(Rezi von Adelheid) „Tuer le père“ von Amélie Nothomb

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Produktbild von Adelheid 15092014_kleinSchon seit einigen Jahren besuche ich einen Französisch-Konversationskurs der Volkshochschule (VHS) im Landkreis Heilbronn. Ich möchte meine mühsam erworbenen und jahrelang gepflegten Französischkenntnisse (ich habe unter anderem Abitur in Französisch gemacht und bin von Beruf fremdsprachliche Wirtschaftskorrespondentin für Französisch) nicht vergessen.
Wir unterhalten uns im Konversationskurs nicht nur auf Französisch über Land und Leute und wiederholen die Grammatik, sondern lesen auch französische Literatur.
Vor einigen Wochen habe ich folgendes Buch gelesen:

Tuer le père
Autorin: Amélie Nothomb
Verlag: Albin Michel, Paris
Erscheinungsjahr in Frankreich: 17. August 2011
ISBN-Nummer: 978-2-253-17415-8
Seitenzahl: 130 Seiten

Das Buch liegt mir als Taschenbuch vor und kostet in Frankreich 5,90 Euro. Wer das Buch in Deutschland kaufen will, kann das beispielsweise bei Amazon.de tun. Dort kostet das Buch 8,05 Euro, kann aber auch als Kindle-Book zu 6,99 Euro für den Amazon-Kindle-Reader gekauft werden.

Ist dieses Buch auch in deutscher Sprache erhältlich?
Die Werke von Amélie Nothomb erscheinen auch in deutscher Sprache – und zwar im Diogenes-Verlag.
Die deutsche Übersetzung des Buches „Tuer le père“ heißt „Den Vater töten“ und ist als Diogenes-Taschenbuch für 9,90 Euro seit 24. Juli 2013 im Buchhandel erhältlich.

Über Amélie Nothomb
Amélie Nothomb ist eine belgische Autorin, die 1967 in Kobe (Japan) geboren wurde. Ihr Vater war belgischer Diplomat – unter anderem in Japan.
Ihr erster Roman „Mit Staunen und Zittern“ (französischer Titel „Stupeur et tremblement“) machte sie über Nacht in Frankreich berühmt. Seitdem erreicht jedes ihrer Bücher vor allem in Frankreich Millionenauflagen.
Das Ziel von Amélie Nothomb ist es, Romane zu schreiben, die nicht zu umfangreich sind. Ihre Bücher umfassen meistens 120 bis 150 Seiten.
In Deutschland gilt die Autorin immer noch als Geheimtipp. Ihr Buch „Antéchrista“ (deutscher Titel: „Böses Mädchen“) war hier in Baden-Württemberg „Sternchenthema“ für das Französisch-Abitur.

