(Rezi von Adelheid) „Pocketguide für Globetrotter“ von Laura Pattara

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Dank vorablesen.de durfte ich folgendes Buch lesen:
Pocketguide für Globetrotter
Autorin: Laura Pattara
ISBN-Nummer: 978-3768838887
Erschienen in Deutschland: 6. Oktober 2014
Verlag: Delius Klasing-Verlag, Bielefeld
Seitenzahl: 240 Seiten

Das Buch ist als Hardcoverausgabe erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 16,90 Euro. Es hat keinen Schutzumschlag – das Äußere des Buches besteht aus Stoff.

 

Über die Reiseautorin Laura Pattara
Laura Pattara, geboren 1973, ist Australierin mit italienischen Wurzeln. 2004 hatte sie eine Wohnung in Sydney, sie war 30 Jahre alt, hatte einen Universitätsabschluss und einen tollen Job. Jedoch trieb sie eine gewisse Ruhelosigkeit und sie wollte ANDERE Erfahrungen machen. Sie entschloss sich, Langzeitreisende zu werden.
Um zu wissen, ob das der richtige Lebensweg für sie sei, übte sie einen Job als Reiseleiterin aus. Dieser Job und die Erfahrungen, die sie hier mit Touristen machte, gaben den endgültigen Ausschlag für sie, ihr Leben mit Reisen zu verbringen.

Unterdessen hat sie einen Online-Job als Reiseautorin.

Produktfoto2008 lernte sie während einer Reise in Malawi (Afrika) den deutschen Reisenden Christopher Many kennen und beschloss, mit ihm zusammen zu reisen. Seit 2012 sind die beiden Globetrotter mit Motorrädern in der Welt unterwegs.

 

Über Chris Many
Christopher Many, der durch die Welt nach Australien reisen wollte, erlebte in Indien eine Art „Reise-Burnout“. Als Einheimische ihn durch die Fenster seines Hotelzimmers angafften und ihn auch, wenn er sich draußen aufhielt, auf Schritt und Tritt verfolgten, war er nahe daran, seine Reise abzubrechen und wieder nach Deutschland – seiner Heimat – zurückzukehren.

Er schaffte es, den Reise-Burnout zu überwinden – reiste weiter und lernte in Malawi Laura Pattara kennen.

Sie ist es, die das hier vorliegende Buch geschrieben hat. Christopher hat das Vorwort in diesem Buch geschrieben.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/pocketguidefuerglobetrotter_leseprobe.pdf

 

Über Reisevorbereitungen und das Langzeitreisen an sich – oder: worüber es in dem Buch geht
Laura erzählt, wie sie zum Reisen kam. Sie bringt Argumente gegen das Vorurteil, dass Reisen teuer wäre. Es kommt darauf an, wohin man reist. Und es kommt darauf an, wie komfortabel man es haben will. Wer beispielsweise 5.000 Euro für einen zweiwöchigen Wintersporturlaub in der Schweiz ausgibt, sollte wissen, dass man von denselbem Betrag in manchen asiatischen Ländern ein halbes Jahr lang leben kann, wenn man dort auf Reisen ist.
Wer längere Zeit unterwegs sein will, muss nicht unbedingt „jung“ sein – oder, was man auch immer unter „jung“ versteht. Der „Reisevirus“ befällt nämlich Leute aller Altersgruppen!
Die Autorin geht auf Fragen ein, wie man zum Beispiel eine Langzeitreise finanziert. Man könnte in dem Land arbeiten, in dem man sich aufhält. Als Reiseleiter beispielsweise. Oder man hat einen Job, den man auch mit einem Laptop ausüben kann – so, wie Laura es macht.
Sie will die Leser motivieren, schon jetzt auf eine Langzeitreise zu sparen. Man kann dafür beispielsweise einige Besitztümer verkaufen. Für die Besitztümer, die man behalten will, sucht man eine kostengünstige Lagermöglichkeit.
Was nimmt man genau mit auf eine Langzeitreise? Laptop und E-Book-Reader sind zu empfehlen – worauf sollte man nicht verzichten und worauf kann man verzichten? Sollte man als Langzeitreisender Luxusartikel mit auf die Reise nehmen?
Wie kommt man an sein Geld im Ausland? Und wie bringt man Banken, Versicherungen und Behörden bei, dass man eine Langzeitreise antreten wird? Laut Laura Pattara ist es der falsche Weg, diesen Institutionen zu verheimlichen, dass man eine solche Reise vorhat. Was sie empfiehlt, kann man nachlesen.
Wie kann man während einer Langzeitreise sparen? Die Autorin nennt mehrere Gelegenheiten, bei denen das machbar ist.
Wer mit dem Motorrad unterwegs sein will, dem empfiehlt die Autorin, kleinere Reparaturen an der Maschine selbst ausführen zu können. Wer ein Motorrad fährt, das nicht zu viele technische Raffinessen aufweist, kann das durchaus machen!
Laura Pattara empfiehlt ohnehin die Reise mit einem Fahrzeug – einem nicht zu teuren Wohnmobil oder einem Motorrad beispielsweise.
Und wie klappt es mit der ärztlichen Versorgung? Muss man auf Vorsorgeuntersuchungen im Ausland verzichten? Nein, sagt Laura Pattara und sagt, wie man auch im Ausland zu seinen Vorsorgeuntersuchungen kommt.
Auch ums gute Benehmen in anderen Staaten geht es in dem Buch, über Fallen, in die man als Reisender „tappen“ kann, über den Reise-Burnout und vieles andere mehr.

