[Rezi] Arno Strobel – Der Sarg [Isa]

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  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Fischer
  • ISBN: 978-3-596-19102-4
  • Preis: 9,99€

Klappentext: »Sie konnte nicht einordnen, was diese Schwärze zu bedeuten hatte. Aber sie war überall. Und es gab keinen Ausweg.«
Köln wird durch eine Reihe fürchterlicher Verbrechen erschüttert. Jemand entführt mehrere Frauen und begräbt sie bei lebendigem Leib. Der Täter spielt der Polizei Hinweise zu, doch wenn ein Grab gefunden wird, ist die Frau darin bereits tot. Erstickt.
Zur gleichen Zeit hat Eva, eine erfolgreiche Geschäftsfrau Mitte 30, einen immer wiederkehrenden Traum. Sie wacht in einem Sarg auf. Gefangen, hilflos, panisch. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg hineingekommen ist, und später nicht mehr, wie sie ihn wieder verlassen hat. Doch irgendwann ist es vorbei, sie ist frei, liegt in ihrem Bett. Und bemerkt die Blutergüsse und Kratzspuren an Händen, Armen und Beinen …

Hier habe ich mal wieder einen Thriller ganz nach meinem Geschmack gefunden – und sehe im Nachhinein auch ein paar Parallelen zu „Der Trakt“. Und auch wenn ich die Auflösung zwischendurch ein paar mal geahnt habe, habe ich mich dennoch wieder von dieser Spur weglocken lassen.
Arno Strobel zeigt auch in „Der Sarg“ wieder, wie perfekt er seine Leser in die Irre führen kann. Als Leser gibt es vieles, worüber man automatisch rätselt – schon gleich zu Beginn die große Frage: Ist die Situation im Sarg echt oder ein Traum? Und die Spekulationen werden bis zur Auflösung nicht weniger, sondern mehr: Die Verletzungen sind echt, die bewusst gesammelten „Beweise“ dann beim Aufwachen aber verschwunden… Genauso werden viele Spuren gelegt, bei denen jeder sich mal mehr und mal weniger verdächtig macht, viele ein Motiv hätten – und am Ende kommt’s dann doch immer wieder anders.
Geschrieben ist dieser Thriller auch wieder so, daß man das Buch zwischendurch kaum weglegen möchte und jede Sekunde nutzt, um herauszufinden, wie es weitergeht und was denn nun dahinter steckt. Der Leser wird zu Beginn mit so vielen offenen Fragen beschäftigt, daß sicher auch hier und da mancher versteckte Hinweis nicht als solcher gesehen wird, im späteren Verlauf dann aber plötzlich einen Sinn ergibt. Den Ermittlern geht es interessanterweise genauso – an den Panikraum habe ich die ganze Zeit über mehrfach gedacht, daß diese Spur nicht eher weiterverfolgt wurde, fand ich ein bißchen seltsam, aber man kann ja nicht allen Spuren auf einmal hinterhergehen. Und als Leser hat man ja zusätzlich einen noch besseren Überblick, da man viel besser weiß, was Eva erlebt hat und was sie beschäftigt.
Mir hat „Der Sarg“ neben der toll aufgebauten Spannung auch irgendwie „Spaß“ gemacht – den einzelnen Spuren hinterherdenken und sich dann doch auf dem falschen Weg wiederfinden und die eigenen Theorien über den Haufen werfen und sich neue ausdenken mag ich 😉 Und trotz daß man auch von der richtigen Spur immer wieder mal weggelotst wird, ist die Lösung am Ende trotzdem schlüssig, was ich persönlich auch wichtig finde.