Das Verhältnis zwischen Joe und Norman – oder: die Handlung
Das Buch beginnt 2010. Im Prolog begibt sich die Autorin Amélie Nothomb zu einem Treffen von Magiern und Zauberern in Paris.
An einem Pokertisch fallen ihr ein jüngerer und ein älterer Magier auf. Der jüngere Magier heißt Joe Whip, ist ungefähr 30 Jahre alt. Er spricht nicht und lacht nicht – dennoch hat er eine so starke Ausstrahlung, dass alle Anwesenden ihn beobachten.
Alle? Nein. Ein älterer Magier, der ungefähr 50 Jahre alt ist, würdigt ihn keines Blickes. Sein Name ist Norman Terence.
Amélie Nothomb möchte wissen, warum sich diese beiden Männer offensichtlich aus dem Weg gehen. Sie lässt sich deren Geschichte von einigen Trinkern an der Bar erzählen.
Joe Whip wuchs in Reno im US-Bundesstaat Nevada auf. Seine Mutter Cassandra erzählte ihm immer, dass sein Vater sie verließ, als Joe geboren wurde. In Wirklichkeit hatte Cassandra so viele wechselnde Männerbeziehungen, dass sie nicht wusste, von welchem dieser Männer sie schwanger geworden war. Kein Mann wollte lange bei ihr bleiben, worüber sie sehr traurig war.
Eines Tages hielt der Liebhaber Joe Senior Einzug bei Joe Whip und seiner Mutter. Ständig gerieten Joe Senior und Joe Whip aneinander – bis Cassandra ihren Sohn bat, aus der Wohnung auszuziehen. Joe Whip war gerade erst 14 Jahre alt und nahm sich ein preisgünstiges Zimmer in Reno. Er beschloss, nicht mehr die Schule zu besuchen – die ihm, seiner Meinung nach, nichts brachte. Dafür hatte er sein Talent für die Zauberei entdeckt und trat nachts als Zauberer in Bars und Hotels auf. Mit dem Trinkgeld, das er für seine Auftritte bekam, hielt er sich über Wasser. Manchmal wurde er auch zum Essen eingeladen.
Als Joe 15 Jahre alt war, traf er einen Mann in einer Bar. Dieser Mann erzählte Joe, dass er – Joe – die besondere Gabe habe, ein großer Magier zu werden. Diese Gabe müsse man allerdings trainieren. So geriet Joe an Norman Terence. Norman und seine Freundin Christina nahmen Joe bei sich zu Hause in Reno auf. Sie behandelten ihn so, als sei er ihr eigener Sohn. Auch Joe fühlte sich wohl – so, als habe er zum ersten Mal eine eigene Familie.
Während Norman Joe zeigte, wie man ein guter Magier wird, verliebte sich Joe in Christina. Sie war 30 Jahre alt, Norman dagegen schon 40. Joe versuchte, mit Blumengeschenken Christinas Herz zu erobern.
Norman zeigte Joe, wie man mit Feuerfackeln jongliert. Auch Kartentricks lernte er.
Christina arbeitete immer wieder als Feuertänzerin. Ein Höhepunkt im Jahr, in dem sie zeigen konnte, wie gut sie darin war, war das „Burning-Man“-Festival. Joe wünschte sich sehnlichst, eines Tages beim „Burning-Man-„Festival dabei sein zu dürfen. Dazu müsse er mindestens 18 Jahre alt sein, sagten im Christina und Norman. Der Grund für diese Altersbegrenzung war, dass man während dieses Festivals Psychopharmaka und Drogen zu sich nahm – was Minderjährigen natürlich nicht gestattet war.
Und so wuchs in Joe der Wunsch, schnell 18 Jahre alt zu werden, zum „Burning-Man“-Festival fahren zu dürfen – und dort, nach Einnahme einiger Drogen, endlich das Herz und den Körper Christinas zu erobern…

Schreibstil und weitere Besonderheiten des Buches
Das Buch ist vorwiegend aus der Perspektive des auktorialen (allwissenden) Erzählers geschrieben. Der Prolog und der Epilog – also das erste und das letzte Kapitel – bilden eine Ausnahme – sie sind aus der Sicht der Ich-Erzählerin Amélie Nothomb erzählt, die sich auf einem Magiertreffen in Paris aufhält.
Wenn ich die Grammatik und den Wortschatz betrachte, würde ich das Buch Lesern empfehlen, die vier bis fünf Jahre Französisch gelernt haben, einen relativ großen französischen Wortschatz haben und das „Passé Simple“ beherrschen. Man sollte wissen, dass circa 98 % aller französischen Romane in dieser Vergangenheitsform verfasst werden. Es ist eine Zeit, die in der Schriftsprache vorkommt – und nicht in der gesprochenen Sprache, auch nicht in der Geschäftssprache und nicht in Zeitungsartikeln.
In Romanen, die im Passé Simple verfasst sind, begegnet man beispielsweise Ausdrücken, wie „il mangea“ – statt „il mangeait“ – für „er aß“. Oder „ils entrèrent“ – statt „ils entraient – für „sie traten ein“. Man muss schon mit dem Passé Simple vertraut sein, um viele französisch geschriebene Romane durchhalten zu können…
Wer ein französisches Taschenbuch kauft, dem wird auffallen, dass es vom Format her kleiner ist als deutsche Taschenbücher. Dabei dachte ich immer, die EU, der sowohl Deutschland als auch Frankreich angehören, hätte für alles Normen verabschiedet – auch für eine einheitliche Größe von Taschenbüchern. Das ist offensichtlich nicht der Fall.
Ich finde die französischen Taschenbücher immer sehr praktisch – denn sie passen auch in ziemlich kleine Handtaschen und sind vom Gewicht her leicht.
Ich erwähne noch, dass es im Buch „Tuer le père“ immer wieder Leerseiten gibt. Endet ein Kapitel auf einer rechten Seite, so ist die folgende linke Seite mmer leer – also unbedruckt. Das folgende Kapitel fängt also auf einer rechten Seite an.