Ein guter Ratgeber – nicht nur für Langzeitreisende, sondern für Reisende generell
Laura Pattara siezt ihre Leser. Ihre Sprache ist aber nicht kompliziert, das Buch lässt sich gut lesen. Ich habe es gern gelesen.
Ich konnte mir jede Situation, die Laura beschreibt, sehr gut vorstellen.
Sehr interessant fand ich beispielsweise der Hinweis, dass man – wenn man mit einem Fahrzeug durch einige Länder fährt – für das Fahrzeug ein Extra-Formular benötigt, das sich „Carnet de Passage“ nennt. Also ein Dokument für die Durchreise mit dem Auto. Ich habe mal als Exportsachbearbeiterin in einigen Firmen gearbeitet und erkannte in diesem „Carnet“ Parallelen zu mir bereits bekannten Zollpapieren.
Zum Nachdenken brachte mich auch, dass Laura Pattara nicht gänzlich abrät, Luxusartikel mitzunehmen. Manche Luxusartikel können Langzeitreisenden, die auf viel verzichten, doch glücklich machen.
Lauras Vorschläge, welche Medikamente man auf Reisen dabeihaben sollte, finde ich ebenfalls sehr interessant. Gut finde ich, dass sie sagt, dass viele Medikamente auch in anderen Staaten zu kaufen sind – in derselben Qualität wie bei uns, aber doch teilweise preisgünstiger. Und – was tut man als Reisender, wenn man wirklich krank ist? Auf die Lösung, die Laura vorschlägt, wäre ich nie gekommen. Sie ist für mich aber nachvollziehbar.
Das sind nur einige Gesichtspunkte aus diesem lesenswerten und gut geschriebenen Ratgeber und Erfahrungsbuch. Ich finde, dass man auch Anregungen aus diesem Buch bekommt, wenn man eine Reise plant, die keine Langzeitreise ist.

Schreibfehler
Einige kleinere Schreibfehler habe ich entdeckt. Es heißt nicht „Land Rover“, sondern Landrover. Es geht doch nicht um ein Land und ein Auto der Marke „Rover“, sondern um ein Fahrzeug, dessen Bezeichnung ein Hauptwort ist, das aus zwei Hauptwörtern besteht. Und diese schreibt man bekanntlich zusammen. Die Schreibweise mit Bindestrich ist bei solchen Wörtern oft auch noch zugelassen – aber die Schreibweise, beide Wörter einfach so nebeneinander zu stellen, gibt es laut Duden noch nicht.
Dasselbe gilt auch für das Wort „Landcruiser“, das ebenfalls falsch geschrieben wurde.
Auf Seite 87 wurde „das“ und „dass“ verwechselt. Es muss heißen: „Am Ende ist es so, dass eine Reise Sie mehr kostet…“

Mein Fazit
Der „Pocketguide für Globetrotter“ ist für Leute geschrieben, die gerne reisen und sich schon überlegt haben, ob sie nicht eine Reise unternehmen wollen, die Monate oder sogar Jahre dauert. Das Buch motiviert Reisewillige, die entsprechenden Überlegungen anzustellen und Vorbereitungen zu treffen.
Auch Leute, die solch eine Reise bereits machen, finden in diesem Buch nützliche Gedanken und Ideen.
Selbst für Leute, die kürzere Reisen machen wollen, sind einige Ratschläge und Gedanken in diesem Buch durchaus hilfreich.
Die Idee, solch ein Buch auf den Markt zu bringen, finde ich wirklich gut.
Ich vergebe dem Buch „Pocketguide für Globetrotter“ fünf Sterne und empfehle es weiter.
P.S.: Diese Rezension erschien und erscheint noch auf Plattformen, auf denen ich unter „adel69“, „Sydneysider47“, „Irina Melbourne“ etc. unterwegs bin.