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[Rezi] Gabrielle Donnelly – Zusammen kann man schöner träumen [Isa]

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  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Fischer Krüger
  • ISBN: 978-3-8105-0456-2
  • Preis: 14,99€

Klappentext: Ein wunderbarer Frauenroman um Familie, Schwestern und den Duft von Limonenkuchen.
Bei der Londoner Familie Atwater geht es herrlich chaotisch und liebevoll zu. Die Schwestern Emma, Lulu und Sophie sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können. Emma bereitet ihre Hochzeit vor, Sophie bastelt an ihrer Schauspielkarriere, aber Lulu, die Schlauste von ihnen allen, fühlt sich irgendwie verloren. Wenn das Leben so toll ist, warum steckt sie in öden Aushilfsjobs fest?
Auf dem Dachboden entdeckt Lulu eine Kiste mit Briefen ihrer Ur-Urgroßmutter Jo. Jos Gedanken und Träume eröffnen Lulu eine ganz neue Welt. Als die Atwater-Familie auf einmal in eine schwere Krise gerät, sucht Lulu in den Briefen Trost und Rat. Kann Lulu darin den Weg finden, der zu ihrem Glück führt?

Gleich zu Beginn platzt man in den sonntäglichen Brunch der Familie Atwater hinein – und lernt diese wie ich finde sympathisch-chaotische Familie auch gleich ganz gut kennen. Die Hauptrolle spielen dabei die 3 Schwestern Emma, Lulu und Sophie. Das meiste wird aus der Sicht von Lulu geschrieben, die auf dem Dachboden Briefe ihrer Ururgroßmutter entdeckt, die ihr in vielem recht ähnlich war – so verwundert es auch nicht, daß zwischen den entdeckten Briefen auch immer wieder Parallelen in Lulus Leben eintreten, die ihren Weg im Gegensatz zu ihren beiden Schwestern noch nicht gefunden hat.
Man merkt gar nicht, daß in der Handlung fast ein ganzes Jahr vergeht, aber andererseits ist vor allem Lulus Entwicklung in dieser Zeit sehr interessant. Ich finde es toll, wie die Charaktere der einzelnen Personen so richtig echt wirken – ich fand es richtig schade, als das Buch zu Ende war. Wobei ich dem Ende durchaus lassen muß, daß es passend ist und zeigt, daß die ganze Familie Atwater sich weiterentwickelt hat – jeder auf seine Art und alle haben in diesem Jahr Schritte auf dem Weg in die Zukunft unternommen, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war.
Ein wenig lustig fand ich allerdings, daß Lulu so erstaunt war, daß „Koch“ ein richtiger Beruf ist – aber wer sonst sollte in Restaurants kochen? 😉

(Rezi von Adelheid) „Shades of Grey – Geheimes Verlangen“ von E. L. James

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Im September 2012 habe ich folgendes Buch gelesen:

Shades of Grey – Geheimes Verlangen

Autorin: E. L. James

Erscheinungsdatum in Deutschland: 30. Juni 2012

Verlag: Goldmann-Verlag

ISBN-Nummer: 978-3442478958

Seitenzahl: 608 Seiten

Das Buch ist als Taschenbuchausgabe in Deutschland erschienen und kostet 12,99 Euro im Buchhandel.

Es ist der erste Band einer Trilogie rund um die Liebe von Anastasia Steele und Christian Grey.

Über die Autorin E. L. James

E. L. James ist das Pseudonym der Britin Erika Leonhard. Die Autorin ist 49 Jahre alt, hat zwei Kinder und lebt in London.

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man direkt auf der Verlagsseite unter folgendem Link:

http://www.randomhouse.de/Paperback/Shades-of-Grey-Geheimes-Verlangen-Band-1-Roman/E-L-James/e420940.rhd?pub=4000

Die Handlung

Anastasia Steele – genannt Ana – hat soeben ihr Studium beendet und sucht nach einer Praktikantenstelle als Lektorin in einem Verlag. Für eine Studentenzeitung interviewt sie den schwerreichen Unternehmer Christian Grey. Dieser ist sofort von der 21-jährigen Anastasia fasziniert, versucht, sie mehrmals zu treffen, und macht ihr dann das Angebot, seine Geliebte zu werden. Allerdings funktioniert das nur nach bestimmten vertraglichen Regeln: Er fungiert als DOM (also dominanter – herrschender – Teil der Beziehung) und sie als SUB (Geliebte, die sich den Wünschen des DOM unterzuordnen hat) an einigen Tagen der Woche. Auch diese Tage sollen genau vertraglich festgelegt werden.

