(Rezi von Adelheid) Leila Slimani: Dann schlaf auch du

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gerade habe ich folgendes Buch ausgelesen:

 

„Dann schlaf auch du“

 

Geschrieben wurde es von der französisch-marokkanischen Autorin

 

Leila Slimani.

 

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Dann schlaf auch du“

Erscheinungsdatum in Deutschland:  21. August 2017

Verlag: Luchterhand

ISBN-Nummer: 978-3630875545

Seitenzahl: 224 Seiten

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 20 Euro.

 

Über Leila Slimani:

Leila Slimani ist eine französisch-marokkanische Autorin, Jahrgang 1981. Sie wuchs in Marokko auf und studierte in Paris. Anschließend arbeitete sie als Journalistin.

Ihr Roman „Dann schlaf auch du“ erhielt den höchsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt. Ihr Romanerstling  »Dans le jardin de l’ogre« wird zur Zeit verfilmt.

Die Autorin lebt in Paris, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe ist an mehreren Stellen im Internet zu finden. Beispielsweise beim Internethändler Amazon.de. Einfach das Buch aufrufen und auf die Option „Blick ins Buch“ klicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

 

Die Handlung:

Das Buch beginnt mit dem Schluss. Zwei Kinder wurden umgebracht. Das Baby war sofort tot, das kleine Mädchen kämpfte noch schwer verletzt ums Überleben, verlor den Kampf aber. Die Nanny Louise war die Täterin… Alles geschah in Paris.

Man steht als Leser fassungslos vor der Lektüre, man ist erschrocken – und fragt sich, warum die Autorin mit dieser grausamen Tatsache anfängt. Was soll jetzt noch kommen?

Aber die Autorin hat nicht vor, einen Krimi zu schreiben. Ihr Roman liest sich oft wie eine Studie, wie ein Bericht. Sie reiht immer wieder Tatsachen aneinander, das ist ungewöhnlich. Die Handlung ist vorwiegend im Präsens (der Gegenwart) geschildert.

Der Beginn der Handlung ist, wie eine Frau, namens Myriam, zwei Kinder bekommt. Wunschkinder. Sie und ihr Mann Paul sind überglücklich.

Aber bald ist Myriam mit zwei Kindern überfordert – sie sehnt sich wieder nach beruflicher Tätigkeit und beneidet ihren Mann, der dem Familientrubel immer wieder entgehen und arbeiten konnte.

Das ist der Grund, warum Myriam und Paul ein Kindermädchen – eine Nanny also – über eine Agentur suchen.

Sie finden Louise, die „Traum-Nanny“, die einfach perfekt ist. Sie hat gute Zeugnisse, sie ist fleißig und denkt bei ihrer Arbeit mit. Sie räumt die Wohnung auf und kocht hervorragende Gerichte. So kann Myriam wieder sorglos arbeiten – zu Hause ist doch alles in Ordnung, die Nanny Louise hat alles im Griff.

Dann jedoch ändert sich das Verhältnis zwischen der Nanny und Myriam und Paul. Es beginnt schleichend, es setzt sich schleichend fort. Einige Blicke in die Vergangenheit der „Nanny“ sollen Erklärungen liefern.

 

Meine Meinung:

Der Beginn des Buches ließ beinahe meinen Atem stocken.

Im Verlauf der Lektüre merke ich, dass die Autorin gut ein Bild einer heilen Familie entwickeln kann. Allerdings bekommt die oft traurige Vergangenheit der Nanny immer mehr Gewicht. Man kann sich das als Leser sehr gut vorstellen. Es bedrückt und es schockiert. Es gibt Erlebnisse, die die Nanny nachhaltig geprägt haben. Beispielsweise Geldknappheit.

Das alles liest man mit Spannung, mit Interesse, weil man wissen will, wie jemand dazu kommt, ein grausames Verbrechen zu begehen. Das Buch ist schnell lesbar, der Schreibstil ist allerdings oft gewöhnungsbedürftig und manche Details – besonders einige aus der Vergangenheit von Louise – sind mir doch etwas zu ausführlich geschildert.

