(Rezi von Adelheid) Timothy Zahn: Blindes Vertrauen

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Dank vorablesen.de durfte ich folgendes Fantasy-Buch auf dem E-Book-Reader lesen:

Blindes Vertrauen

aus der Serie

Heroes Reborn Event Series

Es handelt sich hier um eine Serie mit in sich abgeschlossenen Romanen. Drei gibt es davon bisher, soweit ich weiß.

Das Buch „Blindes Vertrauen“ ist der zweite Band dieser Serie. Man muss Band 1 nicht gelesen haben, um Band 2 zu verstehen. Das habe ich beim Lesen auch gemerkt.

Autor dieser Bücher ist

Timothy Zahn

Dieser US-amerikanische Autor hat sich dadurch einen Namen gemacht, dass er bereits „Star-Wars-Romane“ geschrieben und veröffentlicht hat.

Die „Heroes-Reborn-Event-Serie“ wurde auch verfilmt, aber ich habe sie nicht gesehen.

Auch weitere mehrbändige Buchserien hat Timothy Zahn verfasst.

 

Kurze Informationen zum E-Book „Blindes Vertrauen“ (Band 2 der Heroes-Reborn-Serie)

Erscheinungsdatum in Deutschland: 15.12.2015

Verlag: Bastei Entertainment

Seitenzahl: 150 Seiten

ISBN-Nummer: 9783960020073

Das Buch ist als E-Book für den Kindle-Reader erschienen, aber auch in der E-Pub-Version. Solche Versionen kann ich auf meinem E-Book-Reader lesen.

 

Es gibt weiterentwickelte Menschen, die Evos – oder: Die Handlung:

Mauricio Chavez ist Mexikaner und schleust immer wieder Leute über die mexikanische Grenze in die USA. Leute, die sich nach einem besseren Leben sehnen.

Eines Tages hat er seine Familie im Auto. Polizisten halten ihn auf dem Weg zur Grenze auf – er muss sein Auto beschleunigen, um sie abzuhängen und um seine Familie zu retten. Wie durch ein Wunder überlebt er den Unfall, als sich sein Auto überschlägt – aber wie durch ein Wunder schwebt er auf einmal über dem Auto. Er hat sich in Nebel verwandelt. Und auch seine Familie kann fliehen.

Ist er gestorben und sieht seine Familie aus dem Himmel? Nein, das kann nicht sein, denn er wird wieder zu einem Menschen, als die Gefahr vorbei ist. Er findet auch seine Familie, alle können in die USA fliehen und sind in Sicherheit. Und Mauricio tut das, was er Gott versprochen hat, wenn er den schweren Unfall überlebt und aus seinem brennenden Auto herauskommt: er meldet sich zu einem Priesterseminar an.

Er wird zum Priester und nennt sich jetzt „Vater Mauricio“. Doch noch immer besitzt er die Gabe, sich von einem Menschen in Nebel zu verwandeln. Ein Nebelwesen, das für andere unsichtbar ist. Diese Gabe hilft ihm dabei, beispielsweise neue Pfarreien zu inspizieren, in denen er seinen Dienst als katholischer Geistlicher verrichtet. Diese Gabe hilft ihm auch, Leute zu beschützen, weil er sie so beschützen kann, ohne dass sie ihn bemerken.

Eine besondere Gabe hat nicht nur er, sondern auch andere Personen. Man nennt sie „Evos.“.

Als Vater Mauricio in der All Saints Church in Los Angeles Dienst tut, lernt er während einer Beichte den Jungen Simon kennen, der die Gabe hat, Leute erblinden zu lassen, aber auch Leute wieder sehend zu machen. Allerdings hält das Sehen dann nur eine Stunde an. Vater Mauricio merkt sofort: hier hat er einen Evo vor sich – auch jemanden mit einer besonderen Gabe.  Da Vater Mauricio bestrebt ist, Leuten Gutes zu tun, geht er mit Simon zu der blinden Inez. Eine ältere Dame, die einst sehen konnte und es immer noch bedauert, dass sie nicht so lange sehen konnte, um eine Handarbeit beenden zu können. Dank Simons Gabe kann sie wieder sehen und ihre Handarbeit während mehrerer Seh-Stunden beenden.

