{Rezension} Im Schatten des Kauribaums von Sarah Lark (Hörbuch)

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Produktinfos

Lübbe Audio
Hörbuch, bearbeitet
6 CDs, 471 Minuten
Ersterscheinung: 18.02.2011
ISBN: 978-3-7857-4453-6

http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Frauen/Details/Id/978-3-7857-4453-6

Klappentext

Neuseeland 1875: Vor Matariki liegt ein verheißungsvolles Leben. Sie ist Halb-Maori, Tochter der Einwanderin Lizzie und dem Maori-Häuptling Kahu Heke. Matariki wandelt mit Leichtigkeit in beiden Welten. Doch dann droht sie zum Spielball des Schicksals zu werden: Kahu Heke plant, das an die Europäer verlorene Land zurückgewinnen, und dazu bedient er sich seiner Tochter als Priesterin und Kriegsgöttin. Er sendet zwei Getreue nach Dunedin, um seine Tochter auf die Nordinsel zu »holen« …
Im Schatten des Kauribaums ist der zweite Teil von Sarah Larks farbenprächtiger Kauri-Trilogie!

Zum Inhalt

Dieser zweite Band grenzt an den ersten nahtlos an.
Lizzie und Michael haben ihr gemeinsames Glück gefunden und leben  mit der Tochter von Lizzie und Kahu Heke : Matariki. Dann wird Matariki von ihrem Vater entführt. Ihr gelingt it dem Maori Kupe die Flucht.

Immer weiter wird die Saga über Kupe und Matariki erzählt und da gibt es einige Wirrnsse und Irrungen. Kupe liebt Matariki, aber diese will einen anderen – ist er auch der Richtige für sie? Ihre Eltern stellen sich gegen eine Heirat.

Ganz anderen eigenen Problemen muss sich Heather stellen, sie ist auf der Suche nach sich selbst und geht ganz eigene, neue Wege.

Neu hinzu kommt eine irische Familie, die sehr eigen ist und für bange Stunden sorgt, für Aufregung und von einem Schicksalsschlag zum nächsten kommt.

Meine Meinung

Sarah Lark verknüpft hier die Saga zwischen ihren fiktiven Familien mit de Geschichte Neuseelands, seinen Bewohnern – den Maori – von Aufstand und Anpassung. Und das gelingt ihr wirklich gut. Zu keiner Zeit fand ich die Geschichte langweilig, was auch die Erzählerin Dana Geissler zu verdanken ist.

Fazit

Für alle, die Sarah Lark mögen, oder aber Neuseeland bekommen mit diesen Romanen der Autorin ein großes Kopfkino und ein wunderbares Werk.  Die Geschichte hat eine Tiefe, die man lieben muss.

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{Rezension} Vyrad – Erben der Nacht ( Band 5) von Ulrike Schweikert

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Produktinfos

Originalausgabe
Ab 12 Jahren
Taschenbuch, Broschur, 576 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-570-30655-0
€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)

Verlag: cbt
cbt Fantasy
Erscheinungstermin: 19. September 2011

Klappentext

Historische Vampir-Fantasy von der Meisterin des Genres: actionreich, romantisch und herrlich düster

Schreckliche Kerker und schlimme Verbrechen – der fünfte Band führt die Akademie ins London zur Zeit Jack the Rippers. Vom Clan der Vyrad sollen die jungen Vampire lernen, wie man das Tageslicht erträgt und sich in Nebel auföst. Ivy sieht eine schreckliche Gefahr heraufziehen, die alle Clans bedroht. Doch sie kann ihre dunkle Ahnung mit niemandem teilen, denn nach wie vor ist sie aus der Akademie ausgeschlossen, seit entdeckt wurde, dass sie eine Unreine ist. Zudem wagt sie nicht einmal ihren Bruder Seymour einzuweihen, auf welche Weise sie ihr Wissen um diese Bedrohung erlangt hat …

 Zum Inhalt

Es ist wieder soweit: Die Erben der Clans treffen sich zum neuen Akademiejahr, diesmal beim Clan de Vyrad in London. Die Freunde sind betrübt, ist doch Ivy ausgeschlossen, da sie als Unreine im letzten Jahr enttarnt wurde. Allerdings sieht Ivy schreckliche Gefahen aufziehen, und so reist sie zusammen mit Bram Stoker nach London.

