(Rezi von Adelheid) Joe Heap: Die Welt in allen Farben

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich bin wieder zurück aus einem aufregenden Urlaub in den baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland. Gelesen habe ich dort unter anderem folgendes Buch:

Die Welt in allen Farben

Geschrieben wurde es vom britischen Autoren Joe Heap. Wie mir das Buch gefallen hat, erfährt man jetzt.

Kurze Informationen über das Buch „Die Welt in allen Farben“ von Joe Heap:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 16. September 2019

ISBN-Nummer: 978-3-95967-340-2

Verlag: Harper Collins

Seitenzahl: 400 Seiten

Das Buch erscheint in der deutschen Fassung als Hardcoverbuch mit Schutzumschlag und kostet 20 Euro im Buchhandel in Deutschland.

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach das Buch dort suchen, auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.  

Über den Autor Joe Heap:

Joe Heap ist ein britischer Autor, Jahrgang 1986. Er wohnt mit seiner Familie in London. „Die Welt in allen Farben“ ist sein erster Roman.

Die Welt aus der Sicht einer Sehbehinderten – oder: Worum geht es in diesem Buch?

Kate wohnt in London und ist verheiratet mit Tony. Tony ist lieblos. Er lässt sie beispielsweise allein, wenn sie verletzt ist und Hilfe braucht. Ihm macht es Spaß, Leute psychisch zu quälen. Als er beispielsweise herausbekommt, dass sie gewisse Geräusche nicht mag, versucht er genau mit diesen Geräuschen Kate zu verstören.

Kate bekommt immer wieder Panikattacken und Momente, während derer sie sich zu Hause einigelt.

Nova ist blind. Blind geboren, sehr klug, sie spricht fünf Sprachen und arbeitet bei der Polizei in London.

Eines Tages lässt sich Nova operieren. Die Operation bringt ihr die Fähigkeit zu sehen, aber sie muss trainieren, wie sie Formen, Objekte und Körper genau sehen und einordnen kann. Sie bekommt Karten und therapeutische Hilfe, um Fortschritte zu machen. Dieses Sehtraining ist mühsam, es erfordert viel Zeit und Geduld.

Als Nova im Krankenhaus liegt, lernt sie Kate kennen, die ebenfalls dort Patientin ist. Sie tauschen Telefonnummern aus und treffen sich wenige Male. Dadurch merken sie, dass sie einander brauchen, dass sie sich irgendwie ergänzen. Kate hilft Nova beim Sehtraining und Nova hilft Kate, ihre Panikattacken zu reduzieren und wieder mehr Vertrauen zu haben.

Nova wohnt einige Zeit bei Kate – und aus Freundschaft entwickelt sich Liebe. Die beiden Frauen merken, dass Tony eine ernsthafte Bedrohung ist. Er kann angsteinflößend, fies und brutal sein. Eines Tages droht die Situation zu eskalieren.

Mal ein anderes Thema für einen Roman als die, die ich bisher gelesen habe – oder: Meine Meinung:

Da mein Sohn sehbehindert ist, hat mich die Lektüre dieses Buches interessiert. Es ist in einer einfachen Sprache aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) geschrieben.

Ich habe dieses Buch gern gelesen. Es ist kurzweilig und interessant. Vom Thema her ist es etwas völlig Anderes als alle Bücher, die ich bisher gelesen habe. Kate und Nova sind mir sympathisch. Jede der beiden Frauen ist hilfesuchend auf ihre Weise. Beide Frauen entwickeln sich in diesem Roman, sie lernen voneinander.

Kate ist oft ängstlich und will schnell aufgeben. Nova ist selbstbewusster als Kate, weil Nova es gelernt hat, als Blinde im täglichen Leben zurechtzukommen. Aber die neue Situation – das Sehen-Lernen – überfordert sie oft. Immer wieder will sie aufgeben und als Blinde weiterleben, weil sie das gut kann. Aber Kate ist ein Antrieb für Nova, das Ziel sehen zu lernen, weiterzuverfolgen.

Als Leser erfährt man, wie Nova die Welt und ihre Sicht der Dinge aus der Sicht einer sehbehinderten Person sieht. Das fand ich faszinierend zu lesen. Ebenfalls die immer wieder eingestreuten Sehregeln sind einfallsreich und interessant und regten mich zum Nachdenken an.