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(Rezi von Adelheid) „Zündstoff“ von Gea Nicolaisen

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DSCF3999Vor einigen Tagen habe ich folgendes E-Book zu Ende gelesen:
Zündstoff
Ein Schleswig-Krimi
Autorin: Gea Nicolaisen
Verlag: Midnight by Ullstein
Erscheinungsdatum: Dezember 2014
Seitenzahl: 272 Seiten (inklusive einer Leseprobe eines anderen Buches am Schluss des Buches)
ISBN-Nummer: 9783958190191

Das Buch ist als E-Book im E-Pub-Format in jeder Buchhandlung, die E-Books verkauft, zu haben. Auch als Kindle-Version kann dieser Krimi beim Internetbuchhandler Amazon.de gekauft werden. Der Preis für beide Versionen liegt im Moment bei 3,49 Euro.

Über Gea Nicolaisen
Gea Nicolaisen wurde in Bremerhaven geboren und wuchs auf Sylt auf. Sie hat studiert und wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von Schleswig. Das Schreiben von Krimis und Thrillern mit einem Schuss Romantik ist ihre Leidenschaft.

Handlung
Lucie wohnt noch nicht lange in Schleswig. In einem Gitarrenspielkurs lernte sie Fenja kennen. Beide freundeten sich an. Nun ist Fenja tot – sie hat sich von einer Brücke gestürzt aus Liebeskummer. Liebeskummer wegen Ragnar Calliesen.
Ragnar – ein Typ -, den Fenja schon seit ihrer Teenagerzeit anhimmelte. Die beiden besuchten dieselbe Schule.
Lucie ist bei Fenjas Beerdigung und begegnet den Leuten, mit denen Fenja zusammen war. Fenjas Tante Margrete ist da – sie hat sich um Fenja gekümmert, nachdem Fenjas Eltern bei einer Explosion ums Leben kamen. Dann gibt es noch Malte, einen ehemaligen Schulkameraden von Fenja.
Lucie denkt viel nach über ihre Freundin Fenja – vor allem, als ihr Fenjas Tagebuch geschickt wird. Offensichtlich wollte Fenja, dass Lucie es bekommt und es Ragnar übergibt. Lucie will diesen letzten Wunsch ihrer Freundin erfüllen – vor allem ist es ihr wichtig, das Tagebuch nicht zu lesen.
Sie verabredet sich mit Ragnar in einer Bibliothek. Leider muss dieses Treffen ausfallen, da die Bibliothek wegen einer Bombendrohung auf einmal gesperrt wird. Zum Glück bleibt es nur bei einer Drohung – das Gebäude selbst explodiert nicht.
Lucie schafft es, Ragnar später zu treffen. Er nimmt das Tagebuch zwar entgegen – hat aber offensichtlich kein großes Interesse daran.
Hat Fenja tatsächlich Selbstmord begangen? Immer wieder kommen Zweifel auf. Nicht nur bei Lucie, die sich deswegen hin und wieder mit ihrem Bruder Linus austauscht. Auch Malte ist Fenjas plötzlicher Selbstmord nicht ganz geheuer. Immer wieder unterhält er sich darüber mit Lucie. Für ihn ist es sicher, dass Ragnar Fenja umgebracht hat. Aber wie soll man ihm das nachweisen? Gemeinsam forschen Lucie und Malte in Fenjas Vergangenheit und suchen nach Anhaltspunkten.
Für die Polizei dagegen ist klar, dass Fenja Selbstmord begangen hat. Polizeikommissar Bendixen ermittelt wegen der Bombendrohung. Weitere Bombendrohungen folgen – und eines Tages fliegt ein Gebäude in die Luft…

Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/lp_nicolaisen_zuendstoff.pdf

