(Rezi von Adelheid) Stuart MacBride: Totenkalt

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor kurzem habe ich folgendes Buch gelesen:

Totenkalt

von

Stuart MacBride

Ob und wie mir das Buch gefallen hat, liest man jetzt.

 

Kurze Informationen zum Buch „Totenkalt“ von Stuart MacBride:

Erscheinungsdatum in Deutschland: 17.07.2017

Verlag: Goldmann (gehört zur Verlagsgruppe Random-House)

ISBN-Nummer: 978-3-442-48566-6

Seitenzahl: 638 Seiten

Das Buch ist als Taschenbuch in der deutschen Übersetzung erschienen und kostet im Buchhandel in Deutschland 9,99 Euro.

 

Über Stuart MacBride:

Stuart MacBride ist ein britischer Autor, der im Nordosten Schottlands lebt. Mit dem Buch „Die dunklen Wasser von Aberdeen“ gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller. In diesem Buch wird der Ermittler Logan McRae erstmals eingeführt.

Weil dieses Buch sehr erfolgreich war, folgten weitere, in dem Logan McRae vorkommt. Beispielsweise „Die Stunde des Mörders“ und „Knochensplitter“.

Es gibt noch weitere Krimireihen und weitere Bücher von Stuart MacBride.

 

Leseprobe:

Vom Verlag genehmigte Leseproben gibt es mehrfach im Internet. Beispielsweise auf diversen Händlerseiten – auch bei Amazon.de. Einfach bei Amazon.de nach diesem Buch suchen und die Option „Blick ins Buch“ anklicken. Schon kann man einige Seiten des Buches kostenlos lesen.

 

Die Handlung:

Sergeant Logan McRae und sein Team finden im Wald eine Leiche. Der Kopf der Leiche ist so entstellt, dass sie lange Zeit denken, es handle sich um den verschwundenen Geschäftsmann Martin Milne. Doch als Martin Milne wieder auftaucht, kommt heraus, dass es sich bei dem Toten um den Geschäftspartner von Milne handeln muss.

Doch wer hat den Mord begangen? Parallelen zeigen sich zu dem Mord an der Studentin Emily Benton. War hier vielleicht ein und derselbe Mörder tätig?

 

Meine Meinung:

Das Buch ist aus der auktorialen Perspektive in der Vergangenheit geschrieben. „Auktoriale Erzählperspektive“ bedeutet, dass es hier keinen Ich-Erzähler gibt, sondern einen allwissenden Erzähler.

Da dieses Buch ziemlich düster ist, wollte ich es nicht mit in den Urlaub nehmen.  Mein Mann und ich haben einen schwerbehinderten Sohn, zudem pflegen wir die Schwiegermutter – da haben wir kaum Urlaub! Und im Urlaub will ich positivere Lektüre lesen! Und so habe ich vor dem Urlaub „nur“ zwei Drittel des Buches gelesen – nach meinem Urlaub dann denn Rest.

Bei dem Buch „Totenkalt“ handelt es sich nicht um einen Krimi im üblichen Sinn. Am Anfang wird zwar eine Leiche gefunden, bei der man sich nicht sicher ist, wer es ist. Martin Milne, den man zuerst vermutet, ist es nicht.

Die Aufklärung dieses Mordfalls rückt dann aber in den Hintergrund. Auch der Mord an der Studentin Emily ist eher unwichtig. Wichtig ist es dem Autor, die Konflikte zwischen Logan und diverser Bösewichte sowie seiner Kollegin DCI Roberta Steel zu schildern. Manchmal ist die Situation für Logan sogar so gefährlich, dass er um sein Leben fürchten muss.

Darüber hinaus muss sich Logan noch um Samantha, seine Partnerin, kümmern. Sie liegt schon lange im Wachkoma, und die lebenserhaltenden Apparate sollen bald abgestellt werden. Logan ist innerlich oft damit so beschäftigt, dass er immer wieder ihre Stimme in seinen Gedanken hört. Das ist irritierend für den Leser, der deswegen immer wieder denkt, Samantha sei gesund und sitze direkt neben Logan.

