(Rezi von Adelheid) Emily St. John Mandel: Das Licht der letzten Tage

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Vor einigen Tagen habe ich folgendes Buch zu Ende gelesen

Das Licht der letzten Tage

der kanadischen Schriftstellerin

Emily St. John Mandel

Bei diesem Roman handelt es sich um ein Buch, das man dem Genre „Fantasy“ und „Science Fiction“ zuordnen kann. Solche Bücher lese ich sehr selten. Warum mir das Buch trotzdem gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurzinformationen zu diesem Buch

Erscheinungsdatum in Deutschland: 14. September 2015

Verlag: Piper

Seitenzahl: 416 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3492060226

Das Buch ist als Paperbackausgabe in deutscher Sprache erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 14,99 Euro.

 

Über Emily St. John Mandel

Emily St. John Mandel ist eine kanadische Autorin, Jahrgang 1979. Sie stammt aus British Columbia. Nach dem Studium des zeitgenössischen Tanzes lebte sie kurz in Montreal, zog dann nach New York und begann, für das literarische Online-Magazin »The Millions« zu schreiben.

Die Autorin ist verheiratet.  Ihr erster Roman »Das Licht der letzten Tage«  wurde in den USA ein Bestseller.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man direkt auf der Homepage des Piper-Verlags unter folgendem Link:

https://www.piper.de/buecher/das-licht-der-letzten-tage-isbn-978-3-492-06022-6

 

Nur wenige haben die Georgische Grippe überlebt – oder: die Handlung

Der berühmte Schauspieler Arthur Leander erleidet einen Herzinfarkt, als er auf der Bühne steht. Er spielt den König Lear im Elgin-Theater in Toronto (Kanada). Ein Mann, namens Jeevan, versucht, auf der Bühne erste Hilfe zu leisten – aber ohne Erfolg. Arthur Leander stirbt im Alter von 51 Jahren.

Er starb zu einer Zeit, als die Welt noch fortschrittlich war, als man von vielen technischen Vorteilen profitierte – dem Internet und dem Telefon beispielsweise.

Aber die Georgische Grippe greift um sich – eine Pandemie, die in Europa begann und durch Reisende in alle Länder verschleppt wird. Viele Menschen sterben innerhalb weniger Tage, einen Impfstoff kann man nicht mehr finden. Irgendwann sind 99 Prozent der Weltbevölkerung gestorben – Leute, die noch aus Großstädten vor der Grippe fliehen wollten, sterben in ihren Autos, die in Staus stehen. Leute, die auf Reisen waren, stecken auf Flughäfen fest – denn auf einmal gibt es keine Flüge mehr.

99 Prozent der Weltbevölkerung sind tot – und die Vorteile des technischen Fortschritts sind plötzlich erloschen. Wer kümmert sich um guten weltweiten Internetempfang, wenn die Leute, die diesen ermöglichen konnten, nicht mehr leben? Wer braucht noch soziale Netzwerke, wenn es niemanden mehr gibt, der darin liest, weil es niemanden mehr gibt, die etwas darin schreibt.

Ein Prozent der Menschen auf der ganzen Welt haben überlebt. Sie leben verstreut in allen Ländern der Erde und können nicht mehr mit Telefon und/oder Internet in Kontakt treten. Es gibt auch kein Fernsehen mehr, kein Radio mehr, keine Zeitungen, keine  Filme.

Familien sind verstreut überall auf der Welt, denn man kann niemandem mehr Bescheid sagen, wo man überhaupt ist – und man weiß ja gar nicht, wer von den Familienmitgliedern noch lebt und wer nicht.

Man überlebt dort, wo man gerade ist. Einige Leute haben sich beispielsweise auf einem Flughafen niedergelassen. Sie bilden dort im Laufe der Jahre eine Gemeinde, in der auch Kinder geboren werden und darüber unterrichtet werden, wie es früher mal war. Ja, früher, als die Welt noch fortschrittlich war. „Zeit der Wunder“ nennt man das jetzt. Diese Leute ernähren sich von dem Inhalt der Dosen, die sie in den Autos finden, die vor dem Flughafen geparkt sind. Diese Autos braucht niemand mehr, denn Benzin wird nicht mehr verkauft. Wer sollte denn auch Öl fördern und es in andere Länder importieren?  Es gibt auch keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr.