In Kates innere Welt der Panikattacken und weiterer psychischen Probleme einzutauchen, fand ich da schon schwieriger. Kates Verhalten ist wohl oft nur für Psychologen nachvollziehbar.

Den Schluss des Buches fand ich etwas wirklichkeitsfremd und abrupt. Die Gründe für diesen Schluss sind aber auch für mich nachvollziehbar.

Die Liebeszenen zwischen den beiden Frauen sind nicht zu ausführlich geschildert, sie haben mich beim Lesen nicht gestört.

Ich fühlte mich von der Lektüre gut unterhalten, und die Handlung fand ich interessant. Deswegen vergebe ich fünf von fünf Sternen.

(Rezi von Adelheid) Dora Heldt: Drei Frauen am See

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Mittelmäßig und oft ausschweifend

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auf folgendes Buch kam ich, als es in unserer Bücherei hier am Ort zum Lesen vorgestellt wurde. Die Handlung klang interessant. Außerdem wollte ich schon lange einmal ein Buch von Dora Heldt lesen.

Also nahm ich „Drei Frauen am See“ von Dora Heldt zum Lesen mit.

Kurze Informationen zu dem Buch „Drei Frauen am See“ von Dora Heldt:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 31. August 2018

Verlag: dtv

ISBN-Nummer: 978-3423262064

Seitenzahl: 576 Seiten

Das Buch ist als Paperback-Ausgabe erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 16,90 Euro.

Über die Autorin Dora Heldt:

Dora Heldt ist eine deutsche Autorin, geboren 1961, die Buchhändlerin lernte und mit Romanen, wie „Urlaub mit Papa“ und „Tante Inge haut ab“ sehr bekannt wurde.

Die Bücher wurden zu Bestsellern und teilweise auch schon verfilmt.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es auf diversen Händlerseiten im Internet. Auch bei Amazon.de. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken, schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Worum geht es in dem Buch?

Alexandra, Friederike, Jule und Marie waren in den 1970er-Jahren sehr gute Freundinnen. Sie unternahmen viel miteinander, sie vertrauten einander, sie waren ein Herz und eine Seele. Ihre Freundschaft hätte ein Leben lang halten können – aber dann gab es ein entscheidendes Ereignis, das sie auf einmal trennte. So sehr, dass sie den Kontakt zueinander einstellten und jahrelang nichts mehr voneinander hörten. Jede der Frauen ist ihren eigenen Weg gegangen – beruflich und privat.

Doch plötzlich ist Marie gestorben. Sie litt ihr Leben lang an einer Herzkrankheit. Ihren drei einstigen Freundinnen hat sie ein Haus vererbt unter der Bedingung, dass sie sich wieder treffen und aussprechen.

Meine Meinung:

Das Buch ist vorwiegend aus der auktorialen Erzählperspektive in der Vergangenheit verfasst. Der Leser erfährt abwechselnd von Alexandra, Friederike und Jule und Marie. Später erscheinen die Passagen über Marie aus der Ich-Perspektive. Da Marie tot ist, werden Abschnitte aus ihrem Tagebuch geschrieben.

Die ersten 100 Seiten ließen sich schnell lesen, danach wurde die Lektüre oft zäh. Ich lernte die Charaktere kennen. Alexandra, Friederike und Jule waren mir nicht besonders sympathisch. Alexandra ist eine gut aussehende, erfolgreiche Verlagsleiterin, ziemlich unnahbar.

Friederike wird oft „Friedi“ genannt, leitet ein Hotel in Norderney und hat eine wechselhafte Vergangenheit. Es geht mir auf die Nerven, wenn sie mit dem Kurznamen „Friedi“ betitelt wird, denn dieser Name gefällt mir nicht. Ich finde solche Kosenamen, die auf -i enden, kindisch.

Jule ist Physiotherapeutin mit einer eigenen Praxis, trifft immer wieder ihre Tochter Pia. Ich finde Jule – neben Marie – am sympathischsten. Aber, was sie mit Pia und anderen Leuten schildert, ist mir oft zu ausschweifend erzählt.