Deswegen ziehe ich auch einen Punkt in der Gesamtwertung ab – empfehle das Buch „Dann schlaf auch du“ also mit vier von fünf Sternen weiter.

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(Rezi von Adelheid) Elaine Laurae Weolke: Blätterrauschen, weit weg

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Vor einigen Wochen habe ich folgendes Buch gelesen:

Blätterrauschen, weit weg

der Autorin

Elaine Laurae Weolke.

 

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zu dem Buch „Blätterrauschen, weit weg“:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 10. Mai 2017

Verlag: BoD – Books on Demand, Norderstedt

Seitenzahl: 244 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3-7448-1858-2

Das Buch ist als Taschenbuch erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 8,99 Euro. Es kann auch als E-Book gekauft werden.

 

Über die Autorin:

Elaine Laurae Weolke ist das Pseudonym einer Autorin, die schon weit gereist ist.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag und der Autorin genehmigte Leseprobe findet man, wenn man zum Beispiel den Buchtitel bei Amazon.de sucht. Dort klickt man beim Cover einfach auf die Option „Blick ins Buch“ und kann einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Audrey aus Deutschland und Lionel aus Sydney in Australien beginnen in den 1980er-Jahren eine Brieffreundschaft. Sie schreiben sich in englischer Sprache, der Kontakt ist angenehm. Da Lionel gerne reist, bleibt es nicht aus, dass Audrey und Lionel sich treffen. Sie finden sich sympathisch, und ihre Freundschaft wird vertieft.

Nach einigen Treffen verlieben sie sich ineinander. Aber wie sollen sie ihre Liebe realisieren, wenn Audrey in Deutschland lebt und Lionel in Australien? Sie planen noch weitere Treffen – und dass Audrey auch einmal nach Australien reist.

Leider gibt es nicht nur die Entfernung, die die Liebe zwischen den beiden Menschen auf zwei verschiedenen Kontinenten arg erschwert – es gibt auch Audreys Freundin Isabella, die absolut merkwürdig reagiert, als sie erfährt, dass Audrey in einen Australier verliebt ist. Sie hat einige Ideen, wie sie dazwischenfunken kann….

 

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, die Lektüre hat mich sofort gepackt. Der Roman ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben – es gibt also keinen Ich-Erzähler. Dialoge und gute Landschaftsbeschreibungen verleihen der Handlung Lebendigkeit – man kann sich Audrey und Lionel richtig gut vorstellen, wie sie einige deutsche Städte und Sehenswürdigkeiten besuchen und sich auch in der Schweiz aufhalten. Man merkt, dass die Autorin viele der Schauplätze selbst besucht und gesehen hat.

Das Buch zeigt auch, was aus Brieffreundschaft entstehen kann. Nicht nur ein purer Briefwechsel, sondern auch Freundschaft und Liebe. Und man liest das Buch deswegen, weil man wissen will, wie Audrey und Lionel ihre Liebe realisieren können. Leider endet das Buch kurz vor Audreys Australienreise, die sicherlich Thema des Fortsetzungsbuches „Nächster Halt: Sydney Harbour Bridge“ ist, das ich auf jeden Fall auch noch lesen will.

Als Zielgruppe für „Blätterrauschen, weit weg“ sehe ich Frauen, die Liebesromane mögen.

Ich vergebe diesem Buch alle fünf Sterne (Note „sehr gut“) und empfehle es weiter.

 

(Rezi von Adelheid) Katrin Burseg: In einem anderen Licht

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Vor einigen Wochen habe ich folgendes Buch gelesen:

„In einem anderen Licht“

der deutschen Autorin

Katrin Burseg.

 

Wie ich das Buch fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch „In einem anderen Licht“ von Katrin Burseg:

Erscheinungsdatum in Deutschland:  8. September 2017

Seitenzahl: 316 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3471351406

Verlag: List

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 18 Euro.