Als Vater Mauricio plant, zu einem Treffen nach Odessa in die Ukraine zu reisen, auf dem sich alle „Evos“ treffen, wird er an Inez‘ Sterbebett gerufen und kann die Reise nicht machen. Inez stirbt – und Mauricio erfährt, dass es in Odessa einen Anschlag gegeben hat, bei dem es viele Opfer unter den Evos gab. Von da an haben sich viele Menschen gegen die Evos verschworen. Sie werden zu Verfolgten. Sogar die katholische Kirche und der Papst lehnen sie ab. Maurizio überlegt, wie er den Evos helfen kann. Er tut sich mit einigen Leuten zusammen, die fieberhaft an der Flucht der Evos nach Kanada arbeiten…

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe bekommt man, wenn man folgende Seite im Internet aufruft:

http://www.vorablesen.de/buecher/blindes-vertrauen-heroes-reborn-event-series

Rechts oben gibt es die Option „Leseprobe öffnen“. Drückt man den Button dafür, kann man einige Seiten dieses Buches kostenlos lesen.

 

Spannend, besonders in der zweiten Hälfte – oder: Meine Meinung:

Mauricio ist mir sympathisch. Was mich nur arg gestört hat, ist, dass viele Menschen – auch Schriftsteller – denken, dass Menschen, die sich beruflich Gott widmen, Priester werden müssen. Das ist ein Klischee! Man kann doch auch Missionar oder Religionslehrer werden – oder auch einen Beruf ergreifen, der gar nichts mit irgendeiner Kirche zu tun hat!

Seitenlang ist dieser Roman eher eine Dokumentation. Eine Aufzählung von Ereignissen. Auch das hat mich beim Lesen gestört.

Als es darum geht, die Flucht der Evos zu planen und Ideen zu wälzen, was man tun kann, um den Verfolgern aus dem Weg zu gehen, wird das Buch richtig spannend. Da gibt es auf einmal viele Dialoge, das Buch wird lebendig und lässt sich schneller lesen.

Der Schluss ist nicht vorhersehbar, denn man weiß nicht, ob die Evos es schaffen werden zu fliehen – und wer von ihnen letztendlich mit dem Leben davonkommt.

 

Mein Fazit

Das Buch „Heroes – The Reborn“ ist ein Buch darüber, wie Menschen, die anders sind als andere, plötzlich ausgegrenzt  – und sogar verfolgt werden. Besonders die zweite Hälfte des Buches ist sehr spannend und mitreißend.

Ich vergebe dem Buch vier Sterne und empfehle es Liebhabern von Fantasy-Romanen. Einen Stern  ziehe ich ab, weil mich der Dokumentarstil in der ersten Hälfte des Buches oft gestört hat.

 

P.S.: Diese Rezension erschien bereits in verkürzter Form bei vorablesen.de. Dort bin ich unter adel69 angemeldet und poste immer wieder Rezensionen.

 

 

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(Rezi von Adelheid) Péter Gárdos: Fieber am Morgen

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Aus der Bücherei hier im Ort konnte ich mir folgendes Buch zum Lesen ausleihen:

Fieber am Morgen

des ungarischen Autors

Péter Gárdos

Für welche Zielgruppe eignet sich das Buch? Lohnt es sich, das Buch zu lesen? Antworten auf diese Fragen gibt (hoffentlich) mein Bericht.

 

Kurze Informationen zum Buch

Erscheinungsdatum in Deutschland: 12. Oktober 2015

Seitenzahl: 256 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3455405576

Verlag: Hoffmann und Campe

 

Das Buch ist als Hardcoverausgabe im deutschsprachigen Raum erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 22 Euro.

 

Über den Autor Péter Gárdos

Péter Gárdos ist ein ungarischer Film- und Theaterregisseur, Jahrgang 1948. Für seine Werke erhielt er schon Preise.

„Fieber am Morgen“ ist sein erster Roman, der auch fürs Kino verfilmt wurde.

 

Miklós will Lili heiraten – oder: die Handlung

Der Ungar Miklós ist Jude und hat das Grauen des Holocausts überlebt. Abgemagert und krank kommen er und einige andere KZ-Überlebende nach Schweden. In Lagern, in denen man sich um Kranke kümmert, sollen sie wieder aufgepäppelt werden.

Miklós ist so abgemagert und von Schwindsucht so gezeichnet, dass die Ärzte ihm nur noch ein halbes Jahr Überlebenschancen geben.

Doch Miklós gibt nicht auf. Er kommt an die Adressen von Ungarinnen, die ebenfalls in schwedischen Lagern gesund gepflegt werden und schreibt 117 von ihnen einen Brief. Einige antworten. Eine davon ist Lili. Als er ihren Brief liest, weiß er sofort: Das ist die Frau, die er heiraten will und wird. Aber wie können sie das realisieren? Und auf keinen Fall darf Miklós sterben!

Ein hingebungsvoller Briefwechsel nimmt seinen Verlauf. Miklós und Lili möchten sich so schnell wie möglich kennen lernen. Einfach ist es nicht, denn es gibt Ärzte, die Bedenken haben, weil beide immer noch krank sind. Außerdem leidet Miklós unter einem unerklärlichen Fieber am Morgen, das aber im Laufe der Zeit verschwindet.