Marie wird kaum beschrieben. Als sie in die Handlung eingeführt wird, ist sie bereits sehr krank und in einen Hospiz. Ihre beste Freundin Hanna ist bei ihr. Hanna kümmert sich auch nach Maries Tod darum, dass Alexandra, Friederike und Jule sich treffen und sich aussprechen.

Maries Tagebucheinträge stammen aus den 1970er-Jahren. Ich finde sie authentisch, aber manchmal ziemlich ausschweifend.

Mein Fazit:

„Drei Frauen am See“ ist ein Roman über drei Frauen, die sich nach vielen Jahren wieder einmal treffen. Die Charaktere waren mir nicht unbedingt sympathisch, die Handlung oft zu detailliert und langgezogen.

Was mich an der Lektüre hielt, war herauszufinden, warum sich die Frauen seinerzeit zerstritten hatten.

Der Schreibstil des Buches ist einfach gehalten, klug fand ich das Buch erst am Schluss, als eine Quintessenz, die die drei Frauen gelernt haben, gesagt wird.

Ich vergebe drei Sterne. Das Buch kann man lesen, man versäumt aber nichts, wenn man es nicht tut.

(Rezi von Adelheid) Noel Aiden: Ein Strauß voller Liebe

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Buch „Ein Strauß voller Liebe“ von Noel Aiden habe ich endlich gelesen – und schon auf einer Tauschplattform vertauscht. Das ist gut, denn es gefällt mir nämlich nicht. Warum das so ist, liest man jetzt.

Kurze  Information zu dem Buch:

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

ISBN-Nummer: 978-1505647037

Seitenzahl: 228 Seiten

Erscheinungsdatum in Deutschland: 21. Dezember 2014

Das Buch kann über Amazon.de bestellt werden und kostet 9,99 Euro. Natürlich gibt es auch eine Kindle-Version, die wesentlich billiger ist.

Über Noel Aiden:

Noel Aiden ist ein deutscher Autor, der einige Jahre in der Nähe von Seattle (USA) lebte. Jetzt lebt er mit Frau und zwei Kindern in München.

Er hat schon einige Romane über Amazon.de veröffentlicht.

Leseprobe:

Eine kostenlose Leseprobe bekommt man, wenn man das Buch bei Amazon.de sucht und auf die Option „Blick ins Buch“ klickt.

Worum geht es in dem Buch?

Dana und Peter lernen sich in der „Klinik Seelenruh“ kennen. Peter leidet an einem Burnout, deswegen ist er dort.

Peter ist gerade geschieden, und Dana hat eine schlimme Vergangenheit bei den Adoptiveltern hinter sich. Sie heiraten. Peter ist als Autor tätig. Offensichtlich verdient er so viel Geld, dass er ihr ein Pferd kaufen kann.

Auf einmal wird bei ihr ein Gehirntumor entdeckt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Gibt es überhaupt Heilungschancen?

Meine Meinung:

Peter ist der Ich-Erzähler, er erzählt die Ereignisse aus seiner Sicht in der Vergangenheit.

Schon zu Beginn des Buches fiel mir der „überbordend-blumige“ Schreibstil auf. Das ist manchmal okay, an manchen Stellen aber auch übertrieben. Es gibt Ausdrücke, wie „ihr Gesicht war eine nasse Ruine“, die mir nicht gefallen.  

Vom Schreibstil her ist das Buch sehr einfach geschrieben. Lange Sätze wechseln sich ab mit kurzen, abgehackten Sätzen.

Leider wurden mir die Hauptfiguren während des ganzen Romans nicht richtig sympathisch, da ihnen die Tiefe fehlt. Peter empfinde ich als Angeber, Dana ist zu unscheinbar. Es gibt Handlungsstränge in dem Buch, die ziemlich kurz abgehandelt werden – beispielsweise, dass Peter Dana ein Pferd kauft. Das Pferd wird in einem Kapitel kurz „abgenudelt“ – es wird krank, dann wieder gesund.

Dann gibt es Szenen, die mir zu unrealistisch beschrieben wurden, beispielsweise, wie und warum Dana als Kind in ein Heim kam. Oder, dass ein unbekannter Autor wie Peter von einem Verlag den Auftrag bekommt, einen Thriller zu schreiben.