Leseerfahrungen
Das Buch liest sich gut. Vor allem Lucie ist sympathisch, auch ihr Bruder Linus. Ebenso gefällt mir Malte – auch wenn ich oft den Eindruck habe, dass er etwas verschweigt und Lucie gegenüber nicht ganz ehrlich ist.
Ragnar ist merkwürdig – da er irgendwie gleichgültig wirkt und sich weder aus Fenja noch aus Lucie etwas zu machen scheint. Anfangs ist er nur eine Randfigur in dem Roman, aber im Laufe der Handlung tritt er immer mehr in Erscheinung und mausert sich zu einer der Hauptfiguren.
Über der ganzen Geschichte schwebt schon von Anfang an etwas Geheimnisvolles. Die Autorin schafft es, Lucies Zweifel über Fenjas Tod auch auf die Leser zu übertragen. Man liest das Buch anfangs, weil man wissen will, warum genau sich Fenja von der Brücke stürzte. Was ist an Ragnar so besonders, dass sich Fenja seinetwegen umbrachte?
Später interessierte mich das Buch wegen der vielen Bombendrohungen – und ein Gebäude flog in die Luft. Wer tut so etwas, wollte ich wissen? Deswegen las ich weiter.
Lucie und Malte versuchten selbst, das Rätsel um Fenjas Tod und die Bombendrohungen zu lösen. Das gefiel mir. Merkwürdig fand ich allerdings, dass Malte oft richtig versessen war, Ragnar für Fenjas Tod verantwortlich zu machen – ihm also einen Mord anzuhängen.
Neben Lucies und Maltes Ermittlungen erfährt der Leser immer mehr über Ragnar – und auch einige Szenen über Lucies Berufsleben werden eingestreut. Rainer Calliesen – der Vater von Ragnar – ist Lucies Chef. In Rainer Calliesens Architekturbüro arbeitet Lucie.
Manche Verben, die die Autorin verwendet, fallen mir auf die Nerven. So „peitscht“ Rainer einmal, anstatt, dass er redet. Oder Lucie „lacht scheppernd“, anstatt, dass sie lacht. Muss man so übertreiben? Ansonsten finde ich die – aus der Sicht des auktorialen Erzählers (kein Ich-Erzähler) – in der Vergangenheit dargestellte Story lesenswert.
Einige mundartliche Wörter stören mich, weil sie nicht erklärt werden. Was ist „über die Schulter plieren“? Oder was ist „plietsch“? Was bedeutet: „Der tünt total!“ Und was ist ein „Feudel?“ Um das herauszufinden, muss ich im Internet suchen. Als Süddeutsche habe ich diese Wörter noch nie gehört.
Gut gefällt mir, dass die Autorin viel Wissen über Schleswig und dessen Umgebung einfließen lässt. Sie scheint die Stadt sehr gut zu kennen. Diese Schilderung über Gebäude und Stadtteile fand ich so lebendig beschrieben, dass in mir der Wunsch geweckt wurde, selbst einmal Schleswig zu besuchen.
Manchmal zieht sich für mich die Handlung doch zu sehr in die Länge – es gibt Momente in dem Buch, bei denen ich mir mehr Spannung gewünscht hätte. Der Schluss ist allerdings sehr spannend, rasant und actionreich. Und außerdem nicht vorhersehbar. Das finde ich klasse!

Mein Fazit
„Zündstoff“ ist eine guter Roman mit Regionalcharakter über zwei Freundinnen, einige Männer, einige Bombendrohungen und Explosionen. Er spielt in der Stadt Schleswig. Interesse beim Leser wird dadurch geweckt, dass eine der beiden Freundinnen – Fenja – gestorben ist und es anschließend zu einigen Bombendrohungen und Explosionen kommt.
Die Informationen über Schleswig fand ich toll. Weniger gefallen hat mir, dass sich der Roman hin und wieder in die Länge zog. „Zündstoff“ dreht sich nicht nur um eine Krimihandlung, sondern auch um diverse „Beziehungskisten“, die dem Buch auch mal die Spannung nehmen.
Der Schluss ist rasant und unvorhersehbar – bis es dazu kommt, gibt es noch einige Wendungen in dem Buch. Deswegen vergebe ich auch vier Sterne und empfehle das Buch weiter.
P.S.: Dieser Bericht erschien und erscheint in ähnlicher oder auch in verkürzter Form bei verschiedenen Plattformen, bei denen ich unter „adel69“, „Sydneysider47“, „Irina Melbourne“ etc. unterwegs bin.

(Rezi von Adelheid) „Sag, es tut dir leid“ von Michael Robotham

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Ich wollte wieder einen spannenden Thriller lesen.
Meine Wahl fiel auf das Buch
Sag, es tut dir leid
des australischen Autors
Michael Robotham
Es war das erste Buch dieses Autors, das ich gelesen habe. Wie es mir gefallen hat, zeigt der folgende Bericht.