Meine Leseerfahrung und Meinung zu dem Buch „Tuer le père“
„Tuer le père“ war nicht das erste Buch von Amélie Nothomb, das ich las. Ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen (manche in der deutschen, manche in der französischen Fassung), die ich sehr gut bis befriedigend fand.
Was ich an Frau Nothombs Büchern schätze, ist, dass sie kurz sind – manchmal recht humorvoll (z.B. „Stupeur et tremblement“), manchmal skurril (z.B. „Im Namen des Lexikons“), aber auch lehrreich und zum Nachdenken anregend (z.B. „Antéchrista“).
Das Buch „Tuer le père“ habe ich gelesen, weil ich wieder einmal ein französisches Buch lesen wollte und mir das Buch von unserer VHS-Kursleiterin ausgeliehen wurde.
Ich habe keinen Krimi erwartet – obwohl der Buchtitel „Den Vater töten“(Tuer le père) auch auf einen Krimi hindeuten könnte. Aber ich weiß, dass Frau Nothomb keine Krimis schreibt.
Gut an dem Buch ist, dass nur drei Personen darin vorkommen, die wirklich wichtig sind: Joe, Norman und Christina. Gut ist auch, dass sich das Buch sehr gut lesen ließ. Meine Französischkenntnisse sind gut bis sehr gut – und ich habe auch gelernt, den Inhalt von Büchern erfassen zu können, ohne jedes Wort nachschlagen zu müssen, das ich nicht kenne. Manche unbekannte Wörter erschließen sich aus dem Zusammenhang.
Einige wichtige Wörter habe ich schon nachgeschlagen – „tricher“ zum Beispiel, das heißt „tricksen“ (also: falsch spielen, betrügen). Dieses und wenige andere Wörter waren wichtig für mich, um die Handlung komplett zu verstehen.
Die Sätze sind nicht lang und verschachtelt, sondern in für mich normaler Länge abgefasst, so dass ich auch hier kaum Probleme beim Lesen und Erfassen des Inhalts hatte.
Ein Problem hatte ich mit den Figuren. Joe war mir nicht sympathisch und im Laufe der Lektüre wurde er mir noch unsympathischer. Warum vergeudet er sein Leben damit, Methoden zu ersinnen, um Norman dessen Frau Christina auszuspannen?
Ein weiteres Problem hatte ich mit der Handlung. Warum schreibt Frau Nothomb einen Roman, der in der Magier-Welt spielt? Mir hätte eine andere Umgebung, in der die Handlung spielt, besser gefallen. Irgendetwas „Normales“ – Norman und Joe hätten ja auch in einem Büro arbeiten und miteinander auf Geschäftsreise gehen können.
Norman fand ich sympathischer als Joe – und Christina, die ich ebenfalls mag, bleibt in der Handlung etwas „blass“, also unbedeutend. Die Geschichte dreht sich vorwiegend um das Verhältnis von Joe und Norman.
Merkwürdig fand ich auch, dass Joes leibliche Mutter Cassandra ihren Sohn, als er erst 14 Jahre alt war, bat, auszuziehen. Was ist denn das für eine Rabenmutter? An ihrer Stelle hätte ich dann den Liebhaber Joe Senior vor die Tür gesetzt, bevor ich den Sohn vor die Tür setze!
Da mich weder Handlung, noch die Personen absolut überzeugten, habe ich das Buch nur gelesen, weil ich wieder einmal ein französisches Buch lesen wollte. Und dieses hier ist kurz, das werte ich als Vorteil.
Die Lektüre von „Tuer le père“ fand ich befriedigend. Ich habe schon wesentlich bessere Bücher von Frau Nothomb gelesen. Der Schluss ist für mich überraschend und war nicht vorhersehbar. Aber dennoch bleibt „Tuer le père“ kein Buch, das mich positiv berührte, das mich zum Nachdenken brachte. Der Charakter Joe ist für mich noch unsympathischer geworden, und das, was Norman zum Schluss tut, finde ich sehr merkwürdig.

Mein Fazit
„Tuer le père“ von Amélie Nothomb ist ein Buch in französischer Sprache, das man lesen kann, wenn man mindestens vier bis fünf Jahre Französisch gelernt hat und das Passé Simple beherrscht. Es ist ein Roman aus der Magier-Welt, der mich vom Thema her und auch von den Personen her nicht besonders begeistern konnte.
Ich vergebe drei Sterne für das Buch und bleibe bei einer Weiterempfehlung unentschlossen.
P.S.: Diese Rezension erschien vor einigen Monaten bereits bei der Verbraucherplattform Ciao.de, bei der ich unter dem Usernamen „Sydneysider47“ unterwegs bin und Berichte schreibe.