 

 

Über die Autorin Katrin Burseg:

Katrin Burseg ist eine deutsche Autorin, Jahrgang 1971. Sie studierte Kunstgeschichte und Literatur und arbeitete anschließend als Journalistin. Sie hat einige Romane verfasst.

Ihr Roman „Liebe ist ein Haus mit vielen Zimmern“ erhielt 2016 einen Literaturpreis.

Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach die Informationen zum Buch aufrufen und rechts oben auf den Knopf „Leseprobe“ klicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

 

Die Handlung:

Miriam hat ihren Mann Gregor verloren. Er starb während seiner Arbeit als Fotojournalist. Beide arbeiteten beim Hamburger Nachrichtenmagazin GLOBUS.
Miriam versucht, ihr Leben ohne Gregor in den Griff zu bekommen. Immerhin muss sie sich um ihren Sohn Max kümmern – und das tut sie mit Liebe und Hingabe. Ein zweites Baby, das sie erwartete, hat sie nach Gregors Tod verloren.
Sie bekommt die Chance, für die Frauenzeitschrift ANABEL zu arbeiten, die vom selben Verlag wie der GLOBUS herausgebracht wird. Denn für den GLOBUS kann und will sie nicht mehr arbeiten. Zu viel dort erinnert sie an Gregor.

Sie versucht, ihre Trauer, die sich immer wieder als Rabe darstellt, zu verarbeiten. Der Job bei ANABEL bietet ihr die Möglichkeit, über die Reederswitwe Dorothea Sartorius zu schreiben. Frau Sartorius ist sehr einflussreich und vermögend und fördert viele soziale Projekte und verleiht einen Preis für Zivilcourage.

Miriam interviewt Frau Sartorius, die ihr sehr sympathisch ist. Aber es gibt auch einige Details aus dem Leben von Frau Sartorius, die Miriam stutzig machen. Die 14 Briefe, die sie von einer „Elisabeth“ bekommt und die sie immer wieder ermahnen, Dorothea Sartorius nach Marguerite zu fragen, nähren in Miriam das Gefühl, dass es dunkle Punkte in Frau Sartorius‘ Vergangenheit gibt. Sie recherchiert und stößt auf Ereignisse, die bis in die 1970er-Jahre zurückreichen, einem Jahrzehnt, als die RAF Terror in Deutschland verbreitete.

 

Meine Meinung:
Das Buch ist gut und flüssig geschrieben und konnte mich meistens in seinen Bann ziehen. Bis zum Interview mit Frau Sartorius fand ich die Handlung mitreißend, die Figuren Miriam und Frau Sartorius lebendig und sympathisch geschildert. Danach stellten sich jedoch einige Längen in der Handlung ein – und ich wusste nicht so recht, worauf das Buch hinauswill. Eine zarte Liebesgeschichte wird eingewebt, denn Miriam und Bo, bei dem sie immer wieder mit Max einige Tage verbringt, kommen sich näher.

Irgendwann war das Interesse an der Handlung wieder geweckt, denn ich wollte wissen, wie Miriam mit den Tatsachen, die sie über Frau Sartorius erfährt, umgehen soll. Und ich wollte natürlich auch erfahren, wie es mit ihr und Bo weitergeht.

Der Roman findet auf all diese Themen einen „runden“ und für mich zufriedenstellenden Schluss. Die Liebesgeschichte driftet dabei nie in „Kitsch“ ab und Miriams Recherchen und die Ereignisse drumherum erscheinen logisch und nachvollziehbar. Gut finde ich, dass auch das Thema „RAF“ – also der Terror in den 1970er-Jahren – in die Romanhandlung einfließt.

Ich vergebe dem Buch vier Sterne und empfehle es weiter.

(Rezi von Adelheid) Arturo Pérez-Reverte: Der Preis, den man zahlt

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

kürzlich habe ich folgendes Buch gelesen:

Der Preis, den man zahlt

des spanischen Autors

Arturo Pérez-Reverte.

Wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurzinformationen zum Buch „Der Preis, den man zahlt“

Erscheinungsdatum in Deutschland: September 2017

ISBN-Nummer: 978-3-458177191

Seitenzahl: 295 Seiten

Verlag: Insel-Verlag

 

Über den Autor Arturo Pérez-Reverte:

Arturo Pérez-Reverte ist Jahrgang 1951 und zählt zu den erfolgreichsten Autoren Spaniens.

Aus seiner Feder stammen auch erfolgreiche Bücher, wie „Der Club Dumas“ und „Dreimal im Leben“.

 

Die Handlung:

Der Roman spielt in Spanien während des Bürgerkrieges. Lorenzo Falcó – genannt Falcó – ist ein Spion, der schon für die IRA gearbeitet hat und jetzt für den Geheimdienst SNIO, der auf der Seite General Francos steht, tätig ist. Sympathisch ist Falcó, gut aussehend, draufgängerisch – und immer auf der Hut. Sein Leben ist ständig in Gefahr – und so schreckt er auch nicht davor zurück zu morden.

Im Jahre 1936 bekommt er von einem Mann, der sich „Admiral“ nennt, den Auftrag, einen hochrangigen politischen Gefangenen zu befreien. Falcó wird diese Befreiung nicht alleine vornehmen. Es werden ihm drei Leute zur Seite gestellt, die er noch nicht kennt. Eine davon ist Eva Renger. Man muss sich blind aufeinander verlassen können.

Sie planen, wie diese Befreiung vor sich gehen könnte. Doch es kommt anders, als geplant.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe gibt es mehrmals im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de. Einfach den Buchtitel aufrufen und rechts oben auf die Option „Leseprobe öffnen“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

 

Meine Meinung und mein Fazit:

Das Buch fängt spannend und interessant an. Es ist aus der Sicht des auktorialen Erzählers (also kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit verfasst.

Die Hauptperson Falcó fand ich sympathisch – auch wenn ich mich oft fragte, warum. Vor Menschenleben hat er keinen Respekt, so scheint es oft. Leute, die für ihn lebensgefährlich werden könnten, werden getötet.

Die anderen Figuren wirken eher blass – auch Eva.

Mein Leseinteresse war bald geweckt, weil ich wissen wollte, wie die Befreiung des hochrangigen politischen Gefangenen vor sich gehen soll. Es ist interessant zu lesen, wie Falcó sich mit seinen drei Mitstreitern unterhält, wer für welchen Schritt im Befreiungsprozess zuständig sein wird. Außerdem werden noch einige Orte besichtigt, um die Planungen zu vervollständigen.

Dass hier auch Liebe zwischen Falcó und Eva ins Spiel kommt, war mir klar, als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte. Das hat mich beim Lesen nicht gestört.

Der Schluss ist nicht vorhersehbar. Der Roman endet anders, als man es zu Anfang der Lektüre dachte. Das spricht für den Roman.

Gestört haben mich manche Längen in der Handlung sowie viele Namen, Ereignisse und Zuständigkeiten, bei denen man leicht den Überblick verlieren kann.

Ich habe mich schon gefragt, warum ich dieses Buch zu Ende gelesen habe, obwohl  Spionageromane nicht zu meinen bevorzugten Genres gehören. Mir hat die Hauptperson Falcó meistens gefallen, auch wenn ich die Beweggründe für vieles, was er tat, nicht verstanden habe. Weiterhin gab es einige sehr spannende und interessante Stellen in dem Buch, die mich an der Lektüre hielten. Auch der Schreibstil hat mir gefallen. Der Leser wird zwar ebenfalls mit einigen Schimpfwörtern und Kraftausdrücken konfrontiert, jedoch wird die Lektüre nie zu ordinär.

Deswegen möchte ich dieses Buch auch mit vier Sternen bewerten und es weiterempfehlen.

