{Rezension} Die Ajima-Verschwörung von Clive Cussler

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  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (1. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442360897
  • ISBN-13: 978-3442360895
  • Originaltitel: Dragon.

Kurzbeschreibung:

Mit einer infamen Aktion will ein kaltblütiges japanisches Verschwörerkartell zur Weltmacht Nummer Eins aufsteigen. Von Ajima aus, einer kleinen Insel im Pazifik, wird die atomare Bedrohung gesteuert, die das Leben tausender von Menschen bedroht! Für Dirk Pitt, der im Auftrag der Meeresbehörde NUMA die Katastrophe abwenden soll, beginnt ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit – bis zum explosiven Finale scheinen ihm seine Gegner immer einen Schritt voraus zu sein …

Zum Inhalt:

Auf den Weg nach Japan wurden 1945 zwei Bomben geschickt. Eine davon ging verloren. Die andere sollte die Welt für immer verändern. Jahre später treibt ein Geisterschiff im Pazifik. Der Aus Japan stammende Autotransporter birgt ein böses Geheimnis. Als die ersten Menschen an Bord kommen um Anspruch auf Bergung zu erheben werden sie verstrahlt. Sie lösen sich vor den Augen ihrer Kollegen auf.

Mit einer atomaren Explosion mitten im Pazifik wird der Bergung ein Ende gesetzt. Doch dies ist nur die Spitze des Eisberges. Die Explosion löst ein Seebeben aus, welches eine auf dem Meeresgrund befindliche Forschungsstation der NUMA zerstört. Dirk Pitt und Al Giordino können gerad so entkommen.

Wie sich herausstellt war das Geisterschiff jedoch nicht der einzige Transporter, der mit dieser „besonderen“ Fracht an Bord in Richtung USA unterwegs war…

Meine Meinung:

Auch dieser Dirk Pitt Roman ist ein Abenteuerroman mit allem drum und dran: Abenteuer, Spannung, Dramatik, Action und Bissiger Humor.
Ein typischer Dirk Pitt, wo er nun mal wieder die Welt retten muss. Die Action unter Wasser, und ebenso die Flucht auf der Insel Ajima von Dirk Pitt ist einfach nur klasse.
Ich fand es total spannend, als Dirk und die anderen auf der Insel waren und die Ausmasse des Kaiten Projekts zum Vorschein kamen und irgendwie war das Ganze auch etwas beklemmend.

Fazit:

Spannung und Action = ein typischer Dirk Pitt Roman, den man einfach mögen muss.

Es ist Roman Nr.10, fals man der Serie folgt. Ich persönlich lese sie einfach, wie sie kommen und tut der Sache keinen Abbruch. Jede Geschichte ist eine für sich geschlossene, und deswegen auch kein Problem, wenn man nur mal einen Band liest.

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{Rezension} In Wahrheit wird viel mehr gelogen von Kerstin Gier (Hörbuch)

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Kerstin Gier: In Wahrheit wird viel mehr gelogen

Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio); Auflage: 3 (26. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785741855
  • ISBN-13: 978-3785741856

Kurzbeschreibung

Carolin ist sechsundzwanzig – und ihre große Liebe (der Vater ihres Exfreundes) gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen „Nummer zweihundertdreiundvierzig“ helfen ihr bei einem Neuanfang … Ein wunderbar vergnüglicher Roman über das Leben, die Liebe und das liebe Geld.

Zum Inhalt

Carolin ist 26, überdurchschnittlich intelligent – sie spricht mehrere Sprachen fließend, kann mehrere Instrumente spielen, hat mehrere Studienabschlüsse und kann die kompliziertesten Aufgaben im Kopf rechnen – und Witwe.

Als ihr Mann Karl völlig unerwartet an einem Herzinfarkt gestorben ist, ist Carolin in ein tiefes Loch gefallen. Sie hasst jeden, außer vielleicht ihrer Schwester Mimi und deren Mann Ronnie, und empfindet alle Menschen um sich herum nur noch als Idioten. Sie interessiert sich für nichts um sich herum, denn alles, woran sie denken kann, ist, dass ihr geliebter Mann tot ist.

Carolin ist vorübergehend erst einmal zu ihrer Schwester gezogen, die sich rührend um sie kümmert und ihr helfen will, diese schlimme Zeit zu überstehen. Schließlich wird sie von Mimi dazu genötigt zu einer Therapeutin zu gehen, von der Carolin allerdings auch nicht viel hält. Die Therapeutin soll ihr helfen, ihr Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Immerhin kann Carolin nicht für immer bei ihrer Schwester wohnen und muss sich langsam überlegen, was sie mit ihrem restlichen Leben anfangen will, bisher hat sie ja immer nur studiert.

Zu allem Überfluss muss sie sich auch noch mit dem Bruder ihres Mannes und deren Kinder um das Erbe streiten, das erheblich höher ist, als Carolin es je für möglich gehalten hätte.