Kurze Informationen über das mir vorliegende Buch
Verlag: Goldmann (gehört zur Random-House-Verlagsgruppe)
ISBN-Nummer: 978-3-442-48193-4 (für die Taschenbuchausgabe)
Seitenzahl: 480 Seiten

Das Buch erschien am 16. September 2013 erstmals in deutscher Sprache – und zwar in einer broschierten Ausgabe, die im deutschen Buchhandel 14,99 Euro kostet.
Mir liegt die Taschenbuchausgabe vor, die im Dezember 2014 erschien und für die ich 9,99 Euro bezahlt habe.

Über Michael Robotham
Michael Robotham ist ein australischer Schriftsteller, der mit seiner Familie in Sydney lebt. Er wurde 1960 geboren und war als Journalist für Magazine und Tageszeitungen tätig.
Unterdessen hat der Autor acht Bücher verfasst. Viele von ihnen wurden in viele Sprachen übersetzt und weltweite Bestseller, beispielsweise „Dein Wille geschehe“ (2010) und „Todeskampf“ (2012).
Dieser große Erfolg ermöglichte es ihm, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen.

Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link direkt auf der Homepage des Goldmann-Verlags:
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Sag-es-tut-dir-leid-Psychothriller/Michael-Robotham/e412372.rhd?mid=4&serviceAvailable=true&showpdf=false#tabbox

Die Handlung: Piper und Natasha sind verschwunden
Piper Hadley und Natasha McBain sind Schulkameradinnen und beste Freundinnen. Beide sind 15 Jahre alt, als sie nach einem Volksfest von einem Mann entführt werden. Ihrem Entführer geben sie den Namen George. Er sperrt sie in einen dunklen Kellerraum irgendwo in einer abgelegenen, verlassenen Industrieanlage. Ab und zu gibt er ihnen Dosen, deren Inhalt sie sich an einem Kochgerät aufwärmen. Außerdem bekommen sie Zeitschriften, um sich beschäftigen zu können.
Immer wieder holt George Natasha – genannt Tash – nach oben. Wenn sie ihm hörig war und getan hat, was er wollte (sexuelle Handlungen), bekommt sie zu essen, ein warmes Bad und weitere Annehmlichkeiten.
Tash ist die hübschere der beiden Mädchen – zumindest war sie das, als Piper und sie noch in Freiheit lebten. In Gefangenschaft haben sie beide abgenommen.
Da Piper und Natasha geplant hatten, auszureißen, bevor sie verschwanden, denkt die Polizei an eine Entführung nur am Rande. Man nennt Piper und Natasha die „Bingham-Girls“, weil sie im britischen Ort Bingham wohnten, bevor sie verschwanden.
Als die Polizei in ihrer Suche nach den beiden Mädchen nicht weiterkommt, wird ihr Fall erst mal zu den Akten gelegt. Von vielen Leuten werden sie vergessen. Außer von ihren Familien, die die Hoffnung nie aufgeben.
Nach drei Jahren in Gefangenschaft gelingt es Tash, mit Pipers Hilfe zu fliehen. Sie ist so dünn geworden und kann sich tatsächlich durch eine Öffnung nach draußen quetschen. Außerdem hat George sie übel verletzt. Sie verspricht Piper, wieder zu kommen und sie (Piper) zu retten. Ihre Flucht führt sie in ein verlassenes Bauernhaus, wo ihr ein Ehepaar zu Hilfe kommt. Doch wenig später ist das Ehepaar tot – ermordet. Und in einem zugefrorenen See wird eine Frauenleiche gefunden. Handelt es sich um Tash? Gibt es eine Verbindung zwischen dem ermordeten Ehepaar und dieser Frauenleiche?
Fragen über Fragen, die die Polizei beantworten will. Sie ermittelt und holt sich dafür den Psychologen Joseph O’Loughlin (genannt: Joe) zu Hilfe. Er hat der Polizei schon oft geholfen, wollte das aber erst mal sein lassen. Darüber hinaus leidet er an der Parkinson-Krankheit, wollte ein Wochenende mit seiner Tochter Charlie verbringen und einen Vortrag in Oxford halten. Nach einigem Zaudern ist er bereit, der Polizei zu helfen.
Einen Verdächtigen hat die Polizei auch schon. Einen Mann, der immer wieder mal für das Ehepaar in dem Bauernhaus arbeitete und entlassen wurde.
Aber ist er wirklich der Mörder? Joe merkt, dass die Zeit davonrennt. Ein grausamer Mörder, der zu allem fähig ist, läuft frei herum – und der Verdächtige, auf den sich die Polizei „eingefahren“ hat, passt überhaupt nicht in das Täterprofil. Joe versucht mit Hilfe der Polizei Fragen um das Verschwinden von Piper und Natasha zu beantworten, um dem wahren Täter das Handwerk zu legen,…