Einer der Menschen auf diesem Flughafen ist Clark. Er war mit Arthur befreundet, und er hat ein Museum eingerichtet, in dem er Dinge zeigt, die man während der „Zeit der Wunder“ benutzte. Smartphones zum Beispiel.

Andere Menschen wandern herum. Beispielsweise Kirsten. Als Arthur starb, war sie ein Kind. Sie hat ihn bewundert, sie war mit ihm befreundet. Er schenkte ihr zwei Comicbände, die seine zweite Frau Miranda entworfen und gezeichnet hatte.

Nun wandert Kirsten mit einer Gruppe von Leuten durch Kanada. Sie nennen sich „die Symphonie“, weil sie Instrumente spielen können. Weiterhin führen sie Theaterstücke auf, wenn sie Leute treffen, die Theatervorführungen sehen wollen.

Auch Jeevan, der Krankenpfleger, der versucht hatte, bei Arthur erste Hilfe zu leisten, nachdem dieser auf der Bühne im Elgin-Theater zusammengebrochen war, ist einer der Überlebenden. Er übt viele Tätigkeiten aus, die einst Ärzte ausübten. Er hat viel auf diesem Gebiet gelernt und Erfahrungen damit. Denn praktizierende Ärzte und Krankenhäuser gibt es nicht mehr.

Man erfährt noch von anderen Leuten, die überlebt haben. Einige von ihnen hatten irgendeine Beziehung zum verstorbenen Schauspieler Arthur Leander. Beispielsweise sein Sohn Tyler. Der Roman wechselt zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitsschilderungen.

Die Zeitrechnung unter den Überlebenden ist übrigens eine andere als die, die wir kennen. Da die Pandemie – also der Tod vieler Menschen durch die Georgische Grippe – ein sehr einschneidendes Ereignis in der Welt war, ist das Jahr, in dem sie stattfand, das Jahr 0. Ein Jahr später, wird „Jahr eins“ genannt, darauf folgt das „Jahr zwei“ und so weiter.

 

Meine Leseerfahrung

Normalerweise lese ich weder Fantasy, noch Science Fiction. Ausnahmen gibt es natürlich. So habe ich die „Herr-der-Ringe“-Trilogie gelesen und auch sechs Bände von Harry Potter.

Im September 2015 wurde das Buch „Das Licht der letzten Tage“ in einigen Buchhandlungen stark beworben. Auf dem Rückseitentext fesselten mich die Worte „schrecklich zart und tragisch schön“, und deswegen kaufte ich das Buch.

Es ist ein oftmals düsteres Buch. Es stimmt traurig und nachdenklich. Dennoch konnte mich die Lektüre auch packen und manchmal sogar faszinieren. Die meisten der geschilderten Charaktere fand ich sympathisch, und ich wollte wissen, was mit ihnen im Laufe des Buches passieren wird. Deswegen habe ich das Buch zu Ende gelesen.

Es war leicht und schnell zu lesen. Die Autorin springt zwischen Szenen aus der Vergangenheit und der Gegenwart in dieser trostlosen Welt, in der so viele Leute nicht mehr am Leben sind, hin und her. Die Beschreibungen von Charakteren und Landschaft sind fesselnd – ich konnte mir alles, auch wenn es zum Glück so in der Realität nie passiert ist, sehr gut vorstellen.