Der Umgangston in diesem Roman ist überaus derb, ordinär und teilweise sexistisch, was mir gar nicht gefallen hat. Manchmal hatten die Laute, die ausgestoßen wurden, sogar Ähnlichkeit mit einem Comic. So las ich beispielsweise mehrfach das Wort „aaaaargh!“

Meine anfängliche Begeisterung für dieses Buch nahm schnell ab. Die Lektüre war zäh und für mich meistens nicht spannend. Die Figuren waren mir unsympathisch.

 

Mein Fazit:

„Totenkalt“ von Stuart McBride ist ein Buch, in dem ein Ermittler gegen allerhand Bösewichte kämpft. Es gibt auch zwei Morde, aber die sind nebensächlich. Wichtiger sind der ordinäre Umgangston der in dem Buch vorkommenden Personen, Prügeleien sowie Logans private Probleme.

Mir hat das Buch nicht gefallen. Ich vergebe zwei von fünf Sternen (einen Pflichtstern und einen Stern für den verheißungsvollen Krimi-Anfang) und empfehle es nicht weiter.

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(Rezi von Adelheid) Peter Gallert/Jörg Reiter: Glaube Liebe Tod

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor einigen Tagen habe ich einen deutschen Krimi zu Ende gelesen, nämlich diesen:

Glaube Liebe Tod

der beiden deutschen Autoren Peter Gallert und Jörg Reiter.

 

Wie ich zu diesem Krimi kam:

Tja, normalerweise schreibe ich nicht, wie ich zu einem Buch kam. Selten habe ich Glück bei Buchverlosungen, manchmal kaufe ich mir Bücher, manchmal leihe ich sie mir aus.

Nachdem das Buch bei „Lovelybooks.de“ groß beworben worden war und man es gewinnen konnte, bewarb ich mich, um an der „Leserunde“ teilnehmen zu können. Leider gehörte ich nicht zu den Gewinnern. Während einer Reise nach Bonn aber stieß ich in einer Thalia-Buchhandlung auf das Buch – und bezahlte es mit einigen meiner Payback-Punkten! Das ist doch eine klasse Idee!

So hatte ich einige meiner Payback-Punkte für etwas „Sinnvolles“ eingelöst und konnte doch bei der Leserunde bei „Lovelybooks.de“ mitmachen. Ich habe jetzt nicht über alle Kapitel meinen „Senf“ dort abgegeben, allerdings war ich offiziell dabei und habe auch einige meiner Rezensionen über das Buch im Netz verbreitet.

Und das Buch hat mich positiv überrascht, das darf ich an dieser Stelle schon mal sagen.

 

Über die Autoren Peter Gallert und Jörg Reiter:

Der Autor Peter Gallert ist Jahrgang 1962. Er wurde in Bonn geboren. Zusammen mit Jörg Reiter hat er bereits die Drehbücher zu einigen TV-Serien verfasst. Sowohl Krimiserien, als auch Krankenhausserien – und weitere.

Der Autor Jörg Reiter ist Jahrgang 1952. Er wurde in Düsseldorf geboren. Seit 1992 arbeitet er als freiberuflicher Autor für Sachbücher, Rateshows und Dokumentarfilme.

Die Drehbücher für TV-Serien (von Krimi bis Krankenhaus) verfasst er zusammen mit Peter Gallert. Beide Autoren leben in Köln.

 

Die Handlung:

Martin Bauer ist Polizeiseelsorger und bei der Polizei in Duisburg tätig. Eines Tages verhindert er auf geschickte Art und Weise, dass der Polizist Walter Keunert Selbstmord begeht. Martin Bauer kann sich aber nur kurz als Held sehen – denn einige Stunden später ist Walter Keunert doch tot. Offensichtlich sprang er von einem Parkhausdach aus in die Tiefe.

Allerdings ergeben sich hier Zweifel, dass es sich um Selbstmord handelt. Gegen Keunert wurde wegen Korruption ermittelt.