Die Erben sollen von den Vyrad lernen, wie sie ihrem Fluch des Tageslichts entgehen, also erlernen, bei Tageslicht munter zu bleiben und nicht in die Todesstarre zu fallen.
Denn der Clan der Vyrad besteht aus Anwälten und ähnlichen und erscheinen bei Gericht – am Tag natürlich!

Vorher sollen die Erben noch einige Kriminalfälle aus London aufklären. Dabei erlernen sie auch eine weiter Fähigkeit der Vyrad: Auflösen in Nebel und damit auch Hindernisse, wie zum Beispiel geschlossene Türen zu überwinden.

Und immer wieder sieht Ivy in die Gedanken von Dracula, dieser hatte sie im letzten Akademiejahr entführt und wollte mit ihr eine neue Generation Erben zeugen, da Ivy ganz besondere Kräfte besitzt. Und irgendwie hat sie noch eine geistige Verbindung zu ihm und nutzt diese für sich aus.
Ivy entwickelt einen Plan, um den Vater aller Vampire zu vernichten …

Meine Meinung

Im Laufe der Geschichte lernt man das London im 19.Jahrhundert kennen und es ist wundervoll beschrieben. Ausserdem lässt die Autorin uns in ehemalige spektakuläre Kriminalfälle der Gecshichte schauen, sei es der Barbier Sweeny Todd oder Jack the Ripper.  Ich finde es sehr gut recherchiert und man kann sich sehr gut reinversetzen. Dabei werden keine schrecklichen Gräultaten bis ins kleinste Detail beschrieben, finde ich gut, es kommt auch ohne dessen aus!

Am Ende hat Frau Schweikert noch eine Anmerkung „Dichtung und Wahrheit“ angefügt. Da berichtet sie über ihre weitführende Recherche zum Roman in London, das fand ich total interessant.

Auch die Hauptcharaktere der Erben sind wieder richtig liebenswert beschrieben. Sie müssen sich nun mit ganz alltäglichen Dingen auseinander setzen, und es gibt einige Missverständnisse, die auch zu Zerwürfnissen führt. Alisa und Leo haben so ihre Pobleme miteinande, als Leo sie mit Malcom zusammen sieht, Alisa dagegen hat ihrerseit Probleme, Leo mit Ivy zu sehen. Sind die beiden wieder vereint?

Ausserdem sucht Malcom immer noch nach seiner Latona, die von Bram Stoker in ein Internat gesteckt wurde, um sie gerade von Malcom fern zu halten.

Auch gibt es ein Wiederlesen mit dem berüchtigten Vampirjäger Van Helsing, auch er hat seine ganz eigene Vergangenheit und seinen eigenen Grund, mit Dracula abzurechnen.

Und was ich auch diesmal wieder besonders toll fand, waren die die Karten im Klappenumschlag:

 

 

Fazit

Alles in allem finde ich es eine wieder sehr gelungene Geschichte und die knapp 600 Seiten vergingen wie im Flug. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und auch wenn das Ende so ganz anders war, als ich mir gedacht habe, so ist es doch sehr sinnig.

Ein wenig bin ich traurig, dass die Serie nun zu Ende ist, habe ich doch mit den Erben jedes Jahr mitgelitten und mitgefreut. Schade finde ich nur, dass es keinen Band mehr um die Vamalia gibt.
Aber das Ende stimmt versöhnlich.

Mit dieser Reihe hat Frau Schweikert eine beeindruckende Jugendbuch-Fantasy – Saga hingelegt!
Für dieses Buch und für die komplette Saga  vergebe ich 5 von 5 Sternen!

Reihenfolge der Serie

  1. Nosferas – erschienen März 2008
  2. Lycana  – erschienen Oktober 2008
  3. Pyras – erschienen September 2009
  4. Dracas – erschienen September 2010
  5. Vyrad – erschienen September 2011

Quelle cbt Verlag

(Rezi von Adelheid) Véronique Olmí – In diesem Sommer

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Bei vorablesen.de habe ich folgendes Buch gewonnen

 In diesem Sommer

Autorin: Véronique Olmí

Verlag: Antje Kunstmann

Seitenzahl: 272 Seiten

ISBN-Nummer: 978-3888977763

Erscheinungsdatum in Deutschland: 27. Juni 2012

Das Buch ist im deutschsprachigen Raum als Hardcover mit Schutzumschlag erschienen und kostet im deutschen Buchhandel 18,95 Euro.