Schreibstil/Erzählperspektiven
In dem Buch gibt es zwei Ich-Erzähler. Beide erzählen ihre Erlebnisse im Präsens (der Gegenwart).
Die eine Ich-Erzählerin ist Piper Hadley. Für sie ist es überlebenswichtig zu schreiben. Sie schreibt ihre Erlebnisse als Gefangene von George nieder – und schildert immer wieder Begebenheiten aus ihrer Vergangenheit. Alles, was sie erzählt, ist kursiv gedruckt.
Der andere Ich-Erzähler ist der Psychologe Joe O’Loughlin. Er schreibt nicht nur über seine Ermittlungen und Erkenntnisse und die Zusammenarbeit mit der Polizei. Ich erfahre auch, dass er geschieden ist und zwei Töchter hat.
Alles, was er schildert, ist in „normaler“ Schrift abgedruckt (meiner Meinung nach wurde hier die Schriftart „Times New Roman“ gewählt).
Ich komme bei den Schilderungen zweier Ich-Erzähler nicht durcheinander – gerade, weil hier unterschiedliche Schriftarten gewählt werden.

Weitere Leseerfahrungen: Spannender Stoff mit vorwiegend sympathischen Charakteren
Das Buch packte mich sofort. Zwei Ich-Erzähler störten mich nicht – vor allem, weil ich sie gleich unterscheiden konnte. Die beiden Mädchen Piper und Natasha tun mir sofort leid. Meine Güte, was muss das für ein übler Mensch sein, der die beiden so lange gefangen hält!
Der Psychologe Joe O’Loughlin ist sympathisch und macht auf mich einen kompetenten Eindruck. Er wird in dem Buch als „Mensch wie du und ich“ dargestellt – man merkt, auch ihm geht es nicht immer blendend. Er hat gesundheitliche Probleme, ist geschieden und ist ab und an mit seiner Tochter Charlie zusammen.
Das Buch liest sich gut, es gibt viele Dialoge, die Handlung ist spannend – und oft frage ich mich: Wann werden Piper und Natasha endlich gefunden? Wann kommen Joe und die Polizei George und seinen Machenschaften endlich auf die Spur?
Es geschehen so viele Ereignisse in dem Buch, die man als Leser nicht vorhersehen kann – und das finde ich gut. Es gibt viele Wendungen und auch die so genannte „falsche Spur“, die in Kriminalromanen üblich ist. Es gibt einige Verdächtige, die dann doch nicht die Täter sind. Und das ist bis zum Schluss so – der wahre Täter wird erst auf den letzten Seiten gefunden.
Was ich an diesem Thriller schätzen gelernt habe, sind nicht nur Spannung und viele sympathische Charaktere, die mitreißen können. Nein, es ist auch die Tatsache, dass Michael Robotham nicht mit „Splatter-Elementen“ arbeitet. Er berichtet also von Verbrechen, wenn sie passiert sind – und er schildert nicht in allen Details, wie jemand diese Verbrechen verübt und Leute quält. Das ist clever und nur deswegen möglich, weil der Autor die Geschehnisse aus der Perspektive von Piper und von Joe darstellt. Diese beiden sehen „nur“ die Ergebnisse diverser Gräueltaten.
Das reicht mir als Leserin durchaus aus und hält mich an der Lektüre. Ich habe schon Bücher von Autoren gelesen, die haarklein die grausamsten Ereignisse schildern mussten – und da war ich oft drauf und dran, solch ein Buch nicht mehr weiterlesen zu wollen, weil mir alles zu nahe ging. Ja, ich gebe zu: ich bin ab und zu zartbesaitet.
Das Problem wegen zu grausamer Schilderungen das Buch abbrechen zu wollen, hatte ich mit dem Buch „Sag, es tut mir leid“ von Michael Robotham nicht. Und das ist auch ein Grund, dass ich interessiert bin, noch weitere Bücher dieses Autors zu lesen.

Produktbild - eingestellt von Sydneysider47
Wer einen Thriller lesen will, der durchgehend spannend ist und gegen zwei Ich-Erzähler nichts einzuwenden hat, dem kann ich das Buch „Sag, es tut dir leid“ empfehlen.
Meiner Meinung nach ist das Buch für Leserinnen und Leser ab 16 Jahren geeignet, denn es kommen einige grausame Ereignisse in dem Buch vor. Zum Glück hält sich die Schilderung solcher Grausamkeiten in Grenzen – das finde ich gut.
Deswegen vergebe ich diesem Buch fünf Sterne und empfehle es weiter.