Arthur Leander ist ein Symbol für eine Welt voller Wunder, die einst existierte. Hauptpersonen in dem Buch sind Menschen, die in ihrem Leben mit ihm zu tun hatten. Einige von ihnen haben die Georgische Grippe überlebt – sie wandern durch die Welt so wie Kirsten. Oder sie wohnen in einem ehemaligen Flughafen wie Clark. Jeder versucht, mit der Situation, in der sie oder er steckt, fertig zu werden. Die Welt ist trostlos – aber nicht hoffnungslos. Man kann überleben, aber es gibt auch Situationen, in denen man sich mit einer Waffe – beispielsweise einem Messer – verteidigen muss.

Ein Prophet taucht immer wieder auf in der Handlung. Ich finde ihn unsympathisch. Er nimmt sich das Recht heraus, Frauen zu vergewaltigen, und seine Anhänger morden auch, wenn sie es für nötig erachten.

Der Schluss des Buches war für mich teilweise vorhersehbar, teilweise nicht. Auf jeden Fall war das Leseerlebnis sehr interessant – ich habe das Buch – im Gesamten gesehen – gern gelesen und wollte wissen, wie es weitergeht, auch wenn die Situation mancher Charaktere sehr trostlos war.

 

Mein Fazit

„Das Licht der letzten Tage“ ist ein gut zu lesender Zukunftsroman über Menschen, die eine Pandemie überlebt haben und versuchen, in einer Welt, in der es keine technischen Wunder, wie wir sie kennen, mehr gibt, weiterzuleben. Irgendwie. Die Lektüre des Buches hallt nach – sie brachte mich zum Nachdenken. Ich fragte mich schon: „Wie würde ich reagieren, wenn ich in eine solche Situation im Leben käme?“ Das Buch schockiert und rüttelt auch auf.

Deswegen würde ich das Buch auch nur erwachsenen Lesern empfehlen.

Ich bewerte es mit vier Sternen. Einen Stern habe ich wegen des Schlusses, den ich nicht als ganz „rund“ (gelungen) empfinde, abgezogen.

P.S.: Diese Rezension habe ich auch bei Ciao.de veröffentlicht. Dort bin ich unter dem Usernamen „Sydneysider47“ unterwegs.

 

 

 

 

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(Rezi von Adelheid) Jacob Nomus: Aroma des Todes

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Innerhalb weniger Stunden habe ich an einem Nachmittag folgenden Krimi verschlungen

Aroma des Todes

des deutschen Schriftstellers

Jacob Nomus

Das Buch war so spannend, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe.

 

Kurze Informationen zu „Aroma des Todes“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 18. Februar 2016

Verlag: Bastei-Lübbe Entertainment

ISBN-Nummer: 978-3-7325-1984-2

Seitenzahl: 150

 

Über Jacob Nomus:

Jacob Nomus ist ein deutscher Autor aus Köln, Jahrgang 1968. Er hat schon mehrere Bücher veröffentlicht – zum Beispiel „Das Amarna-Grab“.

Mit seinem Roman „Aroma des Todes“ hat er einen Literaturwettbewerb gewonnen, der 2015 von Bastei-Entertainment und BookRix durchgeführt wurde.

 

Die Handlung

Die Malerin Sylvia Bönnemark ist glücklich. Sie wohnt mit ihrer Freundin Anna, einer Krankenschwester, zusammen in einer Wohnung.

Zu ihrem Vater, der in Fröson wohnt, hat sie schon seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr.

Eines Tages erhält Sylvia ein Päckchen, das ein Buch enthält. Das Buch soll angeblich sie verfasst haben. Es beschreibt den Tod von Sylvias Freund Mats. Angeblich soll sie ihn umgebracht haben. Sylvia erinnert sich nicht daran, solch eine Tat begangen zu haben.

Allerdings wird Mats seit 11 Tagen vermisst – er ist spurlos verschwunden. Hat Sylvias Amnesie ihr einen Streich gespielt?

Mit Anna fährt Sylvia in die Nähe des Hauses, in dem ihr Vater wohnt. Sie suchen in der Nähe des Hauses nach Spuren eines Mordes, weil das im Buch so erwähnt ist.

Auf einmal ist Anna verschwunden. Sylvia erkennt in einem Holzfass im Wald Mats Füße. Befindet sich Mats Leiche in diesem Fass? Wer hat ihn umgebracht?