Martin Bauer versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch immer wieder stößt er an seine Grenzen. Er ist ja „nur“ Seelsorger und kein Polizist. Er kann Leute befragen – aber so ermitteln wie die Polizei darf er nicht. Könnte das Bordell „Natascha“ irgendetwas mit Keunerts Tod zu tun haben? Der Inhaber Sascha Zabel ist verdächtig, aber auch gefährlich. Seine Schläger und Hintermänner lauern überall…

Darüber hinaus versucht Bauer, mit Tilo zu reden – dem Sohn Keunerts, der nach dem Tod seines Vaters zu vielen Kurzschlusshandlungen fähig zu sein scheint. Weiterhin begibt sich Bauers Tochter Nina in Gefahr, als sie nach Frankreich reist, um gegen Atomkraftwerke zu demonstrieren.
Viel stürmt auf Bauer ein – und er kennt doch seine Grenzen. Immer wieder steht ihm die Polizeikollegin Verena Dohr zur Seite…

 

Leseprobe:

Wer einige Seiten des Buches kostenlos lesen will, kann das auf mehreren Seiten im Netz tun. Beispielsweise beim Internet-Händler Amazon.de. Einfach das Buch aufrufen und oberhalb des Covers auf die Option „Blick ins Buch“ klicken. Schon ist es möglich, einige Seiten des Buches kostenlos zu lesen.

Meine Meinung:

Dieses Buch hat mich positiv überrascht. Es ist aus der auktorialen Erzählperspektive (kein Ich-Erzähler) geschrieben. Durchgängig spannend fand ich das Buch, die Handlung ist immer wieder actionreich, es wird nie langweilig. Der Hauptcharakter Martin Bauer ist interessant und sympathisch. Man fiebert mit ihm mit und man ist genauso ratlos wie er auf der Suche nach der Wahrheit über Walter Keunerts Tod.

Ich fand es sehr interessant, einen Seelsorger als Hauptperson in einem Kriminalroman zu bringen. Etwas Derartiges hatte ich vorher noch nicht gelesen – deswegen war ich gespannt auf die Lektüre. Bauer ist mutig und zielstrebig – aber immer wieder weisen ihm nicht nur seine Kompetenzen, sondern auch sein Glauben gewisse Grenzen auf. Genau das fand ich so gut und glaubwürdig – und menschlich dargestellt. Wichtig ist es an dieser Stelle zu erwähnen, dass es sich nicht um ein Buch handelt, in dem der Glauben im Vordergrund steht. Es ist also kein religiöses Buch und kann von jedem Liebhaber deutscher Krimis gelesen werden.

Allerdings ist es mir oft zu viel, was auf Martin Bauer einstürmt. Er versucht, in Walter Keunerts Vergangenheit zu recherchieren, wird noch mit merkwürdigen Ereignissen im Bordell „Natascha“ konfrontiert, sucht nach Tilo, um mit ihm zu reden – und muss sich noch um seine Tochter Nina kümmern. Das alles ist ziemlich viel – und mir zu viel.

Einige Ekelszenen gibt es in dem Buch – aber wesentlich weniger als in vielen anderen Krimis. Weiterhin hat mich gestört, dass nach der Präposition wegen oft der Dativ verwendet wurde, obwohl doch der Genitiv richtig ist. Ein Beispiel: Im Buch steht auf Seite 126 „wegen dem sechsten Gebot“. Richtig heißen muss es: „Wegen des sechsten Gebots“.

Die Sprache des Krimis ist flott und modern. Ab und zu taucht das „Sch-Wort“ auf, aber nie wird der Schreibstil zu ordinär. Es gibt viele Dialoge, die ebenfalls dazu dienen, dass der Krimi unterhaltsam ist.

Der Schluss ist nicht vorhersehbar – und das gefällt mir ebenfalls.

Mein Fazit:

Der deutsche Kriminalroman „Gaube Liebe Tod“ hat mich gut unterhalten. Es ist ein spannendes und actionreiches Buch mit einem Polizeiseelsorger als Hauptperson.

Ich vergebe diesem Buch vier Sterne und empfehle es weiter.

 

Zum Schluss die kurzen Informationen zum Buch:

Verlag: Ullstein

Erschienen in Deutschland am 12. Mai 2017

Seitenzahl: 416 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3548288918

Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Krimiserie rund um den Polizeiseelsorger Martin Bauer.

 

P.S.: Meine Rezensionen erscheinen auf mehreren Plattformen im Internet. Beispielsweise bei vorablesen.de, bei Amazon.de, bei buch7.de, bei e-Book.de, bei hugendubel.de, bei lovelybooks.de. Manchmal auch bei Ciao.de, aber dort gibt es im Moment kein Händlerangebot für dieses Buch.