 

 

(Rezi von Adelheid) Stuart MacBride: Totenkalt

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor kurzem habe ich folgendes Buch gelesen:

Totenkalt

von

Stuart MacBride

Ob und wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch „Totenkalt“ von Stuart MacBride:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 17.07.2017

Verlag: Goldmann (gehört zur Verlagsgruppe Random-House)

ISBN-Nummer: 978-3-442-48566-6

Seitenzahl: 638 Seiten

Das Buch ist als Taschenbuch in der deutschen Übersetzung erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 9,99 Euro.

 

Über Stuart MacBride:

Stuart MacBride ist ein britischer Autor, der im Nordosten Schottlands lebt. Mit dem Buch „Die dunklen Wasser von Aberdeen“ gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller. In diesem Buch wird der Ermittler Logan McRae erstmals eingeführt.

Weil dieses Buch sehr erfolgreich war, folgten weitere, in dem Logan McRae vorkommt. Beispielsweise „Die Stunde des Mörders“ und „Knochensplitter“.

Es gibt noch weitere Krimireihen und weitere Bücher von Stuart MacBride.

 

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrfach im Internet. Beispielsweise auf diversen Händlerseiten – auch bei Amazon.de. Einfach bei Amazon.de nach diesem Buch suchen und die Option „Blick ins Buch“ anklicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Sergeant Logan McRae und sein Team finden im Wald eine Leiche. Der Kopf der Leiche ist so entstellt, dass sie lange Zeit denken, es handle sich um den verschwundenen Geschäftsmann Martin Milne. Doch als Martin Milne wieder auftaucht, kommt heraus, dass es sich bei dem Toten um den Geschäftspartner von Milne handeln muss.

Doch wer hat den Mord begangen? Parallelen zeigen sich zu dem Mord an der Studentin Emily Benton. War hier vielleicht ein und derselbe Mörder tätig?

 

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der auktorialen Perspektive in der Vergangenheit geschrieben. „Auktoriale Erzählperspektive“ bedeutet, dass es hier keinen Ich-Erzähler gibt, sondern einen allwissenden Erzähler.

Da dieses Buch ziemlich düster ist, wollte ich es nicht mit in den Urlaub nehmen.  Mein Mann und ich haben einen schwerbehinderten Sohn, zudem pflegen wir die Schwiegermutter – da haben wir kaum Urlaub! Und im Urlaub will ich positivere Lektüre lesen! Und so habe ich vor dem Urlaub „nur“ zwei Drittel des Buches gelesen – nach meinem Urlaub dann denn Rest.

Bei dem Buch „Totenkalt“ handelt es sich nicht um einen Krimi im üblichen Sinn. Am Anfang wird zwar eine Leiche gefunden, bei der man sich nicht sicher ist, wer es ist. Martin Milne, den man zuerst vermutet, ist es nicht.

Die Aufklärung dieses Mordfalls rückt dann aber in den Hintergrund. Auch der Mord an der Studentin Emily ist eher unwichtig. Wichtig ist es dem Autor, die Konflikte zwischen Logan und diverser Bösewichte sowie seiner Kollegin DCI Roberta Steel zu schildern. Manchmal ist die Situation für Logan sogar so gefährlich, dass er um sein Leben fürchten muss.

Darüber hinaus muss sich Logan noch um Samantha, seine Partnerin, kümmern. Sie liegt schon lange im Wachkoma, und die lebenserhaltenden Apparate sollen bald abgestellt werden. Logan ist innerlich oft damit so beschäftigt, dass er immer wieder ihre Stimme in seinen Gedanken hört. Das ist irritierend für den Leser, der deswegen immer wieder denkt, Samantha sei gesund und sitze direkt neben Logan.