Damit sich Lili und Miklós endlich treffen können, behauptet Lili, dass Miklós ihr Cousin sei. Und so klappt es mit einer Besuchsgenehmigung. Drei Tage lang können sie sich sehen, als Miklós zu Lili reist. Ihre Liebe wird dadurch stärker. Aber es ist nicht leicht, dass eine Ungarin und ein Ungar – beides Juden – in Schweden heiraten können. Es gibt viele Menschen, die den beiden Hindernisse in den Weg legen …

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man zum Beispiel beim Internethändler Amazon.de. Ruft man dort das Buch auf, gibt es die Option „Blick ins Buch“. Klickt man auf diese Option, hat man die Möglichkeit, einige Seiten des Buches kostenlos lesen zu können.

 

Schreibstil

Das Buch ist aus der Sicht eines Ich-Erzählers geschrieben. Interessant ist, dass dieser Ich-Erzähler nur in einem einzigen Satz gegen Schluss des Buches vorkommt.

Hauptperson ist „mein Vater“ – also der Vater des Ich-Erzählers -, der einmal „mein Vater“, dann wieder „Miklós“ genannt werden. Seine Freundin und Briefpartnerin wird immer „Lili“ genannt. Damit wird die Spannung, ob Lili und Miklós zusammenbleiben dürfen und heiraten werden, während der gesamten Handlung im Buch gewahrt. Ich finde das gut, denn einer der Gründe, warum ich das Buch gelesen habe, war, dass ich wissen wollte, ob die beiden zusammenbleiben werden – oder nicht.

 

Meine Meinung zu diesem Buch

Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen. Das lag nicht nur an der interessanten Handlung und den sehr sympathischen Hauptfiguren Lili und Miklós, sondern auch daran, dass ich durch das Lesen dieses Buches einiges gelernt habe. Ich wusste nicht, dass nach dem Zweiten Weltkrieg ungarische Juden in Krankenstationen – Lagern – in Schweden behandelt wurden.

Der Ärzte sind streng, und dann gibt es noch Lagervorschriften – und so ist es gar nicht einfach, dass Lili und Miklós sich treffen können. Die beiden haben auch Freunde, die ihnen meistens helfen. So ist Miklós mit Harry zusammen, und eine von Lilis Freundinnen heißt Judit. Ohne diese Freunde könnten Lili und Miklós mit ihrer Sehnsucht oft gar nicht fertig werden…

Immer wieder werden Briefe zitiert, die Lili an Miklós geschrieben hat und Miklós an Lili. Das lockert die Handlung auf. Die Briefe sind kurz, aber sie sagen sehr viel aus. Vor allem gehen beide sehr höflich miteinander um. So ist Lili beispielsweise sehr verärgert, als Miklós sie aus Versehen in einem Brief duzt, obwohl sie es ihm noch gar nicht erlaubt hat.

 

Mein Fazit

„Fieber am Morgen“ von Péter Gárdos ist ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es geht um die Freundschaft zwischen den beiden ungarischen Juden Lili und Miklós, die beide den Holocaust überlebt haben. Beide lernen sich durch eine Brieffreundschaft kennen und lieben – und es ist spannend zu lesen, ob sie heiraten werden oder nicht.

Ich vergebe diesem Buch 5 Sterne und empfehle es weiter. 22 Euro für ein Buch, das weniger als 300 Seiten hat, finde ich allerdings schon recht teuer. Vielleicht sollte man warten, bis das Buch als Taschenbuch erscheint – oder es – wie ich es getan habe – aus einer Bücherei ausleihen.

 

P.S: Diese Rezension wird in ähnlicher Form demnächst bei Ciao.de eingestellt. Dort bin ich als Userin „Sydneysider47“ unterwegs.

(Rezi von Adelheid) Isabel Bogdan: Der Pfau

2 Kommentare

Unsere Bücherei schafft immer wieder neue Bücher an, von denen einige auf der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste stehen. Eine der neuesten Anschaffungen, auf die das zutrifft, ist

Der Pfau

der deutschen Schriftstellerin und Übersetzerin

Isabel Bogdan

Ich habe das Buch gelesen. Was ich davon halte, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch „Der Pfau“ von Isabel Bogdan

Erscheinungsdatum in Deutschland: 18. Februar 2016

Verlag: Kiepenhauer & Witsch

Seitenzahl: 248 Seiten (Amazon spricht hier von 256 Seiten. Der Roman selbst hat allerdings 248 Seiten, die restlichen Seiten in dem Buch sind Werbung für andere Bücher.)