Über Véronique Olmí

Véronique Olmí ist eine der bekanntesten französischen Autorinnen. Bekannt wurde sie auch bei uns mit ihren Romanen „Meeresrand“ und „Nummer sechs“ (letzteres Buch wurde bei Elke Heidenreich in der ZDF-Sendung „Lesen!“ empfohlen.

Drei Paare feiern den 14. Juli – oder: die Handlung

Mehrere Ehepaare treffen sich in einem Haus am Strand, um zusammen den 14. Juli zu feiern. 14. Juli – das ist der französische Nationalfeiertag. Wer sich ein bisschen mit Frankreich und den Franzosen beschäftigt, weiß das.

Zu den Ehepaaren, die nicht nur den 14. Juli miteinander feiern wollen, sondern insgesamt drei Tage am Meer verbringen wollen, gehören Delphine und Denis, die das Haus für das Treffen vorbereiten wollen. Auch ihre Tochter Jeanne, 16 Jahre alt, ist am Wochenende bei dem Treffen dabei.

Lola, die Radiomoderatorin, freut sich ebenso wieder auf diese drei Tage am Meer. Sie wird diese zusammen mit ihrem 12 Jahre jüngeren Partner Samuel verbringen.

Nicolas und Marie sind das dritte Paar. Marie hat gerade ein Rollenangebot als Schauspielerin bekommen, über das sie sich sehr freut. Allerdings soll sie da eine Großmutter spielen.

Was sich wie eine heile Welt anhört, ist keine mehr. Delphine und Denis haben sich auseinandergelebt. Lola hat immer wieder andere Liebhaber. Und während Marie sich über jede Rolle freut, die sie als Schauspielerin bekommt, leidet ihr Mann Nicolas an Depressionen.

Dann taucht noch Dimitri, ein junger Mann, bei der Gruppe auf. Jedem erzählt er etwas anderes über sich. Und auf einmal sind er und Jeanne verschwunden…

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

http://vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/Leseprobe_Olmi.pdf

Der schöne Erzählstil rettet das Buch – oder: meine Lese-Erfahrung

Als ich ein Gratisexemplar bei vorablesen.de gewann, freute ich mich. Ich lese gerne französische Romane – und die Autorin Véronique Olmí war mir durch Bücher, wie „Meeresrand“ und „Nummer 6“, durchaus bekannt.

Véronique Olmí hat eine schöne, melodische Erzählsprache, und es macht meistens Freude, diese Zeilen, diesen Erzählstil zu lesen. Meistens  – so muss ich sagen, denn die Handlung ist nur wenig mitreißend. Dabei birgt die Ausgangssituation, wie sie auch in der Leseprobe dargestellt ist, durchaus für Konfliktstoff. Daraus könnte man eine wutgeladene Atmosphäre schaffen, während derer sich die einzelnen Darsteller manchmal anschreien.

Aber nichts dergleichen passiert. Die Personen am Meer in dem Haus am Strand treffen sich in verschiedenen Konstellationen – sie unterhalten sich über dies und das. Die Autorin macht aus einzelnen Gedankengängen teilweise ganze Kapitel – beispielsweise um die „sexuelle Situation“ zweier Anwesenden. Von der Sprache her klingt das sehr melodisch, auch in keiner Weise ordinär – aber von der Handlung her ist es nicht mitreißend.

Ein bisschen Spannung kommt gegen Schluss auf, als Jeanne und Dimitri verschwunden sind. Aber nur ein bisschen. Als ich das Buch gelesen habe, bleibe ich mit einem unzufriedenen Gefühl zurück. Zumal ich erst kürzlich einen weiteren Roman aus Frankreich gelesen habe, der mich mehr mitreißen konnte.

Mein Fazit

„In diesem Sommer“ ist ein Buch in einer schönen und ausschmückenden Sprache, rund um drei Paare am Strand in der Normandie – das aber meiner Meinung nach – spannender sein könnte.

Ich vergebe drei Sterne und ein „unentschlossen“ in der Weiterempfehlung.