P.S.: Diese Rezension erschien in ähnlicher Form bei Ciao.de, wo ich unter dem Usernamen „Sydneysider47“ unterwegs bin.

(Rezi von Adelheid) „Steif und Kantig“ von Gisela Garnschröder

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Dank vorablesen.de durfte ich folgendes E-Book lesen:
Steif und Kantig
von der deutschen Autorin
Gisela Garnschröder
Das Buch ist als E-Book im E-Pub-Format (das habe ich auf meinem E-Book-Reader) in lokalen, aber auch Internet-Buchhandlungen sowie als Version für den Kindle-E-Book-Reader bei Amazon.de erhältlich.
Wer dieses E-Book (egal, in welchem E-Book-Reader-Format) kauft, bezahlt dafür 2,99 Euro. Ich habe es kostenfrei über vorablesen.de bekommen.
Wie mir die Lektüre gefiel, zeigt der folgende Bericht.
Kurze Informationen zu diesem Buch

Erscheinungsdatum in Deutschland: 14.11.2014
Verlag: Midnight by Ullstein (Midnight ist ein Digitalverlag
der Ullstein Buchverlage GmbH)

ISBN-Nummer: 978-3958190160
Seitenzahl: 186 Seiten
Über Gisela Garnschröder
Gisela Garnschröder ist eine deutsche Autorin, geboren 1949 in Herzebrock (Ostwestfalen). Sie studierte Betriebswirtschaft und war anschließend in der Justizvollzugsanstalt tätig. Ihre Erfahrungen dort brachten sie dazu, Krimis zu schreiben.
Aus ihrer Feder stammen einige Kriminalromane – beispielsweise „Mord am Pulverbach“ (2010) und „Larissas Geheimnis“ (2011).
Die Autorin ist verheiratet, hat Kinder und Enkelkinder und lebt in Ostwestfalen.
Die Handlung
Die Schwestern Isabella Steif und Charlotte Kantig sind Nachbarinnen. Sie leben in einem Doppelhaus – jede von ihnen in einer Doppelhaushälfte. Das Doppelhaus befindet sich in einer ruhigen Wohngegend im Städtchen Oberherzholz in der Nähe von Bückeburg.
Beide Schwestern sind verwitwet. Isabelle ist 62 Jahre alt, Charlotte 59 Jahre. Charlotte hat einen Sohn, namens Thomas, der sich in Tübingen auf seine Doktorarbeit vorbereitet. An einem Wochenende stellt er seiner Mutter seine Partnerin Marita vor.
Isabella und Charlotte waren einst Lehrerinnen. Deswegen nehmen sie auch an einem Fremdenführerkurs teil.
All das klingt nach Dorfidylle – gäbe es nicht eine Leiche, die in Charlottes Garten liegt und auf einmal verschwunden ist. Isabella hat die Leiche gesehen – genauso hat sie wenig später eine Plastikplane mit „etwas“ darin in einem Maisfeld entdeckt, die auch wenig später verschwunden ist.
Leidet Isabella an Halluzinationen? Auf einmal geschehen merkwürdige Ereignisse. Auf dem Gelände des Biohofes Eschter wird eine Männerleiche gefunden. Ertrunken sei der Mann in der Güllegrube. Ein Unfall sei das, konstatiert die Polizei – und legt den Fall zu den Akten.
Isabella und Charlotte sind allerdings anderer Meinung, zumal der verstorbene Mann aus München stammte, im Auftrag einer Firma unterwegs war und Isabella ihn noch bei einer Führung durch die Stadt gesehen hat. Die beiden Schwestern ermitteln auf eigene Faust, zumal Isabellas Freundin Vivian auf einmal verschwunden ist, ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Außerdem taucht eine jüngere Frau auf, die Vivian verblüffend ähnlich sieht. Und kann es sein, dass auf Eschters Biohof Genmais angebaut wird?
Aber damit nicht genug. Auf einmal gibt es einen zweiten Toten…
Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/lp_garnschroeder_steif_und_kantig.pdf
Meine Leseerfahrung/Meinung
Was mich sofort an dem Buch interessierte, waren die beiden Schwestern Isabella und Charlotte – beide sind sehr eigenwillig, aber jede auf ihre Art liebenswert. Lächeln musste ich immer wieder, wenn ich las, wie sie sich stritten oder die eine die andere wegen irgendeiner Sache aufzog. So kommen im Leben der beiden Witwen „neue“ Männer vor – und damit ziehen sich die beiden gegenseitig auf.