ISBN-Nummer: 978-3462048001

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 18 Euro.

 

Über Isabel Bogdan

Isabel Bogdan ist Jahrgang 1968, hat Anglistik und Japanologie studiert und hat sich als Übersetzerin einen Namen gemacht. Sie übersetzte bereits Werke von Jane Gardam, Nick Hornby, Jonathan Safran Foer etc. ins Deutsche.

Die Autorin lebt in Hamburg.

„Der Pfau“ ist ihr erster Roman. Damit hat sie einen Bestseller gelandet.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man, wenn man folgende Seite im Internet aufruft:

http://www.vorablesen.de/buecher/der-pfau

Oben rechts gibt es die Möglichkeit, auf „Leseprobe öffnen“ zu klicken. Tut man das, kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Ein Pfau ist verrückt geworden – oder: die Handlung

Das Ehepaar McIntosh bewohnt einen Landsitz in Schottland (Großbritannien), der immer wieder reparaturbedürftig ist. Manche Reparaturen kann das Ehepaar selbst vornehmen. Für andere Reparaturen müssen sie Fachleute engagieren, was durchaus mit hohen Kosten einhergehen kann.

Mehr Glück hat das Ehepaar dagegen mit der Vermietung ihrer Cottages – also kleiner Ferienwohnungen -, die ebenso auf dem Landsitz vorhanden sind.

Auf dem Landsitz leben auch Pfauen. Mrs. McIntosh hat einmal fünf Pfauen angeschafft, und sie haben sich vermehrt. Nicht rasant, aber immerhin. Die Pfauen verteilen sich auf dem großen Landsitz, sie schlagen Rad und klingen wie Urwaldtiere. Und sie haben sich mit den Hunden, die die McIntoshs auch haben, arrangiert.

Feriengäste, die zu den McIntoshs kommen, sind unter anderem das Ehepaar Bakshi. Sie kommen für drei Wochen und sind sehr gesellig. Andere Feriengäste mieten sich für ein Wochenende ein. Beispielsweise Mitarbeiter einer Bank mit ihrer Chefin, einer Köchin und einer Psychologin, die auf dem Landsitz ein „Teambuilding-Seminar“ abhalten wollen.

Solch ein Seminar soll dazu dienen, die Arbeit der Kollegen in der Bank effektiver zu gestalten. Die Banker müssen anfangs nur Schiffe malen und Hütten bauen – und einige von ihnen verstehen nicht, was das letztendlich mit ihrer Arbeit in der Bank zu tun haben soll.

Dazu kommt noch, dass einer der Pfauen auf dem Landsitz ausgeflippt ist. Liegt es daran, dass er jetzt geschlechtsreif geworden ist? Er beschädigt in großem Maße das Auto der Bakshis, später hackt er auf einer Mülltonne herum und richtet weitere Schäden an. Man kommt darauf, dass der Pfau ein Problem mit der Farbe Blau hat. Vielleicht braucht er psychologischen Beistand?

Der Lord beschließt daraufhin, den Pfau zu erschießen und tut das auch. Er lässt ihn allerdings im Wald liegen. Als Mervyn, der Hund der Chefin der Investmentabteilung Liz, den toten Pfau im Wald findet und ihn anschleppt, sind die Banker der Ansicht, er habe den Pfau gerissen. Fieberhaft überlegen sich Liz und ihr Kollege David, wie man den Pfau verschwinden lassen kann, ohne dass die anderen Bankkollegen sowie Lady und Lord McIntosh davon Wind bekommen.

Und dadurch begeben sich einige verwirrende Situationen…

 

Der Schreibstil

Das Buch ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst.

Auffällig ist, dass es kaum wörtliche Rede gibt. Gibt es sie, ist sie nicht durch Anführungszeichen („Gänsefüßchen“) gekennzeichnet, sondern sie steht einfach so herum.

Dialoge werden meistens in der indirekten Rede geschildert. Dadurch kommt – so ist meine Meinung – der Humor und die Ironie, in der das Buch geschildert ist, sehr gut zur Geltung.

 

Meine Meinung

Diese Geschichte ist köstlich! Da hat ein adliges Ehepaar einen Landsitz in Schottland mit Pfauen – und einer davon ist verrückt und versucht, blaue Gegenstände zu beschädigen! Das ist schon mal amüsant zu lesen.

Dann kommen Banker für ein Wochenende auf das Cottage. Sie sollen lernen, wie man zusammenarbeitet in der Investmentabteilung einer Bank unter Chefin Liz. Und das lernt man, indem man Schiffe zeichnet und Hütten baut? Dieselbe Frage stellen sich die Banker auch. Ich als Leserin habe mir die Frage ebenfalls gestellt.