{Rezension} Kiana – Das Band der Träume von Michelle I. Moore

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Autor:  Michelle I. Moore 
Titel: Das Band der Träume
Serie: Kiana : Band 1
Format: E-Book | Kindle Format
Verlag: Self Publisher
Erscheinungsdatum: Juni 2014
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 363
Sprache: Deutsch  
ASIN:  B00KUTGZV4
Preis: 3,99 €

Die vierzehnjährige Kiana kennt die Welt nur aus Büchern, denn sie ist im Hort eingesperrt, einem Heim für ausgestoßene Kinder und Jugendliche. Als eines Nachts jedoch die geheimnisvollen Fremden auftauchen, die sie für ihren Herrn, dem Falken, als Geschenk für sieben glorreiche Jahre Herrschaft über die Menschen auserwählen, gelingt es ihr endlich zu fliehen.
Voller Entsetzen muss sie die schreckliche Wahrheit hinter den Fremden erfahren. Von da an ist sie auf der Flucht vor einer Meute blutrünstiger Vampire, einem charmanten Gefallenen Engel und dem Falken, mit dem sie obendrein noch eine merkwürdige Verbindung zu haben scheint …

Kurz vor meinem Urlaub bekam ich noch dieses Rezensionexemplar von der Autorin. Mich hat es schon sehr interessiert, zumal ich in letzter Zeit weniger Fantasy gelesen hatte.

Also begann ich mit dem Buch und hatte einen WOW – Effekt! Gleich von Anfang an war ich in der Geschichte drin und diese ging auch zügig und spannend voran.

Kiana wird in jungen Alter von 4 Jahren von ihren Eltern in den Hort gegeben. Dort leben Kinder, die keiner will. In diesem Heim geht es auch recht schrecklich zu und ist alles andere als liebevoll. Eines Tages ist auch Kiana eine Auserwählte, die angeblich zu Pflegeeltern kommen soll.

 Doch Kiana ist immer kritisch und hinterfragt schon all die Jahre, ob es wirklich so ist, wie man ihnen weiß machen will. Und sie flieht, als sie die Möglichkeit dazu hat. Auf ihrer Flucht macht sie wirklich eine Menge Entdeckungen und merkt, dass sie die Welt, wie sie wirklich ist überhaupt nicht kennt. Da begegnet sie einer Riesenratte, es ist die Rede von Vampiren, gefallenen Engel und einem mysteriösen Falken, der Kiana von nun an jagen wird.

Wie gesagt, ich war von der Geschichte sofort fasziniert und ich konnte gar nicht genug bekommen. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen, weil es immer wieder so spannend war.
Kiana, eigentlich ziemlich rebellisch, ist allerdings auch recht naiv, eben weil sie die Welt nie wirklich kennen gelernt hat. Aber sie ist auch sehr sympathisch, sie entwickelt sich und schreitet voran und nach und nach wird im Buch erklärt, wie es ist mit ihren Träumen und der Verbindung zu dem Falken.

Dieser ist wirklich ein grausamer Herrscher, doch ein gefallener Engel möchte die guten Seiten des Falken wieder hervorholen. dafür sucht er die Hilfe von Kiana. Aber kann und will sie ihm wirklich helfen? Und will der Falke eigentlich Hilfe? Wem kann Kiana noch trauen?

Eine wirklich spannende, gefühlvolle Fantasygeschichte, die es wert ist gelesen zu werden und der man mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Ich habe Kiana gerne auf den ersten Teil ihres Weges begleitet und bin mir sicher, dass ich auch den nächsten Band lesen werde, denn das Ende lies noch so viel offen!

 

Vielen dank an die Autorin für das zur Verfügung gestellt Rezensionexemplar!

