(Rezi von Adelheid) Carl Nixon – Settlers Creek

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Vor einigen Wochen habe ich folgenden Roman zu Ende gelesen habe. Ich hatte ihn aus der Bücherei hier am Ort zum Lesen ausgeliehen.

 

Settlers Creek

Autor: Carl Nixon
Verlag: Weidle-Verlag
ISBN-Nummer: 978-3938803608
Seitenzahl: 344 Seiten
Erscheinungsdatum in Deutschland: September 2013

Das Buch ist in Deutschland als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen und kostet im Buchhandel 23 Euro.

 

Über Carl Nixon

Carl Nixon ist ein neuseeländischer Autor, der 1967 in Christchurch (Neuseeland, Südinsel) geboren wurde. Er lebt und arbeitet noch dort.

Durch seinen ersten Roman „Rocking Horse Road“ (der auf Deutsch ebenfalls im Weidle-Verlag erschien) machte er sich als Autor einen Namen.

„Settlers Creek“ ist sein zweiter Roman.

 

Leseprobe

Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man beim Internet-Händler Amazon.de. Man ruft den Artikel auf und klickt auf die Option „Hier Blick ins Buch“. Der Link dazu ist folgender:

http://www.amazon.de/Settlers-Creek-Roman-Carl-Nixon/dp/3938803606/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1393194211&sr=8-1&keywords=Settlers+Creek#reader_B00FMRZRW2

 

Die Aufmachung des Buches

Normalerweise verliere ich über die Aufmachung eines Buches keine Worte. Denn Buchumschläge können sich ändern. Das passiert beispielsweise, wenn von einem Buch eine Sonderausgabe erscheint, die preisgünstiger ist als die zuerst erschienene Ausgabe.

Zu „Settlers Creek“ möchte ich sagen, dass mich die Fotos zu Beginn des Buches sofort ansprechen. Es sind fünf doppelseitige Farbfotos enthalten, die mich an einen Bildband erinnern. Berge, Seen, Landschaften. Neuseeland, wie es die Touristen lieben. Solche Bilder machen noch mehr Spaß auf das Buch – sie sprechen an.

Ansonsten finde ich auch das Titelbild, das den Umschlag des Hardcoverbuches ziert, sehr ansprechend. Ein See und ein Steg, der in den See hineinragt. In Schwarz-Weiß gehalten, aber dennoch ansprechend. Auf das Titelbild wäre ich gar nicht eingegangen, gäbe es nicht die schönen Farbfotos zu Beginn des Buches.

 

Box hat seinen Sohn verloren – oder: die Handlung

Box Saxton war einst erfolgreicher Bauunternehmer und Immobilienmakler in der neuseeländischen Stadt Christchurch, bevor die Finanzkrise kam. Von einem Tag auf den anderen verlor er seine Häuser und sein Vermögen und musste von da an mit seiner Frau Liz in einer Mietwohnung leben. Die Privatschule für seinen Sohn Mark und die Tochter Heather konnte er sich nicht mehr leisten.

Als Bauarbeiter hält er sich jetzt recht und schlecht über Wasser und versucht, seine laufenden Kosten und die seiner Familie zu bezahlen.

Eines Tages erhängt sich sein 19-jähriger Sohn Mark im Wald. Alle sind fassungslos, denn irgendwelche Vorzeichen für den Selbstmord gab es nicht. Ein älterer Mann findet die Leiche im Wald und benachrichtigt die Polizei. Diese macht Marks Familie ausfindig und informiert Liz. Liz ruft Box an, der in einer weiter entfernten Stadt in Neuseeland als Bauarbeiter tätig ist.

Wie in Trance reist Box nach Hause. Er nimmt das Flugzeug und versucht, seinen Kummer in Bier zu ertränken. Zu Hause versucht er, die Beerdigung Marks zu organisieren und seiner Frau Liz und der gemeinsamen Tochter Heather in deren Trauer beizustehen. Mark ist ihm ans Herz gewachsen, auch wenn es nicht sein leiblicher Sohn war, sondern der eines Maori („Ureinwohner“ Neuseelands).

Plötzlich taucht Marks leiblicher Vater auf – ein Maori, namens Tipene, der einst Steve hieß. Jahrelang hatte er sich nicht für seinen Sohn interessiert, aber nun will er ihn auf die Art und Weise, wie sie bei den Maori üblich ist, bestatten. Er schafft es, mit einigen Freunden Marks Leiche zu rauben. Box fährt ihm hinterher und verfolgt ihn…

 

Ein trauriges Buch – oder: meine Leseerfahrung

Weil ich selbst schon in Neuseeland war, interessierte ich mich für dieses Buch. 1997, als ich dieses Land besuchte, kannte man noch keine Finanzkrise. Bauplätze und Häuser in Christchurch waren teuer – aber auch heiß begehrt bei Käufern. Besonders Hong-Kong-Chinesen interessierten sich dafür, wie ich von einer deutschsprachigen Reiseleiterin erfuhr.