In der Handlung geht es darum, wie Dana mehr über ihre Vergangenheit erfährt und wie der Gehirntumor therapiert wird. Dass sie das Ganze nicht überlebt, wird bereits zu Anfang klar.

Die Figuren, die immer wieder sprunghafte Handlung, diverse unglaubwürdige Szenen – all das konnte mich nicht überzeugen, obwohl die Idee, einen Roman über ein Ehepaar zu machen, von dem ein Ehepartner schwer erkrankt, gut ist. Aber hier wurde die Idee nicht überzeugend umgesetzt.

Ich vergebe zwei von fünf Sternen und empfehle das Buch nicht weiter.

(Rezi von Adelheid) Otti Pfeiffer: Träume stehn im Stundenplan

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in einem öffentlichen Bücherschrank bei uns im Ort fand ich folgendes Jugendbuch:

„Träume stehn im Stundenplan“ der Autorin Otti Pfeiffer.

Das Buch wurde 1978 im Franz-Schneider-Verlag veröffentlicht. Das war eine Zeit, als in Büchern noch keine Informationen über die Autoren standen. Deswegen weiß ich nicht, wer Otti Pfeiffer ist, ob sie noch schreibt etc.

„Otti“ – so nennt sich ja auch der Komiker Otto Waalkes, und das ist dann eher humorvoll gemeint. Aber ich denke nicht, dass die Autorin Otti Pfeiffer etwas mit Otto Waalkes zu tun hat.

Worum geht es in dem Buch?

Birgitt und Petra sind Freundinnen. Beide himmeln ihren Lehrer Herrn Baumgärtner an.

Irgendwann bekommt Annelore Baumgärtner, die Gattin des Lehrers, immer wieder anonyme Anrufe. Eine Frauenstimme sagt ihr, dass ihr Mann sie betrügt. Annelore ist entsetzt und stellt ihren Mann zur Rede. Aber dieser beteuert seine Unschuld. Er ist doch glücklich mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, den Zwillingen Lilo und Achim.

Um den Familienfrieden zu retten, versuchen Lilo und Achim zu ergründen, wer die anonyme Anruferin sein könnte. Vielleicht Birgitt oder Petra?

Meine Meinung:

Die aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit geschriebene Geschichte lässt sich schnell lesen. Das Buch ist keine große Literatur, also ziemlich einfach geschrieben – aber mehr erwartet man ja von einem Kinder- und Jugendbuch, das sich ausdrücklich an Mädchen von 11 bis 14 Jahren richtet, nicht.

Es gibt viele Dialoge und die Hauptpersonen sind sympathisch. Natürlich ist man als Leserin daran interessiert zu wissen, wer die anonymen Anrufe tätigt.

Das Buch hat auch gleichzeitig einen erzieherischen Effekt. Es zeigt, dass man nie unbegründet irgendwelche Menschen verdächtigen und nie Gerüchte streuen sollte  – das kann böse ausgehen.

In einem Kinder- und Jugendbuch geht es nicht ganz so böse aus, aber die betroffenen Personen erkennen, dass sie nicht richtig gehandelt haben. Und als Leser erkennt man, dass es Dinge gibt, die man am besten nicht tut – denn sie sind nicht richtig und können sogar bestraft werden.

Manche Ereignisse in der Handlung erschienen mir zu „glatt“, aber dennoch habe ich das Buch gerne und schnell gelesen. Es konnte mich eine Weile von meinen Alpträumen ablenken.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung.

(Rezi von Adelheid) Libby Page: Im Freibad

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei vorablesen.de habe ich momentan kein Glück. Ich bekomme dort nur dann ein Buch, wenn ich es mit Punkten einlöse. Die Punkte bekomme ich durch Rezensionen und Verlinkungen meiner Rezensionen.