Sylvia bricht zusammen und erwacht wieder in einem Krankenhaus. Sie meldet der Polizei, dass sie eine Leiche gesehen hat – doch es ist keine Leiche zu finden.

Was ist los mit Sylvia? Sie will wissen, was sie in dem Holzfass gesehen hat. Und Anna interessiert sich dafür, warum Sylvia Dinge sieht, die so nicht existieren. Sie forscht nach – und erfährt, dass Sylvia ein großes Drama in ihrem Leben erlebt hat. Sie bittet Sylvias Psychiater Dr. Nyström um Hilfe, der auch schon Sylvias Mutter Cecilia vor Jahren behandelte. Cecilia lebt nicht mehr – man sagt, sie habe sich das Leben genommen.

Aber – je tiefer man in der Vergangenheit wühlt, desto dramatischer können sich manche Dinge entwickeln…

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man bei Vorablesen.de auf der Seite, die dem Buch „Aroma des Todes“ gewidmet ist – nämlich unter:

http://www.vorablesen.de/buecher/aroma-des-todes

Rechts oben auf dieser Seite gibt es die Option „Leseprobe öffnen“. Macht man das, kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Meine Meinung

Der Roman beginnt sofort sehr spannend. Der Autor hält sich nicht mit Nebenhandlungen auf. Er hat vier Hauptcharaktere: Sylvia, Anna, Sylvias Vater und Mats. Und um diese Personen dreht sich die Geschichte hauptsächlich.

Der Leser weiß lange Zeit nicht, was es mit Sylvias Amnesie auf sich hat – ob manche Dinge, die sie sieht und erlebt, auch tatsächlich passiert sind. Auch Anna erweckt zuerst Misstrauen. Sie arbeitet mit Sylvias Vater zusammen – so, dass Sylvia es nicht merkt. Aber auf wessen Seite steht sie? Ist sie Sylvias Freundin – oder arbeitet sie gegen Sylvia, indem sie das tut, was Sylvias Vater will?

Herausgekommen ist eine mitreißende Krimihandlung mit immer wieder unerwarteten Wendungen. Wer wen wann umgebracht hat – und ob das überhaupt passiert ist, bleibt lange unklar. So sieht Sylvia mal eine Figur – fast schon ein Monster -, die sie mit einem großen Ast bedroht. War das jetzt Wirklichkeit oder eine von Sylvias Wahnvorstellungen? Hat Sylvia überhaupt Wahnvorstellungen – oder gibt es für alles eine Erklärung?

Wer das wissen will, muss dieses überaus spannende Buch lesen. Und zum Schluss gibt es noch einen Showdown – ein dramatisches Ereignis, das vieles auflösen kann.

Erwähnen sollte ich noch, dass das Buch aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst ist. Nicht nur die Handlung ist sehr spannend, sondern auch die Schreibweise des Autors gefällt mir sehr gut – und die Tatsache, dass viele Dialoge vorkommen.

 

Mein Fazit
„Aroma des Todes“ ist ein überaus spannender Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen über Sylvia, ihre Vergangenheit und die Dinge, die sie gerade erlebt.

Da in dem Buch auch einige blutige und erschreckende Szenen vorkommen, empfehle ich das Buch Lesern ab 18 Jahren.

Ich vergebe diesem Krimi  alle fünf Sterne und empfehle ihn weiter.

 

P.S.: In verkürzter Version ist diese Rezension schon bei Vorablesen.de erschienen. Dort bin ich als „adel69“ unterwegs. Auch bei Amazon habe ich eine Rezension veröffentlicht unter meinem Usernamen „Irina Melbourne“. Auch bei „buch7.de“ habe ich eine Rezension einstellen können. Dort bin ich als „adel69“ angemeldet.

(Rezi von Adelheid) Marlies Zebinger: Keine Angst, es ist nur Liebe

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Vor kurzem habe ich folgendes E-Book gelesen:

Keine Angst, es ist nur Liebe

Der österreichischen Autorin Marlies Zebinger.