Ungefähr in den Jahren 2007 und 2008 litt Neuseeland unter der Finanzkrise (so lese ich es im Internet), die Handlung des Buches muss sich also 2008 und 2009 abspielen, da das Buch in Neuseeland 2010 erschien.

Das aus der auktorialen Perspektive (kein Ich-Erzähler) in der Vergangenheit geschriebene Buch fesselt mich sofort. Es sind nicht nur die traurige Geschichte und der ausschmückende, schöne Schreibstil, die mich packen, sondern auch der sympathische Hauptcharakter Box. Er versucht sein Bestes, mit der Trauer um seinen Sohn Mark fertig zu werden. Er ist durcheinander, fragt sich, warum Mark sich das Leben nahm – und er geht in den Wald zu dem Baum, an den sich Mark aufhängte. Er redet mit dem älteren Herrn, der Mark fand. Er erinnert sich zurück, versucht, Klarheit zu finden für sich selbst.

Liz und Heather sind in dem Buch Nebencharaktere – sie kommen selten darin vor.

Oft dagegen wird erwähnt, dass Mark tot ist und die Familie macht sich Gedanken darüber. Leider wird nie klar, warum Mark aus dem Leben schied. Und genau das fehlt mir. Denn für mich ist neben Box auch Mark ein Hauptcharakter in dem Roman. Marks Tod ist der Dreh- und Angelpunkt für die Handlung in dem Buch. Weil er sich umgebracht hat, agieren die weiteren Personen so, wie sie es tun. Marks Tod zieht also eine bestimmte Abfolge von Ereignissen nach sich. Beispielsweise Box’ übermäßiger Bierkonsum am Flughafen und das Auftauchen von Tipene, der sich zu Marks Lebzeiten nie für ihn interessierte.

Box trauert und erinnert sich an Mark und an seine eigene (Box’) Jugendzeit. Tipene und einige seiner Freunde stehlen die Leiche. Das ist eine unerhörte Wendung – nicht unbedingt das, was ich in einem Roman lesen will. Ich empfinde so etwas als Herabwürdigung eines Toten. Vor allem, weil einiges mit dieser Leiche passiert – da fühle ich mich nicht gut, wenn ich so etwas lese. Andererseits will ich wissen, wie die Geschichte ausgeht, um die Maori besser zu verstehen – denn ich habe viele von ihnen in Neuseeland gesehen und bekam einen kleinen Einblick in ihre Kultur und ihre Sitten. Wie sie mit ihren Toten umgehen, davon habe ich allerdings nichts erfahren – und das interessierte mich. Und deswegen las ich das Buch auch zu Ende.

 

Bild

„Settlers Creek“ von Carl Nixon ist ein flüssig geschriebener Roman über einen Mann, der seinen Sohn verliert und sich mit den Folgen “herumschlagen” muss. Gut finde ich die Beschreibung der Finanzkrise und deren Auswirkungen – auch die Personen, besonders der Hauptcharakter Box, sind vorwiegend sympathisch.

Über Marks Beweggründe, aus dem Leben zu scheiden, hätte ich gerne mehr gelesen. Außerdem gefällt es mir nicht, wie die Leiche entwendet wird – und was dann mit ihr passiert. Deswegen ziehe ich auch einen Stern in der Gesamtwertung ab. Wenn ich schon ein trauriges Buch lese, dann will ich wirklich ALLES wissen über die darin vorkommenden wichtigen Charaktere.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

P.S.: Diese Rezension habe ich Ende März 2014 auch schon bei der Verbraucherplattform Ciao.de unter meinem Usernamen „Sydneysider47“ veröffentlicht.

 

 

(Rezi von Adelheid) Cynthia McLeod – Die Schwestern von Surinam

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Seit einigen Semestern nehme ich an einem Literaturkreis einer Volkshochschule im Nachbarort teil. Nachdem wir uns mit Büchern zum Thema „Reisen“ befassten, lasen wir Literatur zum Thema „Südamerika“. Dazu passt auch das nun folgende Buch, das wir im Literaturkreis zwar nicht besprachen, ich mir aber von der Kursleiterin zum Lesen auslieh.
Denn in Surinam – dem kleinsten Staat in Südamerika – hatte ich vor Jahren eine Brieffreundin. Deswegen interessierte mich dieser Roman aus Surinam besonders.