Heute habe ich bei vier Buchverlosungen mitgemacht – und – wetten? – ich werde morgen kein einziges dieser vier Bücher gewinnen, weil ich gar nicht im Lostopf bin. Keine Ahnung, warum ich nicht mehr in den Lostopf komme. Da muss ich mich eben mit den Punkten für meine Leseeindrücke zufriedengeben. Naja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Das nun folgende Buch wollte ich auch gerne gewinnen. Das klappte nicht. Dann überlegte ich, ob ich es mir kaufe oder nicht. Die Leseprobe klang ansprechend und verlockend. Nachdem die Inhaberin einer Buchhandlung im Nachbarort dann noch nett Werbung für dieses Buch machte, habe ich es mitgenommen.

Die Werbung in dieser Buchhandlung finde ich immer besonders schön. Die Inhaberin oder eine ihrer Mitarbeiterinnen liest ein Buch und schreibt dann einige positive Eigenschaften darüber auf eine „Post-It-Notiz“, die dann auf das Buch geklebt wird. Diese Post-It-Notizen lassen sich problemlos entfernen, ohne dass ein Buch Schaden nimmt.

Und solche eine Notiz hing auch auf dem Buch

„Im Freibad“ der britischen Schriftstellerin Libby Page.

Ich habe das Buch gelesen. Wie ich es finde, liest man jetzt.

Kurze Informationen zu dem Buch „Im Freibad“ von Libby Page:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 27. Juni 2019

Verlag: Ullstein

Seitenzahl: 384 Seiten

ISBN-Nummer: 9783548290416

Über die Autorin:

Libby Page ist eine britische Autorin, die in London lebt und gerne schwimmt. Sie ist studierte Journalistin, hat schon für eine Zeitung gearbeitet und für eine Wohltätigkeitsorganisation.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrfach im Netz. Beispielsweise bei verschiedenen Online-Buchhandlungen. Auch bei Amazon.de. Einfach auf die Option „Blick ins Buch“ klicken, schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

Worum geht es in dem Buch?        

Rosemary ist 86 Jahre alt, noch sportlich und fit. Sie ist verwitwet und lebt alleine im Londoner Stadtteil Brixton.

Zu ihrem Leben gehören einige Rituale, beispielsweise regelmäßige Treffen mit ihrer ehemaligen Kollegin Hope, mit der sie einst in einer Bibliothek arbeitete. Außerdem das tägliche Schwimmen im Freibad in Brixton.

Doch eines Tages wird bekannt, dass das Schwimmbad bald schließen soll. Ein Fitnessstudio und Eigentumswohnungen sollen an dieser Stelle entstehen.

Rosemary ist untröstlich und kämpft um den Erhalt des Freibades. Kate, eine Lokalreporterin, soll darüber berichten. Rosemary kann sie für das Schwimmbad begeistern – und schon bald entdeckt Kate das Schwimmen für sich. Sie und Rosemary werden Freundinnen. Gemeinsam versuchen sie, das Freibad zu retten…

Meine Meinung zu diesem Buch:

Ich habe im Moment immer wieder Alpträume – zur Ablenkung kam mir dieses nette Frauenbuch gerade recht.

Es ist aus der auktorialen Erzählperspektive vorwiegend im Präsens verfasst. Die Geschichte gefällt mir, sie ist positiv, Mut machend und sie lenkt ab.

Kate und Rosemary sind sympathisch – und auch die meisten anderen Leute, die sie treffen.

Kate wohnt einige Jahre in London, sie fühlt sich dort nicht wohl, weil sie keine Freunde hat. Nicht einmal die Menschen, mit denen sie in einer Wohngemeinschaft wohnt, kennt sie genau.

Als sie von ihrem Chef in der Lokalzeitung den Auftrag bekommt, über das Freibad und dessen drohende Schließung zu schreiben, wittert sie ihre Chance, dass ihre Artikel auch von einem größeren Publikum gelesen werden. Und so kommt es auch. Gleichzeitig verändert sich Kate. Sie wird mutiger, selbstbewusster, sie entdeckt das Schwimmen für sich – und sie merkt, dass die Freundschaft zu Rosemary und das Schwimmen ihrem Leben viel Qualität gibt.

Auf einmal lernt Kate mehr Leute kennen, findet weitere Freunde, knüpft Kontakt zu ihrem Arbeitskollegen Jay und vertieft den Kontakt zu ihrer Schwester Erin. Sie geht aufmerksam durch London und beginnt, ihr Leben dort zu lieben und zu akzeptieren.