Vor allem die Begegnung mit Karls Sohn Leo möchte Carolin lieber vermeiden, schließlich hat sie ihren Mann nur kennen gelernt, weil sie damals Leos Freundin war.

Außerdem ist da ja noch der nette Apotheker, der gegenüber vom Schuhladen ihrer Schwester arbeitet. In ihm findet Carolin zum ersten Mal einen richtigen Freund, der ihr nach und nach dabei hilft, ihre Trauer zu überwinden.

Meine Meinung

Carolin ist so sympatisch und man kann sich mit ihr identifizieren – auch wenn man nicht so intelligent wie sie ist. Und sie hat so einen bissigen Humor, und sie stellt alle in Frage – umgeben von Idioten, einfach, weil alle die falschen Fragen stellen.
Während ihrer Therapie durch ihre inkompetente Therapeutin schreibt Carolin ihre erste Begegnung mit Karl auf – schon da kann man Tränen in den Augen bekommen. Aber dann auch noch andere Storys rund um sich und Karl. Und man weiss: Sie haben sich geliebt. Umso tragischer die Geschichte rund um Karls Tod.
Auch schrieb sie, was ihre letzten Worte waren, was sie gemacht haben, an dem letzten Morgen, den sie sich gesehen haben. Das ist alles in so einem tollen Stil geschrieben, ich war fasziniert. Auch der Austausch ihres Telefonats wegen eines yahoo – Passwortes. Einfach herlich!

Fazit

Alles in allem fand ich dieses Hörbuch so schön, auch wenn für mich das Ende etwas überraschend kam, da ich dachte, jetzt müsste doch eigentlich noch etwas kommen. Trotzdem, es war einfach nur schön.

Ganz besonders fand ich auch, dass das Höruch von Mirja Boes gesprochen wurde – sie passte einfach perfekt zum Stil des Buches und ich habe manches mal losgelacht und seltsame Blicke aus meiner Umgebung dafür geerntet.

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Steckbrief von Kerstin Gier
Kerstin Gier
Mein Name: 
Kerstin Gier

Kindheitstraum:  
Als ich neun Jahre alt war, schrieb ich in mein Tagebuch: Wenn ich groß bin, möchte ich ganz allein auf einer Alm leben, Käse machen und Kinderbücher schreiben. Manchmal fänd´ ich das heute immer noch toll.

Schönste Erinnerung:  

An heiße Sommertage, an denen sich Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen mit Picknickkörben im Garten meiner Großeltern einfanden. Hier spendeten alte Bäume Schatten, und der selbstgebaute Pool meines Onkels lockte mit herrlich kühlem Wasser. Meine Cousine und ich durften so lange wie wir wollten im Schwimmbad bleiben, wo wir Winnetou und Old Shatterhand spielten – wie genau, weiß ich nicht mehr.

Lieblingsbuch in der Kindheit:  

Ferien auf Saltkrokan von Astrid Lindgren

Lieblingsbuch heute:    
wechselt wöchentlich

Lieblingslied:   
Im Augenblick Beethovens „Ode an die Freude“, das singt mein siebenjähriger Sohn den ganzen Tag, allerdings mit klassischen Verhörern im Text: „Freunde schöner Götterzinken, Torte des Elysiums.“ Als ich vorsichtig nachfragte, was das denn bedeutete, meinte er nur: „Das verstehst du nicht, Mama, das ist italienisch.“

So entspanne ich:  
Beim Lesen. Bei der Gartenarbeit, respektive beim Buchsschneiden. Beim Schlafen.

Worauf ich stolz bin:   
Auf meine Buchskugeln.

Größte Herausforderung:   
Eine friedliche Koexistenz mit den Nacktschnecken zu finden, die es auf meine Knäuelglockenblumen und den Muskatellersalbei abgesehen haben.

Perfekter Tag:  
Sonnenschein, die Rosen blühen. Ausschlafen, aber nicht zu lange. Mit der Familie auf der Terrasse frühstücken, Cappuccino mit viel Milchschaum trinken. Die Katze kraulen. Kein Termindruck, keine Verpflichtungen, der ganze Tag gehört uns. Zwischendrin mal eine halbe Stunde in der Hängematte liegen. Am Abend vielleicht ein Kinobesuch oder ein leckeres Essen mit Freunden.

Erster Job:     
Sekretärin in einer Firma für Computer-Hardware, in den Osterferien in der 11. Klasse

Laster:     
Essen ist kein Laster, oder?

Lieblingsfilm:  
Grasgeflüster
Und täglich grüßt das Murmeltier
Pride and Predjudice (die großartige BBC-Fassung mit dem großartigen Colin Firth)

Inspiration:   
Elternabende, bei denen man auf kleinen Kinderstühlchen sitzt und geheime Abstimmungen über den Kohlensäuregehalt der Getränke abhält, die die Kinder während der Pause trinken dürfen. Es gibt nichts Inspirierenderes.