 

Die Schwestern von Surinam
Autorin: Cynthia McLeod
Seitenzahl: 350
Verlag: Bastei Lübbe
erschienen in Deutschland: 1998
ISBN-Nummer: 978-3404128914

Die Ausgabe des Buches, die ich las, ist eine Taschenbuchausgabe, die neu 12,90 D-Mark (ca. 6,50 Euro) kostete. Das Buch ist im deutschen Buchhandel nicht mehr regulär erhältlich, kann aber bei Internethändlern noch gebraucht erworben werden.

 

Über Cynthia McLeod
Im Buch stehen keinerlei Angaben zu dieser Autorin – aber Wikipedia.de bietet einige Informationen, die ich mit meinen eigenen Worten zusammengefasst habe.

 

Cynthia McLeod, Jahrgang 1936, ist eine bekannte surinamische Schriftstellerin. Mitglieder ihrer Familie sind und waren in der Politik tätig – sowohl in Surinam, als auch in den Niederlanden.

Ihr Mann arbeitete als surinamischer Botschafter in Venezuela, in Belgien und den USA. Cynthia McLeod nutzte diese Auslandsaufenthalte, um in diversen Archiven über die Vergangenheit Surinams zu recherchieren. Diese Kenntnisse waren die Basis für ihre historischen Romane.

Sie hat mehrere Romane geschrieben, von denen einige auch in deutscher Sprache erschienen. Beispielsweise „Suriname“ und „Die Schwestern von Surinam“.

Wer Surinam bereist, könnte die Autorin vielleicht treffen. Denn sie organisiert Stadtführungen im historischen Teil der Stadt Paramaribo. Außerdem fährt sie Touristen in einem Boot zu den alten Plantagen.

 

Über Surinam
Surinam – das auch „Suriname“ geschrieben wird (beide Bezeichnungen sind also richtig) – ist ein Staat in Südamerika, der von 1667 bis 1954 eine niederländische Kolonie war. Weiße Niederländer waren die Kolonialherren, die Plantagen bewirtschafteten. Die schwarze Bevölkerung arbeitete als Sklaven auf diesen Zuckerrohrplantagen. Die Sklaverei wurde 1863 abgeschafft.

Seit 1975 ist Surinam ein unabhängiger Staat. Die Landessprache ist immer noch Niederländisch, die Hauptstadt heißt Paramaribo.

Angrenzende Staaten an Surinam sind Französisch-Guyana, Brasilien und Guyana.
(Quelle: Wikipedia.de)

 

Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe kann ich im Internet nicht finden. Es ist mir also nicht möglich, einen Link zu einer solchen Leseprobe anzugeben.

 

Das Leben von Elsa und Sarith in Surinam – oder: die Handlung
Der aus der Perspektive des auktorialen Erzählers (es gibt also keinen Ich-Erzähler) verfasste Roman erzählt das Schicksal von Elsa und Sarith.

Die beiden jungen Mädchen sind Halbschwestern, sie sind Weiße, aufgewachsen auf einer reichen Plantage im Surinam des 18. Jahrhunderts.

Elsa ist klug und belesen – keine Schönheit, aber mit einem angenehmen, ruhigen Wesen. Sie verliebt sich in Rutger, der bei Gericht arbeitet. Die beiden heiraten und bekommen Kinder.

Sarith ist die Schöne der beiden Halbschwestern – aber sie ist naiv und eifersüchtig. Sie gönnt Elsa ihr Eheglück nicht und versucht, Rutger für sich zu gewinnen. Das funktioniert einige Zeit – Sarith schafft es, Rutger in ihr Bett zu bekommen.

Irgendwann jedoch merkt Rutger, dass das nicht so weitergehen kann. Er entscheidet sich für die Ehe mit Elsa. Sarith verschwindet erb ost aus Elsas und Rutgers Leben. Sie heiratet den Plantagenbesitzer Julius, der einige Jahre älter ist als sie. Die beiden bekommen einen Sohn, den sie Jethro nennen. Doch Sarith hat wenig Interesse an einer dauerhaften Beziehung zu Julius und sieht sich nach anderen Männern um…

 

Die Geschichte zweier Schwestern, geschrieben als farbenprächtiger Surinam-Roman mit vielen historischen Details

Ich gebe zu: Meine Zusammenfassung der Handlung liest sich beinahe wie ein Groschenroman. Aber ein solcher Roman ist „Die Schwestern von Surinam“ NICHT.

In die Handlung hatte ich mich sehr schnell eingefunden – ich lernte die beiden Schwestern Elsa und Sarith kennen. Elsa mochte ich sofort, Sarith ging mir bald auf die Nerven. Wie kann man nur so dumm und naiv sein? Andererseits verstand ich auch: Sarith war in dem Glauben erzogen worden, dass die weißen Menschen dazu geboren seien, über die schwarzen Menschen zu herrschen. Aus diesem Grund nahm sie Handlungen gegenüber den schwarzen Sklaven vor, die unberechtigt waren – aber als Sinnbild für die damalige Zeit galten.