Wie ich das Buch fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen über das Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 3. August 2014

Seitenzahl: 335 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-945362-03-7

Verlag:  FeuerWerke Verlag

 

Über Marlies Zebinger:

Marlies Zebinger, Jahrgang 1981, ist eine österreichische Autorin. Sie wuchs in Graz auf. Jetzt wohnt sie in Leibnitz im Süden Österreichs.

Bevor sie ihren ersten Roman „Keine Angst, es ist nur Liebe“ verfasste, studierte sie Betriebswirtschaft. Eine Lebens- und Angstkrise brachte sie dazu, ihren Roman zu schreiben. Er gilt ein bisschen als Angstbewältigung und Therapie. Immerhin wurde dieses Buch bereits über 15.000 Mal als E-Book verkauft.

 

Die Handlung:

Anna Rogner leidet an einer Angstneurose. Sie lebt in einer 55 qm großen Wohnung in Graz (Österreich). Selbst, wenn sie spazieren geht – beispielsweise im Wald – packt sie die Angst. Auch Schlafstörungen können durch die Angst hervorgerufen werden.

Anna arbeitet bei einer Bank in der Wertpapierabteilung. Ihre Kollegen wissen nichts von ihren Angststörungen. Wer etwas davon weiß und Anna auch gut versteht, sind ihre Mutter und ihr Bruder. Selbst ihre Freundin Sue will Anna nichts über ihre Krankheit sagen.

Gegen diese Angst muss sie etwas tun, hat sie beschlossen und sich in Behandlung zu einer Psychotherapeutin begeben. Frau Dr. Hinterleitner heißt diese. 26 Psychotherapie-Sitzungen hat Anna bereits hinter sich und über 2.000 Euro dafür ausgegeben. Ob diese Therapie etwas bringt? Anna geht durch viele Stimmungsschwankungen. Sie versucht, viel Positives in ihrem Leben zu sehen – aber es gibt Momente, während derer sie vieles negativ wahrnimmt.

So auch die Behandlung bei Frau Dr. Hinterleitner. Einerseits bringt die Therapeutin Anna bei, dass die die Angst aushalten und mit ihr spazieren gehen soll. Anna soll sich vergegenwärtigen, dass sie mit Liebe, Mut, Gelassenheit und anderen positiven Gaben beschenkt wurde. Mit solchen Methoden kann die Angst irgendwann schrumpfen, bis sie so klein ist wie ein Hupfball. Andererseits blickt Anna mit Sorge auf den hohen Geldbetrag, den sie schon für die Therapiesitzungen ausgegeben hat.

Wenn Anna ihre 97-jährige Oma besucht, kommt sie etwas zur Ruhe. Oma hat einen Hund, namens „Salamander“. Und bei Oma trifft sie auch Matts. Er ist ein richtig toller Typ, gut aussehend. Aber er ist unhöflich und verabschiedet sich nicht von ihr. Darüber regt sie sich auf.

Aber Matts entschuldigt sich bei ihr. Er schreibt ihr einen Brief, den er ihr gerne persönlich überreicht hätte. Jedoch macht sie ihm die Wohnungstür nicht auf, als er klingelt, weil sie nicht weiß, dass er sie besuchen will. Deswegen legt er den Brief vor ihre Eingangstür.

Als sie ihn findet, ist sie entzückt, euphorisch. Matts schreibt schüchtern, verhalten. Er entschuldigt sich, er will Anna wiedersehen und sie besser kennenlernen. Eine Liebe scheint sich anzubahnen. Endlich wieder, nachdem Anna sich von ihrem vorherigen Freund Max getrennt hat. Als sie ihr gemeinsames Baby verloren, begannen Annas Ängste. Sie konnte den Tod ihres Kindes nicht so leicht verarbeiten, wie Max es offensichtlich tat.