(Rezi von Adelheid) Josephine Pennicott – Dornentöchter

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Ich bin Mitglied bei vorablesen.de. Die Seite fasziniert mich, bekomme ich dort durch Leseproben doch immer wieder Anregungen für gute Bücher. Auch die Leseprobe zum Buch „Dornentöchter“ gefiel mir außerordentlich gut – und so freute ich mich, als ich das Buch gewinnen konnte.

Ich habe es gelesen und möchte es heute vorstellen:

Dornentöchter

Autorin: Josephine Pennicott

Verlag: List

Seitenzahl: 396

Erscheinungsdatum in Deutschland: 14. September 2012

ISBN-Nummer: 978-3471350867

Das Buch ist bisher nur als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erhältlich und kostet in Deutschland 19,99 Euro.

Über Josephine Pennicott

Josephine Pennicott ist eine australische Autorin, geboren in Tasmanien. Einige Jahre ihrer Kindheit verbrachte sie in Papua-Neuguinea. Sie studierte Bildende Kunst an der Universität von New South Wales und arbeitete unter anderem als Krankenschwester und Vertriebsassistentin.

Aus der Feder von Josephine Pennicott stammen einige Krimis und Fantasy-Romane. Die Autorin lebt mit Mann und Tochter in Sydney.

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:

http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/35086_pennicott_dornentoechter_lp.pdf

Wer tötete Pearl? – oder: die Handlung

Pearl Tatlow, die exzentrische Dichterin und Schriftstellerin wurde 1935 in ihrem Haus, im „Poet’s Cottage“ (von mir frei übersetzt als „Landhaus der Dichter“), in der tasmanischen Kleinstadt Pencubitt brutal ermordet. Nie kam ans Licht, wer der Mörder war und welche Motive er hatte.

Sadie, Pearls Enkelin, ist selbst Schriftstellerin, hat Poet’s Cottage geerbt und zieht nach dem Tod ihrer Mutter Marguerite mit ihrer Tochter Betty von Sydney nach Pencubitt. Sadie möchte endlich das Geheimnis um Pearls Tod lüften und versucht gleichzeitig, sich an das Kleinstadtleben zu gewöhnen. Das ist nicht einfach, zumal ihre Tochter Betty lieber wieder  nach Sydney ziehen würde und auf einmal auch Sadies Ex-Mann Jack und seine Freundin auftauchen.

Sadie trifft Birdie, eine ehemalige Freundin von Pearl. Diese überlässt ihr bereitwillig ein Manuskript, in dem sie über ihr Verhältnis zu Pearl schrieb – aber auch über Dinge, die 1935 in Pencubitt passierten.

Sadie erfährt, dass Pearl viele Feinde hatte. Beispielsweise die Geliebte ihres Mannes Maxwell, dann war ihr auch ihre Tochter Thomasina nicht wohl gesonnen. Thomasina war ganz anders als ihre Schwester Marguerite. Marguerite, die von Pearl geliebt wurde. Thomasina lebt immer noch auf dem Anwesen von Poet’s Cottage. Aus ihr ist eine merkwürdige alte Frau geworden. Auf Pearl ist sie nicht gut zu sprechen.

Aber auch Birdie, von Pearl „Tricky“ genannt, war nicht immer einer Meinung mit Pearl. Es gab Momente, während derer Birdie wünschte, Pearl wäre tot…

Ein Mord, dessen Aufklärung lange dauert – oder: meine Leseerfahrung

Als das Buch bei mir eintraf, beeindruckte mich die Aufmachung. Den Hardcoverumschlag schmückt ein Bild einer Landschaft mit Baum und einem Haus. Der hellblaue, mit rosafarbenen und gelben Blumen verzierte, Schutzumschlag hat ein „Guckloch“ im Buchcover – und zwar so, dass man das Haus und den Baum und ein bisschen von der Landschaft sehen kann.

Der Anfang des Buches liest sich spannend und interessant. Das erste Kapitel endet mit einem „Cliffhanger“ – also einem offenen Ende. Das Mädchen Thomasina, das mit seiner Schwester Marguerite im Garten von Poet’s Cottage spielt, hört aus dem Keller, in dem seine Mutter Pearl angeblich einen „Tasmanischen Teufel“ (ein schwarzes Beuteltier, das faucht) hält, merkwürdige Geräusche. Die Mutter wird umgebracht – von einem Geist? In Thomasinas kindlicher Gegenwart handelt es sich um einen Geist.