Die Autorin nimmt also einige moderne Weiterbildungsmaßnahmen ganz schön auf die Schippe – und auch das bringt die Leser zum Schmunzeln.

Die Hauptpersonen in dem Buch – dazu würde ich alle Banker zählen und Lady und Lord McIntosh – sind sympathisch, gerade in ihrer Hilflosigkeit und in ihren Gedanken. Sie fragen sich, was diese Teambuilding-Maßnahme bringen soll und warum sie diese in einem einsamen Cottage in der schottischen Pampa durchführen müssen! Jeder hat seine Gedanken über die Maßnahme und seine Kollegen. Dazu kommt noch, dass die McIntoshs die Chefin Liz nicht leiden können.

Irgendwann ist ein Missverständnis perfekt. Jeder hat jedem gegenüber ein schlechtes Gewissen. Der Lord weiß nicht, wie er seiner Frau und Haushälterin Aileen beibringen soll, dass er den Pfau erschossen hat. Die Chefin der Bank Liz meint, ihr Hund Mervyn habe den Pfau gerissen – und sie will ihn verschwinden lassen. Andererseits hat der Pfau ihr blaues Auto zerkratzt. Und, und, und.

Das Interesse des Lesers ist schon bald bei der Lektüre geweckt. Man fragt sich, wie sich die Geschichte „entwirren“ wird. Der Schluss ist logisch – und unerwartet. Und das finde ich gut so.

 

Mein Fazit

„Der Pfau“ ist eine Geschichte darüber, welche Auswirkungen es haben kann, wenn ein Pfau verrückt ist und Dinge tut, die ein Pfau normalerweise nicht tut. Dann kann es zu Verwirrungen und Missverständnissen unter Menschen kommen, die meistens amüsant zu lesen sind.

An manchen Stellen war mir das Buch zu langatmig – da wurden manche Szenen doch zu arg ausgetreten. Deswegen ziehe ich einen Stern ab.

Das Buch „Der Pfau“ von Isabel Bogdan bekommt von mir vier Sterne und eine Empfehlung. Ich finde es als Lektüre für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet.

P.S.: Diese Rezension habe ich in verkürzter Form bei vorablesen.de veröffentlicht. Dort bin ich unter dem Usernamen „adel69“ unterwegs. Auch bei Ciao.de ist diese Rezension schon erschienen. Dort bin ich „Sydneysider47“.

 

 

(Rezi von Adelheid) Keigo Higashino: Böse Absichten

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Aus der Bücherei habe ich mir folgenden Krimi ausgeliehen

Böse Absichten

des japanischen Autors

Keigo Higashino

Wie ich das Buch finde, zeigt der folgende Bericht.

 

Daten zum Buch

Erscheinungsdatum in Deutschland: 25. September 2015

Verlag: Klett Cotta

Seitenzahl: 255 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3608980271

Das Buch ist bisher als Paperbackausgabe in Deutschland erschienen. Diese Ausgabe kostet im deutschen Buchhandel 14,95 Euro.

 

Über den Autor Keigo Higashino

Keigo Higashino ist ein japanischer Schriftsteller, der 1958 in Osaka geboren wurde. Bevor er Schriftsteller wurde, absolvierte er ein Ingenieurstudium. Außerdem ist er Kapitän einer Bogenschützenmannschaft.

Als Autor hat er sich schon einen Namen gemacht – beispielsweise mit seinem Werk „Verdächtige Geliebte“. Er hat schon einige Literaturpreise bekommen. Außerdem wurden einige seiner Werke verfilmt.

 

Leseprobe zu dem Buch „Böse Absichten“

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man auf folgender Seite im Internet:

http://www.vorablesen.de/buecher/boese-absichten

Hat man die Seite aufgerufen, klickt man oben rechts auf die Option „Leseprobe öffnen“ – und kommt auf die Leseprobe.

 

Ein berühmter Schriftsteller wird ermordet – oder: die Handlung

Kumihiko Hidaka, ein berühmter und erfolgreicher japanischer Schriftsteller, liegt eines Abends ermordet in seinem Haus. Seine Frau Rie und er wollten in wenigen Tagen nach Vancouver in Kanada aufbrechen, wo sie planten, einige Jahre zu leben. Umzugskisten waren gepackt, Hidakas Haus war fast leer. Die beiden letzten Nächte vor der Ausreise wollten Rie und Hidaka noch in einem Hotel verbringen.