Ana ist sofort von dem 27-jährigen Christian Grey eingenommen, der sehr gut aussieht. Allerdings hat sie noch keine Beziehungen mit anderen Männern gehabt und ist von Christians Wünschen abgeschreckt. Besitzt er doch ein „Spielzimmer“, in dem er Geräte und Vorrichtungen aufbewahrt, die ihn sexuell – nach deren Anwendung – stimulieren.

Anastasia trifft sich immer wieder mit Christian, der einerseits liebenswürdig und großzügig sein kann, andererseits jedoch eifersüchtig und überaus unberechenbar. So schenkt er ihr ein neues Auto und einen Computer und achtet darauf, dass sie genug isst – will aber auch immer wissen, was Anastasia gerade tut. Sie kann nie sicher sein vor seinen Bestrafungen, die durchaus schmerzhaft sein können.

Warum ich dieses Buch gelesen habe

Viel wurde über dieses Buch berichtet – sowohl in Zeitschriften und Zeitungen, aber auch im Fernsehen. So kam ich nicht umhin, es auch lesen zu wollen.

Ein erotischer Roman – das klang nach anderer Lektüre als der, die ich sonst lese. Außerdem hatte ich schon das Skandalbuch „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche gelesen, das sehr offenherzig verfasst ist und das ich stellenweise ekelig fand. Ich wollte wissen, ob ich „Shades of Grey – Geheimes Verlangen“ besser finden werde als „Feuchtgebiete“ oder schlechter.

Während einer Busfahrt nach Paris las ich „Shades of Grey – Geheimes Verlangen“.

Meine Leseerfahrung

Eine lange Einlesezeit brauchte ich bei diesem Buch nicht. Ich war sofort mittendrin im Geschehen um die Ich-Erzählerin Anastasia, ihre Freundin Kate und Christian Grey.

Dass das Buch im Präsens (Gegenwart) geschrieben ist, ist zwar ungewöhnlich, störte mich aber nicht.

Der einfache Schreibstil (damit meine ich: es sind kaum Fremdwörter vorhanden, vom Stil her erinnert das Buch fast an ein Jugendbuch) und die vielen Dialoge machen das Buch leicht und schnell lesbar. Auch war ich als Leserin immer gespannt, wie es weitergeht zwischen Ana und Christian und auf DAS, was Christian mit Ana macht. Hierzu zähle ich nicht nur die „sexuellen Spiele“, sondern auch die „psychologischen Maßnahmen“ – beispielsweise das, was Christian zu Ana sagt oder ihr mailt.

Die beiden Hauptpersonen Anastasia und Christian sind sehr intensiv geschildert – es geht fast nur um sie. Kate spielt eine Nebenrolle, als Freundin von Anastasia, als deren Ratgeberin und Vertraute.

Meine Gedanken zu diesem Buch

Durch die einfache Schreibweise ist das Buch kein „literarischer Überflieger“. Aber das erwarte ich bei einem Buch, in dem es um Erotik geht, gar nicht.

Die Autorin schildert alle Vorgänge sehr detailliert – so bekomme ich als Leserin genau mit, was Christian mit Ana in dem großen Bett in seinem „Spielzimmer“ anstellt. Und ich frage mich bei der Lektüre. Woher hat die Autorin all diese Kenntnisse über „stimulierende Instrumente und Vorrichtungen“ und, was man damit macht oder damit machen kann? Es sind keine Instrumente und Vorrichtungen, die man in einer normal funktionierenden Partnerschaft finden kann – das denke ich zumindest.