{Rezension} Todesspiele von Karen Rose (Hörbuch)

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  • Audio CD
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Audio); Auflage: 2 (27. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785743475
  • ISBN-13: 978-3785743478

 Kurzbeschreibung

In einem Bunker stößt die Polizei auf fünf bestialisch zugerichtete Mädchenleichen. Von ihren Peinigern keine Spur. Zwei Mädchen haben schwerverletzt überlebt. Ihre Aussagen führen die Ermittler auf die Spur eines international operierenden Mädchenhändlerrings. Ein dramatischer Wettlauf beginnt, als Agent Papadopoulos und die smarte Staatsanwältin Susannah Vartanian die Ermittlungen aufnehmen. Beide haben ihre ureigenen Motive, die skrupellosen Killer zu stoppen. Doch als Susannah eine überraschende Entdeckung macht, gerät sie selbst in Lebensgefahr

Zum Inhalt

Monica Cassidy ist nervös. Sie hat ein flaues Gefühl im Magen, denn heute soll sie zum ersten Mal jenem Jungen gegenüberstehen, den sie bisher nur virtuell beim Chatten kennen gelernt hat – genauer: kennen gelernt zu haben glaubt. In den vielen Gesprächen im Internet hat Monica das Gefühl, dem Richtigen begegnet zu sein – demjenigen Menschen, der sie liebt und deshalb entjungfern soll. Dann läuft sie kurz vor dem Treffen einem Mann über den Weg, der sich als Polizist ausgibt und ihr zu verstehen gibt, dass sie einem Verbrecher aufgesessen ist. Nur, dass der Polizist selbst der Böse ist. Und dass sie vom virtuellen Chatroom in einen wahren Alptraum gerät…
Dies ist der Moment, wo der Fall der Monica Cassidy zu einem Fall für Staatsanwältin Susannah Vartanian und Special Agent Luke Papadopoulos wird. Bei einer Polizeirazzia finden beide in einem Bunker fünf tote Mädchen, die auf bestialische Art und Weise vergewaltigt und getötet worden sind. Ein Brandzeichen auf den Körpern der Toten bringt Vartanian, die für den Fall in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, in ihre eigene Vergangenheit – und in die dunkle Vergangenheit ihrer Familie – zurück. Denn auch sie ist dereinst vergewaltigt worden. Und sie muss nun merken, dass die Erinnerung an das, was sie für abgeschlossen hielt, sie wieder gänzlich und bis zur Ohnmacht gefangen nimmt.

Meine Meinung

Dieses Buch war der Taten wegen doch recht bedrückend: Mädchenhandel, Kinderpornographie, Vergewaltigung.  Jedoch ist es der Autorin gelungen, gutes Herz mit Luke und seiner Familie in die Handlung einzubauen, was einem die ganze Handlung nicht ganz runter gezogen hat. Mir war Luke und seine Familie total sympatisch!

Auch die Geschichte rund um Susanna und ihrer Vergangenheit, sowie die Annäherung zwischen ih und Luke fand ich sehr gelungen und hat mich fasziniert.

Leider habe ich zu spät mitbekommen, dass es sich hier um eine Triologie handelt, was zwar der einzelnen Handlung keinen Abbruch tat, allerdings hatte ich immer das Gefühl etwas über/mit Susanna verpasst zu haben.

Fazit

das Buch kann ich empfehlen, für alle, die nicht nur auf rasante Action stehen, sondern auch die sozialkritischen Elemente sehen wollen, eine Geschichte mit Tiefgang eben.

{Rezension} Meridian – Flüstende Seelen (Band 2) von Amber Kizer

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  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: PAN (1. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426283654
  • ISBN-13: 978-3426283653
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Originaltitel: Wildcat Fireflies

Klappentext

Das Mädchen Meridian schwebt in größter Gefahr: Als Fenestra ist es ihre Aufgabe, den Seelen der Verstorbenen den Weg in dem Himmel zu weisen – doch sie hat dunkle Gegenspieler, die dies verhindern wollen. Auf der Flucht vor den Aternocti gelangt Meridian in eine friedlich wirkende Kleinstadt, in der sie die Gegenwart einer anderen Fenestra spürt. Kann sie diese finden, bevor die Aternocti es tun?

Zum Inhalt

Meridian und Tens machen sich auf die Suche nach einer weiteren Fenestra. Und schliesslich landen sie in einer kleinen Stadt und haben das Gefühl, da bleiben zu müssen.
Und tatsächlich, hier finden sie eine Fenestra, allerdings weiss diese noch nichts von ihrem Schicksal und lebt in einem Heim.
Dieses Heim wird mit Härte und Schläge von einer Leiterin geführt und Juliet – die angehende Fenestra – kennt kein Lachen und kein Leben. Sie hilft den kleineren Kindern beim aufwachsen und beschützt sie. Ausserdem leben immer wieder todkranke Menschen in dem Heim und Juliet hilft ihnen beim sterben.
Von ihrer Gabe weiss sie allerdings nichts.