Doch Hidaka wollte noch an seinem neuen Manuskript arbeiten. Und zwar alleine und ungestört in seinem Haus. Noch einige Seiten hatte er zu schreiben – dann wäre das Buch fertig gewesen und der Verlag hätte es per Fax erhalten. Doch mitten im Schreiben wird Hidaka ermordet. Rie und Nonoguchi, ein Freund Hidakas, finden die Leiche.

Kommissar Kaga ermittelt. Könnten vielleicht Mitglieder der Familie Fujio den Mord verübt waren? Masaya Fujio galt nämlich als Vorlage für eine Hauptfigur in einem von Hidakas Romane – und als seine Familie davon erfuhr, war sie sauer auf Hidaka. Oder war es Frau Niimi, dessen Katze Hidaka vergiftet hatte, weil sie immer ihre Notdurft in seinem Garten verrichtet hatte?

Kommissar Kaga ermittelt in alle Richtungen. Die Tatsache, dass er Nonoguchi von früher kennt, macht ihn besonders verdächtig. Nonoguchi und Kaga arbeiteten beide schon als Lehrer – und Nonoguchi  und Hidaka gingen schon miteinander auf dieselbe Schule.

Doch nicht nur der Mörder muss gefasst werden – Kaga ist auch sehr daran interessiert, das Mordmotiv zu ergründen. Und diese Aufgabe ist ziemlich knifflig.

 

Schreibstil und andere Besonderheiten

Das Buch ist flüssig geschrieben mit interessanten Charakteren und einiger wörtlicher Rede. Ich finde, dass es eher eine Dokumentation ist und kein Roman. Manchmal ist die Schreibe fast schon emotionslos.

Es gibt einige Ich-Erzähler. Einmal schreibt Nonoguchi die Ereignisse aus seiner Sicht, dann liest man die Ereignisse aus Sicht von Kommissar Kaga, wobei dieser gleich seine Überlegungen zu dem Mordfall und seine Ideen mit einbringt. Das liest sich oft wie eine Dokumentation. Ich erfahre nichts über Kagas Privatleben, nichts über seine Gefühle. Kaga stößt auf einige auffällige Details im Leben von Hidaka und seines Verdächtigen – und er stellt Überlegungen an, warum Dinge so sind, wie sie sind, und warum Dinge so passiert sind, wie sie passiert sind. Dabei lässt er jegliche Emotionen weg.

Auch ein Kapitel gibt es, in dem Mitschüler und Lehrer, die Hidaka und Nonguchi kannten, befragt werden.

Das ganze Buch ist in der Vergangenheit geschrieben. Auffällig ist ebenfalls die höfliche Sprache, die in den Dialogen und im gesamten Schreibstil des Autors zu finden ist. Es gibt also keine ordinäre Sprache, was ich beim Lesen als sehr angenehm empfinde.

Erwähnenswert ist auch, dass es sich hier um einen Roman handelt, der nicht brutal ist. Brutale Details, beispielsweise die detaillierte Beschreibung des Aussehens der Leiche, findet man nicht. In diesem Roman sind also keine „splatterhaften“ Beschreibungen wichtig, die beim Leser Ekelgefühle auslösen können. Dennoch kann der Roman packen, mitreißen, den Leser bei der Lektüre halten. In diesem Kriminalroman geht es vorrangig um die Denkarbeit. Die Denkarbeit, die Kommissar Kaga leistet, um den Mörder und sein Motiv oder seine Motive für den Mord an Hidaka zu finden.

 

Meine Meinung zu dem Buch

Das Buch habe ich gerne gelesen – was vor allem dem Schreibstil des Autors Keigo Higashino zu verdanken ist. Es war interessant, dieses höfliche Buch, diese immer wieder nüchterne Dokumentation zu lesen.

Dass ich schon sehr bald wusste, wer der Mörder war, fand ich zuerst negativ. Fast hätte ich das Buch weggelegt, denn ich dachte nicht mehr daran, dass es noch spannend werden würde. Doch – weit gefehlt! Die Art und Weise, wie Kommissar Kaga zu ergründen versucht, welche Motive der Mörder hatte und wie er den Mörder befragt, haben mich an der Lektüre gehalten.

Irgendwann stehen die Mordmotive fest, aber es sind noch einige Seiten zu lesen. „Was kommt denn noch?“, denke ich fast verärgert, denn ich will die Lektüre endlich beenden. Die Interviews mit Lehrern und Klassenkameraden und anderen Menschen, die Hidaka kannte, finde ich zu ausführlich und zu viel – zumal sie meine Ansichten über Hidaka und über seinen Mörder komplett durcheinanderbringen.

Aber der Schluss des Buches wartet noch mit einer Überraschung auf – einer unerwarteten Wendung. Dadurch wächst mein Respekt vor Kommissar Kaga noch mehr. Denn das, was er zum Schluss herausfindet und womit er den Mörder konfrontiert, ist einfach großartig! Und dieser Schluss versöhnt mich mit manchen Längen, die das Buch aufweist.