Denn auf vielen Plantagen ging man nicht gut mit den schwarzen Sklaven um. Oft bekamen sie zu wenig zu essen und wurden von so genannten „Aufsehen“ geschlagen. Es gab auch weiße Kolonialherren, die Sklaven verstümmelten, weil sie sie als Eigentum betrachteten, mit dem sie tun und lassen konnten, was sie wollten. Einige solcher Quälereien werden in diesem Buch erwähnt – allein schon aus diesem Grund halte ich die Lektüre des Romans für Leser unter 16 Jahren nicht geeignet.
Mir gingen diese Beschreibungen bei der Lektüre ziemlich nahe, aber sie vermittelten mir auch ein Bild der Zustände in Surinam im 18. Jahrhundert.

Rutger, Elsas Mann, setzte sich dafür ein, die Sklaven menschenwürdiger zu behandeln. Wenn er von der Misshandlung der Sklaven erfuhr, versuchte er mit allen Mitteln, das zu unterbinden. Das machte mir Rutger sehr sympathisch.

Neben den Ereignissen rund um Elsa, Rutger und Sarith bringt die Autorin viele geschichtliche Details in diesen Roman. Das war der Hauptgrund, warum ich das Buch mit Begeisterung gelesen habe. Denn wo erfährt man schon etwas über die Geschichte von Surinam? Thema im Geschichtsunterricht in den Schulen ist das nicht. Und dass es das Land Surinam überhaupt gibt, erfuhr ich erstmals, als ich von dort eine Brieffreundin bekam. Das war irgendwann in den 1990er-Jahren. Seitdem interessiere ich mich für Surinam.

Die Autorin hat eine ruhige und angenehme Schreibweise . Sie wechselt ab zwischen Dialogen und indirekter Rede. Manchen Leuten mag dieser Schreibstil vielleicht zu altbacken erscheinen. Ich selbst finde, dass er zu diesem Roman und zu der Zeit, in der er spielt, passt.

Der Roman ist spannend und interessant bis zum Schluss. Und da wartet die Autorin noch mit einem besonders dramatischen Ereignis auf, bei dem ich mich als Leserin fragte: „Musste das jetzt noch sein?“ Oh ja, das musste sein, denn auch solche dramatischen Ereignisse gab es – neben der bereits geschilderten Ereignisse – ebenso in Surinam. Und deswegen will ich auch keine Sterne abziehen.

 

Mein Fazit
Wer sich für Surinam und dessen Geschichte interessiert und keine trockenen Sachbücher darüber lesen will, dem kann ich den Roman „Die Schwestern von Surinam“ empfehlen. Ich habe durch das Buch sehr viel über die Geschichte dieses Landes gelernt und wurde gleichzeitig gut unterhalten. Was will ich mehr?

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Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

P.S.: Diesen Bericht habe ich im April 2014 auch schon bei der Verbraucherplattform „Ciao.de“ unter meinem dortigen Usernamen „Sydneysider47“ veröffentlicht.

 

(Rezi von Adelheid) Kim Thúy – Der Geschmack der Sehnsucht

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Produktbild - eingestellt von Sydneysider47Vor einigen Tagen habe ich folgenden Roman zu Ende gelesen:

Der Geschmack der Sehnsucht
Autorin: Kim Thúy
Seitenzahl: 143
ISBN-Nummer:: 978-3888979286
Verlag: Kunstmann
Erscheinungsdatum in Deutschland: 26.02.2014

Das Buch ist als Hardcoverausgabe mit Schutzumschlag erschienen. Im Buchhandel in Deutschland kostet es 16,95 Euro.

 

Über Kim Thúy

Kim Thúy ist eine vietnamesische Autorin. Sie wurde in Saigon geboren und floh im Alter von 10 Jahren mit ihrer Familie aus Vietnam.

Bevor sie als Autorin mit ihrem Roman „Der Klang der Fremde“ bekannt wurde, arbeitete sie unter anderem als Rechtsanwältin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Montreal.

„Der Geschmack der Sehnsucht“ ist ihr zweiter Roman.

 

Leseprobe
Eine vom Verlag genehmigte Leseprobe findet man unter folgendem Link:
http://www.vorablesen.de/sites/vorablesen.de/files/buecher/leseproben/thuy_geschmack_der_sehnsucht_leseprobe.pdf

 

Das neue Leben der Vietnamesin Män in Kanada – oder: die Handlung
Während des vietnamesischen Bürgerkriegs sieht sich die leibliche Mutter des Mädchens Män außerstande, sich um ihr Kind zu kümmern. Eine neue Mutter wird gesucht. Erst die dritte „Mutter“, eine Lehrerin, kann Män ein Zuhause bieten.
Diese Mutter lehrt Män nicht nur die vietnamesische Sprache und gutes Benehmen, sondern auch die Kunst des Kochens.
Als Män im heiratsfähigen Alter ist, wird für sie ein Ehemann gesucht. Eine Liebesheirat wird es nicht geben, sondern es ist üblich, eine Heiratsvermittlerin einzuschalten.