Jahre später. Sadie und ihre Tochter Betty wollen in Poet’s Cottage wohnen. Sadie will den Mord an ihrer Großmutter aufklären und recherchiert.

Im Buch werden zwei Geschichten erzählt. Die eine Geschichte spielt in der Gegenwart, in der Sadie und Betty im Poet’s Cottage wohnen. Sie ist aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (kein Ich-Erzähler) erzählt.

Die andere Geschichte spielt in den Jahren 1935 und 1936 – zu der Zeit, als Pearl noch lebte und mit Birdie befreundet war. Da hier Birdie berichtet, ist die Handlung aus der Ich-Perspektive erzählt.

Beide Geschichten werden in der Vergangenheit (im Präteritum) erzählt. Ich komme mit beiden Geschichten nicht durcheinander, da Kapitel, die sich um die Ereignisse von 1935 drehen, am Anfang immer mit dieser Jahreszahl gekennzeichnet sind.

Das Buch ist flüssig geschrieben mit vielen Dialogen. Ländliches Ambiente ist vorhanden, allerdings merkt man kaum, dass die Handlung in Tasmanien, das zu Australien gehört, spielt. Das Buch könnte genauso gut auch irgendwo in Cornwall (Großbritannien) spielen oder in den USA oder anderswo. Die Schauplätze sind also beliebig austauschbar.

Was mich im Laufe der Lektüre auch gestört hat, ist die Langatmigkeit der Handlung. Wie gesagt, das Buch beginnt spannend und interessant, zieht sich dann aber hin wie Kaugummi. Seitenlang passiert nur sehr wenig. Ich lese von der Freundschaft zwischen Pearl und Birdie, ich lese von Sadie und Betty – aber es kommen nur Gedanken über die Personen und ihr Verhalten und lange Zeit nichts, was die Handlung vorantreibt.

Die meisten Figuren sind sympathisch. Pearl wird als rätselhaft und unberechenbar dargestellt. Sie ist oft chaotisch – räumt nicht auf, putzt nicht, kümmert sich selten um ihre beiden Mädchen. Bei manchen Dingen, die sie tut, verstehe ich nicht immer, warum sie diese tut.

Ab und zu spielt ein „Geist“ oder ein „Teufel“ in die Handlung mit hinein – im Keller des „Poet’s College“ soll es nämlich spuken. Doch der Geist tritt nur selten auf – er glänzt eher durch Abwesenheit und kann mich weder erschrecken, noch dem Buch Gruselatmosphäre „verschaffen“.

Ich bin als Leserin interessiert zu erfahren, wie Pearl ums Leben kam. Hat Maxwell sie getötet oder Birdie? Oder jemand anderes? Das ist der Grund, warum ich das Buch lese. Denn es passiert nur wenig. Das Verhältnis zwischen Pearl und Birdie ist die Haupthandlung. Pearl ist so wechselhaft wie das Wetter – einerseits eine schlechte Schriftstellerin und eine schlechte Mutter – andererseits in ihrer Launenhaftigkeit faszinierend. Maxwell geht immer wieder fremd, unter anderem mit der Hausangestellten Angel.

Der Schluss ist belanglos – irgendwie lapidar. Ja, es wird aufgelöst, wie Pearl ums Leben kam. Es wird auch aufgelöst, welche Bewandtnis es mit dem Geist hat. Es ist ein Schluss, der nicht vorhersehbar war – aber eigentlich hätte ich mir einen anderen Schluss, eine raffinierte Auflösung des Mordfalls gewünscht.

Mein Fazit

„Dornentöchter“ ist ein Buch in ansprechendem Schreibstil, in dem es um eine Frauenfreundschaft sowie um die Auflösung eines Mordes geht. Allerdings weist es einige Längen in der Handlung auf. Der Schluss ist unerwartet – aber gewöhnungsbedürftig.

BildIch vergebe drei von fünf Sternen und bin unentschlossen in der Weiterempfehlung.