Das Freibad ist hier ein Symbol. Es ist ein Symbol für die Freundschaft der beiden Frauen untereinander, aber auch ein Symbol für den Zusammenhalt in einem Stadtviertel. Denn nicht nur Kate und Rosemary wollen, dass das Freibad weiterbesteht, sondern auch andere Leute, die dorthin zum Schwimmen gehen. Und durch die Zeitungsartikel können noch mehr Anhänger gewonnen werden.

Weiterhin ist das Freibad ein Ort der Erinnerungen. Immer wieder liest man, wie Rosemary und ihr Mann George ins Freibad gingen, wie sie auch mal nachts heimlich ins Freibad kamen – und wie das Freibad ihr Leben prägte.

Das Thema „Freibad“ ist auch interessant für deutsche Leser, da auch in Deutschland immer mehr Freibäder schließen müssen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Beim Lesen habe ich immer wieder Lust verspürt, selbst ein Freibad aufzusuchen – so liebenswert und interessant fand ich die Schilderungen in dem Roman „Im Freibad“.

„Im Freibad“ ist ein Buch, das mich unterhalten und auch etwas ablenken konnte – im positiven Sinne. Ich vergebe fünf von fünf Sternen und empfehle das Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Maureen Daly: Siebzehnter Sommer

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dank vorablesen.de konnte ich folgendes Buch lesen:

Siebzehnter Sommer

der US-amerikanischen Autorin Maureen Daly. In den USA gilt dieses Buch als Klassiker. Für den deutschsprachigen Markt wurde das Buch neu entdeckt und von dem Verlag „Kein & Aber“ wieder veröffentlicht.

Wie mir das Buch gefallen hat, will ich jetzt berichten. Dass ich ein Buch über vorablesen.de bekommen habe, hänge ich normalerweise nicht an die große Glocke. Aber ich bekomme über diese Seite bei Verlosungen gerade keine Bücher mehr (die Gründe dafür sind mir nicht bekannt) und deswegen sollte ich mir die Bücher, die ich bekommen habe, einrahmen. Bei  den Verlosungen von vorablesen.de habe ich jetzt kein Glück mehr, wenn ich mich um ein Buch bewerbe.

Kurze Informationen zu dem Buch „Siebzehnter Sommer“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 15.04.2019

Verlag: Kein & Aber

Seitenzahl: 304

ISBN-Nummer: 978-3-0369-5990-0

Das Buch ist als Taschenbuch erhältlich und kostet im Buchhandel in Deutschland 13 Euro.

Über die Autorin Maureen Daly:

Die US-amerikanische Autorin Maureen Daly lebte von 1921 bis 2006. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin arbeitete sie noch als Essayistin, Herausgeberin, Journalistin. Sie schrieb mehrere Romane und Kinderbücher.

Im Alter von 16 Jahren gewann sie bereits einige Kurzgeschichtenwettbewerbe und beschloss anschließend, den Roman „Siebzehnter Sommer“ zu schreiben. In den USA ist dieses Buch schon seit Jahrzehnten ein Klassiker.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrmals im Netz. Beispielsweise bei vorablesen.de.

Einfach auf dieser Webseite das Buch „Siebzehnter Sommer“ suchen und auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Worum geht es?

Die 17-jährige Angie lebt in einer US-amerikanischen Kleinstadt in der Nähe des Lake Winnebago. Sie hat ihre High-School-Zeit hinter sich gebracht und wird im folgenden Herbst auf das College gehen. Den Sommer verbringt sie mit ihrer Familie. Es ist ein warmer Sommer Ende der 1930er-Jahre.

Angie trifft Jack, den sie sofort mag. Sie wartet auf seinen Anruf, darauf, dass er etwas mit ihr unternimmt. Dabei kritisiert sie sich immer wieder selbst – sie überlegt beispielsweise: ist sie hübsch genug für Jack? Als Jack mit ihr auf einen Ball geht, ist sie selig.