Meine Meinung

Ich habe mich sehr schnell wiede in das Buch und die Handlung gefunden. Band 1 war schliesslich mein Halbjahres Highlight und nachdem ich nun band 2 geschenkt bekommen habe, muste der natürlich gleich gelesen werden. Und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.

Das Buch wir aus zwei Sichten dargestellt. Einmal aus Sicht von Meidian und Tens und dann aus der Sicht von Juliet. Was dem Buch wirklich gut tut und man sich wunderbar in die einzelnen Charaktere hineinversetzen kann.

Juliet ist mir sofort ans Herz gewachsen und sehr sympatisch. Sie ist ein starkes Mädchen, die zu schnell erwachsen wurde, aber durch ihre harte Kindheit nicht selbst so wurde, sondern mitfühlend und beschützend.
Meridian und Tens – ich liebe die beiden und das wurde auch in diesem 2.Band nicht andes. Ich fand es toll, wie sich die Beziehung der beiden nun auch hier weiter entwickelte.

Am Schönsten fand ich diese Stelle ganz am Anfang:

„Freundin oder Schwester“ Sie deutete mit dem Daumen auf mich.

Er lief rot an, antwotete aber trotzdem. „Die Liebe meines Lebens“

(Seite 30)
Einfach nur herrlich!
ja, aber dann sind da noch Aternocti in der Stadt und Meridian bekommt wieder Angst, kein Wunder, wenn man bedenkt, was bei ihrer Tante mit dem Aternocti Premio passiert ist.
Wunderschön finde ich aber auch alle anderen Charaktere, die den beiden und Juliet zur Seite stehen, auch sie sind so gut beschriebe und in Szene gesetzt, dass man sie einfach lieb haben muss!

Fazit

Auch dieser 2.Band hat mich nicht enttäuscht und ich finde noch immer die Idee gut: Ein Mensch, mit Genen von Engeln im Blut der Gutes tut. Es ist einfach mal ganz was anderes, und ich finde, dass ist nötig in der Zeit der Fantasy – voll von Vampiren und Werwölfen!
Von mir eine Weiterempfehlung auf jeden Fall, allerdings bitte in der richtigen Reihenfolge lesen 😉

{Rezension}Ich. Darf. Nicht. Schlafen. – von Steve Watson (Hörbuch)

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  • Audio CD
  • Verlag: Argon Verlag (5. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839811058
  • ISBN-13: 978-3839811054
  • Originaltitel: Before I Go To Sleep

Kurzbeschreibung

»Es ist wie sterben, jeden Tag. Immer und immer wieder.«

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?

Zum Inhalt

‚Vertraue Ben nicht!‘
Das ist der erste Satz im Tagebuch Christines. Ein Satz, den sie jeden Tag wie neu liest (sobald sie ihr Tagebuch überhaupt gefunden hat). Ein Satz, der sie allerdings in noch größere Verwirrung jeweils stürzt, als sie an sich bereits im Raume steht.
Denn jeden Morgen wacht Christine eben neben besagtem Ben auf. Ihrem Mann. An den sie sich nicht erinnern kann. Wie sie sich an nichts erinnert, was nach ihren Jugendjahren geschehen sein könnte.

Auch wenn es sicherlich tröstlich ist, dass mit jedem Morgen ein neuer Tag oder ein neuer Start ins Leben beginnt, so hat dieser Neubeginn im Falle von Christine Lucas mehr als unschöne Nebenwirkungen angenommen. Christine leidet an einer besonderen Form der Amnesie, die es ihr lediglich ermöglicht, sich an ihr Leben zu erinnern, als sie rund zwanzig war. Danach werden alle neuen Erlebnisse lediglich für einen Tag gespeichert und der Schlaf löscht jede neue Erinnerung aus. Auf den ersten Blick erscheint diese Beeinträchtigung vielleicht undramatisch, da ja immerhin keine Lebensbedrohung ausgelöst wird. Dennoch: Wer will jeden Morgen neben einem Mann aufwachen und glauben, als 20jährige einen One-Night-Stand erlebt zu haben, nur um festzustellen, dass man mehr als doppelt so alt ist und brav und bieder neben seinem Mann geschlafen hat. Wenn dieser Mann dann jeden Morgen geduldig erklärt, wer er ist und was geschehen ist, könnte man sehr froh sein, mit einem solchen Goldstück verheiratet zu sein. Vorausgesetzt natürlich man kann seinem Mann vertrauen …

Meine Meinung

Ich bin zwiegespalten. Ansich ist die Geschichte super und die Hauptprotagonistin sehr sympatisch. Man leidet furchtbar mit ihr mit, jeder Tag ist neu und jeden Tag findet Christine etwas Neues über Leben heraus. Was ist wahr und was ist Fantasie? Christine führt Tagebuch, damit sie jeden tag nachlesen kann, aber immer wieder hat sie Erinnerungen aus ihrem früheren Leben. Aber was ist wirklich eine Erinnerung, und was ist nur ein Traum?