{Rezension} Das Gold der Maori von Sarah Lark

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 752 Seiten
  • Verlag: Lübbe Paperback; Auflage: 1. (14. Juni 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785760248
  • ISBN-13: 978-3785760246

Klappentext

Kathleen und Michael wollen Irland verlassen. Das heimlich verlobte Paar schmiedet Pläne von einem besseren Leben in der neuen Welt. Aber all ihre Träume finden ein jähes Ende: Michael wird als Rebell verurteilt und nach Australien verbannt. Die schwangere Kathleen muss gegen ihren Willen einen Viehhändler heiraten und mit ihm nach Neuseeland auswandern … Michael gelingt schließlich mit Hilfe der einfallsreichen Lizzie die Flucht aus der Strafkolonie, und das Schicksal verschlägt die beiden ebenfalls nach Neuseeland. Seine große Liebe Kathleen kann er allerdings nicht vergessen … Mitreißend, gefühlvoll, voller unerwarteter Schicksalswendungen – eine einzigartige Familiensaga 

Zum Inhalt

Die Geschichte beginnt in Irland. Kathleen und Michael treffen sich heimlich und schmieden Pläne für eine gemeinsame Zukunft. Kathleen wird schwanger und Michael will sie heiraten. Aber dann wird er wegen Diebstahl und Schwarzbrennerei verhaftet und nach Australien verbannt.

Kathleen kehrt in ihr Dorf zurück und wird gegen ihren Willen verheiratet. Sie ziehen nach Neuseeland, wo Kathleens Mann Viehzucht betreiben will.

Michael lernt auf dem Schiff nach Australien Lissy kennen. Auch sie wird wegen Diebstahl nach Australien verbannt. Beide mögen sich auf Anhieb.
In Australien sind sie beide den Irrungen ihrer Verbannung ausgesetzt, bis es ihnen gelingt, zu fliehen. Sie erschleichen sich zwei Schiffspassagen nach Neuseeland.

Dort leben inzwischen Kathleen und ihr Mann, zusammen mit Kathleens Sohn von Michael und weiteren zwei Kindern mit ihrem Mann.   Ihr Mann macht ihr das Leben zur Hölle. Da lernt sie Claire kennen, auch deren Ehe ist nicht zum Besten bestellt. Zusammen versuchen sie ein kleines Geschäft aufzuziehen und als die Ehe bei Claire eskaliert, nehmen sie ihre Ersparnisse und fliehen mit ihren Kindern vor ihren Ehemännern.

Meine Meinung

Ein wahrhaft meisterlicher Auftakt zur Maori Triologie!
Die Geschichte rund um die Hauptprotagonisten ist so spannend und mitreissend, ich war doch sehr überwältigt. Von Anfang an habe ich mit Kathleen und Michael mitgelitten. Aber auch Lissy ist mir sofort ans Herz gewachsen und ich mochte sie immer.
Auch die Begegnungen mit den Maori waren toll beschrieben und man konnte sich gut hineinversetzen.

Die Liebesgeschichten machen nicht das Hauptaugenmerk aus und sind zu keiner Zeit schnulzig.
Vielmehr geht es hier um die Geschichte Neuseelands im 19.Jahrhundert. Und um die Geschichte und Traditionen rund um die Maori.

Das Ende war anders, als ich gedacht habe, aber für mich nur schlüssig und sinnig.
Nun bin ich auf Band 2 der Triologie gespannt!

Fazit

Das Buch macht Spaß zum lesen und ist sehr facettenreich, aufgrund der vielen kleinen Nebengeschichten. Auf keinen Fall langweilig.

{Rezension} Der Geruch des Todes von David Lawrence

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Produktinformation

Klappentext

Detective Stella Mooney hat eigentlich genug eigene Probleme, als sie zu ihrem nächsten Einsatz in den noblen Londoner Stadtteil Notting Hill abkommandiert wird. Eine junge, bildhübsche Frau wurde in ihrem Apartment mit 50 Messerstichen brutal zu Tode gefoltert- und ihre Mitbewohnerin ist spurlos verschwunden. Zunächst deuten alle Indizien auf das Werk eines religiösen Fanatikers hin, doch als eine zweite, ähnlich grausam verstümmelte Leiche gefunden wird, nimmt der Fall eine ungewöhnliche Wendung.