{Rezension} Total durchgeknallt die Jungs! von Tina Zang

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Autor: Tina Zang   
Titel:  Total durchgeknallt, die Jungs!
Verlag: Edition tingeltangel      
Erschienen am: 27. Juni2013    
ASIN: B00DP648CC
Seitenzahl der Print Ausgabe: 211
Ausgabe: E-Book / Format: Kindle   
Preis: 2,99 €

„Hi, ich bin Flora, gerade 16 geworden und plane einen super Sommer. Wenn nur die Jungs nicht durchdrehen würden:

    • Mein Freund Theo beschwört Eifersuchtskrisen herauf, wenn mich andere Kerle auch nur ansehen. Dabei kann ihm, dem weltbesten Knutscher, keiner das Wasser reichen. Ob er auch der weltbeste Liebhaber ist, weiß ich allerdings noch nicht …


    • Mein Salsa-Partner Arik entdeckt eine völlig neue Seite an sich und mutiert zur Club- und Shoppingqueen. Allerdings richtet er damit ein heilloses Chaos an und ist drauf und dran, meine nigelnagelneue Freundschaft mit der wunderbaren Tessa zu ruinieren …


    • Yannick hat die weltschönsten grünen Augen und ist Vizeweltmeister geworden in … tja was? Er will es mir einfach nicht verraten! Muss ja was Oberpeinliches sein! Vielleicht Bobby Car Racing, Cheerleading, Sumpfschnorcheln …


    • Und dann gibt es da noch „die Verrückten“, die kräftig dabei mithelfen, dass am Schluss keiner mehr weiß, wer von wem was warum will …


Au weia, drückt mir die Daumen, dass der Sommer nicht die volle Katastrophe wird!“

Durch ein Bücherforum hatte ich vor einiger Zeit die Autorin kennengelernt. Ich hatte bereits ihr Buch „Mond aus Glas“ gelesen und war damals davon total begeistert. Bereits letztes jahr hat sie diesen Roman in dem Forum vorgestellt und ich habe ihn mir geholt, dachte, es wäre eine gute Sommerlektüre.
Nun endlich diesen Sommer habe ich ihn gelesen und gleich zu Beginn kann ich sagen, dass er mit gut gefallen hat.

Wir begleiten hier die Protagonistin Flora, wie sie langsam ihre eigenen Wege erkundet, feststellt, was sie will, und wie ihr Leben mal werden soll. Mehr oder weniger. Momentan befindet die 16jährige sich in einer Phase, wo sie sich langsam abnabelt von der Mutter. Sie zieht über die Sommerferien in eine WG von älteren Jungs, mit denen sie eine wirklich tolle Freundschaft verbindet. Die Jungs versprechen wirklich auf Flora acht zu geben und ihre mama erlaubt es.

Aber dann gibt es jede Menge Probleme: Sei es ihr Bester Freund Arik, der plötzlich ganz neue Seiten an sich erlebt – oder ihr Freund Theo, der mehr als nur eifersüchtig ist.
Flora ist genervt, enttäuscht, freudis – eigentlich macht sie alles durch in diesem herrlich, spritzigen Sommerroman!

Frisch und jugendlich geschrieben, ist diese Story recht schnell gelesen, denn auch der Schreibstil der Autorin ist toll und es wirklich locker leicht zu lesen ist.

Eine herrliche Sommergeschichte, über Flora und ihre Art das Leben zu nehmen, wie es ist. Über erstes Verliebtsein, sich selbst finden und Freundschaft.

Nicht unbedingt tiefgreifende Lektüre, aber für eine leichte Sommerlektüre zwischenrein genau richtig!

Ein paar Fehler in den Satzzeichen oder fehlende Wörter haben sich eingeschlichen, aber es war nicht so viel, dass man hätte daran verzweifeln wollen – passt schon!

Bilder von Tina Zang
 
Tina Zang ist eins der Pseudonyme der Schriftstellerin Christine Spindler, die in Deutschland und den USA veröffentlicht.
Unter dem Namen Tina Zang schreibt sie für Kinder und Jugendliche. Ihre Geschichten sind witzig, abenteuerlich und fantasievoll. Nach 44 Printtiteln hat sie nun das e-publishing für sich entdeckt. Die Resonanz zu ihrem frechen Jugendroman „Total durchgeknallt, die Jungs!“ ist so begeistert ausgefallen, dass sie bereits an einer Fortsetzung arbeitet.

{Rezension} Dornenkuss von Bettina Belitz

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Autor: Bettina Belitz     
Titel:  Dornenkuss
Serie: Splitterherz Trilogie – Band 3 
Verlag: script 5      
Erschienen am: Novemeber 2011    
ISBN-10: 3839001234
ISBN-13: 978-3839001233  
Seitenzahl: 812  
Ausgabe: Gebunden
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 – 15 Jahre   
Preis: 19,99 €

Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern – und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen? Mit der romantischen Liebesgeschichte von Elli und ihrem träumeverzehrenden Nachtmahr Colin gelang Bettina Belitz ein grandioses Debüt. Die Splitterherz-Trilogie ist All-Age Lesefutter vom Feinsten. Für alle, die gerne Paranormal Romances lesen, ein Muss. „Dornenkuss“ ist der dritte Band einer Trilogie. Die beiden Vorgängertitel lauten „Splitterherz“ und „Scherbenmond“. Mehr zu Buch und Autorin unter: http://www.dornenkuss.com

Lange ist es her, dass ich Band 1 & 2 der Trilogie gelesen habe, aber nun endlich wollte ich diese beenden und habe mich an das über 800 Seiten starke Werk getraut.
ich sollte nicht wirklich enttäuscht werden.