Ein älterer Vietnamese, der vorhat, nach Kanada auszuwandern, heiratet Män schließlich. Zusammen betreiben sie in Montreal eine Suppenküche. Glücklich ist Män nicht, bis sie sich auf die Kochkünste besinnt, die ihr ihre dritte Mutter beigebracht hat. Als Män ein Kochbuch veröffentlicht und das erfolgreich wird, ändert sich ihr Leben.

 

Ein dünnes Buch, das sehr viel bietet – oder: meine Leseerfahrung
Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Män geschrieben, in der Vergangenheit. Die Kapitel sind kurz – durchschnittlich eine halbe bis eineinhalb Seiten lang.

Das klingt nach schneller Lektüre, mag der Leser denken. Ein Buch, das man in kurzer Zeit „runterliest“ – aber so ist es nicht. Jedes Kapitel wird eingeleitet mit einem vietnamesischen Wort und dessen Übersetzung. Wie ich das Wort ausspreche, lese ich nicht. Aber das ist kein Manko, denn es geht hier um einen Roman, nicht um einen Vietnamesisch-Sprachkurs.
Die Autorin verwendet eine sehr ausschmückende und lyrische Sprache. Die muss man sich beim Lesen auf der Zunge zergehen lassen, die Worte genießen. Beispielsweise, wenn man ein „Loch im Glauben“ hat. Diesen Ausdruck kannte ich noch nicht. Was ist das? Man sagt das so, wenn man an nichts mehr glaubt, nicht mal mehr an die Menschen. Eine traurige Situation.

Der aufmerksame Leser erfährt hier viel über Vietnam und dessen Traditionen. Es gibt Heiratsvermittler zum Beispiel. Die kennt man in Deutschland nicht, und auch keine Leute, die sich die Zähne schwarz lackieren. Mäns Großmutter hat das noch gemacht, und Män bedauert, dass diese Tradition am Aussterben ist. Ich selbst finde sie gewöhnungsbedürftig.
Män zieht mit ihrem Mann nach Kanada, und jetzt denkt man, dass es ihr gut geht. Aber Män, die im kriegsgeplagten Vietnam schon nicht wichtig war, muss in Kanada erst ihren Platz finden.

Män arbeitet erst einmal in einem Restaurant, versucht, Englisch zu lernen und die Art und Weise des Kochens, die ganz anders ist als in Vietnam, zu verstehen. Und irgendwann kocht sie die Speisen so, wie sie es in Vietnam gelernt hat. Beispielsweise verwendet sie asiatische Gewürze.

Die Speisen finden Anklang bei den Kanadiern. Einen großen Erfolg findet ihr Kochbuch, das auf den Markt kommt. Und auch in der Liebe findet sie neue Wege. Ich war irritiert zu lesen, wie sie sich Luc öffnet. Luc ist verheiratet und lebt in Paris. Eines Tages reist Män nach Paris. Nun war ich als Leserin gespannt, wie der Roman ausgeht. Würden Luc und Män zusammenkommen oder nicht?

 

Mein Fazit
„Der Geschmack der Sehnsucht“ von Kim Thúy ist ein kurzer, aber sehr intensiver Roman über eine Vietnamesin, die nach Kanada kommt, dort mit einem älteren Mann eine Familie gründet. Sie entdeckt ihre Liebe zum Kochen traditioneller vietnamesischer Gerichte wieder – und sie entdeckt ihre Liebe zu einem anderen Mann.

Der Roman ist oft lyrisch, ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren – aber dennoch will ich hierfür keinen Stern abziehen. Denn man ich übe hier als Leserin auch das Interpretieren, das Lesen zwischen den Zeilen. Außerdem erfahre ich sehr viel über Vietnam und seine Traditionen. Und Vietnam interessiert mich schon lange – auch wenn ich es bisher nicht geschafft habe, in dieses Land zu reisen.

Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

 

P.S.: Dieser Bericht wird in verlängerter Form noch auf der Verbraucherplattform „Ciao.de“ unter meinem Usernamen „Sydneysider47“ erscheinen. Weiterhin blogge ich – und ich habe vor, auch bei weiteren Buchhändlern/Portalen eine Rezension zu veröffentlichen.