Der Umgangston in diesem Roman ist überaus derb, ordinär und teilweise sexistisch, was mir gar nicht gefallen hat. Manchmal hatten die Laute, die ausgestoßen wurden, sogar Ähnlichkeit mit einem Comic. So las ich beispielsweise mehrfach das Wort „aaaaargh!“

Meine anfängliche Begeisterung für dieses Buch nahm schnell ab. Die Lektüre war zäh und für mich meistens nicht spannend. Die Figuren waren mir unsympathisch.

 

Mein Fazit:

„Totenkalt“ von Stuart McBride ist ein Buch, in dem ein Ermittler gegen allerhand Bösewichte kämpft. Es gibt auch zwei Morde, aber die sind nebensächlich. Wichtiger sind der ordinäre Umgangston der in dem Buch vorkommenden Personen, Prügeleien sowie Logans private Probleme.

Mir hat das Buch nicht gefallen. Ich vergebe zwei von fünf Sternen (einen Pflichtstern und einen Stern für den verheißungsvollen Krimi-Anfang) und empfehle es nicht weiter.

(Rezi von Adelheid) Zadie Smith: Swing Time

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im August 2017 habe ich nach vielen Jahren endlich mal wieder London besucht. Natürlich war ich auch in einigen Buchläden. Beworben wird dort gerade unter anderem das Buch

Swing Time

der britischen Autorin

Zadie Smith.

Ich habe das Buch in der deutschen Übersetzung gelesen. Wie es mir gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 17. August 2017

ISBN-Nummer: 978-3462049473

Verlag: Kiepenhauer & Witsch

Seitenzahl: 640 Seiten

Das Buch ist in der deutschen Übersetzung als Hardcoverbuch mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 24 Euro.

 

Über die Autorin Zadie Smith:

Zadie Smith ist eine britische Autorin, die 1975 im Norden Londons geboren wurde. Ihr erster Roman „Zähne zeigen“ war ein großer Erfolg und erhielt viele Preise.

Weitere Bücher folgten – unter anderem „Von der Schönheit“ und „London NW“.

Die Autorin lebt heute in New York.

 

Die Handlung:

Tracey und die Ich-Erzählerin wachsen in ärmeren sozialen Verhältnissen in einem Londoner Stadtteil auf. Beim Ballettunterricht lernen sie sich kennen.

Traceys Mutter ist alleinerziehend. Um ihren Vater wird ein großes Geheimnis gemacht. Später jedoch erfährt man die Auflösung, wo der Vater sich befindet.

Tracey und die Ich-Erzählerin sind Freundinnen. Immer wieder erfährt man Ereignisse aus ihrer Kindheit, aber auch aus dem Erwachsenenleben.  Die Ich-Erzählerin ist als Erwachsene für eine Popsängerin und Tänzerin, namens Aimée, tätig.

Die Ich-Erzählerin hat eine Mutter mit afrikanischem Migrationshintergrund und einen Vater mit europäischen Wurzeln. Später tauchen kurz zwei Geschwister auf – Kinder des Vaters, die er mit einer anderen Frau hat.

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man an mehreren Stellen im Internet. Beispielsweise auf vorablesen.de. Einfach den Titel des Buches in die Suchleiste eingeben und bei der Vorstellung des Buches auf die Option „Leseprobe“ klicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Meine Meinung zu dem Buch:

Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Gleich war ich „drin“ in der Freundschaft zwischen der Ich-Erzählerin (ihren Namen erfahre ich nie) und Tracey.

Allerdings flacht das Buch schnell ab. Spannung kommt keine auf – die Handlung hüpft zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Beim Lesen fragte ich mich oft: „Worauf will das Buch hinaus?“ Oft hatte ich den Eindruck, dass die Autorin anfängt, irgendeine Geschichte zu erzählen, sich dann aber in anderen Gedanken verzettelt.

Ich mag zwar den Schreibstil der Autorin, aber die Handlung kann mich selten packen. Das ist schade, denn die Idee, ein Buch über eine Frauenfreundschaft zu machen, hätte durchaus Potential gehabt.