Band 3 geht da weiter, wo Band 2 aufgehört hat.
Ellie ist wieder zu Hause, völlig fertig und mit den Gefühlen am Ende, denn sie darf keine liebenden Gefühle zu Colin aufbringen um Tessa nicht auf den Plan zu rufen – vorzeitig zumindest nicht.
Elli hat beschlossen nach Italien zu gehen und Tessa zu vernichten, damit sie endlich mit Colin glücklich sein kann.
Mit dabei ihr bester Freund Tillmann, ihr Bruder Paul und dessen Freundin. Dabei sind die Vier nicht immer einer Meinung, denn ausserdem wollen sie auch noch Ellis und Pauls Vater finden, der ebenfalls in Italien ist – er gilt als verschollen.

Mit der Geschichte selbst hatte ich keinerlei Probleme. Obwohl das letzte Buch schon recht lange her ist, habe ich sofort wieder reingefunden. Im Grunde lies diese sich auch sehr gut lesen, ich war nur manches mal nicht so richtig in der Stimmung dafür, vielleicht hatte das Buch deswegen ein paar Längen für mich. Aber der Schreibstil war toll: erwachsen, flüssig und manches mal mystisch und dunkel.

Die Protagonisten fand ich ebenfalls sehr gut – einfach richtig passend. Ellie mochte ich eh von Anfang an, Colin blieb manches mal in diesem Band etwas unscheinbar, denn nun trat ein neuer Charakter auf.
Auch die anderen Charaktere blieben in diesem band ein wenig farblos, einzig Tillmann hat hier wirklich richtig geglänzt. War er bereits in band 2 schon um Welten besser, so war er hier zum einzig wahren Helden mutiert und mir sehr sympathisch!

Am Ende war ich wirklich versöhnt mit der Geschichte, die wie ich fand im Mittelteil seine Längen hatte, die man sicherlich kürzer hätte auf den Punkt bringen können. Aber das Ende lässt keine Fragen offen und ich bin froh, dass ich die Trilogie beenden konnte.

{Rezension} Mystic City Band 1 – Das gefangene Herz von Theo Lawrence

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Autor: Theo Lawrence   
Titel: Das gefangene Herz
Serie: Mystic City – Band 1
Verlag: Ravensburger Buchverlag 
Erschienen am: 1.Mai 2013    
ISBN-10: 3473400998 
ISBN-13: 978-3473400997 
Seitenzahl: 416
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre   
Ausgabe: Gebundene Ausgabe
Preis: 16,99 €

Aria Rose hat mit einem Schlag ihr Gedächtnis verloren. Als sie dann auch noch den gut aussehenden Hunter trifft, ist ihre Verwirrung vollkommen. Auf mysteriöse Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen, doch diese Liebe darf nicht sein. Denn Hunter gehört zu den Mystikern, einer Rebellengruppe mit magischen Fähigkeiten. Sie werden von Arias Familie von jeher unterdrückt. Kaum gibt Aria sich ihren verbotenen Gefühlen hin, entbrennt ein erbitterter Machtkampf in der Stadt und eine dunkle Erinnerung kehrt zurück …

Aria Rose ist sich nicht mehr sicher. Sie feiert eine Verlobungsparty, kennt aber ihren Verlobten nicht mehr. Sie leidet unter einem Gedächtnisverlust nach Einnahme einer Überdosis Drogen.
Als sie auf Thomas, ihren Verlobten trifft, kann sie sich immer noch nicht an ihn erinnern.
Aria und Thomas gehören zu den Menschen, welche regieren, die Macht haben.
Die Stadt wurde vor Jahren wegen eines erhöhten Wasserspiegels umgebaut und nun leben eben diese Menschen hoch oben in den Horsten.
Die Armen und Mystiker wohnen unten in der Tiefe. Und genau dahin zieht es Aria. Und sie lernt den geheimnisvollen Hunter kennen.
Plötzlich fängt sie an, alles zu hinterfragen, was ihr ihre Eltern erzählen. Warum hat sie wirklich diesen Gedächtnisverlust? Und was war davor?