 

 

(Rezi von Adelheid) Maria Daniela Raineri – Die Lüge zwischen zwei Küssen

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich bin gerade dabei, meinen neuen E-Book-Reader von Sony zu testen. Deswegen habe ich mich bei vorablesen.de um das E-Book „Die Lüge zwischen zwei Küssen“ beworben. Ich gab nach einer Leseprobe meinen kurzen schriftlichen Eindruck über das Buch ab – und auf einmal hatte ich eine Gewinnbenachrichtigung über das E-Book in meinem E-Mail-Postfach.

Beim Herunterladen des E-Books half mir mein Mann – und nach einem Fehlversuch klappte es auch, dass das Buch auf meinem Reader landete und ich es lesen konnte (an dieser Stelle danke an den Knaur-Verlag für die Unterstützung beim Herunterladen!).

Das Buch habe ich unterdessen gelesen. Wie ich die Lektüre fand, zeigt der folgende Bericht.

 

Die Lüge zwischen zwei Küssen

Autorin: Maria Daniela Raineri
Erscheinungsdatum in Deutschland: 1. November 2013
Seitenzahl: 221 Seiten
Verlag: Knaur eBook
ISBN-Nummer: ISBN: 978-3-426-42073-7

 

Die Beziehung zwischen Stefano und Valentina – oder: die Handlung

Im ersten Kapitel lernt der Leser den Ich-Erzähler Stefano kennen. Stefano ist 35 Jahre alt und im Moment allein. Deswegen hat er sich zu seiner Mutter geflüchtet. Dort sieht er eine Folge einer sehr emotionalen Fernsehserie. Und er weint. Die Mutter meint, er weine wegen einiger Vorgänge, die sich in der Serie ereignet haben. Aber das ist nicht der Fall. Stefano trauert seiner Beziehung mit Valentina nach.

Er erinnert sich zurück. An das Leben mit Valentina. Er vermisst sie. Aber, wie konnte es soweit kommen, dass er und sie nicht mehr zusammen sind? Dabei hatte alles vielversprechend angefangen. Während eines Essens mit Freunden lernte er Valentina kennen. Sie suchte einen Mann, er suchte eine Frau. Beinahe hätte es zwischen ihnen nicht „gefunkt“ – aber nach mehreren Treffen merkten sie, dass sie zusammenbleiben sollten. Die beiden heirateten.

Die Ehe lief ganz gut. Nur war Valentina durch ihren Beruf in einem Verlag zeitlich oft sehr eingespannt. So kümmerte sie sich beispielsweise um einen Autoren, namens Thomas. Sein Buch musste vermarktet werden. Valentina begleitete ihn auf einer Lesereise.

Stefano dagegen musste erfahren, dass er nicht unentbehrlich ist in dem Büro, in dem er arbeitet. Ganz plötzlich wurde seine Arbeitszeit verkürzt, und so hatte er mehr Zeit für den Haushalt und die beiden Katzen.

Irgendwann begannen die Krisen. Beispielsweise, als Valentina entdeckte, dass es nicht einfach ist, schwanger zu werden. Jedenfalls für sie nicht. Oder als Stefano die attraktive Marika kennen lernte. Marika, die in der Firma, in der er arbeitet, putzte – Marika, die seine Vertraute wurde.

Ja, da ist einiges schief gelaufen. Wie kann Stefano Valentina wieder zurückgewinnen?

 

Das ganze Buch gefiel mir besser als die Leseprobe – oder: meine Leseerfahrung

Nachdem ich die Leseprobe bei vorablesen.de studiert hatte, dachte ich, dass das Buch nichts Besonderes ist. Eben einer der üblichen Frauenromane, die irgendwann einmal langweilig werden.

Erstaunlicherweise hat mich aber dieses Buch sehr gut unterhalten. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich es weiterlesen konnte. Ich las das Buch meistens zu Hause, da ich meinen E-Book-Reader noch nicht mitnehmen will, wenn ich unterwegs bin. Das war auch der Grund, dass die Lektüre zwei Wochen dauerte, ansonsten hätte ich das Buch garantiert innerhalb weniger Tage gelesen.

Es ist gut und flüssig geschrieben. Viele Dialoge gibt es. Die Handlung wird im Präsens (der Gegenwart) erzählt. Das ist ungewöhnlich, stört mich aber nicht. Wenn der Ich-Erzähler Vorgänge aus der Vergangenheit erzählt, verwendet er das Perfekt („ich habe ihr gesagt“, „ich bin gelaufen“ beispielsweise).

Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten – auch weil sie immer wieder humorvoll wurde. Der Ich-Erzähler ließ einige Bemerkungen in seine Erzählweise einfließen, die mich zum Schmunzeln brachten. Beispielsweise, wenn er die Hochzeitsfotos kommentierte. Wie schaute Valentina auf den Bildern – und warum war er auf den Bildern kaum zu sehen? Er nahm viel mit Humor, auch die Eigenarten der beiden Katzen, die Valentina mit in die Ehe gebracht hatte.