Auf der anderen Seite gibt es, aufgrund ihrer Amnesie, immer wieder Passagen, die immer wieder und immer wieder gelesen werden. Manchmal nervt das einfach.

Fazit

Trotz der Kritikpunkte finde ich es einen aufregenden Krimi und ich war gespannt, was heraus kommt. Es ist wirklich spannend und macht Spaß.

Sehr zu Gute kommt auch die Sprecherin des Hörbuches: Andrea Sawatzki. Ich mag sie als Schauspielerin und auch ihre Hörbücher sind immer wieder ein Genuß.

(Rezi von Adelheid) Katherine Pancol – Die gelben Augen der Krokodile

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Wenn ich nach Frankreich komme – was durchschnittlich einmal im Jahr passiert -, schaue ich auch in einigen französischen Buchhandlungen nach, welche neuen Bücher in französischer Sprache erschienen sind und ob sie sich gut in Frankreich verkaufen. Manche Buchhandlungen haben ja ein extra Regal für die Bestseller von Position eins bis zehn, die sie dann auch entsprechend platzieren.

Manchmal entdecke ich dabei auch Autorinnen und Autoren, die in Deutschland noch gar nicht oder nur wenig bekannt sind. Amélie Nothomb und Delphine de Vigan sind hier gute Beispiele, aber auch Katherine Pancol. Ihr Buch „Les yeux jaunes des crocodiles“ erschien in Frankreich schon 2006 und entwickelte sich dort schnell zum Bestseller. 2011 erschien das Buch endlich auch in deutscher Sprache unter folgendem Titel:

Die gelben Augen der Krokodile

Autorin: Katherine Pancol

Seitenzahl: 608 Seiten

Verlag: C. Bertelsmann Verlag, München

Erscheinungsdatum in Deutschland: 12. September 2011

ISBN-Nummer: 978-3570100868

Es handelt sich hier um ein Hardcoverbuch mit Schutzumschlag, das in deutschen Buchhandlungen für 22,90 Euro zu kaufen ist. Mir liegt eine Sonderausgabe des Bertelsmann-Buchclubs vor, die ich für ca. 17 Euro dort gekauft habe.

Über Katherine Pancol

Katherine Pancol ist eine französische Schriftstellerin, die 1954 in Casablanca (Marokko) geboren wurde. Schon seit früher Kindheit lebt sie in Frankreich.

Die Autorin studierte Literatur und arbeitete als Lehrerin und Journalistin. Für ihr Buch „Die gelben Augen der Krokodile“ erhielt sie den begehrten französischen Literaturpreis „Prix Maison de la Presse“.

Der Roman ist der erste Band einer Trilogie um die Hauptfigur Joséphine. Der zweite Band der Trilogie „Der langsame Walzer der Schildkröten“ erscheint am 27. August in deutscher Sprache. Der dritte Band wird „Montags sind die Eichhörnchen im Central Park traurig“ heißen. Er ist in Frankreich in der Originalversion schon erschienen, in Deutschland in der deutschen Übersetzung noch nicht.

Über das Leben einiger Frauen in Frankreich – oder: die Handlung

Iris Dupin ist die Schöne von zwei Schwestern. Sie ist verheiratet mit Philippe, einem Anwalt. Beide haben einen Sohn, namens Alexandre. Allerdings haben sich Iris und Philippe schon auseinandergelebt. Während Iris sich darum kümmert, wie sie ihr vieles Geld ausgeben kann, kümmert sich Philippe um seinen Sohn und um seine Kanzlei.

Joséphine ist die Schwester von Iris. Unscheinbar, eine graue Maus fast, aber unheimlich gebildet. Sie ist Historikerin, ihr Spezialgebiet ist das 12. Jahrhundert. War ihr Job vor Jahren nur ein Nebenverdienst, so ernährt sie jetzt damit die Familie. Die Familie, die aus ihr und ihrem arbeitslosen Mann Antoine und die beiden Töchter Hortense und Zoé besteht.

Seitdem Antoine arbeitslos ist, funktioniert die Beziehung zwischen Joséphine und ihm nicht mehr. Sie verdient nicht nur das Geld für die Familie, sie erledigt auch die gesamte Hausarbeit. Deswegen setzt sie Antoine vor die Tür – und lässt sich von ihm scheiden. Ihr Schwager Philippe verschafft ihr einige Übersetzungsarbeiten, die sie erstaunlich gut erledigen kann. Das Geld dafür hilft ihr, das Geld für die Mietwohnung zu bezahlen sowie für sich und die beiden Töchter zu sorgen.