 

Mein Fazit:

Von dem Buch  „Swing Time“ von Zadie Smith hatte ich mir mehr versprochen, als ich im Endeffekt bekommen habe. Mir gefällt zwar der Schreibstil der Autorin, allerdings ist die Handlung wenig spektakulär  – und die Autorin verliert sich oft in irgendwelche andere Gedanken als die, die sie zu Beginn eines Kapitels aufgegriffen hatte. Dadurch wird die Handlung langatmig und vermochte mich als Leserin kaum zu packen.

Ich vergebe zwei Sterne. Bei einer Leseempfehlung bin ich unentschlossen.

 

(Rezi von Adelheid) Kerry Lonsdale: Alles, was wir waren

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Guten Tag,

vom 16. bis 23. August besuchte ich mit meinem Mann London und habe auf der Reise unter anderem folgendes Buch gelesen:

Alles, was wir waren

von der amerikanischen Schriftstellerin

Kerry Lonsdale

 

Wie ich das Buch fand, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen über das Buch:

Erscheinungsdatum in Deutschland:  9. Mai 2017

Verlag: Amazon-Crossing

ISBN-Nummer: 978-1542046008

Seitenzahl: 396 Seiten

 

Über die Autorin Kerry Lonsdale:

Die US-amerikanische Autorin Kerry Lonsdale ist Mitbegründerin der Women’s Fiction Writers Association, einer international aktiven Online-Community von Schriftstellern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im sonnigen Kalifornien und schreibt inzwischen an ihrem dritten Roman.

 

Die Handlung:

Aimee und James lernten sich schon in ihrer Jugend kennen. Sie waren oft zusammen. Als Erwachsene begannen sie, mehr füreinander zu empfinden, und schmiedeten Heiratspläne.  Kurz vor der geplanten Hochzeit jedoch kommt James während einer Reise nach Mexiko ums Leben.

Aimee ist untröstlich. Sie versucht, ihre Trauer zu bewältigen, und schmiedet Pläne, ein Café zu eröffnen. Außerdem lernt sie den Fotografen Ian kennen, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt.

Allerdings taucht immer wieder Lacy Saunders, einen parapsychologische Beraterin, auf, die behauptet, dass James noch am Leben sei. Aimee ist sich nicht sicher, was sie glauben soll. Soll sie nach James suchen – oder soll sie den Menschen glauben, die ihr sagen, dass James tot ist?

 

Leseprobe:

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man, wenn man bei Amazon.de das Produkt aufruft und auf die Option „Blick ins Buch“ klickt. Schon kann man einige Seiten des Buches umsonst lesen.

 

 

Meine Meinung:

Der Anfang dieses Romans, der aus der Ich-Perspektive von Aimee erzählt wird, ist gut. Er weckt Spannung und ein Leseinteresse. James ist tot – oder doch nicht? Was ist mit ihm genau passiert? Genau das interessierte mich, deswegen las ich das Buch. Darüber hinaus ist die Hauptfigur Aimee sympathisch – ebenso wie die Personen, die ihr nahe stehen: Nadia, Kristen und Ian.

Immer wieder flieht sie vor Lacy, der Parapsychologin, die Aimee mehr sagen will, als diese offensichtlich hören will.

Anfangs habe ich den Roman sehr gerne gelesen, merkte aber bald, dass den Liebesepisoden – zwischen Aimee und James sowie zwischen Aimee und Ian – viel Raum gegeben wird. Die spannende Frage nach James‘ aktuellem Schicksal wird dadurch oft in den Hintergrund gerückt. Es gibt immer wieder Rückblenden in die Zeit, in der James in Aimees Leben noch eine wichtige Rolle spielte, jedoch ziehen diese die Handlung oft in die Länge.

Der Schluss ist überraschend – aber für mich nachvollziehbar.

 

Mein Fazit:

„Alles, was wir waren“ von Kerry Lonsdale ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit einigen Längen. Wer aufgrund des Anfangs des Buches einen Krimi oder Thriller erwartet, sollte zu einem anderen Buch greifen. Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

 

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