 

Schreibfehler

Einige wenige Schreibfehler weist das Buch auf, die wohl vor dem Druck übersehen wurden.

Auf Seite 36 wurden „das“ und „dass“ verwechselt. Im Buch steht: „Leider war Hidakas Tod nicht von solchem Interesse, das ein öffentlich-rechtlicher Sender eine Sondersendung dazu bringen würde.“ Das Wort „das“ ist hier falsch gebraucht. Es muss „dass“ heißen.

Auf Seite 80 gibt es folgenden Satz, mit dem Kommissar Kaga den Mörder konfrontiert:

„Das war unentbehrlich für Ihre Geschichte, nach der sie um 20 Uhr zum Haus der Hidakas zurückkehrten…“

Es muss „nach der Sie um 20 Uhr zum Haus…“ heißen – das Wort „Sie“ muss großgeschrieben sein, da der Kommissar und der Mörder sich siezen.

Auf Seite 183 steht: „Die Langsamkeit, in der das alles von statten ging…“ „vonstatten“ schreibt man zusammen, ich habe extra nochmals im „Duden“ nachgesehen.

 

Mein Fazit

Das Buch „Böse Absichten“ von Keigo Higashino hat mir gefallen. Es ist ein nüchtern geschriebener Kriminalroman, den ich eher als „Dokumentation der Motive für einen Mord“ bezeichnen würde.

Dass dieser Roman relativ unblutig ist und es vorwiegend um die Denkarbeit geht, die ein Kommissar leistet, um einen Mordfall aufklären zu können, finde ich interessant. Das ist ein anderer Kriminalroman als die, die man sonst so liest – und das habe ich bei der Lektüre sehr geschätzt.

Allerdings finde ich, dass der Roman immer wieder Längen aufweist, deswegen reicht es bei meiner Bewertung auch nicht für fünf Sterne, sondern nur für vier.

Ich vergebe „Böse Absichten“ vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

 

P.S.: Diese Rezension habe ich schon in ähnlicher Form bei vorablesen.de veröffentlicht. Dort bin ich unter dem Usernamen „adel69“ unterwegs. Bei Ciao.de wurde ebenfalls eine Rezension eingestellt. Dort heiße ich „Sydneysider47“.

(Rezi von Adelheid) Martina Richter: Mopswinter

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Dank vorablesen.de durfte ich  folgendes E-Book auf dem E-Book-Reader lesen:

Mopswinter

der deutschen Autorin

Martina Richter

Wie mir das Buch gefallen hat, will ich jetzt erzählen.

 

Kurze Informationen zu dem Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 30. November 2015

Verlag: Midnight by Ullstein

Seitenzahl: 146 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-95819-049-8

Dieses Buch ist als ePub-Version erschienen, aber auch als Kindle-Version. Beide genannten Versionen können auf passenden E-Book-Readern gelesen werden.

Unterdessen ist das Buch auch als Taschenbuch erschienen, zusammen mit dem Vorgängerkrimi „Mopshimmel“.

 

Über die Autorin Martina Richter:

Die Autorin ist Jahrgang 1966 und wuchs in Baden-Württemberg auf. Sie wohnt mit ihren beiden Töchtern in einem Bauernhaus auf der Schwäbischen Alb.

Zum Schreiben kam sie 2000, nachdem ihr Sohn gestorben war.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es auf folgender Seite im Internet:

http://www.vorablesen.de/buecher/mopswinter#book-details

Ruft man die Seite auf, sieht man oben rechts die Option „Leseprobe öffnen“. Einfach draufklicken, und schon gelangt man zur Leseprobe.

 

Worum geht es?

Der Ich-Erzähler ist Mops Holmes, der mit Herrchen Waterson und Frauchen Jackie in Knieslingen, einem Dorf an der Schwäbischen Alb, lebt. Sie haben eine ganze Mopsfamilie – auch Holmes Eltern leben hier. Holmes Mutter ist schwanger und wird bald einige Schwestern für Holmes zur Welt bringen. Auch Jackie ist schwanger – sie wird ein Mädchen bekommen und hat Lust, Essiggurken zu essen.

Die Gegend bei Knieslingen ist ein beliebtes Wintersportgebiet. Eines Tages mitten in einem schneereichen Winter wird ein Langläufer erschossen. Waterson eilt sofort zum Tatort – natürlich hat er auch seine Möpse dabei. Während sie den Tatort inspizieren, schießt jemand Holmes Vater, den Mops Marquez an. Zum Glück war das nur ein Streifschuss – und Marquez kann gerettet werden.