Antoine tröstet sich und zieht mit seiner Geliebten, der Kosmetikerin Mylène, nach Kenia, wo beide auf der Krokodilfarm eines Chinesen arbeiten. Leider ist das die reine Schufterei – Geld für ihre Mühen sehen die beiden lange nicht. Da kommt Mylène auf die Idee, französische Kosmetika nach Kenia zu importieren und sie in einem Laden an die Kenianerinnen zu verkaufen. Sie wird damit richtig erfolgreich – während Antoine Trost im Alkohol sucht.

Joséphines große Chance scheint gekommen, als Iris auf einer Party einem Verleger erzählt, sie schreibe an einem historischen Roman. Der Verleger ist sehr an dem Buch interessiert und lässt nicht locker. Iris leidet allerdings schon lange an einer Schreibblockade und kann nicht einmal ein paar Seiten eines Romans verfassen. Sie bittet ihre Schwester Joséphine, das Buch zu schreiben, das dann unter dem Autorennamen „Iris Dupin“ erscheinen würde. Selbstverständlich würde Joséphine auch von dem Gewinn des Buches reichlich Geld abbekommen. Joséphine macht sich also an die Arbeit – das Buch erscheint und wird zum Bestseller.

Ebenfalls werden die Ereignisse rund um Henriette und Marcel erzählt. Henriette ist die Mutter von Joséphine und Iris. Sie hat nach dem Tod ihres Mannes den reichen Fabrikanten Marcel geheiratet. Finanziell ist sie abgesichert – hat Marcel aber nie den Wunsch erfüllen wollen, mit ihm zusammen ein Kind zu zeugen. Dabei ist dies Marcels Herzenswunsch.

Josiane ist Marcels Geliebte, die schon lange in seinem Büro arbeitet. Als sie sich bereiterklärt, Marcel seinen heißgeliebten Sohn zu schenken, schwebt er im „siebten Himmel“ und sucht nach Wegen, sich endlich von Henriette zu trennen…

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es direkt auf der Homepage des Verlags C. Bertelsmann unter der Rubrik, in der das Buch vorgestellt wird. Einfach beim Coverbild auf die Option „Reinlesen und stöbern“ klicken, schon gelangt man zu einer 40seitigen Leseprobe.

Frauenromane können auch klug und witzig sein – oder: meine Leseerfahrung

Wie schon oben erwähnt, hatte ich die französische Ausgabe des Buches schon oft in Frankreich in Buchhandlungen gesehen, aber ich wollte kein solch dickes französisches Buch kaufen und lesen. Ich befürchtete, die Lektüre eines dicken Buches in Französisch nicht bis zum Ende durchhalten zu können.

Für mich war es gut, auf die deutsche Übersetzung des Buches zu warten. Ansonsten hätte ich nicht den ganzen Charme, den ganzen Witz und die ganze Klugheit des Buches genießen können. Denn ich hätte sicherlich – trotz meines großen französischen Wortschatzes – einige Wörter und Ausdrücke nachschlagen müssen, was den Lesegenuss arg getrübt hätte.

Ich habe die deutsche Ausgabe des Buches als „Buchclub-Sonderausgabe“ in einem Laden des „Bertelsmann-Buchclubs“ als „Quartalseinkauf“ mitgenommen.

Das aus der auktorialen Perspektive (kein Ich-Erzähler) und in der Vergangenheit erzählte Buch fand ich mitreißend – die Lektüre machte großen Spaß. Ich war sofort gepackt von den Charakteren, der Handlung und den Dialogen.

Es gibt viele Charaktere in dem Buch. Liebenswerte und weniger liebenswerte. Joséphine ist liebenswert – die „graue Maus“ – bemitleidet von ihrer schönen Schwester Iris und verachtet von ihrer eigenen heranwachsenden Tochter Hortense -, die auf einmal die Chance bekommt, sich zu entwickeln und ihre Stärken zu schreiben. Ihre Stärken sind das Übersetzen, sind das Schreiben – und sie merkt, dass auch sie attraktiv sein kann, um Männer zu faszinieren. In der Bibliothek trifft sie auf Luca und verliebt sich in ihn. Es entwickelt sich eine Freundschaft.

Iris, die Schwester, ist schön – und auch klug. Sie ist reich, im Gegensatz zu ihrer Schwester. Aber mit Schönheit und Reichtum lässt sich nicht alles erreichen im Leben – das muss auch Iris lernen. Sie ist mir auf jeden Fall nicht so sympathisch wie ihre Schwester – weil sie auch gerissen ist und nur auf Geld und Ruhm aus.

