange nichts erzählt.

Eve und Daisy haben kein besonders gutes Verhältnis miteinander. Nur selten tauschen sie sich miteinander aus. Daran ändert sich auch nichts, als sie sich ausgerechnet beide in denselben Mann verknallen. Sein Name ist Alex Gallagher, er sieht total gut aus und ist auch ein erfolgreicher Mann.

Zuerst verknallt sich Eve in ihn – und macht sich sogar Hoffnungen auf ihn. Schmerzlich wird ihr bewusst, dass er sie zwar wahrnimmt, aber einer tieferen Beziehung zu ihr kein Interesse zeigt. Er will lieber nach London ziehen, um dort Karriere zu machen. Dort begegnet er Daisy, die nach einem Streit mit ihrer Mutter in London weilt und sich in ihn verliebt.

Ja, und mit Daisy könnte es vielleicht etwas werden. Vielleicht – wäre da nicht Eve, die es mitbekommt, dass sich zwischen Daisy und Alex eine Beziehung anbahnt. Das passt ihr gar nicht – und auf einmal kommt auch das lang gehütete Familiengeheimnis zur Sprache…

 

Ein dahinplätschernder Frauenroman – oder: meine Lese-Erfahrung

Spannend beginnt dieses – aus Sicht des auktorialen Erzählers (also: kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasste – Buch. Zwei Babys, Zwillinge, saßen in einem Auto, das in einem Unfall verwickelt wurde. Genau das steht im Prolog. Das ist spannend, und ich will wissen, wie es weitergeht. Welches der Babys wurde verletzt? Wurde eventuell eines von ihnen getötet?

All das interessiert mich – und deswegen lese ich das Buch weiter. Was mich nach dem spannenden Prolog jedoch erwartet, ist eine lahme Frauengeschichte. Daisy und Eve sind Cousinen, und beide arbeiten in einem Büro. Nicht im Büro der gleichen Firma, sondern in verschiedenen Firmen.

Es wird viel geredet in dem Buch, das liest sich schnell und abwechslungsreich. Doch was nützen Dialoge, wenn die Handlung ansonsten flach ist und nicht richtig mitzureißen vermag?

Auch die Figuren können nicht wirklich meine Sympathien gewinnen – sowohl Daisy und auch Eve bleiben oft blass und können nicht mein Mitgefühl für ihre Beweggründe, ihre Handlungen wecken. Was mich interessiert, ist, was aus den beiden Babys, die im Prolog in einen Unfall verwickelt wurden, passiert ist. Genau dieses Geheimnis um diese Babys ist das lang gehütete Familiengeheimnis, über das sich sowohl Daisy und Eve, aber auch Marina und Eve ausschweigen. Und das seitenlang. Hunderte von Seiten lang.

Um das Geheimnis endlich zu erfahren, lese ich das Buch. Leider kommt die Auflösung dieses Familiengeheimnisses ziemlich spät in dem Buch, und ich finde es nicht gut, wie wenig warmherzig über verunglückte Babys geredet wird.

Letztendlich können also weder die Handlung, noch die Mitwirkenden meine Sympathien gewinnen. Nachdem ich das Buch gelesen habe, bleibt also ein „schales“ Gefühl zurück – nach dem Motto: „Hätte ich meine Zeit doch mit sinnvollerer und besserer Lektüre gefüllt. Gut, das Buch hat mich nur 3,50 Euro gekostet – aber letztendlich hätte ich mir das Geld auch sparen können.

 

Mein Fazit

„Und plötzlich war es Liebe“ von Mary Bond ist ein Frauenroman, der gut anfängt, aber schnell langweilig wird. Da können auch die vielen Dialoge nichts ändern. Keiner der Charaktere wird wirklich interessant und weckt irgendein Mitgefühl beim Lesen.

Auch nicht gut fand ich, wie beinahe schon lieblos irgendwann nach vielen hundert Seiten das so genannte „Familiengeheimnis“ abgehandelt wird.

Ich vergebe 2 von 5 Sternen und keine Leseempfehlung.

P.S.: Diese Rezension habe ich im März 2013 bei der Verbraucherplattform Ciao.de bereits unter meinem Usernamen Sydneysider47 eingestellt.