Und jetzt scheint es einen neuen Lichtblick in Annas Leben zu geben. Eine neue Liebe, ein neuer Partner. Sie genießt das erste Date mit ihm. Deswegen hat sie mit ihrer Freundin Sue passende Kleidung gekauft.

Aber immer wieder ist sie von Ängsten hin und her geschüttelt. Einmal so sehr, dass die Matts die Freundschaft kündigt. Sie findet, dass sie mit ihren Ängsten und Panikattacken nicht gut genug für ihn ist. Matts jedoch hat eine blendende Idee – er will sie nicht fallen lassen, er liebt sie doch. Und so beschließt er, sie eine Zeitlang mit Überraschungen zu beglücken. Überraschungen, die er in Briefen ankündigt und die Anna lehren sollen, achtsam zu werden und zu sein und mehr auf die positiven Dinge im Leben zu achten.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man, wenn man bei Vorablesen.de auf die Seite geht, auf der dieses Buch vorgestellt wird – nämlich:

http://www.vorablesen.de/buecher/keine-angst-es-ist-nur-liebe

Rechts oben findet man die Option „Leseprobe öffnen“. Dort einfach draufklicken, und es öffnet sich eine kostenlose Leseprobe im PDF-Format.

 

Meine Meinung:

Die Autorin hat eine flüssige Schreibe, das Buch lässt sich relativ flott lesen. Ich nehme an, dass es sich hier um einen autobiographischen Roman handelt und die Autorin viel von dem, was sie in der Ich-Perspektive erzählt, auch selbst erlebt hat.

Die Autorin mischt aktuelle Geschehnisse, die Anna erlebt hat, mit ihren Gedanken rund um die Angst. Wer innere Monologe lesen möchte, sollte dieses Buch lesen!

Mir ist das alles oft zu ausführlich. Das Thema „Angst“ interessiert mich schon, auch was man dagegen macht. Anna leidet an großen Angstneurosen und muss groß und breit erzählen, was in ihrem Körper und in ihren Gedanken vorgeht, wenn beispielsweise jemand an ihre Wohnungstür klopft. Da malt sie sich aus, dass sie gleich ermordet werden könnte, wenn sie die Tür öffnet.

Oder als sie mit Sue Kleider kaufen geht, um für das Rendezvous mit Matts gut angezogen zu sein. Dieser Kleiderkauf wird auch detailliert beschrieben. Auch vor diesem Rendezvous denkt sie viel nach. Mal hat sie Angst davor, dann wieder freut sie sich darauf und ist aufgeregt. Und wenn Anna an sich selbst zweifelt, fängt sie an zu weinen.

Man braucht schon viel Geduld und Einfühlungsvermögen, um das, was Anna erzählt, in sich aufnehmen zu können. Man muss viele Stimmungsschwankungen aushalten – freut sich aber auch ehrlich mit, wenn Anna sich freut und wenn sie Spaß hat. Beispielsweise fand ich es ganz traurig, als Anna Matts eine Nachricht schrieb, sie wolle die Beziehung mit ihm beenden. Ich habe mich wirklich über die geniale Idee von Matts gefreut, Anna eine Zeit lang Überraschungen zu machen.

 

Mein Fazit:

„Keine Angst, es ist nur Liebe“ ist ein Roman über eine Frau, die an Angstneurosen leidet und sich verliebt. Und das eröffnet Chancen, ihre Angst heilen zu können.

Da mir das Buch oft zu detailliert und zu ausschweifend war, was auch meine Geduld bisweilen arg strapazierte, ziehe ich zwei Bewertungssterne ab.

Ich vergebe diesem Buch drei von fünf Sternen und empfehle es weiter. Man kann hier lernen, wie es Menschen geht, die unter Angstneurosen leiden.

 

P.S.: In verkürzter Form habe ich diese Rezension schon bei Vorablesen.de veröffentlicht. Dort bin ich unter „adel69“ unterwegs. Möglicherweise werde ich noch eine Rezension bei Amazon.de veröffentlichen. Dort schreibe ich unter dem Nicknamen „Irina Melbourne“.