Der Autor hat hier eine sehr düstere Welt erschaffen, finde ich. Aber was für ein toller Einstieg in eine (wiedermal) neue Trilogie. Gleich zu Beginn war ich begeistert und konnte das Buch, welches mir durch Zufall in die Hände fiel, kaum aus eben diesen legen. In jeder freien Minute musste ich lesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Und auch als das Buch zu Ende war, war ich noch ganz begeistert.

Mir gefällt die Idee, die Charaktere fand ich wirklich überzeugend, und es gab so manchen Wendepunkt. Wem kann man trauen? wer entpuppt sich als Verräter?

Das gefangene Herz ist ein glungener Auftakt. Der Autor hat uns hier in eine Zukunftsversion eines überschwemmten New Yorks entführt, mit einigen fantastischen Elementen, wie zum beispiel die Mystiker. Die mich wirklich sehr fasziniert haben.
Ein tolles Leseerlebnis, was wirklich neugierig auf die kommenden Teile macht!

{Rezension} Linna singt

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Autor: Bettina Belitz     
Titel:  Lina singt  
Verlag: script 5      
Erschienen am: 10.September 2012     
ISBN-10: 3839001390
ISBN-13: 978-3839001394   
Seitenzahl: 512  
Ausgabe: Gebunden   
Preis: 18,95 €

Seit fünf Jahren hat Linna sie nicht mehr gesehen: Maggie, Simon, Jules und Falk, die ehemaligen Mitglieder ihrer Band. Nun treffen sie sich in einer Hütte in den Bergen wieder, um für einen Auftritt zu proben. Linna hatte eigentlich keinen Grund, Maggies Einladung zu folgen, denn was die anderen nicht wissen: Seit damals hat sie keinen Ton gesungen. Doch etwas treibt sie an, sich ihrem alten Leben zu stellen: die Erinnerung an eine Nacht mit Falk, dem Gitarristen. Linna muss sagen, was vor fünf Jahren unausgesprochen blieb, und sie muss hören, ob Falk eine Antwort hat. Bald beginnt die von Anfang an gespannte Atmosphäre zu kippen: Was als zwangloses Wiedersehen geplant war, wird zum zermürbenden Psychospiel, bei dem Linna immer mehr als Lügnerin dasteht. Sie gerät in einen Strudel aus Verdächtigungen, Abhängigkeiten und tragischen Missverständnissen, der sie schließlich zwingt, die Erinnerung an vergangenen Schmerz zuzulassen. Denn dort liegt der Schlüssel zu allem: der Grund dafür, dass Linna nicht mehr singt.

Linna singt.
So nannten sie sich: eine Band rund um die charismatische Sängerin Linna. Zur Band göhören Maggie, die alles für die Band und die Musik tun würde, ihr Zwillingsbruder Simon, der für alle lacht und einfach immer gut gelaunt ist. Jules, den alle Mädchen anhimmeln, insbesondere Maggie, die schon immer in ihn verliebt ist und Linna immer wieder vorwürft, sie wolle Jules haben. Und zu guter Letzt Falk, der undurchsichtigste, der, der nie große Worte macht.
Aber Linna hat hingeschmissen, und jetzt, 5 Jahre später will Maggie die Band wieder vereinen. Linna kommt auch, obwohl keiner weiss, dass sie seit 5 Jahren auch nicht mehr gesungen hat. Kann sie überhaupt noch singen?
Zum proben geht es auf eine Hütte in die Berge – mit Tobias, dessen Onkel diese Hütte gehört, und der der Band immer wieder geholfen hat.

Und auf der Hütte passieren wirklich merkwürdige Sachen und es tun sich regelrecht Abgründe auf. Linna merkt schon zeitig, dass ihre Freunde alle sich verändert haben – nicht immer zum positiven. Sie gerät in ein Psychospiel, keiner glaubt ihr was, alle verdächtigen sie.
Und Linna versucht zu ergründen was ist wahr, was ist Spiel und wer ist für diese bösen Schmierereien verantwortlich!?