Henriette, die Mutter der beiden, ist komplett unsympathisch. Sie wird im Buch oft „der Zahnstocher“ genannt, weil sie steif auftritt und kaum Gefühle hat. Auch für sie regiert Geld die Welt – und sie meint, sie hätte ihren reichen Mann Marcel komplett in der Hand, und ihr könne nichts passieren. Aber da hat sie letztendlich ihren Mann doch unterschätzt…

Es ist amüsant zu lesen, wie sich Marcel mit seiner Sekretärin und Geliebten Josiane trifft und was die beiden denken. Sie treffen sich schon seit Jahren. Sie lieben und sie streiten sich. Josianes inbrünstiger Wunsch ist es, dass Marcel seine Frau Henriette verlässt und sie heiratet – aber das ist einfacher gesagt, als getan. Als sie sich bereiterklärt, alles dafür zu tun, dass sie von ihm schwanger wird, ist er glückselig. Und tatsächlich wird sie schwanger…

Interessant fand ich auch die Konflikte zwischen Hortense und ihrer Mutter Joséphine. Hortense ist ein Teenager und entwickelt sich zur jungen Frau mit einem hervorragenden Geschmack für Mode und findet ihre Mutter zuerst nur langweilig und unmöglich. Sie fühlt sich mehr hingezogen zu ihrer reichen und schönen Tante Iris. Und das bleibt auch lange so.

Wunderbar sind auch Ereignisse rund um Joséphines Nachbarin und Freundin Shirley und deren Sohn Gary. Shirley ist nicht so unbedeutend, wie es zuerst scheint. Sie hat ein großes Geheimnis.

Ich habe den Kauf des Buches „Die gelben Augen der Krokodile“ und dessen Lektüre nicht bereut. Auch wenn ich dieses dicke Buch nicht in einem Zug durchlesen konnte und es oft unterbrechen musste, hatte ich dennoch keine Probleme, nach Tagen oder gar Wochen wieder in die Handlung und die Eigenheiten der Charaktere hineinzufinden. Mich interessierte als Leserin nicht nur, wie es mit dem Buch weitergeht, das Joséphine schreibt und Iris als das ihrige ausgibt – mich interessierte auch, was mit Josiane und Marcel passiert, mit Hortense und Zoé – und all den anderen Personen in dem Buch.

Es kommen einige Personen vor in dem Buch – aber man kommt mit ihnen als Leserin nicht durcheinander, weil sie nicht oberflächlich, sondern sehr intensiv beschrieben sind.

Während einer Busfahrt nach Colmar (Frankreich) konnte ich das Buch „Die gelben Augen der Krokodile“ zu Ende lesen.

Einen Übersetzungsfehler habe ich in der deutschen Ausgabe gefunden, der in meiner Gesamtwertung allerdings nicht zum Punktabzug führen wird: Auf Seite 462 gibt es eine Stelle in dem Buch, in ein Chauffeur zu Marcel sagt, Iris sei seine Schwiegertochter. Das stimmt nicht, denn Iris ist – als leibliche Tochter seiner Frau Henriette – seine Stieftochter. Im Französischen ist es allerdings so, dass die Vorsilbe/das Wort für „Schwieger-„ und für „Stief-„ gleich ist. So kann beispielsweise „belle-mère“ sowohl „Schwiegermutter“ als auch „Stiefmutter“ heißen. Dasselbe gilt natürlich für „belle-fille“, das „Schwiegertochter“ aber auch „Stieftochter“ heißen kann. Im vorliegenden Fall wäre „Stieftochter“ die richtige Übersetzung.

Man sollte auch wissen, dass die Franzosen nicht „Mama“ sagen, sondern „Maman“. In der deutschen Übersetzung hat man „Maman“ als Kosewort für eine Mutter in der wörtlichen Rede übernommen. Das stört mich nicht.

Mein Fazit

Das Buch „Die gelben Augen der Krokodile“ von Katherine Pancol hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich empfehle es Frauen, die auch mal ein kluges und intelligentes – und dennoch an vielen Stellen humorvolles – Buch lesen wollen, das aus Frankreich kommt und in Frankreich spielt. Ich werde auf jeden Fall die weiteren Bände der Trilogie lesen, wenn sie auf Deutsch erhältlich sind.

Von mir bekommt das Buch fünf von fünf Sternen und eine Lese- und Kaufempfehlung.

P.S.: Diese Rezension erschien bereits Ende August 2012 bei der Verbraucherplattform Ciao.de unter meinem dortigen Usernamen „Sydneysider47“.