Ana ist sehr naiv – und das kommt durch den einfachen Schreibstil sehr gut rüber. Dadurch wirkt sie authentisch und unerfahren in der Liebe, was das Buch ja auch vermitteln will. Sie ist mir sympathisch, manchmal tut sie mir aber auch leid. Aber ich denke bei manchen Szenen im Buch: „Warum hat sie zu diesem und zu jenem nicht einfach NEIN gesagt?“ Was Ana dazu bringt, Christian zu Diensten zu sein, ist offensichtlich die Faszination, die er auf sie ausübt – aber auch die Neugierde auf Dinge, die sie noch nicht kennt.

Christian erweckt bei mir Sympathie, aber es gibt auch Szenen, während derer ich ihn unsympathisch finde. Wäre ich Ana, hätte ich Angst vor ihm und seiner Unberechenbarkeit. Aber bei vielen seiner Wünsche hätte ich – wenn ich Ana wäre – auch „nein!“ gesagt.

Mein Fazit

„Shades of Grey – Geheimes Verlangen“ ist ein Buch, das mich gut unterhalten hat. Eine Einlesezeit gab es nicht, das Buch fand ich von vorne bis hinten spannend und gut lesbar. Das Buch hat mir wesentlich besser gefallen als „Feuchtgebiete“ (dem ich zwei Sterne geben würde).

Um 5 Sterne an „Shades of Grey – Geheimes Verlangen“ zu vergeben, hätte ich mehr literarischen Anspruch im Stil erwartet. Weiterhin stört mich der doch sehr abrupte Schluss des Buches – der eine Fortsetzung aber zwingend notwendig macht.

Für mich ist das Buch ein gutes Vier-Sterne-Buch, das ich Leuten ab 16 Jahren, die einmal einen erotischen Roman lesen wollen, weiterempfehle.

BildIch vergebe also vier von fünf Sternen.

P.S.: Diesen Bericht habe ich im Januar 2013 bei der Verbraucherplattform Ciao.de unter meinem dortigen Nicknamen „Sydneysider47“ bereits veröffentlicht.

(Rezi von Adelheid) „In einer stürmischen Nacht“ von Sally O’Rourke

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Produktbild - eingestellt von Sydneysider472011 habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen. Um eine Rezension zu verfassen, habe ich es erneut gelesen:

In einer stürmischen Nacht

Autorin: Sally O’Rourke

Verlag: blanvalet

Seitenzahl: 190 Seiten

Erscheinungsdatum:   15. August 2011

ISBN-Nummer: 978-3442373260

Es handelt sich hier um ein Taschenbuch, das im Buchhandel 7,99 Euro kostet.

Über Sally O’Rourke

Sally O’Rourke ist eine US-amerikanische Autorin aus Kalifornien. Das hier vorliegende Buch wurde von ihrem Mann Michael geschrieben. Er verstarb, bevor das Buch veröffentlicht werden konnte.

Sally beschloss, für das Buch einen Verlag zu finden. Das ist ihr gelungen. Das englische Original wurde in einem New Yorker Verlag veröffentlicht.

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man, wenn man den Artikel beim Internethändler Amazon.de aufruft. Klickt man auf die Option „Blick ins Buch“, kann man einige Seiten lesen.

Das Leben an der Küste aus Sicht eines Hundes – oder: die Handlung

Robert ist ein Einsiedler und lebt in Sea Pines Cottage – einem Landhaus an der US-Küste. Gesellschaft leistet ihm nur sein Hund Meteor, ein Golden-Retriever-Welpe.

Robert liebt die Einsamkeit, denn er hat in einem Krieg gekämpft und dort viel Angst und Schrecken erlebt. Das hat ihn menschenscheu gemacht.

Das ändert sich jedoch, als er Laura rettet – eine Schiffbrüchige an der Küste. Er verliebt sich in sie – die beiden heiraten und bekommen einen Sohn, namens Nicholas. Doch dann trübt eine schlechte Nachricht das Familienglück: Laura ist sehr krank…

Ich habe mich über das Buch geärgert – oder: meine Lese-Erfahrung

Was mich hier zum Kauf verlockte, war das Cover. Ein wunderschönes weißes Cottage mit schwarzem Dach in einer Küstenlandschaft. Der Wind weht und zaust an den Wipfeln der Bäume.