Mit diesen „Frotzeleien“ beginnt das Buch, und sie tauchen im Roman immer wieder auf. Deswegen braucht man auch keine Einlesezeit – denn beide Charaktere werden sofort präsentiert, man ist als Leser/Leserin schon ab der ersten Romanseite mittendrin in ihrem Leben.
Die Handlung wird aus der Warte des auktorialen Erzählers in der Vergangenheit geschrieben – es gibt also keinen Ich-Erzähler.
Die Seiten lassen sich schnell lesen – dank der vielen Dialoge. Ich konnte mir die Handlung bildlich vorstellen – die beiden Schwestern und die Leute, mit denen sie verkehren. Das Leben in einer sehr kleinen Stadt – und auf einmal wird eine Leiche auf einem dort ansässigen Biohof gefunden.
Das Buch ist oft sehr detailliert geschrieben – mir meistens zu detailliert. Da wird beispielsweise in allen Einzelheiten beschrieben, wie sich Isabella und Charlotte über Charlottes neuen Farbkopierer unterhalten – der dann auch gleich getestet wird. Oder es wird genau beschrieben, dass man jetzt Kaffee kocht. Und der Leser bekommt einen Blick auf fast jede Pflanze in Vivians Garten. Und so weiter. Mir ist das zuviel „Gelabere“ (Geschwätz), und das nervt mich oft beim Lesen!
Kompliziert ist das Buch nicht geschrieben – einfache Sätze gibt es und kaum Fremdwörter.
Dennoch würde ich es erst Lesern/Leserinnen ab 16 Jahren empfehlen. Es gibt dort eine Szene über eine Person, die zu Tode kommt. Diese Szene finde ich ziemlich krass – sie wurde von der Autorin doch recht plastisch beschrieben. Sie ist unüblich für diesen „Plauderkrimi“, aber sie ist nun mal da.
Der Schluss von „Steif und Kantig“ ist nicht vorhersehbar. Das finde ich positiv. Man rätselt als Leser mit den beiden Schwestern Charlotte und Isabella mit und fragt sich lange: „Was geschah wirklich?“
Fehler
Ja, auch die gibt es in dem Buch. Zum Glück sind es nicht viele. So wird einmal „Isabell“ statt „Isabella“ geschrieben.
Und „i.V.“ am Ende eines Geschäftsbriefes oder Vertrages bedeutet nicht „in Vertretung“ – wie viele fälschlicherweise meinen -, sondern „in Vollmacht“. Ja, ich habe eine kaufmännische Ausbildung durchlaufen und da habe ich solche Dinge auch gelernt. Seitdem weiß ich das.
Die Autorin lässt die Tatsache, dass auf einem Schriftstück „i.V.“ steht, mit in den Roman einfließen. Eine gute Idee, allerdings wundert es mich schon, dass weder die Autorin, noch ihr Lektorat Bescheid wissen, was „i.V.“ genau heißt. Beim Lesen hat mich das gestört.
Produktbild - eingestellt von Sydneysider47
„Steif und Kantig“ von Gisela Garnschröder ist ein Roman über eine Kleinstadtidylle, in der Morde passieren. Am Anfang hat mich das Buch sehr interessiert – und auch die Schwestern Isabella und Charlotte und ihr Umfeld fand ich ansprechend und amüsant.
Je weiter ich mit der Lektüre des Buches vorankam, desto mehr störte es mich, dass viele – für mich – unwichtige Nebenhandlungen so ausführlich beschrieben wurden.
Die Auflösung des Kriminalfalles und die Tatsache, dass diese nicht vorhersehbar ist, finde ich positiv.
Deswegen vergebe ich diesem Buch drei von fünf Sternen und empfehle die Lektüre weiter.

P.S: Diese Rezension habe ich in ähnlicher Form bei der Verbraucherplattform Ciao.de veröffentlicht, wo ich unter dem Usernamen „Sydneysider47“ unterwegs bin. Weiterhin gibt es die Rezension in verkürzter Form bei vorablesen.de unter meinem dortigen Usernamen „adel69“ und bei Amazon.de unter meinem dortigen Usernamen „Irina Melbourne“. Ich habe vor, auch bei weiteren Internet-Plattformen Rezensionen einzustellen.