(Rezi von Adelheid) Voosen und Danielsson: Später Frost

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Dank vorablesen.de durfte ich folgendes Buch vor seinem offiziellen Erscheinungsdatum lesen:

==Später Frost==

Autoren: Voosen/Danielsson

Verlag: KiWi (Kiepenhauer & Witsch)

Erscheinungsdatum in Deutschland: 10. September 2012

Seitenzahl: 377

ISBN-Nummer: 978-3462044492

Das Buch ist als Taschenbuch erschienen und kostet 9,99 Euro im deutschen Buchhandel.

==Über die Autoren==

Roman Voosen ist 1973 geboren und wuchs in Papenburg auf. Er lebte schon in Bremen, Växjö (Schweden) und Göteborg (Schweden).

Kerstin Signe Danielsson ist 1983 geboren und in Växjö (Schweden) aufgewachsen. Sie studierte in Deutschland und in Schweden.

Beide Autoren leben in Hamburg und arbeiten als Lehrer und Autoren. „Später Frost“ ist ihr Debütroman und der erste Band über das Ermittlerduo Stina Forss und Ingrid Nyström.

==Herr Frost wurde umgebracht – aber warum? – oder: die Handlung==

Stina Forss, die in Växjö in Schweden aufwuchs, aber einige Jahre in Berlin arbeitete, kehrt zurück nach Växjö. Es ist Winter, und sie fängt bei der dortigen Polizei an zu arbeiten.

Sie und ihre Chefin Ingrid Nyström stehen vor einem mysteriösen Fall: Ein älterer Mann, namens Balthasar Frost, wird ermordet in seinem Gewächshaus aufgefunden. Sein Finger wird vergraben in der Nähe gefunden.

Wer hatte Grund, Balthasar Frost, der Engländer war und schon lange in Schweden wohnte, umzubringen? Stina Forss und Ingrid Nyström forschen in seiner Vergangenheit. Sie fragen Freunde und Lebensgefährten. Ihre Spur führt sie auch in schwedische Adelskreise und nach Jerusalem.

==Leseprobe==

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man hier:

http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/leseprobe_spaeter_frost_vorablesen_26_07_12.pdf

==Nicht vorhersehbar – oder: meine Leseerfahrung==

Die Leseprobe bei Vorablesen.de fand ich ansprechend. Sympathische Charaktere in faszinierender Landschaft, kein Ich-Erzähler, viele Dialoge. Und in Schweden war ich auch schon – ein weiterer Grund also für mich, das Buch lesen zu wollen.

Deswegen freute ich mich, als ich das Buch gewann und es mir vor dem eigentlichen Erscheinungstermin per Post übersandt wurde.

Ich habe das Buch gelesen. Positiv möchte ich die sympathischen Ermittler hervorheben und die vielen Wendungen, die die Ermittlungen von Stina Forss und Ingrid Nyström und ihren Kollegen bei der Polizei nehmen. Hat man einmal eine verheißungsvolle Spur, so ergibt sich plötzlich eine Wendung, die Ermittlungen in eine komplett andere Richtung lenken. Das passiert mehrmals in dem Buch – und als Leserin fieberte ich immer mit und überlegte, wie denn jetzt die Lösung des Falls aussehen könnte.

Diese bleibt für mich undurchsichtig – bis zum Schluss. Dann bin ich überrascht – und das ist gut so. Nichts ist schlimmer für einen Krimileser als ein vorhersehbarer Krimi – und „Später Frost“ ist nicht vorhersehbar.

Was ich allerdings bemängeln muss, sind diverse Längen in dem Roman. Da werden beispielsweise kurze Abschnitte eingeschoben, mit denen ich zunächst nichts anfangen kann, da die Personen, die darin vorkommen, auch nicht genauer spezifiziert werden. Erst gegen Schluss merke ich als Leserin, wie das alles zusammenpasst.

Durch die Längen in der Handlung lässt sich das Buch auch nicht so flüssig lesen, wie ich es möchte. Dennoch ist die Schreibweise der beiden Autoren angenehm zu lesen, auch die vielen Dialoge. Dass man sich in Schweden oft duzt, ist mir bereits aus den Wallander-Krimis von Henning Mankell bekannt, stört mich also nicht.

Positiv möchte ich auch noch anmerken, dass ich hier keinen dicken Wälzer mit langer Einlesezeit vor mir habe, sondern ein Buch mit circa 370 Seiten, für das ich keine lange Einlesezeit brauche – in dessen Handlung ich also gleich „mittendrin“ bin.

==Mein Fazit==

„Später Frost“ ist ein angenehm zu lesender, nicht zu langer Krimi mit sympathischen Hauptcharakteren, der ab und an einige Längen aufweist.

Ich habe das Buch gern gelesen und vergebe vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung. Auf weitere Werke des Autorenteams Voosen/Danielsson bin ich gespannt.

P.S.: Ich schreibe noch bei Ciao.de unter „Sydneysider47“, bei vorablesen.de unter adel69, bei Amazon.de unter „Irina Melbourne“ sowie auf anderen Verbraucherplattformen.

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