Ihre Zuneigung beruht auf Gegenseitigkeit – und als Angie einmal Tony, Jacks Freund, trifft, ist Jack eifersüchtig. Angie und Jack können sich wieder versöhnen – und eines Tages folgt Jack der Einladung, mit Angies Familie ein Mittagessen einzunehmen. Hier wird er genau unter die Lupe genommen – besonders von Angies älterer Schwester Lorraine, die in Chicago studiert und den Sommer über in der Heimatstadt ist. Sie versucht, ihn mit einer Diskussion über Bücher in Verlegenheit zu bringen.

Doch Jack lässt sich davon nicht beirren. Er liebt Angie aufrichtig. Als seine Familie eine schwerwiegende Entscheidung trifft, muss auch er abwägen, ob er dieser folgen soll oder seinem Herzen. Auch für Angie stehen weitreichende Entscheidungen an.

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive Angies in der Vergangenheit (Imperfekt) verfasst. Eine lange Einlesezeit benötigt man nicht. Das Buch ist von Anfang an interessant.

Der Roman ist immer wieder sehr ausführlich erzählt – aber dadurch bekommt man als Leser das Gefühl, mitten in der Geschichte zu sein – direkt neben Angie zu stehen und zu beobachten und zu fühlen, was sie beobachtet und fühlt. Ich finde es faszinierend, wie sie  ihre Umgebung beschreibt.

Neben den Erlebnissen mit Jack beschreibt Angie das Leben mit ihrer Familie. Die Eltern sind neugierig, sie wollen immer noch die Kontrolle darüber haben, was ihre Töchter tun. Als Angies Schwester Lorraine beispielsweise einmal ihren Freund Martin treffen will, soll sie ihn doch am besten mit zum Familienpicknick bringen. Das ist der Vorschlag der Eltern.

Dann gibt es noch die kleine Schwester Kitty, die noch keinen Freund hat, und die älteste Schwester Margaret, die verlobt ist und immer wieder meint, ihren Schwestern Ratschläge erteilen zu müssen.

In der Kleinstadt, in der die Familie wohnt, ist es auch wichtig, in einer Clique zu sein, um akzeptiert zu werden – um sich nicht ausgeschlossen zu fühlen.

Der Roman „Siebzehnter Sommer“ entführt die Leser in eine vergangene  Zeit, in der es noch kein Fernsehen und kein Internet gab und die Leute noch nicht so viel reisten wie jetzt. Allerdings fuhren schon Autos. Man liest über einen Sommer, in dem die sympathische Hauptperson Angie eine Entscheidung über ihre Zukunft treffen muss. Interessant ist es zu erfahren, was den Leuten in den 1930er-Jahren wichtig war – worauf sie beispielsweise beim Mittagessen achteten – und welche Alltagsprobleme sie hatten. Wenn man beispielsweise in Kontakt bleiben wollte, gab es nur das Telefon oder Briefe.

Alles ist schön, faszinierend und nachvollziehbar beschrieben – und so ist es für mich kein Wunder, dass dieses Buch in den USA zum Klassiker avanciert ist! Ich vergebe fünf Sterne und empfehle dieses Buch weiter.

(Rezi von Adelheid) Pam Hillman: Das Haus hinter den Magnolienblüten

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein christlicher Liebesroman – gibt es das?

Ja, klar, das gibt es! Ich hatte nur bis vor einigen Wochen noch keinen gelesen. Ich lese gerne christliche Bücher – auch vom Brunnen-Verlag. Das sind aber eher Sachbücher über Glaubensthemen oder Biographien oder auch Romane, die mehr oder weniger mit dem Thema „Glauben“ etwas zu tun haben.

Vor kurzem habe ich folgendes Buch gelesen:

Das Haus hinter den Magnolienblüten von Pam Hillman.

Hier soll es sich um einen christlichen Liebesroman handeln. Ja, da kann ich teilweise zustimmen. Es ist ein Liebes- und ein Familienroman. Es geht um Geschwister und Verantwortung und darüber, wie man sich ein neues Leben in einem neuen Land, einem neuen Kontinent aufbauen kann. Nicht in heutiger Zeit, sondern vor Jahrhunderten.

Dieses Buch ist also auch ein historischer Roman.

Kurze Informationen zu diesem Buch:

Verlag: Brunnen

Seitenzahl: 368 Seiten

ISBN-Nummer: 9783765506079

Erscheinungsdatum: 30.01.2019

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverausgabe erschienen und kostet in Deutschland 17 Euro.