Sicherlich sind manche Szenen, manche Handlungsvorgänge vorhersehbar – beispielsweise, dass sich Frau und Mann irgendwie Gedanken machen, wie es mit eigenem Nachwuchs klappen kann (das kommt in vielen Ehen vor, wenn sich irgendwann keine Schwangerschaft einstellt), aber dafür will ich keinen Stern abziehen. Wie gesagt, ich habe dieses flüssige, sehr angenehm geschriebene Buch sehr gerne gelesen – und die Protagonisten (Hauptfiguren) waren mir auch sehr sympathisch. Das ist für mich auch wichtig, damit mir eine Lektüre gefällt.

Der Schluss bei diesem Buch hat mich sehr überrascht – er war nicht vorhersehbar. Aber er ist logisch, er ist stimmig – und er gefällt mir. Auch wenn ich einen anderen Schluss erwartet habe.

 

Mein Fazit

„Die Lüge zwischen zwei Küssen“ ist ein gut zu lesender, flüssig geschriebener Roman über ein Ehepaar, darüber, wie ihre Beziehung auseinander ging – und über die Frage, wie man die Beziehung wieder heilen könnte.

Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

P.S.: Dieser Bericht wird in verlängerter Form noch auf der Verbraucherplattform „Ciao.de“ unter meinem Usernamen „Sydneysider47“ erscheinen. Weiterhin blogge ich – und ich habe vor, auch bei weiteren Buchhändlern/Portalen eine Rezension zu veröffentlichen. Bild

{Rezension} Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

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Autor: Jilliane Hoffman
Titel: Mädchenfänger
Originaltitel: The Portrait Painter
Verlag: Argon Hörbuch
Erschienen: 17.Februar 2012
ISBN-10: 3839890764
ISBN-13: 978-3839890769
6 CDs  – 470 Minuten
Preis: 9,99€

„P.S. Pink steht dir.CUL8R“. Die zwölfjährige Lainey kann es kaum fassen. Zach, der gut aussehende Sonnyboy aus dem Chatroom steht offensichtlich auf sie. Und er will sie treffen.Als sie von der Schule nicht nach Hause kommt, nehmen alle an, dass Lainey weggelaufen ist. So wie ihre ältere Schwester Denise vor ein paar Jahren. Routinemäßig wird FBI Agent Bob Dees in die Untersuchung miteinbezogen. Bobby ist Spezialist für verschwundene Kinder – nicht nur beruflich, sondern auch privat. Seine eigene Tochter Katy verschwand vor fast einem Jahr und niemand hat seitdem wieder etwas von ihr gehört. Lainey ist nicht weggelaufen, da ist sich Bob sicher. Doch zunächst führen alle Spuren ins Nichts. Bis ihm ein schreckliches Gemälde zugespielt wird – es zeigt eine gefesselte junge Frau. Anhand des Gemäldes findet Bobby heraus, wo das Mädchen gefangen gehalten wird – doch sie kommen zu spät. Das Mädchen ist tot. Es ist nicht Lainey, doch im Bild finden sich Hinweise auf sie. Bobby kommt der Verdacht, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben, der es auf junge Mädchen abgesehen hat, von denen alle denken, sie seien weggelaufen. So wie Katy…

 

Der „Mädchenfänger“ sucht und findet seine Opfer übers Internet. Er sucht sich vorwiegend Mädchen aus, die von zu Hause weglaufen oder die nicht vermisst werden.
Irgendwann kommt er aus seiner Deckung heraus und sucht Aufmerksamkeit, denn bisher wurde er nicht entdeckt und keiner ahnt, was mit den Mädchen passiert ist.

Ausgerechnet Bobby Dees scheint seinem Interesse voran zu gehen. Denn Bobbys Tochter Kate ist seit einem Jahr spurlos verschwunden. Hat der Mädchenfänger auch sie???
Während der Suche von Bobby nach dem potenziellen Mädchenfänger glaubt er immer mehr daran, und doch will er es nicht wahrhaben. Eine spannende Jagd geht voran, denn eben ist die 13jährige Lainey verschwunden und als deutet daraufhin, dass auch sie ein Opfer des Mädchenfängers geworden ist.

Ich fand dieses Hörbuch wirklich spannend und manches mal habe ich eine Gänsehaut bekommen, wenn man die Brutalität sieht, mit der der Täter vor geht. Die Story ist so glaubhaft und realistisch, dass es einem schon hier und da schaudert.
Und wie habe ich mit Bobby mitgefiebert, dass er endlich seine Tochter Kate wieder findet!