Auch die Inhaltsangabe zur Geschichte fand ich ansprechend. Ein Einsiedler, der eine Schiffbrüchige rettet und sich in sie verliebt.

Ich hätte in das Buch hineinlesen sollen – denn das hätte mich vor diesem Fehlkauf bewahrt. Ja, ein Fehlkauf ist und war das Buch für mich.

Der Verlag hat zwei Fehler gemacht:

a) Er hat nicht geschrieben, dass es sich bei diesem Buch um eine Weihnachtsgeschichte handelt. Ich lese gerne mal eine Weihnachtsgeschichte, doch möchte ich auf dem Buchcover und den Beschreibungen von Internetbuchhändlern lesen, dass es sich um eine Weihnachtsgeschichte handelt. Aber genau das ist hier nicht passiert. Warum? Befürchtete der Verlag, dass sonst weniger Leute im deutschsprachigen Raum das Buch kaufen würden? Der englische Originaltitel heißt übrigens „Christmas At Sea Pines Cottage“ (Weihnachten im Sea Pines Cottage).

b) Der Verlag hat weder auf der Rückseite des Buchcovers, noch auf den Informationen bei Internet-Buchhändlern geschrieben, dass es sich bei dem Roman um die Ich-Erzählung aus Sicht eines Hundes handelt. Warum nicht? Weil ich dann – beispielsweise – das Buch nicht gekauft hätte. Als ich das Buch bei Amazon.de bestellte, gab es noch keine Leseprobe im Internet.

Ich habe das Buch während der Autofahrt nach Sigmaringen im September 2011 gelesen. Mein Mann lenkte das Auto – und ich las das Buch „In einer stürmischen Nacht“ und ärgerte mich. Das Buch ist sehr langatmig – und deswegen langweilig geschrieben. Der Hund Meteor hat äußerst weitschweifige Gedanken, was dazu führt, dass ich als Leserin die Einsamkeit Roberts lebensnah verspüre. Was ich lesen wollte, war eine hübsche Geschichte mit etwas Dramatik zur Ablenkung und keine ich-erzählte langweilige Weihnachtsgeschichte aus Sicht eines Hundes. Übrigens würde ich einen Hund nie „Meteor“ nennen – diesen Namen für einen Hund finde ich bescheuert.

Robert rettet also die Frau, und ich denke beim Lesen, dass jetzt das Buch spannender wird. Doch leider ist das nicht der Fall. Dann bekommen die beiden einen Sohn, der Hund ist auch noch da und erzählt auf langatmige Art und Weise die Geschichte weiter. Als Laura krank wird, erwarte ich wenigstens etwas Dramatik in der Geschichte. Dramatisch wird in dem Buch nichts – auch wenn das Ende für mich unerwartet ist.

Beim Auslesen denke ich, was für eine Zeitverschwendung es doch war, mich mit diesem kitschigen und langweiligen Buch zu befassen.

„In einer stürmischen Nacht“ ist eines der schlechtesten Bücher, das ich je gelesen habe. Die Hauptpersonen wurden mir nie sympathisch, der Hund auch nicht.

Dieses Buch wird nicht bei mir bleiben. Ich habe es in eine Tauschbörse eingestellt. Wenn es nach einigen Monaten nicht eingetauscht wurde, wandert es in die Altpapiertonne.

Mein Fazit

Das Buch „In einer stürmischen Nacht“ war und ist für mich ein Fehlkauf. Eine Weihnachtsgeschichte aus Sicht eines Hundes, die mich von Anfang bis Ende gelangweilt hat – ein Buch, über das ich mich geärgert habe. Lesegenuss sieht anders aus!

Ich vergebe den Pflichtstern und keine Empfehlung.

Diesen Bericht werde ich im Februar auch noch bei Ciao.de einstellen – unter meinem dortigen Nicknamen „Sydneysider47“.