Dieses Buch hat mich wirklich berührt! Sei es die Protagonistin Linna, die ich wirklich gleich mochte, obwohl, oder vielleicht weil sie so anders, so unnahbar war; als auch die Musik die immer wieder in der Handlung eine Rolle spielt. Und die Geschichte sowieso. Für mich war die Geschichte von allem etwas: Abenteuer, Psychokrimi und Liebesgeschichte. Klar, die Geschichte von Linna und Falk. Trotzdem sollte man sich keinen Liebesroman erwarten, dafür ist die Geschichte einfach nicht tiefgründig genug, und trotzdem so tief, dass ich mir hier und da ein paar Tränchen verdrückt habe.

Und der Schluss!!!  Liebe Frau Belitz, wie konnten Sie uns Leser das antun!
Aber am Ende dachte ich mir, ist es einfach nur konsequent und irgendwie für den Charakter der Linna genau richtig, alles andere wäre wohl nicht sie gewesen.

Ich habe das Buch innerhalb 3 Tage ausgelesen und blieb etwas traurig zurück. Lange habe ich darüber nachgedacht, lange habe ich überlegt, was ich dazu schreibe.
Aber mich hat das Buch einfach in Bann geschlagen – mit Sicherheit ein Jahreshighlight für dieses Jahr, denn ich kann nicht aufhören, darüber nachzudenken.

Und übrigens musste ich nach dem Buch erst einmal Adeles Song „Someone like you“ anhören – auch wenn es mich zu Tränen rührte, werde diesen Song nun immer mit dem Buch in Verbindung bringen.

{Rezension} Untod, lauf solange du noch kannst

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Autor: Kristy McKay
Titel:  Untod, lauf solange du noch kannst
Originaltitel: Undead
Serie: Undead – Band 1
Verlag: Chickenhouse / Carlsen
Erschienen am: November 2012
ISBN-10: 3551520410
ISBN-13: 978-3551520418
Seitenzahl: 368  
Ausgabe: Taschenbuch
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 18 Jahre
Preis: 14,95 €

Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot – Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf …

Bobby sitzt im Bus und ist froh, die Klassenfahrt überstanden zu haben. Sie ist gerade mit ihrer Mutter aus den USA nach England gezogen, und sie gilt als Aussenseiter in der Klasse. Und die haben es bekanntlich nicht einfach. Und nun sitzt sie im Bus, mit einem weiteren Aussenseiter, dem Rebell der Klasse. Alle anderen sind im Café und essen etwas. Dann kommt die Klassenschönheit Alice total aufgeregt an und meint, dass alle anderen tod sind. Es dauert dann auch nicht lang, und die drei stellen fest, dass ihre Klasse und die lehrer nicht nur tod sind, sie sind sogar untod!

Und dann geht sie los – die Hatz und die Flucht von ihnen weg. Aber scheinbar scheinen sie überall zu sein und die Jugendlichen kommen nicht weg, weil auch noch das Wetter verrückt spielt.

Das Buch ist erstaunlich gut, ich bin mit nicht allzu großen Erwartungen heran gegangen, aber ich fand mich in einer spannenden Geschichte wieder und es hat richtig Spaß gemacht. Bobby und Smitthy verlieren nicht ihren schwarzen Humor, was alles etwas auflockerte. Die Spannung bleibt erhalten, es gibt unerwartete Wendungen.
Und das Ende!!!! Das ist ja mal so richtig gemein – ein fieser Cliffhanger, der mir zeigt, ich muss mir unbedingt Band 2 kaufen!

Das Buch ist in einem jugendlichen Schreibstil, der sich schnell und gut lesen lässt.
Die Figuren sind allesamt recht gut beschrieben und man wurde sogar mit Alice warm. Ich fand es wirklich gut.

Das Buch hat mich zu anfangs doch sehr an „Ashes“ erinnert, aber nach und nach merkte man, dass es doch was eigenes ist und es wurde richtig spannend. Ich jedenfalls bin sehr gespannt auf den zweiten Band, der bereits erschienen ist: „Untod – sie sind zurück und hungrig“ erschienen am 23.August 2013.

Von mir bekommt das Buch volle Punktzahl, weil es mich wirklich überrascht hat.

Kirsty McKay
war Schauspielerin bevor sie begann dramatische Texte zu verfassen und für kommerzielle Theater in Großbritannien und Nordamerika zu schreiben. Erst seit wenigen Jahren widmet sie sich der Kinder- und Jugendliteratur. 2008 gewann sie den Schreibwettbewerb des SCBWI (Society of Children’s Book Writers and Illustrators) für Debütautoren. Kirsty wurde im Nordosten Englands geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in den USA und ist Vollzeit-Autorin.

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