Aber für den Langläufer – einen Banker – kommt jede Hilfe zu spät. Waterson und Hauptkommissar Gerlach ermitteln. Auch Holmes, der Mops, hat immer wieder Einfälle, die zu dem Mörder führen sollen – aber zuerst laufen alle Ermittlungen ins Leere.

Wenig später wird ein Mathematiklehrer, der auch auf Langlaufskiern unterwegs ist, angeschossen. Zum Glück überlebt er, nachdem er in einem Krankenhaus behandelt wurde.

Eine Fasanenfeder am Tatort könnte zum Täter führen – und auch weitere Teile, die man normalerweise an einem Trachtenhut findet.

Schließlich kommt ein dritter Langläufer ums Leben. Warum musste er sterben? Gibt es zwischen dem ersten und diesem dritten Toten eine Verbindung?

 

Meine Meinung zu diesem Buch

Vor Jahren habe ich ein Buch gelesen, in dem ein Hund als Ich-Erzähler auftauchte. Dieses Buch war so kitschig und rührselig geschrieben, dass es mich komplett nervte und ich mir schwor, nie wieder ein Buch zu lesen, in dem ein Hund als Ich-Erzähler auftaucht.

Als ich jedoch die Leseprobe zu „Mopswinter“ las, dachte ich: Das ist doch ganz lustig geschrieben, das könnte ein Buch sein, das mir gefällt.

Und so habe ich doch wieder ein Buch gelesen, in dem ein Hund der Ich-Erzähler ist – nämlich „Mopswinter“.

Das Buch ist locker und leicht geschrieben – und es hat mir wirklich Spaß gemacht, es zu lesen. Der Mops Holmes ist sympathisch. Aufgrund seiner kurzen Beinchen passieren ihm auch diverse Pannen – beispielsweise stolpert er mal.

Aber er hat eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Watersons Kollegen wollen ihn als „Polizeihund“ nicht anerkennen – aber Holmes hat doch immer wieder einige gute Ideen, die die Polizei bei ihren Ermittlungen voranbringt – besonders im letzten Drittel des Buches.

Man kann sich den schneereichen Ort Knieslingen auch richtig gut vorstellen – auch die Leute, die in diesem Roman vorkommen. Jacki und Waterson finde ich sehr sympathisch – auch einige der anderen Leute, die in dem Buch vorkommen. Holmes überzeugt beispielsweise eine Dame davon,  wie schön es ist, einen Mops zu haben. Und so findet eine seiner neu geborenen Schwestern sofort eine neue Heimat.

Die Autorin weiß einiges über die Eigenheiten eines Mopses und lässt dieses Wissen immer wieder in den Roman einfließen. Vieles ist sehr humorvoll geschildert – wird aber nie albern. Das gefällt mir beim Lesen. So bezeichnet Holmes seine neuen Schwestern einmal als „Spice Girls“.

Wer diesen Roman liest, muss sich auch mit einigen umgangssprachlichen Sätzen und Wörtern auseinandersetzen. So liest man beispielsweise das Wort „strunzdumm“, aber auch einen Satz, wie „Das musst mir nicht extra sagen“. Das gibt eine Art Lokalkolorit, die ich ganz amüsant und auch passend finde.

Gestört haben mich bei der Lektüre einige Schreibfehler. So gibt es in einem Satz auf Seite 47 ein Wort zuviel – die beiden Wörter „bespricht besprach“ stehen in einem Satz nebeneinander, das ist nicht korrekt.

Auf Seite 203 muss es statt „und jetzt ist er wirklich unglücklich wegen mir“ „und jetzt ist er wirklich meinetwegen unglücklich“ heißen, weil doch nach „wegen“ der Genitiv stehen muss.

Einige Male fehlen Apostrophe im Buch  – beispielsweise auf Seite 216: „Dann kann s ja losgehen“. Es muss „Dann kann’s ja losgehen“ heißen. Warum die Apostrophe nicht gesetzt wurden, ist mir rätselhaft.

Ansonsten aber habe ich das Buch gerne gelesen. Es lässt sich flüssig lesen – und der Schluss ist nicht vorhersehbar. Genau so soll ein Krimi ja sein, damit er spannend bleibt.

 

Mein Fazit

„Mopswinter“ ist ein spannender und humorvoller Krimi rund um den Mops Holmes, der versucht, zusammen mit seinem Herrchen Waterson Licht in einige Mordfälle zu bringen.

Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

 

P.S.: Diese Rezension habe ich schon in einer verkürzten Form bei vorablesen.de veröffentlicht. Dort bin ich als „adel69“ angemeldet.