{Rezension} Lauras Stern Traummonster-Buch von Klaus Baumgart

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 1 (16. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 383390061X
  • ISBN-13: 978-3833900617
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 – 8 Jahre

 Klappentext

Laura wird durch die aufgeregten Rufe ihres kleinen Bruders Tommy geweckt: Traummonster haben seinen Beschütz-mich-Hund entführt! Wie sollen Laura und Tommy ihn nur wiederfinden? Zum Glück kommt ihnen Lauras Stern zu Hilfe. Sein Sternenstaub lässt Tommys Bett schweben und gemeinsam fliegen die Geschwister in das bunte Land der Träume. Dort leben die Traummonster im unterirdischen Traumlabyrinth. Lichtscheu, wie sie sind, fürchten die Monster mehr als alles andere den Beschützer der Kinder: Lauras Stern. Tommy, Laura und ihrem Stern steht ein großes Abenteuer bevor! 

Meine Meinung

Dieses Buch habe ich meinen beiden Mädels (4 und 9 Jahre) vorgelesen – beide lieben Lauras Stern! Die Geschichte ist sehr altersgerecht geschrieben, und anfangs dachte ich, meine Kleine bekommt vielleicht Angst – wegen den Monstern. Aber nein, trotz das sie erst 4 Jahre ist, hat sie die Geschichte begeistert und sie hatte keinerlei Angst. Das Buch ist so wunderbar geschrieben – oft wird die wörtliche Rede verwendet, so dass es auch für meine Kleine leicht verständlich war.

Das Buch ist ausserdem in einzelne kapitel unterteilt, was uns das lesen vorm Zu Bett gehen enorm erleichterte.
Ausserdem muss ich hier auch die Illustrationen hervorheben! Die sind wirklich so schön und kindgerecht – einfach fantastisch!

Rundum ein wundervolles Kinderbuch, welches seinen Preis wirklich wert ist!

Achja, dieses Buch gibt es auch als Film – auch der überzeugte meine Kinder – und mich!

{Rezension} Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen (Band 2) von Rick Riordan

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 3 (September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551310599
  • ISBN-13: 978-3551310590
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre

Klappentext

Auch Percys siebtes Schuljahr verläuft nicht wirklich ruhig: Erst gerät sein bester Freund Grover in die Gewalt eines Zyklopen, dann vergiftet jemand den Baum der Thalia im Camp der Halbgötter und hebt so dessen magische Kräfte auf. Nur das goldene Vlies kann jetzt noch helfen. Das aufzutreiben ist allerdings weitaus schwieriger als Percy gedacht hat – ein abenteuerlicher Wettlauf um das Leben Grovers und die Sicherheit des Camps beginnt.

Meine Meinung

„Im Bann des Zyklopen“ ist Band 2 der Percy Jackson Reihe. Und er schliesst fast nahtlos an Band 1 an.
Percy lebt bei seiner Mutter und geht an eine Privatschule. Alles läuft prima, bis zum letzten Schultag. Seine Mutter macht Andeutungen, dass Percy nicht im Sommer ins Camp Half Blood Hill gehen kann, da es einige Probleme da gibt.
In der Schule kommt es an diesem letzten Tag auch noch zu einem Übergriff – und Percy flieht, zusammen mit seinem neuen Freund Tyson.

Zusammen mit Annabeth fliehen sie ins Camp Half Blood Hill, nur um zu sehen, dass das Camp der Demigottheiten von Ungeheuern belagert und umkämpft wird, denn Thalias Baum stirbt ab, nachdem dieser vergiftet wurde.

Ich will noch nicht zu viel verraten, was diesen 2.Band angeht, aber eins kann ich sagen: Es gibt natürlich auch wieder eine „Böse Seite“ und deswegen auch ein Wiedersehen mit Luke! Und Luke dient immer noch dem Titanen Kronus. Sie halten immer noch an ihrem Plan fest, die Götter vom Olymp zu stürzen.

Percy und seine Freunde machen sich auf die Suche nach dem goldenen Flies – und auf die Suche nach Grover, denn dieser hat Percy Träume geschickt, dass er in Gefahr ist. Für Percy, Annabeth und Tyson ein Grund, aus dem Camp zu flüchten – auch auf die Gefahr hin, dort nie wieder willkommen zu sein.