 

Zum Inhalt

Stella wird zur Leiche einer brutal ermordeten Frau gerufen. Erste Spuren führen sie ins Drogenmilieu, aber das scheint eine Sackgasse zu sein. Es gibt keine verwertbaren Spuren, auch weil die Tote bereits seit einiger Zeit unentdeckt in ihrer Wohnung lag.
Und plötzlich werden Stella und ihr Ermittlerteam zu einer zweiten brutal ermordeten Frau gerufen. Und es schleicht sich der Gedanke eines Serienkillers ein, der sich spätestens nach der Leiche der dritten Frau bestätigt.

Stella und ihr Team ermitteln in alle Richtungen und kommen dem Täter so ganz langsam auf die Spur.

Allerdings ist Stella Mooney auch in ihrem Privatleben restlos überfordert und weiss nicht, wie ihr Leben weiter laufen soll.

Meine Meinung

Der Thriller an sich ist wirklich gut, die Geschichte gut ausgebaut und schlüssig. Die Täter sind echt grausam und gestört, es wird auch im Laufe des Buches erzählt, wieso sie so sind, und wieso sie so grausam morden.

Stella Mooney konnte mich als Mensch überhaupt nicht überzeugen, mitunter war sie mir richtig unsympatisch. Die Ganzen Charaktere waren irgendwie flach und nichtssagend. Ich konnte zu keinem der Charaktere wirklich eine Verbindung herstellen, einfach weil sie zu flach gehalten wurden. Jegliche Beschreibung ihres Lebens, privat und beruflich, waren so sachlich geschrieben, dass es einfach schon weh tat. Schade, da hätte man sicherlich mehr daraus machen können.

Was ich gut finde, der Autor bewegt sich im Roman fernab der Sehenswürdigkeiten Londons. Eher in den einschlägigen Randbezirken: heruntergekommene Wohnblocks, Kriminelle Banden die die Strassen kontrollieren.

Fazit

Die Story ist gut, ein echter Psychothriller allerdings nicht.
Die Figuren können nicht wirklich überzeugen und nach meiner Ansicht mal wieder ein Ermittlerteam, wo zuviel geraucht und zu viel getrunken wird.

Deswegen von mir nur 2,5 von 5 Sternen!

{Rezension} Der Zauberer von Oz (Kinderbuch)

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Das lese ich mit meinen Mädels

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 67 Seiten
  • Verlag: Arena (Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401056093
  • ISBN-13: 978-3401056098
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 4 – 10 Jahre

 

Kurzbeschreibung / Klappentext

Ein mächtiger Wirbelsturm reißt ein Holzhaus in die Luft und trägt es über viele Meilen hinweg in ein geheimnisvolles Land. Es ist kaum gelandet, da fangen für Dorothee und ihren Hund Toto die merkwürdigsten Abenteuer und Verwicklungen an, doch sie finden Freunde: einen Löwen, der mutig sein will, eine Vogelscheuche, die es zu Verstand bringen will, und einen Holzfäller aus Blech, der ein richtiges Herz haben will. Schließlich gelangen die vier in das Land des Zauberers Oz, von dem sie sich die Erfüllung ihrer Wünsche erhoffen, der sich aber als ein harmloser Schwindler entpuppt. Sie brauchen keine Zauberkünste, denn sie haben sich durch Taten tüchtig gemacht. Und auch Dorothees größter Wunsch geht in Erfüllung: Silberschuhe tragen sie in ihre Heimat Kansas zurück.

 

Meine Meinung

Das Buch habe ich mit meiner 8jährigen Tochter gelesen. Wir haben es uns aus der Bücherei ausgeliehen, da wir im Januar ins Schauspielhaus zu der Aufführung des Märchens gehen, und meine Tochter nun die Geschichte erst einmal kennen lernen sollte.

Das Märchen ist ein richtiges Highlight. Die Geschichte ist wunderscön und die einzelnen Charakteren so sympatisch und lieb. Meine Tochter war von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und freut sich nun doppelt aud die Aufführung.

Das Märchen erzählt von Liebe, Freundschaft, Mut und Zusammengehörigkeit . Und eine Geschichte die Mut macht, aber auch aufzeigt, am schönsten ist es zu Hause.

Mir und meiner Tochter hat es Spaß gemacht, die Geschichte zusammen zu lesen und wenn die Kleine mal soweit ist, so werde ich diese auch ihr vorlesen!

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