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es einige im Internet. Beispielsweise auf der Homepage des Brunnen-Verlags. Einfach dort nach dem Buch suchen und auf die Option „Leseproben“ gehen.

Worum geht es in diesem Buch?

1772 kommen die Irinnen Kiera Young und ihre Schwestern Amelia und Megan in Natches, Mississippi (Amerika) an. Kiera soll dort mit Pierre Le Bonne verheiratet werden. Ihr Schwager George hat alles arrangiert. Er ist verheiratet mit Charlotte, der Halbschwester der drei Mädchen, und betrachtet seine Schwägerinnen als Leibeigene, über deren Schicksal er bestimmen kann.

Als Kiera, Amelia und Megan auf den Franzosen Pierre Le Bonne treffen, wird schnell klar, dass dieser nicht die Absicht hat, Kiera zu heiraten. Er möchte die drei Mädchen in seinem Bordell für sich arbeiten lassen, als Bezahlung für Spielschulden, die George gemacht hat.

Dass die Young-Schwestern in einer üblen Situation stecken, merkt auch der Ire Quinn O’Shea, der Kiera auf dem Schiff kennen gelernt hat. In einer halsbrecherischen Aktion befreit er zusammen mit zwei anderen Männern Kiera, Amelia und Megan aus dem Bordell. Quinn O’Shea hat die Idee, Kiera und ihre Schwestern mitzunehmen nach Breeze Hill. Das ist die Plantage seines Bruders Connor und dessen Frau Isabella.  Dorthin ist Quinn unterwegs, zusammen mit seinen jüngeren Brüdern Rory und Patrick.

Connor ist nicht besonders glücklich, Kiera und ihre Schwestern bei sich aufzunehmen, denn er kennt ihre Halbschwester Charlotte, mit der er sehr schlechte Erfahrungen machte. Aber er möchte die drei Schwestern auch nicht Pierre Le Bonne überlassen.

Zuerst sind alle sicher auf Breeze Hill – Quinn arbeitet als Schmied, Kiera betätigt sich als Köchin, die auch eine Herberge für Reisende anbieten kann. Und so langsam kommen sich Kiera und Quinn näher, eine Liebe zwischen den beiden ist entfacht, die sich entwickelt. Aber Pierre Le Bonne ist erpicht, Kiera und ihre Schwestern zu finden…

Meine Meinung:

Das aus der auktorialen Erzählperspektive (also kein Ich-Erzähler) verfasste Buch ist sofort mitreißend und interessant. Ich brauche keine lange Einlesezeit, um in die Handlung hineinzukommen. Das Buch vermittelt einen Einblick in das 18. Jahrhundert. Frauen hatten offensichtlich nicht viele Rechte.  Ich war entsetzt zu lesen, wie ein Mann seine Schwägerinnen in ein Bordell „verkaufen“ konnte, um seine Spielschulden zu bezahlen!

Dank der vielen Dialoge und der guten Beschreibungen der Schauplätze konnte ich mir alles beim Lesen sehr gut vorstellen.

Kiera und Quinn und die meisten Hauptpersonen sind sympathisch – und das Leben auf Breeze Hill ist kein Zuckerschlecken, aber jeder versucht, mit den Herausforderungen dort fertig zu werden. Immer wieder gibt es auch Kontakt mit Indianern, die Tauschgeschäfte mit den Siedlern machen.

Pierre Le Bonne ist der Bösewicht, ein absolut unsympathischer Mensch – und man will als Leser wissen, ob er Kiera und ihre Schwestern finden wird und was dann mit ihnen passiert. Weiterhin möchte man wissen, ob es eine gemeinsame Zukunft für Kiera und Quinn geben wird.

Es gibt noch weitere offene Fragen in dem Buch, die mich an der Lektüre hielten – beispielsweise, was mit Reginald Caruthers und seiner Familie passiert.

Ich habe dieses Buch gerne gelesen, es war schnell und angenehm zu lesen. Der Glaube und ein gewisses Vertrauen an Gott spielen auch immer wieder eine Rolle. Ich vergebe dem Buch fünf von fünf Sternen und empfehle es weiter.

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