Mich hat die Geschichte von Anfang an gefangen genommen, nicht zuletzt lag es auch wieder an der tollen und angenehmen Stimme von Andrea Sawatzki, die auch dieses Hörbuch wieder gesprochen hat. Ich liebe sie als Hörbuch Sprecherin wirklich sehr!

Der Schluss war stimmig und ich habe mich ertappt, ein paar Tränchen zu verdrücken.
Einzig auf die wahre Natur des Mädchenfängers und seiner wirklichen Motive ist die Autorin nicht so richtig eingegangen und überlässt sich dem Leser hier selbst. Da wäre mehr Tiefgründigkeit toll gewesen.
Trotzdem gibt es nichts weiter zu meckern – ein genialer Thriller!

{Rezension} Der Augenjäger von Sebastian Fitzek

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Autor: Sebastian Fitzek
Titel:  Der Augenjäger
Verlag: Droemer / Knaur
Erschienen am:  2012
ISBN-10: 3426503735
ISBN-13: 978-3426503737
Seitenzahl: 432
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: 10,99 €

Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen.
Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen …

Die Geschichte des Augenjägers schliesst sich an den Augensammler an. Zwar sind dies getrennte Thriller und jeder für sich allein auch lesbar, aber für das bessere Verständnis ist es wohl doch besser, wenn man den Augensammler vorher gelesen hat.

Alina wird von der Polizei um Mithilfe gesucht, sie soll einen potenziellen Psychopath stellen. Doch statt das Richtige zu sehen, gerät sie selbst in seine Fänge.
Nun beginnt ein Katz und Mausspiel der Besonderen Art und Weise.
Alexander Zorbach, dessen Frau ermordet und der Sohn verschleppt wurde durch den Augensammler liegt schwer verletzt in einer Spezialklinik, jedoch versucht er einen Zusammenhang zwischen den beiden Mördern herzustellen.

Viel möchte ich gar nicht über den Inhalt verraten – wie immer ist auch der Augenjäger ein Thriller, den man nicht aus der hand legen kann. Spannend von Anfang bis zum Schluss. Immer neue Wendungen, immer neue  Täter. Mich hat der Thriller und der Autor wieder begeistern können.

Das Buch ist sehr fliessend geschrieben und hat mir regelrecht Bilder im Kopf erzeugt – was nicht immer von Vorteil ist, aber das Buch mich somit total gefesselt hat.
Ich jedenfalls kann es mit guten Gewissen weiter empfehlen.
Einen Fitzek muss man einfach mal gelesen haben!

 

{Rezension} Keine Zeit für Vampire von Katie MacAlister

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Autor: Katie MacAlister
Titel: Keine Zeit für Vampire
Originaltitel: A tale of Two Vampires
Serie: Dark Ones – Band 10
Verlag: Lyx Verlag
Erschienen: 11.April 2013

ISBN-10: 3802590759
ISBN-13: 978-3802590757
Seiten: 352 Seiten  
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Bei einer Reise nach Österreich entdeckt die Amerikanerin Iolanthe Tennyson einen geheimnisvollen Wald – und findet sich prompt im achtzehnten Jahrhundert wieder. Dort begegnet ihr der Vampir Nikola Czerny, auf dem ein dunkler Fluch lastet. Iolanthe will den attraktiven Nikola retten, doch damit droht das Zeitgefüge durcheinanderzugeraten.

Zum eigentlichen Inhalt möchte ich gar nicht viel verraten.
Wer die Serie bis hierhin verfolgt hat, weiss in etwa was auf einem zukommt. Ich war von diesem 10.Band wieder begeistert, wie immer schreibt die Autorin in einem locker leichten Stil, mit einem guten Sinn für Humor, etwas Erotik und viel Charme für die Protagonistin.

Wobei auch manches mal die etwas schnodderige Aussprache von Io merkrwürdig ist, und man das Gefühl man hat eine 16jährige vor sich.Sie verhält sich auch teilweise so, das hat mich doch etwas gestört.

Ganz im Gegensatz zu Nikola, der mir sehr sympatisch war, mich mehr faszinierte, als Io und der das Ganze Buch heraus gerissen hat. Er fand sich in der Zukunft auch irgendwie besser zurecht, als Io in der Vergangenheit, hat einfach eine positivere Ausstrahlung.

Trotzdem fand ich die Geschichte sehr amüsant, und keinesfalls darf man alles zu ernst nehmen.
Dies ist Band 10, eigentlich sind alle Geschichten in sich abgeschlossen, trotzdem empfehle ich immer wieder, die Teile der Reihe nach zu lesen, es gibt immer mal Handlungsstränge, die erschliessen sich nicht, wenn man nicht die Vorgeschichte kennt und fühlt sich dann total verwirrt.

Leichte Unterhaltungskost für zwischendurch. 
Zurück lehnen, lesen und geniessen!

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