Wie gesagt, dieser zweite Band war wieder richtig schnell gelesen, einfach weil er so gut ist!
Der Schreibstil, der Witz und die Ironie des Autoren sind wunderbar.
Percy ist mir richtig ans Herz gewachsen. Und natürlich werde ich diese Serie auch weiter lesen.

Fazit

Ein mystisches Abenteuer von Percy und seinen Freunden, das nicht nur für Jugendliche gedacht, sondern auch für Erwachsene, die ihre Fantasie noch nicht verloren haben!
Absolut empfehlenswert.

{Rezension} Die Giftmischerin von Bettina Szrama

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Produktinformation

  • Broschiert: 324 Seiten
  • Verlag: Gmeiner; Auflage: 3 (4. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3899777913
  • ISBN-13: 978-3899777918

 

Klappentext

 Die Hansestadt Bremen im frühen 19. Jahrhundert. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, intelligent und schön, sehnt sich die junge Gesche nach Glanz und Reichtum. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ihr jedes Mittel recht. Skrupellos und heimtückisch tötet sie alle, die ihrem Erfolg im Weg stehen.

Meine Meinung

Bremen 1785. Die Gesche Timm wird in Hamburg als Tochter eines Schneidermeisters geboren. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Christoph.
Schon in jungen Jahren bestiehlt sie die eigenen Eltern und weiss geschickt und manipulativ ihren Bruder als Sündenbock und Dieb darzustellen. Gesche arbeitet früh zeitig in der Schneiderei mit und träumt vom großen Reichtum. Dieser sollte sich einstellen, als sie mit 21 Jahren den heiratsantrag des Nachbarn Miltenberg bekommt. Auch wenn sie diesen nicht liebt, so nimmt sie doch den Antrag an.

Im Laufe ihrer Ehe ist sie immer unglücklicher, sie stürzt sich in Affären mit zwei verschiedenen Männern. Den einen lernt sie zu lieben, vom anderen bekommt sie recht viel Geld.
In ihr reift der Gedanke, Gottfried zu heiraten, denn sie liebt ihn sehr. Gleichzeitig überlegt sie, wie sie ihren kranken Ehemann loswerden könnte.

Das Buch beruht auf wahren Tatsachen und schreibt vom Leben der Giftmörderin Gesche Gottfried.
Gesche ist eine intelligente Frau, aber innerlich wird sie immer böser. Immer von dem Gedanken getrieben, Reichtum anzuhäufen, immer neue Kleider zu kaufen, im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens zu stehen, wird sie immer mehr zur Mörderin. Sie schreckt nicht zurück, ihre eigenen Eltern und Kinder zu vergiften.

Das Buch liest sich wirklich gut und es hat mir auch sehr gut gefallen. Einzig ein Kritikpunkt habe ich: Zum Ende hin fehlte mir ein paar Emotionen, alles wurde nur durch Fakten beschrieben, und irgendwie hatte ich das Gefühl, als würde auf den letzten Seiten ganz viel zusammengefasst, was man ruhig hätte länger und ausführlicher beschreiben könnte.

Und trotzdem fand ich das Buch äusserst lesenswert und besonders das Schlusswort der Autorin, sowie die Liste der einzelnen Morde fand ich gut, so konnte man sich ein viel besseres Bild machen.

Ich würde dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen!

Ein Dank auch an die Autorin Bettina Szrama, dass sie mir dieses Rezensionsexemplar zukommen lassen hat!

Bettina Szrama

Bettina Szrama

Bettina Szrama, geboren 1952 in Meißen, absolvierte ein Literaturstudium in Hamburg. Danach war sie als Journalistin für diverse Regionalzeitungen und Tierzeitschriften tätig, seit 1994 veröffentlicht sie auch im belletristischen Bereich. „Die Hure und der Meisterdieb“ ist ihr dritter historischer Roman im Gmeiner-Verlag.